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Full text of "Bericht über die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft in Frankfurt am Main"

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Bericht über die 
Senckenbergische ... 



Senckenbergische 
Maturforschende Gesellschaft 



509-0 



HARVARD UNIVERSITY. 




LIBRARY 
or THl 

MUSEUM OF COMPARATIVB ZOÖLOOY. 




Bericht 

Aber die 

Seiickeiibergische 
iiaturforschende Gesellschaft 

in 

Frankfurt am Main 



1891. 

Mit 4 Tafeln. 



Frankfurt a. M. 

Druck von QcbrOder Knau er. 



HEKIOHT 



(tBEB DIE 

Sfi^CKE^iBERGlSOUE NATURFOBSCUENDE 

(jEöELLSCUAFT 

IN 

FRANOURT AM MAIN, 

1891. 

Vom ituA 1S9« bl8 Juui 18S)1. 

Die Direktion der Senckenbergischen naturforschenden 
Gesellschaft be«]irt sich hiermit, statutengemäss ihren Bericht 
über das Jahr 1890 bis 1891 übeiTeichen. 

Frankfurt a. M., im Juui 1891. 

Die Direktion: 

Professor Dr. F. C. Noll, d. Z. erster Direktor. 

Oberlehrer J. Blum. «1. Z, zweiter Direktor. 

Dr. med. E. Blunieuthal, d. Z. erster Schrift tiiluer. 

Dr. med. B. Lachmaniiy d. Z. zweiter Schrittführer. 



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Bericht 



Aber die 

Senckenbergische naturforschanda Gaaallaehafl 

tu 

FranMui't am Main. 

Kistattet am Jahresfeste und bei WieUereröÜnung des Museuuis, 

deu 10. Mai 1B91, 
von 

Oberlehrer J. Blum, 
d. Z. n. Direktor. 

>*jfet^ 

Nach dreijähriger Paase wird ans wieder die hohe Freade 
sn teil, Sie in cliesen Räumen begrüssen zu können. Wenn wir 
Ihnen in der Zwischenzeit aucli keinen mündlichen Bericht er- 
statteten, 90 werden Sie aus dem Ihnen regelmässig zugegangenen 
gedruckten Bericht ersehen haben, daas das Leben der GeseU- 
sefaalt anch bei verschlossenen Rftumen ein sehr reges gewesen 
ist und dass wir ernstlich bemttht waren, die uns gesteckten 
Ziele nnTerrQckt zn verfolgen. Schon ein Blick anf das Äussere 
der Museamsräome nnd der Sammlangen wird Sie von den 
vielen Verftnderangen, welche sich in den letzten drei Jahren 
vollzogen haben, unterrichten. Ebenso ersehen Sie ans den Ihnen 
vorli^enden Verdflentlichungen — Berichte, Abhandlungen und 
gesonderte Arbeiten — , dass es der Gesellschaft an emsigen 
Vertretern wissenschaftlicher, erfolgreicher Leistungen nicht 
gefehlt hat 

1* 



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— IV — 



Gestatten Sie mir, Ihnen mit wenigen Worten die wesent- 
liebsten innerlialb des Museams stattgehabten Verändernngen 
zu skizzieren: 

Die frttberen Ratime des PUysiicalischen Vereins, welche 
uns zur Verfügung gestellt worden waren, mussten in ihrer 
Einteilung sowohl, wie in ihrem batilichen Zustande einer Um- 
änderung unterworfen werden, (gleichzeitig erforderte aber auch 
die seit Jahren sich als dringlich erwiesene Reparatur unseres 
Museums eine Inangriffnahme derselben, um das Geb&nde vor 
einer dauernden und zum Teil gefahrbringenden Schädigung 
zn bewahren. Es wurde deshalb der Boden neu parkettiert, die 
TieiJi)t'n, Wände und die (Tallerie wurden einer gründlichen 
Untersuchung unterworfen, das Schadhafte ausgebessert nnd 
das Ganze in der Weise hergestellt, dass es den Anforderungen 
an das Museum einer grösseren Stadt entsi)riL'ht. 

Es durfte bei dieser Gelegenheit nicht ausser Ailit ge- 
lassen werden, dass eine naturwissenschaftliche Anstalt heutigen 
Tages der ArbeiLssiile für praktische Kurse, — wie solche ver- 
suchsweise früher schuu einmal eingerichtet waren, aber wegen 
Unzulänglichkeit der Räume wieder aufgegeben werden uiussten — , 
nicht entraten kann, nnd so waren wir beaiiiht, einen suklien 
Kaum mit giileni Lichte und \\'asserleitung zunächst für die 
Zoologie zu besi lialii'ii, W ir lioüeu. später einen ähnliclieii Ilanni 
für die Mineralogie zu gewinnen nnd vieHeicht dürfen wir die 
Erwartung Iieiren. da^s das mediziiüsehe Institut in f^leicher 
Weise den iiurern der bütaniselien Vorlesungen Gelegenheit zu 
praktischen Übungen geben wt-nle 

Auch für die Lokalsamnil ung. welche liesondeis geeignet 
ist. anregend und l)el« lirend auf die Hesueher des Museums zu 
wirken, musste «in geeigneter Saal hergerichtet werden Die 
Sektionsziinnier. welche früher viel zu wünschen übrig Hessen, 
haben durch den Umbau au freundiicherem Aussehen und au 
Bequemlichkeit gewounen. 

Eiue längere Zeit nahm die Herstellung der neuen Schränke 
für die geologisch-paläontologische Sammlung, welche sich nun- 
mehr in den Parterre- Räumen befindet, sowie diejenige der 
Lokalsammlung im zweiten Stock in Anspruch. Dasselbe gilt 
in noch höherem Maasse von der Uuiänderung der Schränke in 
dem VogeUaale und auf der GaUerie. Diese Schränke mochten 



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— V — 



den Ansprüchen zur Zeit der Kilniuung dieses Hauses ent- 
sprechen, für die heutisreu V'ei h.llliiis.su war eine (■inänderung 
derselben umibwi'islirli, [']> wurden die Tiniren mit Schaniiereii 
verseilen, so dass man leicht nach den objekleii greifen kann; 
die veraltete innere Kiurichtunf!: mit den Holzleisten und den 
Brettern, auf denen die Vogel aufgeschraubt waren, mus.-^tpn 
durch verschiebbare eiserne Stabe Rwf Zahnb isten und durch 
neue Bietter ei setzt werden. Auch Zwisrheii wilnde wurden 
vielt'ach angebracht und das alle^ wurde selbstverständlich neu 
angestrichen. Dasselbe qrilt zum Teil v'»n den Schränken der 
Keptil- und Ani])hibiensaninihni!r. Die Si hränke konnten bei der 
Keichhaltigkeit der Sammlungen nur nach und nach entleert 
und wieder gefüllt werden, weshalb die Arbeit auch nur ver- 
einzelt in Angriff genommen werden konnte. 

Durch die schone Stiftung des Herrn Barf)n von ReiPHch 
— die Verwendung der Zinsen von Mk. 4UtXX) zu Museums- 
arbeiten — war es uns ermöglicht, mit der Umstellung gleich- 
zeitig eine Neubestimmnng, Katalogisierung und ?^tikettierung 
der Sammlung zu verbinden. Für die Vogeisammlung hat sich 
Herr Ernst Hartert dieser Arbeit unterzogen, wobei er vou 
unseren Präparatoren tbatkräftigst unterstützt wurde. Es war 
eine mfihe volle Arbeit^ besonders da sämtliche Vögel — etwa 
zehntausend — auf neuen Untersätzen aufgestellt werden mussiten. 

Der gedruckte Katalog liegt Ihnen vor ; derselbe wii-d an 
unsere Mitglieder gleichzeitig mit dem Berichte abgegeben 
werden. Ebenso sehen Sie .hier zwei Bände des geschriebenen 
Kataloges unserer Amphibien- und Reptiliensammlung, mit 
Ausschluss der Schlangen, von Herrn Dr. Oscar Boettger 
gefertigt. Dank den Bemühungen dieses unermüdlichen Sek- 
tionärs kann nunmehr letztere Sammlung als eine der reichsten 
und bestbestimmten in Deutschland bezeichnet werden. Wir 
sind den Hen*en Hartert und Dr. Boettger zu grossem 
Danke verpflichtet. 

Das reiche Iklaterial der geologisch -paläontologischen 
Sammlung erfordert längere Zeit zu seiner Bewältigung und 
Herr Dr. F. Kinkelin ist mit der Sichtung und Aufstellung 
derselben eifrigst bemUht. 

Gerne ergi*eife ich heute bei Wiedereröffnung des Museums 
die Gelegenheit» allen den Mitgliedern, welche sich bei den 



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— VI — 



eben erwähnten baulichen Veränderungen und inneren Ein- 
richtungen verdient gemacht, ebenso denjenigen Herren, welche 
die dem Baue vorangeg<angenen \'erhandlungen mit dem Physi- 
kalischen Verein und der Stiftungs- Administration geleitet haben, 
den wai nisten Dniik auj-ziuli ücken : es sind dies namentlieli die 
Herren Dr. med. Friedberg, Di. Ziegler, Heynemann, 
Dr. Richters, Baron v. Reinach, Winter und die Mitglieder 
der Museumskommissiou. 

Die Zahl der beitragenden Mitglieder beträgt in 
diesem Jahre 311. 

Durch den Tod verloren wir zehn langjährige und treue 
Mitglieder, nftmlich die Herren Gottlieb Bansa, ein eifriger 
Besucher der wisBengchaltlichen Sitsnngen, F. Bon tan t, 
Wilhelm Kessler, seit 1844 der Gesellschaft angehdrig, 
Dr. jnr. Schlemmer, Bernhard Schnapper, Sanitäts- 
rat Dr. med. Schill! es, Ernst S tadermann und Kom- 
mendenrat H. M. Wolfskehl. Schwere Verluste erlitt die 
Gesellschaft durch den nach kurzem Krankenlager erfolgten 
Heimgang des noch im kräftigen Mannesalter stehenden treuen 
Mitarbeiters Herrn Oberstlientenant Max Saalmttller und 
durch den am 5. März erfolgten Tod unseres Bibliothekars und 
alten Freundes Herrn Dr. med. W. Stricker. Der ge- 
druckte Bericht wird eine ausführliche SchUderung des Lehens 
dieser beiden Männer und insbesondei-e ihrer Verdienste um 
unsere Gesellschaft hringen. In unserm Heraen wird ihr An- 
denken niemals erlöschen. 

Freiwillig ausgetreten .sind die Herren Moritz 
Kahn. Job. Knips, Ernst Lindheimer, A. \V. Loretz, 
Julius May. 

Weggezogen von Frankfurt ist Herr Pfarrer Hans 
Y. Seydewitz. 

Ihren Beitritt haben erklärt: Herr Heinrich Alten, 
Herr Sally Bonn, Herr Major Alex, von Both, welch 
letzterer die durch den Heimgang des Oberstlieutenants Saal- 
mäller verwaist gewordene Sektion Ittr Schmetterlinge zu Uber- 
nehmen die Gttte hatte, femer die Herren Leo Kllinger, 
Gerichtsassessor Dr. Emil Hanan, Buchhändler £. von 
Mayer, Heinrich Roop nnd Zahnarzt Schulze-Hein. 



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— VII — 



An die Zabl der Männer, welche die Marmortafeln am 
Eingange des Museums zieren, zu den ewigen Mitgliedern, 
haben sich zu unserer Freude die Namen Albert Meizler 
und Ludw. Simon Moritz Freiherr t. Bethmann ge- 
reiht. Ausserdem ging uns gestern von unserm ausserordent- 
lichen Ehrenmitgliede und langjährigen Kustoden, Herrn Theodor 
Krekel, einschreiben zu, wonach er in dankbarer Erinnerung 
an den verstorbenen Dr. Ph. Jak. Cretzschmar, den ersten 
Grbnder und Leiter der Gesellschaft, denselben zum ewigen 
Mitgliede eingekauft und die betr. Summe an nnsem Kassierer 
abgeliefert hat Die gleiche Summe hat er fttr seine ewige 
Mitgliedschaft ausbezahlt. Herr Erckel wünscht, dass die beiden 
Summen als Cretzschmar-Stiftnng verwaltet werden und dass 
die Zinsen zur Vermehrung unserer schönen Papageisammlung, 
deueu Herr Erckel von jeher seine besondere Aufmerksamkeit 
gewidmet hat, ihre Verwendung finden. — Es liegt in diesem 
Vorgange des Herrn ICrckel ein so schüiur Zug von Pietät 
gegen uiuen keimgegangenen W'uhlthäter und eine so treue An- 
hänglichkeit an unsere Gesellschaft, dass wir ihm und uns zu 
dieser Stiftung vun Herzen Glück wünschen kennen. 

Zum arbeitenden Mitgliede wurde Herr Majur Alex, 
von Both ernannt. 

Von unsern korrespondierenden Mitgliedern ist 
S. A. de Marseul, Abbe in Paris, am IB. April 1890 da- 
selbst gestorben. Kr war ein angeseliener Kolexpterobtge, der 
jiirh nameiitlirli als Muuugraph der Käferlaiuilie der Histeriden 
verdient gemaeht hatte. Er bestimmte aueli diejenigen des 
SMTickeubergischen Museums und wurde daraut'hin 1S()7 zum korre- 
spundierenden Miif^liede erwählt. Alb'n Koleopterologeii ist er 
bekannt als Herausgebei" dei Zeitsclirilt ,.Fi'Abeille". 27 Bände, 
welche Monographien paläarktischer Käfer enthält. De Marseul 
war in FougeroUes-du-Plessis (Mayenne> am 21. Januar lbl2 
geboren, erreichte deninach ein Alter von über 78 Jahren. 

Neu ernannt zu korrespondierenden Mitgliedern 
wurden der Phytopalibintologe Herr H. Engelhardt in 
Dresden, dessen Arbeit „Ueber die Tertiärpflanzen Chiles'* 
liinen hier vorliegt der mit dem Tiedem annpreis gekrönte Herr 
Professor Emil F i s ( Ii e r in W ü r z b urg und der schon er- 
wähnte Omithologe Krnst Harter t. 



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- VIII - 



Aus der Direktion liatten am JabresscUnsse der erste 
Direktor, HeiT Oberlehrer Dr. F. Richters, and der erste 
Sekretär, Herr Dr. W. Schauf, ausza treten. An deren 
Stelle Warden Herr Professor Dr. F. G. Noll und Herr 
Dr. med. E. Blumentbal erwählt. Der zweite Direktor and 
der zweite Sekretär, die Herren Oberlehrer J. Blum und 
Dr. med. B. LachmaDn, verblieben im Amte. Den ansge- 
schiedenen HeiTsn sei für die geschickte und gewissenhafte Er- 
ledigung der von Jahr zu Jahr sich mehrenden Verwaltnngs- 
arbeiten anch hier anfrichtigster Dank gezollt. Ebenso danke 
ich im Namen der Gesellschaft unsem Kassierern, den 
Herren Direktor H. Andreae und Generalkonsul Stadtrat 
A. Metz 1er, sowie nnserm Bechtskonsulenten, Herrn Dr. F. 
Schmidt-Polex, welche in altgewohnter, liebenswürdigster 
Weise die Interessen der Gesellsdiaft nach jeder Bichtung 
im verflossenen Jahre gewahrt haben und auch im neuen 
Jahre der Weitorftthrung ihrer Aemter sich bereitwilligt^t unter- 
ziehen. 

Herr D. F. Heynemann hatte statutengeniäss die Ver- 
tretung des zweiten Direktors während dessen zweimonat- 
licher Abwesenheit übernommen. 

Die Generalversammlung fand am 7. März dieses 
Jahres statt. 

An Stelle der aus dei Kevisloiisk umniission aus- 
tretenden Herren Apotheker Carl lOn^^e Iharilt und Wilhelm 
Sandhagen wurden die Herreu Paul Miiller und Adoll 
Kügler erwählt. Der Kommission gehören ausser den beiden 
Neugewählten noch an die Htiiut August Pfeffel. Wilhelm 
Stock, liechtsanwalt Paul Reiss und Alexander Majer. 

In die Bücher komuüssion trat durch Wahl an Stelle des 
ver^turbenen Herrn Dr. W. Stricker Herr Dr. W. Ja en nicke. 
Die Redaktion liir die Abhandlungen, die Kommis- 
sion für den Bericht und die Museumsk<imm ission 
haben dieselbe Zusaiiiuiensetzung wie im vorigen Jahre. 

Bei der am ll.Tuni slattgefundenen Bibliothekrevision 
war dieGesellsclialt durdi Herrn Dr. Julius Ziesrler vertreten. 

Ks sei bei dieser Gelegenheit bemerkt, das.s die Stiftungs- 
administration im Kinverständnisse mit den übrigen Verwal- 
tungen der an der Bibliothek beteiligten Gesellschaften Herrn 



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- IX — 



Dr. W. .Taen nicke vom 1. .laiiiuir d. J. ab als Hilfs-Biblio- 
thekai aii;;es;tellt hat. Ks ist dadurcli ermöglicht, dass die 
Bibliothek tjiirlicli. mit Aiissdiliiss der Sonn- iiinl Feiertage, von 
10— 1 L'lir und Mittwuchs und Samstags von 2 4 Uhr geöftnet ist. 

In die K o m m i s s i <> n z u r E r t e i 1 u n g d e s T i e d e m h n ii- 
Preises ti'ir ^i\W. beste physiologische Arbeit im weitesten 
Sinne des Wm tes, welche in den letzten 4 .Jahren erscliieiien'*, 
wiinleii die Herren L, K dinier. Dr. W. Jaeu nicke, 
Dr. J. Lepsius, Dr. II. Reiclienbach iind Professor 
Weigert gewählt. In einer am lU. Marz, dem (-Jebiirtstage 
Tiedemanns. abj^ h iltenen Sitzung berichteten Jlen- Professor 
Weigert und Herr Dr. Lepsius über die Arbeiten der Priifniij^s- 
Kommission. Der Preis wnrde Herrn I'ififrssor Kuiii 1^' ist: Ii er 
in Würz bürg zuerkannt für st ine grundlegenden Arbeiten 
betretlend die Synthese der Zuckerarten. 

Zum ersten Male wurde der Tiedemannpreis im Jahre 1875 
vergeben und unserni L;indsmann Herrn Professor Hermann 
V. Meyer, damals in Zürich, zuerkannt. Wir haben die hohe 
Freude den Preisgekrönten bei fast allen Gelegenheiten, welche 
die Senckenberg^sche natarforscliende Gesellschaft betreffen, in 
nnserer Mitte zu sehen. — l^^T^ erlii«*lf den Preis unser Lands- 
mann Professor Dr. Otto Bütsrlily in Heidelberg, 1883 Geheimrat 
Dr. Otto Koch in Berlin für die Entdeckung der Tuberkulose- 
fiacillen und 1887 Professor Paul Ehrlich in Berlin. 

Die Sektionen haben seit dem vorigen Jahre einige 
Veränderongen erfahren und sind jetzt in folgender Weise 
verteilt : 

Vergleichende Anatomie und 

Skelette Oberlehrer Dr. H. Reich enbach. 

Säugetiere Direktor Dr. W. Haacke. 

Vögel Direktor Dr. W. Haacke. 

Reptilien und Batrachier . Dr. 0. Boettger. 

Fische vacat. 

Insekten mit Ausschluss der 

Lepidopteren .... Major Dr. von Heyden. 

Lepidopteren JSsjor von Both. 

Cmstaceen Oberlehrer Dr. F. Richters. 

Weichtiere D. F. Heynemann und 

Dr. W. Kobelt. 



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— X — 



Niedere Tiere 



Professor Dr. F. C. Noll und 
Oberlehrer Dr. H. K e i c h e u b a c h. 
Oberlehrer J. Blnm aud 
Dr. W. Jaennicke. 
Dr. W. Schauf. 
Dr. F. Einkelin. 
Dr. 0. Boettger nnd 
Dr. F. Kinkelin. 



Botanik 



Mineralogie . 
Geologie . . 
Paläontologie 



Verwaist ist demnach nur die Sektion der Fische, für 
welche einstweilen der zweite Direktor einzutreten hat. 

Im abgelaufenen Jahre fanden acht V e r w a 1 1 u n g s - 

sitzungeu stiitt. welchen regelmässig Direktionssiiziiiif^en 
vorhergingen. Auch die ObliegeuUeiten der Kuuimiisijionen wuiden 
iu mehrert'ii Sitzungen lechtzpitig erledigt 

In den wissenschal tli chen «Sitzungen, welche in 
üblicher Weise während des Winterhalbjahres alimonallich statt- 
fanden, kamen folgende Tiieniata zur BehaudiuDg: 

Samstag den 25. Oktober 1890 
Herr Dr. Jean Valentin: Hericlit über seine Heise in das 
Karabagiigebirge und das Avaxestbal. 
vSamstag den 22. November 1890 
Herr l^i-nt'pssor Dr H. von Meyer: Das Knoeliengerüste der 

Säugetiere V(jiii mechanisehen Standpunkte aus betrachtet. 
Herr 1-] r n s t H a r t e r t ; Vorlage und Erläuterung einiger Selten- 
heiten und Neuheiten aus der Vogelsammluug des Museums. 
Samstag den 29. Dezember 1890 
Herr Dr. Jean Valentin: Reise von Titlis durch Ad.scharien 
nach Balum und Rückreise über Konstantinopel nach Frankfurt. 
Herr Dr. W. Jaennicke: Die Cycadeen. 

Samstag den 27. Januar 1891 
Herr Dr. Adolf Strubel 1: „Reiseerinnerungen aus dem 
malayischen Archipel,'' 1. Auf Java. 
Samstag den 21. Februar 1891 
Herr Dr. W. Seh auf: Üeber die Steinheimer Basaltdecke, 
sowie über die Beziehungen zwischen alt- und jungYulkanischen 
Gesteinen. 

Samstag den 21. März 1891 
Herr Direktor Dr. W. Haacke: Mechanisch-morphologische 
Begründung der Abstammungslehre. 



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— XI — 



Neben diesen wiseenschaftlicfaen Sitzungen and mit ihnen 
abwechselnd worden auf Veranlassung der Gesellsdiaft Vor- 
träge gehalten, wosa aneh Nichtmitglieder, Damen und Herren, 
eingeladen waren, in der Hoffnung, dadurch das Interesse fttr 

Naturwissenschaft in immer weitere Kreise unserer Vaterstadt 
zu tragen. Wir sind den Henen, welche die Vorträge über- 
nommen haben, zu grossem Danke verpflichtet, besonders den 
auswart jffen Herren, dem alten Freunde und korrespondierenden 
Ehrenmitgliede der Gesells^chaft Professur Dr. J. Rein in Buiiu 
uud Dr. A. Seitz in Glessen. 

Ks wurde!! fnlsrende Vorträge gehalten: 
Samstag den 8. November 1890 
Herr Dr. W. Kobelt: Der Tertiärmeuscli. 

Samstag den 6. Dezembei 1890 
Herr Ernst Hartert: Bilder aus dem Vogelleben in der 
Heimat und Ferne. 

Samstag den 3. Januar 1891 
Herr Professor Dr. J. Rein ans Bonn: Die Huertas von 
Valencia und Unrcia und ihre Kulturen. 
Samstag den 7. Februar 1891 
Herr Dr. A. Seitz aus Glessen: Tierleben in der Wfiste. 

Samstag den 28. Februar 1891 
Herr Professor Dr. H. t. Meyer: Tierische Eigenwärme und 
deren Erhaltung 

Von unsern Dozenten lasen : 
Im Sommer 1890 
Herr Oberlehrer Dr. H. Reicheubach : Vergleichende Ana- 
tomie und Knt\viik('lunp:.'«^escliichte der Wirbeltiere. 
Herr Dr. F. Kinkel in: Histori.<rhe Gedlogie (Furt^etzung): 
Die jüngeren paläozoischen und die mesozoischen Systeme. 
Im Winter 1890 91 lasen: 
Herr Oberlehrer Dr. H. Hei eben b ach; Zoologie. Niedere 
Tiere. 

Herr Dr. W. Schanf: Mineralogie. 
Diesen Sommer liest: 
Herr Oberlehrer Dr. H. Reichenbach: 1. Zoologie. Natur- 
geschichte der WOrmer und Mollusken. — Dazu kommen 
2. Zootomische Hebungen. 



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— XII — 



Herr Di\ W. Schauf liest: Ausgewählte Kapitel aus der dyna- 
mbcben Geologie und Petrographie. 

Im Auftrage des medizinischen Instituts las im Sommer 18*J0: 
Herr Dr. W. Jaennieke: Systematik der I'hauerogamen J. 
und im Winter 1890 91: 
Systematik der Kryptogameu. 
Diesen Sommer wird 
Herr Dr. W. Jaennieke: Systematik der riianerogameu II. 
lesen. 

Duich die Dozenten der Geologie und der l^otanik wurden 
im voii^^eu Sommer nieliita(li Exkuiisionen veraiistallft. Diese 
suwolii. wie die Vorlesungen hatten sich einer regen Teilnahme 
zu erfreuen. 

Der Bericht von 1H90 wurde im September ;uis'j'(^frel>en, 
und wir hoffen, den diesjälirigeu ebenfalls zeitig in die liaiide 
unserer ISfilglieder fri lHii«;»*]! lassen zu können. .Mit dem Be- 
richte wird, wie bemerkt, ainh der Vogelkatalcii: versandt. 

Um einer l'berschreitung des Budgets für den diesiiiliritreii 
Beiiclit vorzubeugen, wurden aus der von K ei n achs t if t ii ii g 
für .Museumsarbeiten mit Zustimmung des Stifters M. öOU 
für die Drucklegung des Vogelkataloges l)eigesteuert. 

Von den Abhandlungen sind in den letzten drei Jahren 
erschienen und liegen Ihnen vor: 

Band XV, Heft :i: 
Dr. L. Kdinger, Untersuchungen Uber die vergleichende 

Anatomie des Gehirns. 
J. Blum, die Kreuzotter und ihre Verbreitung in Deutschland. 

Band XVI, Heft 1 : 
Dr. H. Simroth, die von Herrn von Oertzen in Griechenland 

gesammelten Nacktschnecken. 
Dr. 0. Boettger, Verzeichnis der von Herrn von Oertzen 
aus Griechenland und aus Kleinasien mitgebrachten Vertreter 
der Landschneckengattung Clansilia Drap. 
H. B. Möse hier, die Lepidopterenfauna der Insel Portorico. 
Zum Druck vorbereitet dnrcli M. Saalmflller. 
Band XVI, Heft 2: 
K. von Lendenfeld, das System der Spongien. 
Dr. Fr. Leydig^ das Parietalorgan der Amphibien nnd Rep- 
tilien. Mit 7 Tafeln. 



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— Xlll — 



Band XVI, Heft 3 : 
Carl Chnn, die canariscUen Siphonophoren. Mit 7 Tafeln in 

Farbendruck. 

Band XVI, Heft 4: 
H. Engelhardt, über Tertiärptlanzen Cliih'S. >Iit 14 Tafeln. 

Die drei zuieut genannten Arbeiten sind in diesem Jahre 
erschienen. 

Endlich >ind zu lluir Ansicht hier .tiiigelep:t die beiden 
Hände „Leidduptei eiil.uuja von ^ladafxascar" , \ 01)erst- 
lieutenant M. S aa 1 iii ii 1 1 e r. Der JI. Hand ist mit dein Bihl- 
nisse des Autors, der unmittelbar vor Abschluss seines schönen 
Werkes Von hinnen gerufen wurde, zum einenden Andenken 
geziert Herr Major Dr. L. von Heyden liatte die Scbliiss- 
redaktioii vw iiliernehmen die <7Üte. und wir stalten ilini hier- 
mit herzlichen Dank dafür ab. Die beiden I^ande werden zu- 
samnien als 17. Band der Abhandlungen i»ro 18U2 zur Ver- 
sendung kuHinien. 

Seit Juni lH<,i(t >ind lül;jrend.' Gesellsdiaften neu in 
Tau sch verk e h 1 mit uns gi tieLen: 

1. Deutscher \vissenschattli( her Verein in Mexiko. 

2. Botanische Gesellschaft in München. 

3. Entomological Club in Cambridge, Mass., U. S. A. 

4. Ferdinandeum in Innsbruck. 

ö. Scliweizerische botanische Oieselläcliaft in Zürich. 

Die genannten Geäelisckafteu erhallen unsere Berichte. 

Unsere Samnil un gen sind im letzten Jahre durch kleinere 
Erwerbungen, durch Tausch, durch die Reise des Herrn Dr. 
Jean Valentin, wesentlich aber durch Schenkungen vermehrt 
worden. Das genaue Veizeichnis aller dieser neuen Naturalien 
wird der gedruckte Beiiclit Ihnen bringen. I^esonders wertvolle 
Schenkungen verdanken wir dem Herrn Dr. 0. Fr. t. Moellen- 
dorff, Konsul des Deutschen Reicltes in Manila, welcher im 
verflossenen Jahre 2u unserer Freude mehrere Wochen bei uns 
verweilte und w&hrend seiner Anwesenheit die schöne Arbeit 
«Die Landscbneckenfanna der Insel Cebu* f&r den letzten Be- 
richt ausarbeitete. — Herr Dr. Adolf Strubell, von dessen 
Konchylien-Ausbeute auf Java Herr Dr. 0. Boettger den I. Teil 
im Bericht von 1690 veröffentlichte und der uns in einem Vor- 
trage, welcher in dem diesjährigen Berichte erscheinen wird, 



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— XIV — 



die Herrlichkeiten West-Javas schilderte, berdeherte unsere 
Saromlongr mit einer grossen Anzahl prftehtig konservierter 
Präparate, worftber Eingehenderes in den Sektionsberichten 
enthalten sein wird. 

Herr Emil Kopp von hier schenkte 60 Vogelbälge and 
einen Lagothrix Hnmboldti ans Columbien. 

Herr TheodorZeltraann dahier : 1 Hylobates leuciscus 
von Borneo, 1 Seuiuopithecns nasalis und 1 Herpestes aus Java, 
und 27 japanische Vogelbälge. 

Ferner erhielten wir: 

Vou Hen-n P hi 1 i p p H o 1 z in a ii ii : Geologi.*ich interessante 
Sandsteinplatten aut; der Main- und Nahege^pnd. 

Von Herrn Staatsrat Dr. von Kadde in Tifiis: 
Vogelbälge, 

Von Herrn OberlaiitU-^-Gei icht^^iat v. Arnold in München: 
Eine Kollektion Flecliteu (Fortsptziinfr), 

Von Herrn Franz T?itt»^v liier: Die Taunusgetiteme in 
schönem Scliaustellnngsioiinat. und 

Von Herrn Theodor Kolb in Madras: Schlangen aas 
den Nilgliiris. 

Dankend erwähnt seien auch die tbi tgesetztea Zuwendungen 
der Neuen zoolc»gischen Gesellschaft. 

Sehr erfreut wurden wir durch die (Tipsbiiste unseres 
hochberühniten Landsmannes, des am 19. Januar 1888 zu Strass- 
bnrg gestorbenen Professors der Botanik Anton de Bary. 
Sie wurde von seinem Sohne, dem Heri n Dr. med. W. de Bary 
in Alt-Thann im Ober-Elsass, geschenkt und ziert nunmehr den 
Eingang zum Sektionszimmer fUr Botanik innerhalb des Lokal- 
sammlungssaales. 

Die beiden Marmorbüsteu des Grafen und der Gräfin 
Ton Böse sind deren Verdienste um unsere Gesellschaft ent- 
sprechend an hervorragendem Orte in diesem Saale anfgestellt 
worden. Die Kosten dieser Neuanordnnng wnrden ans darch 
Herrn Professor Dr. Noll von einem ungenannt sein wollenden 
Gönner erstattet. Wir sagen auch an dieser Stelle tttr alle Zu- 
wendungen unsem herzliehen Dank. 

Die Albert von Reinach-Stiftung zum Zwecke 
der Honorierung von Museums arbeiten hat bis 
jetzt durch die schon erwähnte Neuordnung der Vogelsamm- 



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— XV — 



long und der herpetologiicheii Sammlnngr, sowie durch die im 
Gange beftndliclie Anfstellnng der geologisch-pal&ontologischen 
Sammlnng sieb ausserordentlich förderlich fttr das Museum 
erwiesen. 

Die Albert von Beinach-Stiftnng zur Förde- 
rung des Studiums unserer engeren heimatlichen 
Erdrinde durch Erteilung von Preisen konnte ihre 
Wirksamkeit noch nicht beginnen, da auf eine Eingabe an die 
Hegierung betreffs Steuererlasses vor kurzem erst die Ent> 
Scheidung eingetroffen ist. Wir wollen bemerken, dass die 
Steuer nicht erlassen wurde, dass aber der Stifter in gewohnter 
Hochherzigkeit dieselbe zu tragen sich erboten hat 

Herr Dr. Jean Valentin, welcher im Auftrage der 
Rüppellstiftung das Karabaghgebirge und das Araxesthal 
bereiste, ist wohlbehalten und zufHeden mit <len Ergebnissen 
zurückgekehrt. Sein Reisebericht befindet sich unter der Presse 
und wird dem diesjährigen Berichte einverleibt werden. 

Meine Herren! In dem Bilde, welches ich Ihnen von der 
Tliätigkeit der (icsellscliatt kurz futworfen habe, glan/eii die 
Namen einci Anzald Männer, welche mitten in scliwerem Be- 
rufe stellen und in uneigennützigster Weise einen grossen Teil 
iln-er Zeit der wisseuschat'llicUeu und VerwaltungsthiUigkeit der 
(Gesellschaft widmen. Es wird Ihnen ternei' kla: geworden 
sein, dass die Leistungen, deren wir uns erlrenen. nur mit 
grossen Oi»fern an Geld zu eriingen sind. Durch (ine Reihe 
von Guunern, die uns entweder mit (leldschenkungen bedacht 
oder sich als ewige Mitglieder haben aufnehmen lassen, vor 
allem aber durch die grossartigen Vpiinärlitnisse des (irafen 
und der Gräfin von Bosf sind wir der Sorgen um den Bestand 
unserer Gesellschaft nlierhoben und in der Lage, bescheidenen 
Anforderungen geniigeu zu können; es wäre aber ein Irrtum zu 
glauben, dass wir der Hilfe unserer Mitbürger entraten könnten, 
eine Meinung, welche, nach der Abnahme der Mitglieder zu 
schliessen, verbreitet zu sein scheint. Es werden noch viele 
Jahre vergehen, bis wir in den vollen Zinsgenuss der genannten 
Vermächtnisse gelangen. Die Anforderungen an wissenschaft- 
liche Leistungen, an Lehrthätigkeit und Lehrmittel, an zweck- 
mässige Aufstellung der Naturalien steigern sich von Jahr zu 
Jahr und auch die Ausgaben fUr die Bibliothek werden immer 



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- XVI - 



grosser. Wir sind verpflichtet, da es von keiner andern Seite 
geschieht, nnsem Dozenten , Sektionären und allen Qbrigen 
Ifitgliedein, welche wissenschaftlich arbeiten, die nötige Litte- 
ratnr zur Verfügung zu stellen und es ist kein Vergleich zu 
ziehen mit der FQUe der Htterarischen £rscheinungen zwischen 
heute und ehedem. Wir haben uns, um den an uns heran- 
tretenden Anforderungen gemlit werden zu können, in einem 
Aufrufe an unsere Mitbürger gewandt und hoffen zuversichtlich, 
dass derselbe den erwünschten Krfulg haben werde.*) 

Aber selbst wenn wir die Beiträge unserer liitbfirger 
entbehren könnten, möchten wir auf ihre Mitwirkung nimmer- 
mehr verzichten. Die Senckenbei'gische natnrforschende Gesell- 
schaft, welche von Anbeginn an eine segensreiche Wirksamkeit 
entfaltete und alle Zeit eine Zierde unserer Vaterstadt bildete, 
ist her vorgegangen aus der freien Vereinigung trefflicher Ullnner 
der Stadt B'rankfurt, sie ist getiagen worden von den hervor- 
ragendsten Milnuern unserer Vaterstadt, und sie soll und wird 
auch in Zukunft ein ileii l^iiigeisinn ehrendes und durch ihn 
immer mehr erbUUieudes iuätitul bleiben. 



*) Uuseie HolfuiiiiK hat «icli in ticbfiiuter Weue erfüllt. Bei der Druck* 
legnng diesei Berichtes waren acbon 188 neue Atuueldungen erfolget. Siehe 
das Verceichnis der Mitglieder! 



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Verzeichnis der Mitglieder 

der 

Srnickenbergischen naturffBradmilMi Smllsckaft 



stiften*) 

Becker, Jobannes, Stifugärtner am äenckenbergiMchen med. Institut. 1817. 

t 24. November 1833. 
*T. ]|«thn«BD9 HImon Bforits^ Staaturat 1818. f 28. Dettmber 1826. 
BSffiior, Job. Uilh. Jos.» Dr. med., Mineralog. (1817sweiter SekzetKr). 1817. 

t 16, Jnni 1868. 

Dlosü, .foh. fiforer. niasermei^ter, Eiitoniolt»!,'. 1H17 f Febraar 1820. 

Bach; Jüli. Jak. kasiiiiir, l^r. med. nuü pbil., Miueralog. 1817. f 13. März 1851. 

Cretxscbmar, Pbil. Jak., Lehrer der Anatoinie am SeuckenbergUdten med. 
Ittstitiit. (1817 zweiter Direktor). Lehrer der Zoologie Ton 1826 bis Ende 
1844, Phjflikns ond Administrator der Senckenbergiselieii Stiftong. 1817- 
t 4. Mai 1815. 

♦Ehrmann, Joli. Chrfstlan, Dr med , Mediziualrat. 1818. f !3 Anp:nst 1S27. 
Fritz, Job. Cbriüiupli, Si lineidenneiüier, Entomolopf. 1817. i 21. Augu.'^t 1835. 
^Frejreisü, (ilcurg,Wilb., Prot. derZuulogiu iuKio Janeiro. 1818. f I.April 1825. 

Gemiiiff» Joh« ÜBaak» Gebeimrat, Entomolog. 1818. f 21. Febr. 1887. 
«(imnellm» Joaclilm Andreu, Bankier. 1818. f 7. Deaember 1862. 
Tom Heyden, Karl Heinr. (>(>nnr, Dr. , Oberleutnant, nachmah SchSff 

und Bürgermeister, EutoiDul,,;; 1 1H17 erster Sekretär) 1817. 1 7. Jan. 1866. 
Uelm, Job. Friedr. Aiit.« V» rwalter der adligen uralten (leseliackalt des 

Hauses Fraueu^teiu, Kunchyuiug. 1817. f ö. März 1829. 
«Jaasoy, Lndw. Dmntel, Dr. jur. 1818. t Oktober 1881. 
•Klose, Job« Oeorg Borkhard Frans, Dr. med., Uediainalrat, Prof. 1818. 

t 10. Febmar 1854. 
*LöhrI, Johann Konrad Kaspar, Dr. med., Qeheimrat, Stabsarat. 1818. 

t 2. September 1828. 
*Met«ler, Friedr., Bankier, Gebeimer Kommerzienrat. 1818. f H- März 1825. 
Hejer, Bernhard, Dr. med., Hofrat, Omitliolog. 1817. f i- Janaar 1838. 



>) Die 1818 eingetretenen Herren wurden nachtriiglieh anter die Beihe 
der Stifter aofgenonimen. 

2 



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— XVlll — 



Miltonberf , Wllh. Adolf, Dr. pbil. Pn>f., Hinemlog. 1817. f 31. Hai 1884. 

*Me1bor, Joh. Ueorg David, Dr. med. 1816. f 11. Angast 1824. 

NeeflT, CliriMtian Ernst, Prof. Dr. med., Lehrer der Botanik, Stifta^imd Hospital' 

arzt am SfMU'krnljorq-iatmm. 1R17. f 15, Jnli 1H49. 
Ncubnru-, .loli. (ioorjf, l'r. med , AdmiuiHtrator der Dr. Scncketil>prcr. Stiftung. 

iliiieralog, Ornitholog. (1817 erster Direktor). 1817. f 2b Jlai 1830. 
de Nenfvilie, Miitliias Wllh., Dr. med. 1817. f 31. Jali 1842. 
Remi, Job. WUh«, Hospitalmeister am Dr. Senckenberg. Bflrgerbospital. 1817. 

t '21 fikt.ilier 1848. 
*ttUpp4'lK Willi. Peter Eduard Simon, Dr. med., Zoolog und lliueralog. 1818, 

t lü. Dezember 1884. 
*v. Soominerring:, Samuel Thomas, Dr. med., Gebeimrat, l'roiessor. 1818. 

t 2. März 1830. 

Hteln, Job. Kaspar, Apotheker, Botaniker. 1817. f 16. April 1834. 
Stiebol, fbilomo Frlodricli, Dr. med.. Geheimer Hofrat, Zoolog. 1817. 

t 20. Hai 1868. 

*Yarrcutrapp, Job. Konr., Pliysiku?, Prof., Administrator der Dr. Senckenberg. 

StiftuDcr. 1818. f H Mftrz 1860. 
Yölckor, «ieorg .idolf, Handelsmann, Entomolog. 1817. 19. Juli 1826. 
*Wftnzel, llelnr. Karl, GeJieimrat, Prof., Dr., Direktor der Primatiscben 

mediibniscben Speiialsebnle. 1818. f 18. Oktober 1827. 
*j, WieaenhUtten, Heinrieb Karl, Freiherr, Kunigl. bayr. Oberstlentnant 

Hineralog. 1818. f 8. November 1826. 



II. Ewige Mitglieder. 

Ewige Mitglieder sind solche, welche, anstatt den gewöhn- 
lichen Beitrag jJlliilich zu entrichten, es vorgezogen haben, der 
Gesellschaft ein Kapital zu schenken oder zu vermachen. de.*?sen 
Zinsen dem Jahre.'^heitrage gleichkommen, mit der ausdrücklichen 
l^e:^tiiiinuui|?, dass dieses Kapital verzinsli< h angelegt werden 
müsse und nur der Zinsenertrag desselben zur Vermehrung und 
Unterhaltung der Saninihinp^en verwendet werden dürfe. Die 
den Namen beigedrui kteii Jahreszahlen bezeichnen die Zeit der 
Schenkung oder des Vermäclitni.sse.^^. Die Namen sämtlicher 
ewigen Mitglieder sind auf Marmortalelu im Museumsgebäude 
bleibend veizeicbuet. 

Hr. Simon Moritz T.Be(bmann.l827. ; Hr. lleinric li Mylius sm. 1844. 
, fieorg Helnr. Schwendcl. 1828. , (icorg .Mch lilor Mylius. 1844. 
, Job. Friedr. Ant. Helm. 1829. , Baron .Viiisdiel .Hayer v. Both- 
„ (ieorg Ludwig Gonlard. 1830. schihl. 1845. 

Frau Su»anna Elisabeth Uetitinunu- „ Job. (ieorg Schmidborn. 184Ö. 
Hol weg. 1831. 1 » Johann Hantel Sooehay. 1845. 



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— XIX — 



Ht. Alpxamlrr v. llcihinann. 1846, 

y Hcinric-li v. Jtilliiiiatiii. 1846. 

, Dr. jar. Rat Fr. Schlosser. 1847, 

a Stephau v. (iuaita. 1847. 

. H. L, IHibel in BaUvia. 1847. 

. G. H. H»«ck«8t«e9. 1648. 

, Dr. J. J. K. Buch. 1851. 

„ ti. V. St. (George. 1853. 

B J. A. ririinollii!!». 1853. 

p P. F. i lir. kröger. 1854. 

. Alexander Oontard* 1854. 

, M« Ftltr. T. Betlinuuiii* 1864. 

. Dr. Eduard RÜppell. 1857. 

, Dr.Th.Ad.Jak.£ni.Mailer.l8&8. 

, Jnlioi« Nestle. 1860. 

, Eduard Finger. 1860. 

» Dr. jnr. Edmri Sovcliaj. 1862. 

. J. N. erftffBndeieh. 1864. 

, K. F. K. BUttiier. 1865. 

, K. F. Krepp. 1866. 

, Jon.is Mjllim. 18fif>. 

, Koithiautiu Felliier. 18(>7. 

« Dr. Hcriuauu y. Mejcr. 1869, 

, Dr. W« D. Soemmerriiiff. 1871. 

, J. 0. H. FetMh. 1871. 

. Bambard Dandorf. 187S. 



lU. Mitglieder 

Die arbeitenden «In 

Hr. Abeu.lrotli. Moritz. 18P(1. 
. Alt. F. (i. JohaniicH. mv.l 
, Andreae, Aehille, Prol., Dr. in llei- 

delberg. 1878. 
« Andrea«, Arthnr. 1888. 
, »Andreas, Henn., Bankdiiektor. 

1873. 

. Ändreae-PassaTant« Jeau, Direkt 

1809. 

^ Ajidreae-GoU, PhU. 1878. i 
, Andreae, Bndolf. 1878. 
, Arand, Jnlins. 1890. 

, •Askenasy, Eugen, Dr. phil., Prof. 

in Heidelboi fT. 1S71 
, AnerUacb, L., Dr. med. 1886. 



' Hr. Friedrich Karl RUcker. 1874, 
I „ Dr. Friedrich HeHsenberg-. 1875. 
I , Ferdinand Laurln. 1876. 

, Jakob Bernhard Kikotl'. 1878. 

, Job* Heinriek Rotli. 1878. 

, J. Ph. NIkol. Manakopf. 1878. 

, Jeau No« du Fay. 1878. 

, Oer. Fried. Mrf/lrr. 1878. 
Frau Louise» illiciniino KinilieGrätin 
Böse, geb. Grätin y. Reichen- 
l»aek*Leaaaniti. 1880. 
Hr. Kart Angnst Graf Boae* 1680. 

. enst. Ad. de Neufville. 1881. 

. Adolf Met zier. 1883. 

, .lob. Fricdr. Koch. 1883. 

, Juh. VVilh. Roose. 1884. 

, Adolf Soentmerriug. 1886. 

, Jaeqnea Relaa. 1887. 

. Albert von Reinach. 1889. 

, Wilhelm Metzler. 1890. 

, Albert Jletzler. 181)1 

, Ii. S. Morl/. Y. Bethuiauu. 1891. 

„ Victor Moessiiiger. 1891. 

, Pk. Jak. Cretmcbaiar. 1891. 

, Tbeodor Erekel. 1891. 

. deor^ Albert Kerl. 1881. 



des Jabm 1890. 

I mit * beaetehnet. 

Ilr. Auffartli, F. B. 1874. 
, »Baader, Friedrich. 1873, 
, Baer, S. L., Buchhändler. 1860. 
j, Baer, Joseph. 1873. 
, Bania, Jolina. 1860. 
, *Bardorfr, Karl, Dr. med. 1864. 
, de Bary, Heinr. A. 1873. 
, de Bary, Jak., Dr. med. 1866. 
, Bechhoid, J. H. 1885. 
, Belli, L., Dr. phil. 1886. 
. Berl6, Karl. 1878. 
, B^ftist, H. 1873. 
„ Bittelmann, Karl. 1887. 
, •Blum, .!., Oberlelir. r. 18()8. 
, ♦ßlumcüthal, E., Dr. med. 1870. 

2* 



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- XX — 



BlumeutlKtl. A^lnlf IssH 
♦Bockenheimer, Dr. med., Sanitütsr. 

im. 

B&hm, Job. Friedr. 1874. 
•Boettg«r, Ofkar, Dr. pbiL 1874. 
BoIffDguro, Karl Aug. 1860. 
Bolonc:nr'>-rrevennft, A 1869. 
Bonn, rhil Reh. \m). 
Bonn, William B. 1886. 
BorgDi9, J. Fr. Franz. 1873. 
Brftimfek, Otto, Konsul. 1877. 
BrentRno, Anton Theod. 187.S. 
Bwitfvnn. Lu-lwinf. Dr. jur. 1842. 
BrufTt, Franz ISfC, 
Brackmann, Pliil. Jak. 18K2. 
Bruckner, Wilb. 1816. 
'Bock, Emil, Dr. pbil. In Konsum. 
1879. 

Büttel, Wilhelm. 1878. 

Cahn, Htinrich. 1878. 

Cahn, Moritz. 1873. 
*Oarl, Aug., Dr. med. 188Ü. 

Coyrioi, Ed., Dr. jar. 1873. 

Cnyrim, Vikt» Dr. med. 1866. 

Creinnach, Ignaz. 1869. 

DpiTPii'^r. K., Dr. 1866. 
*]Jeicliler, J.Christ . Dr. med. 1862. 

Delosea, Dr. med. 1878. 

Diesterweg, Moriti.' 1883. 

Doctor, Ad. Heinr. 1889. 

Dondorf, Karl. 1878. 

Dondorf. Paul 187«. 

Dontipr. Karl. ISTii. 

Drexei, Heinr. Theod. 1863. 

Ducca, Wilb. 1878. 

Edenfdd, Felix. 1873. 
*Edinger, L., Dr. med. 1884. 

Ehinger, August. 1872. 

Endors, Ch. 1866. 

Enijelluiid. Karl Phil. kS73. 

Epstein, J., Dr. phil. 1890. 

▼OB Erlanger, Ludwig, BaroB.18fö. 

Eyseen, Remigius Alex. 1882. 

Feist, Franz. Dr. phil. 1887. 

Fellüer. F. 1S78. 

Flersheirn, Hob. 1S72. 

Fie&cb, Dr. med. 1866. 



Hr. Floscli. Max. Prof., Dr. med. 1-- * 
, Fliuiich, Heinrich, Stadtrat. lN»t>. 
Fliuseh, W. 1869. 
Follenins, Georg, Ingenienr. 1885. 
Freaeuins, Ph , Dr. phil. 187.1. 
Freyeisen. Heinr. Phil. 1876. 
♦FnMlMMtr. K- b., Dr med. 1873. 
Frittlmaiin, Joü. 1869. 
Fries, Sohn, J. S. 1889. 
T. Friscbing, K. 1873. 
Fritmsb, Fb., Dr. med. 1873. 
Fuld, S , Justizrat, Dr. jur. 1866. 
Fulda, Karl Herrn 1877 
Geibel, Pet., Tierarzt iuUucbsta.H. 
1KH5). 

Geiger, Bertliold, Dr.. Adroktt. 
1878. 

Gersou, Jak., Generalkonsul. 1860. 
Geyer, Joh. Christoph. 1878. 
Gr, kel. Ludwig, Direktor. 1869. 
G.-l,Uchmidt, Ad. B. H. 1860. 
Goldschmidt, Marku-s. 1873. 
G»iff, Jekob. 1880. 
Gnmelias, Adolf. 1858. 

Gnaita, Hex, Kommersimat 

1869. 

Guttcijplan, J., Dr. med. 1888. 
Haacke, W,, Direktor, Dr. phil. 
1890. 

Hftbertin, B. J., Dr. jnr. 1871. 

Hahn, Adolf L. A., Konsul. 1869. 
Haliii. Allton, F«6!>. 
Halm, Moritz L. A. 1873. 
Haiin, Aug., Dr. phil. 1887. 
Hamburger, K., Justizrat, Dr. jur. 
1866. 

Hammerau, K. A. A., Dr. jur. 1875. 

Hammerau, Valentin. 18IK). 
V. Hnrnier, Ed., Justizrat, Dr. jur. 

Hal t Ii, M. 1876. 
Hanck, Alexander. 1878. 
Hanck, Horitx, Advokat. 1874. 

Heimpel, Jakob. 1873. 
Henrich, K F. 187.1 
Heraus, Heinr. in Hanau. 1889. 
Hetz, Otto. 1878. 



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— XXI - 



Hr. Heuer, Ferd. 1866. 
. *v. Heydeo, Luc , Dr. pliil.. Major, 

1860. 

, ♦Heynemaim, D. Fr. 1860. 

Höchberg. Otto, Dr. 1877. 
, Hoff, Karl. 1880. 

, Holieiiemser, H., Direktor. 1866. 
„ V llol/.hausen, Gcort,'. Frhr. 1867, 
g Hokmaun, Phil. I86ti. 
Die Jäger' sehe Buciihaudluug. 1866. 
Hr.»J&nnicke, W., Dr. pbil. 1886. 
Jmboj, WUb. Ladw. 1886. 
jMBrea«Qd,Dr. jnr., Appdlations- 

gerichti'rat. 1866. 
Jeidel^, Julins H. IHÖl. 
Jordau, ¥t\ix. 18GÜ. 
Jttgel, Karl Franz. 1821. 
Kihn, Hfimtutn. 1880. 
Kataeuteitt, Albert. 1869. 
Keller, Adolf, Rentier. 1878. 
Keller, Otto. 1885. 
♦Kefseliiioyor, P. A. 1859. 
Keöäler, llf.iuricli. 1870. 
Kessler, Wüh. 1844. 
Kinnen, Karl 1878. 
•Kinketin, IMr., Dr. phil. 1873. 
Kirchheim, S., Dr. med. 1873. 
Klitscher, F. Ang. 1878. 
Knauer, Joh. Clir. 1ÖÖ6. 
Knips, Jos. 1878. 
*Kybelt, W., Dr. med. in Schwan* 
heima. U. 1878. 
KflnlgL BIbUothek in BerUn. 1882. 
Hr. »Körner, 0., Dr. med. 1886. 
, Kohn-Sppyer. Sig^sm. 1860. 
Kotzenler^^ (iustav. 1873. 
Krätzer, J., Dr. phil. 1886. 
Krämer, Johannei. 1866. 
Krenaeher, Jakob. 1880. 
Kftehler, Hd. 1886. 
Kugler, Adolf. 1882. 
♦Lachmann, Benili , Dr mM 18H5. 
Ladeuburg, Emil, Geheim. Korn- 

meraueorat. 186*.). 
LaeBunetbirt,Karl, Direktor. 1878. 
Landaner, Wilh. 1873. 
Laaten«^iger, A.,Direktor. 1878. 



Hr. Lautereu, K , Konsul 1869. 
, Lepsin», B., Dr. pliil. 1883. 
, Leser, Phil. 1873. 

Liebmanu, L., Dr. phiL 1888. 
Lindheimer, Bmst 1878. 
Limlheiuier, Julius. 1863. 
Liou, Franz, Direktor. 1873. 
Li(»n, Jakub, Direktor 1866. 
Lochmftnu. Kicharil. 1881. 
Loretz, A. W. 186U. 
»Loreta, IVOh., Dr. med. 1877. 
Lorey, W., Dr. jnr. 1873. 
Lncio», Eng., Dr. pliiL 1859. 
Maas, Simon, Dr. jur. 1869. 
Majer, .\lexaiider. 1889. 
, ilajer, Joh. Kürl. 1854. 
„ Manakopf, W. H., Geheim. Kom- 

meraienrath. 1869. 
. Marx, Dr. med. 1878. 
, Matti, Alex., Stadtrat, Dr. jur. 1878. 
, ifatti, J. J. A., Dr. jar. 1836. 
, Maubach, Jo.«». 1878. 
, May, Ed. Gustav. 1873, 
„ May, Jolins. 1873. 
, May, Martin. 1866. 
Fr. Morton, Albert. 1869. 
Hr. 3[erton, W. 1878. 

Mettriiln imer, (Mir. Heinr. 1873. 
Meuler, Karl. 1869. 
♦r. Meyer, üg. Herrn., Professor. 
1889. 

lliQjon, Herrn. 1878. 

Miooprin, Karl Gg. 1869. 
Modera, Friedr. 1888. 
Mousou, Joh. (}g. 1873. 
Müller, Paul. 1878. 
Müller, Siegm. Fr., Justiarat Dr., 

Notar. 1878. 
llnmra t. Schwarzenstein, A. 1 869 . 
Unmm v. Schwanenateitt, P. U., 

jun. 1873. 
Nestle, ßicharil lH.5.n 
Neubert, W. L., Zahnarzt. 1878. 
Neubürger, Theod., Dr. med. 1860. 
Nenfttadt, Samnol. 1878. 
V. Kenfvüle-Siebcrt, Friedr. 1860. 
T. NeofvUle, Alfred. 1881. 



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— XXII — 



Hr. V. Neufville, Otto. 1878. 
. Niedwfaofbeim, A., CHnktor. 1813. 
, *Noll,F.C.,Pro£, Dr. acut 1883. 
. Obenberg, Ad., Dr. Jnr. 1810. 

, Ochs, Hermann. 1873. 

, Ochs, Karl. 1873. 

, Ocbs, Lararns. 1873. 

. ObIenscblager,K.Fr.,Dr.iucd. 1873. 

, OpUit, Adolf; 1878. 

I Opprabeimer, Morits. 1887. 

, Oppenbeimer , Charles, Oenenl* 

konsul. 187.1. 
, Osterrieth, Franz 1867. 
Fr. Osterrieth-v. Bilii. 1860. 
Ur. Oaterrieth-Laurin, Aag, 1866. 
. Osterrletb, Ednard. 1818. 
, Otwalt, H., Dr. jar. 1873. 
, *Pa8savant, Theodor. 1854. 
, *Peterscn, K. TU., Dr. phil. 1873. 
, Petsch-Goü, Phil , Geheim. Kom- 

merzienrai. 1860. 
, Ffeffel, Aag. 1889. 
, Pftiftr, Eng«». 1846. 
. Ponflck, Otto, Dr. jar., B«ehts- 

anwalc. 1869. 
. Posen, Jakob. 1873 
, Propach, Robert. 1880. 
, t^uiUiug, i'riedr. Wilh. 186y. 
, fiaTenstnn, SinoD. 1873. 
Die Bealsdrale dar israel. Gemeinde 

(Philanthropin). 1869. 
I!r.*Hehii. J. H., Dr. mo.l. 1880. 
, *Keichenbacb. J. H., Uberlehrer, Dr. 

phil. 1879. 
»♦f. Reinach, Alb., Baron. 1870. 
, Beiis, Panl, Advokftt. 1878. 
» BicMTd, L. A. 1873. 
. «RUsbters, A. J. FenL, Oberlebrer, 

Dr. 1ST7. 
, +liitter, Franz lS.s2 
, Ködiger, Kour., Geh. Kegicruugs- 

rat, Dr. phil. 1859. 
. BDdiger, E., Dr. med. 1888. 
„ BOflsler, Hektor. 1878. 
, Bösslcr, Heinrich. Dr. 1684. 
, Roth, Georg. 1878 
, Kotb, Job. Heinrich. 1878. 



' Hr. T. Eotbscbild, Wilhelm, Freiherr, 

GMunlluiiHnl. 1870. 
I , RnjFif, Jtdins, Apotheker. 1873. 

, Rühl, Louis. 1880. 

, Rumpf, Dr. jar., Konsnletit. 1866u 

„ Sanders, W., Reallehrer. 1888. 

. San-llia^on, Wilh. 1873. 

„ Sauerläuder, J. D , Dr. jiir. 1873. 

, Sebarff, Alex , Konnn«rsieiur. 1841. 

. Sebnrff, Ednard. 1883. 

, Schaub. Karl. 1878. 

, ♦«chauf. Willi., Dr. phil. 1881, 

, Öchpp.-l'-'r, rii. F. 1873. 

„ Sclieriensky, Dr. jiir , Notar, 1873. 

„ Schiele, Simon, Direktor. 1868. 

, Sehmick, J. P. W., Ingeninor. 1873. 

, Sebmidt, Loatt A. A. 1871. 

, ^Schmidt, Moritz, SaniUtarat, Dr. 
med. 1870. 
I . Schraidt-Polcx, Adulf, 1885. 
j , •Schmidt-Polex, F., Dr. jar. 188i. 

. SebmSlder, P. A. 1873. 

, Schnapper, Bemb. 1886. 

, «Schott, Eugen, Dr. med. 1872. 

, Schuhmacher, Heinr. 1885. 

, Srhwar«, Georg Ph. A. 1878. 

„ Schwarzachild. Em 1878. 

„ Schwarxschiiii, Hose». 1866. 

„ Schwenk, Fr. G., Dr. med. 1889. 

, Scriba, L., in Htebsl a. H. 1890. 

„ v.Seydewit/. Haus, Pfarrer. 1878. 

„ ♦Siebert, J., Jnsti/.i at. Dr. jur. 1854. 

, Siebert, Karl Au^nist. 1869. 

„ Socmmerring, Karl. 187ii. 

„ Sonnemaun, Leopold. 1873. 

, Spelts, Dr. jnr., Senator. 1860. 

, Speyer, Gg, 1878. 

, Speyer, Jamea. 1884. 

, Speyer, Edgar. 1880. 

, Spiesä, Alexander, Dr. med., Saui- 
tät.srat. 1865. 

« *Steffan, Ph. J., Dr. med. 1862. 

, Stern, B. B., Dr. med. 1865. 

, Stern, Tbeodor. 1863. 

, ♦Stiehel, Fritz. Dr. med. 1819 

„ V. StieViel, Heiiir . Konsul 1SI>0. 
I , Stilgebauer, Gust., Bankdir. 1878. 



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— xxin — 



Hr. Stock, Wilhelm. 1882. 
> «Stricker, W., Dr. med. 1870. \ 

, Strubeil, Bruno. 1876. | 

» Snizbach, Emil. 1878. ! 

, Httlzbacli, Rudolf. 186». 

, Trost, Otto. I.STS. 

, Umpleubacb, A. E. 1873. 

, Ulla, Sftm. 1863. , 

, Vcft, Lndwfer, Direktor. 186a 

, Vogtherr, Karl. 18i)0. ■ 

, Vohsen, Kar!, Dr. med 1886. . 

. Volkert, K. A. Ch. 1873. ' 

, Weber, Andreas. 18G0. 

, »Weigert, Karl, Prof Dr. 1886. j 

, WeiUcr, Hinoh Jtkob. 1869. | 

IV. Neue Mitj;lie«ler 

Hr. Adickos, Uberbiirgcrmeistor. 

„ Alferuiauu, Felix, Apotheker. 

„ Andreae, Albert. 

, Andreae, J. U. 

a Andreae, Kichard. 

Fr. Andreae-Lcmm.'. Carol. Elbe. 

Hr. .\skena8y, Alex, Ingenieur. 

„ Raer, M. H , Dr. 

n de Bary-Jcanrennud, H. 

, de 6ai7, Karl FViedr. 

, Baanaeb, Victor. 

, Becker, E. 

f, Beer, J. L 

„ B<)t tt|E:er, Bruno. 

» Bonn, Sally. 

, Both, Alex., Hajor. 

, denuD, K. 

» Cooatol, Wilh. 

B Cunze, ('., Dr. 

» Dann, D. Max. 

„ Daube, G. L. 

p Dilmar, Karl Theod 

, Dnyta», le. 

, Dtt BoU, Aug. 

• Dn Bold, Jul. 

, Egan, William. 

„ Kllinger, Leo. i 

» Ellissen, Friedr. I 

a Enden, II. Otto. 

, Engler, Friedrieh. ! 



Hr. Weismano, Wilhelm. 1878. 
, Weil, Albreclit 1882. 
, *Wena, Emil, Dr. med. 1869. 
, Wertlieimber, Eiuanuel. 1878. 
„ Wprtb(Miiiber, Louis. 186». 
, WeUel, Hcinr. 1864. 
, *VVinter, Wilb. 1881. 
, «Wirsing, J. F., Dr. med. 1869. 
, Wirth, Frans. 1869. 
, WoIf:ikehl, H U., Kommeraten« 

rat. 1860. 
, Wüst, K. L. 18G€. 
„ Zickwolff, Albert. 1873. 
, ♦Ziegler, Julius, Dr. phil. 1869. 
, Ziegler, Otto, Direktor. 1873, 

fUr das Jahr 1S91. 

Hr. Erlenuieyer, E., Prof. Dr. 

„ Feist-Belmont, Karl. 

« Feist, Wilh. 

, FleiKh, Carl, 

a Flenheim, Albert, 

a Frank, Hch., Apotheker. 

„ GiiM. i. Bruao, Assessor. 

„ (iaus, Fritz. 

, Gans, G., Dr., Chemiker. 

. Gloeckner, G., Dr. jor., Rechts- 
anwalt, Notar. 

, Goldscbmidt, S. B. 

, Goldachmidt, B. M. 

, Goldschraidt, M. 

„ Goldüchmidt, Leop, 

a Goldschmidt, Selig, 

a Gottbilf, Uax, Apotbeker. 

a Graubner, Luis, 

a Haag, Ferd. 

, Haekfiibrock, I.a/.arm. 

a llailgarleu, H. Cbarle« L, 

a Hammerau, Valentin, 

a Hanau, Emil, Dr., Gericbtsasswsor. 

a Harbordt, Ad., Dr. med. 

a Hartmanii, Eugen, 

a Ilanrand, A , Kommerzienrat. 

„ He.nlt, Rudolf. 

, Herxiicimcr, ö., Dr. med. 

a Heuer ä Scboen. 

a KeusseBstamm,Dr.,Bttrgermebter. 



— XXIV — 



Hr. Heyder. J. Gg. 

a Hirscbberg, Max, Dr. med. 

, Homeyer, Fmu, Dr., Ayo- 
tbeker. 

0 Uorkheimer, A. J., Sudtimt 

» jMqvet, Hmnun. 

I, Jasso} , Aug. Dr. 

^ Kalb, Moritx. 

, Kiltz, H. 

„ Kat;ceD8teiD, Gaatav. 

B Klippel, Carl. 

. Kbti, Xul B. 

9 XObter, Hemaiiii. 

. KUnigswarter, IT., Buon. 

Fr. Koch. geb. von St. Qwrge. 

Hr. Kopi», Kiiiil Moritz. 

„ Kreuüberg, Robert. 

, Kuhn, A. 

w Knlpt Anton Ifon. 

« Lnngelotb, J. Lndw., Architekt. 

„ Lenclis-Mack, Fttd* 

„ May. Adam. 

„ Alay, Fraur. 

. May, Bobert 

w Uayer, B., BoehliSDdler. 

Fr. Meister, C. F., Ww. 

Hr. Metzler. Hngo. 

H Moessinger, W. 

„ MOUSOD, JaqUCH. 

H MoosoD, Jub. Daniel. 

• Mttffling, Wilb., Freiherr. 

» Müller Solm, A. 

f, Nathan, H. 

„ Nciitl«, Richard, jun. 

, NeobUrgor, Ottn, Dr. med. 

„ de Neufvillc, Kubert. 

. Nenneier, S., Apotheker. 

p Miederhofbeim, Heinr. A. 

0 Nonne, H. August, A|>otbeher. 

, NuMsbaurn, Alorits. 

„ (rOrvillc, Franz. 

„ Pttswavant-tiontard, R. 



Hr. Pldüerkum, Heinr., Dr. 

Pfnngst, Julius. 
Ponfick-Salome, M. 
I'upp, Georg, Dr. 
Poeen, J. L. 

Bnab, Alfred, Dr., Apotheker, 
vom Bath, Waltber, Gerichte- 

assessor. 
Reutlinger, Jakob. 
Riesser, Eduard. 
Risse, Hngo. 
Bitgen, F. 

Rodiger, Paul, Dr. jnr 

Roos, Heinrich. 
Freifränieiii v. T'. ♦> >;obüd, Lonifle. 
Hr. Schepeler. ilenii. 
„ Scliluud, Georg. 
Sefaliminnn, Adolf. 
Sebniee-Hein, H., Zabnant. 
Scfanster, Bernhard. 
Scbwar/.Hchild Sohn, David. 
Seefri l. Wilh., Directof. 
Seidel, A. 
Seligmann. Henry. 
Sonunerhoff, Lonis. 
Si>elt;c Sohn, J 
Still, Franz Rudolf Georg. 
Straus, Caesar. 
Strauss, Sieginuud. 
Sulzbach, Karl, Dr. jur. 
UUmann, Engen. 
Una, Slegnrand. 
von den Veldoi, Dr. med. 
Vowinckel, M. 
Weber, Liulwig, Apotbeker. 
Weil, Gebnider. 
Weiller, Jakob Alphons. 
Welller, Jacob H. 
Wetsbrod, Aug. 
Weller, Albert, Dr. 
W»'rthe?inHer. Julius. 
Widemann, Wilb., Prof. 



T. Ansserordentltehe Ehrenmitglieder. 

Hr. Erckel, Theodor (von hier). 1875. 
, Hetzer, Wilhelm (von hier). 1878. 
I Hertaog, Paul, Dr. jor. (von hier). 1S84. 



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— XXV — 

YI. Korrcspondicrondo Glireiimitglleder* 
1876. Hr. £eiD, J. J., Dr., Profeasor in Bonn. 



VIL Korrespondierende 

1S3G. Decaisue, Akademiker in Paris. 1853. 

1836. AgartUi, Jakob Georg, Prof. in 
Limd. 

1837. Conlon, Louis, in KettchAt«i. 

1842. Claas, Bruno, Dr. med., Ober- 
arzt des !5täilti:^clit:ii Krauken- 
liausesi in Elberfeld (von hier). 

lÖU. Bidder, Friedr. H., Professor 
in Dorpat. 

18U. Fiele, Adolf, Prof. in Wttisbiuifir- 

1815. Zimmermann, Ladwig Phil., 
Medizinal rat, Dr. med. in 
Brauiifel?. 

1846. V. Sandb^^rcr^r, Fridolin, Pro- 
fessor iu Wtirzburg. 

1846. SeUff, Horid, Dr. med.. Prof. 
In Genf (von Uer). 

1847. Virchi.w, Kud,, Geh. Me-lizinal- 
rat, Professor in Bt rlin. 

1848. Pbilippi, Bud. Amadens, Direk- 
tor des Musenms iu Santiago 
de Cbile. 

1849. Beck,Benifa.,Dr.med.,Geneml- 
ant in Karlantlie. 

1849. Dohm, K. Ang., Dr., Präsident 
des Entomol. Vereins in Stettin. 

1849. Fischer, Georg', in ^ililwaakee. 
Wisconsin {\on hier). 

1850. Sifchner (Koutd in Sydney), 
jetnt in Wiesbaden (von hier). 

1860. Uettenbeimer, Karl Chr. Friedr., 
Dr. med., Geb. Med.-Bat, Leib- 
arzt in Schwerin (vf>n hier). 

1850. Leuckart, Rudolf, Dr., Professor 
in Leipzig. 

1863. Büchenau, Franz, Dr., Profettor 
in Bremen. 



1868. 
1866. 

1857. 

1857. 

1860. 

1860. 
1860. 

1861. 
1868. 

1863. 
1864. 

1864. 



1866. 

1866. 
1868. 

1869. 
1869. 

186Ü. 
1869. 



Mitglieder.') 

BrUcke, Ernst WiUi., Prof. iu 
Wien. 

Ludwig, Karl, Prof. in Leipzig. 
Seaeehi, Archangelo, Professor 

in Neapel. 

Palmieri, Profe.<!»or in Neapel. 
V. Homfver, Alex., Migor in 

Greifswald. 

Cams, J. Vllitor, Prot Dr. in 
Lei|gtig. 

Weinland, Christ Dar. Friedr., 

Dr. pbil. in Baden-Baden. 
Geriach, .T., Prof. in Erlangen. 
Weisumnn, Ang. Prof, Geh 
Hofrat iu Freiburg (von hier). 
V. Helmholtz, H. L. F., Gebeim- 
rat, Professor in Berlin. 
Hoffnann, Herrn., Geh. Hofrat, 
Professor in Giessen. 
de Saussnre, Henri, in Genf. 
Scbaafflmnsen, H., Geh- Med.- 
Rat, Prof. iu Bonn. 
Keyserling, Graf, Alex., E.xkura- 
tor der Universität Dorpat, z.Z. 
in Beval, Kurland (Bassland). 
Biels, E. Albert, k. Rat in Her- 
mannstadt 

Mahl, Dr., Professor in Kassel. 
TT irn^teitt, Dr., Professor in 

Wagner, R., Prof. in Marburg. 
Gegenhanr, Karl, Professor iu 

Heidelberg. 

Hi.s, Wilhelm, Prof. iu Leipzig. 
Btttimeyer, Ladw., Professor in 
Basel 



Die vorgesetzte Zahl bedeutet das Jahr der Aufnahme. — Die verebrl, 
korrespondierenden Mitglieder werden höflichst ersucht, eine Veränderong des 
Wohnortes oder des Titels der Direktion der Senekenhei^ischen naturforschen- 
den Gesellschaft geftUlgst anseigen m wollen. 



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— XXVI - 



1869. ^mper, Karl, Prof. in Würe- 
burg. 

18(>i>. Gerlacb, Dr. med. iu Hongkuug, 

Cfainft (tou hier). 
1860. Worooüo, H., Professor in St 

PeteMburg. 
1869. Barbuza du Bocage, J. V., 

Direktor des Zoologucben HO' 

seums in Lissabon. 
186a. Keungott, G. A., l'tol in ZüricL. 
187L V. Mflller, F., Barou, Direkt, des 

botan. 6«rteii8 io Melbourne, 

Austrat 

1871. Jones Matthew, Präsident des 
uaturhistoriBcben Vereint in 

Flalifax. 

1872 Westerl und, l»r. K. Ag.» in 
Bonneby, Schweden. 

1872. V. Sachs, J., Prof. in Würsbniy. 

1872. Hoocher, J. D., Direkt des botan. 
Gartens in Kew, England. 

1873. Streng, Geh. Hofrnt, Prol^or 
in Glessen won hier). 

1873. Stossich . A dolf, Professor an der 

Realschule iu Tricsf. 
1873. Kömer, Geh. -Rat, Professor in 

Breslaa. 

1873. Craner, Professor in Zttrich. 
1871). Günther, Ä., Dr., Direktor am 

British Museum in London. 
1873. Sclater, Phil. Lntiey, Secretnry 

of the Zoolog- Soc. in London. 
1873. V. Le> dig, Franz, Dr., Prof. in 

Wörebnrg. 
1873. Loy6n, Professor, Akadc uiiker 

in Stockholm. 
1873. Bejrich , E., Üeb.-Bat, Dr., Prof. 

in Berlin. 
1873. Schmarda, Prof. in Wien. 
Iö73. Piin^sheim, Dr., l'rofessor in 

Berlin 

1873. Schweuileuer, Dr., Professorin 
Berlin. 

1873. de Candolle, Alphonse, Prof. 

in Genf. 

1873. Fries, Th., Professor in Uiwala. 



i 1873. Schweinturth, Dr., in Berlin, 
! Präsident der Geographischen 

Gesellschaft in Kairo. 
1873. Russow, Edmund, Dr., Prof. in 

Dorpat. 

1873. Cohn, Dr., Prof. in Breslau. 

1873. Rees, Prof. in Erlangen. 
' 1873. Emst, Dr., Vorsitzender der 

) deutschen natarforsch. Ges. iu 

I 

( 'aracas. 

1873. AluUbsuu, Proieasur iu Zürich. 

1874. V. Fritseh, Karl, Freiherr, Dr., 
Professor in Halle. 

1874. Gasser, Dr., Professor, der Ana- 
tomie in Bern (von liior' 

1875. Bütschli, Otto. Hofrat Dr , Prof. 
in Heidelberg (Vuü hier). 

187Ö. Dietzc, K., in Karlsruhe (von 
! hier). 

I 187Ö. Fraas, Oskar, Dr., Professor in 

Stuttgart 

j 1875 Klein, Karl, Dr., Professor in 

' Berlin. 

1 1875. Ebenau, Karl. K.msul des dent- 

! scheu Reiches iu Zauzibar ^vuu 
bier). 

I 1876. Uorita, A., Dr., Direktor des 
j physikaliscbeu Observatoriums 

! in Tiflis. 

I 1875. Prob>t, Dr. i-liil . Pfarrer in 
I l uter-E.-iseudorf, Württemberg. 

1875. Targioni-Tosetti, Professor in 
Florenz. 

1876. Y. Zittel, K., Dr., Professor in 
Uflnchen. 

I 1876. Liversidg«, Prof. in Sydney. 
! 1876. BSttger, Ungo, Qeneraliaspek* 

tor hier. 

1876, Le .Ttili«, .\u;:^nstf*. Pt<'>idc'ut de 
la 2Soci« te nationale de scicuces 
naturelles io Cherbourg. 

1876. Meyer, A. B., Hofrat Dr. med., 
Direkt des kSnigl. aoologischen 
Museums iu Dresden. 

1870 Wetterhan. J. D., in Freibnrg 
i i. Br. (von hier). 



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- XXVil - 



1877. Voit, Karl, Dr., Profemor in 
Ufinclieii. 

1877. Becker, L., Ober<Iiigeiiieiir in 

Kiel. 

1877. Ureeff, R., Dr., Prof. iu Mar- 
burg. 

1878. Chmi, Karl, Prof. Dr., in BntÜMi 
(von bier). 

1876. Corradi, A., Professor «n der 

T'niversität zu Pavia. 
1878- Straiv li. . Dr. phil., Mit- 
glied der k. Akademie der 
Wissenschaften in St. Peters- 
burg. 

1878. Stiimi»ff, Alton, IHtektor der 

Dcnt<;ch-03tftMk. OeaellMihaft 

m Sansibar. 

187«. V. Scherzer, Karl, Ritter, Mini- 
sterialrat, k. k. öster.-nngar. 
Geeeblftttrlger imd Oenenl- 
Konnil in Genna. 

1880. Winthrop, Robert C, Prof., 
Mitglied der American Acaderay 
of Arts and Sciences in Boston, 
Mas?. 

18S0. Simi/u, liauä, iu Stuttgart. 
1880. Jickeli, Karl F., Dr. phil., in 
Hennaanatadt. < 

1880. 8tapff, F. M., Dr., Ingenienr- 

Genlo^' inWeissensee bei Berlin- 

1881. Lopez de Seosne, Victor, iu 
Corufia. 

1881 . Hliicb, Carl, frflber Direktor der 
Tramwaya in Palermo, bier. 

1881. Todaro, A., Prof. Dr., Direktor 
des botan. Gartens in Palermo. 

1881. Snellen, P. C. T , in Rotterdam. 

1881. Debeaux, Odon, I'hartuacien en 
Chef de Thöp. milit. iu Orau. 

1880. Betowslti, 0., Staaterat, Gymn.- 
Ldnrer in Tbeodoeta. 

1882. Retzills, GoetaT, Dr., Prof. am 
Carolinischen m^-dico-rbinirgi- 
scheu Institut in Stockhulin. 

18Ö2. Kuss, Ludwig, Dr., iu Jassy. 
188S. Bertbau, Ph., Dr. phil , Prof. 
in Bonn. 



1883. Kocb, Boberl, Oebelnurat Dr., 

im k. Qesundheitsamte in Berlin. 
1883. Loretz, Herr: Dr k. Landes- 

c^eolofre in Berlin (von hier). 
1ÖÖ3. Ranke, Joh., Prot. Dr., üenerai- 

lekretir der DeQtachen antbro- 

polog. Geaelleebaft in MOncben. 
1883. Eekbardt,WiIh.,ittLima(Peni) 

(von hier). 
1883. Jung, Karl, hier. 
1883. Bonlenger, (i A., am British 

Museum i^N. Ii ; in London. 

1883. Arnold, Ober-Landesgertcbtmi 
in Httndien. 

1884. Lortot, L., Prof. Dr., Direktor 
des naturhistor. Jineeami in 
Lyon. 

1884. Königliche Hoheit Prinz Lud- 
wig Ferdinand von Bayern in 
München. 

1884. Koenen, A., Ptot Dr., in 

Güttingen. 
1884. Knnblanch, Fcrd., Konsul in 

Neukaledüuieu, hier. 
1884. Dauielssen, D. C, Dr. med., 

Direktor dea Hnaenms in 

Bergen. 

1884. Miceli, Francesco, in Tunis 

1884. Brandza. Bemetrioa, Prof. Dr., 
in Bukarest. 

1885. V. Moelleudorff, 0. Fr., Dr., 
Konsol des Deutochen Beichea 
in Hanila. 

1886. Ftemmiog, Waltber, Prof. Dr., 
in KieL 

1886. V. Bedriaga, J., Dr., iu Nizza. 

1887. Volger, Otto, Dr. phil , in Öodeu. 
1887. Ehrlich, iiiul, Prof. Dr. in 

Berlin. 

1887. Sebina, Hans, Dr., in Biesbach 

bei Zttricli. 
1887. Stratz, C. H., Dr. med., in 

Batavia 

1887. Breuer, H., Prot. Dr., in Mon- 
tabaur. 

i 1887. Hesse, Panl, in Venedig. 

1 1888. Scheidel,S.A.,inBadWeilbacb. 



üiyiiizeQ by GoOgle 



— XXVIII — 



1888. Zipperlen, A., Dr., in Cincin- 
nati. 

1888. T. Kimakowicz, M ., in BermaDn- 
stadfe. 

1888. V. Radde, On»t, Dr., Excellenz, 
Wirkl. Staatsrat uud Direktor 
des Kankauflcben Mtueams in 

Tiflis. 

188U. Brusina, S., Direiitor des Zoo- 
logischen NatioiiaI>]IiiMaDi» in 

188K BKebak, A , Prof. au der Ober- 

Eeali^chule in Briinn. 
1HM8 Karrer, F»>!ix, in Wien. 
18ö«. Keasü, Jub. Leouh., iu Cal- 

cutta (vuu hier). 



1889. Rons, Wilhelm, Prof. Dr., in 

lunsbmck. 
18S9, Schmacker, B., in Honkong. 
1889. Brandenburg, 0., Ingenienr der 

königl. Ungar. Staatsbalin in 

Zooibor (l^ngarn). 

1889. Kolh, Thf'odor, in Sttitti^ait. 

1890. V. Berlepscli, Hans, Freiherr, 
iu Hauuüveriäch-Müudeu. 

1890. Fritech, Anton, Prof. Dr., in 
Prag. 

1891* Engelhardt, Herrn., Oberlehrer 

in Dreitdün-Neostadt. 

1891. Fischer, Emil» Prof. Dr., in 
Würitburg. 

1891. Ilartert, Emst, in Marburg. 



Dnrch die Mitgliedschaft werden folgende Rechte 
erworben: 

1. Das NaturhistoHsche Husenra an Wochentagen von 8—1 
und 3—4 Uhr zu besuchen und Fremde einzufahren. 

2. Alle von der Gesellsc^Iiaft veranstalteten Vorlesungen und 
wissenschaftlichen Sitzungen zu besuchen. 

3. Die vereinigte Senckenbergische Bibliothek zu benutzen. 

Ausserdem erhält jedes Mitglied alljährlich deu gedruckten 
Bericht. 



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Gesclienke imd Erwerbungen. 

Juni 1890 bis Juni 1891. 
1. Natnrallen. 

1. Fir die TerglelcheBd-«Batoateeh« Sanmlniif • 

Tob der Neuen Zoologischen Gesellschaft: Skelette 
von : Uerpesies Jartmicus, Seiurua rttfiventnSf l^ragelaphita 
pygtnaens, Cieonia alba und Schädel von iMnttr gmeua^ 
Lemttr nigrifrom und Hoschnstier. 

Von Herrn Br. 0. Fr. von Hoellendorff, Konsul des Deut- 
schen Reichs in Manila: Scbftdel eines Luzon-Hirsclies 
(ohne Unterkiefer). 

2« Für 4ltt ittiigetlemnmiaiir. 

Von der Neuen Zoologischen Gesellschaft: 3 Löwen- 
äffehen, 2 Lemur nUjrifrons, 1 Lemur griseus, 1 QaUietis 
barbara, 1 Proeyon htor juv., 1 SpermophiUts eiiiUnSf 
1 Oetodon eianiiiyi, 1 Tragelaphm pygmaeus, 1 Didelphts 
virgimanus. 

Von Herrn Konsul Dr. 0. Fr. von Moell.eudorff in Manila: 
Balg eines Luzon-Hirsches (mit Schädel) und 2 Pkropm. 
Von Herrn Dr. phil. Ad. Strubel! hier: 10 Fledermäuse und 

1 Sorex hidieus (in Spiritus) von Java. 
Von Herrn Kmil Kopp hier: 1 Lagothrix humhoklti. 
Von Herrn TL. Zelt in a ii n liier : 1 IlyloUitcs kncmiis, 1 Set/mO' 

pithcciis nasalis juv., 1 Uerpcstcs. 

Fttr die Lokalsammlnng^: 

Von Herrn Prof. Dr. Null hier: Myoxm nitcla Schreh. cTund^j! 

ad. und juv., von St. -Goar. 
Von Herrn Wilh. Bai t her hier: 1 Lipas cunivtilm {^ch^ssz^ 

Varietät). 



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— XXX — 



8. Für die Yof elMmmlnBir- 

Von der Neuen Zoologischen (rpsd 1 sfha f t liior: 1 Dro- 
marnf< novachoUiDnlittf Vieill. iji, 1 (iraaihi reli(fiosu L.. 
1 PUüymcus hnrabaudi Sw., 1 /V. s^rapf/hfu.^ Beclist. I^;. 
1 PI. cnmitfs Sliaw 1 PI. pdUict ps (Cuv.), 1 /V. )nrj(i- 
}}urf(s Lear., 1 ^nnrotfK ra nirrliiu irOrb., 1 Pterni le.'i arc- 
nariit.s Pall., 1 KitjiloriuiiHs litiail/ts Lath., Thdiinmlam 
pir/a (fj.), 1 Cra,r tflobiilosa Spix., 1 Tadoi'ua iadarna (L.), 

1 Jh'ffrtfn Im'tiicla iL.). 

Von Herrn Dr. phil. Ad. Strubell hier: 1 CHcinnnnfs rcgius 
(L.), 1 Srhlegeiia tviUoni Gass., 1 Tanysiptera gaiatea Gray 
von Neuguinea. 

Von Herrn Dr. 0. Fr. von Moellendorff, Konsul den Deut- 
schen Reichs in Manila: 1 Zostcrops iNf^t/mi B[>.. 1 (hiho' 
(owu:^ (hrhfpmifs Moore, 3 Prntineola cnpratn L. juv., 
% ad. n. juv., 2 Copst/chus uiindanaeu^>i.s Gmel., d* u. jttV., 

2 Pffnwnofus goarirr Scop., 1 Siphia i)hllippifh'nsis Sharpe 
<f juv., 1 C/'Horim/a lirxouen.'^is <? ad., 3 Pants ehgans 
Less., 1 Uypothipnis orcipiialis Vig., 1 Alaudn gulgiila 
Wattersi, 1 Mirafra horsfieldi phiUppinensis (Wai'dl., 
Ramsay), 2 Oalorms panoyensia Scop. (f, juv., 1 Lalage 
(PieudoUdage) melanoleiwa filytb ^ jav.^ 1 Zeoeephm eifma» 
momeus Sharpe, l Rkipidura mgriiorqms Vig. ^ ad., 
1 CHmaciens (lihabdomts) mystaealü^ (Temm.) $ ad., 
1 Merops btcoht, 1 EdMtsoma caerttUsoens Blyth, 1 Irena 
cyanogastra Vig. ad., 1 Qrmeaba striaius Bodd. (im 
Uebergangsge^eder), 1 Lmiua htxmensü, 1 Lyncomü 
maeroHs Vig. ^ ad., 1 Gtrysoeolaptes haematribm Wagl. 
^ ad., 1 lyngipicus maeuhins ^ ad., 1 Halcyofi Undmyi 
Vig. ^ ad., 1 Ceyx phiUppinensis Goald % ad., 1 C. cyano- 
picUis Lafr., i G. melannm Eaap ^ juv., 2 Harpaeies 
Ordens Temm., 2 Microkierax erythroeomis, X Jole phiUp- 
pinensis (Gmel.) $ ad., XBuceros semigateatus Tweed, von 
Leyte, 1 B. hydrocorax L. ? ad. von Luzon, 1 B. min- 
danaensis Tweed., Mindanao, 1 B, hydrocorax L. % ad., 
1 Pmehpides nmnilae Bodd., 1 Lepidaymmmus eumingi 
Fras. $ ad., 1 Dasglojihits mperciüosns Drap. $ ad., 1 
Ilirrocnccgx peetomlis ('ab., 2 Pitta erglhrogasira Temm. 
$ ad., 1 atn'capilla Less., 2 Cgvlopsitta lumtlata Scop. 



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— XXXI — 



d" und % ad., 2 Lorictdus philijYptnevfiis Gray $ ad., 1 Biilto 
phiitfifu'ifcnsis Gray !^ ad.. 1 Ilinox jthilijipiurnsts Gray 
^ ad., 1 Pffffps trerou Icurnlis Tenini.. 1 Turtur ditssmnicn' 
Temm., 1 T. h/nn/h's (Temm.) ad.. 1 (inlhis fa/ui/iitnis 
Gmel., 1 liullina fasciata Raftl., 1 MnjtijunliKfi diüicyni 
Tweed. 

\ ou Ileirn Emil Kü1)[» hier: 1 CalU.'sii nificrrvir Piev., 1 
('allisti miHsld Sei., 1 Iin(in'vnnm Iniiuin i nnihn LalV., 
1 B. ustlUtna Sei., 1 />. siu/i infus l^oiii.s., 2 CliinnqiJioiiia 
}>r< irri Lafr. d*, 1 Pijnntya ardens Tsdiud. 1 nihri- 
('■rjts itiay. 1 nf/ifsoii/i/n.t fohnnlfirnm Lafr. ad,. 1 H^- 
linuiitiiilntntjiJnis di(nleni(( Lafr. d" «id.. l 1*(ichijrh(ni) plius 
nisirtilnr Hartl., 1 Cathanis drii'is nififulatus Sri., 1 
J*iiylits gnissffs L. ad.. 1 Mm Iku rni>t< rti.<: sf/ iohd/is B\). 
cT ad , 1 f^ot f/pItosptnyuspdculH.sW'ii'Aö iUi., 1 J'hi t/ofhorus 
hilj)(isi,()diiis Salv. & Godni . l hUethnn pusil/n Sw. 
ad., 1 Dacins rorrchicolor Sei. juv., 2 ("ovrelHi carru/ra 
L. und 1 M}/rfnothcrtda oninkt Sei. ad., 1 Dirdits 
rdfiinntris Spix, 1 SporopJiila (jutturalis Licht. <? ad., 
1 J'fp/eoia neffrri Boiss. ad., 1 Fonnidrora caudala 
Sei. c?, 1 Mih ulus fi/rrnnufs L. <?, 1 Sf/na/la.ns Uicmosii iuta 
Sei., 1 /Wa.sYj;;//om/b/^/aGouldcrad., 1 Heliatttitea helmuthea 
LeSS. ^ ad., 1 //. hünnpnrtci Gm. c? jnv., 1 f'yaiioleshla 
rt/afiura gonjr T?(?i(lib., 1 lionrricriü fonpmta Boiss., 1 
JieUcnn/cfus clarif>sae Longoem cT ad., 1 Kr/n/nn/n's rrstitn 
Less. <r ad., 1 Oxypoyon (jucn'ui Boiss. d", 1 Lophornis 
stutolophus Salv. et Elliot, 4 Capiio bourncn und 
1 C, riehardaoni Gr., 1 Z?Mero macrodaciylns Spix, 1 Picum- 
nus squanmkUm Lafr. 1 Conuriis caUipterus Mass. et 
SonanCt 1 Bjfpaxanihus (IHeus) riroHi Boiss. ^, 1 Mela- 
nerpea fiavigula Beich. 1 Compososoma victorim Lafr., 
1 On'm pyritia 6p. von Golambien. 

Von Herrn Privatier Th. Zeltmann hier: 2 ifeni/is ottseura 
(Gmel.), 1 M. fiacata (PalL), 1 Hypsipetes amaurotis 
(Temm.), 1 Motacilla japonica Stvinhoei Seebohm {M. grandis 
Sharpe), 2 Pyrrhula gntteivenins Lafr., 2 C/ihtis kawatU' 
hiba Temm. et Schlg., 2 OyanopoUm cyanm Fall., 2 
Oarrulus japonimts Temm. et Scblg., 1 Cypaelus padfiem 
Lath., 1 ^eu8 major japoniem Seebohm, 2 Aedpikr nUus 



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— XXXll — 



L,, 2 Ffilfo pcregriuuö Tnnst.. 1 Cotarnix cotuntix jnftouitti, 
2 Ttii tai oiientalis Lath., 2 japanesische Haiisutuben. 1 
lihyufhdf^'i ffijifttsts, 2 ftfiHifKiffo (jalUunnf' von Japan. 
Von Herrn Ernst Hartf-i i hier: 1 Co'i n^ n. r,n/,nf,sn,^- (1,.). 

1 Jithlili' > '1 f I I (il'JI'Jf > }lM;igi». ^, 1 Mut'K lltil hl'l'l' I '!<- 

II<<J Sf. 1 f '/ißstjihu- :^'!iihin- Tj . 1 ViniU'i-' <ij,ii> i ii i- 

danitH Blytlj. 1 T.UiiCUtn oitf fusniUt Ulytli. 1 ^^^ircv^im nnps 
i>tffif{ Sharps \ »11 Indien. 1 luifulus fhti «"ipilius. 1 ^ '///- 
firis (ucuana. 1 l'riii'jn nljnn't. 1 T initniiu, 1 Totanu.< 
ochropu.s. 1 7*. (jOirfoia. \ iian UOi ginnalis von Deutschland. 
Von Herrn Dr. G. Radde. Direktor des kaukas. Museums in 
Tiflisr 1 Lustitiiii ha/i-J. 1 .'^ylrt'a rinercn 1 S. 

airruai ^, 1 Jh/pohis paVidu 1 linfit f'lla phoenicunts, 

1 MotwiUn uirhinotrpUaln. 2 lladyUs /htra, 1 V^tiecula 
sucfim cT, 2 Piatinfnht nihi'iif-!. 1 Anthns tampcstriSy 

2 Calandreila brachydactylat l Anthus arhotrf(.<. 1 /T/w- 
hi'rha 'in. 2 Pas.ser domenttcio- rar. ituUra. 1 Motdcilla 
eitreola, 1 Cyuhrnmus scftoem'dus d, 1 Udpdns jotmllus % 

1 iSV//a cae^ia, 1 Coratias ijarruht, 1 ('haradnas rtiro- 
iiirHs, 1 Ptcrocles aleitaUif 1 ochropm, 1 Lants 
iehtkjf^cttts. 

Von Heim Karl Mittler, hier: 1 ^€«2^n phihtneh Becbst d*. 

Für die Lokalsammlnng: 

Von Herrn Baron von Ki langer iu Nieder - Ingelheim: 

2 Amer negfitm/i L. d und 1^. 

Von Herrn Obf^rlelirer Dr. Kichters hier; 1 Friugilla moiiti- 
friiKjilla \j. Kiscljgräten au.< dem Xe.^te eines Eisvogels. 
Von Herrn Sti eble in Obeiuisel; 2 FrinytlUt tnuNtifriiKjiUa L. 
Von Herrn Ludwig Kuhimann hier: Nest von Cinclus 

Von Herrn J. Greiff, Lehrer hier: 1 Cinclus aqmticus. 

4. Für diu Kcptilien- und liatrachieritaiuuilutig. 

Von Herrn Consul F. C. Lehmann in Popayün, Columbien: 
Zahlreiche Stücke von Phrynisnis hirris Gthr. typ. und 
var. exigtM n. von 4 Fondorten in Columbia und £caador, 



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— XXXIII - 



2 Dendrolxites tinctorim Schnd. von Cauca, Columbien, 
und mehrere neue Arten vou üyia, Hylodea etc. aus 
Columbien und Ecuador. 

Von Herrn J Iieodor Kolb in Madras: Eine dritte Sendang 
von Schlangen und einigen Batrachiem ans Madras. 

Von Herrn Wolterstorff hier: 3 Bomhlmtor parhyptis 
Bonap. von Kreuznach und Anspach im Tannus, 1 liana 
csmlcnta L, typ. von Sprendlingen, 1 von Eichen bei 
Windecken und 1 Zwischenform za var. ridilMuda Fall, 
jav. Ton Sachsenhansen, 1 R, arvaiü Nilss. joT. von Hain- 
stadt» 1 Pelcbates fttscus Lanr. erwachs. Larve von Seck- 
bach nnd 1 Molge crisiata Lanr. von Eichenberg im Vor- 
spessart. 

Von Herrn Cösar Con^m^nos in Prevesa, Epims: Kopf von 
Elaphis qttaterradiaius Gmel., Cohtl/er quadrilineahu PaU. 
var. leojmrdina Fitz., 2 Zamenis dahli Fitz, nnd Alfftroides 
mgropunetahis D. 6. <? von Prevesa. 

Von Hei-m Otto Koch, Cebä, Philippinen: Eine kleine, aber 
sehr schone Snite von Reptilien nnd Batrachiem der 
Fhilippineninsel Iieyte. 

Von Herrn Dr. Fried r. Kinkelin hier: Vipera ammmhjtes 
L. ans Serbien, nnd Tropidomha natrix L. mit Eiern 
von Middachten, Holland. 

Von Herrn Heinrich Flinsch hier: Vipern berus L. von 
der Sfldhalde des Piz Lagner bei Sils-Baseglia, Oberes 
Engadin, Schweiz, in 1920 m. 

Von Heim Edgar Thurston, Direktor des Museums in 
Madras: OotuUodes indiem Gray, Cahtes versicohr D&nd., 
Sräea horsfteldi Gray, Charasia dorsalh Gray und Oi. 
blanfordiana 8tol.. Typhlops hminhius Daud., Silyhnra 
niUjhcrriemis BlmW., (rcophis pcrrotcti D. B., Tropidonotiis 
pliimhicolor Cant., Ltfcodon (lulienü L., Trimcresurus atri- 
gafH.s' Gray und Tr. aimtnaUensis Gthr. var., Rann tr)np(j- 
ralis Gthr., Rhacophorm pUuroslicbis Gtlir, und Ixalus 
^ignatm Blgr. von den Nilgiris, Call u In Iriunyularis GlUr. 
von den Shevaroy und Nilgiri Hills und Bufo melano' 
slirfiis Schinl. vüu den Nilgiris. 

\ üu ik-ü Herren Gebr. Theodor und Egbert Engelliardin 
Heddernheim : Uvcko stentor Cant., Calotes cristatcUus Kühl, 

8 



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— XXXIV — 



2 Colnher mrlanmus Schlg., 4 Dttidiophis pirfns Gmel., 
I)ni(/i r/(iphi\s caHfloh'ji' fi/ns Gray. J^sninmodymush s jinlrmi- 
}/>///h.< Hoie. 2 Dryophi.s pni.stnii.-^ iiau^, 2 Adeifiophis h/rtr- 
yut(tti Buie uud Tritnerpstnus waylcri Schleg. von der 
Tabakpflanzung Bindjey Este, iu der Landschaft Deli, 
O. Sumatra. 

Von Herrn Dr. 0. Boettger liier: 2 iMico spiloptents Wgm. (? 
von Manila, Liizon. 

Von Herrn Friedr. Enimel in Gelnhausen durch Herrn Dr. 
Aug. Hahn hier: (ikvtcouia albifrons D. B., 2 Oxyrrho- 
pus tn'ycniiuHs D. B. nnd 2 O. doluttus D, B., 3 Lcpto- 
(jmthi.s catcsbtji \\'eig. und 1 L. aft" ncUulaiits L., sämt- 
lich von Sta. Ana, Prov. Cuzco, Pera, 

Von Herrn Ernst Hartert hier: Uymnodurü/his pulchcUus 
Gray von Perak und I^gosoma maciiiaium Blyth von 
Ober-Assam. 

Von Herrn Dr. Oskar Schneider in Dresden: 2 Oecko ver- 
HeiUatxs T.aur. angeblich von den Aru-Inseln. 

Von Herrn Dr. Adolf Strubeil hier : Ans Amhoina : 6 Lyyo- 
8oma cyannrum Less., 3 L. novaegtiineac Mey. iiTid \\ L. 
fusrnm D. B. von Saparaa und Amboina, je 1 Mabma 
muUifaxcifita Kühl von ebenda, Lygosoma sniaragdinum 
Less., 2 Uemidactylus frenahis D. 6., C^eUme mydas L., 
Lkkiphis tnodesHts ScUeg., Dmdrophis jnetus Gmel., Otry- 
wpheka rhodoplmron Beinw., 3 Qfekfnifs amlHntietisis 
Dand.f Pyikon reÜeuMus Schnd., 7 CaloteB crutaUUus 
Knhl var. moluccana Less., Dipsas irreyttlaris Herr., 

3 Hyla dolichopm Cope, Bhacophorus sirubelti n. sp. und 
6 Draea Uneahta Daud. von Amboina, Aeanthopkts aniare- 
Ums Shaw und lAam anteÜ^sHnus Schnd. von der Insel 
Haruku und 2 Enygrus earinatm Schnd. von Saparna und 
Amboina. Aus Mansinani, S.-W.-Neugninea: 2 Gecko 
viitatus Houtt. typ., Tilußta gigas Schnd., 2 Lyyasoma 
smaraydinum Leas, und Typhlops cf. finvivmter Pts. Aus 
Ceylon: 2 Aspidum traehyproeta Cope, 3 Oerahphora 
stoddaerti Gray, 4 Rhacophortts equea Gthr., 5 Rana Itmno^ 
charis Wgm. und 2 QUoies versicolor Dand. von Nuwara 
Ell i ja, Vipern russelU Shaw und Ilelicopa achistoaus Daud. 
von Eandy, 2 Nieoiia injuga Schwgg. var. tltermaUs Lese. 



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— XXXV - 



und Biifo mekmosiieius Schild, von Colombo und ausser- 
dem aas Ceylon 6 ]iana tyanophlyetüt Schnd., OUgodofi 
mhlinealtts D. B., 3 Microhyla omata D. B. und Ixahts' 
voriabiiis Otbr. Aus Java: 4 Ambly < phalus carinahts 
Schlg., 4 XenopeUis unicolor Schlgf., 3 Smotes oeioUnmUt» 
Scbnd., 2 Tuchißromus mclinrntus Daud., 4 Äneistrodm 
rhodostoma Beinv., 7 Piffchoxmm kotnaloeepkaktm Crer., 
6 Draeo volam L.^ 2 Homalopsis (mecata L., 5 Bufo mela- 
nostietua Schneid., 6 Rftacopharus leticmnyatax Gray., 2 öxy- 
glossuH Unta Tsch., 2 Bufo l/iporcahts Tsch., Bana Hgrina 
Daad. und 4 B. chalronota Sclilg., 8 Lyijomma ientmincki 
D. B. und 3 L. olivaceum Gray, Calamaria lumbrieoidm 
Boif , je 3 C. iinnaei Boie var. tesselata Boie, var. Ifilineaia 
Jan und w. transversalh Jan, 3 Trionyx cartilayinens 
Bodd., l TV. siibplamis GeoflV., 6 Typhlops bmtmnus Daud., 
Elapotdes fuscas Boie, Tnmeresurfts pumceus Reinw., 
2 Coluber mdiatns Sclilg., 2 Amhlycrphalust lacn's Büie, 

2 Gijmnodactijlus marmoratus Kühl, 4 Li/rodon sube/Nctits 
Boie, Atnhhjeephnlns boa Boie, 2 AV/y^/ spuiafn'x Reinw., 
AbUilifs lufliodints Boie, 3 Colnhrr ntrlannrns Schlg. , 

3 Troijhh/totffs lrkin(jnli<irn(s Bujr. „' ('olttbcr oxifrejtlia- 
lt(s Boie, 2 liuininnis faaciatns Schnd. uiul 4 B. atitii- 
fasriatt/s Kühl, ö L'lidcophonis rciitiraidti Wgl., 2 Calofes 
jubntiis I). B. cT, 3 Tropidoiwltis subminüdus Schlg., 
/jiments /lO/vw Schlg., Acrocliordns juranicus Hörnst. K(»pf, 
2 ('[jh'//i/n>phts nijiia Laur., Ablabts gentinaltts Schlg., 
6 Tjfiihlii/e lineabi Reinw., 4 Afb'/i/'ofdiis infrütiuaUa Laur. , 
2 T)f //ojth/s- prashttts Boie, Dcmhujib/s ilirhis (imel., R(ina 
Jcrbo'i (Uhr. und 5fl, 3 (Irltijni. iinililuhi Wfrni., Lfff/osotan 
iidneliiin D. B., 2 Tf')iii<ln)iu( ns iiIsKilnr fSchJid. vai'. iiicIuho- 
xnsla Grav.. 2 Hvmidachjhis frrnfilns ]). B., 4 Mtihma mtilli- 
fdsridiii Knill var., 3 Pijtsos lunliiniiiniJnin Scillg., 2 7j*a«« 
iiKirrndDii Tscli., 8 /i*. Ii iH iniil/(i ris W'gnj.. 2 Mcfinfophri/s 
nntiitniKi \\ gl.. 6 lUnm tt ijthiuta Schlg.. 3 LiiiiKldii nnln us 
L., Vmanns stdrator Lanr. und 2 Trc^pidouutits i ilt<ilun L. 

Von Herrn Max Bain Vi (>i «i^cr in PacasiTiayo. Peru, durch 
Herrn Jos, Bamberger hier: Tropithn us pi rnridnua 
I^ess.. I>'>ri>ot<n-üclis pcruHHiis Pts. und zahlreiche Bufo 
molitor Tsch. vou Pacasmayo. 

3* 



üiyiiizeQ by GoOgle 



— XXXVI — 



Von Herrn Gustav Schneider in Basel: 2 Bufo are- 
mrum Hens., 6 ganz junge //. marinus L. und Uifh 
nasiea Cope aus Rio Grande do Sal, Brasilien. 

Reiseansbente. 

Ton der kankaslscli-annenischen Reise des Herrn Dr. Jean 
Valentin hier: Eine reiche Suite von Kriechtiei^en ans 
Russisch-Armenien und Trauskaukasien. 

6. Fir die InsektenMammliiiifp. 

Von Herrn Rentier B. Strubel 1 hier: 35 Käfer aus West- 
Java. Gesammelt von Dr. Adolf Strubell. 

Von Herrn Fr. Maus. Konsul in Piiei to-Cabello, Venezuela: 
Eine grosse Kollekliuu Sclimetterliuge. 

<t« FIr die KrolKmaniiiiloiitr« 

Von Herrn Dr. Ad. Strubell liier: Eine grosse Kollektion 
von Krebsen aus Java. 

7* Für die bofmilsch« Sammlonf • 

V^on Herrn P. A. Ki sselmcx er liipr: Eine grosse Anzahl 

von Fascikeln getroLkuet. r Ptlaiizcn. 
Von Herrn L. Scriba in HoclisL; Sffltt/rii/nnu phdi oph//lhi i//, 

eine für den Taunus neue Flechte, vom Nordabhang des 

Altkönigs. 

Von Iltrin Obei'landes^erirlitsrat AriMjld in München: Eine 
wei tvullt; Kltclileiisaiuuiluug (KortsctziingV 

Von Herrn Dr. Ad. Strubell InVr: Eint- Aiizalil Palmen- 
früchte aus dein btitaiiisi lit i) (iarLeii zu Hiiileiizorg (Java) 
und eiui<?«' Exemplare javanischer Ameisenpfianzen, J^yr- 
mctvdiu, liumboldtia (in äiüritus). 

8. Filr die MiiieralieiiHaiiimluii^. 

Von Herrn Kr. {'> orcherdi ng in Vegesack bei Bremen: 
12 Erzstufen aus Californien. 

Von Herrn Bamn von Rein ach: Eine Stufe Sphaerosiderit. 

Von Herrn Franz Ritter: Drann» i.spnstein nach Bitterspat 
von Hallgarten, gewöhnlicher und irisierender Sphiirof?idorit 
von Steinheim, Streugit von Vockenhausen, Quarz von Bolz- 



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— xxxvn - 



heim im Taunus, Serizitschiefer, vererzt durch Brauneisen, 
Ziegelerz und Malachit von Eppenhain, Gangquarz von 
Bremthal im Taunus, Halliopal aus Basalttuff von Gross- 
Buseck (Wetterau), EpiUot von Eppenhain, Hoteisen nach 
Eisenkies im Serizitgnois von Bremthal, Chalcedon ans 
dem Eieseiholz des MUnzeuberger Blättersandsteins. 
Von Herrn Dr. Ja). Ziegler hier: Baryt von M&nzenberg. 

9. Für die {j^cologbihe Saninilaiig:. 

Von Herrn Hellberger: Eine Kollektion gefalteter Tannua- 
schiefer von Lorsbach. 

Von Herrn Dr. Moritz Wolff in Berlin: Zahlreiche Bohr- 
proben von Bohrungen in der Gegend südlich von Hanau, 
bei Seligenstadt nnd Bietesheini. 

Von Herrn Direktor Riede: Mehrere Platten Sandstein mit 
prachtvoll welliger Schichtfläche von Olsbi iicken bei Lauter- 
ecken iu der Pfalz, durch Herrn Zeltinger dahier. 

Von Herrn Franz Ritter: Eine grosse Kollektion von 
iauiiusgf steinen an Stelle dericiiigm. die schon früher 
von Herrn Ritter dem Museum geschenkt wurde. 

Voll Herni Emil Heusler in Bockenheim: Proben aus einem 
Brunnen bei Bockenheim. 

Von Herrn P. A. Kesselmeyer dahier: Eine grosse Serie von 
Gesteinshandsti'icken aus verschiedenen Formationen. 

Von Herrn Dr. Kinkelin: Handstücke von zahlreichen fos- 
silienftthrenden Tertiftrstufen ans dem Mainzerbecken. 

Von Herrn Dr. W. Schanf: Geflossene Anamesitiava mit Ab- 
drücken von Hölzern nnd mit Blasenz&gen ans dem Anamesit 
von Steinheim bei Hanau. 

Von Herrn Franz Ritter: Leimabguss dieser geflossenen 
Anamesitiava. 

Von Herrn Ingenieur Wehn er: Granitischer Rollstein aus der 

ydiotterablagerung von Station Schwanheim. 
Von Herrn Bauinsiiektor Fein eis daliier: Zwei I^ulii kerne 

Anamesit aus dem Boliiloeii N In-i (ioId?Jtt'iii im Stadtwald. 
Von ilen u W. W o 1 1 e r s t o r f 1" dahier : i^ossil reicher Cerithien- 

kalk von Boniüeim. 



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~ XXXVIIl 



Von Herrn Dr. Ad.Strabell dataier : Laren, Obsidiane, vulkani- 
sche Asche, Bimsstein und Bomben von Krakatau, nebst 
einer Photugiaphie der Rakata auf Krakatau. 

« 

10. Für die plijt«pali4»Bt«logl8che SammUiigr* 

Von Herrn LudwIgChrist: Der unterste Teil eines Calamiten* 
Stammes ans dem Cuseler Sandstein von Sobernheim, durch 
Herrn Konservator Com i 11. 

Von Herrn Ingenieur Zimmermann bei Herrn Phil. Holz- 
mann & Co.: Ein schöner LepidostrobfUf von Olsbrücken 
bei Lauterecken und zwei untere Enden des Stammes eines 
Eifuwhtm arenaeeum von Sulzbach. 

Von HenTi Zeltinger dahier: Stammreste von Equisetum 
arenaeeum von Sulzbacli. 

Von Herrn Dr. Kinkelin: Eine Sammlung obermiocäner Blatt- 
abdrücke von Tägerweilen und mitteluligocäner Blattab- 
diikke mit S/tltcuta rhmfata aus dem Schleichsandstein 
von Nieder- Walluf; eine Saiiiniliiug Blattabdriicke aus der 
Hi.iutikohle von \Vesicrl»iir<j: im Westerwald. 

Von Wnxn Baron vun Kein ar Ii: Hin fossiler Zapfen aus 
der Braunkohle westlich vun Brühl bei Bunu .i:n Khein. 

Von Herrn Ingenieur W . Sattler dahier; Fiagmente eines 
verkieseltcn Stammes, gefunden beim Kanaibau in der 
Eichwahlstrasse im Kies in S'/a m Tiefe. 

Von Herrn Oberpostamts- Sekretär Ankelein dahier: Blatt- 
abdruck aus dem liuyeltUon von Flörsheim. 

11. Fttr die 7.uo|)uUlontolofirt9che ^tamnilnniir. 

Von Herrn Emil Heusler in Borkenheim: Eiu Haiwirbel 

mit Maf^nesitkristälkhen von Flur.sheini. 
Von Herrn Überingenieur Hoffmann in H(>( kenheini : Das 

Becken vom Hirsch und der linke Unteiarm viun PtVid 

aus der ^\'asseranlage der Stadt l>ocki nheim, von Prauii- 

heim auf dem Ebel, unter Li»ss geh'<:('n. 
Von Herrn Prof. Dr. N(ill: Siiiiiretierkuuchen und Zäliiulien 

wahrscheinlich aus dem Hydrobienkalk von Wie.-^badi-n. 
Von Frau Julie Rudez auf Feistmberg bei St. Barthelmae 

in Unterkrain : Drei Exemjilare von Prrdraia Gerraisi 

in mergeligem Lager von Ivandol bei Altendorf. 



— XXXIX — 



Von Herrn Dr. Ferd. Richters dahier: Versteinerungeu aus 
der Bayeuxstufe von Iqiiique in den Anden. 

Von Herrn Baron von Keinacli: Fosßüien aus dem Eocän 

Voll (iHgnon. 

Von Herrn Dr. Oscar Büttger: Der distale Gelenksteil des 
Oberscheukels eines grossen Saugers aus dem Hydrubien- 
kalk von N. Ingellieim, Fossilien m< zwei Mcrgelkalk- 
schichten aus der Nähe von BoekieL kamii en^ im Katal- 
tlial und von Lorah Tambang bei Roekiel. lie.ssi. an der 
Wtstküste von Sumatra, aus dem oberniiocänen Eburna- 
Mi 1 L;t 1 von Konkai und Pfahl in Süd-Sumatra, femer aus 
oligücänen Schichten am BawangÜuss, Residenz Djokdja- 
karta in Ost-Java, dann aus dem Obermiocän von Nias, 
ferner Fossilien aus Mergelgestein von Noa am Flusse 
Melawie in West-Borneo. endlich fossilfUhrender Mergel- 
kalk vom Flusse Seloema in der Nähe des Dorfes Labu 
Lintang, Abteilung Selum, Ben Kulen auf Sumatra. Eine 
grosse Suite Otolithen aus dem Mainzer Becken und Froscli- 
reste aus dem Landschneckenkalk von Hochheini. 

Von Herrn P. Hesse in Venedig : Fossile Konchylien von Ambri- 
zette, West- Afrika, durch Herrn Dr. 0. BOttger. 

Von Herrn Dr« Kinkel in: Eine Kollektion Fische ans dem 
Hydrobienthon im Mainzer Tannel, Otolithen aus Tertiär- 
schichten des Mainzer Beckens, Froschreste aus der Nieder- 
räder Schleusenkammer, CyOierea merassaUi Ton Klein- 
Karben. 

Von Herrn Gymnasiast Löwenthal-Bheinberg: Fragment 
eines diluvialen SAugerknochens von Geisenheim, durch 
Henn Prof. Dr. Noll. 

Von Herrn Ingenieur H. Wehner dahier: Fossilien aus der 
Cerithienschicht der Eichwaldstrasse in Bomheim. 

Von Frau J. Naumann; Fossilien aus dem Asphalt von 

Cardenaz an der Nordküste von Cuba. 
Von Herrn Dr. W. K o b e 1 1 : Eine grössere Kuiiukiiou Fossilien 

aus dem Coralrag von England. 
Von Herrn Prot, O. Torell in Stockholm und Herrn Dr. W. 

Kobelt in Öchwanbeim: Diluviale marine Fauna von 

Uddevalla. 



- XL - 



Von Herrn Oberpostamts-Sekretär Ankelein dahier: Abdruck 
eines Crinoidenstieles von Fronthofen im Kantenbacbtbal 

an der Mosel. 

Von Herrn Dr. Ad. Hamme ran dahier: Diverse Skeletteile 
von Pferd, Bufiel, Schwein, Hirsch etc. ans der Bdmerzeit 
von Heddernheim. 

Von Frau General von Stülpnagel Exe: £in Backzahn 
eines Mastodon und ein Praemolar eines schweinsartigen 
Tieres ans einer Höhle in BicUien, Eryan nnd Lumbricaria 
von Solenbofen, Hamitea attmuaUts in Kreidethon nnd 
Mergel mit Foraminiferen, dnrch Herrn A. von Rein ach. 

Von Herrn Banqnier Caesar Strans: Ein StQck des Schuppen- 
panzers vom Messeler Ganoiden. 

Von Herrn Dr. Pergens in Maestricht, Belgien: Eine schöne 
Sammlmig von 44 Bryozoenprftparaten von Maestricht, 
Rhodos, Mte. Mario, Petit-Lapaye, Valkenberg, Geulem 
und Planen. 

Von Herrn Ingenieur As kenasy dahier: Alluviale Sfisswasser^ 
fauna ans der Schlickschicht im Kanal der Dmcklnftleitung 
in Offenbach a. M. 

Von Herrn C. Brandenburg, Sektionsingenieur der k. ungar. 
Staatsbahn in Zombor: Die Ausbeute an Fossilien der 
mittleren Palndinenschichten gelegentlich des Besuches der 
Malinoschlucht und des Csaplagrabeus in Slavonien. 

B. Im Tausch erworben, 

1. PIr die Tofelmvunlniif . 

Von Freiherm Haus vuu Berlepsch in IlHiinüv.-Münden : 
1») Kolibi ibälge : 1 PlmrlorHia anthophibts Bourc. et Muls. 
ad., 2 Ldfrvsnoya Infrcsriaijci Boiss. <? iiiui if!, 2 'hdlifhttra 
hujfoni Less. ^ und 4!. 1 Pfnibtrania niijnjfus» lulu Gouhl ^, 
2 ThaUuaniu eulin, ihloi Bourc. et Muls. S und 1 Peta- 
sophorn «leJpliiinif Les??.. 1 Kriociu mis (ilin<tr Bourc.. 
1 Hr}nit>f( jtliinnn ifuloririae HourC. et Muls.. 1 I IdiniiKtslt s 

hnujirostris Audub. t'l Vieill., 2 Ansh /tm iniilsaidi Buurc 
und ip. 1 Aiiiarilin ricfferi Boui'C, 1 Lranomilra fran- 
cf'ae Bourc et Muls. 
Vom Königl. Zoologischen ^ruseum in 13erliü: 1 Buccros 
alboUOialiü Gab. von Kamerun. 



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— XLI - 



9. Für 4Ie BeptHlea- nnd BatraeliterMiiiiiiiliiiif • 

Vom M u ö c u Iii in Offenbach : Dromicus clegans Tsch. von Buenos 

Aires. Argeutiuti. 
Vom Zoül. Institut der technisclieu Hochschule in 

Karlsruhe: Calamaria cuvieri Jan aus Java. 

C. Durch Kauf erworben. 

1. Für die vergleicheuil-aiiatoiniscUe .Saiunilutigr. 
Skelette von 1 Arctith bintnrong 1 Kijctk-chus tardigradus ^, 
1 Chirogalctis cofjKcrclf, 1 Lcwur macaco^ 1 Alclcs ^frofjrogi c? 

ad. (und juv. Schädel) und Moschastier-SchädeL Skelet 
von Chauna chavarm L. 

2. Für die Stltigetiersamiiilungr. 

Ateics yeoffrotji ^ ad.. Xt/i fifH/us tardUjradm Chirogakui 
coquereUf ArctUis OtiUuroiig 

8. Für die TofrelMmiiiliiiiir« 

Von Herrn Erji>t Hartert hier: 1 AIcippe ncpaknsis Hodgs. <?, 
1 Jhymastes rtiftcoflis Jerd. c?, 1 Laiiius r/7/rt/?/.s- Valence, 
1 Scrilophus rnhropfjgins Hodgs. 1 Orancalus mncic 
Lesij. ^ ad., 2 IlaUyon concrefa (Temni.) ^ und 1 Ceyx 
tridacfyla (Pall.) ^, 1 Merops siiuinfranHS RalÜ. 1 Me.ya- 
kienia chrysop'Mjo// (Temm.) cT, 1 Taaorua sirkce, 1 DomiccUa 
rubm (Gmel.), 1 HlHnnjihiKuccyx crythnigimthus (Haiti.) 
1 Hydrorius lupulrusis Ilodgs., 1 ^copf^ pemmius Hodgs., 
1 Pernk ptihrlujxrints (TenirnJ, 1 ('f'rcus mcbuioUncus 
(Forst.) ad., l Tniou mpnhnsis (Hodg.s.) ad., 1 Cur- 
aoriits cornnHuiih'liriifi Gm.. 1 HoplopUms nu/ra/is (Wagl.), 
1 LuhitaitcUus /Nih'rns atronuchalia (Jerd.), 1 rhcmauiia 
söcmmernnyi Temm. 

Fftr die Lokalsammlnng. 
Von Herrn Lieutenant von Veltheim in Marburg: 1 Kmte^ 
nüts tmnirostris (geschossen am 23. September 1890 bei 
Neustadt a. d. Main-Weserbahn). 

4. FDr die iicplilicii- and Batrachieriiaiiiniluiigr« 
Von Herrn H. Fruhstorfer aus Passau: Rann jerhoa Gthr. 
d*, 2 H. gktndiUosa Gthr., 2 Lutki» aurifasciatm Schlg.> 



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— XLII — 



2 Microhyla achatina Boie, 2 Draco haematapogon Gray 
Oonyorepkahts kuhfi 8chlg., Calamaria renkcior Banz., 
Olitjoflon subquadraim D. B., Pmtdocychpftis n. sp., AlAabea 
tricoior Schlg. vom Teiigger-Gebiige. 0. Java. 

Von Herrn Paul Beibiach In Dresden: ^Lacerta agUig var. 
€ji(/na Eicbw.j 7 i^. muralis Laar, und 5 £. praticola 
EveT»m.f 2 Anguis fmgtfis var. coMiiea Dem., Tropidono- 
tus tesselatus Laor. und T'/^>e/-a L., sowie J?//!^« 

orbicttlaris L. ans dem Kaban^scben District, Ciskaakaaien. 

Von Herrn Gustav Schneider in Basel : 3 Rncophorus micro- 
tyinpanum Gtlir. von Ceylon, Limnomedum umcroglossa 
D. B., 2 Paludkola grru tlis I>lgr . 7 junge /(ihipen Hens. 
und Bftfo crucifcr Wied aus Rio Grande do Siil, 2 Rami 
sf/trattca Lee. aus Xurdanierika und Tylototriton icnucosus 
And. aus den Kakhien Hill.<. 

Von Bonn : Pltyl/oflactyfffs reisst Pis. aus Peru und Lyyosoma 
(liiopa) alhofasviolulutn Gllir. aus Jaluit, MarsUaüsinselü. 

6« Ftr die Koncbjrlteaflamailaiig: 

Von HeiTn Herrn. Rolle in Berlin. 2 Ampkidromm chhris^ 
2 cHriiina, 3 comeSf 1 inier rupius, 1 ittrersus var. anami' 
iiciis, 2 tnaeuUferits^ 3 perversus, 1 sinistralh, 1 BuUmm 
alexander v. cramts^ 1 biraricostm, bavayi, 2 batrdi,' 
1 ofe/v, 1 con$irietu»f 1 elobafusj 1 farhudi, 2 founaeki, 
1 faltymosus, 2 fulgut'atus^ 1 tfueriicn, 2 kaiffraven, 2 #»- 
siyniitf 1 korocnsisj 1 pahnarumf 1 of'hrosiomttSf 1 marierif 
1 »tiltrhilus, 2 sfuehOttrgi, 1 shöngi, 1 »elkrsi, 1 sanchmtö 

6. Kill- die soopaläoatolvgischo Saniiiilanir« 

Von Herrn Dr. Riemann in Görlitz: Eine Suite prachtvoller 
Kreidefosailien vom Yellowstone River, Montana. 

Von einem Arbeiter: Fragment eines Mammutatosszahnes aus 
dem Bbein oberhalb Mannheim. 

7. Für die iiotaiiisclio Sninnilungr* 

Von Herrn Dr. C. Baeuitz in Königsberg: Herbar. Europ., 

Lief. 57— H5. 

Von Herrn Dr. (>. Pazsclike in Leipzig: Rabenhorst, Fangi 
europaei Edit. nova, Ser. II. Cent. 57. 



üigiiizea by GoOglc 



— XLIII — 



II. Bücher und Schriften. 

A. Geschenke. 

(Die mit • versehenen siivl vom Autor gegeben). 

«Agardh, J. Q., Prot in Lnikd: Till Algeraes Sjatttmatik, Nya bidrag. 
^Arnold, Fr. Dr., in Itttacben: Zur LicheiiNiflora. 

Me Bedriaga, J. Dr., in Nizza: Amphibieu et Reptiles <lu rurtngal. 
*Bertbold. F. J., in Maochen: Die Loretto und Sebastiani-AUee in 

Roseubeim. 

♦BioUey, Paul, iu Wasbiugt "ii ; Costa Kieu und seiue Zukuuft, 

♦lJri<iuet, John: Becbercbes »ur \a i'lure du District Savoisien. 

*fir Agger, Prof. Dr., in Chnr, nndCrnmer, C, Prof. Dr., in ZOrieb: Über 
eine monströse Gentiana exeisa Fred. 

*Brusiua, in Agram : Motriocem pti^jega svijeta. 

«BQtsclili, 0 Prof. Dr.. in Heidelberg: Weitere Mitteilnngen ttber die 
Strnctnr des Protuplasma-^. 

♦Cominissäu dos Trabalhos geologicos de Portugal. 
ConmnnieaeoM Tome S. Fase 1. 

*0 ramer, C, Prof. Dr., in Zflrieb: Über die yertieiUirten Sipboneen, be- 
sonders Xcomen's, liornctdla und Cymopolia. 

— Die Brandkraukbeiten der Gefcreideart^ nacb dem neneiten Stand 

der Fmge. 

*Debeaux, M. o, Pharuiacien principai ä Tuolouse: Synopsis de la Üure 
de (jibraittir. 

— Les regions botaniqucs de Tarrondissement d'Oran. 

~ Notes snr quelques plautes rares on peu connues de la flore Oranaise. 
Delliebausen, H. J., hier: Carl Fr. F{)rsters Handboch der Caoteenknnde. 

2. Anfinge, umgearbeitet von Tli Rfinipler. 
♦.3. Deutscher Fischnreitn tr in DaiiziK'-'"""'^t},'abe, 
*Flet8cber, L., in London: C ryntals oi Percyiite, t'aracolite and au oxy- 

cbtoride of lead (Dayiesite). 
On tbe Mexican Meteorites. 

— On tbe Meteorites wbicb bare been fonnd in tbe deeert of Ataeama 

and its neigbbuurhood. 

— Tbe Metcoric Iron of Tuchom ('rv>ta!l Hj;rn]ili!'|ue Notes. 

— On the snpposed fall of a Meteorit btone at Cbartres Eure-et-Loir 

France iu Sept. 1810. 

— Ueber die Anadebnong der Krystalle dorcb die Wirme. 8. Ab- 

handlung. 

— and M ier.H, H.A.: Sup] kiii> ntary Note onFelB|iarfromKilimaNjaro. 

♦F r n n k r u r t c r T ii r n v e r e i n : Beriebt 1 HHH — «jü. 

^Gesellscbatt i rauia in Bf Hin: Zur Wallet'scUeu JkleÜiode derikstim- 

umng des Erdbebeucentruuis. 
'GoppelsrOder, Prof. Dr., iu Mttblbansen: Ueber Fenerbestattang. 
'Harten, B., Vorlänfiger Versnch einer Omis Prewnens 1887. 
'Hilgendorf, Prof. Dr., in Berlm: Eine neue Stomatopoden-Gattong, 

rterffg<uquiUa. 



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— XLIV — 

*Jaeniiicke, W. Dr., hier: Veber abnorm ausgebildete Rebenblätter. 
*Kar8eh, F. Dr., in Berllii: AIHkaafedie Fnlgoriden. 

— Nene weatafrikMiische dnrch Emu Premierlient. Morgen von Kribt 

eingesendete Orthopteren. 

— Eine entonio logische Excursion auf Ceylon. 

— Uebersicht der von Herrn Dr. Paoi Pretus in Deatsdi-WestaMka 

WJi) gesammelten üdouaten. 

— Die LibeUulidengattnng Ortbetrum Newm. (Libella Brauer) und 

TliermorthemiB Kirby. 

— Terzeichnis der von Herrn Dr. P. PrenM *nf der BMombi-Statioa 

in Deutsch-Westafriica 1890 gesainmelten Locnatodotti ans dm 

Familien der Plianeropteriden, Mekonemiden nnd Gryllakriden. 
Kesselmeyer, P. A., hier: 

Broun, G. H., Lethaea geognustica, Atlas. 

Sandberger: Veretetnerangen in Kaaiau, Text nnd Atlas. 

GSppert, H. B. : Die fouilmi FamkrSnter, Text nnd Atlae. 

— Fossile Flora des Übergangsgebirges mit 44 Tafeln. 
Geinitz, H. Br. Dr.: Die animalischen I berreste der Dya-*. 
Desmarcst, A. G, : fitstoire naturelle des Cnistacees fossiles. 
Lud\Yig. R. : (ieologiäclie Specialkarte des Gro88berz<^tbums Heesen 

und der angrenzenden Landesgebiete. 

Schlotheim: Flora der Vorwelt. 
Karten und Hitteilongen des mittelrheinischen geologischen Vereins 

und zwar: 

Section Schotten von II Tasche. 
, Friedbcrg von \l Ln'lwiL'' 
„ (iiessen von Dr. E. ineltt-iibacli. 

, Herbsteiu-Fulda von H. Tassche und W. C. J. Gutberiet, 
a Dieburg von F, Becker und R» Ludwig. 
, Erbach von P. Seibert nnd R. Lndwig. 

Credner, Ii. : Gcognostisclie Karte des Thüringer Waldes. 
Orocrraphisches Pan<irama nebst topographischem Plan von Casst'l, 
Klein, C. Dr., in Berlin: KTj-stallographisch-opti-^chp rntersnclmngen vor- 
genommen an Kbodizit, Jeremejewii, Analcim, Chabasit und 
Phacolit. 

*Kobelt, W. Dr., in Sch Wanheim a. U.: Rossmlssler's Iconographie der 

earopftlsehen Land- nnd Sflsswasser^MoUnsken. N. F. Bd. 4. 

Uet 6-6. 
*Königl. norweg. Regienmg^: 

Den Norske Nordhavs Expedition 1876-78 XIX. Zo.ilosi. 

Daniehsen: Actinida. XX. Zoulogi. G. 0. Sars: i'ycnoguuidea. 
König 1. bayr. Oberbergamt: Geognoatische Jahresbefte. Jahrg. 1—2. 

1888-69. 

KOBigL Zoologisches nnd Authropologisch-ethnographisohes 

Musenm in Dresden: 4. Jahresbericht 1888 der ornithologiscben 
Beobaclitting.sstatiunen im Königreich Sachsen, bearbeitet von 
Hofrat Dr. A. B. Meyer. 



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— XLV — 



*&öiiigL Lehranstalt fOr Obi^t- nnd Weinbaa in GeiseDheim 

a. Rhein: Bericht 188!» -IK). 
•Kr&pelin, K. Prüf. Dr., in Hamburg; Kevision der Scorpione, 1. Die 

Familie der AndroctuiiiJae. 
*Lorets, H. Dr., Landesgeolog« in Berlin: Der Zeehetdn in der G^end 

Yon Blankenburg nnd Kftnigiee am Thfliinger Walde. 
•Maiden, J. H., in Sydney : Watties and Wattie Barks. 
*de Man, J. G. Dr., in Leyden: Note Id. Carcinologicai Stndiea in the 

Leyden Mnsenm. 

*Uarshail, W., Zuologiacbe Vorträge. Üeft 1: Die Papageien. Heft 2: 
Die Spechte. 

*r. Martens, E., in Berlin: Oriechieche Mollndcen ^(eaammelt von E. von 

Oertzen). 

*Me]rer, A. B , Hofrat Dr, und Helm, F. Dr., in Dresden: 5. Jahresbericht 
(1889) der ornithologischen Beobachtongsstationen im KOnig- 

reich Sachsen. 

*Hinistcr ial-Kotnmisä iuu zur Uuteräucbung der deutscheu Meere iu 
Kiel: Ergebnisse der Beobachtnngsstationen au den deutsdien 
Kllsten Uber die physikalischen Eigenschaften der Ostsee und 

Nordsee nnd die Fischerei. Jahrgänge 1873—89. 

— Jahre.'shericht der Kinmnis-^ n /»ir wisiseiis-cliaftlichen Untersnchnng 

fh'T deutschen Meer« in Kid tiir die Jahre 1874—89. 

— Atia.s Deutscher Ueeresalgen von Dr. J. Reiuke 1889. Heft 1 nnd 

Heft 2. Liet 1-8. 

— Die Elpeditionen smr pbysikalisch-ehraaisehen und biologischen 

Untersuchung der O.st.see im Sommer 1871. 

— Hensen, Dr.: I ber die Betischung der deutschen Küste. 

— Jacobson, Osk. Prof. Dr.: Über die Luft des Meerwassers. 

— Stiimidt, Adolf: Die in den Grundproben der Nordseefahrt vom 

21. Juli bis 9. Sept. 1872 euthaltcueu Diatomaceen. 
Schnlae, F. B.: Zoologische Ergebnisse der Nordsee&hrt vom 
21. Jnli bis 9. Sept. 1872. I. Rhisopoden. 

— MagnuH, P. Dr. : Die botaninchen Ergebnisse der Nordseefhhrt Tom 

2t, .Tnli bis f». Sppt. 1872. 

— Ueyer. II .\ I'r. : Znr Piiysik des Meeres. 

— — Biologische Bcobachtuugeu der känstlicheu Auuuuht des 

Herings der westlichen Ostsee. 

— Karaten, 6. Dr.: Die physikalischen Beobachtungen an doi Stationen 

der (leut^chen Ostsee- und Nordseeküsten. 

— — Tafeln zur Berechnung der Beobachtungen an den Kfhten- 

stationen und zur Verwandlang der angewendeten H&aase in 
metrisches Maa^s. 

— Möbius, K., und Heiucke, Fr.: Die Fische der Ostsee. 

^ Gemeinediaftliche U itteilnngen ans den Untersndmngen der dentedien 
Hern. 

«UObius, K. Prof. Dr., in Berlin: Über die Bildung und Bedeutung der 
Qmppenbegriffe unserer Tiersjsteine. 



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— XLYI — 



*Museü tli Zoologia ed Anatomia cooiiiiarata della R. l oiversita di 

Torioo: BoUettino. Vol. V. Nr. 87-93. 
*lCa86e de la Plata: Hapide conp d'oeil sar sa fondation et soii d^ve- 
loppement. 

♦Museo de Producto.s Argentiaos: Buleiiu meuHual. Xr. 31. 
♦Natur wissensobattliclier Verein in Schweiufnrt: 

Jabrofihericht 1889. 
*v 0 u N e u r V i 1 1 e , A 1 1 r e d , hier : 

SchMler, Fr. Dr. : Das Buch der Natur. 
BeicUenbacb, A. B. Dr. : Naturgesebiclite der Reiche. 2 Bde. 
*Norwegische K " III III i 8 s i u n der e ii ropäiscbeu OradueBSung: 

nonflätisclie Arl)i'iteii. Ht'.'t il — 7. 
*v. Keicheiiau, W, Benierkuu-eu über das Vorkommea der Vögel von 

Mainz und Umgegeii<l. 
^Reichenow, Dr., in Berlin: Brieilicber Beriebt über das Voj^elleben vou 

Ugogo von Dr. Bmin. 
*Reuvens, C. L, in Leiden: Die Uyozidae oder Schftfer. Ein Beitrag anr 

Oäteülogie uud >^\>tematik der Xatjetiere. 
*ßütimejer, L. T*/.,f. in I'.a-.l: f lt^r-^Mit dtr e(icän«n Fauna von Eger- 

kiiii:rii lu bst einer Erwiderung an I'rof. Dr. E, D. ('epe. 
*v. Sand berger, F. Trof. Dr., iu Würzburg: Iber Steiiikableul'urinaUou 

und RotUegendes im Schwarawald und deren Floren. 
"Seharff, R. F., Carator of tbe Natnral History Department in Dnbiin: 

Gnid- t'> tliti' Natnral History Department in Dublin. 
*Dr. Seucke II ber g i s c b e Stiftung^- Adininiätratiou bicr: 

55. Nachriclit von dem Fortgang und Zuwaclis der Scucken« 

bergiscben Stiftung. 
♦Seitz, A, Dr., iu (Jies.seu: Das Fliegen der Fi.scbe. 

— Betracbtnngen Ober die Schutzvorrichtungen der Tiere. 

— Lepidopterotogiecbe Studien im Ausland. Allgemeine Biologie der 

Schmetterlinge. L 

♦de Seoanc. Vict or Tiopez. St^fr'''taire dn <'>n!^Tt"'^ iiiternarioiial de 
Zni l .-ie iu i\iriä: Nouvelle e.'^pece de Batratieu auourc des lies 
l'iiiiippines. 

*SnelIen» P. C. F., in Rotterdam: Euj^oea gebiert nov. spec. 

— Notiee sur la T^na superba Uoore. 

*8tapff, F. M , in Wt'iseiisee: Diluvialstudicn iu Laiipinarken. 

— All 'li< iMf ktiou der KönigL WilKelms-Felsenqnellen in Bad-Ems. 

— Zur 1 liluvialirage. 

*Stit2 8U berger, Dr., iu Cbur: BemerkuugüU zu deu liumalina- Arten 
Europas. 

*St08Bich, U., in Triest: II genere Di»f)karagus Digardin. 

— Elmintt Veneti. 

— Elminti della Croazia. 

^Streng, A. Prof. Dr , in GiA^ifn- N^pu<^ Fnndo von Mint-rnlien, Qesteinen 
und Versteinerungen aus der L mgegend von (.ücsseu. 
~ Iber deu Melauopblugit. 



— XLVII — 

*Toriiier, Gnst. : Die Phylo<^enßse de« termiualen Segmentes der Säuge- 

tier-Hiutergliedniaasseu. 

♦Uiiiversity of N e b r fi s k a : Univ<»rsity Stiulifis. Vol. I. Nr. 3. 

*Vohäeu, K. Dr., hier: Ute Diircliieuchtnng der Oberkieferbölile mid Stirn- 
höhle und deren Erkraiiknugcn. 

•Wcltner, W. Dr., in Berlin: Über das Gespinnst einer Äphisdiuslarve an 
Apbis (Orepanosiphnm) platanoides Scbnik. 

^Winthrop, Robert, in Boston: Proeeedioga of the TraatooB at their 
twenty-nintli Meeting. New-Tork, 1. Oct, 1890. 

B. Im Tausch erhalten. 

Ton AknAemlen) Bebdrdony Gesellschnften^ Inetitntlonen) Vereinen n.dgl. 
gegen die Ahliandinngen nnd Berlehte der Oeeellsehnft. 

Amtent. Soci£t6 Linndenne da Nord de la France: 
Utooires. Tome 7. 1886—88. 
Bnlletin. Tome 9. No. 199—201. 

Ameterdam. KQnigl. Akademie der Wissenschaften: 
Jaarboek. 1889. 

Verhandelingen. Deel 27. 

Verslagen en Mededeelini^en 3 Keoks, Deel 6—7. 

Augsburj?. Na rurhistoriscUer Verein; 

Bericht ;50. 

BalttiQore. Johnr» Hopkins University: 
GircnlaiB. Vol. 10. No. 81—86. 
Stndies. VoL 4. No. 7. 

Bamberg. Natnrforachende Oesellschaft: Berieht 1&. 1890. 

Basel. Natnrforschende Oeseilschaft: 
Veitandlnngen. Bd. 9. Heft 1. 

Basel nnd Genf. Schweinerische botanische Oesellschaft: 
Berichte. Heft 1. 

Batavia. Natnnrknndige Vereeniging in Nederlandsoh 

Ind ! 

NatnorkuiKiig TijibcLmtt. Deel 4^. Ser. 8. Deel 10, 
Boekwerken ter tafel gebracht in de Vergaderingeu van de 
Directus. 

Bergen. Bergens Hnsenm: 
Aarsberetning. 1889. 

Berlin. Kanigl. Prenss. Akademie der Wissenschaften: 

PhysUtalische Abhandlungen 1889. 
SiUnngsberichte 1890. No. 1— &3 and Index. 

— Deutsche geologische Oesellschaft: 

Zeitschrift. Bd 41 Heft 4, Bd. 42, Heft 1—3. 
Begister xu Bd. 31—40. 



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— XLVIII — 



Berlin. KQnlgL geologisebeLftndeiftiiitftIt and Bergakademie: 
Geologiiche Speiialkatte tod Preossen und den Thttrtngiidien 
Staaten. Lief. 33 und 43 in 6, benebangeireiae 14 Blittem nebel 

lugebörigen Erlänt prangen. 
Abbandlangi?n zur ^^eologischen Speaialkarte. Bd. 10, Heft 2—3 
mit Atlas. N. Fulge. Uelt 3, 

— Gesellschaft naturforscliender Freunde: 
Sitsongsberieht. 1890. 1891, No. 1-8. 

Bern. Naturforsehende Oesellschaft: 

Utteilmigen. 1889. 
Bistris. Gewerbescbnle 

Jahresbericht. 1889 - 90. 
Bfihm. Leipa. Nordböhmischer K \c u r si u ns k 1 u b : 

Mitteilungen. Bd. 13, Heft 2-4. Bd. 14, Heft 1. 

Uäntachel, F. Dr., Botanischer Wegweiser im Gebiete des uordbShm. 
Excnni<nu-Klnb. 

Bonn. Natnrhistorischer Verein der Prenss. Rbeialande 
und Westfalens nnd des r c j^^. - B ez. Osnabrück: 
Verbandinngen. Jahrg. 4G. 5. Folge. Jahrg. 6. 1. u. 2. Uftlfte. 

, 47. ft. , . 7. 1. , 2. , 

Bordeaux Societe des •^cicnces pbysiques et naturelles: 
Memoirea. Turne 4. Turne ö. No. 1. 
Obserrations plnriomMriqnes et tbermoinltriques 1887—89. 

Boston. Society of Natnral Historj: 

Hemoirs. VoL i. No. 7—9. 

Froceedings. Toi. 24. No. 8—4. 
Bremen. NaturwissciiBdi aft lieber Verein: 

Abhandlungen. Bd. 17, Heft 1-2. 

Breslau. Scblesiscbe G e Seilschaft fttr vaterländische Knltnr: 

Jahresbericht 67. 1889. 

Brooklyn. Bruukiyu Entumological Societj: 

Entomologica Amrricana. Vol. 6. Jan.— DÖdir. 1889. 

Brfinn. Natnrforschender Verein: 

8. Boricbt dw meteorologischen Kommission. 1891. 

— K.n.k. Mfthrisch-Seblesiscbe Gesellschaft snr Beför- 

derung des Aekerbanes, der Natnr- und Landeskunde: 
Uitteilnngen. Jahrg. 70. 1890. 

Brflssel. Braxelles: Soci6t6 entoraologiqne de Belgiqne: 

Annales. Tom .38. 18H9. 
Compte rendn des si iiice-«, S. r, 4. 18!>0. 
Budapest. Ungarische naturwisseii.sckat tliche (iescllschaft: 
Hathematiscb-natnrwisseuscbaliiiche Berichte aus Ungarn. Bd. 6 — 7. 
1889-90. 

Jens, Dr. D.: Hyriopoda regni Hnngariae. 

Blekard, D. U.: Adatok a bor-es nmstciemaes mod8s6r§bex. 



— XLIX — 



C »Ictttt a. A 8 i a t i c Society o f B e ii a 1 : 
Joanal. Vol. 67. Part. 2. n 
n » M 2. ,5. 

Proceediugs. lötK). No. 1-3. 

. 1891. , 1. 

Aniiiwl Addrass. 1891. 
GAmbridge, Mass., U. 8. A. Uuaeuin of CompaifttiT« Zoology : 
Annual Report 1889.-90. 
BoUetin. Vul. 16. No. 9. 
9 • 19. , 3. 

. 20. . 1-8. 
— Sntomologieal Club: 

Pqrebe (a Journal of Entomology). VoL 6. No. 165—168, 172—179. 
Vol. 6. No. 180-181 
Catania. Accademia Gioeuia di acieuze natarali: 
Atti. Sir. 4. Vol. 2. 
BoUettino 1890. No. 13, 14, 15, 17. 
Cbapel Hill, N. Carolbia. EHaba Uitebell Scientific Society: 
Journal. Jabrg. 7. 1889. 

„ 8. 1890. 

Cberbonrg. Soci« t« nationale des eciencea natnrellea et 
luatbeniatiqaea; 
M6moireä. Tome 26. 
Cbriatiania. Egl. Norwegiacbe UniTeraitKt: 

ArehiT for Uatbematik og Natnrvidenskap. Bd. 13, 3-4.- 

Bd. 14, Heft 1-4. 
Jahrlnicb des norwegischen meteorolog^isclien Instituts 1888 
Sch ü b p 1 e r Norges växtrige et Bidrag tU Nord Earopae Nator* og 
Culturbistorie. Bd. 3. 
Chor. Natnrforschende Gesellschaft Graubttndeus: 

Jabreabericbt. N. F. Jabrg. 88. 1888—89. 
Cordoba. AcademiaNacionaldeCieneiaadelaBepnblieaArgentina: 
Actas Tomo 6 und Atlas Tomo 6. 

Boletin Tomo (! Kntrecfa 4 ' 
Danzig. Natorforscheude G e s e il s c h a t't : 

Schriften. Neue Folge. Bd. 7, Heft 3. 

Vonograpbie der baltjacben Bemateinatämme. 
Delft £eol6 polyteehniqne: 

Annales. Tome 6. No. 1. 
Dorpat NatnrforscLend e Gesellaehaft: ' 

Sitzungsberichte. Bd. 9, Ueft 1. 

Weihrauch. Bessel sche Formel und deren Verwendung in der 
Meteorologie. 

Dreaden. Naturwiaaenaobaftliebe Qeaellaebaft «taia": 

Sitzongalwridhte ond Abbandlwigen 1889. 
DttbÜD. Royal Society: 

Scientific Proceediuga. Vol. 6. Part. 7—9. 

4 



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' - L - 

Edinbnr c;h. Royal Society : 

TrausactioLS. Vul. 33. I'art. 3. 

Proceedings. Vol. 15—16. 

— Bojal Physical Society: 

Proceedings. 1889 90. 
Erlangen riiy>i ikal i si li-medi cid i sehe Societftt: 

Sit/niig«berichtc. IH'JO. Heft 22. 
Florenz. Keal Istitutu di studi saperiori pratici e di per - 
feziouamento: 

ArcM?io della scqoU di anatonia patologlca. Vol. 3—4. 

Sexione di medieiiia e cbirargiea. 

Pnblicaaioni. 1884, 1886 und 1888. 
San Francisco. California Academy of Science: 

Proceedinir?'. Vol. 2. 1889, 

A Revision of tbe South American Nematognatbi. 

Lmdbirds of the Padfie District. 
Frankfart a. H. Nene Zoologische Gesellschaft: 

Der Zoologische Garten. 1890. No. 4—12. 1891. No. 1—3. 

— Physikalischer Verein: 
Jaliresl)cri.Iit 1888 8<V 

— Freies D e u t s c Ii e s H o c h s t i f t : 

Berichte. Jahrg. 1890. Bd. 6, Heft 3—4. Bd. 7, Heft 1-2. 

— Kanfmlnnisclier Verein: 
Jahresbericht 86. 

Annalen xnr Feier des 86. Stiftungsfestes. 

— T a n n n a - K 1 u b : 
Jahresbericlit 1889 

Frankfurt n O Naturwissenschaftlicher Verein des Beg.- 
B e z Frank f u r t a. 0. : 

Honatliche Hitteilungen. Jahrg. 7. No. 18. Jahrg. 8. No. 1—3. 

Societatnm Lttterae. Jahrg. 4. No. 1^3. 
Franenfeld. Thnrganische Natnrforschende Gesellschaft: 

Mittpilnn^en. 1880. Xo. n. 
St. Oalleii N a t u r \v i 8 senschaftliche Gesellschaft: 

Bericht 1HH8-89. 
Genna (Geuova). tfuseo civico di storia naturale: 

Annali. S£r. 2. Vol. 7—9. 
Glessen. Oberhessisehe Gesellschaft fttr Natnr- nnd Heil- 
kunde: 

Bericht 27 

Gttstrow. Verein der Freunde der Katurgescbichte: 
Arcbir. Jahrg. 44. 1890. 

Bachmann, Fr. Die landeskundliche Litmtnr Uber die Gross- 
heraogtttmer Uecklenhnrg. 

G r a n T i 1 1 • ■ P e n i !* o n U n i v e r s 1 1 y : 

Balietia of tbe Scientific Laboratorie». Vol. 5. 



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- LI - 



Graz. NaturwiR^enschaftlicber Verein für Steiermark: 

Mitteilungen. IHSd. 
Halle ft. S. Kaiserl. Leupoldinisch • Carolinische Deutsche 
Akademie der Natnrforscfaer: 

Nova Acta. fid. 63. Titel- und Index m Bd. 62. 

LeepoMinn Heft 26. No. ß-22. 

Katnlojir der Biblictliek 2. Heft 27. No. 1—6. 

Koeppen. Kinde <1( r Laubbäume. 

— Verein fttr Erdk unde: 
HitteUmigeii. 1890. 

Hambarg. Hambnrgiscbe naturivisiettsebaftlicbe Anstalten 
(Naturhistorischca llnsenm): 
Jahrbuch. Jalirg. ö. 1887. 
J,\]irlMii'1i Jrtbrgr. n 1888. 1. uihI 2. Hallte. 
Mitteiiuiigt.'ii aus dein ui^tnrliistorischen Museoui in Hamburg. 

HannoTer. Naturliistorische Ueaeilschaft: 
Jahresbericht 38— 

HarJem. Socifet^Hollandaise de« seien ce« ezaetes et naturelles: 
Archives nfierlandaises. Tome 24. Livr. 1—6. Tome 83. Livr. 1. 

Oeuvres complötes de Christian Huygenü. T. 8. 

— Te \ ler-Stiftung: 

Archive.^. Scr. 2. VmI. 3, l'art, 4-5. 

(."iitaleijue de la Hibiiiitln ijue. Vol. 2. Livr. 1-3. 

Heidelberg. N a t u r h i s t r i s c h - m e d i o i n i s c h e r Verein; 
Verhandlungen. X F. Bd. 4. Helt 4. 

Herrn an Uätad t. Siebenbürgiüch«r Verein iür Naturwissen- 
schaften: 
Verhandinngen. Jahrg. 40. 

Jassy. Socii'te de ra{!decius et natnralistes: 

Bulletin. V.d. 4. No. 1— (J. 
Jena. Mediciuiseb-uaturwissenschattliche Gesell^^chaft: 
Jenaische Zeitschrift. Bd 24, Heft 1—4. Bd. 25, Tl. ft 1-^2. 

Kiel. Natur wiäseuäcliaftlicher Verein fttr Schleswig-Holstein: 

Schriften. Bd. 8. No. 2. 
Königsberg. Physikalisob-dkenomiscbe Oesellschaft: 

Schriften. Jabrg. 30. 1889. 
Krakan. Akademie der Wissenschaften: 

Anseiger 1889. Hefte. Jan.->Mai. 

, 1890. , Jan -April, Jnni- Jnli, Oct.— Des. 
„ 1891. Jan., Febr., April. 
Laibach. Uuseaiverein für Krain: 

Httteilnngen. Jahrg. 3 nnd 4. 1890 und 1891. 

1. Ahtbig. Historischer Theil. 

8. » Natnrknndlicber Theil. 

Isvestia, 1. Heft. 

Statuten des Musealvereins. 

4* 



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— LH — 



Lausanne. Soei^tft Tanioiae 4«« telencea Aatnrelles: 

Bulletin. Vol. 25. No. 101. Vo). 86. No. 102. 
Leipzig. Verein für Erdkunde: 

Mitteilnn£r<Mi 1«90. 
L e >' d 6 Q. U n i V f> r " i r n t s - B i b I i 0 1 h e k : 

.Taarbiiek vuii in t üijuwezen iu Nederland-^fh Ost Indii'. Jahrg. 1888. 

— Nederlaudsche dierkuudige Vereeniguug: 
Tiijdaclurift. Ser. S. Deel 3. Aflev. 1. 

Liseabon (Liaboa). Soeiedade de Qeographia: 
Boletin. 86r. 6. No. 9-^10. 

n 9. n 1-9. 

Indices c (";italogoa 1889—90. 

Paiva A P. Lfs champs d'or de Pona. 

— Acadeiuia real daa scieacias: 

Jomal de scienciaa mathematieaB, physicai etnatoraee. Ser. % Tome 1. 

No. 1--4, 31, 38, 84—89 und 41—49. 
Hiatoria e memorias, Nova Serie. Tome 6. Parte 1—8. 
Historia dos estabelecimentos sdentificos, literarios e artisticoa de 

Portugal. Tome 10. 
Memorias. Nova Serie. Tome 6. Part, 1 — 2. 
Curso de sUvicoltura. Tome 1—2. 
Elogio hiatorieo 1886. 
LiverpooL Biological Society: 

ProeeediDgs aud Tranaactiona. Vol. 4. 
London. Bojral Society : 

Procccdings. Vol. 47-49. No. 289-298. 
L i n n p IV Ti S o r i p t y : 
TraiiHaofiniis. /rioloy-y. Vol. o. Paft 4. 
The Jüurual. „ « 20. No. 122-123. 
• , . . 133-136. 

, . . .23. . 141-144. 

. , Botany. » 86. » 172—173. 
« » • » 86. „ 171. 

. 27. n 181-182. 
Proceedinga of the Linnean Society 1887—1888. 
List ef tbe Littnean Sodety 1890. 

— British littsenm. Zoological Department: 
Catalogne of tbe Birdt. Vol. 13, 16 nnd 18. 

« « f<MsiI Reptilia and Ainphibia. Part 4. 
, , , Fi*!if>« Part 2. 

„ » n Cephalüpoda. Part 2. 
A gaide to the exhibition galleries of the departenient of geology 
and palaeontology. Part 1—8. 

— Boy al microseopical Soeiety: 
Journal. 1890. Part 1—6. 

1881. Vol. 1. Part 1-2. 



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— Llll — 



Louduu. Zoological Society: 

Tnunactioni. Yol 12. Fan 10. 

Piooeedings. 1890. Part 1-^. 
Lttttich (Liege). 8oci£t6 royale dos «cieac«s: 

Mßmoires. S'r. 2. Tome 16. 

— Soci^^tfe gl u 1 o i ,j tie de Belgique: 
Annales. Tome II! — 17. Livr. 2—4. 

Land. C a r ü 1 i n i .s o Ii e 1' n i v e r s i t H t : 

Acta uuiveräilatiä Luudeuäiä. Tome 2-4—26. 1887—90. 

Uatheinatik og natnrTidrascap n. medido. 
Xaffdebnrg. Natarwissenschaftlieher Verein: 

Jahresbericht nnd Abhandlnngen 1889. 
Mailand. Societä italiana di sciense natnrali: 

Atti. Vol. 32. No. 2-4. 

— Rpftle i.stitnto Lombardo di scienzc d lettere: 
Reodicouti. Ser. 2. Vol. 21-22. 1H88-89. 

ilanchester. Literary and Philosophical Society: 
Hemoirs. YoL 4. Nq. 3. 

MfiDoirs and Prooeedings. S^r. 4. VoL 8 nnd YoL 4. 

Harbnrg. Gesellschaft snr Beförderung der ifesammten 
Natnrwissensehaften: 

Sitzungsberichte 1889, 1890. No. 1. 
Mexico. Deutscher wissenschaftlicher Verein: 

Mitteilungen. Bd. 1, Hett i— 3. 
Melbourne. Public Library, Museum and National (iailery 
ul Victoria: 

. Predremns of the Zoology of Victoria. Decade 80. 

Beport of Che Tnuteee. 1888. 

▼. Mutter, Baron F. loonography of Anstnlian Speeles of Acacia. 

Decade 9—13. 

— Boyal Society of Victoria: 
Transattious. Vol. 1. l'art 2. 
Proceediugt*. N. S. \'ol. 2. 

Modeua. Societa dei uaturaiiäti: 
Atti. S6r. 3. Yol. 9. No. 1—2. 

Montreal. Boyal Society of Canada: 

Memoires et Comptes-Bendns. 
Montpellier. Aead^raie des sciences et iettres: 

BoUetin. 1888. No. 9. 1889. No. 18. 

Moskau. Soci6t«' impi-riale des natnrallstes: 

Bulktin. 18'M No. 1—3. 

Meteorologisch«* Beobaehltinc^en. 1890. 2. Hälfte. 
München. K.ouii,d. Kayei isLlie Akademie der Wisaensch aften: 
Abhaudluugea. lid. 17. Abt. 1-2. 
Sitsangsberichte. 1890. Heft 1—8. 



üiyiiizeQ by GoOgle 



— LIV — 



llftuchen. KöuitJrl. Bayerische Akademie der Wissengc haften. 

Georg Siuiou Obm'ci wiadenscbaltliche Leiatangen (Festrede vou 
Eugen L<Mwne1). 

Berank oognoscere mium. Ansprache des PrksideDten Dr. Uei 

Pettenkofer in der Sffentl. Sitning «m 16. Not. 1690. 
AlmsiMfih. 1S80. 

Neapel. K Accadeniia delle ^( ienze fiaiche e nsatemeticbe: 

Reodicouti. S»«r. 2. Vol. 4. Faac, 1~12. 

— Z o u 1 1 1 i -j r )) c Station: 
Mitteiiuugeu. Bd. ü, Hell 3-4. 

New-Uaven. Couuocticut Acadcmjr of Arts and Sciences: 

TranHa<'ti(»!H. Vol. 8. Part 1. 

New - York. Acadeiuy of Sciences: 

Anualä. Vol. 4. Iudex. Vol. 5. No. l~8. 

Nürnberg. NaiurhiBtorischeGesellscbaft: 

Jahresbericht nebst Abhandlungen. Bd. 8, Bog. 8—13. 

Odessa. Xenrussische Naturlorscher-Ctesellschaft: 
Bote. Tome 11 n. Tom« 15. Heft 1. 

Osnabrflck. Natarwissensehaftlicber Verein: 
Jaliresberiebt 8. 1688—90. 

Ottawa. Qeologieal and Natnral History SnrTey of Oanada: 

Catalogue of Canadian plant». Part 5. 

Contributions to tlie Micro Palaeontology of the Cambro^Uoriaa 

Rocks of Tanada. Part 2. 
List ot i'auadiau llepaticae. Plan of tlie A^bcstus areatt in the 
Tuwnsbips of Thetford, C'oleraine, Wolfestown and Ireland. 

Paris: Sucictc Zoulugiijue de France: 
Bulletin. Tome 15. No. 4-6. 

, 1«. , 2-4. 

USmoires. Tome 3. Part. 2-4. 

Compte-Bendn des sciences da Congrea international de Zoologie 1889. 

— > Societc G^ologique de France: 
BnUetin. 8kt, 8. Tome 17. No. 10. 
)i ,1 3. „ 18. No. 1 --8. 
„ 3. „ 19. No. 1-4. 

— Societc Philomatifjue: 
BnlleUn. 8. S^r. Tone 8. No. 1-4. 

„ Tome 16. No. 1. 
Conpte rendu sommaire. 1890. Mo. 11—13, 16—19. 

1891. „ 1-8, 6-7, 9-tO. 
Table gi-uerale des articles etc. 

Perugia. Accadeniia nicdico-cbirurgiea: 

Anuali. Vol. 3 Fase. 1. 

.\ui e Keudiconti. Vol. 2. Fase, 2—4. 



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— LV — 



St Petersburg. Academie Imperiale des Sciences: 
Memoire«. Tome 37. No. 6-13. 

H^lftogea pbysiquea et cLimiques. Tone 13. IAyt. l. 

— Coniitegt'ülogique: 
M^moüres. Tome 9. No. 1. 

Bulletin. „ 8. „ 6—10. 

„ 8nppl6tneiit m Tonte 9. 

— Soeietaa Entouiologi ca Rossica: 

Horae Societatis Eiitoniolot^icao TvO'^ficae. Tome 84, 

— Kaiseri. Botanisch fr (i arten. 

Acta borti Petropolitani. Tome 11. fasc. 1. 
Philadelpbift. Waguer Free Inititnte of Science: 
Trausactioits. Vol. 3. 

— Acadeiny of Natural Scienees: 
Proceediogs. 1889. Part 3. 

1889 „ 1-2. 

— American Philosophical Society: 
Proceedings. Vol. 27—28. No. 131—134. 
Bqiort of the Gommitteei Sopplemental Begister. 

— The American Natnraüet: 

Vol. 24. No. 275, 276, 281—88Ö, 287-290. 
Pisa. Societä Toacaua di scienze natorali: 

Adnuauza. Vol 7. Seite 49 — 128. 

Processi verbali. Seite 21—48. 
Prag. Verein Lotos: 

Lotos, Jabrbnch Ittr Natuiwisseuschaft. 
Nene Folge. Bd. U. 
Begensbnrs: Naturwissenscbaltlicljer Verein: 

B.-iirlite 1888-1889. 
Kiga. Naturforscher-Verein: 

Korretipondeniblalt 38. 
Rom. B. Comitato geologtco dei regno d*Italia: 

BoUettiDO. 1890. No. 3-12. 

— Bk Accademia dei Linuei: 
Atti. Vol. 6. Faac. 3-12. 

, 7. - 1-8. • 
I, (Memoiie). Vol. 5. 
Sanliago. Dentacber wiiseuacbaftlieber Verein: 

Verhandlnngen. Bd. 2. Heft 8. 
Sitten (Sion). Socitte Murithicnue du Valaie: 

Bnllftin firs Travanx. Fa-if 16—17. 
S i e u a. Ii. Accademia ■ I ( • i i > i j c r i t i t i : 
Atti. Ser. 4, Vul. 2. Fase, ö— 10. 
• » 4. » 3. a 1 — 8. 



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— LVl — 



Stockholm. Königl. Akademie der W iasenachaf te n: 
Acees8i(ma>Kfttaloff. 4. 1889. 

— Imtitut Boyftl giologiqae de Is SvAde: 
Svtriges geologiaka nndenOkidiig. 

S6t. a%. no. 84, 100, 103— m 

tt Bb. « 4 and & 

„ C. „ 92-111. 113-115. 
Löf^traud G., om ApatiUiQ» förecotnstsätt in Norbotteus Län. 
Jemfördt med dess Uppträdande i Norge. 
Liste sjatematiqne des pablicstions 1862— 1690i 

— Entomologiska FOreningen: 
Entoraelogisk Tidskrift Bd. 11. Heft 1—5. 

Strassbnrg. Kaiserl. Universittts- und Landesbibliothek: 

Jahrr >i • ri llt der indwtrielleii Gesellscbaft Ton Uttblbaiisen l E. 

1889— 18i30 und 3 Iiiangiiral-Dissertationcn. 

Stttttgart. Verein für va terlftndiscbe Natarkaude; 

Jahre^lipfte. Jalirg-. 4ß, 

— Kön igliche.^ Puljtechnicum: 
Jahresbericht 1889—1890. 

SydDe>'. Linueau Societj ofNew South Wa 1 e s : 
Proceedings. Vol. 5. Part 2—3. 

— Aostralian Ifnseum: 

Catalogue of the Aastraliaa birds in tbe Aostralian Unsenm. Snpp» 
lement to the Catalogoe of the Spenges in the Ausiralian Unsenm. 

V.^l. 1. No. 4-5. 
Toronto. The Canadian Institute; 

Transactions. Vol. 1. I'art 1. No. 1. 
Proceediug». Vol. 25. Faac. 2. 

Tokyo. Imperial ü uivcrsity (College of Science): 
Jovmal. Vol. 8. Xo. 4. 

— Imperial UnUersity (tfedieinisehe Facuttttt): 
Uitteilungeu. Bd. 1. Ko. 4. 

— Deutsche Qesellsebafk fflr Natnt' and Völkerkunde 

Ostasiens: 
Mitteilungf^ii. Bil 5. Heft 44—45. 
Triest. 8 ocietä agraria: 

L amico dei campi 1890. No. 5—12. 
, , , 1891, No. 1-2, 4-5. 

— Unseo elTieo dl storia naturale: 
Atti 8. Vol. 2. 

TromsO. Museum: 

Aarshefter. 13. 1889. 
Turin. Keale accademia delle SLlen/.« : 

Alti. Vol. 25. Disp. 11-14. 1889—1890. 
, « 26. , 1-8. 1890. 



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— LVII — 



Upsala. Societas regia seientiarum: 
Catalogne m^thodiqae 1744—1889. 

Washington. Smithionian Institntion: 

Annnal Report of the board of legents 1886. Part 2. 

, , 1887. „ 1-8. 

1888. 2 Bände. 

J^niithsoiiian rontri'nitions to kuowledge. Vol. 26. 
Natiuual Acadetuy ot Scieuces. Vol. 4. TentU Hemoir. On the 
Lucayan Indiaus. 

— American AaeocIatioQ for the Advancement of ecienee: 
Proceediogs of the 38. meeting beld at Toronto, Ontario. Angnat 1889. 

— Department of the Interior: 
Annnat Beport 8. Part 1<~8. 1886—1887. 

. 9. 1887-188a 

* Bnlletiu. No. 54— 6«. 
MuQographa. Vol. 15. Fart 1 — 2. 
» 16. 

» 1. Gilbert Lehe Bonneville. 
llineral Beeonrces. 1888. 

Wellington* New Zealand Inetltnte: 

Tranaactions and Proceeding«. 7ol. 22. 1889. 

Wien. K. h. Akademie der Wiiaeneehaften: 
Denkschriften. Bd. 66. 
Anneiger. 1890. No. 9-28. 

„ 18*U. . 1-4 und 9—10. 
Mitteilungen der prabi'ttorischen Kommission 1890. Bd. 1. No. 8. 

— K. k. Geuiogiscbe Reiohsanstalt: 
Abhandlungen. Bd. 14. 
Verhandlungen. 1890. No. 6-18. 

, 1891. „ 2-7. 

— K. k. Naturhidtoriächeis Huf-Huaeuui: 
Annale». Bd. 6. Heft 2—4. 

— Zoologisch -botanische ti escUschaft: 
Verhandtnngen. Bd. 40. 1890. 

— Verein xnr Verbreitung uatnrwis senscbaftlieher 

Kenntnisse: ' 
Schriften 1890. 

Wiesbaden. Nassauischer Verein fttr Natnrknnde: 
Jahrbfieber. Jahrg. 48. 1890. 

Wlirnbnrg. Fhy8ifcaliBQh''medicini8ohe Oesellschaft: 
Yerhandlnngen. N. Folge. Bd. 23. 

• , , ,24. No. 1-5, 7. 

» n »» I» 25. H 1 2. 

Sitzungsberichte 1889, 1890. No. 1—5 und 9—10. 



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— LVllI — 



ZSrieh. Allgttmeina Schweixerftehe naiatforschftnde Oft« 

Seilschaft: 
Neue Denkschriften. Bd. 32. Abthlg. 1. 

Cojupte-Kon<lu des Travaux preseutes ä la Ii. Session r6uuie ä Lugano 

9.-11. i>ei>t. 1889. 
Atti. 78. Seasion. 
Coiiipt6*BeiidQ. 73. Session. 



C. Durch Kauf erworiwn. 

»• Volktlndige ^Ycrke und £iuie«l»clirifteus 

Durand, Th , Index generam phftneTOgftmarani !Ss8. 

Eichler, A. W., Dr.: BllUeudiagramnie. 1. und 2. Teil. 
Frank, B., Dr.: Ucber die Pilzsymbinsp der Lpgnnririofcn. 
Masters, Maxwell, T. : Pdanzeu-Teratulogie (ins Deutsche ttberseUt von 
Udu Dammer). 

b« Lieferuiigij w er ke : 

Beiträge tvsr geologischen Karte der Schireis. 

Bronn: Klas-sen und Ordnungen des Tierreichs. 
Fauna und Flora des (lolfps von Neapel. 

iiuerues, Ii., und Auinger, hl.: Die Gastrupodeu der Meeresablageniugen 
der ersten und sweitra miocänen Mediternuistufe in der Ssteireichisch' 
nngariselien Monarchie. 

Louckart & chun: Bibliutbeca Zoologie«. 

Lin d e nach m i «1 1 ; Altcrrünu-r unserer heidnischen Vorzeit. 

Martiui-Cheni n i tz: S\ -trniutisches Koncliylien-Kabinet. 

de Niceville, L. : The Bniterriiei uf India, Buruiah and Ce>'luu. Vol. 3. 

Nymau, Cuuspectus florae europaeae. Snppl. 2. Pars altera. 

Paläontologie francaise. 

Roth, J. : Allgemeine Geologie. Bd. 3. Abthlg. 1. 

Semper, Reisen im Archipel der Philippinen. Bd. 6. Ltet 6. Die Tag- 
falter. Khripsiloccra. 

Smith & Kirby: Kliujtalm era eiotica. Part 12 — 16. 

V. 6 lein, Franz, KilLer, Dr.: Der ürgauiüiuus der lufusioustiere nach 
eigenen Forschungen in .systematischer Reihenfolge bearheitet. 8. Ab' 
theilung. 1. und 2. Hältte. 

Taeehenberg, O. , Dr.: Bibliotheca Zoologiea. 

Tryon: Manual of Coniliulo^y. 

Westerl und, Ag. . Dr : Katalog der iu der paläarktischen R^ion lebenden 

Biuucncouchylieu. 

— AUgemeines Register der in der paläarktiscben Region lebenden 
Binn«iconchylien. 
Z Ittel: Handbuch der Paläontologie. 



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— LIX — 



e. Zeltaclirlften« 

AbbftBdlnngeB der sdiweiserischen palllontologkekeii QeMlbehalt. 
Anmean Journal of Arte and Sdenoes. 

Anatomiscber Auzeiger. 

Annales den Scienceä Naturelles (Zoologie et Botanique). 

Annales de la SociAt»' Entomoldgiqtic de Frauc6. 

Auualä aud Magaziue oi Natural Iliätory. 

Archir ffbe Anthropologie. 

ArdiiT flir Anatomie und Pltysiologie. 

Archiv ftlr mikroskopische Anatomie. 

Archiv für Naturgescliiclite. 

Berliuer entomologische Zeitschrift. 

Butauiscber Jahrefibericht. 

Cabanii: Jonnal fta Ondtliologie. 

Dentacbe entomologisdie Zeiteehrift. 

Gegen h a II r : Morphologisdie* Jabrbttch. 

Geological Magazine. 

G r 0 1 h : Zeitschrift für Krj'stallographie nud Mineralogie. 
Hermann & Schwalbe: Jahresberichte Uber die Fortschritte der Ana- 
tomie und Physiologie. 
UalakoiooIoKiflcbe BIfttter. 

Nachrichtablatt der Deutachen malakcgoologiichen Gesellacbaft. 

Natore. 

Neues Jahrbuch für Hineralogiei Geologie und f aliontologie. 

Palifontdgraphica. 

Ptluger: Archir für die gesäumte i'hyäiulogie des Heuscheu uud der Tiere. 

Quarterly Jonmal of the Geological Society of London. * 

Semper: Arbeiten ans dem Zoologiieh'aootomisehen Institut in Wflnbnrg. 

Spengel, Prof.: Zoologische Jahrhücher. Bd. 

Tschermak, G. : Mineralogische and petrc^tapbieehe MitteilnDgen. 

Zeitschrift für Ethnologie 

Zeitschrift fUr wiät^uschattiiche Zoologie. 

Zoologiwher Jabreabericht. Herausgegeben von der Zoologischem Station 

in Keapel. 
Zoologischer Anneiger. 

Die Anschaft'ungen und Geschenke des Senckenbergischen 
medizinisch«!! Instituts, des pbyslkaliscben, ärztlichen und geo^ 
graphischen Vereins werden ebenfalls der gemeinsamen Biblio- 
thek einverleibt und können demnach von nnsem Mitgliedern 
benutzt werden. Von den Zeitschriften, welche, neben den 
schon angeführten, der Gesellschaft znr Verfügung stehen, seien 
erwuhut; 



— LX — 



Ton Selten des iäeiickenberglscben medizinischeu Instituts s 

Botsniflche Zeitung. 

Flora (von Qoebel). Marburg. 

Friagahcim. Jahrbücher für wiasenscbAftUche Botanik. 
Bevae g6u6rale de Botaniqne. 



Ton Selten des Physikalischen Terclns: 

Archiv der Phartnacie. Halle a. S. 

AstroQumisches Jahrbuch. Berlio. 

Astronomische Nachrichten. Altona. 

Bttidite d«r dentsehen cbemMcben GeMlIscbsft. 

Chenuselies Centndblatt Leipsig. 

Der XaturforBcber. Berlin. 

Die chemische Tn-lii'-trie. Berlin. 

Dinglers l'oIytL-chiu'jclies Journal. Stuttgart. 

Elektrotechuidclie Zeitächrilt. Berlio. 

ladutrie-Blitter. Berlin. 

Jshiesbetieht Sber die Fortichritte der Cbemie. Giesseo. 

Jlnbresbericht über die Fortachritte der PbysÜL Berlin. 
Journal für praktische Chemie. Leipzig. 
Kariiiarsch und Heeren, Technisches Wörterbtit Ii 
Liebigä Aunalen der Cbemie, Leipzig und Heidelberg. 
Poggendorffs Aoualen der Physik und Chemie. Leipzig. 
Poiyteehnlsehes Notisblntt Fmnkfart a. IL 
Zeitschrift für analytische Chemie. Wiesbadm. 
Zeitschrift für lustrumeutenkunde. Berlin. 
Zeitschrift für Mathematik und Physik. Leipzig. 



Von .Si'iUn dein Yoreiii!« für OeourrHphic nnd Statistik: 

Das Ausülaud. Wochenschrift für Länder- und Völkerknude. 
Globus. Illustrierte Zeitschrift für Läuder- und Vülkcrknnflc 
3Iitteiluugen der K. u. k. geo-raiihischcu Gesellschaft in Wieu. 
Petcrmaun's Ucographiscbe Mittuiluiigt:ii. 
Twhandlnngen d«r üesellschait fllr Erdkunde an Berlin. 
Zeitachiift der Gesellschaft für Erdknnde m Berlin. 



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— LXI — 



III. Oeld- und »nder« Oesehcnke. 

Von emem Ungenannten durch Herrn Prof. Dr. F. C. Noll: Die Mar- 

morbOste des Grafen Bose. 
Von demselben: Die Kesten fttr den Sockel nnd die Anfttellnng der Bflste« 
Von Herrn Dr. med. W. de Bary in Alt-Thenn im Ober^Elsass: Die Gips- 

bllste seines Vaters, des Botantkws Anton de Bary. 



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— LXII - 



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- LXIII — 




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Ankang. 



A. SektioiMberichte. 

Herp e toi ogische Sektion. 

Während des abgelaufenen Jahres 1890—91 wurden die 
Bestunmungen aller in der Sammlung vorhandenen Beplilien 
und Batrachier revidiert, Amtliche Gläser mit neu geschriebenen 
Farbenetiketten paläarküsches Gebiet mit schwarzem Band, 
nearktisches Gebiet rosa, indisches Gebiet gelb, australisches 
grün, afrikanisches blan, tropisch-amerikanisches Zinnober — ver- 
sehen und zudem übei'all gleichlautende Nummern am Stopfen 
und im Innern des Glases angebracht. Diese fortlaufenden 
ZilFem beziehen sich auf den auf drei Bände berechneten Katalog, 
von denen bis jetzt zwei druckfertig gestellt werden konnten. 
Die Numerierung ist so eingerichtet, dass Neuerwerbungen ohne 
Mühe zwischen die alten Bestände eingereiht werden können 
und zwar iii der Art, dass die Hübe der Zahl genau den Stand 
des Glanes in der iSaiiinilung anzeigt, so dass das Heraussuchen 
eines Glases sich in Ziikuiilt ausserordentlich einfach gestaltet. 
Die Xeuauföteliung geschah durchweg nach den Katalogen des 
British Museums, und nur die Schlangen erhielten noch keine 
durclilaufenden Nummern, weil die bet reifenden Kataloge des 
Bniisli Museums erst im Laufe dieses und des folgenden Jahres 
zur Ausgabe gelangen, und sich die ganze Sammlung möglichst 
na dl diesen trefi liehen Führern richten soll. Statt einer Nummer 
wurde hei ihnen die Familie mach einem alteren eklekiiMhen 
System) am Stopfen aufgesehriehen. die Sammlung seiiisi nach 
Familien und innerhalb derselben alpliabt tist Ii nach Gattungen 
und Arten aufgestellt und für sie die Katalogisierung noch 



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- LXV — 



ansgeseUt Die Nummern nnserer Sammlnng folgen sich in der 
Art, dass die Ziffern 1000 bis 1999 den Annren, 2000 bis 2999 
den Caadaten und Apoden zDgeteilt worden. Mit 3000 bis 3999 
wurden Rliynchocepbalier, Schildkröten und Krolcodile, mit 4000 
bis 6999 die Eidechsen bezeichnet; die Ziffern 7000—10000 
sind den Schlangen reserviert. Ist in unserer Sammlung eine 
Art z. B. mit 1234, die ihr im System nftchste mit 1235 be- 
zeichnet^ und bekommen wir dann eine mitten zwischen beiden 
stehende neue Art, so wird dieselbe in Sammlnng und Katalog 
mit 1234,1 aufgeführt, eine zweite mit 1234,2 a. s. w. Die 
einzelnen Gläser einer Art sind mit fortlaufenden Buchstaben 
bezeichnet. Bei Vorlegung von Neuerwerbungen in den Sitzungen 
sind iiUo z. B. alle mit ^a"" bezeichneten Nummern als für 
unsere Kollektion neue Arten zu betraclittn. 

Abgesehen von den Selilangen, über die ich später Mit- 
teilung zu machen gedenke, und den im Laute des letzten Jahres 
eingelaufenen und aus Zeitman<]fpl noch nicht genauer unter- 
suchten, nocli ziemlich reit hhalt igen Vorräten enthielt unsere 
Sammlung am 1. April 1S9I au Kriechtiereu : 



Batrachier. 
Annren. 



Familitn 


Gftttnngen 


Spesies o. SnbspesieB 


Nammcnt 


Ceraiohaifvchidae 


. 1 


1 


1 


Hamdae 


12 


87 


203 


DendrobaHdae 


3 


3 


4 


Engystomaiidae 


8 


18 


32 


Vijscüphidae 


2 


2 


2 


Cysttgnai/udae 


12 


32 


40 


Bufomdae 


3 


29 


102 


Hylidae 


4 


38 


72 


Pelobaiidae 


5 


7 


15 


Diaeogiossidae 


3 


5 


24 


Daetyleihridae 


1 


2 


3 




1 


1 


1 


12 


55 


225 


499 



6 



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— LXVI - 



Caudaten. 

Familien Gattungen Spezies n. Sul»«pezie« NniDineni 

Sfttftmandritittc 10 B9 120 

Awjfhiuniifiae 3 3 4 

Proieidae 2 2 4 
Simiidar* III 

4 16 45 129 

Ai)odeu. 

Curciliidae 2 3 ^ 6 

Reptilfon. 

K Ii y n c Ii o c e i> h ii 1 i e r. 
IlaHenidae III 

Schildkröte ti. 

('Iitl;ithi<hir 2 2 4 

Citti>s{( i n/ihte 12 3 

Trsln,liul'la, 14 43 94 

('hvloni<htc 2 3 1") 

Vcloutcdusidae 3 5 VA 

(liiltldidur 6 5 10 

Trivnirrhidae 3 8 12 

7 30 68 151 

Krokodile. 

CrocmiiUdae 4 7 22 

Eidechsen. 

(h:ihf>),h](ir 30 79 17H 

rrf>l>l(iii(lof 1 2 .3 
I'tiniijKiiUtliif III 

Aiiiihuflitr -20 61 114 

hjiKuiiilac 17 46 G4 

Zviiiiritlac 2 3 5 
Au(f(iiil(ii 4 8 

Ifrhflr/ ittd/idue Iii 

Vaninidae 1 11 28 

rt;/V(Ä«? 12 19 22 



— LXVII — 
Eidechsen. 



f nHiiucii 






N n mm AMI 


Amphisbaenidae 


6 


11 


19 


Jjavertidae 


9 


63 


218 


Gerrhoftattiidae 


2 


6 


6 


Seincidae 


15 


104 


196 


Anelytropidae 


2 


3 


3 


Ckamadeofniidac 


2 


18 


33 


16 


125 


436 


921 



Der KatalocT ist natürlich so eingerichtet, dass alle Nachträge 
an ihren richtigen Platas eingetragen werden können, nnd dass er 
jeden Augenblick in die Druckerei gegeben werden kann. 

Von wissenschaftlichen Publikationen wurde vollendet der 
Bericht Uber die Leistungen in der Herpetologie während des 
Jahres 1887 in Troschel-Hilgendorf s Archiv für Naturgeschichte 
54. Jahrg. Bd. 2. 

Oberaus reich bedacht wurde unsere Sammlung im Laufe des 
Jahres 1890 — 91 namentlich durch die Herren Konsul F. G. 
Lebmann in PopayÄn, Columbien, Theodor Kolb in Madras, 
Otto Koch in CebA, Philippinen, Gebr. Theodor nnd Egbert 
Engelhard in Heddernheim, Edgar Thnrston, Direktor des 
Museums in Madras, Friedr. Emmel in Gelnhausen, Dr. Adolf 
Strub eil von hier und Max Bamberger in Pacasmayo. 

Von seltenen nnci hervorragend wertvollen Gaben, die 
dem Museum im Laufe des Jahres zuflössen, seien einige hier 
noch besonders erwähnt Herr Dr. Adolf Strubeil stellte 
uns seine ganze in Indien und auf den Molnkken gesammelte 
prachtvoll konserviei'te Ausbeute zur Verfügung, über die ander- 
wärts noeh ansfUhrlich berichtet werden soll. Hier sei nur 
hervorgehoben, dass derselbe auf Amboina einen prachtvollen 
neuen Flugfrosch erbeutet hat, der vom Sektionär in dankbarer 
Anerkennung der reichen Zuwendungen, die das Museum ge- 
nanntem Forscher verdankt, lihacophonts stnibcUi ßttg. genannt 
werden soll. Ausserdem hatte der Keimende das Glück, auf 
Java das fast verschollene Lfff/osoma (Hinnlia) sanclntn D. R. iti 
einem Prachtstück wieder uul/iilindeii und die düitige t<i m.i 
durch Unna jerhoa Gthr. zu bereic liei u. Von unserem kui re- 
spoiidiei enden Mitglied Herrn B. öchmacker in Hongkong 

6» 



— LXVIII — 



erhielten wir zwei lebende Uber meterlHr?** Stücke des seltenen 
Al(i<iator siffe}i!iis^ B^auv. aus dem Yang-tse-kiaiifr. die der Sektio- 
nilr wählend ilner Ijdizeit dem hiesisren Zonlngisrlien Gaiien 
zur Verfiijrnng stellen knMnte. Herr \\'. A\' ul t ei st orff hat 
es iibei noininen. über ihr « H t niL^eulebeii. iilier ilns man bis jetzt 
noch nichts wiisste, zu berichten. Von Konsul K. (". Lehmann 
erhielten wir eine Suite sehr s( hr,ner Bati achier von l'opayiin 
in rohimbieii, unter denen sieh iin hrere neue Arten und Varie- 
täten befinden. Auch die ( a. IS Arten Rei)tilien und Hatrai hier 
ans den Niljxiris in Südindien. die wir flerrn Direktor Kd<,'ar 
Th n r s \ >> n in Madras verdanken, reprasentierteii zum grösseren 
Teil tür unsere Sammlung neue Formen. 

Weiter konnte durch Ankäufe dem Museum manches Gute 
ztit?etiilirt werden, so eine neue Schlange vom Habitus von 
Psrnfiori/r/opln's. aber mit nur 4 Supralabialen, und eine neue 
Jifiiia aus der Verwandtschaft der Ji\ j/himltthsa Gthr.. beide 
aus O.-.Tava, von Herrn H. Frühst orfer aus Passau erbeutet. 
Von Basel kauften wir den seltenen Molch Tyioioiräon aus den 
Kakhien-Bergen Burmas. 

Mit Rat und Hilfe wurde der Sektionär wie in früheren 
Jahren in schwierigen Fragen aufs bereitwilligste unterstützt 
von Herrn G. A. Bou lenger am Britisli Museum in London, 
während er selbst den Museen und Zoologischen Instituten von 
Bonn, Dresden, Graz, Halle, Heidelberg. Karlsruhe, Kronstadt 
(Siebenbftrgen), London, Lübeck, Madras, ofl'enbacU und Wien 
nnd dem hiesigen Zoologischen Garten gefAUig zu sein Ge- 
legenheit hatte. 

Der schonen herpetologischen Ausbeute endlich, die Herr 
Dr. Jean Valentin von hier im Auftrage und mit Unter- 
stützung der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft 
bei Gelegenheit seiner mit Herrn Staatsrat Dr. Gust. von Badde 
ausgeführten Iforschungareise in Bussisch- Armenien gemacht 
hat, wird im näclisten Berichte gedacht werden. 

Dr. 0. Boettger 

Sektion für Insekten (mit Ausschluss der Schmetterlinge). 

Die früheren Bestände wurden durchgesehen und in gutem 
Znstand erhalten. Den ganzen Winter verwandte der Sektionär 
darauf, eine Sammlung der wichtigsten Käfer der weiteren 



- LXIX - 



Umgebung von Frankfnrt zusammenzustellen, au Händen seines 
1877 erschienenen Kataloges der Käfer von Xat-sau und Frank- 
furt. Diese Saninilunpr. die dem AnfUnger das Fj-kennen unserer 
heimischen Käfer erleichtern soll, ist (»Hentlich aiL^gestellt und 
wurde znsanimengestellt zumeist aus der von dem verstorhenen 
Herrn Katheter hinteihissenen . ^nt präparierten Sammhuig 
Franlvfin ter KiUVr. die vor einigen Jahren in den Besitz unserer 
(lesellsrhaü über^^ing, sowie ans andHri-n Hestämleii dt-r >rnseal- 
sammlung. Manche Lücken, meist seltenerer Arten, füllte (h-r 
Sektionär aus seiner Privatsanimlung aus. .Vns^estellt, bis znra 
Jahresfest der Oesellsclial't und <b'»r ^^'il'd^•re^ollnung des Museums 
am 10. Mai sind die Käter-Familien von den ('arahicinrn ri.anf- 
käferuj bis zu den (Mrcttitouidrn (Rüsselkäfern), also zwei Drittel 
des Ganzen, uad soll der Schluss im kommenden Winler ge- 
bracht werden. 

Dr. L. von Heyden. 

Ii e !> i d (» II t e r o 1 0 g i s c h e Sektion. 

Als nach dem Tode des Oberstlientenants Saalmüller 
Unterzeichneter im November 181)0 mit der Fortführung der 
Sektion für Lepidopterologie betraut wurde, waren in erster Linie 
die zahlreichen exotischen Falter, die sich in der Wohnung des 
Verstorbenen behufs Bestimmung etc. befanden, oberflächlich 
za sichten und zu ordnen. Sodann warden mehrere hundert 
dieser, meistens in DQten befindlichen Schmetterlinge gespannt, 
bestimmt und vorläufig zusammengesteckt. 

Aus den von den verstorbenen Herren Roose und Katheter 
seinerzeit dem Museum geschenkten Sammlungen wurde hieranf 
eine möglichst vollständige Lokalsamrolung des südwestlichen 
Deutschlands, speziell der Frankfurter Umgegend, zusammen- 
gestellt, die fehlenden Arten so weit möglich ergänzt und diese 
Lokalsammlnng ausgestellt, um angehenden Sammlern als Ver- 
gleichungsmateriai bei der Bestimmung zu dienen. 

Die Grossschmetterlinge sind vollendet; die Kleinfalter, 
von denen des Platzes wegen nur die wichtigsten, interes- 
santesten und am meisten vorkommenden gewählt wurden, sind , 
nahezu fertiggestellt. Kin ausfQhrliches Verzeichnis dieser 
Lokalsammlung mit thunlicbster Angabe der Fundorte wird 
nächstens vorgelegt werden können. 



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— LXX — 



Nach FertigstelluDg dieser Arbeiten wird beabsichtigt, 
die vorliandenen Hadagaskar-Falt^r zn einer Sammlung zn- 
sammenznstellen, wie es dem Buebe des Obersüientenants Saal- 

mßUer über Madagaskar entspricht, um so gleichsam eine wichtige 
„Typensaminlung" dieser Fauna zu haben. 

Später soll die Sammlung der paläarkischen Fauna neu 
geordnet, lUuch das noch vorhandene Material der oben er- 
wähnten Sciuiinhingen ergänzt und in den im Mineraliensaal 
befindlichen Schränken untergebracht werden. Ob sich aus dem 
vorhandenen Material eine, dem jetzigen Stande der lepidoptero- 
logicicheii Kriiutniisse entsprechende Saniniluug wird zusammen- 
stellen lassen, ist zweifelhaft, da vieles alte Material entfernt 
werden imiss und mancherlei fehlt. Durch Neiiprä|)arierun^ 
wird sich immerhin eine stattliche SainniUing zusammenbringen 
lassen, und es ist möqrlieh. dass diese Aibt^iten noch im Laute 
dtdB Sommeis werden vollendet weiden kuiineii. 

Schliesslich wird daran ü^dacht werden, die zahlreieh vor- 
handenen Exoten in Sammluugeu der entsprecheudeu Fauiieu- 
gebiete zusammenzustellen. 

I ber die zahlreirlien Dubletten kann noch keine Bestim- 
mung getrorten werde ti. 

18. April 18Ü1. 

A. V. Both. 

Botanische Sektion. 

A. Das Her bar wurde im abgelaufenen Jahr durch Ter- 
schiedene Zugänge vermehrt. 

1. Geschenke. 

Von Herrn Kesselmeyer hier: eine grössere Kollektion ge- 
trockneter Pflanzen (Phnncrot/fnurN) . 

Von Herrn Oberlandesgerichtsrat Arnold in München: die Fort- 
setzung der bereits früher geschenkten Sammlung von Flechten. 

Von Herrn Fabiikanten Scriba in Höchst: Sphyridium placo' 
phyll/im, eine fUr die hiesige Flora neue Flechte vom 
Nordabhang des Altkönigs. 

2. Erwerbungen durch Kauf. 

Die Lieferungen 57—65 des von Dr. Baenitz in Königsbei'g 

herausgegebenen Herbarium europaeum. 
Rabenhorst, Fungi europaei ser. IL cent. 57. 



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— LXXI — 



B. Die Sammlung bereicherte Herr Dr. Strubell iu 

dankenswerter Weise durch folp^ende Gf»^enstiiuJe : 

1. eine grössere Z.iLl vt'ii l'almeuli udiieii aus dem botanischen 
Garten zu Buitenborg (Java). 

2. Si'iritiis- Exemplare einiprer javanischer AmeisenpÜanzeu, 

sjieziell Milium fxlia und Il/nu/ aMfifi. 

In Bezug aut Henut/.ung der Saiiinilun^en ist anzufiihren, 
das«? auf Ansndieu des ILerrn John Briquet in Genf, Kustos 
am Herbarium Delessert, der mit einer Monograpliie der Gattung 
Menlhn beschäftigt ist, das ganze einschlägige Material an 
diesen Herrn abgesandt wurde. Derselbe wird es. mit genauer 
Bestimmung versehen, zurücksenden und davon, wie er bereits 
mitgeteilt, eine wesentliche Förderung seiner Studien herleiten. 

Zur Wiedererötl'nang des Museums wurde die ganze 
botanische Abteilung einer gründlichen t^mordnung unterzogen 
und manches neu aufgestellt. Ks sei in dieser Hinsicht besonders 
auf den neubezogenen östlichen Wandschrank im Sammlungs- 
räum anfnM i ksani ^eu)acht, der n. a. Palmfrüchte, Koniferen- 
zapfen und Holzproben (darunter ein Sckränkchen mit 1340 
Stftcken) in grösserer Zusammenstellung enthält. 

Oberlehrer .1. Blum. 
Dr. W. JäQuicke. 

Mineralogische Sektion. 

Geschenke. 

Herr F. Ritter: Chalcedon von Münzenberg, Strengit von 
Vockenhausen, Spftrosiderit von Steinheim (3 St.), darunter 
eine Stufe mit deutlichen Krystallen (R.— ^'sR), Quarz von 
Dotzheim, Brauneisen nach Bitterspat von Hallgarten, 
durch Brauneisen vererzter Sericitschiefer von Bremthal, 
Epidot von Eppenhain, Roteisen nach Eisenkies von Brem- 
tJial, Halbopal aus Basalttuff von Gross-Buseck (Wetterau), 
Gangquarz mit Kalkspatbohlformen von Bremthal, Ziegel- 
erz und Malachit von Eppenhain. 

Herr Professor Dr. Streng: Roter Olivin, Plagioklas, Augit 
und Titaneisen in Blasenzttgen ans dem Anamesit von 
Londorf ((^berhessen). 



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— LXXII — 



Herr Heusler in Bockenlieim : 

Gipskrystalle aus pliocRiiem Thon von Bockenheim: >. P. 
>:i'-v..— P und eine staik korrodierte Fläche (V/aP^.?). 

Herr Dr. Ziegler: Baryt von Miinzenberg: ^p2. V^. ^P^. P^. 

Herr Borcherding in Vegesack : Zinnober, Malachit, Blei- 
glanz, Zinkblende, Kupferkies nebst qnarzitischen Gang- 
arten aus Califomien. 

Frau General v. Stttipnagel Exe: Markasitkonkretionen. 

Nachü'ag zum yorjährigen Bericht: 

Eisenkies ans Steinheimer Basalt, geschenkt von Herrn 

Oberlehrer Dr. Richters. 

Dr. Seh auf. 



Geologische und paliiontologische Sektion. 

Vor allem haben wir dem Danke An.<drnck zu geben, dass 
mehrere Teile unserer Sammlung durch die Bestimmung seitens 
der Gelehiten, welche speziell mit den betreffenden Objekten 
sich befassen, erhöhten Wert erlangt haben. Wir schulden 
solchen Dank Herrn Sektionsgeologen Dr. Bittner für Revision 
der Brachiopoden und Lamellibranchier von St. Cassian, Herrn 
W. Wolterstorff für die gelegentlich seiner Bearbeitung 
erfolgte Bestimmung der Froschreste von Weisenau, ans dem 
Landschneckenkalk von Flörsheim nnd der Niedenüder Schleuse, 
femer Herrn Prof. Dr. £. Koken f&r die bei Gelegenheit seiner 
Bearbeitung geschehene Bestimmung der Fisch-Otolithen, welche 
die Sektionäre dem JUuseum zugewendet haben. Diese Arbeit ist 
bald in der Zeitschrift der Deutschen geologischen Gesellschaft 
zu erwarten. Auch die Gastropoden von St. Cassian erfahren 
eine Be?ision bei Gelegenheit ihrer Bearbeitung durch Herrn 
Kustos £. Kittl in Wien; doch stehen dieselben noch aus. 
Auch ein Teil unserer Mosbacher Säugerknochen ist noch aus- 
wärts, in Berlin, zur Bearbeitung. Der Sektion zum Geschenk 
lief von Herru Dr. Bittner sein grosses Werk Qber die Brachio- 
poden der alpinen Trias ein. 

Unter den Schenkungen heben wir besonders hervor die 
von Parallelwftlsten und -Rinnen oberflächlich durchzogenen 
Sandsteinplatten von Olsbrücken, welche wir Herrn Phil. 



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— LXXIII — 



Holzmann durch Vermittelang der Herren Direktor Riede, 
Ingenieur Zimmermann nnd Steinmetzmeister Zeltinger 
verdanken. Von denselben erhielten "wir auch schöne Exemplare 
von Calamitenstämmen und einen Lepidosirotnts. 7a\ den wissen- 
schaftlich wertvollsten Geschenken gehdren die Poreiraien, 
welche Frau Radez auf Feistenberg in Unterkraio bei be- 
sonderen, Ton uns angeregten Grabungen gewonnen und uns 
zngesendet hat. ferner die von Herrn Dr. Moritz Wolff in 
Berlin ans zahlreichen Bohrlöchern der Umgegend von Hanan 
uns fiberlasseneu Proben, welche in mancher Beziehnng die 
Geologie unserer Landschaft aufklären. Eine reiche Sendung 
von Malino- nnd Csapla-Fossilien ist von unsenn korrespon- 
dierenden Hitgliede, Herrn Abteilungs-Ingenienr C. Branden- 
burg in Zombor (Ungarn), eingetroffen. 

Von ähnlichem Interesse wie die Wolff sehen Zuwen- 
dungen sind auch die der Herren Oberingenienr Wach und 
Bärgermeister Dr. Gebeschns in Höchst, Dr. G. Fischer 
in Nied nnd Emil Hensler in Bockenheim aus Bohrungen 
nnd Grabungen in der Umgegend von Höchst und Bocken- 
heim, ebenso die zum Teil auf unsere Anregung erfolgte 
Fortsetzung in den Bohrungen im Bohrloch N. im Stadtwald, 
wobei ein Basaltlager von .12 m Mächtigkeit mit Diamant 
durchbohrt wnrde und als unmittelbar Liegendes fossillose 
Sande und Thone erkannt wurden. Leider erreichte bisher die 
Bohrung noch nicht das fossilffthrende Untermiocän. Von all- 
gemeinem Interesse ist u. a. der letzte Bohrkem aus jener 
Basiiltdecke, tl« r. von Hn i n Stadtbauinspektor Fe in eis uns 
zugewendet, im Schrank liii allgemein geologische Erscheinungen 
ausgestellt ist. Besonderen Dank sprechen wir Ilt'rrn Bau- 
inspektor Fein ei. s ans für die Fürderung dieser äusserst in- 
struktiven Holii iinj!:. Kin hochinteressantes Objekt ist ferner die 
geflossene Steinlieiiner Anamesitlava mit Abdrücken von ver- 
kulikein Hol/, Von Herrn Dr. W. Schanf. Die Herstellung des 
Gegendruckes danken wir Herrn Franz Kitter. Hervorzu- 
heben ist ferner eine sehr s( luMie nnd vollständige Sammlung 
Von Taunusge.^teineu in giussMin Format von Herrn Ritter 
im Austausch i,'e2>n eine klniueie. welclie er dem Museum 
früher sclienkte. Vorderhand liat dii se Sammlung Aut:»lellung 
im Schrank, der die neuen Erwerbungen enthält, erfahren. 



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— LXXIV — 



Erfreuliche Bereicherungeii sind endlich die Original ien zu den 
Abhandlungen Dr. Osk. BaUtgers über das Tertiär von Bor- 
neo, Sumatra, Java und Nias. 

Im i'brigcn verweist-n wir auf die Aufzählung der Ge- 
schenke für liie genlnfrisciie und paläontologische Sektion an 
anderem Orte, und lieben nur noch eiuf^ erst kürzlieh der 
paläuntulugisclien Sauiuihing einverleibte 8uite von diluvialen 
Meeres-Konchylien von Uddevalla. ein Geschenk von den Herren 
Pi'of O. Torell und Dr. Kobelt hervor, feiner eine Suite von 
Petrefakten ans dem Dogger der Anden von Herrn Dr. Richters. 

Um für uns wünschenswerte, geologisch interessante Gegen- 
stände z\i erwerben, ijaben wir eine Anzahl schön gefalteter 
Taunusschiefer durchschneiden und anschleifen lassen; die 
letzteren sollen als Tauschobjekte dienen. Demselben Zwecke 
sollen auch die zabireichen fossilen Stamnistttcke ans dem Kot- 
liegenden dienen, die wir mit Ausnahme wenigei- besonders 
interessanter aus der Schausam nilang ausgeschieden haben. 

Gegensendnngen gegen früher an uns Abgetretenes können 
wir jetzt, wo wir so ziemlich wissen, was wir haben, und seitdem 
dasselbe in leidlicher Ordnung zu Übersehen ist, nach verschie- 
denen Seiten machen; yor allem an Henn Prof. A. Koch in 
Klausenburg, an die Vereine in BrOnn und Hermannstadt 
und an Herrn Dr. Pergens in Maestricht; die Sendung an 
Prof. Koch ist zur Zeit fast fertiggestellt. Auf Wunsch und 
zur Instruktion geht eine Sendung slavonisclier Fossilien bald 
an unser munifizentes korrespondierendes Mitglied Herrn C. 
Brandenburg ab. 

Zur Sektionftrsthätigkeit müssen wir noch die vorläufige 
Ordnung der durcheinandergewurfelten Vorräte ans dem Tertiär 
von Cassel, wie die Sortierung und Bestimmung des kttrzlich 
Yon Herrn Brandenburg uns von Malino und Osapla Zuge- 
sandten etc. etc. rechnen. 

Die Aufzählung der im Maseum niedergelegten Tertiär- 
fioren können wir nun, nachdem solche aus den verschiedensten 
Örtlichkeiten nach den neuen Räumen gebracht sind, wesent- 
lich ergänzen; unerwähnt blieben im letzten Sektionsberichte 
die pflanzlichen Fossilien vom Himmelberg bei Fulda, von Elm, 
Whstensachieii, BischoltVheim und Lieblos in der Rhön, von 
iiabeuscheid und Westerburg im Westerwald, von ivott bei 



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— LXXV — 



Bonn, von I'engaron ( Boineo), von Dux, Bilin und Schelleiiken 
in Nordböhmen, von Oeningen und Tägerweilen, den schwclel- 
tülirenden Siliiditen Siciliens. vom Zsillytlml i^ieltenbiu fren) 
und kleinere Suitm von Japan. Bei dies;er l luMlülirung zum 
Teil aus Ki^t^n und KisteUeu zeigte Mch. dass diese Fossilien 
zu einem gros.sen Teil unbestimmt sind. Wir möchten dea 
W nnsrh ausspreclien, resp. den Antmj^ stellen, dass die Klar- 
legang dieses Teiles unserer Sammlung in nächster Zeit einem 
erfahrenen Pliyt ipaläontologen übertragen werde. Wenn sich 
dessen Thätigkeit auch nur auf unseren Vorrat ao pflaozlichen 
Fossilien des Mainzerbeckens beschränkte, so wäre es doch 
schon eine ziemlidi u!nfiuiq:reiche Arbeit; speziell heben wir 
hervor, dass die Flora des Frankfurter Winterhafens noch nicht 
vollständig und nicht sicher bestimmt ist Bei der Schwierigkeit 
des Gegenstandes möchten wir unsere Bestimmungen nicht in 
allen Fällen als ausreichende bezeichnen. 

Einen wichtigen Anfschlass lieferte der Kanal der Druck- 
laftleitnng in Offenbach a. IT., insofern als die Schichten des 
oberen Meeressandes mit Chenojms nnd Corlmlomya ziemlich 
fossilreieh in sandig- thonigem Lager aufgedeckt wurden — 
ein weiterer Beweis des völligen Zusammenhanges des heutigen 
Untermainthales mit Rheinhessen zur Hitteloligocftnzeit. 

Zum Schlnss gedenken wir noch der im Museum gemachten 
Entdeckung von Floren aus den Bommersheimer und Gonzen- 
heimer Kohlen werken — ein Geschenk des Herrn Bansa — ; sie 
ermöglichen es nun. die stratigraphischen Verhältnisse dieser 
Gegend sicher festzustellen. Eine Entdeckung dttrfen wir es 
auch nennen^ dass Herr Dr. med. Adolph Schmidt obenan 
steht nnter denjenigen, die fUr die paläontologische Sammlung 
in ausgiebigster Weise gesammelt haben; es stammen von ihm 
reiche Suiten ans dem Dogger und Malm der Normandie und 
dem Eocän von CSourtagnon, Grignon und Montmartre. 

22. Mai 1891. 

L V. Dr. F. Kinkelin, 

Dr. 0. Boeltger. 



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— LXXVI — 



B. ProtokoU-Auszüse. 

Samstag, den 25, Oktober 1890. 

Vorsitzender: Herr Oberlehrer Dr. Richters. 

Xach Begrüssnng der Versammlung gedachte der Vor- 
sitzende des am 12. Oktober erfolgten Ä Illebens des Herrn 
Oberstlieutenants S a u 1 m ft 1 1 er und schildert in warmen Worten 
dessen her?orragen<1e Verdienste nm die Gesellschaft durch 
seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiete der 
Schmetterlingskunde sowohl, wie durch seine Arbeiten als Sek- 
tion&r und sein reges Interesse für alle Gesellschaftsangelegen- 
heiten. Die Versammlung erhebt sich zu Ehren des Dahinge- 
gangenen von ihren Sitzen. 

Herr Dr. Richters teilt weiterhin mit, dass die Gesell- 
schaft in diesem Winter allmonatlich neben den wissenschaftlichen 
Sitzungen gemeinverständliche Vorträge mit. freiem Zutritt für 
Jedermann veranstalten werde. 

Den angekündigten Vortrag h&lt Herr Dr. Jean Valentin: 
«Bericht über seine Beise in das Karabaghgebirge 
und das Araxesthal.* (Siehe diesen Bericht S. Iö9). 



Samstag, den November 1N1M>. 

Vorsitzender: Herr Dr. Richters. 

Herr Professor Dr. Hermann v. Meyer hat zum Thema 
seines heutigen Vortrages „Das Knochengerüste der 
Säugetiere vom mechanischen Staudpunkte aus 
betrachtet." 

Der Grundtypus des Tierleibes ist gegeben durch ein 
schlaiichfui iiiieres Gebilde, welches als ge.-^taltgfcliciHle Leil>es\\ aml 
die Eingeweide iiiii?;chliesst. Indem diese schlaurli(r»riiiige Leibes- 
waiid aus Muskelsiilistanz jj:e))iMet ist, kann sif (liiiclj ihre 
( 'Ontractionen eitu sieils die Fiuiktiuiu-n der l^iiigcweide in mehr- 
facher Weise niilcr>t iitzen, anderenteils tnr die Ortsbewegung 
des Tieres verwendet werdeu. Tierkorper, welche iu dieser 



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— LXXVII — 



einfachen Weise gebildet sind, kunnen wegen ihrer Weichheit, 
namentlich wenn es Landtiere sind, niemals eine beträchtliche 
Grösse haben und ebensowenig eine ausgiebige Ortsbewegung. 
Grössere Tierleiber mit ausgiebigerer Ortsbewegung finden die 
Möglichkeit lii; es Bestehens erst (ladincli. dass ilire Leibeswund 
durch eingelagerte Knochengebilde <(esiützt wird, imd dass sich 
an «lerselben Extremitätf n herausbilden, welche ebenfalls durch 
Knoclien gesHUzt sind Wenn auch die Kinu lien nur sekundäre 
Kinlagt^rnn^ren in die Muskelniasse sind, so gewinnt-n sie doch 
in dem Aufbau des lühpeis und in dessen Meclianismen ein 
solches rb< ! t^ewicht. dass sie in ihrer Zusammenfiifrnno: zn dem 
ganzen Skelet die änssere (it^stalt des Kr.ri)eis vorzugsweise 
bestimmen und durcli die Art ihrer Verbindung massgebend für 
die Wirkungsweise der Muskulatur werden. — Abgesehen von 
den Vögeln, in deren Bau ganz eigenartige Grundsätze nieder- 
gelegt sind, ist der vollendete Skeletbau bei den Maramalien 
zu ünden. indem bei diesen nicht nur das Rumpfskelet, sondern 
auch die Extremitäten in statischer Beziehung sehr vollkommen 
ausgebildet sind, so dass der Rumpf auf den vier Extremitäten 
freischwebend getragen werden kann. Hierfür vor allem ist 
es notwendig, dass der Rumpf in sich so gebaut sei, dass er 
ein in sich geschlossenes festes Ganzes ist, welches durch Unter- 
stützung in seinem vorderen und in seinem hinteren Teil ohne 
Nachteil für die Integrität seines Baues frei getragen werden 
kann. Die Grundlage für einen solchen Aufbau s Rumpfes 
ist die Wirbelsäule, welche in die drei Haoptteile Hals-, Rumpf- 
und Schwanzwirbelsänle zerfällt, von welchen die Rumpfwirbel- 
s&nle in statischer Beziehung die wichtigste ist, indem sie, in 
Gestalt eines Gewölbbogens angeordnet, imstande ist, eine 
gewisse Belastung zu tragen. Indessen ist die Wirbelsäule nicht 
einem starren architektonischen Gewölbe zu vergleichen, denn 
sie ist in ihrer Zusammensetzung aus emzelnen Wirbeln mit 
zwischengef&gten zähen Scheiben mehr einem elastischen Stab 
Tergleichbar, dessen Gewölbespannnng nur durch ein soge- 
nanntes Streckband erhalten werden kann. Als solches wirkt 
eine zusammengesetzte Bildung an der Bauchseite, welche in- 
direkt mit der Wirbelsäule verbunden ist. Das vordere Ende 
der Bnmpfwirbelsäule ist nämlich durch das erste Rippenpaar 
bezeichnet und das hintere durch das Becken, beide sind mit 



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- Lxxvm — 



der Wirbelsäule fest verbniideu. Auf der Bauchseite ist dann 
das erste Eippenpaar fest mit dem vorderen Ende des Brust- 
beines veiixmden, und von dem hinteren Entlo des Hrnstbeins 
geht der sehr starke pferade Bauchmuskcl zu dem unteren Teil 
des l^eckens, dem Schani Viein. Brustbein und f^eiader Bauch- 
mnskel bilden also das Streckband, welches den (Tewölbebogen 
der Wirbelsäule nach dem Prinzii» des Rowstring-Gewölbes 
nicht nur nnterlialten, sondern auch durdi die Thätigkeit des 
geraden Bauchmuskels dem (Trad der Belastung anpassen kann. 

Der ( iew(dl)ebof;;en der Rumpfwirbelsäule wird von oben her 
durch Kopf und Hals Ixdastet, welclie dnich das starke elastische 
Streckband an die Dornfortsütze der Unmpfwirbelsäule ange- 
hängt sind. Dieses Band, indem es durch seinen elastischen 
Zug den Winkel zwischen Hals- und Rumpfwirbelsäule einge- 
knickt erhält, trägt aber auch zu gleicher Zeit zur firlialtnng 
des Gewölbebogens der Rumpfwirbelsäule bei. 

Von unten her wird der Gewölbebogen durch die Einge- 
weide belastet, und hierfür wirkt nicht nar die Aufhängung 
derselben an die Wirbelsäule, sondern namentlich auch die 
Bildung des Brustkorbes durch die Rippen, welche einerseits 
so an die Wirbelsäule befestigt sind, dass sie eine H( lastung 
sicher auf diese Obertragen kdnnen und andrerseits durch ihre 
direkte, beziehungsweise indirekte Verbindung mit dem Brust- 
bein an diesem einen Stützpunkt finden und dadurch die 0e- 
wölbebildung der Wirbelsäule unterhalten helfen. Höher ge- 
stellte Tiere haben In Folge der Belastung einen grösseren 
Durchmesser des Brustkorbs in senkrechter Richtung und daher 
flachere Bippenbogen, während niedrigere Tiere, welche yiel 
mit dem Bauch auf dem Boden liegen, einen rundlichen Quer- 
schnitt des Brustkorbs zeigen. Die schwerfälligen Herbivoren 
(Elephant, Rind) haben eine fast die ganze Seitenfläche des 
Rumpfes einnehmende Rippenwand, welche die starke Belastung 
durch die Eingeweide aufnehmen kann ; die beweglichen Oami- 
Yoren haben dagegen eine kurze Kippenwand. Die Sttttzang 
des Rumpfes durch die Extremitäten geschieht direkt nur durch 
die hinteren Extremitäten, welche in das Becken eingefügt sind; 
die vorderen Extremitäten dagegen liegen mit dem Schulter- 
blatt frei in der Muskulatur, und der vordere Teil des Rumpfes 
häugt daher nur durch Muskeln an der vorderen Extremität. 



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— LXXJX — 



Wo ein Si liliisselbein vürhauden ist. kann auch dieses nicht als 
eigentliche kniU liernp Verbindung der Extremität mit dem Rumpf 
angesehen werden, denn es leistet hei kh ttprnden. "grabenden 
und si hwiiiiTneTiden Tieren nur With rstaiid gegen den Gegen- 
diuck des Meiiiiinis. an wehht-s dabei Anslützung stattfindet. 
Beide Exlremitäteii sind bis zu den Füssen in Bezug auf hinten 
und vorn symmetrisch angeordnet und können daher vereint in 
bikniiKitorischer Beziehung ohiu' Stiining ihres stAtisehen Wertes 
günstig wirken: die Füsse dagegen sind ihrer lokomotorischen 
Bedeutung entsprechend ohne Störung ihres statischen Wertes 
homolog angeordnet. 

Die vordere Extremität kann nur dadurch lokomotorisch 
wirken, dass der Rumpf durch die grossen Muskeln, serratns, 
pectoralis, latissimus dorsi, an sie hingezogen wird. 

Die hintere Extremität wirkt durch Stoss znnärhst auf 
das Becken und dieses anf die WirbelsHitle. Der bogenförmige 
Stoss, weblien die hintere Extremität in der Bewegung aus- 
führt, beziehungsweise der {icgendruck des Bodens im ruhigen 
Stehen, zerfällt in dem Hi'iftbein, welches denselben aufnimmt, 
in eine senkrechte (statische) und eine horizontale (lokomotorische) 
Componente. 

Bei schwerläUigen Tieren ist unSinn der statischen Com- 
ponente das Httftbein senkrechter gestellt, hei flüchtigen dagegen 
im Sinne der horizontalen wagrechter. Dasselbe zeigt sich anch 
bei grabenden, welche mit grosser Kraft ihrer hinteren Extremi- 
täten arbeiten (Maulwurf) und bei diesen ist sogar auch wohl 
die Verbindung des Beckens mit der Wirbelsäule noch dadurch 
verstärkt, dass nicht nur das Httftbein, sondern auch das Sitz- 
bein an die Wii*beUäule angeheftet ist (Dasypus), — 

Sodann legt Herr E. Harter t eine Anzahl Neuheiten 
und Seltenheiten aus der Vogelsammlnng des 
Museums vor und bespricht dieselben. Zunächst macht er 
aufmerksam auf Stflnia hfycns RUpp., die fast in allen Samm- 
lungen fehlt und auch im Katalog des Britischen Museums nicht 
genannt ist 

Barauf zeigt er einige der von ihm beschriebenen neaen Arten 
vor: Craieropm lamtus nov. spec. angeblich ans Indien, vielleicht 
aber ans Afrika, Katalog der Vogelsammlung S. 20: Mahtcins 
capistrata pailüla nov. subsp., die uordweslindische and grössere 



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— LXXX — 



Bepräsentationsform der mehr östlichen eigenüichen M. eapisirata, 
deren Verschiedenheiten auseinander gesetzt werden; Jole 
schmackeri Hart, in 2 schönen Exemplaren von unserem korre- 
spondierenden Mitglied Herrn Schmacker in Hongkong mit 
anderen wohlpräparierten Bälgen von Mindoro, einer der Philip« 
pinen, Kom Tausch eingesandt. Beschreibung und Merkmale 
8. in Journ. f. Omith. 1890. S. 155 u. Kat. d. Vogels. S. 34. 
Oioeoris Iterlepschi Hart., eine wunderbare Ohrenlercbe aus 
Kafternland, in nur einem Kxem])lar und ( teilen fd nipprlii Hart.. 
2 Stück aus den Bergen von Siemen in Abessynien, bislu i ii i luiii- 
licb mit \ ersdiiedenen anderen Haubenlerclien verwecliselt, erstere 
zu Klirpii des korrespondierenden Mitgliedes, Freiherrn Hans v. 
Berlepsch, letztere zum Andenken an Dr. Ed. Ivüiipell beiiaiint. 

Melirere Arten der interessanten (iattmig MnkuHUi i Baili- 
stelze). die Hprr Hai'tert im Brahinaimtiatlial bei Sadi.va und 
in den Patkaibergen erbeutet und v«ni denen er einige zur 
Vervollständigung der Sammlung geschr-nkt hat (vgl. Kat. S, l" 
U, 44) wnnlin mit anderen wandt'-n verglidien und ihre 
Wanderungen besproilif-n. Einige intert'.-sante Karbenvarietäten 
von Lerchen (Ahuiffa nm ns/s-}, eine stattlii lie Keilie von Bastarden 
ans der Familie der Kringilliden, meist von Kanarienvögeln mit 
deutschen Finkenarten erzeugt, wurden vorgezeigt, ein Bastard 
von Corrffs rnronc und C. cornix vorgelegt und der eigentümlichen 
Verbreitung dieser Krälienarten, sowie ihrer häufigen Verbastar- 
dierung gedacht. 

Von anderen Seltenheiten wurden u. a. noch Chaunoproctiis 
ferreirostrifi Vig., Typen von Frluyilla papa Kittlitz von Bonin- 
sina und andere wertvolle Stücke von den Reisen des Baron 
Kittlitz von den Carolinen und der Bonin-Gruppe. Tumagra 
erfTssi/osfn's Gm. aus Neuseeland, Bycanistes albotibialis Gab. 
et Beleben, aus Kamerun, vor kurzem vom Berliner Museum 
eingetauscht, und Swnrnius tniniro:<trls, im September unweit 
Marburg geschossen und fILr die Loludsammlung angekauft» vor- 
gelegt und besprochen. 

Samstag» den :^0. Dezember 1890. 

Vorsitzender: Herr Dr. Richters. 
HeiT Dr. Jean Valentin berichtet über seine Reise 
von Tiflis durch Adscharien nach Batum und die 



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- LXXXX - 

Rückreise über Konstantinopel uacb Frankfurt. 
(Siehe diesen Bericht S. 159V 

Herr Dr. W. Jännicke luaclit liiciauf einige Mitteilungen 
über Cycadeen wesentlich dadurcli angeregt, dass mi Z«il ein 
schönes Kx* mi lar von f)fCfis rcrnhila sich im Palmengarten in 
Blüte betindet. i *ie Mitteilungen beticiit ii den inürphologischen 
Aufbau sowie die BllUen- und Befrui-litungsverhältnisse der 
Cjcadeen und werden ausser durch veisrhiedHiip Tafclwerke noch 
durch einige lebende ( Vcadeenexeniplare aus dem botanis(dien 
(jarteu sowie eiuige Fruchtblätter der oben erwähn teu Päanze 
unterstützt 

Samstaf, den 17. Januar 1891. 

Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Noll. 

Der Vorsitzende begriisst die zahlreich erseiiienencii Mit- 
gliedri zur ersten wissensrhaftliclien Sitzung im neuen Jaliri' 
und >[i!ic]it die Hotliiung aus, dass auch das Jahr ISDl ein 
segensreiches flir die Gesellsclmft werden und dass diese weiter- 
hin der Teilnahme zahlreiclier Kieunde sich erfreuen möge. 

Es ist eine reiche Kollektion von Tieren aus ver- 
schiedenen Klassen aufgestellt in Weingeistpräparaten — , 
welche Herr Dr. Ad. Strubeil auf seiner Reise nach dem 
nialayischen Archipel selbst gesammelt und der Gesellschaft 
zum Geschenke gemacht hat. Es wird darüber noch genauer 
berichtet werden ; einstweilen aber spricht der Vorsitzende 
Herrn Dr. Strubeil für die reiche (iabe den wärmsten Dank 
der Gesellschaft aus. 

Der Vorsitzende erteilt nunmehr demselben das Wort zu 
seinem, durcli zahlreiche Photographien veranschaulichten Vor^ 
trag Uber West-Java. (Siehe diesen Bericht S. 3). 

Samstag, den '^U Febrnar 1891. 

Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Noll. 

Über die aufgestellten, yon Hei-m Konsul Dr. 0. Ft. 
von Moelieodorff in Manila geschenkten Reptilien und 
Batraebier berichtet Herr Dr. 0. Boettger u. a.: Das Hanpt- 
interesae von den vielen sehönen und seltenen Formen nimmt 
das grosse, prachtvoll konservierte Spiritusexemplar der weich- 
häutigen, dreizehigen, rüsseltragenden Sttsswasserschildkröte 

6 



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— LXXXII — 



Pclochclys m AnspTUcb. Die arsprfingiicb von Pinang be- 
scliriebene Art P. eanton's Gray wurde später im Ganges, dann 
in Burma und zuletzt auf Borneo aufgefunden. Für die auf 
den Philippinen lebende, hier vorliegende Form, von der ein 
erwachsenes, ausgestopftes Stfick und ein junges Spiritus- 
ezemplar im British Museum in London liegen, wurde der Name 
P. eitmingi Gi*ay gegeben; aber Bonlenger hat dieselbe für 
identisch mit der westlicher lebenden Art erklärt. 

Ende vorigen Jahres ist nun in Fu^tschau, S. China, eine 
zweite anseheinend gut unterschiedene Art dieser Gattung ge* 
funden und von Strauch als P. poljakom beschrieben worden. 

Dieser Fund lässt es wichtig erscheinen, die Frage noch- 
mals zu untersuchen, ob nicht doch vielleicht die Philippinen- 
form von den beiden anderen spezifisch verschieden ist, ins- 
besondere da ein Schädel derselben, an dem sich die Unterschiede 
am leichtesten ergeben würden, unseres Wissens noch niemals 
untersucht und abgebildet worden ist. Unter diesen Umständen 
wäre es von besonderem Interesse, Herrn von Moellendorff zu 
veranlassen, uns auch nodi den Schädel der philippinischen Form 
zugehen zu lassen, der diese ffir die geographische Verbreitung der 
Schildkröten wichtige Frage leicht und sicher entscheiden Hesse. 

Die Gruppe der Trionychiden, zu der Pelochrlijiy geliört. 
hat das besondere Interesse, dass die Lungen nicht ihre einzigen 
Atem Werkzeuge sind. Vielmehr ist die muköse Meinbrau des 
Pharynx diclit besetzt mit fadenförmigen Anhängen, die, durch 
reichliche BhUzufuhr gescliw eilt, die Funktion innerer Kiemen, 
analüg denen der Batrachierlarveii, aui^eiittnimeu haben i^vergl. 
Amer. Naturalist Bd. 20, 1886 pag. 233 236). 

Hierauf hielt Herr Dr. S c h a u f den angekündigten 
Vortrag „i bei- die St ein he im er Basalidecke, sowie 
über die Beziehungen zwischen alt- und jung- 
vulkanischen Gesteinen." Redner be.-M ijreibt die Architek- 
tonik des zwiMheii (iruss-Sti'iiihrim. Ditteslieirn und Lämmer- 
spiel aui^ge1lreiletell Basaltlau' i - und hebt iih^besondere hervor, 
dass iiber den Säulenbasalten unregelmässig oder plattig ab- 
gesonderte Massen auftreten, welche die Vermutun«; aufkommen 
lassen, dass sich über den Lavastrom, dem die Säulen angehören, 
ein zAveiter Strom ergossen habe: genauere Betrachtung zeigt 
aber, dass beide Lagen demselben Erguss angehüren. Sodann 



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— Lxxxm — 



werden zwei Tvpeu von Vesuvlaveu, die Schollenlava und 
Fladenlava, genauer beschrieben und deren Entstehungsursachen 
angedeutet. Die Steiubeimer Basalte sind Erstarrungsi>rodukte 
der zweiten Lavaform, wie aus der Beschaffenheit der Unter- 
fl&che der Decke, wo sie auf dem Liegenden aufrubt, deutlich 
hervorgeht; auch Abdrücke tertiärer Hölzer im Basalt bei 
Dittesbeim, weicher über Pliocänsand mit eingelagerten Holz- 
stficken strimite. deuten auf die der Fladenlava eigentümliche 
plastische Beschaffenheit. An Pbotogrammen mikroskopischer 
Präparate zeigt Redner, dass die petrographische Beschaffenheit 
4er scbneller erstarrten tiefsten Lagen von deijenigen der Hanpt- 
nasse Tellig abweicht und einen ganz andern Gesteinstypus 
repräsentiert. Zur Bestimmung der Stelleu, an welchen der 
Basalt zum Durchbruch gelangt ist, liegen keine Anhaltspunkte 
vor. [Jnregelm&ssig abgesonderte Partien mitten zwischen den 
Säulen, welche anscheinend das Ansehen yon Eruptionsspalten 
haben, sind irrtflmlich für solche gehalten worden, was daraus 
heryorgeht, dass das Liegende des Säulenbasaltes Pbilippsi'ube 
gegenüber, ein Thonlager mit Holzstäcken, welche durch die 
Hitze der Lava zu Holzkohle umgewandelt worden sind, un- 
gestört unter den gangartigen Partien weiterzieht; letztere 
dürften als Teile der Stimlava anzusehen sein, welche von 
durehbrerhender, nachdrängender Lava umschlossen wurden. 
Unter dem Thon liegt noch eine Basaltdecke von anscheinend 
geringer Mächtigkeit. Nach der Beschreibung der „Blasenzttge'', 
eigentfimlicher zylindiischer, poröser Gebilde in normalem Ba- 
salt, deren Entstehung auf emporsteigende Lavagase zurttckzu- 
ffthren Ist, erwähnt der Vortragende noch, dass neuerdings von 
Brauns in Marburg am Diabas von Qnotshansen ähnliche Ober- 
flächenformen wie die an der Vesuvlava auftretenden beob- 
achtet worden sind, woraus der Schluss zu ziehen ist, dass 
die altvulkanischen Diabase und Melapli\ le ebenso als Erguss- 
gesteiue anzusehen sind, wie die tertiären und rezenten Basalte. 

Samstag, den 21. März 189L 

Vorsitzender: Herr Prüf. Dr. Noll. 
Das Tliema für die heutige Sitzung, von Pfeiin Direktor 
Dr. W. Kaacke behandelt, lautet: „Mpcliaiiisch-ni ft]-pho- 

logische Begrändung der Abstammungslehre/ Vor- 

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— LXXXIV — 

tragender kritisiert die bisherigen entwickelnngsgeschichtlichen 
Theorien, die alle auf brauchbaren, aber in einseitiger Weise 
in den Vordergrund gestellten Ideen beruhen. Indem er die 
letzteren benntst und dnrch neue yenuehrt, gelangt er zur 
Aufstellung einer einheitlichen mechanisch-morphologischen Ent- 
wickeluDgstbeorie, die alle zoologischen Thatsachen, vom Bau der 
Zellen an bis zur geographischen Verbreitung der Tiere, gleich- 
mässig berttcksichtigt. An der Hand von Modellen, welche den 
elementaren Aufbau der Zellen yeranscbaulichen, erläutert er das 
Wesen der Erblichkeit und erklärt insbesondere auch die erbliche 
Übertragung erworbener Eigenschaften, deren Annahme unent- 
behrlich ist — Eine eingebende Darstellung und Begründung 
seiner Lehre wird Vortragender in seiner später erscheinenden 
„Schöpfung der Tierwelt* geben. 



C. Nekrologe. 

Oberstlientenant a. B. Hax SaalmUller. 

Am 12. Oktober 1800 starb nach kurzem Krankenlager zn 
Bockenheim bei Frankfurt am Main der Kuuiglicli Preussische 
Oberstlieutenant a, T). Max SaalmiUler, einer der hervor- 
ragendsten Lepnioiiterologen der Neuzeit und eines der thätipfsten 
Mitglieder der Senckenberfrisclien uaturtorsdieuden (Tesellscliaft. 

Max Saalmüller war geboren am 2H. Xuvemljer 1832 
zu Römliild im Herzogtum Sachsen - Meiuiugen. Kr besnrltte 
die Realschule in Meiningen, trat aber, seiner inneren Neigung 
für den .Militärstand folt^end. bereits 1851, nach Erledigung 
mancherlei Seliwierijifkeiten als Niclit-Preusse, in die Küniglich 
Preussische Armee ein und z\s ar als Fi eiwilliger bei der Artillerie, 
der "Waffengattung, die seinem wissenschaftlichen Streben am 
meisten zusagte. Am 20. Oktober 1853 wurde er Lieutenant. 
Im Jahre 1861 stand Saalmüller als Premierlieutenant in 
Frankfurt am Main bei einer preussischen Artillerie-Abteilung, 
die zur Bundesbesatzung Frankfurt gehörte. 1863 wurde er nach 
Luxemburg versetzt, das damals noch preussische Besatzung 
hatte, und woselbst er bis zum Abmarsch derselben am 1 Ok- 
tober 1864 verblieb. Seine spätere Garnison war Saarlouis. 
1866 nahm er an dem Feldzuge gegen Oesterreich teil und zwar 



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— LXXXV - 



in Böhmen. Nach dem Fiiedensschliiss nach Hannover versetzt, 
linden wir ihn 1870 als Hauptmann und Chef der 3. reitenden 
Batterie in der 4. Klieinischen Artillerie-Brigrade. Was er im 
deut^ch-franzosisdien Kriege 1870—71 als tii(liii?er einsichts- 
vollei" Aitillerie- Offizier leistete, ist aus tiiier Sthrift „Die 
Sclilacht bei Kpaunn \n Rolande am 28. Xttveinher 1H70 von 
Maior von Seliertr zu ersehen. Dort heisat es juig. 2B: ^Die 
dritt»' reitende Batterie illaui'tmann SaalmUller}, in slVilicher 
Richtung verblieVten. war sein- bahl mit ans Slidosten gegen die 
Höhe Vordringendel- feiiitliicher Infanterie ins Geteclit gekommen 
und hatte auf 8<R) Selnitt die (b-n Fi^silierkompagnien No. 57 
nachdringenden dichten feindlichen Haufen durch ihr glückliches 
Feuer abgewiesen, dieselben in der Richtung anf Ormetrou 
durch Granaten verfolgend** und pag. 29: _der anfanglichen 
Zurückhaltung des Feindes an dieser Stelle war bald ein um 
so hartnäckigeres Bestrehen gefolgt, coüte que coüte, die Stel- 
lung von Beanne zu nehmen. Die Anläufe wiederholten sich in 
kürzesten Pausen und drangen trotz der — wie wir sehen 
werden — ausgiebigen Unterstützung der Batterie Saalmülier, 
mehr als einmal selbst bis in das wirksamste (Tewehrfeuer vor, 
ohne jedoch auch hier, wie auf der Ostfront der Stadt, der 
ruhigen und sicheren Vertheidigung gegenüber nnr einen Fuss 
breit Terrain gewinnen zu können Für dies ausgezeichnete 
und für das Gewinnen der Schlacht höchst ffirderliche Verhalten 
erhielt SaalmQller das Eiserne Kreuz I. Klasse, nachdem er 
schon vorher für sein thatkräftiges Eingreifen bei anderer Ge- 
legenheit die II. Klasse erhalten hatte. Sein angestammter 
Landesherr verlieh ihm das Ritterkreuz I. Klasse des Sächsisch 
Emestinischen Hausordens mit Schwertern. Später erhielt er 
noch den Preussischen Roten Adler-Orden 4. Klasse. 

Nach dem Friedensschlnss stand Saalm&ller, inzwischen 
zum Major befördert, zum zweiten Male in Hannover in Garnison 
und blieb dort bis zu seiner Versetzung als Abteilungs-Com- 
mandeur im Feld- Artillerie-Regiment No. 15 nach Strassbnrg. 
Schon bei seiner ersten Anwesenheit in Frankfurt hatte Saal- 
mftller diese Stadt mit ihrem hervorragenden wissenschaftlichen 
Streben lieb gewonnen, und als er dann im Mai 1877 seinen 
erbetenen Abschied als Oberstlientenant erhielt, veranlasst durch 
seinen infolge der Kriegsstrapazen nervösen Gesundheitszustand, 



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LXXXVI - 



schlug er seinen daneniden Wohüsita iii Frankfurt auf, bis er 
in Bockenheim sich ein Hans baute mit daranstos.sendem Garten, 
in dem er ungestört seinen uaturwissenscbafUiclieii Stadien 
leben konnte. 

St'it 18G1, um welche Zeit auch ich in meiner Vaters^tadt 
Frankfurt in Garnison stand, war ich mit Saalmüller in enger 
Freundschaft verbunden und erfuhr deshalb mancherlei von dem 
Lebenslaufe meines Freundes. Schon auf der Healschule zeigte 
sich das Interesse Saalmüller's au Naturwissen schaften, indem 
er eifrig die in Meinin^en vorkommenden Insekten sammelte. 
Seine erste wissenschaftliche Arbeit fällt bereits in das Jahr 
18Ö1; er lieferte zu der Arbeit von Ludwig Bechstein: „Der 
Heerwarm, sein Erscheinen, seine Naturgeschichte und seine 
Poesie. Xilrnberg, Korn IBnl"*, welches Werkchen der Ver- 
sammlung deatsclier Naturforscher im September 1851 zu Gotha 
zugeeignet war, eine Tafel mit Abbildungen nach der Natur. 
Hier sagt Bechstein p. VI: „Diese Abbildungen zeichnete mit 
dankenswerter Genauigkeit Herr M. SäalmfiUer, dn fleissiger 
und talentvoller, der höheren Kriegswissenschaft sich widmender 
Zögling der Herzoglichen Realschule in Meiningen/ 

Während seiner aktiven Militär -Dienstzeit konnte sich 
Saalmäller nicht in dem Masse seinen Lieblingen, den 
Schmetterlingen, widmen, wie er es vielleicht gern mochte; nur 
gelegentlich und in einzelnen freien Stunden war er sammelnd 
thätig, und nach einer Notiz in der Stettiner Entomologischen 
Zeitung 1881, p. 218 fing er (wie er mir selbst sagte, bei 
aufgefahrener Batterie) am 5. Mai 1871 in Villars en Azois bei 
Chaumont (Haute Marne) die schone neue Oecophora sekmidi. 
In einem Briefe d. d. Hannover 8. November 1872 schrieb er 
mir: ^Jn dem verfiossenen Feldzag habe ich entsetzlich viel Glftck 
gehabt, da ich in 39 Gefechten, die Ich mitgemacht, nicht einmal 
ernstlich verwandet wurde und stets bei der Batterie war. 
Überall, wo ich hinkam, gab es Gefecht, so dass es bereits sprich- 
wörtlich geworden war. Nie habe ich dabei nnsere Lieblings- 
beschäftigung vergessen, und wenn im tollsten Kugelregen sich 
irgend eine T/)im zeigte {idi be.^chiiflige niicli fast nur mit ^Mici o), 
so wurde sie in das stets vorhandene Fang^^liisdien gebracht.'^ 

Saal Hill Her hatte das <;iiick in seinen verschiedeneu Gai- 
nisoüen stets mit hervorragenden Naturforschern verkehren zu 



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— LXXXVU — 



können, die seiu Streben immei* wieder von aeaem anlachten 
und nie erkalten liesseu. 

Von 1861—63 fand Saalmtiller in Frankfurt an meinem 
rei-storbenen Vater, Senator Dr. von Heyden, einen der besten 
Kenner der Kleinschmetterlinge, nnd diese wurden seitdem auch 
seine Lieblinge. In dem Verein für naturwissenschaftliche Unter- 
haltung in Frankfurt fand er in wöchentlichen Zusammenkünften 
Gelegenheit auch milden Lepidopterologen Anton Schmid und 
Mühlig bekannt zu werden und auf gemeinsamen Ezcorsionen die 
Vorkommnisse der weiteren Fauna von Frankfurt kennen zu lernen. 

Später in Luxemburg stand er in eifrigem Verkehr mit 
dem bekannten Lepidopterologeu Du treu x und in Hannover 
mit Glitz. Wie weit sein Streben ging, sich auch allgemeine 
zoologische Kenntnisse zu erwerben, geht daraus hervor, dass er 
als 4(]|jähriger Mann, während er in Strassbnrg in Garnison stand, 
regelm&ssig den zoologischen Vorti-ägen des Professors GOtte 
an der üniversit&t beiwohnte; seine mir vorliegenden Kollegien- 
hefte mit Zeichnungen beweisen, wie eifrig er den Kursen folgte. 

Während seines ersten Aufenthaltes in Frankfurt war Saal- 
müller sehr flefssig beschäftigt, mit mir, der ich schon damals 
Sektionär für Entomologie war, die Schmetterlingssammfung der 
Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft neu zu ordnen 
nnd zu konservieren. Bei seinem Weggange wurde er am 16. Mai 
1863 zum korrespondierenden Mitglied ernannt und bei seinem 
zweiten Frankfurter Aufenthalt trat er am 21. Dezember 1877 
als arbeitendes Mitglied wieder in die Gesellschaft und übernahm 
nnn selbstständig die Sektion der Schmetterlinge. Hier zeigte sich 
seine grosse Kenntnis dieser Insektenordnung, und mit der ihm 
eigenen minutiösen Sicherheit und Gewissenhaftigkeit ordnete er 
das vorhandene nnd sichtete er das neu eintreffende Material. Als 
gegen das Jahr 1877 durch die Herren Ebenau nnd Stumpff 
bei dem Senckenbcrgi-sehen Mnsenni grosse Insekten-Sendungen 
aus Madagascar anlangten, erkannte Saalmüller sofort das 
besondere Interesse, das diese grosse Insel in zoologischer Be- 
ziehung bietet, und als sieh die Zusendungen mehrten und er 
sich in die fHuiii>tischen EigenttuiiliLhktitt ii nielir hineinarbeiten 
konnte, reifte iu ilun (ier Gedanke, eine Zu>iinimeustellung der 
Schmetterlinge von ^I.i lairascar zu geben. Unter der Ägide der 
Senckenbergischen naturtor»chenden Gesellschaft erschien 1884 



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LXXXVIII — 



der erste Band des Prachtwerkes der Lepidopteren Madagascarsrait 
sieben vortrefflich ausgeführten chromolithogi-apliischen Tafeln, 
Abbildungen zumeist neuer Arten enthaltend. .Saalmüller war an 
der Herausgabe des zweiten und letzten Bandes unausgesetzt thätig, 
als er nach kurzem Kranksein einer Lungenentzündung erlag. Um 
das schöne Werk nicht unvollendet zu lassen, gab ich demselben, 
an Händen der nachgelassenen Notizen und Manuskripte einen Ab- 
scklttss, sodass es im Mai 1891 drackfertig, im ganzen mit 14 Tafeln, 
dem entomologisehen Pabliknro übergeben werden konnte. 

Die von M. Saal mül 1er veröffentlichten Arbeiten sind 
folgende : 

1851. Die obengenannten Zeichnungen zn Bechstein „Der 
Heerwurm. " 

1877. Lepidopteren -Dubletten von J. G. Htthlig und 

M. Saalmüller. 4 pag. 

1878. Mitteilungen über Madagascar; seine Lepidopterenfauna 

mit besonderer Berücksichtigung der dieser angehörigen, 
im Senckenbergischen Museum befindlichen Arten. Jahres- 
ber. Senckenb. naturf. Ges. 1877—78. pag. 71—126. 

1879. Bemeikuugeii und Nachträge zu den Mitteilungen über 
Madagascar etc. Jahresber. Senckenb. naturf. Ges. 1878 
bis 79. pag. 122—120. 

1879. Diagnose d'un Lepidoplere nouveau du gronpe des 
Ophiusides. — i'eiites Nüuvelles Eutomol. par Dupolle. 
1879 No. 213 1. Kevr. 

J88Ü. Neue Lepidopteren aus Madagascar. die sicli im Museum 
der Senckeubei gisclien naturforscheuden L-ie.selIsclial\ be- 
finden (veröfleiillicht Anfang November 1880V Jahres- 
bt'i-. Senckenb. naturf. Ges, 1880. p. 25.s— 

1881. /^wei neue Noctuen aus Madagascar. Stettiner Knto- 
mologisehe Zeitung 1881. p. 214—218. 

1881. Orrojf/fora srhwidi u. ap. — Stettiner Entomol. Zeitung 
1881. p. 218—220. 

1881. Neue Lepidopteren aus Madagascar. Stettiner Euto- 
mologische Zeitung 1881. ]>. 433—444. 

1882. Allgemeine geographische und naturgeschif'lit liehe Ver- 
hältnisse Madagascars. Separ. aus M. ^aalniüller 
Lepidopteren Madagascars. ist die Vorrede des grossen 
Werkes. 4". 18 pag. 



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— LXXXIX ^ 

1884. Lepidopteren von Madagaskar. Neue und wenig bekannte 
Arten, zumeist aus der SammluDg der Senckenbergisilien 
naturf. Ges. zu Frankfurt a. M., unter Berücksichtiguug 
der gesammten T.epidopterenfauna Madagascars. 1. Ab- 
teilung: Rliopal ocera, Heterocera, Sphinges 
et Bombyces. Mit 7 chromolithographischen Tafeln. 
Ausgegeben Mai 1884. Frankfurt a. M. 1884. Selbst- 
verlag der Gesellschaft. Ihrer Hochgeboren der Frau 
Glräfin Louise Bose geborenen Gräfin von Reichenbach- 
Lessonitz, der hochherzigen Beschützerin der Spmken- 
bergischen naturf. Ges. zu Frankfurt am Main in 
Dankbarkeit and Ehrfurcht gewidmet. 4^ p. 246. 
tab. 6 color. und gemaltes Titelblatt. 

1885. Crambus Isobelti Saalm. Stettiner Entomologische 
Zeitung 1885. p. 334—336. tab. fig. 12. 

1885. Verzeichnis der von Herrn Dr. Kobelt in Nord- Afrika 
im J. 1884 gesammelten Schmetterlingsarten p. 476 bis 
478 in Kobelt: Reiseerinnerangen aus Algerien nnd 
Tunis. Herausgegeben von der Senckenb. naturf. Oes. 
Frankfurt 1885. 

1889. Die Lepidopteren- Fauna der Insel Portorico von H. 
B. Möschler. Nach dem Tode des Verfassers zum Druck 
vorbereitet durch M. Saalm aller. Abhandl. Senckenb. 
naturf. Ges. Band XVI. Juni 1889. 4**. p. 69—360. tab. 1. 

1891. Lepidopteren von tfadagascar. Angefaugeu von dem Ver- 
fasser und nach dessen Tod abgeschlossen durch L. von 
Heyden, Königl. prenss. Major z. D., Dr. philos. hon. c. 
Zweite Abteilung Heterocera: Noctnae. Geometrae. 
Microlepidoptera. Mit 8 chromolithographischen Tafeln 
und dem Porträt S a a 1 m ii 1 1 e r's. Ausgegeben März 1891. 
In Kommission bei Moritz Diesterweg. p. 249 — 425. — 
Von 427— 531 zum Druck gebracht durch L. von Heyden. 

Zu Ehren von M. Saalmttller sind folgende vier In- 
sekten-Arten nnd zwei Gattungen benannt: 

Lepidoptera: V( i nnik ilui sinihniHh t i Mabillc. Annales Soc. Eu- 
toni. de F'raiice 1879. p. 32S. 
Ailtynmi sduhniUlcri Mabille. Comptes rt iKhis iSoc. 
Entora. Belg. Ser. III. No. 4. LVII. Iböl. 



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— xc — 



Lepidoptera: Bixone saalmüllen Butler. Gistula Entomologica 
III. 1882. p. 3. 
Saaliniilleria Mabillii (neues Ueiiiis flir Cossii.-^ 
stNmjiff'f vSaalm. Ann. Soc. eilt. France Ibyu. 
Ballet. CXLVIII. 

Maria (genus) Heyden. Saalm. Lep. Madag. II. 
1891. p. 488. 
Alle 5 aus Madagascar. 
Coleoptera: CocnnrUn dcccm punctata L. var. saalntüllcri Hey- 
den. Entoroolog. Nachriditen 1883. p. 53. Aus 
dem Taanoagebirge. 

Max Saalmiiller war eine durchaus gerade, offene 
büldatennatiir, vun grüsster Gewissenhaftigkeit und Piinkllieli- 
keit, ein Feind alles Scheines und aller Slrebeiei in der 
\\ isseuschatt, oft etwas zaräckhalteud, seinen Freunden aber 
in ganzer Treue ergeben. 

Für die Senckenbergische naturforschende Gesellscliaft hat 
Saalmüller unvergängliche Verdienste. Wer mit ihm in den 
Gesellschafts-Sit:!ungen verkehrte, weiss, wie sehr jede einzelne 
Angelegenheit in der Verwaltung und im Museum sein regstes 
Interesse und seine Fürsorge in Anspruch nahm, und wie er 
bereitwilligst seine reiche praktische Erfahrung Anderen zur 
Verfügung stellte. 

Seine Grossschmetterlinge hat die Senckenbergische uatur- 
forschende Ge$ell:$chaft erworben, und sie sollen den Stock einer 
neuanzulegenden paläarktischen Sammlung bilden. 

Die Kleiuschmetterlinge erwarb das im Entstehen be- 
griffene Deutsche Entorool. National -Museum in Berlin, wo- 
selbst aie in den originellen, flachen, gutschliessenden Glas- 
kästchen jedem Forscher zu seinen Stadien offen stehen. 

Dr. L. von Heyden 



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— XCI — 

Dr. med. Wilhelm Friedrleh Carl Strieker 

Nnn ist selbst dem allen Biographen der medizinisrljen 
Wissenschaft die lieissige Keder entfallen, die seit fünf Jah:- 
zehnten die Verlnstliste der Naturforsclier und die Würdigung 
derselben so peinlich genau und gewissenhaft zu geben wusste, 
and er selbst in den dunklen ^>chatten des Nachrufs getreten. 

Wilhelm Friedrich Carl Stricker wurde am 
7. Juni 1816 zu Frankfurt im SenioratsltfHise, als Enkel des 
Seniors der evangelischen Geistlichen Hufnagel geboren. 
Nach dem Tode seines Vaters, der im HauBe Manskopf- 
Sarasin angestellt war, siedelte er von dem hiesigen Gym- 
nasiom nach dem Kreuznacher Uber. Seine akademischen 
Stadien begann er 1835 — 36 anf Wunsch des Prof. Friedr. 
kjtg. T. Ammon, eines Vetters seiner Matter, der den Be- 
ginn seiner Studien tiberwachen wollte, in Dresden auf der 
medico- chirurgischen Alcademte, „die zur Erlangung sowohl 
tftchtig«r Feldscheerer hei der Armee» als auch andrer ge- 
schickter Barbierer and £(ader vor das Pablikum" gegrMdet 
▼ar. 1836 ging er nach Göttingen und blieb dort bis 1838, 
die Vorlesungen von Blumenbach, Himly, KH. Langen- 
beck nnd Wohl er besachend. Von den Landsleuten traf er 
dort Heinrich Bernh. Oppenheim, den späteren politischen 
Publizisten, Theodor Creizenach, den stud. jur. Mayer 
Karl y, Rothschild und war in enger Freundschaft Karl 
Vierordt, dem Physiologen, zugethan. Die politischen Zu- 
stände des Landes warfen ihre Schatten in das Universitäts- 
leben hmein. Entfesselte auch das 100jährige Jubiläum der 
Göttinger Hochschule die helle Festesfreude der Jugend, so 
blieb doch ein dttsterer Hintergrund dem ruhigen Beobachter 
nicht verborgen. Denn längst war in Qöttingen der Boden, 
auf dem die Wissensehaft blühen konnte, unterw&hlt Es 
erfolgte die Aufhebung des Staatsgrundgesetzes, der Protest 
nnd die Ausweisung der sieben Piofessoren. Unter der treuen 
Schar begeisterter Studenten, die Dahlmann, Jakob Grimm 
und Gervinus das Geleite von Witzenhausen aus gab, be- 
fand sich auch der Studiosus Stricker mit seinem Lands- 
manne Theodor Creizenach. der beim t'bergansr auf das 
hessische Gebiet den Verbannten einen poetischen Abschieds- 



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— XCil — 



j^rnss zurief. Die dürftigen poliklinischen Anstalten bpfriedigie.n 
Stricker nicht, deslialb siedelte er zur Beendigung ^^('in('r 
Studien nacli Berlin über. Hier traf er alte Bekannte und 
Landslente: wiederum Oppenheim und Mayer Carl v. 
Rothschild, sowie Gugtav Passavant Nur mit MUhe 
gelang es ilim zum £xamen zu{?elassen zu werden, da er noch 
nicht vier Jahre auf T^niversitäten studiert hatte. Die Er- 
laabnis erfolgte auf die Verwendung Johannes M alleres 
unter der feierlichen Bedingung nie in Preussen als Arzt zu 
praktizieren. Mit der Dissertation: Evolutionis aaris per 
animalium Seriem brevis historia, einem Abschnitt aus einer 
05ttinger Preisbewerbungsschrift, wurde die Promotion vollzogen. 
Unmittelbar nach derselben trat er eine Reise nach Italien 
zur Begleitung eines rekonvaleszenten jungen Frankfurters an. 
Das Bewusstsein glücklich vollendeter Studien, die Brust von 
Hoffnungen geschwellt, das Auge geschärft für die Schönheiten 
der Natur, alles vereinte sich, nm die Reiseeindrftcke zur har- 
monischen Vollendung zu gestalten. Ihre Krinnerungen sind 
der Schmuck seines Lebens geblieben, dem er in Wort und 
Schrift gehuldigt hat. 1840 kehrte er nach Berlin zurück, wo 
mit Schön lein ein frischer belebender Hauch in die klinischen 
Hallen eingezogen war. Nach einem kurzen mit Ch. E. Neeff 
gemeinsamen Aufenthalte in Paris im Sommer 1841 nahm er bei 
Prof. V. Ammon, der sich von der Praxis zurückziehen wollte, 
die Assistentenstelle an, unterwarf sich dem sächsischen Staats- 
examen und erlangte das Dresdener Bürgerrecht. Aber vergebens 
war aller Liebe Muli': die Privatjuaxis des Prof. Amnion war 
inzwischen seint-u liiilieren Assisteuli'U ziif^elailrn. Die un- 
irtuvillige Müsse vei wandte er trelflicli. indem er sich der 
Pulilik und Litteratur /iiiieiprte. Imiic Zahl hervorragender 
politischer Kräfte hatte »ich iiacli Hres len gezogen. An ihrer 
Spitze Arnold Riige, unter ihnen Bakuniu, Biedermann, 
Robert Blum. Die Frucht jener Aiuegiingen waren von 
natiunalem iiei.sU' aii^^tdiauchlf Artikel in Biedermannes 
Mouat-sblättt ni : dir .^prachnieiijjerei der Df^nf^rliHn, übei- die 
rrsaehpu der P>»\s(ln iiiikuiifi" de< deutschen Sprachgebiets, über 
Kolonisation uutl Au.*<wau(ifruiig. 

Gleich im Beginn der er.»:ten Arbeit bekonnt ^ich di r 
Verfasser zu dem Bestreben mit gewissenhafter Vemeiduug 



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— XCIII — 



aller FremdvGrter die Sprache in ibrer Reinheit zn pflegen, 
dem za entsprechen er sich in nmfangreicher schriftstellerlseher 
Wirksamkeit bemflht hat. Über die journalistische Th&tigkeit 
war die Berofswissenschaft nicht vergessen worden. 1841 war 
sein Reisehandbuch fttr Ärzte nnd Naturforscher zugleich als 
Verbuch eines Wörterbuchs der medizinischen Geographie er- 
schienen. Einer Anregung des Prof. v. Amnion entsprossen, 
unternimmt das Werk eine ( bersicht des für den reisenden 
Arzt und Naliuforbchf r W is.seiiswerten mit sorgfaltip^er Angrabe 
der Litteratnr, eine Zusammenstellung der Bäder und 11» il^iudlen. 
siinitliclier Kranken-, Armen- und Arbeitshäuser, medizinischer 
ödt r naturgeschichtlicher Lebranstaltcu. der gelehrten Vereine 
und Zeiiiscbrifien, der geo«rrapbiseh, geologiscli und mineralugiscU 
merkwürdigen Punkte in alpliabetisdier Anordnung Ks war 
ein»' T?iestMiarbeit, die mit Ameisieiilleiss aus d^-n zt-istreuten 
KenuinisstMi in- und ausländifjcher Werke gesammelt war, und 
deren Ziisamuientassung vielfach persönliche Anschauung oder 
örtliche Erkundigung erheisclito. Noch war das wissenschaft- 
liche Vereinslebeu Deutschlands zu sehr in den Anfängen 
begriffen, um fördernd in das Unternehmen eingreifen zu 
können, aber auch das Verständnis für die Wichtigkeit desselben 
zu wenig ausgebildet, um eine zahlreiche Mitarbeiterschaft, wie 
deren sich neuere Kompendien erfreuen, zu ermöglichen. Vier 
Jahre später erschien eine zweite Auflage. Wählend die erste 
nur Mitteleuropa umfasst hatte, erstreckte sich die zweite aber 
die ganze zivilisierte Erde, die Zahl der einzelnen Artikel war 
von 1080 auf 1900 gestiegen. Die Hoftnung des Verfassers 
ein Jahrbuch mit allen Neuerungen in dauernder Zeitfolge zu 
beschaffen, hat sich nicht verwirklicht. So ist das Werk stehen 
geblieben als ein rühmliches Zeugnis für den nnermfideten die 
gesammte Fachlitteratnr umspannenden Fleiss des Autors, sowie 
als Baumaterial für spätere, von der Gunst der Zeitgenossen 
in höherem Maasse getragene Unternehmen. 

1841 war von der Redaktion der Annales d'ocnlistique 
in Brftssel die Preisauigabe gestellt: D^terminer par les re- 
cherches d*anatomie pathologique la nature et le si^ge de la 
cataracte. Zwei GrQnde bestimmten zur Beteiligung: 1) die Er- 
zielung einer physiologischen Auffassung der Krankheiten des 
Linsensystems, nnd 2) die Aussicht, die Bekanntschaft mit der 



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— XCIV — 



vollständig unbukanuten Litteratur durch die Brüsseler augen- 
ärztliche Zeitschrift in Frankreich einzuführen und die herr- 
fidienden irrigen Malgaigne'srheii Angaben zu bekämpfen. Der 
Preis wurde ftm 12. September 1842 der ätricker'schen Sciirift, 
sowie gleichzeitig der eines HeiH ranner Arztes zn gleichen 
Teilen zuerkannt. Aber weder bekam er die versprochene 
goldene Medaille zu sehen, noch sein eignes Manuskript, noch 
fiberhanpt irgend eine Antwort auf seine wiederholten Anfragen. 
So blieb der Preis ein pretiam affeetionis. 

1844 Terliess Dr. Stricker Di^esden, nm mit der rekon- 
yaleszenten Gräfin Reichenbach-Lessonitz (der späteren Gräfin 
Boso) nach Italien zn geben. Nach seiner Rückkehr im selben 
Jahr trat er in die Zahl der Frankfurter Ärzte, in demselben 
Hanse seine Praxis beginnend, das er bis zn seinem Hin- 
scheiden 47 Jahre lang bewohnte hat. Die Stadt zählte damals 
ca. 56000 Einwohner mit 74 Ärzten, von denen noch Dr. H. Hof- 
mann nnd Dr. J. e s ch leben. Die Aassichten auf Erlangung von 
Praxis waren wenig günstig, der Kampf um das Dasein hart» Von 
Assislenzarztstellen gab es nur eine im hdligen Geistspital; sie 
gewährte tme Station, keinen Gehalt. Auch die von diesem 
Spitale abhängigen Armenarzistellen waren thatsächlich nicht 
besoldet. Nur in dem Falle, dass auf öffentliche Aufforderung 
zur unentgeltlichen Obemahme der Stellung sich keine geeig- 
neten Bewerber meldeten, sollte eine Bezahlung von 200 fl. 
eintreten. Stets aber fand ein Wettlauf von zahlreichen An- 
wärteiu statt iiiid nur mit Mühe gelang es Dr. Stricker, das 
unbesoldete, ihm nur Beschäftigung gewährende Ann 1. April 
1846 zu erhalten. Nach 1856 trat ein festes (jt halt von 75 fi. 
ein, das alhnählich aut 1(X>0 Mk. erhi)lit wurde. 1845 hatte er 
im Verein mit Dr. Apjiia und iJj-. Gustav Passavant aus 
öffentlichen Beiträgen die Augeiiheilanstalt gegründet. 1846 trat 
er als Nachfolger von H. Hofmann in die Armenklinik ein. In 
demselben Jahre beginnt seine Thädgkeit an der Senckenbergi- 
schen Bibliuüiek. Dem ständie:en Bibliothekar Dr. Christian 
Ernst Neeff wurden Vertreter der Senckenut^igischen natur- 
forsclieuden Gesellschaft und des physikalischen Vereins beigesellt. 
Von b^zterem war Dr. Stricker mit Dr. Kloss entsandt worden. 

Bald nach seiner Niederlassnn^ in Frankfurt hatte er 
sich an dem aall}lllhendeu Vereinsleben beteiligt. Seine erste 



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— xcv — 



Lehrthätigkeit widmete er dem geograpliischen Vereine. Der^ 
selbe befand sieh damals noch nicht in der glücklichen Lage 
die hervorragenden Beisenden und Vertreter der geographischen 
Wissenschaft aus weiter Ferne heranzasiehen. 10 fl. war 
das Honorar fftr eine Vorlesung. Frendig begrüsste er die 
junge arbeitsfreudige aus eignen Anschauungen und fleissigen 
Studien schöpfende Kraft. Fast vierzig Jahre hat Dr. Stricker 
in jedem Winter in dem kräftig Hiitstrebeiulen Vereine V^orti äge 
über viele Länder und Völker gehalten. Als roter Faden zieht 
sich viel lach durch dieselben das Bestreben, die Kennlnis des 
Deutschtums; mit patriotischem Geiste zu ej weitern: Die Ver- 
breitung des deutschen Volkes ftber die Erde, deutsch-russische 
Wechselwirkungen oder die Deiitsr-Iien in Kuj^jiland, beide in 
Buchform erschienen und letzteres in Russland verboten, aber 
von dem Akademiker RtMie Taillandier auszitfrswei.^e iu 
der „Kevue des deux mondes" iilieisetzt, die Deutschen in 
Spanien und Portugal, die deutsch-französischen Grenzbezirke, 
die Deutschen im Venetianischen. in Ober-I'^ngarn, die deutsche 
Spr.Tchkarte. die deutsche S|)rachgreuze gegen Westen, sowie 
die deutscli-welsche vor 300 Jahren. Es ist unniöglieh in dem 
engen Rahmen eines Nachrufs auch nur annäherungsweise ein 
Bild der geographischen und historischen Verotlentlichungen des 
Verfassers zu geben. Ist doch mit der geographischen und 
historischen Thätigkeit nur ein Teil der Gesamtleistungen zu 
schildern. Es sei nur gestattet zu erwähnen, dass der frucht- 
bare Schriftsteller über seinem Blick in ferne Zonen die Vater- 
stadt nicht vergessen hat. Davon zeugen seine vielfachen, un- 
ermüdlichen Arbeiten über Frankfurts Vergangenheit in vielen 
Monats- und Jahresbericliten der gelehrten Vereine, sowie 
sein Werk „Neuere Geschichte Frankfurts Ton 1806 — 66", 
Auch die Goetheforschung ist ihm für manchen wertvollen Bei- 
trag dankbar. 

Aber auch grössere litterarische Unternehmungen wurzelten 
in Frankfurts Boden. Nachdem am 24. September 1846 die erste 
Germanistenversammlnng im Kaisersaal getagt hatte, Hess er, 
angeregt von ihren Zielen, die Zeitschrift „Germania, Archiv 
zur Kenntnis des deutschen Elements in allen L&ndem der 
Erde*^ erscheinen, deren erster Band Arndt und Dahlmann 
zugeeignet war. Sie brachte es unter der Mitarbeit der ge> 



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— XCVI — 



feierUten Namen der germanistischen Wissenschaft auf drei 
Jahrj^än^e. Dann sfing sie in dem Reactionsstnulel des Jalires 
1849 unter. Gleidizeitis: mit dem eisten I^ande der Germania 
erschien ein grösseres medizinisclies Werk: die (leschiclite der 
Heilkunde und der verwandten Wissensrliatten in Frankfurt a. M., 
das für die Kenntnis der hygieuischen Entwicklung der Stadt 
von grossem Werte ist. 

Das Jahr 1848 rief den emsigen (ielehrten unter die 
Waffen. Er trat bei den Schiitzwachen ein, die zur Krleiditerung 
der Stadtwehr berufen waren. Mit Wachstuchkäppi, schwarzrot- 
gohlener Kokarde, messingner l^uartiernummer angethan, um 
den Arm die Binde in den Frankfurter Farben, so marschirte 
er festen Schrittes in der Kolonne, die unter dem 8chik6idigeti 
Befehle des strengen Dr. Fabricius stand. Aber er iring nicht 
ganz in seinem Berufe als Schutzwachmanu auf. Der Einfluss 
der Nationalversammlung in der Paulskirche liess den Gedanken, 
die deutsche Auswanderung' zu iiberwachen und den auswan- 
dernden Söhnen des Vaterlandes Fürsorge und Schutz angedeihen 
zu lassen, reifen and ffthrte zur Bildung des Nationalvereins 
fttr deutsche Auswanderung und Ansiedelung. Dr. Stricker 
uud Dr. K&ntzel in Dannstadt erstattete den ersten Bericht 
Aber denselben und gaben als dessen Organ „den deutschen 
Auswanderer* heraus. Im deutschen Heichshandelsministerium 
Duckwitz wurde eine besondere Abteilung fflr Answanderungs- 
angelegenheiten errichtet, die jene Zeitschrift mit allen ein- 
gelaufenen Berichten der Konsuln versorgte. Dem Zuge der 
Zeit folgend ging 1850 aus dem Verein ein Auskunftsbureau 
hervor, das jährlich hunderte von Auswanderern mit wertvollem 
Bäte, mit praktischen Handbüchern, mit überseeischen Empfeh- 
lungen ausstattete. So f&hrten die Studien des stillen Ge- 
lehrten zu tiefeingreifenden praktischen Maassnahmen. Nach 
dem Tode Ch. Ernst Neeffs, dem er in seiner Biographie 
ein pietätvolles Denkmal gesetzt hat, dem poetisch hochbegabten 
und um die physikalische Wissenschaft wohlverdienten Manne, 
war er 1854 zum zweiten, 1863 zum ersten Bibliothekar er- 
nannt wurden. Ks giebt wohl Niemand in Frauklurt;s (leleln-teu- 
welt, der nicht au sich erfahren hätte, wie freundlich und ent- 
gegenkommend derselbe dieses Amtes gewaltet hat. Ihm selbst 
erschlossen sich die Schätze der Bibliothek; über viele Gebiete, 



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— XCVII — 



Geschichte, £Ümologie, Medicin hat er mit ilirer Hülfe Ver- 
üffentlichungen gebracht, besonders aber stets die historische 
Seite gepflegt. Daf&r gebührt ihm Anerkennung zu einer Zeit, 
die, durch neue Errungenschaften und Entdeckungen veranlasst, 
geneigt ist sich von der bachmässigen Überlieferang loszasagen, 
sich auf eigne Beobachtung und Untersuchung st&tzend. Es ist 
nnd wird aber immer wertvoll bleiben anf die Quellen zurück- 
zugehen und die Entwickelung einer wissenschaftlichen Frage 
litterarisch aus ihnen darzustellen. «Es wird dabei der Geist 
der Zeiten klar nnd der Zusammenhang, den die Medicin mit 
der Richtung der Zeitepoche gehabt hat." Von diesem Gesichts- 
punkte sind die Studien zu beurteilen, die in Fachzeitschriften, 
wie Virchow*s Archiv, der Vierteljahrsschrift fftr Öffentliche 
Gesundheitspflege, der allgemeinen deutschen Biographie, dem 
biographischen Lexikon der hervorragenden Ärzte und dem 
Zoologischen Garten, den Jahresberichten der Senckenbergischen 
Gesellschaft, des Physikalischen Vereins und des Vereins fftr Ge- 
schichte und Alterthnmsknnde niedergelegt sind, deren staunens- 
werte FQUe es anmöglich macht auch nur ihre Titel anznftUiren. 
1860 wurden seine Studien über Menschenblattern, Vaccination und 
Revaccination mit dem Preise gekrönt; zwar wurde ihnen nicht 
der Hauiitineis zuerkannt, sondern t^ine besomU re Anerkennuiif? 
in Form ^ iiici gi^viiten Goldmünze, ^Itidaille d'encouragemeut. 
Neben den „Beitrüge zur ärztlichen Kulturgeschichte" sind die 
Abhandlungen fiii die Sammlunf? wissenscliaftlicher Vortrage von 
Virchow-H oltzendnrff zu erwiihiieii: Monograpliieii über die 
Amazonen, die Feuerzeuge, Geschichte der Menagerien und der 
zoologischen (Härten, über den Blitz und seine Wirkungen. 
Letzteres Wtrk i>l tur den beti « ilrudeu AbMhnitt der I'itlia- 
Bi 1 1 ro tii'sclien Chirurgie und der Masclika' gerichtlichen 
Meditill grundlefrend geworden. Eines \\'erkes sei besonders 
gedacht, da es in seiner pietätvollen Gesinnung den Autor ziert: 
isamuel Thomas von Soemmerring, nach seinem Leben 
und ^^ irken geschildert. Trotzdem das bedeutungsvolle Buch 
von Eudolf Wagner über den grossen Anatomen erschienen 
war, so ist es doch keine Ilias post Homerum. Es war ein 
Grund vornehmlich, der Dr. Stricker die Feder in die Hand 
drückte: die Führung des Nachweises, dass Soemmerring der 
Erfinder des elektrischen Telegraphen sei. Aber es genOgte 

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— xcvin - 



ihm nicht dem von ihm hoehTerehrien Manne die Priorität zu 
retten, es war ihm Herzenssache, auf diesem Beweise fussend 
dem Erfinder des elektrischen Telegraphen ein öffentliches 
Denkmal zn setzen. Auf seine Mitanregung traten Männer in 
nnseiBr Vaterstadt zusammen « die das Monument, von der 
Meisterhand Eduard t. d. Lannitz*8 geschaffen, bei Grelegenheit 
der in Frankfurt 1867 tagenden Versammlung der deutschen 
Ärzte und Naturforscher einweihen wollten. Die politischen 
Umwälzungen jener Zeit haben den Plan vereitelt, der erst 
jetzt seiner Verwirklichung entgegenzugehen scheint. 

Neben der weitverzweigten litterarischen, sowie der ge- 
wissenhaften bibliothekarischen Thäiigkeit hat Dr. Stricker 
die mühsamste Wirksamkeit seines Fachbemfes, die armenärzt- 
liehe ausgeübt. 41 Jahr, von 1846—1886, ist er Armenarzt 
gewesen. Erst die Rücksicht auf seine erschütterte Gesundheit, 
sowie auf die Neuordnung des Armenwesens bewogen ihn von 
dieser Stellung zurückzutreten. Mit seltener Treue und Hin- 
gebung bat er die Armenpraxis ausgeübt: in ihr konnte er 
seine Herzensgute vollaul bethrtügen. stets liülfbereit wandte 
er nicht Llos dem Kiuzelnen seine Fürsorge zu, sondern suchte 
dui cli die Anregungen und Ergebnisse seiner Studien über Volks- 
\v(ddfalirt Cwie über Kindersterblichkeit, Prostitution, Hygiene 
Fraukiurls; au der Hebung der Lage der Armen nutzuwiiken. 

Welche Anerkennung sein vielseitiges, uuermiidetes Stieben 
gefunden hatte, bewies die Feiei' 'i< s "lOjährigen jJüktorjubiläums, 
die der ärztliche Verein am 17. August 1889 ihm und seinem 
Altersgenossen Dr. Flesch darbrachte. Die Glückwünsche und 
Danksagungen, die viele gelelirte Körperschaften der Stadt, 
des Vaterlandes und selbst des Auslandes ihm wichueten, fanden 
ihren Nachhall in den weitesten Kreisen der Bürgerschaft. Die 
Erinnerung an dieses Fest verklärte mit goldenem Abendrot seine 
letzten Tage. Am 4. März d. J. wurde er, im Begriffe in sein 
altes Heim einzutreten, in die ewige Heimat gerufen, nachdem 
er des Tags noch in gewohnter Treue seines Amtes gewaltet 
hatte. 

Ein bis zum Tode arbeitsames, mühevolles Leben hatte 
seinen Absclduss gefunden. Eine stille, fleissige Gelehrtennatur 
fand nicht im Erwerb materieller Güter, sondern in emsigen 
Studien, sowie in Annenpraxis Befriedigung. Als ihm die Gattin 



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nach einer glücklichen Ehe entrissen war, gestalteten seine 
Kinder, eine Tochter und zwei SOhne, seine H&nsliebkeit zn 
einer innigen, gemfttvoUen. 

Überblickt man seine Uber yiele Gebiete der Wissenschaft 
weitTersweigten Arbeiten, so ist ihnen allen ein bewnsster 
historischer oder kultnrhistorisoher Zug eigen. In einer Zeit, 
die- anf allen Gebieten die berechtigte Einzelforscbnng bis in 
ihre mikroskopische Fasernng erstrebt, ist es notwendig die 
m der Vergangenheit geschaffenen Bindeglieder nachzaweisen, 
wenn nicht der historische Zusammenhang verloren gehen soll. 
Es ist dies kein antiquarisches Interesse, sondern gebieterisch 
durch die Einsicht gewonnen, dass in dem Karvengang der 
Geschichte die Bestrebungen nnd Eifahrungen verflossener Zeiten 
der Fortentwickelnng der Gegenwart dienen. Besonders f&r 
«nser Zeitalter, in welchem sich das Reich der Naturwissen- 
schaften, sowie der Geschichte in unzählige Provinzen aufzu- 
lösen droht, ist der Nachweis der Verbindungen wichtig, die 
früher bestanden haben, der Nachweis der abgebrochenen Bi iu ken, 
die wieder geschlagen werden können. Nach diesem Ziele hat 
Wilh. Stricker gestrebt. 

Über so viele Gebiete des Erdballs aber auch seine Studien 
gerichtet waren, am liebsten kehrten sie doch bei seiner Vater- 
stadt ein. In der Liebe zu ilir wurzeln seine besten Bestrebun^^en, 
sei es in der Aufliellung ihrer Geschichte, ihrer Top(t!:,nai»hie, 
ihrer Haudenkmäler . ihrer hygienischen P^ntwicklung, iu der 
Scluklerung ihres ärztli<'heu Standes und dc^x-ii liervorrageuden 
Vertreter, in der Würdigung ihres grossten Sohnes, des un- 
sterbliciien Die liters. Ein guter Frankfurter ist gleichbedeutend 
mit einem guten Deutsclien. Nächst Frankfurt galten seine 
Studien dem Vaterlande. Er bemühte sich die aus demselben 
Auswandernden zu beraten, die Geschicke der früher in ferne 
Welten Ausgewanderten zu verfolgen, den Kampf und die 
Wandlungen des Deutschtums in der Fremde zu scliildern, die 
Sprachgrenzen festzustellen. Diese W^anderungen in der Ferne 
befreunden ihn der geographischen Wissenschaft, in der ihn 
indes nicht die Gestaltung des Bodens, sondern stets das ethno- 
logische, durcli Vergleichungen geschärfte Interesse fesselt. Vor 
allem aber zieht ihn der Mensch mit seinem tausendfachen 
Weh an. So schliesst sich in der Kette seiner Bestrebungen 

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das Ende an den Anfang an. Der Arst, der Historiker, der 
Knltnrliistoriker wirken gleichmftssig in seinen ans einer er- 
staunlichen kaleidoskopischen Fülle des Wissens gesehaffenen, 
wenngleich nicht kritisch angelegten Arbeiten. Sind es auch 
disjecta membra, immerhin, sie werden als feste Steine in dem 
stolzen Bau der Wissenschaft verwandt werden und Stricker's 
Namen stets in Ehren tragen. 

I. Ärztliciie und naturwissenschaftliche Arbeiten: 

Medicinische Reisebemerkungen über Italien und Sizilien. Oppen- 
heims Zeitschrift 1842 und 45. 

La iKiture et le sirge de la ealaracte. 1842, Gekrönte rreissclirift. 

Die Kiaiiklieiten des Linsen ^^ystems. Frankfurt L^43. 

ReiseliaiulbiiL'li für Ärzte und Xatui forscher 1845. 

Uber Joliann von Caub, Stadtarzt zu Frankfurt. In Jauus, Zeit- 
schrift für Geschichte der Medicin etc., Archiv für Frank- 
furter (-ieschiehte VII. 

Anwendung tles Galvanismns zur Prüfung des Blitzableiters. 
P.)?frendorf's Annalen XLIX 1R46. Dingler Polyt. 1847. 

Die beschichte der Heilkun le zu Frankfurt a. M. 

Lebensregeln. 1. und 2. Aullage. Frankfurt 1854. 

Studien über Meuschenblattern. Frankfurt 1861. (^krönte Preis- 
schrift. 

Beiträge zur ärztlichen Kulturgeschichte. Fremdes und Eigenes 
gesammelt. Frankfurt 1865. 

Der Ritter Taylor. Ein Beitiag zur Geschichte der Augenheil- 
kunde vor 100 Jahren. Journal fttr Chirurgen und Augen- 
heilkunde. N. F. II. 

Über die Wirkungen des Blitzes 

auf den mens» hliclien Körper. Virchow's Archiv XX. 

Die geographisclie Verbreitung 
^ des Lippenkrebses. „ „ XXV. 

Die Ärzte in Goethes Jugend- 



geschichte. 



XXIX. 

XXXII u. LIV. 



Über Kmdersterblichkeit. 



9 



V 



Der Abortus in seiner Bedeu- 
tung fttr die Zunahme der 
Bevölkerung. 



XXXII. 



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— öl — 



Dr. Ettner'8 medizinische Romane. Virchow^e Archiv XXXVII. 



Mitteiloiig«!! ans der Praxis. 

Dr. Lüdwig Hoeruigk, ein Cha- 
rakterbild. 

Über bärtige Frauen. 

Historische Studien Uber Heeres- 
kraukheiten und Militär- 

• krankenpflege. 

J. Ph. Burgrave. 

Uber Meustniatio i»raecox mit 
einer Tabelle aller bis jetzt 
beobachteten Fälle. 

Die Piostitution in Frankfurt. 

Litterarhistorifcbe Stuilien über 
Zwitterbildung beim Menschen 
von 1504—1831. 

Über auslandische Preisvertei- 
lungen an deutsche Ärzte 
und Naturforscher. 

Geschichte der öffentlichen Ge- 
sundheitspftege in Frankfurt. 



XLI. 

XLI. 



LXXL LXXIII. 



LXIII. 
LXIV. 



LXVIII LXXTLLXXVI, 

LXXVUI, 
LXXXVIII. 



LXXXIl. 



LXXXII, LXXXIV, 
LXXXVl, 

OXIX. 



Samuel Thomas von Soemmerring. Xenjalirsl»latt 1802. 

Der Blitz und seine Wirkungen. In der Virchow-UoltzendorflTschen 

Sammlung wissenschaftl. Vorträge. 1872. 
Die Amazonen. Ebenda 1873. 
Die Feuerzeuge. Ebenda 1874. 

Geschichte der Menagerien nnd zoologischen G&rten. 1879. 

Christian Emst Neeff. (Jahresbericht des Frankfurter physi- 
kalischen Vereins 1881—82.) 

Älbrecht von Haller, Johann Georg Zimmermann (Paldamus, 
deutsche Dichter und Prosaisten) Leipzig 1861. 

Nekrolog von Dr. Stiebel. Ärztlicher Jahresbericht 1868. 

Prof. Dr. Schmidt. Bericht Uber die Senckenb. naturf. Ges. 
1872—73. 

Nekrolog des Dr. med. Georg Melber. Ebenda 1873. 
Worte der Erinnerung an Prof. Lucae. Ebenda 1884—85. 



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— CII 



Die afHkftmgche Tierfabel veiflicheii mit der europftiscben. 

Bericht aber die Senckenb. natarf. Ges. 1870—71. 
Über die aogenannten Haarmenecben, insbes. die bärtigen 

FtaaeD. Ebenda 1876—77. 
Über die Sprache. NatnrwisBensdi. Mitteilung in Vergangenheit 

and Gegenwart. Ebenda 1886. 
Über GeBichtBunien. Ebenda 1888—89. 
Enltnrgeschichtliche Annalen mit besonderer Eflcksicht auf 

GesundheitBZUBtand und MedidnalTerfhssnng. Zeitschrift fttr 

deutsche Kulturgeschichte. Bd. II. 
Beiträge zur medizinischen Topographie Frankfhrts. M. IV. 
Geschichte der Volkskrankheiten in der Stadt Frankfurt. Archiv 

fttr Frankf. Gesch. u. K. IV. 
Das Senckenbergische Stiftsliaus. M. IV. 
Eiitwickliiiig der populären Beleln ung in Naturkuiul!.; iu Frank- 
furt. Jahresber. des physik. Vereins 1877—80. 

n. Geographische und statistische Arbeiten: 

Die Verbreitung des deutsclien Volkes über die Erde. Leipzig 
Uber deutsch-russische Wecliselwirkungen. Leipzig 1845. 
Die Deutsclien iu Spanien und Portugal. Leipzig 1850. 
Deutsche Nationalität. Ki f^nkfurt 1850. 
t^ber Slaven und Wenden, i^ranktint IS.'I. 
Die Deutschen im Venetianischen. rankturt 1853. 
Die Deutschen in Ober-riigarn. Frankfurt 1854. 
Die deutsche Sprachkarte. Frankfurt 1855. 
Die deutsche Sprachgrenze gegen Westen. 1855. 
Die deutsch-welsche Sprachgrenze vor 300 Jahren. 1856. 
Reisen der Brtlder Schomburgk in Biitisli-Guiana. Frankf. 1862. 
Charakteristik europäischer Grossstädte. Frankfurt 1862. 
Charakteristik der europäischen Sprachen. Jahresbericht des 
Frankfurter Vereins für Geographie und Statistik. 1869 70. 
Über Robinsonaden und fingirte Reisen. Ebenda 1870—71. 
Die dentsch-franz5sischen Grenzbezirke. Frankfurt 1871. 
Christian Sartorins. Ebenda 1871—72. 
Denkrede auf Eduard RQppell. 1883—84. 
Zur Erinnerung an Dr. med. Georg Yarrentrapp. 1885—86. 
Ans Rfippeirs Briefwechsel 1886—87. 



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- an - 



m. Gesebiehtliche nnd knltarcreschiclitHclie 

Arbeiten: 

Die Sprachmengerei der Deutschen. Biedermann^fl Ifonatsblätter 
1842. 

Ober die Ursaeben der BescbHlnkting des dentschen Sprach- 
gebietes. Ebenda 1842. 

Über Kolonisation nnd Answandemng. Ebenda 1842. 

Germania, Archiv znr Kenntnis des deutschen Elements in allen 
Lftndem der Erde. Frankfurt 1846—49. III. Bd. 

Der dentsehe Auswanderer. Zeitschrift fttr deutsche Auswan- 
derang und Ansiedelong von Dr. Stricker und Kttntzel. 
Frankfurt 1849. 

Aktenstücke über den Überfall von Frankfurt durch die Fran- 
zosen am 2. Januar 1759. Mitteilgf. d. V. f. G. u. A. T ii. Tl. 

Kultuigescliiclitliche Annalen von Frankfurt a. M. Zeitschrift 
für deutsche Kulturgeschichte. II. 1«57. 

Mitteilungen aus Kaeppel's topogr. histor. Beschreibung von 
Fraukiurt. M. (=- Mitteilungen des Vereins für Geschichte und 
Altertumskunde.) III. 

Die Aullo.->ung des Grosslierzo^tuni.s Frank liirt >f. III. 

Über das Aultreten der irauzüäischeü ivevüiulioiiisarmeen in den 
Rheinlanden. M. III. 

I'her Goethes Beziehungen zu Quetelet. M. TTT. 

Frankfurts angeblicher Verlust von Kanonen bei der Belagerung 
von Mainz 171)2. M. III. 

Beiträge zur politischen und Xulturgeschichte, zumal von 
Preu.ssen. M. III. 

Die Artikel der Frankfurter 1525. M. IV. 

Der Überfall der Reichsstadt Frankfurt. M. IV. S&knlarschrift. 
Im neuen Reich. II. Bd. 

Frankfurt a. M. und die Franzosen. 1759—1814. M. IV. Zeit- 
schrift für preuss. Geschichte und Landeskunde. 

Über den Aufenthalt Joseph II 1 704 im Gronetett'scben Stifte. M IV. 

Frankfurter Familiennamen. M. IV. 

Die Inkunabeln der Senckenbergischen Bibliothek. M. IV. 

Geh. Finanmt Bommel. M. IV. 

Der Goethe*Bche Garten. M. IV. 

Der grosse Cbristenbrand zu Frankfurt 1719 im Lichte der 
Kulturgeschichte. H. IV. 



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— CIV — 



Geinhansen. M. IV. 

Zill- 'I\)i)ograi)hie von Frankfurt M. IV. u. V. 

Falkenspeicher IV. 

III. Knlturhisorische >kizüen ans dem Verkehrswesen. M. IV. 
Über die Entstellung ii. bauliche Entwicklung in Frankfurt. M. V. 
Georg Eduard Steitz. M. V. 
Zur modernen Sagenbildung. H. V. 

Über den Güldenturm und dessen angebliche Ableitong yom 

Goliaihturm. M. V. 
Goethes Frankfurter und Thüringer Idiotismen. VI. 
Die Besetzung? der Reichsstadt Frankfurt dineh die Franzosen 

1759. M. VII. Raumers liistor. Taschenbucli 6 F. Bd. 4. 
J. P. Wagner, Jahresbericht des physik. Vereins 1879—80. 
Goethe und Frankfurt a. M., die Beziehungen des Dichters zn 

seiner Vaterstadt. In Virchow und HoltzendorfTs Sammlung 

wiss. Yortr. H. 261. sowie Separat arbeit Frankfurt 1862. 
Frankfurt in den Topographien und Reisebeschreibungen des 

16. und 17. Jahrhunderts. Archiv für Frankf. Gesch. u. 

Kunst. VI. 

Geschichte der vereinigten Dr. Senckenbergischen Bibliotheken. 
Ebenda VIII. Jahresber. über d. Medidnalwesen. Franko 
fnrt 1857. 

Bangeschiebte der Paulskirche. Nei^ahrsblatt des Frankfurter 

Vereins fttr Geschichte. 1870. 
Beiträge zur Kultnrgeschichte von Frankfurt. Zeitschrift für 

deutsche Kulturgeschichte 1872. 
Beiträge zu einer Naturgeschichte der Freistädte. Monatsschrift 

fftr deutsches Städte- und Gemeindewesen 1872. 
Zur Geschichte der französischen Kolonien in Deutschland. 

Kaunier's histor. Tast lieubuch V. 
Erinuernngsblätter an Willi, i^ricdr. Huinagel. Frankf. 1851. 
Wilhelm Friedr. llulnagel. Zeitschr. im neuen Reich 1873. 
Kandbemerkungeu zu Goethes Dichtung und U iiiirheit. Ebenda 

1873. 

Die Frankfurter Messen. Ebenda Bd. II. 1873. 
Gassen und üäusernameu iu Frankfurt und Strassburg. Ebenda 
1873. I 

Napoleons zweimaliger Einzug in Frankfurt 1807 uud 1813. 
Ebenda 1874. I. 



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— cv — 



Frankfurter ^iluiiarckeiikuiigress. Ebenda 1874. II. 

Das Attentat vom 3. April 1833 und dessen Folgen. Ebenda 

1875. I. 

Zu Goetlies T.ebeu nnd Werken. Ebenda 18X0. 
Das Frankfurter Attentat vom 3. April 1833. Pick Monats- 
schrift zur Geschirhtp \\'e.-,uleuis.*.hlands V. 
l)vv IS Spptpmlirr iö46. Ebenda VI. 

Stati.sLik (iei fi elen Stadt Franklin [ wm] itiiv- Gelaeles, Reden. 
Zeitschrift des Vereins für deiit-! he sr.aistik 1847. 

Wandernnpren durch Frankfurt, FesU^chrilt für den 10. deutschen 
Touri.stentag 1872, 

Wanderungen durcli Frankfurt. Festschrift zur Hauptver^^amm- 
lung de.s Gustav Adolf- Vereins 1877. 

Neuere (TCschicUte von Frankfurt am Main 1806—1866. Frank- 
furt 1881, 

sowie zahlreiche Artikel in der allgemeinen deutschen Biographie. 

Dr. med. Emannel Cohn. 



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Bibliothek- Ordnung. 



1. Den Mitj^liedern unserer Gesellschaft sowie deneu des 
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6. Am 15. Mai jedes Jahi es sind sämtliche entliehene laudier 
behufs Revisiüu, welche aniaugs Juni stattfindet, au die 
Bibliothek zurUckzulieferu. 



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Wissenschaftliche Abhandlungen 



— 3 - 



Eeiseeriiiiicrungen ans dem mala) Isclien 

ArcMpeL 

VoB Dr. Ad. Strubell. 

Vortrag 

gehalten iu der wisienscbaftlichea Sitzung am 17. Januar 1881. 

I. In West-Jaya. 

Es war, meine Herren, im April des vorletzten .Jahres als 
ich in Singapore, dem mächtig emporbliihenden eugliscli-chiuesi- 
schen Handelsemporium des Ostens, von «ler grossen Verkehrs- 
strasse, die lieutzutage nnsere Erde umspannt, abbog, um auf 
einem kleinen Dampfer der Messag. marit. meinem eigentlichen 
Reiseziel den Sunda-Inseln entsfegenziieilen, wo ich, bald sta- 
tionär an einem Orte ai b» itend, bald sammelnd hin- und her- 
waivlernd. so genuss- und lehrreiche glückliche Zeiten ver- 
leben sollte. 

Vom grellen Lirljte der Ti opt li^uiint' h» m hifiien, lagen, 
als wir Tandjong bagar. den ausgedehnten Halen Singapores 
verliessen, die zahlreichen Inseln und Inselclien des Liugga- 
Archipels vor uns. und über den Wogen der See hob sich ihr 
weisser Strand und das darüber liervorragende dichte (lebüsch 
gar lieblich von dem blauen Himmel ab. Aus dem grünen Ge- 
laub lugten hier und da die Hütten der Eingeborenen, grössere 
Niederlassungen im Innern verratend, hervor, und an dem 
Ufer liefen spielend kleine braune Gesellen hin und her, das 
Kapal api, das Feaerschi^f, mit lautem Jubel begrüssend. 

In diesen engen MeereKkanälen ~ dem Festland so nahe 
— herrscht immer ein reges Leben und Treiben. Grasse euro^ 
päische Segelschiffe nehmen, wenn sie gen Osten wollen, hier 
ihren Lauf hindarcb, chinesische Frauen, schwer mit Reis be- 
laden, kommen und geben, und stets zeigen sich zahlreiche in- 
lAndische Boote, tambangan genannt, deren Insassen von Eiland 



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zu Eiland spj^oln. um Einkaule zu maclion oder vielleicht auch 
mit Handelsleiileii Uber die näeliste Ernte des l-iambier zu be- 
raten, der auf jenen Inseln den Hauptausfuhrartikel bildet. — 
Erst, Wenn die schmale Strasse sieh wieder erweitert, wenn 
das ^^cpr wieder seine f^rosse, breite Fläche vor uns ausbreitet, 
tritt auch von Neuem jene Ruhe und Stille ein, an die uns die 
lange Fahrt durch den stillen Ozean bereits gewöhnte; nur da 
und dort flattert wohl noch eine Steriia auf oder schiessen in 
tiachem Bogen einige fliegende Fische über das Wasser. — Dem 
vorgesetzten Kurs folgend nähern wir nns allmählich Sumatras 
flacher Ost-Küste, aber immer nur so weit, dass sie uns blos 
als ein schmales Land erscheint. Doch auch sie verschwindet 
bald wieder unseren Blicken; denn jetzt am Abend lagert sich 
über ihre Uferwälder dichtes j^raueß Gewölk, aus dem von Zeit 
zn Zeit gewaltige Blitze aufleuchten und den Horizont rings- 
um fftr Momente in ein Flammenmeer Terwandeln. ^ Auf eine 
kurze Dämmerung folgte eine herrliche, warme Tropennacht, 
die mir stets in Erinnerung bleiben wird, weil wir in ihr den 
Äquator passierten. Den kfihlenden Windhauch geniessend, 
blieben wir damals lange auf Deck; von dem Firmamente strahl- 
ten uns die schonen Sternbilder des sfidlichen Himmels ent- 
gegen, und vom Scheine des Vollmondes, der sein zitterndes 
Silherband über die weite, weite See ergoss, begleitet, fahren 
wir in die südliche Hemisphäre unserer Erde hinüber. — Schon 
am frühen Morgen des nächsten Tages tauchte vor unseren 
Augen das langgestreckte Bangka auf, mit seinen nur wenig 
sich erhebenden Hügelzügen, mit seinen ungeheuerenZinnschätzen, 
(lie Holland so viel Reichtümer bringen. 

Und nun — nur noch 24 Stunden, dann waren wir an 
unserem Reiseziel angelangt, dann sollten unsere Wünsche, sollte 
ein lang gelu fjl er .Tugendtraum seiner Erfüllung entgegengehen. 
— Freiulii^e iM wai tiing Hessen mich m dieser Zeit nur wenig 
zum Sdilal' konini^Mi, ruhelos warf ich mich auf meinem Lager 
hin und her, und so war ich denn jetzt auch bereits vur Tanres- 
graueu auf Deck, um den iMonicnt, wo Javas Kiiste sich un.seren 
Blicken zuerst zeiiren sollte, nicht zu versäumen. — Alles war 
noch i?i liele Dunkelheit gehüllt: vorsichtig, in langsamer Fahrt 
dampfte unsere „Wolga*' zwis( hen (U ii Koralleneilanden der so- 
genannten „Tauseud-lnseln** hindurch, und als wir Pulu Edara 



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— 5 — 



erreichten, erl<isrli eben das laicht des Leiii-littiiiius, und im Osten 
schickte die Sonue \hvo eii>ten Strahlen «'miior. — Noch lag 
über dem Land ein undurchdrinsrlicher Nt lielschleier, aber je 
höher die Sonne stieg und je mehr die W inmo zunahm, umso 
rasclier lichtete sich auch die Dunstdecke, und in vollster Klar- 
heit zeigte sich uns jetzt die flache Küste, aus der in der Feme 
die beiden Vorposten von Javas blauen Bergen, der Uannng 
Gedeh and Gunang Salak in reinen Linien hervorragt en — 

Java bildet seinem Umfange nach zwar erst die vierte 
unter den grossen Sunda- Inseln; denn das kontinent^leiche 
Borneo sowohl wie Suradtra und C elebes fiberti-etfeii dasselbe 
bei weitem an Ausdebnang; aber sein fast unerschöpflich frucht- 
barer Boden, der sehen seit Jahrhunderten der Kultur erschlossen, 
seine grosse Produktivität macht es dennoch zu dem hervor- 
ragendsten, gewinnbringendsten Besitztum, zu der Perle von 
allen Kolonialeilanden niederländisch Indiens. 

Voin 5^ 50' bis 50' sttdl. Breite sich erstreckend und 
zwischen 105^ und n4*^0stL Länge gelegen, gleicht dasselbe 
seinem Aussehen nach einem langausgezogenen Rechteck. Auf 
seiner Oberfläche von über 2300 Q.-M. ziehen, auf tertiärem 
Untergrund ruhend, von Osten nach'Westen gewaltige HöhenzBge 
hin, deren Kämme von 45 teils erloschenen teils noch eifrig 
ans ihren Schloten weisse Dampfwolken gen Himmel sendenden 
Vulkanen gekr(^nt werden. — Fällt das Land an der ganzen SQd- 
kflste rasch ab, stürzen dort die Felsmassen, in deren Schluchten 
und Höhlen die Salanganeschwalbe ihr kostbares Nest baut, 
steil in das hier tiefe Meer hinab, so dehnt sich an der Nord- 
seitt; eine weite Ebene aus, an deren Rand die Haupt-Handels- 
sttldte Javas sich befinden. Hunderte von B;u lit ii und liisschen, 
die zur KefTt^izi it, wenn der Westmonsun wein, niiichtig an- 
schwellen, riesi In in raschem Lauf v*iii dt u Hergen nach allen 
Richtungen und bewässern das ErdreicJi: die herrschenden Winde 
fahren vom Ozean her unausgesetzt neue Fenchti^rkeit zu, und 
auf der dicken Huniuhdeck»-. in dicN* r ewis; gleichnuissig warmen 
T( III j'pratur. spriesst eine Vegetation m. rippip: nnd srrossartig 
wie sie — Brasiliens Wald^ebiete vi( llcichl ausizcnnminen — 
Avolil nirs^ends nielir anderswo auf d< i- Krde anp^« trifttcii wiid. 
In den Niedeniiiq^en blickt das Auge weit und lucit iiln'i- bli'dirnde 
Uefilde, Über die ÜUgel ziehen Theeanpllauzungeu hin, au den 



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- 6 - 



Gehängen der Vulkane steigen Kaffeegärten and Tabakplantagen 
hinanf bis in ca. 5Ö0O' mit der Cbinaknltor der menschliehen 
Tbätigkeit eine Grenze gesetzt wird, ?on wo dann der Urwald 
wieder das noch fibrige Gebiet bis nahe znm Gipfel beherrscht. 
Prächtige Landstrassen, zum Teil ein Werk des General- 
Gouverneur Daendel, und so gut wie die unsrigen, durchkreuzen 
zudem noch das liand und sichern die schnelle Befördei uiig der 
Ernte vom iuiieiii au die Küste — ja selbst seit mehr als 
10 Jahren laufen verschiedene Schienensträno^e durch die Insel, 
auf denen man, wenn die Anak- oder Kiudt isee im Süden ein- 
mal Ubeil)i ückt sein wird, in kurzer Zeit, olme die kostspielieren 
Dampfer benutzen zu müssen, vom \\ esieu bis iu den aussersien 
Osten gelangen kann. 

Die Natur hat iu der Tliat über Java, das mit Recht die 
Smarasrdinsel c:enannt wird, ihr Fiillhoni im vollsten Maasse aiis- 
ges( hüttet, und wie reich diese Quellen tliesseu. davon liefert 
seine Bevölkerung: von mehr als 22 Millionen Menschen, die hier 
auf und durch diesen Boden h'ahruug und £rwerb finden, ge- 
wiss den besten Beweis. 

Wer noch vor sechs Jahren nach Batavla, der Metropole 
der holländisch-indischen Kolonien kommen wollte, der mnsste 
sich und sein Gepäck von der weit draussen gelegenen Rhede 
— Java besitzt leider kaum einen natttrlicben Hafen — ver- 
mittelst eines gebrechlichen tambangan an die Küste bringen 
lassen, und auch dann noch einen langen Kanal hinauf fahren 
bis er am Ende des sogenannten Kali besaar seinen Fuss auf 
festes Land setzen konnte. Seitdem aber bat der immer mehr 
znnebmende Schiffsverkehr ein geräumiges Hafenbecken, den 
Tandjong Priok, entstehen lassen, an dessen Quai hente alle 
grossen Passagierdampfer anlegen. Englische Steamer machen 
hier auf der Hin- und Rückfahrt nach Australien Station, 
französische Dampfer werfen hier Anker, und die Boote des 
Rotterdamer Lloyd und der Maatschappy Neederland laden dort 
ihre Passagiere und Importwaren ab, um nach kurzer Rast 
Eolonialprodukte und auch Tropenmftde ihrem Heimatland wieder 
zusnffthren. 

Ringsum, wohin wir schauen mögen, herrscht ein stetes 
Gehen und Kommen. Scharon von Kulis tragen geschäftig Lasten 
von und zu den Schiffen, Andere stehen mttssig, den einläufendoi 



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7 — 



Dampfer erwartend, umher, und hier und dort schlendert ein 
bezopfter Sohn des himmlischen Reiches, der nie da fehlt, wo 
der Handel gedeiht. — Fremd, wie nns das Aussehen und Ge- 
bühren dieser bronzefarbeiiHii iTesellen noch ist, von denen der 
eine wie der andeip iliHSt^lbe Pliysiognomie zu besitzen sclieiut, 
fast ebenso fremd ist uns uurh ihre Sprache. Niclit oline Miss- 
traiien erwehren wir uns deshalb ihrer Angriffe auf unsere 
Habe, und gelangen endlich unter fortwährendem unverstiind- 
lirhen Geplauder unserer Begleiter, aber unbeanstandet von der 
Zollbehörde, auf den Bahnhof, von wo wir den nächsten Zug 
nach Batavia benützen. — Schauen wir, wenn der trein, wie 
die Holländer sagen, sich bereits auf dem Weg nach dem euro- 
päischen Viertel von Batavia, nach Weltevreden befindet, noch 
einmal nach dem Meere zurück! — Dort säumt ddn Hand der 
See ein breiter GHi tel eigent&mlicher dankelgrüner nur mässig 
hoher B&nme ein. Ihre Stämme scheinen auf Stelzen zu stehen, 
die unter einander ein wirres Flechtwerk bilden, zwischen ihrem 
glänzenden Laub zeigen sich sonderbare schotenartige Gebilde: 
die jungen Pflanzen, die noch am Maiterhanm befestigt sind. 
Es ist das Gebiet des Rhizophoren, anf das wir blicken, jene 
Gegend, wo Land ond Meer mit einander streiten, wo der Boden 
in ewiger Bewegung begriffen ist, wo Fieberkeime die schwüle 
Luft durchsetzen, die dem Menschen, der lange sich hier auf- 
hält, zumeist den sicheren Tod bringen. — Darum ist's auch 
dort 5de und stiU; denn nur zuweilen besuchen Eingeborene 
und Europäer diese Gegenden zu Jagdzwecken oder es er- 
scheint einmal ein Naturforscher in ihnen, um das eigenartige 
reiche Tierleben der Mangrovesümpfe kennen zu lernen. Erst 
da, wo die Nipapalme, die dem Malayen das Deckmaterial fftr 
seine Hfltte liefert, an Kanälen auftritt und der Boden 
wieder fester wird, stGsst man auf Wohnstätten der Einge- 
borenen, und je weiter landeinwärts umso häufiger werden die- 
selben. Aber immer sind auch die Niederungen hier noch der 
zahlreichen Moräste wegen ungesund, und der Huropäer meidet 
sie soviel er kann und baut sein liaus noch nielir ins Land 
hinein, in dem schönen, durchaus gesunden Weltevreden. — 
Batavia zerfällt in das eigentliche alte Batavia und das eben 
erwähnte Weltevreden. In dem ersteren wohnen nur chinesische 
Handwerker und Kleinhändler, Malayen und Araber; au dem 



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Kali besaar ziehen sich die giusseu Lagerräume und ßureaux 
eurupiiischer Handelsfirmen hin, in denen von 10 Ulu Morgens 
bis in den .späten Xuclimittag sehr rüstig gearbeitet wird. Sein 
Heim jedocli schlügt der ^tuan bullanda" niemals dort auf. das 
lie^t in dem europäi.schen Stadtteil, in Weltevreden. Dort be- 
linden .sich die reicli aiisgestattcteu Läden oder toko.s, dort 
stehen alle Ke^ieruii^-ijebände. auch das Palais des Gen» ral- 
Gouverueurs, nnd i in iJMim den Riesen platz, den Koninfr-i»]* in 
auf dem halb Fiankliirl Platz hätte, liegen an breiten Strassen 
zerstreut, oft in herrlichen Oärten und Paikaulagen, die Woh- 
nungen der Europäer. — Ein solches Hans ist, wie die Hütte des 
Malayen, dem Klima angepasst, luftig gebaut. Auf steinernen 
Pfosten ruhend, erhebt es sich selten über ein Stockwerk hin- 
aus. Vorne befindet sich eine breite Veranda, auf der die 
Familie ihre Besuche empfängt und die Abende verbringt, und 
von ihr aus führt ein eben so geräumiger Gang, an dessen 
Seiten sich die Schlaf- und Arbeitszimmer anschliessen nach 
der Achter- oder Hintergallerie, die als Speisesaal und Auf- 
enthaltsort während der warmen Tageszeit dient. Hinter dem 
Hauptgebäude liegen dann die Badestuben und die Räume fttr 
die zahlreiche Dienerschaft, die in einem grossen Haushalt oft 
ein Dutzend übersteigt; denn es ist z. B. schon allein Sitte ein 
jedes Kind der Obhut einer besonderen «bahn' anzuvertranen. — 
Alle diese Hänser zeigen fast denselben Charakter; das feucht- 
heisse Klima erlaubt hier keine monumentalen Bauten, und 
ebenso monoton me diese Gebäude in ihrem Äussern, ebenso 
gleichförmig verläuft auch meist das Leben ihrer Besitzer. 

Schon früh morgens, bevor noch die Sonne aufgegangen, 
erbebt sich die Familie von ihrem Lager, das gegen die lästigen 
Moskitos mit einem TflUvorhang, einer ,klampu'', geschfttzt ist. 
Dann wird ein Bad genommen, und der Hansherr macht darauf 
mit einer leichten Hose und Jacke bekleidet, mit seiner Dame, 
die gleichfalls Mos einen inländischen Sarong um die HUften 
geschnallt und ein dflnnes Obergewand umgeworfen hat, bar- 
haupt einen längeren Spaziergang. Ist er von da zurttckgekehrt, 
80 kleidet er sich um, frühstückt und fährt zur Stadt, um dort 
bis zum Abend seinen Geschäften nachzugehen, während die 
Frau inzwischen im Hause schaltet und waltet. Um 12 Uhr 
liudet dann die Ueistalei statt, bei der es ucbeu dein gedämpften 



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— y — 



Reis als llaui<tgeiiclil noch mein- als zwei Dutzend Ziispeiseii 
gibt: verschiedene Sauren, gebratenes und gekoclites Huhn, 
marinierten, gekncliten und gebratenen Fiseb. Eiersiieisen, das 
inländisL'be gnilmk .Npanisnben Pfetter im<] Timncherlei anderes. 
Ist der Herr wit ilci- aus dein Bureau angelanjrt. so ei'quickt er 
^icli abermals liiueh ein iiad. arbeitet vielleicht etwas in leichter 
Kleidung in seinem (iarten. empfängt uder macht Visiten, um 
schliesslich nach der Abendtafel, die in ganz europäischer Weise 
hergenciitei ist, noch eine Ausfahrt zu unternehmen. Ebenso 
früh wie man sich erhoben, geht man auch früh ztt Bett; am 
10 Uhr liegt meist schon Alles in tiefem Schlaf. 

So verlauft das Dasein des Europäers Tag fiir Tag. ohne 
dass viele Zerstreuungen, wie bei uns, eine Abwechslung brächten, 
und 80 Mancher, dem schon längst in dieser schwülen Tem- 
peratur der Sinn fUr die ihn umgebende grossartige Natur ver- 
loren gegangen ist. sehnt die Zeit herbei, wo ihm der Arbeit 
Lohn, ein behagliches Dasein in der Heimat winkt. — Aach 
nna hält es nicht lange in dem heissen Batavia mit seinem 
geräasehvollen Treiben, trotss der so freundlichen Aufnahme, die 
wir in Herrn Hoppenstedt^s Familie (dem Vertreter der Frank- 
furter Finna: Gumprich & Straass) gefunden. Nach langem ge- 
zwungenen MQssiggang verlangt es jetst wieder nach Arbeit, 
und 80 brechen wir bald nach dem h5her gelegenen Buitenzorg 
auf, wo der liebenswDrdige Direktor des botanischen Gartens 
Herr Dr. M. Treub uns seine Gastfreandschaft bereits zuge- 
sichert hat. An ausgedehnten Kokospalmenwäldem, an hohem 
BambugebAsch vorbei, an im schönsten GrDn prangenden Reis- 
feldern, an. weiten Bananengärten entlang, zwischen den Kam- 
pongs oder Dörfern der Eingeborenen hindurch fahren wir in 
langsamer Steigung nach Bnitenzorg, dem Sanssouci Javas, das 
wir nach kaum anderthalb Stunden erreichen. Dr. Treub heisst 
uns aufs herzlichste willkommen, und in dem botanischen Garten, 
der wohl ohne Zweifel als der schönste der Welt gelten darf, bietet 
er auch uns, den Zoologen, eine Arbeitsstätte in seinem präch- 
tigen Laboratorium, wo wir in Ruhe und ohne mit jenen mannig- 
fachen Mühsalen kämpfen zu müssen, die sonst Tropenreisende 
allenthalben erwarten, unseren JStiulien nachgehen kcniien. — 

Hier, umgeben von einer grussarligen Natur, in diei>em 
herrlichen Garten mit seineu tausenden Vertretern tropischer 



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— 10 - 



Vegetation , seinen Palmen- und OrcUideenciuaitieien , seinen 
Faingebüschen und Alleeu lieseuliatter Waringin- und Canarien- 
bäume, hier am Fui^se des erloschenen Vulk.tnes Salak, im An- 
blick der schönsten Landschaftsbilder war es, wo ich einen 
grossen Teil der Zeit, die ich auf Java verbringen (Uufte, ver- 
lebte. Balil taj^elang am Mikroskop sitzend malend, zeiclnieud 
und konservierend, was meine kleinen, biannen. l'ruljen Freunde 
mir gebracht, was ich selbst erbeutet oder was Sammler und 
Bewohner ferner Kaniiion?^ mir zutiilirlen, — bald wieder Ex- 
kursionen nach den Herfen, den Süsswasserttinippln. den Man- 
grovesümpfen oder auch nach den nächsten Kuralieneilanden 
der Javasee unternehnipnd, fast immer begleitet von meinem 
ebenso intelligenten wie gemütvollen treuen javanischen Diener 
Rustam — habe ich in diesen Monaten Land und Leute West- 
Javas, oder wie dasselbe auch genannt wird: der Sundalande, 
eiDigermassen kennen gelernt, und darüber Ihnen in koneen 
Zttgen SU berichten, mögen Sie mir jetzt noch gestatten. 

Wohl einer der schönsten Gegenden West-Javas, vielleicht 
die schönste auf Java überhaupt, bildet der gi osse Gebirgs- 
distrikt, der unter dem Namen der Preanger Regentschaften, 
eine der 22 Residentien Javas umsehliesst. Von dem zentralen 
Hochplateau von Bandong, das mehr als 9000' über dem Meer 
gelegen, strahlen nach allen Seiten weit verzweigte Höhenzuge 
ans, auf denen sich eine grosse Anzahl zum Teil noch thfttiger 
Vulkane erheben. Gegen dfiden erblickt man den Gebirgsstock 
des Malabar, weiter nach Osten hin liegen der Gunung Guntur, 
der Tjikorai, der Papandajan und der Alannsee Telaga Bodas, 
während im Norden der Tankuban-Pran langsam aufsteigt und 
noch mehr nach der Niederung vorgeschoben die Gunung Gedeh, 
Pangerango und der Salak, an dessen Fuss Buitenzorg sich be- 
findet, diese Berglandschaft schliesslich abgrenzen. ^ Überall 
sorgen kleine Bache und Flfisse hier fhr die Bewässerung des 
fruchtbaren Bodens. In den breiten Thiüem dehnt sich ein 
tippiges Kulturland aus, bewirtschaftet von zufriedenen, genüg- 
samen Menschen, und von den Gipfeln schaut das Auge weit fiber 
das Land und die Höhen, deren in blauen Duft gehflllte Felsmassen 
ihnen die Bezeichnung der blauen Berge eingetragen haben. 

Öfter und zu verschiedenenen Zeiten habe ich diesen 
stliüueii Erdeulleck nach mehreren Richtungen hin durchwandert, 



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— 11 — 



und mir weoigstens auf einem dieser Ausflüge in Gedauken zu 
folgen, lade ich Sie, raeine Herren, hiermit ein. — 

Alle Unterhandlunf^en mit einem ^lalayeii beaii.-i-i uchen 
.stets neben viel Geduld auch aiisistM unlentlich viel Zeit; wir 
sorgen deshall) auch schon am Abend voiher fttr ein geeignetes 
Gefäiiit. d.ii, uns über den Pass des Meggaaiendung nach dem 
nordöstlidien Abhang des Gedeh bringen soll, von wo (l.tiiu 
später dem PHanzengarten vdu Tjibodrts einen Besucli abstatten 
und wenn mr)ß:lich eine l^esteigung des noch thäligeu ü;iUO' 
hoben \ iilkaas voruehmeu wollen. 

Schon früh, noch vor Sonnenautgan^, sind wir auf: denn 
in den Tropen ist die Zeit der ersten Xfoigenslunden wegen 
ihrer Frische nnf] Kiihie die angenehmste des Tages. Unsere 
Kareta bespannt mit 2 kleinen javanischen Pferdchen, aus der 
Provinz Kedn stammend, liält bereits vor der Veranda unseres 
Gasthauses. Wir bringen unser geringes Gepäck nebst einigen 
Sammelgläsern und etwas Mundvorrat in dem keineswegs sehr 
bequemen Vehikel unter, schwingen uns über das Hinterrad 
auf den hohen Sitz, und fort gebt die Fahrt in daa herrliclie 
Land hinein. 

Unser chinesischer Freund Sien Biu, der uns so manch- 
mal za ftbenrorteilen sachte, hat bereits seinen toko geöffnet and 
steht vor dessen Thür. Er winkt uns lächelnd ein .slamat 
djalaDg** ,gate Beise*^ zn und löst dabei höflich zum Grass 
seinen nin die Stirn gewundenen Zopf, dessen Ende ans weisser 
Seide anzeigt, dass er Trauer hat. Ein alter Verwandter ist 
ihm gestorben ; noch kttrzlich sah ich ihn, behaglich eine Pfeife 
schmauchend, anf seinem eignen Sarg sitzen, weldien die Chi- 
nesen sich vorsorglich immer vorher zimmern lassen. — Aber 
anch auf der Strasse ist es Jetzt schon sehr lebhaft, denn es 
ist heute hari senin, Montag, Passar oder Markttag. Tukan 
warong, wandernde Gark(^che, ziehen an uns vorüber; anf ihren 
Schultern tragen sie an den Enden einer Bambustange zwei 
hübsch geflochtene Gestelle, welche die Vorräte: Reis, ikan 
kring: getrockneten Fisch, Fleischstftckchen znm Bösten, viel 
lombok, geschmorten Pisang etc. neben bescheidenen Wirt- 
schaftsutensilien enthalten. Ein anderer Kam pongbewohner kommt 
daher: in seinem aus Palmblättern gefertigten Körbchen be- 
iludet sich ein wertvoller Kampfhahn, den er schweren Herzens 



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— 12 — 



zn Markte bringt. Und eben geht an uns eine Dorfschöne vor- 
über, (Ue durch ihre elegante zierliche Gestalt unsere besondei-e 
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Langsam. <?eTnessenen Schrittes 
schreitet sie dahin. I ber ihrem schwaizgianzenden Haar, in 
welchem eine duftende Jasmin- und eiue gi ellrote Hibiscusblüte 
stecken, hält sie mit einer ilirer kleinen Händchen einen europä- 
ischen Sonnenschirm. Iliren Oberkörper bedeckt eine leuchtend- 
blaue Kabaja ans hillio^em Seidenstoff, von einer silbernen Brust- 
nadel zusammengelialten, und ihren TTnterkörper umschliesst 
ein schön ^.gebalikter" tSarong. prall ihrem Hinterteil anliegend, 
mit dem sie nach Landessitte sehr gut zu kokketieren versteht. 
Unter dem Vorwand für einen ihrer Lieblinge — denn der 
Malaye ist ein ebenso grosser Kincierfreund wie der Chinese — - 
Einkaufe machen zu wollen, begiebt sie sich auf den Passar; 
aber sie weiss sehr gut. dass sie dort immer Freundinnen trifft, 
mit denen sie auf dem bale-bale, der Bambubank, horkeud, 
stundenlang den Dorfklatsch auskramt und geraeinsam über die 
schlechten Männer schimpft. Dass sie als Schönheit gilt, ist sie 
Bich bewQSSt Ihre Hautfarbe weicht auch von der gewöhnlichen 
etwas ab: es ist ein helles goldbroBze; ihr breites Gesicht je- 
doch, die platte Nase, die vorstehenden Backenknochen und der 
grosse Mund mit den wnlstigen Lippen macht sie nns dennoch 
wenig anziehend. 

Auch auf dem Markte selbst ist alles in voller Thätigkeit. 
Unter atap-atap-Däcbern sitzen die Verkäufer in langen Reihen ; 
Tor ihnen liegen Gemflse der yerschiedensten Ari;, und da ge- 
rade die Reifezeit der meisten FrQchte, werden Mangas, Mango- 
stinen, Bambntan, Nangkas (Artocarpns), Papaias (Garica), 
Ananas, Bananen und die von Wallace so sehr gepriesene Durian 
in grossen Mengen feilgeboten. — In der Passarhalle dagegen 
verhandeln Chinesen nnd Araber in ihren Bazaren nur Tuche, 
Seidenwaren, europäischen Kleinkram nnd inländischen Schmuck. 

Doch unsere Ear6ta f&hrt schnell an diesem Gewoge von 
Menseben vorbei und eilt ebenso rasch durcb den Kampong 
China, das Chinesen viertel, wo ein gleich emsiges Treiben herrscht. 
— Noch begleiten aber lange Zeit unseren Weg die Bambn- 
hütten der Malayen mit ihren spitz zulaufenden Dächern und 
ihren kleinen Vorgallerien, auf denen nähend und webend die 
Frauen mit ihren SprOsslingen hocken. Ein bescheidener Bananen- 



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— 13 - 



oder Papaiagarten liegt dem luftip:on IfSusclien gewöhnlich zur 
Seite, einige Fruchtbäunie. der scliüne Artocarini?; incisa oder 
der Durio zibethinus spenden mit ilirer Laubkrone den nötigen 
Scliatten, und nach der Strasse hin grenzt meist eine Hecke 
von buDtblättrigem Croton oder rot- und gelbblühendem Hibis- 
cas, dem pohon kempang sepatu, das kleine Besitztum ab. 

Erst in Gadok, wo die Pferde gewechselt wurden, werden 
die Wohnstätten an der grossen Poststrasse spärlicher und 
aach Menschen begegnen uns nun seltener. — Bas Land wird 
jetzt ofTener, und links und rechts ziehen sich terassouförmig die 
Keisfelder auf dem hügeligen Terrain hinauf. Eines der fQr 
Java charakteristischsten Bilder liegt hier vor uns! Denn was 
das Getreideland für ans, das ist das Reisfeld für den Malayen. 
Es spendet ihm seine Hauptnahrung und deshalb schon widmet 
er der Kultur der itSawahs** sein ganzes Tagewerk. — Hinter 
dem mit zwei karbanen bespannten Pflug einherschreitend, 
schaufelt er die Erde um, und sein Sohn yielleicht begleitet 
ihn, damit er ihm helfend, die verschiedenen Handgrife schon 
frfth erlerne. Wenn das kapala kampong, das Dorfoberhaupt 
ihm bedeutet, dass er das Wasser nun auch auf seine Felder 
ableiten könne, säet er und Iftsst dann, die Erdf^lle durch- 
brechend, den Strom von Terasse zu Terasse rinnen. Bald 
schiesst die schone hellgrüne Saat auf, und hat sie die richtige 
Höhe erreicht so zieht er die Stecklinge heraus und verteilt 
sie wieder auf seinem Land, Allah zugleich um eine gesegnete 
Ernte bittend. Sind dann endlich die Körner reif und ist die 
Erntezeit da — und dies wiederholt sich in gflnstigeii Jahren 
zweimal — dann schmückt sich Gross und Klein, und mit den 
besten Kleidern angethan ziehen Schnitter und Schnitterinnen 
liinuiLs. Ulli mit dem ani-.mi Halm für Halm loszutrennen, diese 
in klein* (.;irben, gedeng, zusammenzubinden und sie unter dem 
Geläute des anklong und unter Flötenspiel im Jubel der Hütte 
zuzutragen. Feste werden jetzt veranstaltet, Schmäuse, slama- 
tans, werden abgehalten, die Tantakmädchen geben ihre bizarren 
Tänze zum besten, und den zwei schönsten Uaiben, die man 
sich sinnig als Braut und Bräutigam denkt, tind deren Ähren 
man fiir die netie Aussaat verwendet, werden reichliche Opfer 
an Si'( i^f und Trank dargebradit. — Oft nach dieser Zeit hört 
mau dauii in der Dessa, wie man jene Dörfchen zwischen den 



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14 - 



Reisfeldern nennt, neben dem Klappern des Webstahles, das 
Stampfen der srhw» len Holzpflöcke, mit welchem der Reis ent- 
hülst wird, und wt^un es Abend geworden dringen di<' sanften 
Molltöne des „gamelang." des javanischen Orchesters, aus der 
Ferne zu uns herüber, so manchmal begleitet von einem rae- 
lanchülischen Lied, in welchem der Sänger die Tagenden seiner 
Auserwählten preist. 

Es sind hübsche, wohlgestaltete Menschen, von mehr oder 
minder heller Bronzefarbe und kräftigem Gliederbau, die an 
diesen Berglehnen und in diesen Bergen wohnen. Arbeitsam 
und zufrieden mit dem, was der Ertrag ihrer Felder abwirft 
und den wenigen Centen, die sie als Tageslolm auf den Plan- 
tagen erhalten, führen sie mit ihrer oft zahlreichen Familie, 
als Muhamedaner oft mit 2 und 3 Franen, ein glQcklichea Da^ 
sein. Hat man einmal ihr Misstranen verschencht, dann weicht 
bald ihr verschlossenes Wesen, das sie dem Weissen anfangs 
immer entgegenbringen, und sie werden mitteilsam. Und wer 
sich in ihr Denken nnd Ffthlen hineinzuleben versteht, wird 
auch bei diesen grossen Kindern so manchen schönen Gemflts- 
zug gewahren, dessen sich Europfter, die bftufig so stolz anf sie 
herabblicken, nicht zu schämen brauchten. Aach der Natur- 
forscher speziell lernt in ihnen Leute mit einer scharfen Beob- 
achtungsgabe für Naturdinge schätzen. — Unehrlichkeit nnd 
Faulheit sind ihnen vielfach vorgeworfen worden. Nun, es mag 
Diebe nnd MOrder unter ihnen geben, and manche mdgen es 
in den* grossen Städten bei schlechten Beispielen geworden 
sein ; aber darf man darum diese schlediten Eigenschaften Ein- 
zelner als einen Charakterzug eines ganzen Volkes bezeichnen ? 
Ehrlich und thälig sind diese Menschen hier in den Bergen, 
auch anhänglich, freilich empfindlich sind sie stets; ein hartes 
Wort kiiuikt lange und gar eiu vSchlag brächte auch den Apa- 
tischesten unter ihnen in Zorn und erweckte Rache. Aber das 
spriclit nielir für ein tiel'eiugewurzeltes Ehrgefühl als für eine 
unziemliche Eigenscliaft. 

Doch, meine Herren, über dieser Plauderei haben wir 
uiiseien \W2' fast au.s den Augen verloren. — Die ebene Strasse 
haben wir schon längst verlassen. Die Heerde von ßUffeln, 
die wir noch vor kurzem seitab bemerkten, behasrlich im Mo- 
raste watend, die Möuchstörche , die Scharen htUbehederter 



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- 16 - 

Keiher in den sawahs auf der Jagd nadi Fröschen, sind ver- 
schwunden. 

Unser Rosselenker treibt unser Viergespann mit sonder- 
baren Lauten, die mich lebhaft an jene komiachen Aufmunte- 
mngsrufe italienischer Wagenführer erinnerten, zn scharfem Trab. 
Die störrigen aber ausdauernden kleinen Thiere mfissen tfn htig 
ziehen, denn wir steigen jetzt steil an. Es wird merklich kühler ; 
die Temperatur von 27" R., die wir von Bnitenzorg um diese 
Tagesstunde gewohnt sind, sinkt bis zn 15 ^ nnd nns fröstelt 
im weissen Drillanzng. Ancb der Fencbtigkeitsgehalt der Lnft 
nimmt sehr beträchtlich xn; der Pflanzenwnchs zeigt grössere 
Ifannigfaltigkeit, Farne in Mengen erscheinen zn den Seiten des 
Weges nnd schillernde Tagfalter fliegen an uns vorAber. — 

Da, als wir beinahe die PasshAhe erreicht haben, hält 
unser Gef&hrt; unsere braunen Begleiter kommen heran nnd 
anf eine kaum sichtbare Lichtung zeigend, sagt der eine: ,di 
sini ada dlJalang ka Telaga Warna', hier geht^s in den Urwald, 
nach dem Kratersee! — Es war das erste Mal in meinem 
Leben, dass ich hier einen Urwald sah, und wie soll ich Ihnen 
den Eindruck, der mit Worten eben so schwer wie mit dem 
Zeichnenstift wiederzugeben ist, schüdem? Der Europäer, ge- 
wohnt mit dem BegriiT Wald stets eine mehr oder minder grosse 
Gesellschaft gleichartiger Bäume zu verbinden, steht hier anf 
einmal vor einem Gewirr hunderterlei Baum- und Strauchformen, 
die alle sieh wild durcheinander schlingen, wo eins das andere 
zn veriiiHiigen sucht. Ein schmaler Pfad lässt sich wohl am 
Ein^aii^ erkennen, aber er hört bald <tui. Der Malaj'e. der 
sich nn( h vor wenigen Taf]^eii dort mit dem Klewang Bahn ge- 
brochen, muss heute wieder zu dem Schlagmesser ^-eifen, wenn 
er weiter vordringen will, - so üppi^ spriesst und wächst hier 
alles von Neuem! — Auch uns marschieren jetzt zwei mit 
Messern bewaffnete Leute voraus. An riesenhaften Bäumen 
vorliei. deren Krune oft erst in SO Kus.s Höhe be<?innt und 
deren Blattformen der Botaniker nnr mit dem I'erspektiv er- 
kennen kann, unter meterlangen Farnwedelu hindurch, oft im 
Moder bis über die Knöchel einsinkend und wieder über um- 
gefallene Stämme kletternd, kommen wir nur langsam vorwärts. 
Überall trieft es von dem dichten Gelaub herab, von Geäst zu 
Geäst ziehen Kletterpalmen, wohin der Blick iüllt, Kpiphyten, 



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— 16 - 



schöne Asplenien nnd bante kleinblfltige Orchideen, und auf 
dem Boden wuchern Selaginellen und aus ihm schiesst hier nnd 
dort der läciiiushohe Blütenkolben eines Araorphophollus her- 
vor. — Endlich, nach vieler Mfthe. j^elangen wir aus dem 
Halbdunkel wieder an eine Lichtung, und vor uns liegt, mitten 
im Liwald, ein kleines Wasserberken, das Telap^a Warna. 
Allenthalben die herrlichste Vegetation' Fast stiikretht steigt 
lins gegenüber die Kraterwand empor . an ihi kliinnien die 
mannigfaltigsten Tiaubbäunie. klettern prächtige Alsophilen in 
grosser Zahl hinauf ■-- und das bezaubernde Ribl spiegelt sich 
wieder auf der ruhigen Obertlaciie des Sees! Nur einige 8t hnit tti i- 
linge tiattern am Uferraud hin und her, sonst ist kein Gelier 
zu sehen, kein Ton zu hören. In Gedanken versunken stehen 
wir lange da, beglückt von der Ruhe, die uns hier umgibt, 
bis die ungeduldig gewordeneu iSundanesen uns daran gemahnen, 
dass es Zeit ist umzukehren. — Durch eine andere Strecke des 
Waldes kehren wir dann wieder auf den alten Weg zurück, 
wo die kar6ta uns bereits erwartet 

Das eine Gespann wird losgekoppelt und von dem Puntiak, 
der höchsten Spitze des Meggamendong fahren wir im Galopp 
hinab in die weite Hochebene, Sindanglaya zu. — Tu der hier 
befindlichen Gesundheitsstation, die in erster Linie für Regie- 
rangsbeamte erbaut wurde, und wo viele Militärs Heilung und 
Besserung suchen von jenem schrecklichen Beri-beri-Leiden. das 
sie sich in dem verhängnisvollen A^'eh holten, halten wir je- 
doch, nur eine Nacht Rast; denn schon früh am Ifotgen, nach- 
dem wir ans noch bei dem Chinesen mit Conserven versehen, 
ziehen wir die leicht ansteigenden Abhänge des Gedeh hinan 
nach dem Garten von Tjibodas. — Dr. Trenb hatte uns bereits 
dort angemeldet, nnd so fanden wir schon in dem kleinen 
Häuschen ein einfaches Lager hergerichtet und behalfen uns 
im Übrigen so gut es ging, die Zubereitung der Speisen meist 
selbst Überwachend. — Die Pflanzen die ans umgaben,, gehörten 
bereits der subtropischen Region ao. Prachtvolle Baurofame, 
Uber 25 Fuss hoch, gedeihen neben schonen Casnarinen, viele 
Laubbäume und Coniferen Australiens werden da kultiviert, 
und mit dem Kaffee mit seinen weissen Blüten nnd roten 
Früchten treffen wir auch dort zugleich auf europäische Ge- 
müse: Salat, Bohnen und Erbsen. — Aber die Palmen steigen 



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- 17 ^ 

so hocli nicht. Nur die Arengapalme allein, die dem Einge- 
borenen Palniwein. Zucker iiikI die Gumutufasern liefert, be- 
gleitet den Menschen bis daliinauf. — 

Bald am Waldcssaimi uuih iiiedcinii (Getier suchend, bald 
weiter in das Dickicht hineindringend, wo idi unter anderem 
den Rit'senregenwurm. Meerasc(dex. und zi. iliclie Landplanarien 
crl. miete, verbrachte irli in 'rjiboilas. das eine henlidie Aus- 
>i( in auf die Preangeibctg*^ S^cwilhrt. einige schöne gennss- 
reiche Taere. I^fehrerp Mait^ /ei«rteii >i( Ii in der Dämmerung 
in dem (irlaiib der na(]i>t<'ii IMnnie T^iitoiio^s (Semnopithceus 
maurusj, uficr liint mau dann aucli liier das Gebrüll des 
Pantliers; und wenn k Ii am Spatabend von den Strapazen 
der Exkursionen ausrnln inl. (l<-ui Konzert der Ticadon und Lo- 
custiden lauscht»» unisciiwirrten in leisem Fluge grosse Fleder- 
miinse das Dach des Hauses, und in der kühlen Nachtluft 
tanzten auf der grossen Graslläche vor mir leuchtende Lam- 
pyriden auf und nieder, — Nur eine knrze Zeit wollte ich 
ja hier verweilen, und schon wäi' ich damit beschäftigt meine 
reiche Ausbeute sorglich zu verpacken, als Freund Dr. Sloiter 
ans Batavia bei einem Besuch mich bewog noch länger zu 
bleiben, um mit ihm eine gemeinsame Besteigung des Oedeh zu 
unternehmen. 

In der nächsten Nacht sollte der Aufstieg stattfinden; da 
wo der Weg nach den Wasserfällen von Tjiburom abbiegt, 
wollten wir uns treffen. — Zwei Malayen erleuchteten mit 
Petroleum getränkten Bambufackeln unseren Pfad, ein dritter 
trug den Fouragekorb, während mein Diener mit Decken und 
sonstigem folgte. — Als wir um 9 Uhr aufbrachen, ging ein 
feiner Regen nieder und schon nach kurzer Zeit waren wir 
völlig durchnässt Aber der Weg, wenn auch Uber grosse 
Wasserlachen führend, die kein Steg &berbrttckte, ging jetzt 
doch immer nur langsam bergauf. Erst als wir eine Stunde 
marschiert waren, fingen die Mtthsale an. Der Pfad wurde bald 
steiler und enger, und das von den Bäumen tropfende Wasser 
machte ihn zuweilen so schlüpfrig, dass der beschuhte Fuss 
nur schwer Halt finden konnte. Dabei benahm uns der dicke 
Qualm der Fackeln, der uns entgegenkam, fast den Atem; den- 
noch schritten wir, beinahe trabend, rttstig voran. ^Atti-atti, 
tnan, pohon — atti-atti, batu besaar" : „Achtung, Herr, ein 

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— 18 — 



Baum, — „ Vorsicht ein ^iossit Ffls". so warnte uns unaus- 
gesetzt nnsei- FiiliM i und iiber uuigestür^ilf Stänmie. Uber Stein- 
blöcke, ilurcli den ileis^eü Tji paiiass und wieder durch kalle 
Bäche watend. stie<;en wir liöher un 1 liölmr, bis wir «^efjen 
Mitternaelit in der JScliutzhiitte, kandaiijj: l'adak, ca. löiKJ Fuss 
unter dem Ciipfel, Rast hielten. Vor Kiilte zittornd. nass bis 
auf die Haut, streckten wir uns auf der Hambubank aus; unsere 
Malayen trugen zähneklappernd Holz herbei und bald prasselte 
ein lustiges Feuer, das uns ein wenig erwärmte. Das stetige 
FrostgelUhl bei einer Temperatur von etwa 9^ R. verscheuchte 
jedoch den Schlaf, und so erwartete ich wachend das Tages- 
grauen. Mit den ersten Strahlen der Morgensonne, begleitet 
▼on dem nachtigallfthnlichen Gesang einer hier hoch oben woh- 
nenden Muscicapa, setxten wir unseren Marsch von neuem fort. 
Die Vegetation zeigte jetzt in dieser ivegion ein ganz andei-es 
Aosflehen. Die Stämme erschienen knon'ig, verkrQppelt, die 
Blätter waren lederartig und klein, und je weiter wir kamen, 
um 80 niedriger wurde der Baumwachs, bis am Kraterrand selbst 
die Vertreter der höhet en Pflanzenwelt völlig verschwanden und 
den öden Boden nur Lycopodien und einige Asplenien be- 
deckten. — Der 9300 Fuss hohe Gedeh ist ein noch thätiger 
Vulkan. Sein alter Krater besitzt einen Durchmesser von melir 
als einer halben Stunde. Nicht ohne Gefahr klommen wir seine 
steile Wand hinab, um zu der uns gegenüber aufsteigenden 
Dampfsänle zu gelangen ; denn dort hat sich seit langem ein 
neuer kleiner Krater gebildet. In seinem etwa 200 Fuss tiefen 
Trichter brodelt und zischt es fortwährend; von Zeit zu Zeit 
hebt nnd senkt sich die Ascbenmasse, die den Schlund erfüllt, 
und dann werden wohl auch Steine in die Höhe geschleudert, die 
entweder zurück- oder auch an dem Kratersaum niederfallen. 
— Froh den Gipfel endlich erreicht zu haben, ruhten wir ans 
und erfreuten uns an der prächtigen Kund.sitlit, die in wenigt ii 
Stunden ein W'olkenschleier wahrscheinlich wieder verdeckte. 
Vor uns breitete sich eine weite Ebene aus. begrenzt von sanft 
gewellten Höhenziip^en. unter uns lag der «iuniing bintanpr. rechts 
zur Seite erhob der Pan<!:eranfru seine dielitbewaldele Kuppe. — 
Die Anstrengungen des niicl)ilirhen Mai s( lies hatten mich selbst 
sehr ersch<»pft und so mussie ich in kandang badak noeli ein- 
mal Rast machen, während mein Gefährte rasch nach Sindaugiaya 



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— 19 ^ 



hinabdlte. Bevor auch ich von dort Abschied nahm, pflUckte 
ich noch einige Erdbeeren und Veilchen, die hier hoch oben 
auf Java, so fern von uns, gleichfalls wild wachsend sich finden. 
Dann begann langsam der Abstieg; zu beiden Seiten wieder 
nach Getier ausspähend und die üppige Vegetation, die kolos- 
salen Rasamalen, die armdicken Lianen und die Dutzende von 
Famarten immer wieder bewundernd, sehritten wir auf sich 
schlängelndem Pfade bergab. Neben mir trollte mein braver 
Rnstam und summte ein javanisches Lied vor sich hin. Als 
ich ihn, den immer Frohen, fragte, was ihn denn heute so ganz 
besonders heiter stimme, antwortete er, er sei deshalb so „senang* 
— so zufrieden, weil er nbn doch auch mit eigenen Augen den 
Ort gesellen habe, wo sein verstorbenes Brüderlein jetzt weile. 
Tieulierzip: erzählte er mir dann, wie er vor Jahren in der 
Heimat ein Brüderlein verloien, wie seine Kli< m ilmi hätten 
• in iiiiltsclies Denkmal errichten wollen, wie der tuan cnntrolenr 
lioHanda dies aber vei.'^afft. nnd wie er die kleine Leiche habe 
an den Seestrand hi iiij^n n lassen, damit sie dort in dem Ko- 
ralh-nsand ('iii2fes<-nkt werde. ^Ks fhat uii.s wohl leid." sn sdilcss 
er. -aller, Herr, wir waren doch nicht nllzn hetiiibt. denn wir 
wissen ja, dass Loro Kidiil (die alte iiidix io- (TiHliii. die nach 
dem «'lauhen der .Tavanen anf verschiedenen Vulkanen thront) 
ihn nach dt m (innung ( Jedeli holte, wo er jetzt mit ihr ein 
schönes, heiteres Lehm tiilnt." — 

Spät am Na( liinitlag kamen wir endlich wieder in rjihodas 
an. und wenn auch abermals von einem heftijren (lewittpr- 
regeu durchnässt, eireichten wir doch noch am Abend Sin- 
danglaya, von wo wir am nächsten Tag über Tjandjur nnd 
Siikabumi, an dem TJi-dani entlang dem schönen Bogor oder 
Bnitenzorg entgegeneilten 

Von Neuem nahm ieli dort meine Arbeiten auf. Zuweilen 
begab ich mich dazwischen auch wieder auf die W'anderung 
und besuchte so nochmals den Preanger, wobei ich den Tan- 
kuban-Piau erstieg, den Gunung Malabar und die Gegend bei 
Garut durclistreifte — bis ich dann schliesslich Buitenzorg für 
längere Zeit verliess, um Mittel-Java und dessen eigenartige 
BevGlkerong kennen zu lernen. 

Ich bin, meine Herren, am Schluss meiner heutigen kleinen 
Schilderung angelangt. Eine flüchtige Skizze meiner ersten 

2« 



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— 20 — 



Zeit auf Java ist es nur, dir i< li Ihnen hier darbot, und wenn 
Sie onttäuseht mir deslialli \ i. lh'i( lit Vorwürfe machen, so mnss 
ich dieselben- als niclit ungeredir liiiinelnnen. Aber dfnijpnijrf'n. 
der zum ersten jSfal mit offenen Alicen und offenem Herzen lür 
Land und Leute die unsäglich schöne W elt der Tropen betritt, 
dem treten ja so mannigfaltige neue Kiu drücke entgegen, dass 
es auch einem anderen an meiner Stelle kaum möglich gewesen 
wäre, Alles, was in seiner Erinnerung lebt und webt, in der 
kurzen Spanne weniger Minuten zum AnsdiiKk zu bringen. — 
Möge dieser eine Grand wenigstens mir liire Verzeihung ge- 
wÄhrleistenl 



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— 21 — 



PflanzenpliänologiBche Beobachtungen 
zu Iraukfurt aui Main. 

Von 

Di% Julius Ziegler. 

An meine frfUieren Uittalangen*) Über ph&nologiscbe 
Beobachtungen aoknfipfand, lasse ich nunmehr, nachdem 
die Beobachtnngsjahre eine grössere Zahl erreicht haben, eine 
Wiedergahe der gesamten Ergebnisse folgen. Von diesen bringe 
ich zunächst die einzelnen Angaben für Frankfurt a. M. nebst 
den Mittelwerten derselben; daran sollen sich später — wenn 
es mir vergönnt sein wird — die vergleichenden ph&nologischen 
Beobachtungen der Umgegend, vergleichende Beobachtungen auf 
Reisen, die thermischen ^Vgeiationskonstanten mit den Beob- 
aditnngen an bestimmten einzelnen Pflanzen u. A. anschliessen. 

Erst vor wenigen Jahren hat ein günstiger Zufall mir die 
jetzt in der Senckenbergisdien Bibliothek befindlichen phäno- 
logischeu Aufzeichnungen von Prof. Dr. Georg Ludwig 
Kriegk zur Kenntnis gebracht, welche d<M selbe den von ilini 
sorgfällig gesammelten, in der Frankfurter ^ Oberpostamts- 
zeitung'' verötVt-ntli« Ilten täglichen meteorologischen Mitteilungen 
des Physikalischen Vereins von 1826 bis 1867 handschriftlich 
beigefügt hat. 

Kriegk ei wiiluit in seiner .Physisch - geographischen 
Beschreibuiijr der fing« gen d vnn l^'raiikturt a. M." IRS'.' S. 78 
zwar eil; I ii \o]\ ilmi entworfenen .Hliuenkalender der Arien", 
doch sclieinen seine eigenen IVobachlunger. erst Knde be- 
goDueu zu haben. Besonders zahlreich siud seine phänologischen 

*) Berichte tlt'i »Seuckenb*!r!?i>i l.< ii naturfor^-lictHleii (»eHplNrliatt 1S73;'74 
8. 115 b. 123, 1878. 79 S. «1> b, 121, W i>. iidb b. SM, öl S. 160 u. 166, 
1882/83 S. 294 b. 297 n. 305 b. 310. 



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Beobachtungen aiH dem Anfang der vitTziger Jahre: ^ez,en 1861 
nimmt deren Zahl allmählich ab und von 1862 an h lilen sie 
ganz. Leider sind dieselben nicht alle liir unsere Zwecke ver- 
wendbai'. teils sind die beobachteten Pflanzen melir oder weniger 
ungeeignet, teils ist die Entwickelungsstufe zu wenig btsiimmt, 
z.B. „Blüte" im AUgemtiuen und nicht „er.ste Blilte" oder „Voll- 
blüte'*. Wo irj^end zulässig sind die Aufzeichnungen in die 
lülgenden Tabellen autgt-nommeii . wenn aucli «"»fiers, als un- 
sicher, in Klammern gesetzt. Trotzdem mo<i^rii viele derselben 
der Wahrheit näher kommen, als hs bei den Aufzeichnungen 
anderer Beobachter df^r Fall ist. ohne dass deren Unzuverlässig- 
keit sirli nachträglich mit genügender Sicherheit feststellen liesse. 

Au( h fiir die ersten Jahre meiner l^^fi" begonnenen Be- 
obachtungen will ich eine gewisse Unzulänglichkeit eines Teils 
derselben nicht in Abrede stellen. Dessenungeachtet habe ich 
die Ergebnisse der 24 Beobachtungsjakre} nach Streichung des 
Zweifelhaften, f&r sich genommen und aus iimen die Mittel 
besonders gezogen, weil sie vor den anderen den Vorzug zum 
Teil fortlaufender oder doch nicht so sehr unterbrochener, so- 
wie in gleichem Sinn und nach der jetzt fast aligemein an- 
genommenen Weise angestellter Beobachtungen haben. Da es 
jedenfalls für einen Teil der Pflanzen und Stufen von Wert sein 
dürfte die Durchschnittszahlen möglichst vieler Jahre zu be- 
sitzen, 80 sind ausserdem auch die Mittel aus sämtlichen be- 
treifenden Beobachtungen angegeben. 

Die Gesamtzahl der Jahre, einschliesslich 1890, aus welchen 
hier phänologische Beobachtungen in diesem Jahrhundert vor- 
liegen, beträgt 55, von welchen, als höchste Zahl, 42 auf eine 
Pflanze und Stufe (Syringa vulgaris, erste Bifite) entfallen. Von 
1839 an ist kein Jahr ohne eine Beobachtung. 

Dass ich den grössten Teil der mir bekannten hiesigen 
Beobachtungen im Einzelnen zum Abdmck bringe, geschiebt aus 
mehreren Gründen; zunächst zur Beurteilung derselben sowie 
zum Beleg für die berechneten Mittel, — zur Vergleichnng mit 
anderen Orten, besonders wo mehrjährige Mittel fehlen, — zur 
Verfolgung des Verlaufs der Erscheiiiunf^^-n in den verschiedenen 
Jahren. — zur Krmilulun:^^ der Zi itahstande zweier Kntwick- 
lungssiufcn (z. B. Blütezeit uiul Fnidit reife), der grr»ssten und 
der mittleren Schwankung der Kintritiszeiten und zu anderen 



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— 23 — 



BetrachtuDgeD, welche uns immer wieder auf dieselben znrilck- 
kommen lassen werden. 

Die ihrer Ansserj^ewöhnlichkeit halber beigefügten Angaben 
aus früheren Jahrhunderten fv. 1328a.) sind v. Lersners Frank- 
furter Chronik (1. Tl., 1700. 1. Beb. S, 510 b. 519 und 2. Tl., 
1784, 1. Buch. 8. 728 b. 762) entnommen. Sie sind noch nach 
der alten Zeitreclminig gemacht und unverändert wiedergegeben, 
wodurch ihre Voreiligkeit noch um 8 bis 10 Tage grösser er- 
scheint, als sie es ist; natürlich sind dieselben bei der Mittel- 
Berechnnng ausgeschlossen worden. 

Von den, den meteorologischen Mitteilungen des Physi- 
kalisclien Vereins in der Oberpostamtszeitung beigedruckten 
phftnologischen Beobachtungen des Jahres 1826 ist mir der ' 
Urheber nicht bekannt; die der Jahre 1830 und 31 rühren 
vermutlich von Begierungsadvokat Dr. Claepins her. Ferner 
haben beobachtet: 

Lehrer Johannes Becker (1843), 
Gottfried Scharff-Osterrieth (1845 u. 46), 
mein Bruder Wilhelm Ziegler (1851 b. 53) 
Constantin Fellner, (1855 b. 59),*'') 
Stodtgärtner Andreas Weber (1857, 58, 62 b. 66, 68, 
69, 71 n. 74), 

Oberlehrer Dr. Friedrich August Finger (1859 u. 60), 
Rektor Dr. Valentin Goldmann (1878), 
Inspektor J. G. G. Mfthlig (1879 b. 82), 
Oberlehrer J. Blum, 
Jean Müller, 

Stiftsgftrtner G. Perlenfein (1881 b. 90), 

Apotheker Willy Rommel (1887), 
sowie meine Frau und deren Schwester, Frl. Luise Kley er, 
welche beide, insbesondere in Zeiten meiner Abwesenheit oder 
Krankheit, für den Forlgaug der Beobachtungen Sorge trugen. 



*i Die Beobachtun^^eu sin<l veiiitt< ntlii.lit in der ,Zeiti*chrift für die 
latidwirthschaftlichen Vereiiio des Gro^äherzugtums Uesseu" 1852 Ho. 47, 
1853 No. 10 lind isr>4 No, 13. 

*♦) l>ic Bt'obaclitnugen von lhü5 \ü'\dit 56 1> linden iifl» ebenda 1857 
No. 6, tliejeiiigen Ton 18ä7 and 68 in dem 7. Bericht der Oterheisiscbeii 
QeBeUwUft Ar Natur- nnd Heilkande 1859 z. S. 66. 



^ kj i^uo i.y Google 



24 — 



Wo für eine und dieselbe Erscheinung verschiedene Beob- 
achtungen vorlagen, ist selbstverständlich die wahrscheinlichere 
Angabe gewählt, in manchen Fällen i wie VullbltUe, allgemeine 
Fruchtreife n, s. w.) das Mittel derselben; doch sind die hierbei 
in Betracht gezogenen Erwägungen so mannigfaltige, dass ihre 
Darlegung zu weit führen würde. 

Wofern die Beobachtungen in früheren Jahren znm Teil 
in den Anlagen („Promenaden'^) und nabegelegenen Gärten vor 
den ehemaligen Thoren der Stadt angestellt wurden, so ist darin 
kein Fehler zu erblicken. Erst nach der starken Bebannng der 
Aussenstadt in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten kann 
dieser Theil nicht mehr als normal angesehen werden nnd selbst 
* ein Teil dessen, was zu Beginn meiner Beobachtungen noch 
als Normal-Frankfart gelten konnte, ist es heute nidit mehr. 
Einerseits wird durch die Wärme, Rückstrahlung und den 
Schutz der Häuser eine frühere Entwicklung der ersten Blüten 
n. s. w. eines Teiles der Gewächse im Veigleich zu den un- 
mittelbar angrenzenden freieren Lagen bewirkt; andererseits 
erleidet ein Teil derselben wegen zu schattigen Standes eine 
Verzögerung, welche die Beurteilung des allgemeinen Eintritts 
der Erscheinungen, der Vollblüte n. s. w., unsicher macht. Da- 
her sind meine hier mitgeteilten Beobachtungen — mit wenigen, 
ausdrücklich bezeichneten Aui^nahmen — anssrbliesslich in den, 
weder bevorzugten noch ungünstigen freieren Lagen der Anssen- 
stadt und der näclisten Umgebung angestellt . bei manchen i ilanzen 
allein schon aus dein (i runde, weil sie nur hier zu tindt-n sind. 
Nur so entsjtreclien die Heobaehtungen der reinen Ortlichkeit, 
nur SU lassen sie eine richtige Vergleichung mit anderen Orten zn. 
IM'h Ideographische Lage Frankfurts kann nach dem licsaglea 
treüich nur in runden Zahlen gegeben werden : 8 41' ö. L. v. Gr., 
ÖO"^ T n. Hr. 1(K) m. 

Wenn fiiiliere Beobachlunfjen lievorzugte Lagen nicht voll- 
ständig auss(dilossen, so sind sie andererseits teils niehi' gelegent- 
lich oder an bestimmten Exemplaren und schwerlich alle mit 
der gleichen Umschau ausgetührl worden, wie dies neiierdin{?s, 
allein schon in Folge des häufigen Begehens der Nähe und Ferne 
für die verg:leichenden Beobachtungen der Umgegend notwendig 
und möglich geworden ist; die frühesten Zeitpunkte konnten 
also leichter übersehen werden, als jetzt. Übrigens beliügt der 



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— 25 — 



Unterschied selten mehr als 1 oder 2 Tage mid wird darnach 

der Einfluss auf das Gesamtmittel wohl nicht beträchtlich sein. 

Dass sich im Verlaufe eines Vierteljahrhunderts meine 
eigenen Anscluiuuiigen in dieser und in mancher anderen Hin- 
sicht etwas geändert haben, ist wohl begreiflich, dudi neben 
der gewonnenen Übung, wie ich glaube, den Beobachtungen nur 
zugutgekommen. 

Bemerkungen, selbst persünlichc. wie diese halte ich für 
jreboten. um den Leser Uber den wirklichen Wert der Beob- 
achtungen möglichst ausser Zweifel v.w lassen, zumal sie die 
Grundlage weiterer Arbeiten Viilden sollen und vielleicht noch 
in späteren Zeilen benutzt weiden. Sinil es doch die Beob- 
achter selbst, welche schon mit wenigen falschen Angaben die 
Ei-gebnisse verderben können und zuweilen sich und anderen, 
bedauerlicher Weise, das Vertrauen auf die Brauchbarkeit phäno- 
iogischer Beobachtungen überhaupt rauben 1 

Andererseits ist der Genauigkeit auch eine gewisse Grenze 
gesetzt und war ich zeitweilig wohl etwas zu freigiebig mit 
dem Einklammern. Es kann z. B., besonders bei solchen Blüten, 
die sich nur im vollen Sonnenschein öffhen, sehr leicht fraglich 
sein und bleiben, ob die erste an dem betreuenden Tage ge- 
fundene nicht schon am vorhergehenden Tage offen war. Trat 
die Erscheinung unzweifelhaft erst am Nachmittag oder Abend 
ein, 80 fand die Eintragung nicht anf denselben, sondern auf 
den nächsten Tag statt, weil der erstere noch als mitwirkend 
angesehen wurde. Es war diese Abgrenzung allein schon im 
Hinblick aaf die thermischen Vegetationskonstanten erforderlich 
und ebensowenig zu umgehen, wie die jetzt Übliche Eintragung 
der Niederschlagshöhe auf den Morgen des Messtages, auch 
wenn der Niederschlag ausschliesslich am Tage vorher fiel. 

Mit Vorteil habe ich mich, besonders bei den Beobachtungen 
auf Ausfi&gen und Reisen, eines Opernglases bedient, wodurch 
mancher unnötige Gang erspart, eine reichere Ausbeute erlangt 
und eine leichtere und richtigere Beurteilung Tomehmlich der 
allgemeinen Belaubung, der Vollblttte, allgemeinen Fruchtreife 
und LaubTerfärbnng und des allgemeinen Laubfiills ermöglicht 
wird. Hohen Bäumen ist auf andere Weise kaum beizukommen. 

Bezüglich der Tabellen sei bemerkt, dass, aus irgend 
einem Grunde unsichere Angaben immer in ( ) gesetzt sind; 



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— 26 — 



— bedeutet. Uas« die Eischeinung in dem betretfeuden Jabre 
gar nicbt eintrat oder in das vorhergehende Kalfiiderjalir fiel; 
. . . dageo:pn bfileutt't. dass keine l^tMd)a« lituiig vorliegt, was 
vom^liiiilich bei weniger (mIcv [rar nicht geeigneten \>ere(ativ»ii«- 
stiUen oll der Fall ist, Frosix iiaden oder Frostdriick ist diiich 
u angedeutt t. Sirht das Zei(ditMi ii(d»en der Jahreszahl, so liat die 
Pfian/ce im Winter oder Friihjahr geliltt n : steht dasselbe daj^eir« ti 
hei der Angabe des Tages, hat die Pflanze zu iler betretteiideii 
Entwicklungszeit gtditten und ist dadurch, wenn nicht ein Aus- 
fall eintrat, eine Veispätnng der Erscheinung wahrscheinlich. 

Die Monatstage sind mit aiabischeii. die Monate selbst 
mit römischen Ziftern aniregeben. Die Mittel aus allen Jahren, 
diejenigen aus dem Zeitrauui von 1807 bis 181)0, sowie die 
frühesten und spätesten Eintrittszeiten sind, bei genügender 
Zahl und (Genauigkeit der BeobaclitUDgeu , durch Fettdruck 
hervorgelioben. , 

Bei der Berechnung der Mittel setzen die Schalt- 
jahre in einige Verlegenheit, doch bleibt wohl nichts Anderes 
ftbrig, als sie ausser Acht zu lasse». Wollte man sie, vom 
1. Januar an zähleod, berü« ksichtigen, so kijnnte der Fall vor- 
kommen, dass tjei v i '^ iegend auf Schaltjahre fallenden Beob- 
achtungen, das Mittel um einen Tag später zu liegen käme, 
als das der Tage im Monat für sich (z. B. 9. statt 8. April, 
als Mittel von 2 Schaltjahren mit, als Beobachtnngstag an- 
genommenem 8. April), was unverständlich wäi e. Bei nnnnter- 
biochenen Beobachtungen ftUlt die Frage übrigens nur wenig 
in's Gewicht. Sie wird, mit Ausnahme der. Februar- und Hftrz- 
Erscheinnngen, vollends beseitigt, wenn die Tage nicht vom 

I. Januar ab zusammengezählt werden, sondern einfach die der 
Monate. Dabei ist jedoch, wenn 2 (oder mehrere) in Betracht 
kommen, die volle Tageszahl des früheren Monats so oft hinzu- 
zuzählen, als Angaben auf den späteren fallen, und erstere von 
der Mittelzahl abzuziehen, wenn diese sie übersteigt; die 
verbleibende Zahl gilt dann fttr den späteren Monat (z. B.: 

II. IV. + 6. IV. -! 20. III. -f y. IV. -: 27. III. - 
= 3:1 III. = 2. IV.). 

Die Beobachtungen erstrecken sich der Hauptsache nach auf 
H Vegeta t iiuisstufen 1 IMiasem. von welchen einige zuweilen 
auch dann in Betracht gezogen wurden, wenn dieselben nicht 



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— 27 - 

ganz geeignet erschienen; dies namentlich im leUteu Jahrzehut 
wegen der vergleicli enden Beobachtungen in der Umgegend (pliäiio- 
logische Karte) und aus anderen später zu erörteniden Gründen. 

Unter dem S i (• h t b ar w erden der ersten Blatt- 
oberfläclie U^^- " ' ^^i^'d nicht leicht der eine Beobachter 
^mr. dasselbe verstellen wie der andere: Erfordernis ist jeden- 
falls die nahezu vollständige Entfaltung eines Blattes, so dass 
dessen Überliäche ausgebreitet erscheint 

Ist dies bei der Melirzabl der Blätter der Fall, so be- 
zeichnen wir dies als allgemeine Belaub un^' („a Blb."); 
Iiiermit ist jedoch nur die Entfaltunjr der vorgebUdeien I^aub- 
knospen. mit Ausscliluss der Scbluüinierknuspen , verstaiub'U, 
Die Kiscbeinuiig ist als eine allgemeine aber erst dann be- 
zeichnet, wenn sie bei der Mehrzahl der Knospen aller der 
Oitlielikeit anf^ehörendeu betri'tfeuden Pflanzen eintrat, iiier, 
wie im Folgenden ist unter „Mehrzahl** eine Zweidrittelmehr- 
heit zu verstehen; „Über die HHlfte" besagt nahezu dassidbe, 
da ' 2 = ^'c. = *la ist und eine schärfere Unterscheidung 
durch kleinere Bruchteile als ' g nicht gut austüln bar erscheint. 

Als erste offene Blüte („e. Et.") ist nicht etwa die 
allererste vereinzelt beobachtete, nicht selten von einer Zufällig- 
keit beeinf^nsste verstanden, sondern das mehrfache Erscheinen 
der ersten Blüten, der Beginn des Bltthens im allgemeinen. Streng 
genommen wäre wohl, wie es bei kätzchentragenden Pflanzen und 
dem Getreide thatsächlich der Fall ist, das Stäuben der Staub- 
beutel zu beobachten, doch würde dies Dar schwer durchfikbibar 
and zu umständlich sein. 

VollbUteUVbt/) bezeichnet die EntfaltUBg der Mehr- 
zahl der Blüten. 

Die erste Fruchtreife („e. Fr.**) ist je nach der 
Natnr der Pflanze eine sehr verschiedenartige, weshalb in den 
Bemerkungen zu den einzelnen Beobachtnngspflanzen besondei e 
Angaben hierüber gemacht sind, ebenso wie ttber die all- 
gemeine Frachtreife (,a. Fr.") mehrerer von ihnen. 

Dasselbe gilt von der allgemeinen Lanbyerfftrbnng 
(,a. Lbv.") und dem allgemeinen Laubfall (,a, Lbf."). 
Beide Letztgenannte sind in vielen. Jahren nicht deutlich ab- 
gegrenzte Lebensvorgänge, sondern fiu&serlich durch Frost, Reif, 
Schneefall, Sturm« Trocknis, Blattläuse und andere Schmarotzer, 



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— 28 — 

Pilze u. 8. w. beeinflusst. Bei der Veifäibuug siud die bereiU 
abgefallenen Blätter niitgLiichnet. 

Angefügt sind noch das Tliiänen der Reben, das Austi eiben 
einiger Pflanzen, das erste und das allgemeine Erscheinen der 
Weizen- und Roggen-Ähreu und der Marktverkauf der ersteu 
Kirschen. 

Bei den (letifidearton decken sich erste und allgemeine 
Fruchtreife iii<-lit mmit i mit erstem und allgemeinem Schnitt, 
indem ^^'itt»■rllIlgsverhältnisse und Arbeiiseintpilun«? nicht selten 
eine um einige Tage frühere odej- spätere Krnte bedingen. 

Was die Auswahl der Beoltachtungs- Pflanzen betritl't. 
SU ist dieselbe von den versdiiedensten Umständen abhängig 
gewesen. Die meisten sind s. Zt. durdi Adolf (^uetelet. Karl 
Fritsch. Hermann Hoffmann u. A. in Vorschlag gebracht 
worden, manche aus besonderen Veranlassungen hinzugekommen. 
Nicht wenige derselben haben sich als ungeeignet erwiesen : hei 
den meisten ist nur die eine oder die andere Entwickelungsstufe 
zur Beobachtung geeignet, selten alle acht. Von sämtlichen 
vorliegenden beobachteten Pttanzen sind hier nur 14t) Arten 
beibehalten worden und auch von diesen wttrden noch einige 
von kürzerer Dauer weggelassen worden sein, wenn sie nicht 
für spätere Erörterungen von Bedeutung wären. 

Nachstehend folgen, soweit es wünschenswert erschien, 
einige Vorbemerkungen zu den einzelnen Pflanzen der 
Tabellen. Wo nicht anders angegeben, kann angenommen 
werden, dass die Pflanze hier und in der Umgegend reichlich 
vorhanden und zur Beobachtung geeignet ist. Im Übrigen be- 
zwecken dieselben die vorliegenden Beobachtungen näher zu 
beleuchten und womöglich etwas dazu beizutragen, die Genauig- 
keit des Beobachtens weiter zu vervollkommnen. 

Ables cxccl^a. Unter ^Bo. s.' ist der Zeitpunkt angegeben, en welchem sieh 

die jungen Nadeln sperrend von einander trennen. 
Acer plalanoldes und INeudoplalann»«. Das .Aufblühen ilcr einzelnen Knospen 

ist. bei der gleiciiiurinitjen Färbung der ganzen Bliiteustäude, iu Baumeii- 

liöbe oickt ganz leicbt zu erkennen. 
AeHcnlBS HIppocaKfAimiii ist »Herwärts Mgepflankt, selbst noch bei MO n. 

Die Frucht gilt ab reif, wenn der 8ame vollständig braun ist und die 

grüne Kappel platzt. 
AeNcnln^ niaeroslucbfa ist hier uur in wenigen üärteu und den Aulagcu 

auzulretteu. 



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AJoga reptans i^t schon wegen der möglichen Vernrechselang mit A. geoa- 
veiisis nicht zw einj>f»'hlpn 

Alans glutlnoMi. Die illui« leidet oft durch Fro:«t, um mehr, aU die 
Pflanae vorzugsweise an tiefereu feuchten Stellen vorkummt. 

Aniygdaliis eoBiMVBtH ist hier nnr dnreh wenige Exemplare vtftreten. Eines 
derselben ist ein Uber 40 Jnbre alt gewordener welMbltttiger, nicht selten 
reife Früchte tragender Baum (siUse Krachmandel} im butanischen Otiten, 
und beziehen sich auf ihn die meisten frOhearen and viele der späteren 

Amjgdalui« nuna. Die lieuhnchtungen stützen «ich aut eine uur kleiue Anzahl 
von Stöcken in den Anlagpn. dein hntiuiischt n und meineoi Uarten. 

Anemone ncmorosa kommt alK nthalben zahlreich vor, doch Ut die VuUblttte 
wegen des hlufigen Standes im Walde nicht scharf in besUnunen. 

AneoMnie MMlIlla kommt nnr an begttnstigteren Stellen, wie oberhalb 
Seckbach vor. 

Arabln alpiva, in den Oftrten inBeeteii^iMSQngen mid in Felsengmppen hXnfig 

verwendet, kann zum Vergleich mit den Alpen dienen. 
Aaperula odorata. Piese schattenliebende Pflanae ist vonagsweise im Wald 

anzutreffen und dort bpobachtet. 

Aster Vmclln« kommt in der rini^ecftml nur bei Hocbbcim. Flürsilieini und 
Üßcubach wild vor. Die hiesigen Beobachtungen »tützen sich lediglich 
auf einige Stöcke in meiuem und im botanischen üarteu. Unter erster 
BIttte ist das Öffnen der ersten inneren gdben Blttten des Köpfchens 
und die Bestftabnng der Karbe verstanden. 

Atropa BelladoiiM ist hier meines Wissens nur im botanischen und meinem 
Ghirten angepflanzt, wo sie nicht sonderlich gedeiht. In der Umgegend 
kommt sie sehr zprstrent vor fJ^aalburg. Landstein a. il. Wril. oherei^ Em';- 
thal bei Esch, bei Eppstein, Kaichen, Offenbach, Griesheim u, s. w.). Die 
Beere wird bei der Reife vollständig schwarz. 

Avena wtlva wird im Tamnu noeh bei 660 m gebaut Wegen Yexscbieden- 
heit der Spielarten und grosser Verschiedenheit der Saatadtm ist die 
Bestimmung der Blütezeit und Fruchtreife äusserst unsicher. Die Fracht 
ist reif, wenn das Korn vollständig mehlig erscheint. 

Berberla vnlgarls ist hier in den meisten Girtoi, sowie nach wild an finden. 

Die reife Fnicht ist rot, etwas durchscheinend, saftig und weich. 
Betula alba. Eine Verwedisi luug mit B pubescens E. würde keinen grösseren 

Fehler veranlassen, da beide vielleicht gar nicht als besondere Arten 

zu trennen sind und auch gleichzeitig blühen. 
Brassica Mapn» wurde in hiesiger Gegend früher allgemein uud aiy&hrlich 

gebaut, nach EinlBhning des Petroleums aber rasch und beinahe voU- 

Btlndig verdringt, wodurch die Beobachtungen in Istatw Zeit sehr er> 

sehwert worden sind und auch an Bedeutung verloren. 
BnxuH sempervIrens ist einer der häutigsten Qarteabewohner, doch kommen 

manche nicht alljährlich zur 131üte. 

Caltlia palnstrift steht unter dem Einflnss der Bodenfeuchtigkeit. 



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— 30 — 



Carpiiiii«« lii'tulus. Die T^elanbuiig ist ni(;lit scharf bestimmbar, da das Blatt 
sich uur laugsaiii vnlistäudig entfaltet. 

Castanea vc8oa gedeiht am Südhaug de» l'auuns voi^ug^wei^e zwischen 200 
und 300 m Tortrefflich and steigt noeb auf 600 lu, koiuut dagegeu in 
der Niederung weniger gut fort; doch befindet eich in nnd un Frank* 
fürt eine AniaU echOner Bänme, welche hat ailjibrlieh xahlreiehe gut 
an»gebildcte Früchte tragen, wenngleich nicht selten ein grosser Teil 
dcrsfilbrn fehlsrh liiert. Die Fniclit \'*t nh rp\f nnsv^ch^n, wennderSame 
vollHtämlig bifiuii uiul die fjrihie Hülle aulgesprungen Ut 

Catalpiv syriiitracfoliii , wt'lclif liier not Ii vnrtrefflifli gedeiht, 8o<;ft) ];ri'n- 
liibige Samen hervorbringt, m in den Anlagen und vielen Gärten an- 
zutreffen. 

Cerelft StHqnastrani ist in den Anlagen und Gärten nnr noch wenig an- 
xntreffen, darunter jedoch starke bannarlige Strftodier, welche reichlich 
Fracht tragen. 

CMnonanthns fragrans wm le ilo Winterblute wegen anfgenonunen, ob> 

gleich er nur in geringer Zahl vorhanden ist. 

('■oichicum antnmnalp. Der Sfainlcit dir f>r8ten lilüten war je nach den 
Ffnicliiie^keitsverhältnisseii des Hudens l iu wechselnder. Die geeignetsten 
Stellen waren mir anfänglich nicht bekannt. Im Tannas blUbt die 
Herhstseitlose noch bei 700 m. 

ConTtllArla mjalls ist in der Nfthe kanm mehr im Beginn der Blttte an 
finden, da nur wenige den sie sammelnden Kindern entgehen. Es sind 
dalier in Gärten in nicht an sonniger Lage stehende gelegentlieh anch 
zur Beobachtung benutzt, um eine Veigleichung mit denen in anderen, 
iM>.4nnd»>vs höheren Lagen — sie blüht noch anf dem Feldberg — an er« 
iiptgli(.'lien. 

Coi iuis alba fehlt in wenigen Gärten. Es ist zu beachten, dass die Pflanze 

zu einem aweiteu Blühen und Frnchtreifen neigt. 
Cornns WM kommt hier nnr in Gftrten nnd Anlagen vor. Die reife Fracht 

ist ToUsttndig dnnkelrot nnd welch. 
Cornns sangninea findet sieh bftnfig wild nnd m Q&rten. Die reife Fm^t Ist 

weich nnd vollständig schwarz. 

Corydtelto cara und anllda kommen in der Umgegend zerstreut vor, an 
manchen Stellen massenhaft. Die Kapsel ist bei der Keife noch griln; 

die Samen sind glänzend schwarz. 
Corjrlns Avellana. Begann das Blühen bfzi< linnq-swcisi' d.is fstiitibfn der 
Kätzchen selion vnr dem 1. Jauiinr, wnxle der Tag de.s Letrelteuden 
Jabrea angegeben und ticl die Angabe lUr das folgende Jahr aus (— ). 
Die Frucht gilt als reif, wenn sich die Nnas von der Httlle lOst nnd der 
Kern vollständig aosgebildet nnd fest ist. 

Gratoegna Oxyacantlia kommt in der Qegend sowohl wild als angepfianat 
vor. Die reife Flrueht Ist weich nnd vollständig rot. 

CrOGoa InleoM nnd vernon kamen in ihren Qart^nformen zur Beobachtung. 
Im alpinen Yeranchsgarton (760 m) am kleinen Feldberg gedeihen beide. 



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- 31 - 



( yüuuia jupoiiica ist iti <leu inei»^teu Ciärten vorlmudeu uud zeitigt Friiclite. 
Nicht idten baginnen m verschiadmn Stellen aclion vor Winter viele 
Bltttenknospen m scbweilen »der sieb su öffnen, wfthrend die anderen, 
daran gehindert, no Teil erfrieren, znm Teil erst im Frtthling nachfolgen. 

rjtfonia viiliraris war nach ileni schliiniiieii Winter 187!» HO auf eine gorin^re 
Zalil horahi^fsunkcii . i>f ;il)er alletif liaUxMi u i. ilrT ;iii/,utrrf{>n , iedoch 
nicht über HOü III. Als Zeitpunkt der Reite wurde der Eintritt der Gelb* 
nirbung und des Wuhlgcrucbs angenommen. 

Cjtians LaboraMm ging im Winter 1879/80 Tietfacb an Omnd, während 
manche wenig oder gar keinen Schaden nahmen. 

Ilaphne Mexerinm. Die Pflanae steht hier in mehreren Gärten. In der Um> 
gegend kommt sie stellenweise in grosserer Menge vor (Vilbel, Dönges- 
berg, Dreiborn, Rossert, Saalbnri; u. s. w Von 1872 bis 1883 wvrde 

nnter anderen ein vermutlirli durch dit; Nähe einer Manlwurfshrdde vor- 
früht'T Sr ). k 'F( lil-trftsse 8) zur I{* '>ha( hf nn:_' insbesondere Act ersten 
Blüte und Friuht benutzt, weshalb das Mitiei der h-tzten Zeit nur aus 
den Jahren 1884 bi-i 18ÜU gezogen wurde. Kei Beginn der Blüte vor 
dem Ende eioes Jahres iüt der Tag des Eintritts ebenfalls für dieses 
angegeben, weshalb gelegentlich xwei Angaben anf dasselbe Jahr fall^ 
die folgende Zeile ir^t dann durch eine» Strich au-irrtiillt. wenn sie nicht 
auch eine am Ende de» Jahres gemachte Beobachtung enthalt. 
lli«nthu«i harTmtu» ist angeeignet, weil er in den Gärten gewöhnlich ver* 
l'tirm^i. wird. 

IMuiitiiuH Carthuüiuuorum wird leicht mit anderen Nelken verwe lisclt und 

kommt in der Umgegend nnr stellenweise ror. 
Digitalis pnrpnr«« findet sich in manchen Gärten nnd Anlagen nnd ist Im 

Taunns häutig. 

Drnba Tema ist al^ f injährige PflinTi'». weiren der vielen Abarten und der 
Mannigfaltigkeit Ut das Aufblühen boeiotludseoden Standorte zur Be- 

obaclitniii: weiiiL': geeignet. 

Eranthis hienutlis i-if an vielen Stellen, besynder» der Aniaeren. i^ejitlanzt. 

Die Kappel wird bei der Frucbtreife gleich dem Samen gelb und platzt auf. 
ETonyiuas «iropneiit Bndet sich häutig wild und angepflanat. IMe Fmcht 

gilt als reif, wenn sich der weiche rotgelbe Samenmantel von der Kapsel 

abgtlost hat, diese aussen und innen rosa gefärbt nnd nicht mehr 

fleischig ist und — in der Regel — aufspringt. 

Fagva silTtttea. Die vielfach ttbliche Bexeiehnnng nBnehwald grfln* ent« 

«pricht nahezu der allgrinriiKn Belaubung Nach einem alten Frank- 
furter Frühlingsspruch winl il< r f'wnriintrr h\(^v nur der Buchen- 
wald zu verstehen sein «iürtt« ; /.\vi<' lieii dem 23. und 5ii>. April grün. 
Ungefähr alle vier Jahre setzt die Blute (und Frucht) aus, was in der 
Tabelle durch ein^ Strich angedeutet ist. Die rnfe Fmcht (Bimhecker) 
fällt ans der anfgesprungenen Hülle nnd enthält einen festen, mandel- 
artig schmeckenden Kern; häufig sind die Frächte taub oder wurmstichig. 
Fonytbln vtrfdissima ist iii lit ehr hänfig angepflanat nnd kann mit ande- 
ren Arten verwechselt werden. 



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— 32 — 



FngAria tmc« wird von Unlnrndigen leicht mit PotentUla FragariMtnuD 
▼«rwecbaelt, deren wate Bifiten oft als willlioiiuiieiie FrfiiiUiigeboteii be- 
grttnt werden. 

fraxinns pxcelslor. Die Beobachtungen m\i\ meisteus an llini*?*^- (Trauer-) 
Eschen gemacht, welche sieb alleutbalbeu angepiiauct tiuden. Im Taanus 
geht die Esche etwa bia 700 m. 

Fritillaria imperialis »cbeint in den Gärten der Stadt iiumer seltener aow^en. 

Fankla allMi ist in den Anlaipren nnd OKrten httnfigr angepflanst. 

GalantUus nivali» kommt hier nur in den Gärten, nicht wild ror. 
Glycine cliinenaia wird hier fast ausschliesslich an Häusern oder Hauern, 
seltener in freien Geh&ngeu gezogen. 

üeileborns foetidutt fehlt in der Umgegend und ist nur iu wenigen Gärten 
nnd in den Anlagen au finden. Die Blttten leiden ▼om Frost in allen 
Graden; bei nngestßrtem Verlaufe gehören sie m den hithest eracheisiNi- 
den nnd et&uben anweilen noch vor Winter. 

HelleboruB niger Hess sieb nur in wenigen Gärten uml den Anlagen be- 
obachten. Das Aufblühen wird zuweilen hti < Ii Winter nnterbrocben 
uml <et/.( M'rli. wenn auch gestört, im Friilijahr tort. 

Hepattca iriiuba kuunni m unserer Gegend nicht wiid vor und ist iu den 
neneven Oärten FrankAirta nicht h&nfig anautreffen, 

HlbiscM ajriacas steht in einer grossen Anzahl von Gftrten. 

Hordenm distlclinniy wie Gerste überhaupt, wird seit den letzten Jahren hier 
immer Beltener angebaut, im Taunus noch bei 660 m. Die älteren Be- 
obachtungen sind wec£relas«en. weil sie sicli wübrscheiulicb auf Winter- 
gerste bezi»-)i«'?» I)ie reitr Frnclit ist vull>t;inilig niehlig und lest. 

Hypericum periuratum kommt alleutlialben vor, kann aber leicht mit ande- 
ren Arten Terwechselt werden. 

Jnglans regia gedeiht noch bis 4U0 m in der ganzen Umgegend. Die Frucht 
wird als reif augesehen, wenn der Kern fest ist nnd die Aussenschale 
rieh von der Nnsa loslOst nnd aufspringt. 

Ijarix europaca. Unter ,Bo. s " und „ü Blb * ist das Sperren der jungen 
Nadeln angegeben. 

Levoojim Temam kommt hier nnr in den OKrten, in der Umgegend an 

manchen Sttllen am h wild vor (Keiehenbach -Wiesen oberhHlb Kruiti- 
8tein, FalkeuHteiner Burgberg, Rossert, am Zacken, an der Hohen Marli, 
!un Hronn^lioni hei Oft'enbach. 

Ligustruin vulurare »telit hier vorzugsweise in sehartiger Lage oder dient 
zu Hecken, welche durch Beschneiden den grösäten Teil ihrer BlUten 
m verlleres pflegen ; anch im Tannna ist er nicht gerade bftnfig. 

UUnm enndidnni Ist in den Gärten and Friedhöfen aller umliegenden Orte 
und noch bis zur Höhe vun 550 m blühend anzutreffen. 

Liliuui Martagon kommt hier nur in ucui^t n därt<Mi au balbsrbatrigen 
8t«^Uen vor, findet sieh vereinzelt im l'ranktui ter Wald, bei Blittt ldick, 
aut den« Gipfel des Feldbergs uud besonders im Keiciienbachthal. Die 
Zeitangaben für Frankfiirt sind offenbar verspätet. 



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— 3:{ — 



LinwB ndtetl^Miai wird hkr kaum mehr gebaut Die neoereii BflolMoh- 
tnngea bestehen Bich (tat ausnahmalos anf Anssaateii im eigenni nnd 

im botaui^ben Oarten. 
LIriodeBdreii tmllplfera int hier durch schdne, dooh nicht sahlreidie B&ame 

vertretiMi 

Loiiicera ulpigeua steht hier meinem Wissens nur im botanisciieii (tartcn, 

wo der Strauch au verscLiedeueu ötelleu angepflanzt ist. Die reite Frucht 

ttt durdistilimneBd dmikelrot «nd weich. 
Leaicera tatarioa Ist einer der gewöhnlichsten ZiefstrttDoher. Die reife Frocht , 

iat rotgelb oder geibrot and weich. 
LoBieera Xjloalenin. I>> r Strauch ist allenthalben in der Unigegend bis 

etwa 450 m verbreitet, in (lärteu dagegen wenige^. Die reife Fracht 

ist dordiflcheineud donkelrot und weich. 

MakMü» A^iltalivm atdit in den Anlagen und vielen GKrteD) leidet jedoch 
nicht selten im Winter, wiewohl er im alpinen Versnchsgarten (760 n) 
noch fortkommt Die reife Fracht ist schwars mit blftnlichmn Anflog 

und weich. 

Xi^anthoinum bifolinm ist aehr verbreitet, aber an schattigen Standort 

Xirabili!« Jalap». Erste Hlüte und eriite Frucht (schwarz und mh ab- 
lösend) sind gut an bestimmen, allein es ist nfeht gleichg altig, ob die 
Wnrael flberwuntert wnrde oder uene Aussaat stattfand. 

■oraa alba ist hier nicht sehr häutig angepflanzt. Die Reife der Scheinbeere 

Ifisft sich wegen der undeutlichen Weissfärbnng nicht scharf abgrenzen. 
MoroH nigra. Ein £fro«!apr Tfil drr füiume ging — im Gefren^atz Kran- 
berg — in Frankfurt und der unilie[jon'1en Niedenintr im Winter 1879 84) 
zu Qnind, so dass äich die Beubachtuug nur noilt auf wenige stützen 
konnte. Die reife Frucht ist violettsehwars, saftig, weich und wohl- 
schmeckend. 

Miaeari botrfOlies kommt in der Umgegend sowohl wild als angepflanit 
nnr wenig vor; blflht aber noch im alpinen Garten (760 m) am kleinen 

Feldberg. 

Narclam poStlena. Das verArtthte Bltthen an manchen Stellw scheint durch 
gelockerten üntergrnnd bedingt au sein, wie a. B. auf OrKbeta odw 
durch Verpflanaen, welches von vielen Gärtnern, in der Absicht ein reirli- 
licberes Blühen zu veranlassen, etwa alle zwei Jahre geschieht. Die 

V>ir!(t<'rnf*r/J'^se findet sich noch hei fiOOm in 'leii Gärten. 
Narcisisus i'seudouarcissnM ist in den liiesicfon (iarton nicht srerail»' hiiutitf. 
auf dem Lande dagegen häufiger, kuiumt wild iu der (.mgegeud gar 
nicht vor, gedeiht jedoch im alpinen Versnchsgarten (760 m) noch vor- 
trefflich. 

Oxalis Acefosolla ist allenthalben in den WaMntifr''n verbreitet und bei den 
veri^leiclienden Beobachtungen iu der l'mgegeud dienlich, wenn anch 
von Örtlichen Einflüssen sehr abhängig. 

6 



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— 34 — 



Paeooia offlcinalis findet sich ia der gefüllten Gartcnforni alleiithalbeu an- 
gepflaiutt, die iiiig«fllUte wohl nnr in botaniselien nnd meiuem Garten. 
PMlownte Imperlalli steht in den hiesigen Güten und Anlagen in grösierer 

Zahl, worunter starke ältere mnme. 

Pereit n viilj^aris winl Im r vielfach und noch bei 270 ni als freistehender 
Strauch oder Bauui cezogpn. wpnn anch viele dein Winter 1S79,'H0 er- 
lagen. Eine Verwechselung mit Auiyg<lalus coromnnis. welclie unter llin- 
at&uden zur Zeit des Blübens sehr wohl möglich ist un<l mi Irrtümern 
Anläse gieht, wird hier nicht leicht Torkommen oder vorgekommen sein, 
da nnr einige wenige Mandelbknue vorhanden sind. Die Fmehtreife, 
hesonders die allgemehie, ist sowohl wegen l^IangeN dentlicher ftnsserer 
Kennzeichen, KU auch \vc<r^n oft vorzeitig-iu AbpflUckens nicht genan 
ftnzu|3:P^«n Die früheren Beolj;\clttTitippn find waltri»cheinlich ohne Aus- 
nahme an Spalicrphrstolitu geniacitt und wurden an solchen auch noch 
his snm letaten Jahre furtge^^ctzt, um die Vergleicbnng mit der anderen 
• Bethe, sowie mit denjenigen Orten in emSglichen, an wichen der PArsieh 
nnr an Spalier, d. h. an Hänsam, Uanem oder Holewftnden gesogen wird. 

Petasiteg oflielanitn kommt wild und auch in Gärten vor. 

Philadelpho«! roronnrius findet fiicli allenthalh^n in den Aulagfen nndOÄrten, 
muss aber von i\nrl<'r(Mi ArttMi wühl uuterftcliieden werden. 

Pina.s sIlTestriü. Bei der Hohe, in welcher sich die Kätzchen nicht »elten 
heAnden, Ist dasStttnben oft nnr schwer festsostellen; doch verrftt sich 
dassdhe gewöhnlich durch den t^^hergang der grünliehgelhen in eine 
mehr rtttUchgelbe Färhun^r. 

Popn1n$i pyramidiilis versrhwindet zwar itnmcr tnelir vou den Lantlstrasüon. 
findet sicli ftl»or allcntiialhen hU zur lialben Höhe des Taunus aur^teigeud. 

PrenanthoH purpurea m hier wohl nur im botanii^chen uud in meinem Oar> 
ten vorhanden, wo die Pflanse, wohl des sandigen Bodens halber, nicht 
sonderlich gnt gedeiht i wild kommt sie in unserer Gegoid nnr beim 
Seelbom an der Beifenberger Strasse nnd zwar wahrschdnllch erst seit 
wenigen Jahren vor, angepflanzt noch im alpinen Vcrsuchagarten (760 m) 
am Kleinen Feldberg:. Die Fmehtreife ist an'^rheinend durch das Sichtbar- 
werden der Fedei krön* ^'ut gekeiiuzeichuet, doch vermögen taube Frücht« 
zu Täuschungen Aula»ä zu geben. 

Primnia eUtlw nnd ofttciiialiB sind hinfig, in der niehstan Nihe aber, 
seitdem sie massenhaft 2un Vmrkanfe gesammelt werden, oft schon ab' 
gepflockt, ehe dieVoltblttte beobachtet werden kann. Erstere Art gebt 
im Gebirge weniger hoch als letatere, welche bei öOO m noch lahlreicfa 
vorkommt. 

Prnnns »rmeniaca. Die reife Frucht ist aussen und innen rotgelb, weich 
nnd wohlschmeckend. Die allgemeine Fruchtreife kann wegen der Früh- 
und Sp&taorten nnr annfthemd ermittelt werden. Bezüglich der Spalier^ 
aprikosen gilt das bei Persica vnigaris Gesagte. 

Prnnu avium ist in den gewShnlieben Sorten noch um die liöchstgelegenen 
Dörfer des Tannns angepflanzt und in den Wiildern (bi:< 700 ni) häufig 

v*»rvvildert. Die Frücht i-it reif, wenn sie weirli , «saftig, je natli der 
Spielart mehr oder weniger süss und gelblich, hell- bi.s duukelrot oder 



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— 36 — 



schwarz gelärbt ist l»ie allgemeine Fruchtreife lÄsrt sich nnr an- 
nähernd ermittein, auch wenn die ausgesprocUeneu Spätsorten unberück- 
Rfditigt bleiben. Dwb die enfcmi Kinchen frtther auf dem Harkt er- 
acheiiienr «Is hier ihre er»te Fmcht Tereeiehnel ist, hat einmal darin 
adaen Onutd, dati — abgeeehen von Frühaorten nnd begünstigt r-n Stand- 
orten — (lie ziiin Verkauf kommenden Er<«tlin£je nicht wirklich reif zu 
sein pdegeu, teni' r Urin, das» sie meist irar nicht hier gewachsen sind. 
In früheren Jahren kamen dieselben gewüluilii h von der Bergstrasse und 
der Gegend von Ueidelberg, später nach Uberschienung der Alpen von 
deren Jenaeite und damit frtther m Markt, über die Herkunft ist flbrigens 
ainigermasien Susheres nur schwer sn erfahren. Das Lanb wird bei der 
Verfärbung, zumal in sonniger Lage, lebhaft gelb bis rot. In der Tabelle 
sind die frühesten na«! «Ii.' spiitt'stcn Eintrittszeiten sowohl bei den älte- 
ren Beobachtangeu, als auch in der neuen Beobacbtnngareihe besonders 
hervors^ehoben 

Prunns nTa^^lfeni hier nicht viel angepllaiizt. 

Prunn> ( «'l asii«.. I>ie der Siisskirsi hf ven^'andten Spielarten .sind niiiglichst 
ansgeHchlusheii. Die reite Frucht ist meist duukelrui und durchscheinend 
oder Schwan. 

PnnwB domesticn reift im Tannas noch bei 436 m. Die Beobachtung der 
Bntcneit erheischt einige Vordcbt in Bezug auf Verweehielung mit der- 
jenigen vou P. insiticia. Wenn auch die grOnliche Färbung der Zwetsehra- 

blute und ihr späteres Erscheinen sowie der Wuchs der gaasen Pflanze 
die Unterscheidung . rh ii litprn s,, rrcwnhrt *Wh erst eine genaue Be- 
kanntschaft mit bestjii 1 Ii! Ii liauinon eiue volle Sicherheit Ebenso ist 
die ZwetÄchen- mit der i'liauiueu-Frucht nicht zu verwechseln ; die Unter- 
selüidnng bietet jedoch bd BeschrAnkung auf die gew&hnlichen blauen 
Sorten um so weniger Schwierigkeiten, als dieZwetachen erst sehr viel 
8|iSter reif werden und ihr eigenarti^'er nesrlmiack von dem der Pflaumen 
leicht unterschieden werden kann. Die Frucht ist als reif anzunehmen, 
wenn die blSnlichwei.ss angeflogene Haut vollständig (meist dunkel \ violett 
gefärbt, das Fleisch cr^lbli^^h. weich, süsslich and wohlacbmeckend ist 
und sich vom .^tein mehr oder weniger ablöst. 

PruiiuH inülticia. Vuu den sehr zahlreichen Spielarten, die leicht zu Ver- 
wechselnngen ilnlass geben können und tu sehr Tenchiedeaiffli Zeiten 
rei^n, sind nur die gans gewflhnlichen und ▼erbreitetsten mit mehr oder 

weniger kugelrunden Früchten zur Beubachtnng benutzt worden. Es sind 
dies: 1. die gewöhnliche blaue Pflaume mit bläulich angeflogener, 
dnnkelvifiletter Haut, gelhgrünem Flciisdi und «NuerHphfflssem geringem 
VVolil^'e.schmack, 2. die gewohnliche grüne Heineclaude mit grüner, 
häufig auf einer Seite rötlicher, matt angellugeuer Haut und meist gleich 
gfflnem Pleiecb von ausgesprochenem eigenartigen Wohlge.scbmack und 
8. die gewöhnliche (nicht ftrüh- oder spfttreifende und nicht groaslHIchtige) 
gelbe Mirabelle, mit gelber, auf der Sonnenseite oft geröteter, matt 
angeflogener Haut und gelbem Fleis( h von nnr schwachem eigennrtic:eni 
Wohlgeschmack. Die Mirabelle wird im Taunus noch bei 4&0 m gezogen, 

8* 



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— 36 — 



die blftue Pflftnine noch Ms 600 w. Die VullblUte der eiuzelnen Spid- 
arten ist schwer anzugeben, da sich die Qesamtheil jeder denelben tnr 

Zeit der BHUf nirltt überbliiken lässt. 

Prunus Fndus fimlet sirli liier stellenweise wihl (Tamms, Schwanheimer WaM. 
Uriesheim). In den tiärten ist die Beobachtung der VollblUle durch da«« 
Vorkommen einer spfttblütigeu Spielart etwM ertcbwert Die reüb Fracht 
ist weich und rollstftadi^ schwnrE oder dnnlcel violettrot 

Pninns sj^Ibomi ^findet sieh bis ta flOO m ansteigend llbersll, in der Nähe 
der Stadt jedoch immer weni<r<'r. Durch das Abbrennen von Hecicen 
binheu teilweise unbeschädigte StrRncher zuweilen vorzeitig. 

Pnlnionaria offlchialis ist sehr verbreitet, vornehmlich in Waldungen. 

FyrvLH commnni»* find<^t sicli bis zu 5ö0 m angebaut. Die erste rfife Fnidit 
ist an Krülibiriieii li' ni>ni htet. Für die allgemeine Fruchtreife wnrd*^ 
die Erntezeit angenommen, da die meisten Sorten erst auf dem Lüger 
und au selir verschiedenen Zeiten nachreifen beaiehuugsweise geniessbar 
werden. Die Angabe hat fibrigens phAnologiseh kaum einen Wert, viel' 
mehr nnr einen wirtschaftlichen. 

Pyrna Main»; trehf im Taunus nicht höher als 550 m. Die erste Frucht wurde 
an FriUiäpfeln beobachtet. Unter alliremeiner Fru litreife ist die Zeit 
der vollen Ernte ansjejjcbpn. da f^in anderer greifbarer Zeitpunkt schwer- 
lich zu ermitteln sein düriie und es doch wünschenswert erschien, eine 
ungefähre Zeitangabe au erhalten. Die Lanbverfärbung ist selten dent- 
lleh ausgeprägt 

Qnercns pednuculata. Eine Verwechselung mir t^ «ps^iliflora ist bei nns 
nicht leicht zu beffhr!»ton. da let7:tprp hinr nur wenig v.»rk'immt; auch 
wäre eine solche von keiner grossen Bedeiiiiiag, da beide Arten (oder 
Formen) in ihren Vegetationszciteu nicht viel von einander abzuweichen 
scheinen. Die BeUb dw Fracht ist nicht genan an bestimmen; das 
Fallen der Bicheln ans den Sebtlseelchen ist kein sicherer Anhalt. Der 
allgemeine Laubfall kann nicht genügend ermittelt werden^ da ein Teil 
des dttnen Laubes erst im Frttbjahr abgestossen wird. 

Banuenlna Flearla ist awav sehr Terbreitat, wird aber leicht von Ortlichen 

Veihältnisten beeinüusst. 
Blbes alptmm ist in den AnJagenj Gürten und Hecken hftnfig. 
BIbaa anrenm ist in den GKrten nnd Anlagen rerbreitet, aber nicht sdir 

zahlreich, 

Ribcs Grossnlaria. Zur Beobachtung dienten fast ausschliesslich die, überall 
und unrh hp'x ßVX) m angepflanzten Spii-larten. Die Frucht ist als reif 
ungesehen, wenn die ganze Beert voll.ständig weich, grün, gelb oder 
roL, kerndurchscheinend und von sUsslichem Geschmack ist. 

Bibea mbrum findet sich allenthalben in den Gärten und zeitigt im alpinen Ver- 
snchsgarten (760 m) noch Früchte. Die reife Beere ist vollstSodig dunkel- 
tot (die weisse wurde nicht bertteksiehtigt), weich nnd durchscheinend. 

BtbM aangninenn ist in den Gärten und Anlagen aiemlieb hiaflg. 



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— 37 — 



liobiiiiii Piieudacacia tindet sich in i>tiittiu. üileatlicheu Aulagen u. s. w. 
bäuäg, doch nicht Uber 4Ü0 m. Dieselbe kommt auch in einer wiederholt 
bltthendeit ^eUut (R. P. tenperfloreus) ?or» welcbe, weon all^lhrlich 
nmiokfMehiiitteB, wlhraul dia gansan Sominen blllht 

Rom CftBlM kann Idcht mit nahestehenden Arten verwechielt wetden. Die 
reife Fnu li^ i^r rollständig dunkel-gelbrot und etWM WMcb. 

Bosa ei'iilifolia hat sich den zahlreichen netTPn Rosjengortpn jr^'S'f'nühpr norh 
^ieii:reich lirhaiiiitet, ki\im aber mit einigen derselheii verw <m hselt w« iilen. 

Robuö idaea»< i.^t in iler gauieu Gegend verbreitet und aeitigt selbst ant dem 
Feldberg noch Früchte; in den Gftrten stören die Spielarten bei der 
Beifb tat die Scheinbeere TolltitHiidig rot, »aiiinitartig bereift, weich, «ttss, 
▼en gewrttnigeiii Qeaehmack und IQet sich Tom Fnichtboden ab. 

Halix Caprea kommt, bis etwa 7{X> ni. in <1or iranzen frf»c;end zcrstront vor, 
wird aber in der Nftbe der Stadt schon frühzeitig der , Palmenkätzchen' 
beraubt. 

SalTia ofttclnallB achwindet mehr und mehr ans den Ciärteu der Stadt, 
ttalfla prateMala ftndet aich hftofig an Wegen und fehlt fast anf keiner Wiese. 
Swibiens nigra kommt im Tannna noch bei 600 m vor und seitigt hier anch 

Früchte. Die Erseheinnngen am Laub sind nicht scharf begrenst Die 

reife Fmcht bt weich nnd vollständig i violett-)scbwarz. 
Sambacos raceraosa kommt hier weniger vor als in der Umgegend, besonders 

im Taunus, wo er bis zum Gipfel des Feldbergs geht. Die reife Beere 

ist vollständig rot und weieli. 
Scilla bifolia ist in Frankfurt iu einzelnen Garten angepüauzt, wild tindet 

sie sich nnweit Gronau bei Vilbel 
Sellin riMrlen wird in vielen Gärten gesogen nnd gedeiht noch im alpinen 

Yeisnebagarten (760 m). 
Seeale cereale hibernuui. Mit teiUeiser Ausnalime einiger Gebirgsorte 

wird in hiesiger (iegoivl. selbst noch bei 6öü m, nur Wintf^rr-ijjgen 

tjebant. Die reite Frm ht das Korn) ist vollständig mehlig,' und lest. 
Sijliuiuui luborofora gedeiht noch auf dem Gipfel d«'3 Feldhergs. 
Solidago Virgaurea kommt häutig im Walde vor, doch sind nur freier stehende 

Pflamen snr Beobachtung gewählt. Die Pflanae findet sich bis zum 

Gipflsl des Feldberga hänüg. 
Serbas Aria. Die Beobachtungen an dieser Pflanze dienen vornehmlich xnr 

Vergleichung mit dem Taunus, wf) sie häufiger istfund bis znm Feld- 

ber^^ hinauf geht. Die reife Frücht ist vollständig gelbrot und weich. 
SorbUi» Hucnpuria rindet sich wild nnd angepflanzt bis znm Gipfel de« F'eld- 

berg», wo die Frucht noch reii wird. Die reife Frucht ist^vollständig 

und gleichmässig gelbrut, innen weich und die Schale der Samen mehr 

oder wMiiger brenn. 
Sparttnni scoparlnw ist in der gansen Gegend, bis an öOO m hänilg nnd 

kommt aodi bei 760 m noch fort leidet jedoch in höheren Vie niederen 

Ln?en nicht «selten vom Frost. Bei der Fmchtreife wird die Schote 

schwarz, der Same fest. 



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— 38 — 



SjfuplioricarpoB raceiuoi^a gehürt zu den verbreiteUteu Qarteasträucbeni; 
seine Fracht reift noeh in Trebberg (Taunus) bei 560 m. Dm YoUblttte 
itt niflht genau feetsinteUen, dm Inngebin BUlten nnchfolgen; ebenso 
m die nllgemeiiie Fnichtieife wegen der nUmtthlieb nacbreiüBaiien» na- 

letzt verkümmerten Beeren. 
8jrriiig:a vulgaris blüht in den Taunnsorten noch bei 550 ro. Die wei38bltttic:e 
Abart wurde von der Beobachtuiifir ausgeschlossen. Das Laub verÄrbt 
sich nur selten deutlich und tuiii gewöhnlich noch grUu ab. 

Tnrnsncnni efllclnnte bringt w&broid des gnnien Jahres, selbst im Winter, 
Bläten nnd Früchte ; doch ist die eigentliehe BlQte- und Fmditreifb- 

Zeit bei massenhaftem Vorkommen meist unschwer daneben zu erkennen. 

Die Frucht i3t reif, wenn sie mit ihrer Fe(!crkrone abfliegt. 
Taxus baccata ist in den (iiirten uinl Anlagen liiiutig und erreicht ein liolie.^ 

Alter. Zur Zeit der Fruchtreiie wird der Sanieumautel durclischeiueud 

rot, saftig nnd weich. 
Tllln gnuidlfolla nnd parrifdln sind besonders wegen der Uebergänge 

beider oft nicht leicht zn unterscheiden, während ilire Blflteieit sehr 

verschie len ist. Höher als fiOO m scheint die Linde im Tannns nidit 

vorzukomtnon, 

Trlttcnm vulgare hibernum wird in unserer Gegend über 450 m jetzt nicht 
mehr gebaut. Die Aussaat geschieht im Herbst. Die verschiedenen 
Spielarten (Grannen- nnd gnmnenloser Weisen) unterscheiden sich In 
ihrer Blflte nnd Fmchtreifb zeitlich nicht bedeutend. 

Tnasilago Fnifu» ist nicht gleichnissig Terbreitet. 

Ulmus campo8tris kann mit den in (Tärteu und Anlagen vorkommeudcu 
fremden Kusterarten verwech.selt werden. 

Tneelnlnm Mjrtlllvs kommt, abgesehen ?on dm selten lange ansdanemden 

Stocken im botanisdimi Garten, erst in einiger Entfernung von der Stadt 
vor, im Taunus dagegen allcntlialben massenhaft Die reife Beere iat 
Vüilstiindig schwarz mit blaulichem Antiug und weirh. 

Ylburnuiu Opuiu» findet sich aileuthalbeu zerstreut bis etwa 600 m. Die 
reife Frucht bt durchscheinend dnnkelrct, weich nnd saftig. Oer Garten- 
Schneeball (V. 0. sterile) ist von der Beobachtung ausgeschlossen. 

VIncn minor ist in der Gegend stellenweise hinfig, Sie blfiht nicht selten 
vereinzelt vor der Zeit des allgemeiueu Aufbifthens. 

Viola odorafa tiudet sich ni< ht nur in ihn <t nt' ij, sondern auch vielfach wild.^ 

VIti» vlnlfera. Bei den älteren Beobaclitunyt n i.st es .(t zweifelhaft gewesen, 
ob sie sich auf Spalier - Reben an Häusern, Mauern oder Uolzwänden, 
Rebengehänge nnd •Lauben oder Weinberge beliehen, weshalb diese An- 
gaben in Klammem gesetst und nur unter den am Spalier gemachten 
Beobachtungen anfgdtthrt sind. Die nicht mit ,an Spalierwand' be* 
aeichneten Beobachtungen sind an freiHtehenden Pflanzen, an Lauben 
oder Laubgängen und — in dem letzten Jahrsehnt ansschlieasUch — im 
Weinberg gemacht. 



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- 39 - 



Die Beife der Weiut rauben uichi geuau zu be»(iiiiaieu ; jedeufaU;» 
ist vaUkonmiene Weichheit und «ttflser Oeschmuck, bei den aieh ver- 
färbenden Sorten eine gelblicbgrOue, grflDgelbe, gelbe, rbtUebe, violette 

uiler schwarze Färbung erforderlich, bei den hellen tJorteu daa Durch» 
scheiiieiidwerden. Diesen Aiifnnl.Tungen j?esrlii>ht jedoch schou bei uns 
in einseinen Jahren, wenigsten^ im Weinberg, iiirlit n>phr vollauf geiiUge. 

Zu vergleichenden phäUfdogUclicu Beobachtuugen eignet «ich beson- 
ders der rote und der wtisse ,Guteder-, derselbe ist sowohl als Wein- 
berg> als auch Spalier^Traobe, als Wein- und Tafel-Traube mit die Ter> 
hrdtetste Sötte ttud frtth reifend ; das Oelb* oder Rotwerden der Beeren 
Ist deutlich aasgesproch« n 

Cnter allgemeiner Fruchtreif»; ist meisten-* die Zeit der all2f<»meinen 
\\"('iiil»'S(' ;uiir«'L'«'ben. da pine anderweitig»' Kniiittcluiig nur st lteu raög- 
iich uikI in einzelneu Jahren — wie es löTü der Fall war — geradezu 
nnuiöglich ist. Bei der Beurteilung ist in Betracht ge.[Logen, ob die Lese 
onter Einlliiss herrschender gttnstigei oder ungünstiger WittenugS' und 
anderer TeriiftltBisse vorzeitig oder ver^tet stattfand. 

Die zahlreichen Zeitangaben InLeraners Chronik über die hiesige 
Weinlese find phänolciE^isf h uicht zu verwerten, weil die Grüude für die 
LLüczeit »ehr \ erri* hif le iie und vielfach Äussere waren. Nur eines schwnt 
mir daraus ersiclitiich und von einigem Wert zu sein, nämlich, dass im 
Lauf der Jahriinnderte die mittlere Zeit der Lese allm&hlich mehr nach 
dem Ende des Jahres an verschoben wurde. Im fttofadinten Jahrhundert 
fand dieselbe (im Durchschnitt von freilich nar 8 serstrenten Jahren) 
am 4.x (25. IX alten Stils , im sechzehnten (i. D. 67 J.) am 8.X 
-28, IX alten «tilsl im .i. l.zehnten (i. D. v. ?(; J ^ am 13 X C? X alten 
Stils'i und in unsrier Zt ir am 19, X statt, Der tiruml hirrtiir dürfte 
vuriiehnilich in der .sicli iu.n er mehr geltendmacheudeu L berzeugung 
liegen, dass ein längeres Hiingeulassen der Trauben die Oflte des Weines 
erhobt. Nicht unwahrscbehillch bt femer aocb, dass ehedrai wraiger 
Riesling gebaut wnrde. 

Von den vielen Weinbergen niid Weingärten, welche die Stadt in 
frtiheren Zeiten rini!;s umgaben, .sind jetzt nur noch solche in besseren 
Laiben til»riggeblieben. In der TniL'^i^Piid stfiiren «ie nur wenig über 
20Um an. Bei 400 m reift die Traube kaum mehr um Spalier. 



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— 40 — 



Pflanzenphänologische Beobachtungen 



zu 


Frankfurt 


a. M. 




Jahr Bo. h. a. Bit» 


Ht. Vbt. 


i\ Fr. a. Fr. 


a. Lbf. a. IM. 


Abies excelsa Lmk. (Piuus Abies Liuu.) iclite, HottanQe. 


1885 ( 29.IV) . . , 

1887 X2 X) . . . 

1888 (9.V) (18. V) 

1889 (ö.V) ( . . . 

] ^90 


• « • • . . 

9.V (16 .V} 

29. IV . . 


1 

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♦ • ♦ ♦ • ♦ 


MitU'l (6.V) ' ... 
Zahl d. J. 4 1 


ö.V 
8 , . 


* t 





Aeer ^latanoides Linn. Spitzblättriger Ahorn. 



1841 
184Ö 
1849 
1857 
1868 

1877 
1878 
1879 
1880 

1H«1 



15.IV 
88.IY 



1883 
1884 
1885 
1886 

1887 
1888 
1889 
1890 



^2Ü.IV) (27. IV 
(7, IV) 

(19.IV} (24IV) 

16.IV {18.IV) 

24.IV . . . 

29.IV . . . 

(2.3.IVi . . . 

13.1 V ... 



(H.IVj 
(7.1V} 

• « • 

ILIV 
SO.IV 

8. IV 
12.IV 
lO.IV 
29.111 

8IV 
24111 



• • « 

(14.IV) 
17.1V 
24.IV 



128.111 



H5.1V S (24.1V) 

19.III j (,5.1V) 

7.1V 18.1V 

7.1V 16.IV 

2().IV 25 IV 

20 1V 27 IV 

19.IV 2;uv 

30.m , 5.1V 



6.x 
9.x 



(14.X) 
\b.X) 
il5.X) 
(17.X) 
(8.X) 

(lax) 

(6.X) 

n4.X) 

2«. IX 



28.x 

(26.X) 



(19.X) 

ao.Xv. 

:ax) 



mtui ' 

1841-90 20.IV . . . 

Zahl i\. J y 

1877-90 20.1 V (19. IV) 
Zahl d. J. I 7 I 4 



8.1V 

18 

8 IV, 
14 



16JV 

12 

10. IV 

9 



(ll.X) . . . 

12 

{I2X) (23.X) 

lü 9 



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— 41 — 



Jftfer ,1 Bo. ». 


a. Blb. 


e. Bt. 


Ybt. 


c. Fr. 


a. Fr. 


u. Lbv. 


a. Lbf. 


leer Pseudoplataiius Linn. 


Berg-, Traubenahorn. 


1841 


1 

1 * • • i 




(25.1V) 








■ • • 




1877 


• • • 




(9.V) 








p ff < 




1H7K 






•^5JV 








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... 










. . . 






. . . 




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1 Q TV 

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. . . 








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1 • • * 




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2f.lv 




... , . . . 


(14.X) 


38.x 






. . . 


7 IV 








(lö.X) 




1883 






4.V 


(12 .V) 




» • V 


(15.X) 


28.x 


1884 


(5.IV) 


(16.1V) 


22.IV 


(6 .V) 




(lö.X) 


(27.X) 


1885 


20.1V 




(26.1V) 


i9.V) 






(lO.X) 


(22.Xi 


1886 


i ii.iv 


(21.IVI 


(22.1V) 


12 .V) 




• p • 


(18.X) 


(1.XI) 


1887 


, 28.it 


• k ■ 


l.V 


(IST) 




(ax) 


(aO:X) 


1888 


22.IV 


«.V 


7.V 


18 .V 


... ... 


(16.X) 


20.Xv/ 


1889 


(23.IV, 


• • 


3.V 




... • « fe 


28.1X 


(6.X) 


1R90 


i Ö.IV 


• • • 


IU.IV 


2.V 


... 1 ... 


(13.X) 


(28.X) 


Mittel 












1 






1841-90 






27.IV 










• • • 


Zalil d. J. 


* 














1877-90 


15.IY 




27.IT. 


(».▼) 






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1853 

1877 
1878 
1879 

1880 
1881 
1882 
1883 
1884 
1886 
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1880 
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1845 
1868 
1853 
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1870 
1871 
1872 
1873 
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18.V 


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1883 
1884 

1885 
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1887 




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1881 
1882 
1883 

1884 

1887 
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1807 
1868 
1869 
1870 
1871 
1872 
1873 
1874 
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1886 


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Zahl d. J. 


10 


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- 131 



Tr<'i/ Di iiu liHu bereils auget'ühi tt-n niul mandien iiucli zu 
besjirei heiiüeii eiii^'p^^ensteljeiiden UmstäiukMi sind die Gesamt- 
mittel und die Mittel der neuen Heobaclitung.sreilie, 
bi i genügender Beobachtiingszeit, meistens nur wenig oder gar 
nicht verschieden ; es erscheint dies nm so befriedigender, als 
ßchon eine kleine Änderung in der Decimale die mittlere Ein- 
trittszeit um einen Tag vor- oder zurückschieben kann. 

Dagegen macht sich bei kürzeren und anvoUständigen Be- 
obachtQQgsreiben, zumal solchen, bei welc hen in einigen Jahren 
Dar diese, in anderen nor jene Vegetationsstnfe verzeichnet 
wnrde, ein Missstand geltend, wenn er auch nur seltener in^s 
Auge fällt. Er betrifft die Zeitabstände der mittleren Vegeta- 
tionszeiten untereinander; dieselben weichen in manchen Fällen, 
vornehmlicb bei weniger geeigneten Pflanzen und Stufen, er- 
heblich von dem Mittel der in den einzelnen Jahren wirklidi 
vorgekommenen Zeitanlerschiede ab. Es kommt sogar, wenn 
anch vereinzelt, vor, dass die zeitliche Reihenfolge geradezu 
verkehrt erscheint, wie z. B. bei der ersten allgemeinen BlUte 
der Birne (Pyrns communis), deren Mittel, 16.1 V, früher f&llt, 
als diejenige an Spalierwand, 2 MV, während es im Einzelnen 
natftrlich umgekehrt ist, ebenso beim spilzblättrigen Ahorn (Acer 
platanoldes), Blattoberfläche sichtbar 20.IV, allgemeine Belan- 
baag 19.IV, während nach den drei gleichjährigen Beobach- 
tungen die allgemeine Belaubung f&nf Tage später stattfindet^ 
als das Sichtbarwerden der ersten Blattoberfläche. 

Wohl Hesse sich hier, wie zur Vervollständigung flber- 
hanpt, durch Berechnung von Verhältniszahlen (Interpolation) der 
Wahrscheinlichkeit näher kommen, obschon es willkttriich und 
nicht gleichgültig sein würde, ob die eine oder die andere 
Vegetationsstute zur Stütze derselben diente; auch glaube ich, 
tlass dies besser auf dem Wege der „thermischen Vegetations- 
koDstanten" geschähe. 

Wie sich, in rein meteorologischer Hinsicht, aufeinander- 
folgende Jahre zuweilen ganz oder teilweise ähneln, so kommt 
dies auch in phänologischer Beziehung vor; man vergleiche z. H. 
den April der Jahre 1887. 88 und 89, welcher grossenteils die- 
selben Eintrittstage aulweist. 

9* 



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— 132 — 



Ri'ilien heisser Jahre, wie 1857. öR und 59 sind in ihren 
pliänologischen Wirkungtii am h keiiiitlicli, ebenso kühlere Jahr- 
giingi' wie die letzton. Auteinanderfolg:ende Jahre mit schroffen 
Gegensätzen fehlen übrigens auch nicht, z. B. 1845 und 1846. 

Gleichwie der kälteste und der wärmste Tag eines Jahres 
selten wirklu ii auf den Durchschnittstag fällt, so ist es auch 
mit dem wirklichen Eintritt einer Vegetation sersclieinnng; zu- 
mal im Winter fällt derselbe entweder weit früher oder viel 
später, selten auf den mittleren oder einen ihm näheriiegenden 
Tag. In der kälteren Jahreszeit sind die Abweichungen vom 
Mittel überhaui)t <lai'chschnittiich viel grösser, als in der war- 
men, wo die Witterung weit weniger rerAuderlich ist und die 
Störungen durch Frost fehlen. 

So nnerlässltch und so zweckmässig eine ausführliche, 
alphabetisch geordnete Zusammenstellung, wie die in den Tor- 
stehenden Tabellen gewälilte in vieler Hinsieht ist, so wenig 
ist sie geeignet, ein fassliches Bild von dem Verlauf der 
Erscheinungen während des ganzen Vegetations- 
jahres zu geben und z. B. zu gestatten, SchlQsse aus dem 
früheren oder späteren Eintritt derselben auf frQhe oder 
späte Fruchtreife, gute oder schlechte Ernte u. a. zu ziehen. 
Deshalb folgt im Nachstehenden noch eine Zusammenstellung 
eines gros^sen Teils der neuen Mittel (1867—90) in der Reihen- 
folge der Jalirest<ige, ein pfianzenphänologischer Kalender. 
In demselben sind die sich weniger eignenden Angaben ganz 
weggefallen, wenn auch darauf gesehen wurde, möglichst über 
das ganze Jahr verteilte zu bringen und möglichst wenige 
Lücken zu hissen. 

Die Niit/.auwtindüug dieses Kalendei-s veranschaulicht die 
danebengesetzte Beobachtungsreihe des Jahres 18ÜÜ und die 
Anj^altc der Tage, um welche die einzt-luen Vegetations- 
etsrliciiuingen in tU-nisclben gegen das Mittel voraus dder zu- 
rück waren, wtiui audi die Anordnung hierbei etwas weniger 
günstig ist. als hei ih^r jährlichen kleintfii Kt^hersicht im Jahres- 
beiifht des Pliysikalischen Vereins, welclie nicht narh der 
Reilienlulge der Mittel, sondern je nach derjenigen der Eintritls- 
tage des einzelnen Jahres getroftVn ist. 

Ahnlich wie die Kigeiiarli<^keit eines jeden Jahres in 
meteorologischer Uiusicht vornehmlich durch den Verlauf seiner 



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— 133 — 



LuiUcaiiniatui-Kui ve bald über, bald unter der vieljähngen 
Mittelkurve ausgedrückt wird. eiiiali man auf dit' aiii^egebene 
Weise uder durch eine entsprechende Knrveudarsitllung eio 
lebendiges liild des Witterungsganges, wie er kaum besser 
zum Ausdruck gelangen kann. 

In meiner \'<)r.stellnng schweben mir für einen grusseu 
Teil der hier laugehiu lie<d)achtelen Krs( lu'inungen alljalirlich, 
wenn auch nicht in völliger L iiereiustimniung wieib-rkrhrmde 
bezeichnende Bilder vor, die sich zum Teil an« Ii in W«»rten 
etwas bestimmter aufsdrücken lassen. So ersdieinen mir die 
blendendweisseu Blüten der Kirsch» !! und Schlehen, dazwischen 
die rosigen Pfirsichblüten, umsi Invarmi v(m Bienen und Schmetter- 
lingen, ein heiterer blauer Himmel mit lichtem Gewölk in der 
Vorstellung unzertrennlich; dann eine Unterbrechung durch 
einige ungünstige Tage, worauf die gelbgrünen Streifen des 
ersten Laubes durch den Buchenwald schimmern, zwischen 
dessen grauen Stämmen wieder der blaue Himmel hindurch- 
leuchtet und die gefiedert* n Sanger zum Einzüge ladet. Ebenso 
im Herbst, wo schöne helle Tage dem Laube die buntesten Farben 
verleihen, bevor es einige kalte, oft frostige Tage zu Fall bringen^ 
denen eine lange Reihe nebliger und regnerischer Tage folgt. 

Ohne eine gewisse dichterische Freiheit dürfte es jedoch 
vorerst noch schwerfallen ein ausführlicheres Bild des ganzen 
phänologtsdieu Jahres auch nur für einen Ort zu geben» wie 
wir es eigentlich auch von dem rein meteorologischen noch nicht 
besitzen. Dass aber jeder Jahreszeit, selbst kleinen Zeiträumen, 
gewisse Eigentümlichkeiten der Witterung zukommen, welche 
im einzelnen Jahr oft nur abgeschwächt erscheinen, wird Nie- 
mand bestreiten und zahlreiche Wetterregeln deuten darauf hin. 
Allbekannt sind die drei „gestrengen Herren* Mamertus, Pan- 
cratins und Servatius, sowie auch Urban im Mai; doch er- 
scheinen Zeitlättfe kälterer und wärmerer Witterung vollständig 
gesetzmässig im ganzen Verlauf des Jahres, wie das u. a. die sehr 
verschiedenen Zeiträumen entsprechenden Kurven der mittleren 
Lufttemperatur (Fraukturt a. M. 17ö8 b. 77, 1837 b. öö, 1857 
b. 81 und (iiessen 1852 b. 80) in meiner Mitteilung „über Peter 
ileermanns Lufttemperatur- Beobachtungen*' *; zeigen. 

*) Jahresbericht des i'hyäikaliischea Yereiaa lür i{^03,84. 



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— i;u — 



Wie der Bau dieser Kurven in den verschiedenen grösse- 
ren Zeiträumen sich jedocli allmählich etwas verändert, hier 
gedrungener, durt gestreckter wird, .so dürfte es sicli später 
wohl aiicli bei Vergleieluing genauer phänologiscber Kurven 
im Durchscliuitt grosserer Jahresreihen ergeben. Weiterer 
Forschung bleibt es ferner vorbehalten, näher zu untersuchen, 
wie sich im einzelnen Jahr und im Durchschnitt vieler Jahre 
die Teniperaturkurven verschiedener Orte im Vergleich zu denen 
der ]diäuülogischen Erschtiiiurigen verhalten und sich der Bau 
derselben von Ort zu Ort umgestaltet. Dem augenfälligen Parallel- 
gang der üben erwähnten Lufiteniperatur-Kurven von <»it-.''?eji 
und Frankfurt und einem nur massig schwankenden mittleren 
Unterschied von 1.4 "T. entspricht z. B. der Parallelgang der 
Vegetalionszeiten beider Orte mit einem in den verschiedenen 
Jahreszeiten nur wenig schwankenden mittleren Abstand von 
sieben Tagen, dessen Richtung sich bei den absteigenden Er- 
scheinungen (Laubverfärbung und Laubfall) natürlich umkehrt. 
Doch auf diese wie auf die Frage der Wärmezufuhr durch die 
Sonne soll hier noch nicht näher eingegangen werden! 

Vergleicht man die Vegetationszeiten dei verschiedenen 
Jahre im Einzelnen miteinander, so findet man nicht nur, dass 
die Erscheinungen, wärmerer oder kälterer Witterung ent- 
sprechend, bald auf einen Tag zusammengedrängt, bald weit 
auseinander gezogen sind, sondern auch, dass die Reihenfolge 
nicht immer diejenige der Mittel, beziehungsweise des phänolo- 
gischen Kalenders ist« vielmehr thatsächliche Verschiebungen 
nnd sogar Umkehrungen der Aufeinanderfolge vor- 
kommen. Ungeachtet der eingehenden Untersuchung Ton 
L. Rahn*) gelang es, meines Erachtens, bisher noch nicht in 
dieser Sache genügende Klarheit zu erlangen. Einerseits halte 
ich auch heute noch an der im Bericht 1878/79, S. 113 ge- * 
gebenen Anschauung fest und schliesse mich den in seiner Ab- 
handlung über phänologischeAccommodation (Botanische Zeitung 
1890, No. 6^11) dargelegten Ansichten H. Hoff manne toII- 
kommen an. Andererseils scheinen mir die sonstnocb möglichen, 
oft gemeinschaftlich in gleicher Bichtang wirkenden Ursadien 



*) liahu, L. l ber iiluiiioInn^isrlK; Iiivor^i'^neii, 21. Bericht der Über- 
hesaiacben Gesellschaft für Natur- uud Heilkoude. Iöö2. S. 113 b. 143. 



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— 135 - 



der Verschiebungeii so zahluiclie und uft, zumal nachträglich, 
kaiun erweisliche zu sein. das;:s ich eiu allgemeines Gesetz 
üherliaupl für zweifelli.in halte. 

Von den grösstenteils bckaiinteu, zum T»,'il aber noch • 
weni^ bea eiltet eil Stöningsuisaeheii i<eien hier — auch in liUck- 
siicht auf vorher Angedeutetes — einif^e besonders anj^efiilirt. 
Voran stellt der Frust und zwar weniger der des Winters, als 
der des Fiühliugü, der Nach- oder Spätfrost, dessen Wirkuugeu 
und Nachwirkungen, vom einfachen Znrftckhahen s«)wie von 
ilem leise.sten Frostdruck mit sich selin-dler ü<ler lang.samer 
wieder ausgleichender Schädigung bis zur Zerstörung der in 
der Entfaltung begritfenen Gebilde oder der ganzen Pllanze 
führen können und im gedachten Falle die Entwickelung 
derselben hintanhalten, während eine weniger weit entwickelte 
oder härtere nicht, oder nur in geringerem Maasse ziirfick- 
gelialten wird. 

Aach die Tiefe, bis zu welcher der Boden gefroren oder 
auch nar stärker erkaltet ist, beziehungsweise war, hat den 
mächtigsten Einfluss auf die mehr oder weniger verzögerte 
LebensthäUgkeit der tief oder weniger tief wurzelnden Kräuter, 
Sträucher und Bäume sowie die jüngeren und älteren derselben. 
Beim Anfthanen kommen hier die mannigfaltigaten Abstufangen 
vor, die obendrein — oft gans Örtlich — durch vorhergehende 
geringere oder grössere Durchfeuchtung beziehungsweise voll- 
ständige Sättigung der Schichten mit Wasser ~ sei es von 
unten anf, sei es von oben her — durch Oberschwemmung so- 
wie durch das Vorhandensein oder den Mangel einer Schnee- 
decke noch verwickelter werden können. Der Winter 1890/91 
und derFrtthling 1891 Hessen uns hierin noch die seltsamsten 
Erfahrungen machen. 

Bei Standen, Zwiebel- und Knollengewächsen ist die Höhe 
der Erdbedecknng und der Grad der Lockerung des Bodens 
nicht ohne Einfluss; Verpflanzen, Umarbeiten der Erde — sei 
es auch nur seitens eines Maulwurfs — wirken störend, bald 
im einen, bald im anderen Sinne. 

Hitze, geringe oder grosse Feuchtigkeit der Luft, ab- 
kühlende oder erwärmende atmospliäiische Niederschläge, starke 
Winde. Truckuis «mUi Nasse des Bodens, Scliädigungen durch 
iusekien i^ötich, Keiz, Jb'rass) uiul andere Tiere, sowie sonstige 



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- 136 — 



Verletzuugeu beeinftiissen die Eintrittszeit und bewirken hier 
voreilige, dort verspätete Erscheinungen. 

Eingehen oder Beseitigung von frühen Sorten, sowie von 
Beobachtungspflanzen in gunstigerer Lage (wiiüiiti Boden. 
Südhang u. dgl.) oder V^MsdiattuTig derselben veranlasst nicht 
selten spätere Zeitangaben, umgekehrt Hu an wachsen oder 
Einsetzen neuer Pflanzen, sowie Wegfallen bceinträclitigender 
Umstände zuweilen frühere. Zeitweiliger Nichtausscliluss von 
ausnehmend günstigen Lagen, Spalierpflanzen an H^lnsem. 
Mauern oder Holzwänden, aussergewöhnlich Irlihblütifi^en oder 
-fruchtenden Einzelpflanzen und Spielarten führt zu vorzeitigen 
Angaben. Bei spärlichem Blüten- oder Fruchtansatz entgeht 
dagegen nicht selten die früheste Erscheinung der Beobachtung. 

Bei manchen Pflanzen derselben Art, z. B. der Birke 
(Betula alba) und der Schlehe (PranttS spinosa), erseheint ferner 
oft regelmässig die Blüte der Einen vor dem ersten Laab, die 
der Anderen in umgekehrter Reihenfolge. 

Endlich wird die Fehlbarkeit des Beobachters auch In 
dieser Richtung gelegentlich recht nachteilig, znmal wenn der 
Beobachter nicht immer derselbe ist 

Alle diese stdi'enden Einflüsse machen sich zwar hftuflg 
geltend, jedoch nur selten in erheblichem Maasse; sie vermögen 
nicht etwa die Branchbarkelt der Ergehnisse in Frage zn 
stellen, wenngleich sie die erreichbare Genauigkeit unleugbar 
etwas einschHlnken. 



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— 137 — 



Vegetationszeiten zu Frankfurt a. M. 
(Pflanaenphänologisciior Kalender.) 



Die Pflanzeu unil Stufen des Ende 1882 erweiterten , ph^nolu^i sehen AafrofB* 
TOD Uoffmanu und Ihne sind mit * bezeichnet 



HM«! II 

undTardea 


Bnt- 
wfeka- 
lunga- 

flaM#a 

StOlfl 


Im Jahre 1890 


Eintritts, 
Mittel a.d.J. 
1967-90 


Name der Pflanse 


Tag 


Monat 


Tage 
Toraa8|zuriloJi 
















Febnwr 














* 

B 


*voi*yliis Atmuiiui 














lia»elnu88 ....... 


«.Bt. 


16 


I 


17 




II I 


Erantbis hiemaiis 


















22 


I 


20 




28 


Alans glntiuotia 
















e Rt . 


21 


I 


38 


9 * 
















I 


vilij lUa A VoIlAllfli 
















Vbt. 


'•U1 
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30 


• • 


O 


LicUOOJUlU VciIlUtU 














VriihliffiiPAltnAtAnlilnmik 

AT ■ 1UltUI|{oAUwlCUU111lllC ■ > ■ 


e. Bt. 


1 

i 


III 

A A 1 


2 


• ■ 




























(8) 


5 


Hepatica triloba 














j Loberblürachen 


A 


12 


III 






10 


; Scilla sibirica 














Sibirische Meerzwiebel . . . 


e. Bt. 


16 


III 




6 


18 


Leacojnm Temnm 














Frttbiingsknotenblniiie . . . 


Vbt 


12 


III 


0 


0 


13 


Dapbne Mezerenni 


















16 


m 




3 


13 


Coriiu!» mns 














Gelber Uartrieg:el .... 


«.Bt. 


18 


III 




ö 


13 


Arabis alpina 
















e.Bt. 


20 


lUu 


• • 


7 


16 


Ribes Grossnlarift 


















20 


m 


•• 


ö 


16 


Crocus venins 














Frühliugssairau 


e. Bt. 


15 


III 


0 


0 


17 


Hepatica tiiloba 
















Vbt 


16 


m 


1 


• • 



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— 138 — 



HonAt 




Ent- 


Im Jahre 1890 


unil Taa^ H^a 

Kintritts, 
Mittola.d.J 












wtoke- 
longfl- 




.11 " T! ;•! t 


Tage 


1867—90 












WM U 

narz 
















1 aAllS UilLLtllil 


















16 


III 


2 




19 


















Vitt 


16 


III 


3 




fii 


ttipiJIUiJI 














AipcU'J UQKUUlSQCvrO • * » t 


OQ. 8. 


17 


III 


4 


















Diiocn* >> iiiuroäcneu « • • . 


e. itc. 


23 


III 


1 




SB 

AU 
















Wa1ilJ3Alh1llM*1kl«iHiA 
irVftlu~0CllilU89iDlilyl6 * » . • 


e. jst. 


23 


III 


2 






Tlliviiia pamthAtttnA 
CIIUIIS Lcllll |Rniwri9 


















25 


III 


1 




26 
















Skt* o n AI Waava 






(UJ) 




(l) 


fit 


xßWwm Tdiliui 














VrilliliniMUAilmn 


Vkt 

T0T. 


24 


III 


3 




87 


Ttibfis rahf tim 












«FUUaiilllM>rcrc , 


1)0. 8. 


26 


III 


1 




27 


















(27) 


(III) 


(0) 




QÜ 


' T^n 1 i}l t\i» \f m 
t r/tt £J U UC iuC«C f C U Ui 
















Vk» 

T 0(. 


22 


III 


6 




















uciiiijjcrier i<crcii(!u^puni . , 


e. Dt. 


(25) 


.III) 


(3) 


• • 






















27 


11 1 


1 






•9111 lA \>tt|irVH 














ttah1ir»lltA 




25 


III 


4 




99 


















9, m. 


«O 


TIT 
III 


3 




30 


Scilla bifoHa 














ZuL'itiliittrige Meerzwiebel. . 


c. Bt. 


26 


III 


4 




30 


Scillla sibirica 








1 




fflbirilche Meerzwiebel . . . 


Vit. 


28 


III 


2 . . 


31 


Cornn« mu 








1 






Vbt 


24 


III 


7 , . 


31 


1 Pnimonaria officinalis 








1 
1 




Arzueiliclies Lungenkraut . . 


e, Bt. 


(28) 


(III) 


(3) 




April 














(1) 


i Tussilago Farfa» 
















e. Bt. 


28 


JU 


(4) 





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— 130 — 



Kosat 




Knt- 


Im Jahre 1890 


Küit rilts, 












wicke- 
luDga- 
Btnfe 


Tag 


Monat 


Tag« 




1 




vorausjzarltok 


l 1 


Amygdalus commtlilis 












1 






28 


III 


3 


• * 


1 


j Vinca uiiuor, 
















e. Bt. 


29 


III 


3 




2 


Pnums Padus 


















(24) 


(Uli 


(9) 




3 


Primula officiualis 














Thee-Schltkselblume , . . . 


e. Bt. 


28 


III 


6 




4 


tlrons campestriä 














Feldrttster 


Vbt. 


28 


III 


7 




4 


Salix Caprea 
















Vbt. 


29 


III 


> 




4 


*Ae8€aIas HIppocastaMWii 


















31 


lU 


* 




6 


Vitis viiiit'era 


nend 














2y 


III 


7 




6 


Bibea GroMOlaria 
















e. Bt 


3L 


III 


o 




R 
9 


jri UUU9 »rnioiuiMjB 














l]»rfkos<» ........ 


e Bt 


1 


I\ 


4 




(6) 


C'altha palustris 














Sompf-Dotterblame .... 


e. Bt. 




{LH) 


(8) 




e 


Maaeari botryoides 














Hukal-Hjacintha 


e.Bt. 


3 


IV 


3 




6 


Pjrn» Uahts 














Apfel 




(5) 


(IV) 


(1) 




7 


Larix enropaea 


















29 


III 


9 




7 


*Ril)cs rubrani 
















0. Bt. 


31 


III 


7 




(') 


Ribes rubrum 


a.Blb. 






• « 




8 


1 

j Baxas sonipervlrcns 














1 Buxbauni 


c Bt 


30 


III 


0 




8 


leer platauoldes 














Hplteblittiiger Akorn . . 


6.Bt. 


90 


in 


9 




8 


Populoa pyramidalis 














ItalieoiBcli« Pappel .... 


e.Bt. 


30 


III 


9 




8 


Bibes alpinnm 
















0. Bt 


31 


m 


8 





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— uu — 



■«Mt I 

Kiiu rirt«, 
mUela.d.J.' 
18«7— 90 




Ent- 


Im Jahre 1880 




Wicke- 

M II 1 ' 


Taar 


Monat 


Tag« 

\ ■ 1 1 ,1 i.i -- /.II r ii 1 


April ; 

Q 

o 


Oxahs Äcetoaella 








t 








31 


III 


8 


8 


Kahonia Aquuolium 














». T>A 


1 


IV 


— 

7 




9 


Tuaxunm officinale 


















8 


IV 


1 




10 




















5 


IV 


5 




11 


l'ruuuä a Viani 
















Ho. 8. 


1 


IV 


in 




II 


*Berala alM 


















5 


IV 


6 




Ii 


^FrniiQS avinni 


















5 


IV 


6 




11 


' Pjrus cominuuiä 














1 T»f 


X* _ 


7 


IV 


4 




II 


XtkAA JMM Sw ABB VM 

' »IDeS mugulIlOalll 














' Blntmte JohannisliMra . 


A fit 


7 


IV 






W i 


Prunus cerasifera 














Kirsrhpflannie 


e. Bt. 




(IV) 


(4) 




12 


Fopulus pyramidalis 














Italienisdie Pappel .... 


Vbt. 


4) 


1 V 


10 




12 

1 


PrimuU elatior 












1 
1 


Waldschlttwelblaine .... 


Vbt. 


5 


IV 


7 




1 

12 


TUia grandifulia 














Groublftttrige Linde 


Bo.8 


K 


IV 


6 




12 


i *Prann<; splnow 
















e. Bt 


7 




5 




13 


Prunus arnieniaca 
















Vbt. 


r» 


IV 


8 . . 


U 


*Ribi'h aut'cuui 














(lioldgelbe Johanuisbeerc . . 


c.Bt 


•»1 


III 

III 


14 






Carpinus Betulus 


















5 


IV 


(i)) 1 . . 


14 


Fraxlnns exeelslor 


















6 


IV 


8 




14 


Peraica vnlgmris 














Pftrsicli 




0 


iV 


8 






Pniiiiis insitieis 


















8 


1 IV 


6 





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~ 141 — 



Monat 






Im Jahre 1890 


undTafdes, 
BiBixilti, 

KUteia.d.J. 










1 Hame iw Pflanse 


wick6* 
langt- 
ttafe 


Tag 


Monat 


Tage 

voraus' zurück 


AmtU I 














u 


FritUlaria imperalti 












1 

1 






s 


IV 


6 




16 1 


Acer rseudoplatattU» 


















5 


IV 


10 < . . 


16 i 


! Bibes Grk>ätmlaria 








1 






Vbfc. 


12 


IV 


3 : . . 


16 

1 

1 


*f»gm sÜTatiea 
















8 


IV 


13 




16 


Acer platanoidea 














S])itzblättri|?er Ahorn . . . 


Vbt. 


5 


IV 


II 




16 


^rjiru:» coiiiiuttiiis 


















8 


IV 


8 




(18) 


, PnuniB iaaiticia 














Mirabelle 


e. Bt. 


14 


IV 


(2) 




16 ; 


Aesculus HipiMH astaanai 














K(»sskasta«ic 


a. Blb. 


16 


IV 


0 


0 


17 


Prtiuua insiticia 


















8 


IV 


9 




17 


Prinrala of&cinall« 














Thee-Schraaelblnme .... 


Vbt. 


10 


IV 


7 




17 
II 


iviDt^h riiurnm 














.Tiiit fi II Tk wlip^^rp 


Vh» 

V II Ir. 


10 


IV 


n 
1 




18 


Anivfi^ilalus naiiA. 














Zwcrgmaudel 


e. Bt. 


Iß 


TV' 


2 




18 


^PrnniiH PAiinfi 












i 

1 


Traabenklnche 


e Bt. 




IV 


2 




18 


PraniM Avinm 














Stbnkineha ....... 


a.Blb. 






(0 




(19) * 
















WdMl)iiehe 


a. Bt. 


a 

D 


TV 


(13) 




19 


Betnla alhA 
















Vbt. 


1 1 
l L 


TV 


8 




19 
















Sauerkirsche 


e.Bt 


14 


IV 


5 




« 


Prunus avium 














Sü88klr»che 


Vbt. 


15 


IV 


4 




19 


üxalü Acetodella 




( 












Vbt. 


(16)' 


(IV) 


(3) 




20 


Bnwaiea Kapos 












r 

1 


WiateroKohlrapi 


e-fit. 






« • 





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— 142 — 



KOMt 




Knt- 




Im Jabre 1890 


und Tag de» 




wirke- 
Inngs- 

atMtm 










— 






Kintritt.s, 


Will» der PflftnM 


Tag 




Tage 


llUtela.(l.J. 
1M7-90 






mamJaerleiE 


April 








1 


1 


(30) 


Pranu» insificii 


vbt. 


• • 


1 

. . 


. • 




20 


1 Fragaria veaca 


















10 


IV 


10 




80 


Acer plitMioides 














*^ ^ 9mm A.A. 9 >1 

S|)itzblättriger Abom . . . 


Bo. 8. 


13 


IV 


7 




Alk 


Saiii'vTn im rarcmnsa 














T riuihitrcr Ifolluuuer . . . 


e. Ist. 




IV 


1 




21 


Fritillaria iinpenalis 














TT * 1 - . _ 


Vbt. 


14 


IV 


7 




(21) 


Betttla alb« 














Weisse Birke 


a. Elb. 


(15) 


(IV) 


(6) 




81 


Pnuna insitieia 














T%/l 


Vbt. 


16 


IV 


0 




21 


Pranns spiiio^a 














Cl 1 1 1 


Vbt. 


17 


IV 


4 




Ol 


Persica Tulgarie 
















Vbt 


17 


IV 


4 




21 


Tllla narvifoIlH 














KlofiihHlttrigß Linde . . . 


Bo H. 


17 


IV 

M T 


4 




21 


Lüiiicera alpigeiia 
















e. Bt. 


18 


IV 


3 




81 


Pyrus commnnis 
















a.Blb. 


80 


IV 


1 




88 


TOia grandifoHa 














Grottblättrige Linde .... 


a.61b. 


20 


IV 


2 




23 


Halionia Aqnifolinm 














Mahonie 


Vbt. 


10 


IV 


7 ! . . 


83 ! 


Prunns iiniticia 
















Vbt. 


! 


IV 


7 




23 


Prunn«! doroestica 














Zvvetäche 


e Bt. 


(18) 


(IV) 


(5) 




m 


Fraxiuus exceUior 




i 










Vbt 


10 


IV 


(14) 




24 


Liriodeudron tolipifiU'a 


















19 


IV 


5 




84 


Olyclue düneneis 


















20 


IV 


4 




84 


Pnumg Gerasna 
















Vbt, 


20 


IV 


4 i 


• • 



Digitized by Google 



— 143 — 



Monat 
lUidTaf de« 
Btatrftts, 

1807-90 


ff Name der Fflamo 


KOI' 

«tofe 


Im Jabre 1890 


T-i ir 
1 Ali 


! 

n 00 Ii i 


Tage 
vüiauH| zurück 


April 

(Ü) 


T«nxaeinp ofüeiiiale 
















Vbt. 


21 


IV 


{Vi 

{•V 




ik 


*P}ru8 NalBS 












Apfel 


e.Bt 


24 


IV 


0 


0 


25 


^tjuereuü peduiicalata 


















18 


iV 




• ■ 


25 


Bibes amream 














Ooldgdiw Jobannubcere . . 


Vbt. 


18 


IV 


f 




25 


1 Pyru8 commnuto 






1 








' Birne 


Vbt. 


21 


' IV 


1 

* 




25 


Castauea vesca 














Bilelkastauie 


Bo. 8. 


22 


IV 


Q 

f J 




26 


Joglaiis regia 










! 








24 


IV 


1 




25 1 


Vitis vinifcra 














WeitHL'bi' 




(25) 


(IVi 


(0) 






^Louicera tutarica 












TktarlMliea delsblatt . . . 


e.Bt. 


•W 


¥1' 




5 


86 


Prannfl Fadas 
















Vbt. 


21 


IV 

Ä t 


5 


• • 


26 i 


f miina d^imoaflikA. 












1 




Vht 

Y Ob. 


22 


IV 






26 


SambucuH racetnosa 














Traubiger Hollumler .... 


Vbt. 


24 


IV 


2 




27 


Acer Fseadoplataiius 


















19 


IV 


8 




«7 


*Narci88a8 poSticia 














Weine Narelsse 




(26) 1 


(IV) 


(2) 




27 


Fraxinns exeelaior 














Eacbe 




(26 1 ' 


(IV) 


Ii) 




28 


Fagns silvatica 




1 
1 










Bache 




23 1 


IV 


5 






♦Syrliiirü vulgaris 




1 










Syiin::!' .... . 




28 


IV 


0 ! 


0 


" i 


♦Aesculus H i p | > ucai« t a ii u in 














Rosskastauie 


e.Bt. 


28, 


IV 


0 


0 


■m 


*Faga8 silvatica 


















(24) 


(IV) 


(«)! 




m 


Liriodendron tuUpifera 
















a.Blb. 


3 


V 


(3) 1 . . 



Digitized by Google 



_ 144 — 



Moaat 1 


___ ^ i 


Knt- 


Im Jahn IBSO 


Hftiio der Plluso 


wicke- 










;-j ti f 1 ittS, 




TtM- 


Munal 




HUt«la-d.J 1 




gt u fe 


\ 1 LL 1 i 


/ 1; rück 


istv-w 1 












Mal ! 










1 

1 




1 


Fagus silvfttica 
















V Uli. 


(29) 


(IV) 






1 j 


Tiiia parvitulia 














Kl6uiDlittiig<e ifinae .... 


m, Olv. 


2 


V 




1 


2 


Bobinia Pteudacacia 














Unechte Akasie 


DO. 8. 


2 


V 


0 


0 




C'onvallaria majalis 
















a Vit 


1 


V 




• • 




ikU m4 < ftft* un^a« A %*BMMa 

•^pariiuiii scO|iAriniu 








j 








» nt 


(Ö) 


(V) 




M 

4 


BerDerls Tniyarit 
















A Rt 




iV) 






4 1 


Taraxacum ufticinalfi 
















„ y_ 


3 


V 


1 




# 


•Sorbus uucuparia 
















jk Rf 


4 


V 


0 


0 


0 


ADics excQioa 
















6. Bt. 


29 


IV 


6 


■ « 


5 


Äsperula udurata 




















IV 


5 


• • 


. 5 


Narcissus poi'ticus 














Weisse Narzisse 


Vbt. 


a 
o 


V 
> 


2 




6 


Cerci« Siliquastniiii 


















6 


V 




1 


(6) 


j *Qiercii8 pedoncnlala 






(V) 












(7) 


• • 


(6) 


' Acer Pr^endoplataniis 












Traabenahorn 


Vbt. 


2 


V 


\*) 


* • 


(6) 


Quercus peduiicuiaU 










1 

1 






4 


i 


(2) 


• 


6 


Brassica Napus 














Wiut^rkohlraps 


Vbt. 


10 


V 




4 


7 


P)TU!3i Malus 
















Vbt. 


4 


V 


8 




7 


Lonleera Xjlosteam 








8 






Qomeln«» (lelaMatt .... 


e.Bt. 


6 


V 




7 


«Cjilsiis Labaniiim 
















•.Bt. 


7 


' V 


0 


0 


7 


: Secale ceieale bibernttin 


1 erste 
1 Afllm 


9 


1 

1 

i V 


4 * 


2 



Digitized by Google 



— 14B — 



BOBIlt 1 




Kill' 


Im Jabre 1890 


wi4T«f de« 

Eintritts, 
■Ittela d J 

l^R? 90 , 




\V!< 

10Dg8- 
BtOf« 










Käme der Pflanze 


Tbs 'Moniit 

1 


voran.H xuriick 


Mni I 






1 




1 




1 


CatiUpa gjriDgaefolta 












1 




Bo. 1. 






« • 


o 
o 




Jaglans regia 




1 








1 

1 




a. Blb. 




(Vi 






8 


*€rataei?as Oxyacautba 
















e Rt. 


o 
o 


y 




A 
V 


8 


Jaglans regia 


















W 


) 






9 


Lonicera tatarica 














Tatari«r?tt'9 Oeisblatt . . . 


Vbt. 


g 


V 


1 


« • 


9 


*Cjrdoiiia vulgaris 














Qaitte 






V 


0 


0 


9 


Horns nigra 
Schwarze Hantbetre .... 


• 

Bo.B. 


• « 






• • 


9 


Comns alba 














Wrisser Hartriegel .... 


e. Bt. 


(10; 


(V) 


■ ■ 


(l) 


ao) 


Sorlms Aria 












10 


Aescnliia Illppoe»8t«Baiii 














RoBBkMtanle 


Vbt. 


7 


> 


9 




10 


Sjringa rilgaris 
















Vht 


a 
o 


V 


2 


* • 




















a Blb 


(lüj 


(.V) 


(0) 


(0) 


13 


C^invAlifirin itiaiiiHH 

v^uftft * m 1 i*x IIA luciiwAjn 














HaibMiBcheN 


Vbt. 


8 


V 


4 




19 


TaAn lAAVA Y vi Att^Atl na 














Genuines Gelsblatt * , . « 


Vbt. 


11 


V 


1 


• * 


















Stieleiehe 


Vbt. 


(8) 


(V) 


(6) 


■ b 




fiftliT 1 'fvnroft. 
















e Fr 


(i>) 


(V) 


(4) 


• ■ 


13 


1 Sorbus aucnparia 










i 




VorrplhfPrC ....... 


Vbt. 


11 


V 


2 


* « 


13 


1 C>'*Iünia vulgaris 














' Quitte 


Vbt. 


12 


V 


1 




13 


:i Seeale cereal« hibtsrnuin 


Korn- 
f*-l(ler 
!. Ähren 








1 
1 




i Winter-Roggeu 


12 


V 


1 


■ • 


U 


Piaas silvestris 


















9 


V 


5 





10 



Digitized by Google 



— U6 ^ 



Mo Hilf 






Im Jahn 1890 


Mittel a.d.J. 




Wieke- 
lufigs- 
Stufe 








1 flBnS Oer lrlUBZ6 


Tag 


Monat 


Tajje 


I867-«J0 


l 




voraus 


zurück 


Hai 














14 


Berberis valgariB 
















Vbt 


13 


V 


1 




15 


















Vbt. 


13 


V 


a 
C 




15 


PanloimU imperialin 










1 ' ' 








13 


V 


O 

s 




16 


Salvift pratensis 










1 * ' 




Wif^son-Salbei 


e.6i. 


10 


V 


D 


1 * * 


16 


Crata -ns Oxjracanüia 














AS'eijjsdorn 


Vbt. 


11 


V 


O 




16 


P&eonia oüficiualis 
















e.Bt. 


14 

A^ 


V 


9 




17 


Qrtisiu Labafnnm 
















Vbt. 


13 


V 


4 




(17) 


, Taraxacum officinale 














' Löwenzahn 


a.Fr. 


14 


V 


(3) 




18 


Evonymnü eurojmt'U!» 












GmeliMr Splndellwiiii . . 


e.Bt 


16 


V 


3 




IV 


Jraeoiiift oneiinlis Ii. plen« 


















(W) 


(V) 


(5) 




IV 


'^tt.ulinfi lilfiAna 














Hinilx^oro ....... 


0 Bt. 


15 


V 


4 




19 


Gatalpa ^vriugaefolia 
















a.Blb. 


(15) 


(V) 






20 


Spartiam scoparinm 
















Vbt. 


15 


V 






20 


MiÜM^beman bifolinm 


















15 


V 






(20) 


Mama nigra 


















(18) i (V) 






21 


Paeonia officinalia 
















Vbt. 


18 


V 


3 




22 


*.Sambncus iii^rn 














Sclnviirzor Hollnnder . . . 


e. Bt. 


15 


V 






22 


YiburDum upulus 














Sdmeeball 




18 


V 


4 






miadclpbos corouarlns 


















16 


V 


6 




25 


«Synif horicurpM rM^mosa 


















1» 


V 







Digitized by Google 



- 14? - 



Mosmt 






Im Jabre 1890 


undTaR (It'S 


XuiiH' «Irr rilauzo 


wicke- 














lag 


Monat 














zurück 


IUI 














28 


*Hec«le cereftle litberiiiim 














Wiiiter*Ro<nr^i> 


«.Bt. 


18 


V 


8 




27 


EronymiiB etiropaeas 














Gemeiner Si/iiulellaum . . . 


Vbt. 


21) 


V 


7 




27 


Pjicoiiia oftiviiialis fl plen. 














(ietuUfö rtiiigstrose .... 


Vbt. 


2Ü 


V 


7 




27 


*Atruya Belladouua 


















91 


V 


6 




28 


Roblnia Pdendacacia 
















ft.Bt 




V 

• 


8 




2» 


♦rfirrui< -aiiL'-iiiitf'.i 












- 


lloivr Hartrio};i'l .... 


e. Bt. 




i\ 1 
\ ' 






30 


Secale (ercalc hiliLriiinn 














^Viutel-lioggcu 


Vbt. 




> 


5 




31 


*SiÜTia officinalis 


























Jani 














1 


Di^cit-'ili-^ imrimrea 














Fiiigtnlint ..... 


e. lit. 


27 






2 


liobiuia rä>€udacai:ia 














Vbt. 


2(i 


\" 


<; 




2 


Bon canina 


















28 


V 


5 




6 


Bosa ceiititolia 


















2Ö 


V 


U 




b 
















Waldeiübceit^ 


e. Pr. 


31 


V 


6 


• • 


7 


Liriodendron tnlipifera 














« ... * 












A 

V 


1 ruiius aviuiii 
















e Fr 


Ol 


V 


9 


• • 


g 


*l.lg'uslriim vu1'-r:iri 














<t('ni<'iiM> ItaiiMU'ide . . . 


V Ul. 


II 


VI 


* • 




10 


Saiiihucus nigra 








8 






Schwarzer Hollutider .... 


Vbt. 


2 


VI 


« • 




1 rrilicum uil^nin- liibeiuuui 














1 WIiiftn--Wel2en 


e.Bt. 


(12) 


(VI) 


• * 


(2) 


10 


, Sülauuui tuberosum 
















e.Bt. 


(U) 


(VI) 




(4) 


10 


Hoirdenm distichum 














Zweiaeilige Gerste .... 


e. Bt. 


15 


VI 


■ ■ 


6 



Digitized by Google 



- 148 — 



■eBw 1 

undTAf^ <Icb' 

Eintritts, 
Kille] a.d.J.- 

flMiY— ;HI 


Nauie der Pflauze 


Knt- 
wicke- 

stufe 


1 

] 


m Jal 

HODHt 


ire 1890 
vor&a8i7,arück 


«Ulil 1 














13 ' 


n*!!!» f randifolla 














Clroflsbllttrlg« Lind« . . . 


e. m. 


(7) 


(Yl) 




> • 


14 

Amt 


*\in» viiiifer« 














^Vt'inr»'!)© 


e. Itt. 


10) 


(VI) 




■ * 


14 


Triticum vulgare liibernum 












i 


Winter- Weizen 


Vbt. 


16 


VI 




Ol 

i 


1 

17 1 


^Ribes rnbnuu 


















14 


VI 


ö 


• ■ 


















KdelkaHtailie 


«. Bi. 


15 


VI 


4 




19 

Air 


LisHT^trinn vulgare 














(iemeiue Rain weide . . • . 


Vbt. 


16 


VI 


q 




19 


*Loiilcora tatarica 














TfttarlBchM Uitiablatl . . . 


e.Fr. 


17 


VI 


2 




io 


Tilia fffftEdifotia 














Oronbllttiige Linde .... 


Vbt 


15 


VI 


ö 




81 


Avena sativa 
















fi. Bt, 


24 


VI 




3 


28 


Tilia parvifolia 














Klelmbiattrige Liad« . . . 


cBt. 


20 


VI 


3 


• » 


23 


Hypericnai p^oratnm 














(lemeines Jobanniakrant . . 


e. Bt 


27 


VI 


• * 


4 


(24) ' 














1 


o Fr 










** 


1 ^Liliuui i'uiMiiduin 














1 fTCIHSO Lille 


0. III. 




VI 


4 




26 


V itis vmilera 
















> Dt 


/Ol \ 

(-1) 






• • 


26 


Irt • 

Pniniifl a?iviii 














'CtwE amIm Imm a 






VI 
> 1 


1 


• 


(26) 


Fragaria vesca 












waiawaDaero ...... 


rr. 






(0) 


(0) 


26 


Prunus Cera^us 
















e. Fr. 


27 


VI 




1 


27 


*Knl)UH idaeus 


















17 


VI 


10 


• ■ 


27 


Castanra vf^-ra 














Edflkastaiiie 


Vbt. 


(26) 


iVI) 




• 


27 


Ribes ürosiitnlaria 


















(2) 


(VII) 


• • 


15) 



Digitized by Google 



— 149 — 



Monat 


- ■ ■ ■ 


Kul- 
Wicke- 


Im Jabre 1890 


KiatrittB, 
■ltMa.d.J, 












Manie der Fflauzo 


— 




Monat 


Tag 


1867—90 




■ t tifn 




voraus zurück 


J«Ü 
































_ n_ 




(VII) 






SV 


uOlUBBI» CMARC« 














XHWIaCneB UtOlBDUllb 


a. irr. 


27 


VI 


2 




Juli 














1 


Liliuiu caiidiUuni 














Weisae LUIe 


Tbl 


£•) 


> 1 


6 


• • 


1 


Bibas rabram 


















2o 


VI 


6 


• • 


1 j 


TiUa piirvifolia 














KleinhlHttriifc Liudo . . 


Vbt 




V I 


3 




1 


Brassica Napas 














Wint^Koblraps 


e. Fr. 


Ö 


ITT T 

VII 


• • 




(2) 


SunbncDa noanoRa 














Traubiger Hollimder , , , . 


a.Fr. 


(o) 


(MI) 


• • 


(3) 


3 


Catalpa syriti^^aefolia 














Troiii)M'tenbaiiiii . . . • • 


f Bt 


(> 


IT II 

Y II 


■ • 


8 


5 


Coruus alba 














Weisser Hartriaeel 


e. Fr. 


5 


Vll 


ü 


0 


6 


Lonicera Xylottenin 














Gemeines Qeisblatt .... 


e. Fr. 


o 


V II 




SS 


(8) 

Vi 


Mahonia Aquifoliiuii 












1 

1 




e. Fr. 


o 


VIT 


(0^ 




9 1 


1 Brassica Niiima 
















a. Fr. 




(VIT) 




(1) 


10 


Seeale cereale blbernnii 


















1*2 


VII 




2 


11 


Prenanthes purpnrea 
















e. Bt. 


(16 ( 


(VII) 


• • 


(ö) 




♦Ribes aureum 














üüidgelbe Jobaunisibeere . . 


e. Fr. 


(12 j 


(VII) 




♦ • 


13 


Catalpa syringaefiilia 
















Vbt 


16 


VII 


« * 


3 


14 


Aeicolns raacroetachya 














Ghro88ilbrige BosduuUoie . . 


e.Bt 


16 


VII 




2 


15 


*8]riiiplioricarpos raeemoM 


















\) 


VII 


6 




18 


1 Horns nit^ra 














Sch\varze Maulbeere .... 


e. Fr. 


16 


t 


8 


« * 


20 


*Atropa Belladonua 






t 












13 


VII 


7 


i . . 



Digitized by Goc^^^k 



— 150 — 



MM vFMM t* 

und Tag d<;» 
£ilitritts, 


Name der FflauKo 


Btllftt 


Tag 


Ii) 
1 III (1 ii I 

■onai 


ire 1890 

Tag« 
vorausjsyrflok 


Juli 














20 


*Sccale cercale hiberuiim 
















a.Fr. 


23 


VII 


i i 


3 


2i 


Aven« aativa 


















27 


vn 


• • 


6 


21 


Hordenm distichum 














Zweizei liefe erste .... 


e. Fr. 


(30) 


(VII) 






(22) 


Louiccra Xylosteum 














Uemeiues üeiablatt .... 


a. Fr. 


(18) 


(VII) 






(23) 


Pnmiu nuiticia 














FflMDie 


«. Fr. 


18 


VII 


5 




28 


*Sorl)U8 aucnparia 
















0 Fr. 


21 


VII 


o 


• . 


23 


Tritk-inii viilir^^rc hibernom 














>VIntrr->V<'i<^i'ii 


e. Fr. 


(23) 


(VII) 






(24) 


Pruuus armeuiuca 














«. Fr. 


(22) 


(VII) 






24 


Aescnlm maerostacby», 














OioBsShiige BosfkMtaiile . . 


Vbt. 


23 


VII 




• * 


27 


Hibiscns syriacns 
















e. Bt. 


11) 


VII 


Q 
O 


« 


3i 


Solidago Virgattrea 
















e. Bt. 


28 


VII 






August 














(3) 


Sorbus aacopaiift 
















a.Fr 


1 


VIII 


(2) 


• * 


5 


*!!»anibacus iii;,'ra 














Seliwariter Holländer . , . 


•.Fr. 


1 


YIII 


4 




Co 


Pnuiiiä insiticia 




















(VIII) 


(•^) 




11 


Pnuras insitiicia 


















(") 


(> Iii) 


(ö) 




















(i elber HarttiefiTBl 


e. Fr. 


11 


VIII 


0 


0 






















IM 


VIII 

T Iii 


t 


6 


15 


i *CornuH Haiif^uinea 














f Rotor liartrieg'ol .... 


e. Fr. 


(10) 


(Vlll) 






(17) 


Berberis vulgaris 


















(29) 


(VI II) 




(12) 


20 


Taxus baccata 


















16 


vin 


4 


.. 



Digitized by Google 



151 — 



Monat 

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— 152 — 



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— 153 — 



Uonat 

KIntrittx, 




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Im Jahre ItiUO 


üftMe der Fflauxe 


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Wubiriechende Wiaterblorae . 


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XI 


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Zum ScliUissf sei noch Einiges über, «ach Ablauf des 
ersten eintretendes zweites, beziehinigsweij<e wiederlioltes 
Blühen und Frucht tragen in einem und demselben Jahre 
gesagt.*) 

Heine weiteren, der Natur der Sache nach frelHch 
meistens mehr gelegentlichen oder von Anderen mitgeteil- 
ten Beobachtungen vermochten mich keines Besseren zu 
belehren und selbst die günstigeren, anf den folgenden Seiten 
mitgeteilten drücken schwerlich eine Regel aus; kann doch 
die Erscheinung nnr selten wirklich als eine allgemeine be- 
zeichnet werden ! 



*) Vergl. 11. A. : (Jeorg Jacob. Ihitersuchuiigen über zweites oder 
wicdcrholtea BÜUk ii 27. Bericht der Oberhessisdien GeseUechaft fär Natnr- 
und HeUkuude. im. S, 11 b. 113. 



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— 154 - 



Zweites, beziehungsweise wiederholtes Blühen (2^ 3. Bf.)^ 

in oinem imd demselbon Jalv 



1 


^ Aesculus 


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Arabis 


Cornos 


Cornus 


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— 165 — 



iweite Belaubung (2. Bib.) und Fruohtreife (2. Fr.) 
R Fraakftirl am UauL 



LikiraiUB 

Bt { 3.Bt 


Glycine 
eUaends 

S.Bt. 


Kcrria 
Jn)>onica 
11. plen. 

8.Bt 


Lnrix 
earoiHiea 

2. Blb. 


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Tolgare 

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Mngriio- 

Ynlnn 
2.Bt. 


Phila- 
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coronu- 
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Friiiiula l'riiiiiis 
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— 156 — 





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158 - 



Bei Sambucns nigi a, Robinia Psetidacacia n. a. handelt es 
sich gewOlmlicb nur um der Hanptblttte nach knrzer Pause 
folgende Nachbluten, zu welchen die eine und die andere der 
oben besprochenen Störnngen während der ersten Entfaltung die 

Veranlassung sein können. Dagegen gehören Cornus alba und 
sanguinea, Glycine chinensis, Kerria japonica, Magnolia YiiLin. 
Kubus idaeus n. a. wolil mehr in die Reihe der ^remoiitiereii- 
den** (Tarteiipllaiizen (R«Mnuntant - Kusen und -Nelken. Robinia 
Pseudacacia sciiiiit-rtldrens ii. s. w.), bei welchen jeducli die. zu- 
wiM'len meliiinalipe ^\'ie(le^kellr nur an lose Zeitabbtände ge- 
Imi icn eisclicint. Ahnlicli veiliiilt es sich mit Cytisus I.al>ur- 
iiuni. I'ynis coniujuuis, Sdilms aiuiiftaria, Spartiuin scopariiini, 
Vitis vinit'era u. a.; wiihreiid bei Pniiiiis aviinu und domestica. 
Pyru.s Malus, Tilia u. a. meist aussergewühnliclie Ursachen an- 
zunehmen sein dürften. 

Bei Aesculus Hi[>pocastanuni und rubicinida sind es fast 
jedesmal dieselben Bäume, die auf trockenem Standort bei heisseni 
und trockenem Wetter sich früh entlauben und dann, besonders 
nach Eintritt feuchter Witterung, vorzeitig einen Teil der be- 
reits ausgebildeten Knospen öffnend, meist etwas kümmerliche 
Blätter und l^lüten zeigen, denen die Erfordernisse normaler 
EntwickeUinj^ ab^nugen. 

Endlich ist ein scheinbar zweites BlUhen in vielen Fällen 
nichts anderes, als der normale, gewöhnlich nur durch den Win- 
ter wieder unterbrocliene frühzeitige Beginn desselben, wie bei 
Arabis alpina, Corylns Avellana, Cydonia japonica, Daphne 
Mezereum, Helleborus foetidus and niger» Primula elatior, Viola 
odorata nnd vielen anderen. 



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Bericht Uber meine Beise nach Tiflis 

and die Teilualime an der liaddeschen Expedition 

in den Karabagh-Gan. 

Sommer 1890. 
Von 

Dr. phil. Jean Valentin 

ans Frtokftirt a. H. 



Vorwort. 

Dit'.sir F^eiiciit soll den aligemeinen Verlauf iiH iin r im 
Auftrage der St iKl<eul)ergisc]ien Naturforstliendeii (i('>( ilschaft 
zn Frankfurt a. M. vom 1.'). .laniiai- \m 1. Oktober 18'.»<) aiis- 
gj'frilirten l^oise scliiMi i n. und kurz die geologisclicn Verliiiltiiisse 
des Karabaghs zur DarstL'niiii;^: biingen, s<7 wie sie sich aus 
meinen uooüttelbaren BeobacUtungeu uud den Vorarbeiten Abichs 
ergeben. 

Weitere wissenschaftliche Resultate werden sich an die 
Verarbeitung der palaeontologiscben, petrograpbisdien und zoo- 
logischen Sammlangen ansrlilie>^son. 

Für die mannigfachen Unterstützungen, die ich bd der 
Vorbereitung und Ausführung der Reise erhielt, spreche ich 
meinen besten Dank ans. Vor allen fahle ich mich Herrn 
Dr. Radde und meinen verehrten Lehrern den Herren Dr. Boettger, 
Dr. Einkelin, Dr. Kobelt und Dr. Richters in Frankfurt a. M. 
zum Danke verbunden. Ich darf es auch nicht nnterlassen, 
Herren Prof. Benecke nnd Prof.Bfieking in Strassburg, und Herrn 
Geh. Rat Beyrich, Herrn Prof. Dames und Herrn Prof. Lossen 



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— 160 — 



in Berlin zw danken für die Liebenswürdigkeit, mit der mir 
Bibliotheken und Sammlungen der Institute zur Arbeit zur 
VerfQgnng gestellt worden. 

Clausthal, den 14. Mai 1891. 

Jean Valentin. 



Von 1 laukfurt nach Tiiliä. 

Von Frankfurt Aber Wien nnd Pest nach Sieben- 
bürgen. Am 15. Jannar 1890 fuhr leb von Frankfurt ab. 
Wien war mein erstes Reiseziel 1 Die Erwartungen und Hoff- 
nungen, die ich an den Besuch der Kaiserstadt knUpfte, sind in 
ErfllUnng gegangen, sowohl die, welche das Herz des Geologen 
erfüllten, ich habe die Sammlungen des Hofmnsenros, der Univer- 
sität nnd der geologischen Reichsanstalt gesehen und mit den 
Vertretern meiner Wissenschaft Qber mein Reiseziel geplaudert, 
aber auch jene allgemeineren Wflnsche, die die Stadt, ihre 
Sehenswürdigkeiten und ihre lebensfrohen Bewohner kennen 
lernen wollten. 

Am 22. Januar früh morgens setzte ich die Reise nach 
Osten fort. Die schnellste Verbindung von Wien nach Odessa, 
wo ich mich nach Batum einschiffen wollte, ist die Uber Krakau 
und Lemberg. Dass ich dennoch den Weg über Pest, Klausen- 
burg, Plojescht und Jassy wählte, geschah um zwei Punkte in 
Siebenbürgen bciühren zu können, deren geologische Ausbeute 
in Aiisililiiss au die. Reise des Hfiiii Di-. Kinkolin im Jahre 
188U voll Interesse war. Nach etwa sieben st iuuligei anmutiger 
Fahrt, zum Teil hart an dem L'fer der Donau, in Pest ange- 
langt, erhielt ich hier Rat für die auszuführenden Exkursionen. 
Gerne benutzte ich die mir von Herrn Dr. Kinkeliti freundliehst 
erteilten Emiifehlungen, um mich bei den Geul iLivn H»'rren 
T)irektor BGkh, Dr. Staub u. a. einzuführen und unter ihrer 
zuvorkommenden Ägide, die geologisclieu Sammlungen zu be- 
sehen. — Das sehr uiigiinstige Wetter. Schnee, Regen und 
Schmutz in den Strassen miuliten einen Spaziergang auf den 
wegen seiner prächtigen Aussicht auf Buda-Pest beriihmten 
Schlossberg unmöglich. Ich bedauerte das um so melu, als 



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— 161 — 



es mir in einer fremden St;uli mit verworrenem Stra^^t n- uud 
(^nsseniietz stets das erste Bedürfnis isi. mir von einem liolien 
Puukte einen Vberblirk der (lesamlveiluiltnisse zn verscliatfen; 
danach bin icli orientiert uud in der Stadt zu Hnuse. 

Mit einem Zonentarifbillet verliess ich um Mittag des 
23. .lannar Pest, durclifuhr die Uno^arische Tiefebene, die bei 
der gegen vier Uhr hereinbreclienden D.immerung unter Re^en, 
Schnee und Wind einen trostlos öden Eindruck machte. Im 
Koupee wnrde fast nur ungarisch gesprochen: es machte sich 
mir jenes peinliche Gefühl geltend, welches die Unkenntnis der 
T.andef^sprache hervorruft, an das ich mich aber in dem weiteren 
Verlauf der Reise derart gewöhnen sollte, dass bei meiner 
RQckkehr nach Deutschland die vertraatesten Lante gelegent- 
lich mehr meine Aufmerksamkeit erregten als die halbver- 
standenm einer fremden Sprache. 

Exkursionen in Siebenbürgen und die Fahrt 
nach Odessa. In der Dunkelheit war der Zug in das Sieben- 
bürgische Oebirgsland eingefahren, Klausenburg wnrde nm 
10' /«Uhr Abends erreicht. Von dem Hotel National aus suchte ich 
an dem folgenden Morgen in aller FrQhe Herrn Dr. Anton Koch, 
aufhehmenden Landesgeologen und Professor an der Universität 
in Klausenburg, auf, und wnrde in meinem Anliegen anf das 
Liebenswflrdigste mit Rat und That unterstützt. Anf meine 
Mitteilung, dass es mir um die Fossilien der «Koroder Schichten", 
um den Besuch der Fundstelle, und um die Mergel von Vargyas 
bei der Station Agoston-folva zu thun sei. gab mir Herr Prof. 
Koch zunächst eine kleine Sammlung der «gewünschten Objekte 
aus seinen Dubletten nnd ernir>glichte dann meine sofortige 
Abreise nach Kurud. Kniod liegt etwa IV2 Meilen nordlich 
von Klausenburg. Die durch die Ailinten von Hauer-Stache, 
Koch nnd Neumayr bekannten Fossilien enstammen einer kleinen 
Grube welche mitten im Walde g:elegen ist. Der Schullehrer 
des (»i te- sollte die Stelle kennen. Herr l*rot. Koch <?ab mir 
seinen in.-i itulxliener mit, wir mieteten einen Wagen, versahen 
uns mit Kisten uud Material zum Packen und mit i'roviant, 
und fort ging es in die Beige. Es war ein herrlicher Tag. 
Noch war im (-iebirfre alles weiss, nnr die Mittagssonne lioss 
den Boden etwas auftauen nnd lockte dicke Troi^l'en von den 
Bäumen. Um ^;sl Uhr kamen wir iu dem zwischen Bergen 



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vorsteckten Dörfclieii an. Der Seluillelner wurde gerufen: er 
führte uns und 8—10 "Rnnern, alle in Sehati^el/.e gehiilli, mit 
Scliippeu und Hacl^cn bewalVnet. zn der Fundstelle. Nachdem 
Wasser und Kis aus dein Litclie entttrnt war. konnten wir 
graben und hatten eine an Kx» in piareu reiche Ausbeute, da 
die Scln'rlit nm Versteinernuf^eii erfüllt ist. Die mürben und 
zerbrecliliclien Fossilien bedurften einer grimdliclien Wrpaekung. 
Khe sie der Fisenbalin anvertraut werden konnten, mussten sie 
in Leim getrankt werden ; als wir daher abends spät nach der 
Stadt zurückkehrten, beschloss ich, Samstag den 25. dort za 
bleiben. 

25. Januar. Indes.sen meine Petrefakten trockneten, schlen- 
derte ich in den Strassen der Stadt umher, in der jetzt während 
der AVintermonate durch die Anwesenheit des Landadels das 
regste Leben herrschen sollte. Doch fan<l ich die weiten Strassen 
mit den niederen, schlecht gepflegten Hänsern, mit den un- 
scheinbaren Läden, an welchen wie an den Strassenschildem 
das ungarische Element herrscht, einsam nnd verlassen. Anch 
der Besuch des Theaters bei der Anfftthrang eines ongarischen 
Lustspiels enttäuschte meine Erwartungen, in der Zusammen- 
setzung oder dem Verhalten des Publikums etwas originelles 
zu entdecken. 

So hatte ich es um so leichter, meine Gedanken, als ich 
nach Agoston-falva aufbrach, auf mein zweites siebenb&rgisches 
Beiseziel zu richten. Herrn Prof. Koch verdankte ich eine Em- 
pfehlung an den Ingenieur Herrn Greguss- J&nos, der in Eöpecz 
bei Agoston-falva ein Braunkohlenwerk leitet. Agoston-falva 
wurde morgens um 8 Uhr erreicht, ein Wagen brachte mich nach 
Eöpecz, wo ich die frenndlichste Aufnahme fand. Nachdem ich 
vormittags die Braunkohlengrube besucht, welche ihre Kohle 
an eine nahe gelegene Zuckerfabrik verkauft, fuhr ich nach 
dem .Mittagessi ii im Clause dus Herrn (ireguss-Jänos in einem 
Leitei wahren na( Ii der unch sehr winterlichen Schlucht von 
Vaspalak bei Vaig^'as. Zurückgekehrt, packte ich das gesam- 
melte Material und s( hlief sehr bald aul dem Sopha eiü, das 
zum Lager hergericht* t war. 

27. Januar. Die Kiste mit den Mergeln und den Bele«.'- 
stiickt-n ans dt-r Hrannkolil.'ngi ulie war exjiediert. meine Aut- 
gabe m biebenbtirgeu so gut es aul der Durchreise und bei der 



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Jahreszeit möglich war, erfftUt, nan galt es, so raseh als möglich, 
Tiflis, wo die petrogi apliische Sammlung des Mnsenms meiner 
harrte, zuzustreben. So rasch als möglich, das ist zwischen 
Agoston-falva und Odessa und auch zwischen Odessa und Tiflis 
nicht sehr rasch. Man muss zunäclist im Zickzack über Plojesdit, 
eine Station uüidliLb von Bukarest, nach Jassy fahren und 
branclit bis Odessa 2 mal 24 Stunden, dieselbe Zeit, in der 
man VMii der Siids|*itze Italiens nach Fraiikiurt am Main fährt. 
Hat uiau aber auf dieser mehr als duppelien Strecke jeden 
Augenblick das angenehme Bewusstsiin der Schnellic:keit. mit 
der man dem Ziele näher kommt, und ist alles für di»' BtMiuem- 
lichkeit des Reisenden ciiig-tM ichtet, su ist zwischen Siebeiildirgen 
und Oilessa davon nicht dir Rede. Ks ist oft Autentliall. jrilt 
umzusteigen, oder das (it-i'iick am Zoll revidieren zu lassen, nnd 
an Schlaf ist nicht zu denken, denn mitten in der Xacht bre( Ikh 
Bauern in ihren dirk<'n. duftenden Schafspdzen in das Koupee 
zweiter Klasse, um tür die kurze Strecke, vielleicht bis zur 
nächsten Station, den eben eingeschlummerten Reisenden, der 
eine längere Strecke auf einer Linie f^ihrt, die keine Haapt- 
verkehrsader ist, za stören 

Zwischen Kronstadt und Plojescht überschreitet die Bahn 
in kunstvoller Anlage die transsy Ivanischen Alpen, das Auge 
blickt mit £ntzücken in die tiefen Schluchten und nach den 
kühn emporstrebenden Gipfeln. Von Plojescht aber ist die 
Fahrt im hügeligen Flachland reizlos. In Ungheni wnrde die 
russische Grenze erreicht, ich erhielt die erste Vorstellung von 
orientalischem Strassenleben und orientalischem Schmutz. Frei- 
lich war regnerisches Wetter und ein graner wolkiger Himmel 
nicht dazu angethan, das Bild, das der kleine einsam stehende 
Bahnhof, das Zollgebäude und die weiter abwärts gelegenen 
niederen H&tten des Ortes mit dem fusshohen Schlamm auf der 
flanptstrasse boten, weniger abstossend zu machen. 

Von Odessa nach Batum undTiflis. Am29.Januar 

morgens 6 Uhr fuhr der Zug in Odessa, der internationalsten 

der russischen Städte, ein. Im Hotel d^Enrope erfuhr ich, dass 

tagsdarauf nach Batum der Dampfer „Olga", eines der besten 

Schiffe der Bussischen Dampfscbiffahrtsgesellschaft , abgehe. 

Schnelldampfer, die mit kurzem Aufenthalt an 2 oder 3 Punkten 

die Fahl t macheu, verkehren im Winter nicht, der gewöhnliche 

II* 



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— 164 — 



Dampfer braucht bis Batuin 5 Tage. Die Direktion der Russi- 
schen DampfschiUahrtsgesellscliaft hatte die Znvurkummeuheit, 
mir als wissenschaftliclien Reisenden den Fa In preis um 50 Pro- 
zent zu ermässigen. Ich benutzte den Aiitenthalt. meine Korres- 
pnndtMiz zn erledigen, suchte viTfrrblich in den Besitz von post- 
latreinden P)ii(d'eii zu kommen, audi die .Petition", die ich auf- 
setzte, blieb eitulglos, und maclite dann Herrn (Teneral-K(»nsiü 
Dr. V. Liihrsen meinen Besuch. Ich liatte mit meinem Jagd- 
gewehr bereits an der rumänis( lien (irc nze trotz meiner Papiere 
Schwierifrkeiten <]:ebabt; Herr Dr. v. Liilir .><en nalim sich meiner 
Sache mit so grosser Liebenswürdigkeit an, dass ich ihm zum 
besten Danke verpflichtet bin. Den Abend verbrachte ich 
itt dem Hause des bekannten Kaukasas-Reisenden, Herrn M. 
V. Dechy. 

Bei der Ausfahrt aus dem Hafen am 30. Januar lagen 
leichte Nebel auf dem Lande und verhinderten den freien Blick. 
Die mm folo:ende ötägige Reise mit etwa zehnmaligem Auf- 
enthalt leitet den aus dem Westen Kommenden allmählich in den 
Orient ttber. Die Schiifsgesellschaft ändert sich von Station zn 
Station, anf dem Deck der dritten Klasse wird es bnnter and 
bnnter. 

Am 31. Mh um 5 Uhr halten wir vor Enpatoria. Kleine 
Boote sind an unser Schiff herangefahren, haben Passagiere 
geholt und gebracht. Um 8 Uhr verlassen wir bereits die erste 
Landungsstelle und fahren bei tr&bem Wetter längs der Kttste 
nach Sttden. Die See ist von weissen Wellen, Hasen, bedeckt. 
Während des Frühstficks um 11 Uhr laufen wir in die hübsche 
Bucht von Sebastopol ein, aus der uns erst die elfte Abend- 
stunde wieder frei machen wird. Auf mich und meinen Murray 
(Murray Russia) angewiesen, bleibe ich bis 5 Uhr am Lande, 
die Stadt und die nächste Umgebung zu sehen. — 

Samstag den 1. Februar finden wir uns mit Erwachen 
vor Jalta. dem vielbesuchten Kurort. Ein frischer Wind jagt 
Wolken nm die Spitzen der am Ufer aufsteigenden Berge, 
treibt dicke Schneeflocken über das iJeck nnd peitscht die See 
zu grossen Wellen auf. Die schmucken \'illen nnd Hotels ziehen 
sich am Strande in die HTihe, zwischen Bäumen und HUschen 
verteilt: bald hier bald dort schaut ein freundlicher (Hebel, 
eine zierliche Kuppel, eine schlanke Spitze aus dem Laube 



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— 166 — 



hervor. Endlicli ist die Ausladung beendet, die schwerbepackten 
Boote streben im Kampfe mit den Wogen dem Ufer zu. — 
Unser nächstes Ziel ist Tlieodoöia, Von der liuchgehenden See 
auf der nun folgeoden Fahrt yernrteilt auf dem Lager hinge^ 
streckt 2U liegen, zielien die Bihler der Küste ungeseben an 
mir vorüber und die Nachwehen des ('nwohlseins machen mir 
es noch in Theodosia unmöglicli, Herrn Staatsrat 0. Retowski, 
wie ich gerne wollte, aufzasuchen. 

2. Februar. Der Hafen von Kertseh ist dareh Eis ge- 
sperrt, es wird daher ohne Aufenthalt der Kurs auf Anapa, 
die erste kaukasische Station, gerichtet. Die Berge hinter 
Anapa sind schneebedeckt, nach kurzem Halt umfährt die «Olga* 
in grossem Bogen die Landzunge, welche sich weit in das Meer 
erstreckt, um am Abend den wichtigen Hafenplatz Novorossisk, 
der die Ausgangsstation der Eisenbahn nach Jekaterinodar 
ist, zu erreichen. 

3. Februar. Der in der Nacht gefQrchtete Sturm auf der 
verrufenen Strecke am Abfalle des nordwestlichen Kaukasus 
ist nicht losgebrochen, die helle Moi^ensonne bescheint yiel- 
mehr, als das Schiff jetzt vor Sotcha Anker whft, das freund- 
lichste Bild. Zwischen Bäumen versteckt in einer Einsenkung 
des Gebirges geborgen, liejrt das Städtchen: mit blendendem 
Weiss erheben sich hinter den dunkeln waldigen Vorhtigelu zu 
bedeutenden Hi'heii die ]>figt'. 

Adler und SuclmnikalL; werden angelaufen, bewaldete flache 
Küstenstriche, die Herde der hier wütenden Fieber, dfliiiLii sich 
vor dem Gebirge aus. Das liiU irsse fesselt mehr und mehr 
die bunie Menge, die das dritte Deck ei füllt, in der mir zum 
ersten. Male in der Wii kli( hkiit abenteuerliche Gestalten ent- 
ge*>en treten, die i(h nur von der Bülme kannte, oder welche 
sirli die Phantasie bei lebhafter Dar.^ttlliin? inittelalterlicher 
Zeiten ausmalte. Nncli wnsste icli niclil, dass die drohenden 
iinstt ren Hlicke in deu kühnen und wilden Gesichtern eine fast 
unbegrenzte Achtung vor dem Civilisierten haben, dass die 
Patronenreihen auf der Brust, ehemals der Verteidigung oder 
dem Angrifi, jetzt meistens mit hohlen Hülsen gefüllt, nur der 
Verzierung dienen. Einen eigentümlichen Kontnist zu den flinken 
Kaukasiern, die mit unglaublicher Hehendigkeit aus den Booten 
das Deck erklettern, jede kleinste Hervorragnng benützend, die 



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mit Leiclitigkeit sieb bewegen, bilden einige in ihre plumpen 
braunen Mäntel gehttllte rassische Soldaten mit ihrer stapi* 

den Ruhe. 

4. Februar. Morgens am ^It 10 riii landen wir in Batnro, 
der Hafen erscheint, von weissen Schneebergen umrahmt, be- 
sonders schön. Türkische Lastträger drftngen sicli an Bord und 
schleppen auf dem Rücken das Gepäck zum Hotel. — Froh 
die Seereise hinter mir zu haben, angeregt durch die fremd- 
artige Umgebnng und voll von ft'eudiger Erwartung der kom- 
menden Dinge, des nahen Tiflis, gehe ich an das Land. 

Der Schnellzug, welcher Batum mit Tiflis und Baku ver- 
bindet ist morgens um 8 Uhr abgefahren, ein zweiter Zug 
verlässt Batum um 12 Uhr, braucht aber statt 15 Standen wie 
jener volle 24 fttr die Strecke von ca. 300 km (Luftlinie) ! (Heute 
legen wohl beide Züge die Fahrt rascher zurück, seit durch 
die Eröffnung des Suramtunnels am 1. September 18dO die 
starke Steigung über den Pass von Suram vermieden wird 
[Vgl. aber den Snram-Tunnel pag. 172]) Unter diesen Um- 
ständen schien es gebotener, Batum den zu widmen. Ich 
machte mit Herrn Ingenieur 8., den ich auf dem Schiffe kennen 
gelernt hatte, einen Besuch bei dem deutschen Konsul Herrn 
Burkhard und verbrachte gemeinsam mit beiden Herren den 
liest des Tasfes. Herr Burkhard, der den ganzen Aufschwung 
von Hntuui liiit erlebt hat und die koniiiieiziellen wie industriellen 
Veiliillliiisse der Stadt kannte, teilte uns vieles, was für uns 
von grössteni Intere.sse war, mit. 

5. P'ebruar. Die Bahnlinie Batum — Tiflis. die erst längs 
dem Ufer des Sdiwarzen IVfeeres in sumpfigen \\";diliin?en Ach 
hiii/Jeht. dann sidi im Iviontliale zu der Höhe des Meski>( hnn 
üder Suiaui-Ciebirges hebt, um darauf in das Kurathal einzu- 
t!eten, ist bekannt. T>nrh einer Nt bensarlie will ich gedenken, 
nämlich der ausserordi ntlicli praktischen und mich hier aul" der 
kaukasischen Bahn überraschenden Cunstruction der Küni>ees II. 
und I. Klasse, in welchen 5 Passagiere be(|uem schlafen können. 
Die Rückwände sind zum Aufklappen eingerichtet, so dass über 
den Sitzen zwei weitere Lager hergestellt werden können. Die 
rassischen Fahrgäste schienen auch alle auf weit mehr Be- 
quemlichkeit zu rechnen, als wir in Deutschland es für eine 
Nachtfahrt, die nicht im Schlafwagen gemacht wird, wagen 



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würden. Eine Familie, die mit mir reiste, entfaltete gleich bei 
dem Eintritt in das Koapee eioen ganzen Haushaltuiigsapparat; 
Bettzeug, Kissen und Decken wurden bis anf weiteres in den 
Ecken untergebracht, dann wurde der Proviant uml die nötigen 
Utensilien gehörig verit-ilt. Eine ThfM-kaime. ein» Anzalil (Jlilser 
KHiiien zum Voriehein. Zur 'rin t'stiin'le holte der älteste Junge 
an dem Büffet einer Buhusiatiun kuchendes Wasser und das 
Gelaf,'e ging zur grössten Freude der jüngeren Faniilieu- 
glieder an. 

Ziemlich })iinktluh kam ich abtnds nach 11 riir in Tiflis 
an. Herr Dr. L'addc war selbst gekoninu-n mich al'/ulinlfu, ein 
flinker Plia< tou tülirt«- uns rasch von dt ui enf irytitt.Mi Halmhut 
zum Centi uni der Stadt, wo ich in dem Hotel de Londr« s unter 
Frau Kit httis treftlicher Ohlmt einlogiert wurde und wo zu- 
näi hst das Willkommen geleiert wurde. Sein erstes t51as trank 
Dr. Kadde auf das Wohl meiner Mutter und erinnerte mich 
zugleich daran, dass ihr der Telegraph in wenigen Stunden 
meine glückliche Ankunft in Tiflis melden könne. 

Freundlich wie dieser Empfang gestaltete sich der Auf- 
entlialt vom 6. Februar bis 23 April und gewiss vei-danke ich 
das vor allem dem ausserordentlichen Entgegenkommen Herrn 
Dr. Raddes. Meine Arbeit an dem Museum des Heirn Di". Kadde 
bestand zunächst in der makroskopischen Bestimmung kaukasi- 
scher Gesteinssniten ; das Museum besitzt eine reiche geologische 
Sammlung, welche einer wissenschaftlichen Untersuchung gute 
Resultate verspricht. Zur Ausfüllung der Mussestnnden bot Tiflis 
,die Stadt der Extreme'' mehr wie genug» sei es anf kleineren 
Ausflügen, in dem asiatischen Stadtteil oder in der weiteren Um- 
gebung. Die Monate Febmar, März, April sind wohl die gttnstig- 
steUf die man sich 2um Besuche von Tiflis aussuchen kann. Das 
Wetter ist im Allgemeinen milde und angenehm, das Leben in der 
Stadt, vor den Fasten wenigstens, auf seinem Höhepunkt. Theater, 
Konzerte und Soireen sind an der Tagesordnung, Anfang März 
sang die schwedische Sängerin F. — wenig später erfreute 
der französische Komiker C. die kunstsinnige Welt. In dem 
.Deutsche Klub" wie in dem Russischen Grnshok sind Abend- 
Unterhaltungen, Kränzchen und Bälle. Von Herrn Dr. Radde 
in mehrere Familien eingeführt, hatte ich bald einen sehr an- 
genehmen Verkehr, für den ich allen den liebenswürdigen 



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Tiflisein nicht dankbai- genug sein kann. Ein sehr richtiges 
Bild des Lebens in Tiilis gewährt das neu erschienene Reise- 
werk von Proskowetz: Vom NevabUande nach Samarkaud. 

Tiflis und der Karabngh. 

Umgebung von Tiflia. 

Mit Anfang März wurde das Wetter immer verlockender 
zn Ausflügen und fast jeder Tag lehrte uns, Herrn Marth und 
mich, nach ^ethaner Arbeit irgend ein WinkeKlien der Um- 
gebung nahir kennen. Herr Marth, der Conservator am Kau- 
kasischen Museum, war. als ich ankam, mit Tiflis sc]i.>n ctauz 
vertraut und unterstützte freundlichst alle meine Besli f biiugeu. 
Die Xatur hatte ihr Friihlingskleid angethan und Hess uuch 
nichts melken vt>n (hn* Tro>il<>sigkeit der heissen Summer- 
nionato. Wer jetzt unbefangen heraustrat, vielleicht auf den 
i>alalakifelsen im Süden der Stadt, der musste die grossen Reize 
der Lage der kaukasischen Hauptstadt erkennen. Es ist trotz 
der Kahlheit der nächsten Umgebung der Stadt ein wechsel- 
volles, farbenreicbes Bild, das sich von Salalaki aus bietet. 
Zwischen den grauen und gelben Bergen, die jetzt mit einem 
leisen gilkoen Hauch überflogen sind, liegt zu beiden Seiten 
der Kura, an den Gehängen in die Höhe steigend das bnnt- 
dachige Häusermeer, meist kleiner, im einzelneu unscheinbarer 
Gebäude. Zwist hen den felsigen Bergrippen leuchtet wohlthuend 
in den Schluchten das Gr&n der Gärten hervor, der imposante 
Schneegipfel des Kasbek in der zentralen kaukasischen Kette 
ist bei klarem Himmel sichtbar. 

Die beiderseitigen Uferhöhen bei Tiflis sind die letzten 
östlichsten Auslaufer der Trialetiscben Kette. Oberhalb nnd 
unterhalb des Koradurehbruches liegen weite Ebenen, dort die 
Hochfläche von Gori, hier das wald- und baumlose Flachland 
der Karahasteppe. Von Süden oder Südwesten treten breite 
Rücken an den Bloss (unter ihnen erreicht der Davidsberg, 
an dessen Fuss die Neustadt erbaut ist, 745 m. nnd werden 
auf dem nördlichen Ufer durch die weniger steilen Höhen der 
Machatberge (710 m) abgelöst. Den Davidsberg bildet eine 
Schieferformation des Eocäns, deren gleichförmige Schichten 



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nach Xüideu eintallrii. Die kahlen zum Teil steilen Wände 
und die Wasserrisse gewähren einen ausseroidentlich klaren 
Kinblirk in seine Tektonik. Ein»- zweite etwas sii Uirlieie Höhe 
krtjiit die eiw ähnle IJnine v>»ii Salalaki. zeigt nicht mehr 
jene srleichfürmige Sdiiett'rtVnination. ihre nb^rtliklie ist besser 
u '.i üt. und wo der Ft ls deimorli kahl zutaiie tritt, ist er ein 
ni i--ii,^es zu gerundeten Verwitteruiigst''>rinen Anlass gebendes 
Gestein. Eruptivgesteine spielen bei seinem Aufbau die Haupt- 
rolle. Dasselbe q^ilt von dem Seidabad-Berge und dem öchat- 
nabad.* (^eht man ant der Eriwanschen Strasse thalabwHrts, so 
begleiten uns zur Hechten tortwahrend diese durch zahlreiche 
Thälchen durchfurchten C^ebirge, aber stets als gerundete Rücken, 
wie sie für ein Granitgebirge typisch sind. 

Die Machatberge auf der linken Kuraseite sind mit Geröll- 
und Lehmablagerungen bedeckt, nur in einschneidenden Schluch- 
ten treten die Mergelschiefer mit demselben Streichen und 
Fallen wie am Davidsberge zu Tage. 

Ansflng zn dem See von Lisa am 1. März. Auf 
Anregung des Herrn Oberlehrer Hahn, in dessen Hause ich 
freundlichstes Entgegenkommen gefunden hatte, beteiligte ich 
mich am 1. März an einem Ausfluge nach dem 2—3 Stunden 
nordwestlich von der Stadt gelegenen See von Liss. Auf der 
«Grusinischen Heerstrasse** wurde die Wera, ein kleiner Neben- 
fluss der Kura, Qberschritten, an den Ufern das nördliche Ein- 
fallen der Eocänschichten beobachtet, das nur lokal sehr steil, 
fast senkrecht ist, dann wendeten wir uns der kleinen Ebene 
zu, die mit Geröll und Lehm überdeckt, nur von einzelnen 
hervorragenden Schichtköpfen unterbrochen wird. Ans dem 
Boden schaute hie und da naseweise die rote oder weisse Blttte 
von Mertndrra- patteasica heraus. Nach einstündigem Marsch 
begann der Aufstieg auf die Hiihe von Liss. Die an der Wera 
mit nördlichem Falle untertauchenden Schichten heben sich 
mit südlichem Einfallen wieder empor. Von der Höhe er- 
kennt man später wie sie wieder wechstlu und abermals nach 
Norden einseliiessen. Die Kegelmässigkeit dieser Ost -West 
streicheudeu Kalte, deren Schenkel nui' eine seliwache Neigung 
erreichen, kehrt aiirli ]>ei den übrigen in der nächsten Nähe 
v»in Tiflis zu verfolgeinb ii l-.iltungen wieder und beweist, dass 
dieaesj Gebiet seit der Euciinzeit vou verhnltnibiuäsöig einfachen 



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170 — 



Stömngen betiüffeu wurde. — Wir durcliscliritteii eine Sand- 
bteiuzone, die von dem Gestri'mp des rulinnis arnUatiis be- 
stamleii war. vei ueikles Kraut von Xrrfmfhr/inn//, einige stachlige 
Kompositen und polüterbildeude Gräser setzten die Flora zii- 
gammen. Von Käfern liet nocli nichts. Unter den Sandsteinen 
traten Thune zu Tage, in denen wir eine Schuppe von MfffKn 
fanden : aus diesen fossilarnien Schichten wurden bis jetzt über- 
haupt nur sehr spärliche ähnliche Reste gefördert. In Schnee 
steckt noch die Höhe von Liss, unter Eis der grösste Teil des 
Sees. An den offenen Stellen aber herrscht schon munteres 
Leben von Wasserkäfern nnd Daphniden. Im Schilf der flachen 
Ufei treiben sich die Vögel umher. 

Schnee und Schmatz und die vorgerückte Stunde bewogen 
uns nach kurzer Bast am Ufer zur Umkehr. Als Ersatz für 
den nicht erreichten Duchan^) des Dörfchens Liss musste ein 
solcher yor Tiflis Thoren dienen, eine Flasche Kachetiner war 
auch hier zu haben nnd die Sauberkeit wäre in jenem wohl 
ebenso wenig zu finden gewesen. 

Ansflug nach Bethanien am 22. März. Bethanien 
ist ein Landgut des Baron N. etwa 12 km westlich von Tiflis 
an dem waldigen Abhänge des Werathales gelegen. In den 
drei Wochen seit der Exkursion zum See von Liss hatte sich 
die Natur geändert, der Schnee war spurlos von den Höhen 
verschwunden und zartes GrQn bedeckte Busch und Boden. 
Jetzt war es an der Zeit den Wald einmal aufzusuchen. Durch 
Herrn Dr. Badde an den Verwalter des Gutes Bethanien 
empfohlen, brachen wir, Herr Marth imd ich, frQh morgens 
dorthin auf. Wir folgen zunächst der Poststrasse, welche sich 
zwischen Titlis und Kodshory einer Entfernung von 5 km um 
ca. 950 m hebt. Das Dörfchen Zawkis schniiukt ein kleiner 
Paiipi^lhain. Kurz unterhalb der Höhe von Kodshory steht nahe 
der Grenze, die Abich zwisrlien der obeicn und unteren Ab- 
teilunp: dc!- Ko( än-Furniati(in zieht, eine auffällige Bank oder 
ein Bankkonii'lt x an mit z.ihlrcichen kopl'frro.ssen. meist kugel- 
runden Ktiiikrctiifuen. Am Wege liegen diese Kugeln umher. 
Der Iiiicken vnii Kodshory trägt niederen Wald, in wtdclieiii 
(nnnis iiHts in Blüte, ebenso i'unilns oi>ll(ntn mit Kätzchen, 
daneben Kiciie und Buche steht. Zwischen dem dürren Laub 

') Dachau = Wtrtshaas. 



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— 171 — 



am Boden leuchten die glänzenden Blumen von Ci/clamen europa- 
cum hervor. Von der PaFshöhe hat man eine schöne Aus- 
sicht anf den gegenüber liegenden, inraniidenartigen Signal- 
berg; zur Linken, jenseits der duttigen Thalniederung auf die 
Porphyrfelsen des alten Bäubernestes Kör-Ogli. die mit ihren 
schroffen zackigen Formen staik mit den prenindeten Gestalten 
der von dem Porphyr durchbrochenen Schiefer kontrastieren. 
An dem sftdlichen Horizont scheidet sich die dunstige Ebene 
des Sees von Kodi nur unscharf von der matten Farbe des 
Himmels. Nach kurzer Rast in dem Bjäluy-Duchan kommen 
wir gegen Abend auf das Gut zu Herrn nnd Frau Schulze, den 
biederen Verwaltern. 

23. Mftrz. Der prachtvolle FrQhUngsroorgen wird auf eine 
Exkursion in den Wald verwendet, Schotts caucasicwi^ Picus 
vm'diSf Pietts major, die gemeinen Formen, werden erbeutet 
und aus einem benachbarten Tflmpel 20—30 braune FrOsche 
mitgenommen. Es war jetzt Laichzeit, die Männchen waren an 
den Hinterschenkeln scbOn rot gefärbt. Den Rttckweg nach 
Tiflis wählten wir über Zcbneti. Der erste Teil der Wanderung 
an dem rechten Gehänge des Werathales mit dem Blick in die 
Tiefe nnd über die Thal weite ist prächtig ; noch begleitete uns 
der Wald, es duftete Baam und Strauch nnd ranschte in den 
Schluchten von bergabstttrzenden Wässern. Die Sonne hatte noch 
nicht begonnen mit ihrem erschlaffenden nnd tötenden Werk. — 

Das Dörfchen Zchneti stellt ant einer mächtigen Diluvial- 
decke, die das im iihrigen stark dun lit'iu clite Gebirge vollständig 
eingeebnet hat, und in der hohen Lage tles Dorfes von 1*^2 m 
um so auffallender ist. 

Ks war Abend ^reworden, als wir Titiis unter uns liegen 
sahen. Der we.^tlidu Himmel hatte in allen Farbenii.nen ge- 
prangt, jetzt lenclitt'te er noch mit einem sclnnalcu gelben 
Bande. Der Osten mit der fernen J\ette de.s Kauivasus mit der 
Kurastadt am Abfalle der Herge war bereits von einem f^rauen 
Schleier ttberzojren. Über die kahlen Gehänge wehte ein kiililer 
Wind, einzelne Bauern kamen uns entgegen: mit einem (leniiscli 
von Neid und Gefallen Vilickten wir drei Tataren nach, die auf 
ihren Hinken Pferden an uns vorüber ritten. Scharf zeichneten 
sich die schwarzen Umrisse der breiten Schultern, der dicken 
Pelzmütze am gelben Abendhimmel ab. ^^ach einer guten 



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^ 172 - 



balbeu Stunde \\ ai t-u wir in der Stadt und vergassen in deren 
Lärm und Treibeu die momentan so wirkt^men szenischen 
Jiilder. 

S n r :\ m - T ii n n e 1. Die 'i'iinnelarboiten an dem pag. 166 
erwähnten .surampass waren im Frülijahr 1890 noch niclit ab- 
geschlossen und veranlassten mich zu einem Besuche der Bau- 
stelle. Die Durchflihrung nahe dem Granitsockel der Meskischen 
Berge Hessen mich geologisch wichtige Resultate erwarten. 
Auf meinen Wunsch hatte der Unternehmer und Vollender des 
Suramtnnnels, HeiT Ingenieur Karl Brandau, die Giite mir 
einige Angaben von allgemeinem Interesse zuzusenden, die ich 
im folgenden wiedergebe. 

Der Bau der Eisenbahnlinie Poti-Tiflis wurde im Jahre 
1872 beendet Sie besass auf der Strecke von 159—188 Werst 
östlich von Peti den ausgesprochensten Charakter einer Hoch- 
gebirgsbahn* Die Überführung Ober den Suramgebirgszng voll- 
zog sich mittelst offener Bahnlinie, deren Scheitelpunkt anf der 
Station Pona 3055 Fuss über dem Schwarzen Meere lag; 
die Steigungsverhältnisse betragen auf dem gi*0ssten Teil der 
Strecke 0,014 bis in maximo 0,046, die Krümmungsradien 350 m. 
Unter diesen Bedingungen war der Betrieb ein sehr schwieriger 
und gefährlicher, und es ereigneten sich trotz ausserordentlicher 
Vorsicht viele Unfälle. Erschwerend machte sich das ungünstige 
örtliche Klima geltend, indem der Winter gewöhnlich starke 
Schneefälle mit sich bringt. Eine weitere Komplikation lag in 
dem Terrain, das zu Rutschuugen und Ablösungen von Erd- 
und Felsmassen nei^t. 

Die Steigungi ii von 0,044 bis 0,040 aber erlaubten pru 
Zug i'iberhaupt nur die Förderung von 13 beladenen Wagen 
über die Passhöhe. Als Ziig:niittel ditiilcii liir eine so geringe 
Leistung je zwei Lokitinutiven System Fairlie. Jede der- 
selben bildf»te eine Kuiiiiclnno: zweier Lokomotiven, so dass in 
der That vit i Maschinen jedem Zn^e dienton. Die Maximal- 
leistungen der Li ebirgsst recke betiiir^cii, da in jeder Richtung 
höchstens 24 Zi\<;e in 2\ Stunden verkehren kunnlen. 'U2 Wagen 
pro Tag. Da aber in dieser Zahl auch diejenigen W aiden in- 
begritten sind, die zum Zwecke der Bahnremonte geiüiirt weiden 
mussten. so reduzieit sich das Maximum der dem Verkehr zu- 
gute kommenden Wagen noch weiter. 



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— 173 — 

Der Verkehr über den Surampass war infolge der starken 
Ausfuhr dt s kaukasischen Erdöls fast zu jeder Zeit ein derart 
potenzieller. das.< iiarh Stöiungen auf irgend einem Teile der 
800 Werst langen Kis< nlialinlinie zwisrhen Poti und Baku die 
aufgestapelten (-rüter oder beladenen Wagen nidit durch ge- 
slt-io;erte lU'triebsintensitäl rascher als «reAvidmlich befördert 
weiden konnten. l)ie tä^rliclie. if^;.'! massige Leistung der Berg- 
streeke war aucli die mr>glichst «rrdsse. 

In Anbetracht aller dieser L mstünde plante die Russische 
Regierung seit lanprer Zeit den zweckentspredienden T^mbau. 
Sie w<ähltP nach längerer Dauer der Voruntersuchungen im 
Jahre 1886 die folgende Variante: Die neue Strecke besitzt 
eine Länge von 22 Werst, beseitigt alle grösseren Steigungen 
durch eine Linie, deren Maximalsteigungsverhältniss 0,025 ist, 
und den Bergrücken mittelst eines Tunnels von 1874 Faden 
Länge f fast genau 4000 m) unterfiihrt. Die Scheitelstrecke der 
neuen Linie liegt auf der Höhe von 2641 B\iss mithin 414 Fuss 
unter dem Ealminationspankt der alten Linie in Pona. Ein 
weiterer Vorteil jener gegenftber der letzteren ist in dem Um- 
stände gelegen, dass die Steignngsverb&ltnisse in der Richtung 
Baku— Boti (resp. Batum) die bei weitem günstigeren sind. 
Nur in dieser Richtung hat die Bahn eine wesentliche Aufgabe 
zu erfüllen, nämlich den Transport der von Baku Icommenden 
Naphtaprodakte und Napbtarückstände eventuell die Transit- 
waren aus Persien und Transkaspien. Die in der Richtung 
von Batum nach Baku auszuführenden Transporte sind unbe- 
deutend; es handelt sich nur um die von dem Meere aus ein- 
geführten Waren und die Rücknahme der leeren Wagen. 

Die speziellen geodätischen Arbeiten für die Absteckung 
der Linie wurden ausgelührt vom August bis November 1886 
für einen Kostenbetrag von 32300 Rubel. Die Richtung des 
Tunnels ist zwi.sehen den Orten Zipa und Bigletti XW — SO. 

Die geologischen Voruntersuchungen wurden bis zu dem 
Maimonat 1887 furtgefülirt. Durch eine grössere Zahl Schlirf- 
lücher auf der Bergoberfiäche in der Tunndriditung und ein 
Bohrlucli von Ai'yO Fuss Tiefe, sowie dnrdi Beobaditung der 
Lagerung an natiirlichen .\ufsdjlti^>tii wurden die niutniasslidien 
geologi.sdien Verlialtnisse des künftigen Tunnels testge.stellt. 
Der hierauf begründete Plan der bevorstehenden Arbeiten, 



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— 174 



sowie das darauf hin entworfene vurläiitif^f^ Bauprojekt eiit- 
s])rachen vollständipr den bei dt^r Ausfiilining anscf^i'^lienen 
<_[culnß;isclien Zuständen, den zu iilierwindt-nden Aut^abeTi und 
thatiiächlich dinoligfefiilirtcn Konstruktionen. Die K(Ksten der 
genlogisclipn VornntHisurliung betrugen 125CK) Rnbol. Die Re- 
sultate sind kurz lolgende: Der Tunnel durchbricht in seiner 
ganzen Länge die Glieder der Kreideformation. Er tritt nörd- 
lich in den Sandstein des Gault auf eine I.ilnge von ca. 750 m 
ein; daraaf folgt eine mächtige Schichtenreihe von Mergeln, 
Kalkmergeln, Mergelkalken bis sich 8400 ni von dem nördlichen 
Eingange reinere Kalke mit vielen Feuersteinbänken nnd Nestern 
einstellen, welche bei 3800 m Entfernung von reinen Mergeln 
Überlagert sind. Bei Bigletti wurde das Tertiär angetroffen. 
Das Streichen der Schichten ist nahezu senkrecht anf die 
Tnnnelachse, das Einfallen 20 bis 30 Grad nach Sttden. Gr&ssere 
Störungen sind nicht beobachtet 

Von besonderen Verhältnissen verdient hervorgehoben zu 
werden : Die Partien von 1300 m vom nfirdlichen Eingange 
bis zn dem Ausgange bei Bigletti waren in hohem Maasse mit 
Wasser angefüllt. Diese Wasser wurden grossenteils bei dem 
Vortreiben des Sohlstollens gelöst, das Maximum des an einer 
Stelle austretenden Quantums betrug 120 Liter per Sekunde. 
An vielen anderen Orten bliesen entzflndbare Kohlenwasser- 
stoffe ans ; wenn dieselben nicht durch energische Ventilatoren 
schnell verteilt, oder durch direkte Entzfindung an der Stelle 
des Ausblasens abgebrannt wurden, sammelten sie sich nnd 
gaben Veranlassung zu Explosionen mit mehr oder weniger 
verderblicher Wiikung. Oft war unmittelbar Lach dem Ab- 
schiessen der mittelst Bohrmaschinen erhaltenen Bohrlöcher an 
der Stollenbrust der Zustrom von explosiblen resp. intziind- 
baren Gasen su stark, dass 50 bis 60 m Stollt ii geradezu er- 
soffen und durch kräftige Ventilatoren erst wieder zugänpriir 
gemacht werden mu>stpn. An t inijxen Stelku dieser Strecken 
trat aus den Kalknit'i f?el>( lii( ]itt n in geringen Mengfn Berg- 
teer. — In der Entfernung von 1300— 1800 m von Zipa waren 
bituminöse mehr oder weniger plastische Tlionschichten j>owie zu 
Bläliungen neigrende ^reigelbänke vorhanden. In den letzteren 
befanden sich beträchtlida^ M» ntren von 8< hwefelkieskr3'stallen 
in kleinen, höchstens 4 mm grossen Individuen einzeln und in 



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— 175 — 



GnipppTi einf]ff'sitrt'nfrt. Di*.' l^auvt'rhältnissf auf dieser Strecke 
waren ausst-rortl^'iitlicli scliwtT. es tiateii sehr starke Scliwell- 
und Druckerscheinungen aul". lululge der Schwt lhnip^pn wurde 
die Sohle beständig c^ehoben. Trotz immerwährender Arbeit 
des Wegneliniens der geliobenen Sohle traten in der Geleise- 
lage grosse Höhendifterenzen ein. Die Einbaue des Stollens 
hielten nur kurze Zeit und bedurften beständiger Eineuerung, 
Die auf das volle Profil ausgebrochenen Tunnelstrecken waren 
vollständig und auf das stärkste verzimmert Die Ausbrüche 
wurden durchgeführt mit 70 cm Spielraum über den hinteren 
Manerwerkskanten mit Kücksicht auf die Schwellungen. Die 
Folgen derselben waren dennoch vüllige Zerstörung der Kon- 
stmktionshölzer und Wandverschiebungen, sowie öfter gefahr- 
drohende Verschiebungen der Bansysteme in der Richtung der 
Tnnnelacbse. Auf der in Rede stehenden Strecke sind endlich 
selbst die in der Mauerung vollendeten Stücke auch noch der 
Zerstörung unterworfen gewesen, welche an einzelnen Stellen 
derartig war, dass sie zu Rekonstruktionen zwang. Es sind 
42 m fertiger Tunnel rekonstruirt worden. Mit den Vorgängen 
in der Sehwellzone war das Auftreten von schweren Gasen, 
vermutlich CO«, und Steigerung der Temperatur verbunden. 
Während im allgemeinen die Temperatur nicht höher war als 
26^, erreichte sie an jener Stelle während des Baues 28-^30''. 
Herr Bergingenieur Struve schreibt einen Teil der Schuld an 
dem Schwellen der Umwandlung des Schwefelkieses in Gips 
zu. Thatsächlich sind die Mergelschichten jener Strecke mit 
weissen Sternchen und f» inen weissen Partikelchen liber.säet. 
die als Gips erkannt wurtlen. Dieselben traten regelmä.ssig 
dann auf, wenn die OlMMfläclic des vollansgebrochenen Quer- 
profils der verhäliüisiiiässig Wiinueii uinl mit \\ asserdampf ge- 
sättiii^ten Tunnellnft pinijK' Zt it ausgi »etzL blieb. 

Die Bauauj^tiiln lui^; wuide im Juni 1887 mit der Auf- 
fahrung des Solilstolieiis von dei' Nunlseite ?nittelsi Hohr- 
maschinen Sy -Stern Brandt begonnen. Auf der Südseite wurde 
zuerst im Januar 1888 angefangen, weil die VorbereitunR^- 
arbeiten durch besondere Umstände zurückgehalten worden 
waren, ^^'eitere Grunde setzten dem energischen Vorgehen auf 
der Südseite dauenideTi Widerstand ent^e^^en, so dass von dieser 
Seite nur circa ISOO m Stollen aufgeiahren werden konnten. 



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— 176 — 



Pagegen vollzog sich die Ailipit auf der Nordseite mit dem 
besten Erfolg. 1'iotz iingiiiisiiger Gesiteinsvorhaltnisse, Wasser- 
und Gaszudraiig, trotz der Missstände mit de» Arbeitern und 
mautiiem anderen, wovon man in Europa keine Notiz zu nehmen 
hat. geschah der Durchschlag am 12. Oktober 1888. Es wurden 
von der Nordseite in 4()4,5 Arbeitstagen 2770.91 m Stolleu 
aufgefahren, so dass die tägliche mittlere Leistung 5,98 m be- 
trug. Die Maxima der monatlichen Leistungen, die noch nirgends 
zuvor erreicht worden waren, weder in dem Gotthard- noch in 
dem Arlbergtunnel betrugen 19ö,00 m; 210,00 ni: 217,57 und 
224,4 in. Das Minimum eines Monates 124 fu: 181,4 m. An 
solchen geringen Leistungen trug der gefahrdrohende Gliarakter 
dos Hebirges, starker Wasser- und Gaszustrom und eine grosse 
Zahl offizieller Feiertage die Schuld. Die Ausführung dieser 
Arbeiten lag vertragsm&ssig der Firma A. Brandt & Brandau in 
Hambnrg ob. 

Die Herstellnng des Stollenansbruclis und der Manernngs- 
arbeiten war in verschiedene Hände gelegt. Die grössere Strecke, 
die Nordseite, wurde von den oben genannten Ingenienren her- 
gestellt. Die regelrechte Inangriffnahme fand erst im März 18S8 
statt, die Vollendung geschah im Mai 1890. Infolge der Re- 
konstrnktionsarbeiten nnd der Fertigstellung der äusseren Zn- 
fahrtslinien zog sich die Eröffnung bis su dem Septembermonat 
hinans. Anf der Südseite halten sich die Mauerprofile der durch- 
aus gemauerten Strecke in mässigen Grenzen, auf der Nord- 
seite dagegen kamen entsprechend dem hohen Druck (Sehwell- 
zone) mächtige Mauerprofile zur Äasfl^hrung und zwar: 

anf Meter Läugü üewölbe.stärke Quersebn d Au^br. Quei scbn. d, Slaiieruug 



341 Ü,ö4 lu 


75 47 qin 


14,93 qm 


870 0,64 m 


80,57 am 


19,13 qm 


635 0.85111 


68,14 qm 


26,09 qm 


25 mitSobIgew. 0^5 m 


94,53 qm 


31,73 qm 


38 Gewölbest. 1,07 in 


94,98 (|ra 


32,13 qm 


350 mit Sfiblgew. 1,07 m 


103.10 qm 


40,20 qm 


23 anorm.Prof. 0,85 - 1,25m üewst. <ii?. 


div. 



2177 m 

Das durchsdiuittiiche Prolil aut (lt»r Nordseite hat demnach 

8ü,92 qm C^ueranshruch 

24.00 qm Mauerung; 
dies sind bekanntlich sehr hohe Zahlen. 



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- 177 - 



Von Interesse dftrften einige Worte ikber die Arbeits- 
kräfte sein: 

Fflr die schweren Zimmerangsarbeiten and in gef&hrltchen 
Strecken waren aosschliesslich Österreicher nnd Italiener zn 
verwenden. F&r die leichteren Arbeiten Kassen and Türken. 
F&r Manerang Italiener, Bassen und Griechen. Die niederen 
Dienste bei den Hand Werksarbeiten leisteten Tataren, Perser 
nnd Griechen. Alle anderen Arbeiten, die des Transports nnd 
der Verladung der Materialien, die PferdefUhrang etc. mussten 
je nach den Eigentümlichkeiten der verschiedenen vertretenen 
Nationen verteilt werden, an Grasier, Armenier, Lesghier, 
Tnrkmenen etc. etc. Im allgemeinen wurden bei dem Tunnel- 
bau i6 bis 20 Sprachen geredet, doch ergab eine Zfthinng aller 
verscliiedenen zn einer Zeit vertretenen Sprachen über '^0. Von 
den Scliwierigkeiten, die die Leitung dieser bunten Menge bietet, 
wird man sich kaum eine Vorstellung macheu. 

Die Kosten des Tunnels. 

1. Kosten der Zafabrtsstrassen , Arbeits- 
stationen, provisorischen Brücken, Ar- 
beitsgeleise, Wagen, I k »raotiven (für 
den Bau), Werkstätten, Bokrmaschinen- 

installation, Ventilationseinrichtung . . 790218,75 Babel. 

2. Ausbruchs- and Transportarbeiten . . 2478915,90 , 

3. Mauerwerkverkleidung 1713965,31 , 

4. Diverses 241896,94 , 

Summa 5 224 996,94 Rubel. 

Auf den laufenden Meter gerechnet: 

1. Beschaffung aller Transportmittel und der 
mechanischen Einrichtungen, nebst Vor- 
arbeiten etc 200,00 Rubel. 

2. Herstellung des Tnnnels, incl. Mauerwerk . 1105,00 „ 

Summa 13< )5,(X) Rubel. 

Rpchnet man den Rubel xu 3 Francs, so kostet der laufende 

Meter Tunnel 3915,00 Francs. 

Dagegen kosten der laufende Meter des Mt. Cenis B^Trt.cX) , 

des St. Gotthard iVMO.OO , 
des Arlberg . . 3975,00 „ 

12 



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Wenn diese drei Tunnel auch beträchtlich länger sind, 
was den Preis wesentlich beeinllusst. so kommen bei dem Suram 
andere zum Teil schon erwähnte verlcut-inde Umstände in 
Bctiaclit. die mächtige Maiicrverkleidun^. die aussdiliessliche 
Bemitzuiip^ von Cem^iit statt Kalk, die holien Preise der Ma- 
terialien und die hohen Tir»liiie ITir tiiditi^-r Arlx^itei- (während 
in Berlin eine Tonne (Vnieiit y<'1i ISO Kilo ungefähr 6 Mai-k 
kostet, kostet eine 'J'oune von 1()0 Kilo in Batnm (i Rubel; 
Dynamit kostet in Deut^sthland pro Kilo Mark 1.80. in Suram 
2,20 Rubel. Hin guter Mineur erhält in Ueutschlaud ö Mark, 
in Suram a Rubel = 7,20 Mark). 

Der Bau des Suram-Tunnels ist gegen den Voranschlag 
mit einer Ersparnis von 453187,06 Rubel ansgef&hrt. 

Seit der Eröffnung des Tunnels ist jedem Anspruch, welchen 
die Bedürfnisse des Handels und des Verkehrs an die Bahn- 
linie Poti (resp. Batuni)-Baku steUen, genügt. Vor der Eröff- 
nung des Tunnels gingen von Baku bis zur Bergstrecke die 
Oflterzttge mit 40 Wagen; Aber das Gebirge ging ein solcher 
Zug in drei zerteilt weiter. Dnrch den Tunnel ist der volle 
Transport der 40 Wagen zugleich möglich und es wird ausser- 
dem auf der neuen Strecke noch eine Zeitersparnis erzielt In 
dem zweigeleisigen Tunnel liegt zur Zeit nur ein Geleise, es 
kann mitbin erhöhten Anforderungen noch entsprochen werden. 

Der Karabagh. 

Der Karabagh (der ^schwarze Garten") umfasst zwisdirn 
dem 41. und 39. Grade nördlicher Breite und 63. bis 65. Meri- 
diane östlich von Ferro Jenes Land, welches östlich vom See 
Goktschai zwischen Kura und Arazes gelegen ist. Ehemals 
ein unabhängiges Gbanat mit der Hauptstadt Schuscha wurde es 
im Jahre 1822 von den Russen völlig unterworfen und bildet Jetzt 
im Gouvernement Klisabethpol die Kreise Dshiwauschir, Schuscha, 
Sangesur, Dshebrail und einen Teil von Dshewat. Der gebirgige 
Teil zerfällt in ein nördliches und ein sitdliches Kettengebirge und 
in ein zentrales Plateau. Über die siiezielle Oro- und Hydro- 
graphie des Karabagh vgl. Radde Peterm. Hitt. Erg.- Heft 100. 

Auf den 23. April war der Aufbruch in den Karabagh 
festgesetzt. Die Vorbereitungen waren rasch erledigt, da 
Dr. Radde es liebt einfach zu reisen und das Notwendigste von 



^ ij,.. by Gt: 



früheren Expeditionen besass, vor allem leichte und starke 
Kisten, die unsere Kleider und rtensilien aufnehmen sollten 
und zu dem 'i ian.^pdit auf dem I'ferde p^tf ignet waren. Statt 
Zelt odfr FeUlbetlen wurde die landestiblirlu* J>urka. ein Filz- 
mantel aus Ziegenhaaren und einige wollene Derken mitgenommen, 
zwei Süttel mit (Geschirr wurden in Stand £^ef?etzt und an 
l^roviant Tliee und Zigarren verpnrkt. Von d^m ganzen zu 
bereisenden Gt-biet ei waib icli mir die ö-Werstkarte (lZoU=: 
5 Werst; Masstab 1 ; 2H>tHXi). 

Ehe irh nun auf die Üesrlireibung der Kei.^eroute eingehe, 
sei es mir gestattet, einen kurzen t'berhliek der allgemeinen 
geologischen Verhältnisse des Karabaghs zu g(d)en, der einzelne 
Daten des zu gebenden Berichtes verständlicher machen wird. 
Ich benutze dabei die Arbeiten Abichs. die Armenien wie den 
grösseren Teil des Karabaghs kennen gelehrt haben. 

Die Formationsglieder desKaraba^rh Bieji'ing- 
Sien geologischen Bildungen nmgeben den Fuss des Karabagh- 
gebirges und erfQUen die weiten Steppen, die sich von hier bis 
zu dem Kaspi-See hinziehen; im Gebirge erscheinen die zeit- 
lichen Aeqnivalente dieser alluvialen oder diluvialen Absätze 
als mächtige Flussterrassen oder als Geröll* und Trfimmer- 
massen auf dem hohen zentralen vulkanischen Plateau. Oft 
sind diese losen Schichten noch von jungen Lavaströmen über- 
flössen worden« wie das im Thale des Geijusytschai (rechte 
Thalseite unterhalb Gerjusy) oder zwischen dem Kloster Tativ 
und Gerjusy nahe dem Berknschet zu erkennen ist. 

Tertiär. An dem nördlichen und sftdlichen Rande des 
Karabagh treten Tertiärschichten auf, dringen aber nicht in 
das Innere des Landes. Bei Naphtalan nahe Elisabetbpol ist 
es die Sarmatische Stufe, welche das dort gewonnene Petroleum 
führt, 'j imStiden schliessen sich bei Ordubad ausgedehnte Mergel- 
schiefer uiiil Sandsteiugebiete an die oligocänen Schichten der 
mittleren Araxesstufe an. Die Xaclibarjrebiete des Karabagh 
weisen eine mäditij^e SchiclitentVilge des Tertiär^^ auf. Anf dem 
armen iselien Hochlande folgen über Nummuliten führenden Ab- 
lagerungen das Oligocän und Miocän durch fossilreiche Bänke 
gut charakterisiert. Neben der Thalstufe von Aschkala und 

') Die grosste Zahl der kankaBiBchen Petrolenmlager gehören dem 
äifeerea Terti&r an. 

12* 



— lao — 



Kardaritsch im Eophratthale, neben dem Orte Oktaberd bei 
Eriwan nnd anderen dnrch Ab ich bekannten Terti&rlokalitäten 

ist es besonders das Becken von Achalzicb, welches eine reiche 
Fauna geliefert hat, nnd zwar aus dem Horizont des Ober- 
eocän mit Xftfica sigarcthtfiDesh. ^ MclatuacosicUaia Link., TurilrUa 
vdifn Sow., mit Vonis uitldttln Lmk. Venns incrassatn Sow. u. a.. 
aus dem unteroligocäiK ii Horizont mit CrrithinniUma Desh , AV///<^a 
hantoniensis Sow.. Xfiiitilns \w\n/: Broiui, und aus dem Ober- 
(»ligocän, weli lies f '(ri(}nnii) /ihdifum Lmk., Xatica DeiiJtayesimm 
Nyst., IWtnn' iilns ohoralns elc. führt. 

Dem MiDcän gehört das wichtige SteinsalzvorkomnK'ii von 
Kiilpi im milllt'rrn Araxostlial an. Has narli den Aufiiaiimen 
ih'V Kaiikasisi lu'ii Bergverwaltung bei eiuem Areal von l,öWei"St 
eine Mächtigkeit von 280 Fuss hat. 

Ganz abweichend von der Entwickelnug auf dem armeni- 
schen Hochlande tritt das Tertiär im Trialet und bei Tiflis 
auf. Uber Nummulitenschichten lagert liier ein mächtiger gleich- 
förmiger Scliieferkomplex. der ausserordejitlich fossüarm, durch 
die Teilnahme, die Ernptivgesteine nnd TuÜ'e an seiner Zu- 
sammensetzung haben, an Interesse gewinnt. Abich gliedert 
diesen mächtigen Komplex folgendermassen : 

Neogenformation : 

1. Mulassesaiidsteine : Nagelfluh und Konglomerate; 

2. Weisse, gelblielie. mitunter tuü'artige Kalksteine von Dsegui. 
Fauna der ISai matis« heu Stufe. 

3. Thoni^re Sandsteine, unreine sandige Kalksteine mit Mactra 
jtoiloliea, Venus giegaria etc. 

4. Quarzreiche, thon- und eisenreicUe Saudisteine, braune Schiefer 
und blätti'ige Tbone. 

Eoeänformation : 

1. Orossenteils ans den Zerstörungsi)rodiikten der liegenden 
Schichten gebildete psammitische Ablagerungen. 

2. Regelmässige geschichtete, eruptivsedimentäre Gesteine, 
Ä(iuivalente des Flysch. 

3. NuhiiiHiliteu- und Nemertideü-Suudsteine, kalkige Mergel und 
Kalksteine. 

Der von Abich hier und anderwärts gebrauclitc Ansdiuck 
gEruptivsedimeutar" scheint mii* auf der Übersichtskarte tür 



^ j . ^cl by Google 



— 181 — 



manche Schicbtenreibe des katikasiscbeii Isthmus, in welcher 
eroptives nnd sedimentAres Material In engstem und mannig- 
fachsten Verband anftritt, ohne dass man immer von Tuffen 
reden kdnnte, entsprechend gewählt. Eingehendere Beob- 
achtungen werden in vielen Füllen das unter diesem Begriff 
Zusammengefasste gliedern können, die mikroi$koi>ischen Unter- 
suchungen haben aber in den wechselreichen Qesteinsstrukturen 
hier ein weites Feld vor sieb. 

Kreide. Die Ablagerangen der Kreideformation haben fQr 
den Karabagh durch ihre grüsseie Verbreitung mehr Bedeutung 
als das Tertiär. Sie bihlen ein Band der liaudzone, erscheinen 
aber auch tief im Gebiige aiit bedeutenden Höhen und haben 
sich in einzelnen Schollen auf dem vulkanischen Zeutralijlateau 
erhalten. 

Seiiuu. Die RHionbildungen besitzen eine Macliti^^kt ir, die 
ich auf iiielirere Imiulci t Meter sclilitze. Am charaktt'ri>tisclisten 
^iiid sir als wni.o»- inn ixciiu'»' düiinidattige Kalke eiiiwirkelt, 
die diirrli die \'i'r\viiiei lln^:; in kleine stliarf kantig:e Siii<-kti zer- 
fallen, die weiiij^ bewaclisenen dehilnj^e iibenlecken und sich von 
der Ferne her kenntlich machen. St( lleuweise ist die Gleicii- 
förmigkeit dieser Formation durch eruptive DurchbrUche ge- 
stört, die weissen Kalke röten sich und sind an dem Kontakt 
auch wohl gefaUci oder verworfen. Es kommen sowohl (länge 
als Lager vor. Nahe Chodshali an der Sti'asse von Schuscha 
nach Jevlach traf ich dirkli.inkige graue, gelb anwitternde 
Kalke mit verkieselten Seeigeln der oberen Kreide, eine Eutwicke- 
lung, welche von dem beschriebenen Plattenkalktypus abweicht 

Der senone Plattenkalk, welchen Abich^) von Herikent 
nnd G&Uaply (östlich von Schusdia nahe Naehitschewank der 
Übersichtskarte) nachgewiesen hat, ist nach seinen Angaben durch 
einen Gehalt an amorphem kieselsaurem Kalk ausgcKeichnet. 
Ich verfolgte das Auftreten von Merikent weiter nach Süden 
und Osten bis nach Dshebrail in der Araxesebene. Die Fauna 
ist sehr arm. Wiklste (Annelides dorsibranches Cuv. nach Abich) 
und Steinkeme von Jnoceratnus sind charakteristisch, im übrigen 
waren bis jetzt nur von Merikent und Aliknükent') im 

•) Abich, Geol. Beob. auf Kaisen i. d. Ciebiet zwisdi. Kur n. Araxr«* ]\ 83. 
> JJer Name Alikulikoni v->h Abich gebraucht; ;uif der .") Werst- 
karte iat (nahe Dauiiu Je;i i bersicht^küitcheus) AlikuljauscLagi angegeben. 



— 182 — 



Berknschetthal antiser Amnehytes ovata Steinkerne Yon grossen 
Ammoniteu and schlecht bestimmbare Acephalen bekannt. Die- 
selben Fossilien scheinen nnterhalb Kischischkent sehr hftafig 
za sein. 

Die ßeschreibunfi: Sjögrens*) über das Daghestan^sche 
Senon erinnert in mancher Beziehung an den Karabagh. Die 
Mächtigkeit ist dort allerdings viel bedeutender; Sjögren schätzt 
sie auf 1000 ra (!), die Versteinerungen sind auch dort spärlich 
Ittntrninins, IklcmiatcUa, Audurinjlrs ovata und Keste grosser 
Auiiiioniten. 

Turon und Cenoumu spielen in df»r lielietbildung des 
Kjiialiagh keine hervorragende Rolle, soweit sie bis jetzt er- 
kaiiuL wurden, treten sie nur in frf'!iiici:er A ii.-ile^hiiiins: zutage. 
Das Turon ist durch eine reinere kalkige Knlwickehmg gegen- 
über der mergeligen des Cenomaus ansgezeiclinet. Ein eigen- 
tümliches Vorkommen eines Ruüistenhorizoutes ist das am 
Ala^ol, wo eine Kalkscholle mitten im jungvulkauisclien Tenaiu 
liegt. Aus dem Turon sind ausser grossen Hippuriten und Ra- 
dioliten bekannt: Gcnillia scknoides Defr., AcineoiicUa obfusa 
Zek., Afiaeoit. giyaufra d'Orb., Triyoiua srahra Lern, and nicht 
bestimmte Nerineen, Cerithien und Bivalven. 

Das Genoman stellt bei Alikulikent die tiefste der drei 
aufgeschlossenen Kreideetagen dar, von Ider stammen der grösste 
Teil der unten genannten Fossilien. Orbitulinen führende Schichten 
bilden den 2626 m hohen Gipfel des Chustupdagh. Östlich von 
Schoseha nahe bei Dsbamiat fand ich ein kalkiges Conglomerat, 
welches Exogym ealutnifa Desh. ftthrt und scheinbar dieselben 
Schichten traf ich im Süden zwischen Agdshekent und Dshebrail 
wieder (bei Arakel). Die Fossilien des Cenomans') sind: Or- 
bituiifia lentimkita d^Orb., OrbituUna eotdm d'Arch,, Ctfchlim^ 
Pk^Xocenia Lilti Benss, Astraea Dutmdana Mich., Astrocoetm 
decaphylla M. Edw., Tfiamttastrea agaricites M. Edw., Tham- 
futstrea multiradiata Reuss, Nerinca (jKjmUea d*H ombreFirmas 
Nerinm awmiam d*Orb. affin., Exogyra eolumba Desh., Spon* 
dyhts, (\iprotinaf Strotnbtis, Ttiritella, Tomster. 



') i ii L'i eu, Übersicht der Geologie Daghestans und des Terek-liebietes. 
Jahib. d. K. K. geol. RcicUsaüat. 1880. 3a. p. 425. 
*) Abieb, vergl. Geol Beob. p. 33. 



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— 183 — 



Während die obere Kreide im Karabagh und in dem 
Meskischen Gebirge vollständig und mit typischen Fossilien 
entwickelt ist, fehlt nach Sjögrens Angabe das Turon und Ce- 
numan im Daghestan. Es liegt indess nahe z\x vermuten, dass, 
falls die senonen Leitfossilien im Daghe^^tan nicht aus den 
lit'lt'ren Schichten der 1000 m mäditigeu Ablagerung stammen, 
diese das Tnron und reiidinan mitumfasst. Schliesslicii st^i 
noch an die Verschiedenheit erinnert, wtdrlie /wischen der 
Hippuritenfacies des Armenischen Hochlaiub s und des ^fes- 
kischen (Gebirges eim rseit?! und der rudistenireien Grüasand- 
Stufe des grossen Kaukasus andererseits besteht. 

Gault und Aptien sind in dem Karabagh noch nicht nach- 
gewiesen, dagegen gelang es mir durch das Auffinden von 
Toxaster complanntn das Vorhandensein des Xeocoms festza- 
stellen. Weiteren Uutersncbangen bleibt es vorbehalten zu ent- 
scheiden, wie weit manche von Abich mutmasslich zu diesem 
Horizont gezogene Etage, meist derber Kalke, hierher gehören. 
Im oberen Terterthal z. B. erheben sich kompakte, zam Teil 
dolomitische Kalke, die Abich zu dem Neocom rechnet Über 
die Thalsoble um 1143 m. Grosse Fossilarmut und dazu die 
Vei'&nderuDgen, weiche diese m&chtigen Kalkformationen be- 
troffen haben, lassen heute noch ihre sichere Einreibung un- 
maglich erscheinen. 

Jura. Malm. Fast noch schlimmer steht es in dieser Be- 
ziehung mit Ablagerungen, welche Abich nach peinlichen Unter- 
suchungen an den schlecht erhaltenen palaeontologischen Resten 
zum oberen Jura gezogen hat. Sie umfassen die Horizonte vom 
obersten Malm bis zu dem obersten Dogger (über das Tithon 
des Schttschaplateans vergl. pag. 192.) Das Alter des Jnrakalkes 
am östlichen Karabagh wird begründet auf die Arten: Üeph- 
vnfiticnvn rapillifortnis d'Orb., Jletcropom ietmissima Etallon 
Atjnru'in (jmunUüd Miinst.. Aftfon'hfm (rnsarftts ?) y. Schloth. und 
Trif hitrs neben eiiu r Anz;ihl wi cren ihres Erhaltungszustandes 
noch weniger Vertrauen erweckender Korallen. — Der ilorn- 
steinkalk des Scheideriickens zwisi lien den Thälern des (Jhod- 
shali und i'hatschiii-Dacheü IViIut eine Korallentaiina, die eben- 
sowohl der Kreide iils dem Jura zngphören k«tnnti', ein N'ergleich 
mit einem anderen X ork^mmen, den» Trapassar-Kalke bei dem 
Kloster Tativ im Berkuschetthal entscheidet für oberen Jura. Aus 



dem Trapassarkalke wnrden bestimmt: \) Diccra.s a riet In um (?) Law. 
und eine Reihe von Korallen und Nerineen wie ( }ilfnr/ophffffia 
p,seudosfi/l/na M. Edw., ycnnm licrhuschcti Abich und andere. 

In den mächtigen Einlagerungen der Kalke, in den als 
Grünsteinen von massiger und klastischer Struktur zusammen- 
gefassten Komplexen, kommen nun hier und da auch Fossilien 
vor, und ihr Erhaltungszustand ist dann von grösstem Interesse, 
indem oft Tuffe, welche mit blossem Auge kaum von Eruptiv- 
gestein ztt onterscheiden sind, die Steinkeme bilden. Den 
Ammonitenkem eines Diabastnffes bewahrt einer der Direktoren 
des Enpferwerkes Katar im Ochtsehi-Thal, er liess sich indessen 
nur dazn bereit finden, mir auf knrxe Zeit zum Zeichnen diese 
Kostbarkeit, die er ohne alles Verständnis mit anderen Kuriositäten 
verschlossen hält, zu leihen. Abich war auf seinen langjährigen 
Beisen glQcklicher, und ihm yerdanken wir die Kenntnis meh- 
rerer Horizonte in den tuifartigen Ablagerungen. In einem 
Diabas-Psammit des dem Terterthale zugewendeten Abbanges 
des £lisabethporschen Gebirges kommen verkieselte und ver- 
kohlte ConiferenhGlzer mit Steinkemen mariner Mollusken vor. 
Die bezeichnendsten Fossilien der Scyphiakalkzone Oppels 
wurden durch ihn aus den Psammiten des LJalwarsystems') bei 
Schamlugk bekannt: 

AnuhohUcs polijijyraltis Reiu. 

Sdfdihis (njtmificiis v. Schloth. 

Taebiaiiila Imitnum v. Schloth. 

, hisuffarcinata v. Schloth. 

„ hftprcssa Bronn 

Triiioiiia i hiiilhttd Park. 

Paten snli(h(<i liömer 
„ siilitij'torins Müust. 

Liuiü riiiiiln Desh. 
Die besten Keste aber lieferte die obere Thals tute des 
Schanikorflusses, der wenig oberhalb des Koschkarkatschai in 
die Kura fällt, in einem mächtigen Formationsganzen klastischer 
Diabas- und Dioritgesteine, 



>) Abich, Oeol. Beob. p. 
Da> T iaiivanystem liegt amserliAlb des Earabagb swischen Tiüii 
mid dem üoktachai-See. 



— 185 — 



Ämmoniies aihleia Phill. 

^ annttlan's Rein. 
, Kmfo (i'Orb. 
„ tdtricKs Piiscli. 
, torsisulcatus (rOrb. 
^ latialicitlaiits Mftnsst. 
„ hcrtirns Harlni. 
, sukiferus Opp. 
„ Orion Opp, 
lirli})! iiitis Cullorirnsis Opp, 

Dogger und Lias. Wus nun die tieferen Juraablagerungen 
aiilietrittt, so erscheiinMi diese als i»s;immitisch«' ScjiielVr mit 
einer LHiidptlaiizeiUloi'a. Auf der der Kiii'a zugt-keliiteii Seite 
im Tliale des Kosdikarkatscliai unweit Elisabetli}i(d zei^^t eine 
Fai i> iikrautHora zum Teil generisehe Ubereinstimumug mit der 
bekannten Flora von Scarbonrmigh. 

Die Trias fehlt bekanntlicli dem Kaukasus wie Armenien, 
daliegen ist letzteres dem Kaukasus i^rjrcnüber dureli die tV»ssil- 
reichen Pei-mkarbonschicliten der Araxessclilncht bei I )sliulta^) 
ausge/.eiclinet. In dem Kaukasus «fehen die dem Lias zu^e- 
reclmeten Schiefer in eine mächtige Schichtenreihe über, w eiche 
S jijgren-) in seiner Arbeit über den Daghestan als paläozoisch 
bezeir hnet, während Abich die ganze äcbieferformatiou zu dem 
Joia zog. 

Der Karabagh bat bis jetzt keine fossil führenden Schichten 
des Permkarbon kennen gelehrt, auf jeden Fall spielen sie da- 
rin keine grosse Rolle, ebensowenig ^vie die Vorkommnisse der 
fitesten Sedimente Armeniens, die des Devons. Es kommt 
diese Formaiif>n in der Thaltiefe des Gerjusybaches als Liegendes 
der jnngvulkanischen Decke, zweitens im Wechsel mit krystal- 
linen Gesteinen in der Araxesen^^e unterhalb Ordubad vor. 

Die ans der paläozoischen Zeit stammenden Ablagerangen 
zeigen sich im allgemeinen frei von der Mitwirkung einer 
eraptiven Thätigkeit während ihrer Entstehung. 

DieErnptivgesteine. Die vulkanischen Erscheinungen 
beherrschen das armenische Hochland, ist doch anf alten Karten 



0 Abieh, Geol. FornbuDg in den kaukuisohen Lindem. 1. Teil. 
*) Sjdgreo, Jahrb. d. K. K. geol. Reicfasanet. 1889. 39. p. 431. 



L.icjui^L.ü cy Google 



— 186 — 



hier wie auf Island fast nnr das schieiende Rot junger Laven 
zn sehen. Die Besprechung der geschicliteten Formationsglieder 
zeigte schon, wie seit dem Beginn des Mesozoicnms der Vulkanismas 
anf der kaukasischen Festlandsbr&cke gewirkt hat, wie mäch- 
tige Tuffeinlagerungen im Jura, in der Kreide, in dem Terti&r 
vorkommen. Die Spuren der Jüngsten Thfttigkeit sind uns am 
grossartigsten erhalten, Ergüsse und Dnrchbrüche, welchen die 
Atmosphärilien noch wenig von ihrer UrsprUnglichkeit ge- 
nommen haben, so dass die Frage entsteht, ob Eruptionen von 
Laven auf dem armenischen Hochlande nicht noch in historischer 
Zeit statt hatten. Eine Thatsache ist es, dass in dem tiefen 
Krater des Tandurek noch heute Solfataren thätig sind. 

Auf dem Zentralplateau des Karabagh stehen die hohen 
Kegel des Jschichly und Ketschal-dagli, im Westen der Sarial 
ans Andesiten und Quarztrachyten nnlgtbaut. Zwisclieu diesen 
El uptionspunkten bedeckt die Fläche ein sehr uuninigfach zu- 
sammengesetztes MateriRl, im wesentliclitii klastischer Natur. 
Neben diluvialem (leiöll vulkanisclier Gesteine sind Aschen, 
Tutl'e und Laven vorlianden. Die Einwirkung der Atmosidiäi ilien 
biblet aus diesen Massen wegen ihrer versdiiedenen Wider- 
standsfähigkeit die giuteskesten Fdimen iKessel von Gerjus^;. 

Im Süden und Südosten des (loktscliai sind Basalte zu 
grosser Kutwiekeluiig gelangt, häntis? n(jch erhaltene Krater- 
bildung lassen auf junges Aller s( lilie.ssen. 

Was nun die älteren Erui.Livgesteine betrilit, so lehrt am 
besten ein Blick auf die Abicirsche Karte, welche grosse Aus- 
dehnung diese auf dem armenischen Hochlande besitzen, zugleich 
aber /ei'^en die ausgeschiedenen Uesteinstypen , wie z. B. 
„Diuntisciie Grünsteine klastisclier und massiger Entwickelung, 
ihre Breccien und Konglomerate", dass eine bedeutende Mannig- 
faltigkeit der Entwickelung hier noch weiterer Specialisierung 
harrt Becke=^) hat eine Anzahl älterer Eruptivgesteine aus 
Armenien beschrieben unter anderen Porphyrit des Ooktschai- 
geblrges, Labradorporphyr von dem Gipfel des Koschkar^dagh, 
Olivin führenden Augitporphyrit vom Hurow-dagh, Melaphyr 
aus der Pambak-Kette, von kömigen Tiefengesteinen Granitit 
ans dem Araxesthal, Dioritporpliyrit aus dem oberen Ochtscbi- 

') Abicb, Atlaa sä den Geolog. Forach. in den kaukasischen Lftndeni. 
*) Abicb, Qeol. Foncb. 2. Teil. 1. Westbttlfte p. 328. 



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— 187 - 



Tba] and Diabas ans dem Goktoehai-Bandgebirge; ea Bcbeinen 
die basischen Oesteine gegenttber den saueren yorznherrschen. 

Die tek ton 18 eben Ornndzftge^). Den gebirgigen Teil 
des Karabagh umgeben die Steppen der unteren Kura und des 
Araxes. Ffir den Geologen kommt das Gebirge selbst and sein 
Abfall znr Ebene in erster Linie in Betracht. 

Es gliedert sich das karabagb*sche Bergland in ein nörd- 
liches NW— SO streichendes Kettengebirge, in das zentrale 
Platean, nnd in eine s&dliohe, der nördlichen parallele Kette. 
Die persischen Gebirge schliessen sich unterhalb Ordubad eng 
an den siulliclit ii Karabagh an. In diesem liegt die höchste 
Kihebung dei; ganzi n Gaues der Kapudshich mit '^918 m. 

Die schärft' otogi aphi^che Gliederung liegt tief in dem 
p^t^olugiselicu Bau begründet. Wo heutp das zeiitiale Plateau 
>\< h Husdelint, erlinb siVli t^lifniaN eine den nrirdliclien und sUd- 
lii heü Randgebirgen frleidij^t i n ittett* Kcite. 8ie ist längs 
streichender Wrwerfungen in die Tidi' gesunken, auf den 
Spalten sind die Laven aufgedrungen und haben sieh über dein 
Senkungsfeld ausgebreitet. Diese von Sness^), im Anschlu.-^s an 
Abich ausgesprochene Behauptung ist mit den allgemeinen tek- 
tonischen Verbal tni.ssen des kaukasischen Isthmus zusammen 
zu betrachten. Auf dem kaukasis( Iten Isibmus hat die Scbaarang 
zweier grosser Gebirgss^'steme des Iranischen Zages mit dem 
Tauiischen statt und bedingt gewaltige Störungen auf dem 
Schaarungsfelde. In dem westlichen Teil der Festlandsbrücke 
herrscht das taurische Streichen SO — NW iu den pon tischen 
Gebirgen vor, die letzteren brechen an der 0— W verlaufenden 
Trialetkette ab. Das Meskische oder Suramgebit^e, die Wasser- 
scheide zwischen Pontns und Kaspi, die den grossen Kaukasus 
mit dem sfldlich gelegenem Armenischen Hochlande verbindet, 
streicht SW — NO und stellt einen granitischen, dem taarischen * 
System angehörigen Horst dar. 

In dem von der Iranischen nnd Taurjschen Bichtung ein- 
geschlossenen Winkel liegt die ausgedehnte vulkanische Ar- 
menische Hochüftche von Achalkalaki, Alexandropol. 

Von ihr östlich herrscht das Iranische Streichen, aber es 
sind dieselben Folgen der Schaarung, die auch liier einen Teil 

') Wrgl. (Uo Talt'l mit Proiileii. 

•j 8 u e s 8 , Aüthtz der Krde, pg. 3ü2. Bd. J. 



— 188 — 



des Landes in die Tiefe gesenkt haben nnd die vnlkaniscbe 
Decke sich ausbreiten liessen. 

In dem Earabagh ragen anf dem vulkanischen Platean ver- 
einzelte kleine sediment&re Schollen ans den vulkanischen Gestei- 
nen hervor, im fibrigen verlaufen die Grenzen der jungen Eruptiv* 
gesteine unnnterbrochen und folgen auffallender Weise zwei Fluss- 
thälern, dem der Akera im Norden und des Berkuschet im Süden. 

Der Umstand, dass auf den Abicli'scben Karten Fluss- 
thäler vielfach Formationsgrenzen bilden, könnte davon ab- 
halten auf den einzelnen Fall grösseres Owicht zu le^en, 
doch bewiesen mir unsere Exkut siduen in das Thal des Berku- 
schet und der Akerii ilic Uichtiukt^it der A b i i- li'ischen Reo- 
b;lchtun^!• und zwingen zu dem Scliluss, dass die beiiU'n Tiial- 
länle g'eologisclien Stt">rungsliuieu entsprechen. Ohne jede 
Kenntnisnalmie des geobtf^ischen Baues würde längs der Aker?i 
und dem Berkusrhet der Unterschied zwischen dem Plateau- 
lande mit ;«einen stumiden kegelförmigen Bergen und den von 
Norden und Süden herantretenden Kettengebirgen auffallen. Das 
Studium der Gesteine aber lebrt, dass die Laven auf jenes 
Plateauland beschränkt sind. 

Den Nachweis einer grossen Senkung giebt Abich in der 
geoldfri^f hen Schilderung des Chustupdaghs, Trapassar-dagh 
und der Umgebung Alikulikents. Dunkle siciliöse Kalkschiefer 
mit Orbitulinen des Cenomans stehen an dem Chustup-dagli mit 
2626 m Hübe an, nördlich davon bilden Kalke des Neocoms 
und der Dicerasschichten ein Gewölbe, jene Cenomanschichten 
aber erscheinen wieder 1220 m Qber dem Heer bei Alikulikent 
als der gesunkene Ostflßgel des Trapassarkalkgewölbes. 

Weiter im Sttden geben sich starke Gebiigsstörnngen in 
^ dem raschen Wechsel der Streich- nnd . Fallriehtnngen der 
* Schichten zu erkennen. Es treten auf der kurzen Strecke von 
ca. 20 km zwischen Migri und Ordubad krystallinische Gesteine 
Syenit nnd Granit in zackigen Felsformen, plumpe dioritische 
Grfinsteine und Konglomerate, fast horizontal lagemde graue 
Kalke nnd schwarze Schiefer mit AHammfla (jtgantm d'Orb. 
und Artarouclla obtusa Zek. etc.. endlich gefaltete Eocänscbichten 
und Basalte zutage. In Ordubad st llist gewälirt die ca. 10 m 
hohe Wand am NoribMi des ,.Arnienis( beii Boulevards" ein 
hübsches Miniaturbild von Öchichtslörungen, Faltungen und 



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— 189 — 



Verwerfaiigeii innerhalb gelbgraner Mergel- and Sandstein- 
Schichten des Terti&rs (?). — Im Osten des Karabagh bei dem 
Kosaken posteu Bartas beweist die Lagerung einer NW— SO 

streichenden, fast saiger gestellten NeocomschoUe mit Tojrnster 
comphuwtn das Durchgehen von Störungen durch das Gebiif^eJ) 
All tleni Nordfuss des Karaba}2;li vermitteln Vertikal- 
verscliiebungen den Abfall des Aniiuüischen Hochlaudes isur 
Kaspisteiipe bin. Bei Mt l ikent^) folgt ein duleiitii<cher Durch- 
brnch durch cino Antiklinale einer NW— SO streichenden Ver- 
werfiinjr. ■\velclie Jurascliicliten neben obere Kreide le^te; 
ähnliche Verliiiltiiisse habe ich eine Meile nürdifstlicli von diesem 
Punkt beiiharlilt't. Auch hier streicht ein ernjitiver Oang 
parallel einem NW— SO verlantenden S|)run(!:e. Ks machen sich 
demnach am Hände des Karabagh sehen (lebirges dieselben 
streichenden Yerweifuugeu gellend, wie im sentralen Teil des 
Landes. — 

Von Tiflis nach Schuscha. 23. Aprii. Man benutzt 
die Bahnstrecke Batum— Baku bis Jevlach, von hier die Post- 
verbindung, deren Endziel Qerjusy im zentialen Karabagh ist. 
Nachdem man rasch an den Ausläufern der trialetischen Kette 
Torflbergefahren ist, tritt die Bahn in das offene Flachland der 
Enra ein. Anf den flppig grflnen Wiesen 'weiden Pferde, Schafe 
und Rinder, halten streifende Tartaren flüchtige Rast. Merops 
apiasUr mit seinem prächtigen Federkleid ist hHuflg; nm die 
BahnwftrterhftQschen flattert mit lautem Geschrei der Star. 
Vor Poiti ftberachreitet die Bahn den Enr, der in viele Arme 
geteilt, mit gelbem schlammigen Wasser zwischen dem jungen 
Orfln der Obstbilfime nnd Gräser dahinfliesst. Wir nähern uns 
mehr dem Gebirge, das von der Ferne dnnkel nnd bewaldet 
erscheint. Über trockene Flnssbette hinweg, vorfiber an einer 
isoliert stehenden Kalkklii»pe mit steilgestellten Bänken wird 
Elisabethpol erreicht. Meine Hoffnung, hier Herrn Jäger, den 
Besitzer des nenen Xuphtawerkes, in der Niilie der Stadt zu 
treffen, wird getiurscht. ich setze daher die Kei.se nach Jevlach 
fort, den Besuch des Naphtawerkes verschiebend. 

') Au dies, (las untere Araxestbal treffendcu VerwerfllDgeu scliliesst 
sich im WestLii das .Sf ukuiigsfeld der mittleren Araxe^j-tnfe a«, aut ileren 
nürdlichen und siidÜLhcn Bnicbräuderu der Alagüs uud der Ararat gelegen sind. 

•) Abich, (ieoi. Beob. p. 78, 



— 190 — 



24. April. Flinke Phaetons yerbinden die Stadt mit dem 
Ddrdlich gelegenen Bahnhof. Zar bestimmten Stande frQh nm 
5 Uhr war mein Wagen vor dem Hotel d*Earope ond fahr 
mich aas den niederen Hütten Elisabethpols nnd den prächtigen 
hohen Platanen der Stadt hinaus in den fHschen Frfihlings- 
morgen, dessen Luft nach Blüten dnftete. Ich benutzte den 
von Tillis eingelaufenen Nachtzng zur Weiterreise. Wir (liu < li- 
fuhren die Steppe, dieselben Bilder wie t;ig> zuvur zi» lien vur- 
liber. — Am TosLschalter in Jevlach unterhandelte ein grosser 
breiUcliulteriger Tartare in giüiieni und violetten Obei kleide 
über die Faln-t nach Scliusclia. Der jnnge Mann neben ihm 
mit (lern trleichoi Prolil wie der Altr. mir statt des Vollbartes 
mit einem kleinen Sclniin harte <(osclimiii kt, ist sein Sohn. Wir 
werden einig ans in die Kosten eines Postkarrens nach Schuscha 
zu teih^n nnd legen den Weg von ( twa 100 km in der Tvuft- 
linic, in Wirklichkeit eine fast zweitägige Fahrt mit 10 Rubel 
für jede Partei zurück. — Mouradofl', so heisst mein Gefährte, 
ist Kaufmann in Schuscha, hat in Tiflis Geschäfte gemacht 
nnd möchte um die Welt gerne wissen, welche Zwecke ich 
nnn eigentlich in Schuscha verfolge. Er forderte mich auf, in 
seinem Hause zu wohnen, einem sehr schönen Hause. Der 
Kreischef, den icli aufsuchen wolle, sei über Land, also möge 
ich Ton seiner Einladung Gebrauch machen: „Mein Haus sei 
Dein Haus.** Ich druckte so gnt, als es mir in der russischen 
Sprache möglich war, meinen Dank aus and hatte gleich da- 
rauf Gelegenheit ihn anch zu bethätigen. Der Alte sitzt un- 
bequem anf seinen Kisten und Kasten and gerne willfahre ich 
seiner Bitte mit ihm meinen etwas besseren Platz zu Ter- 
tauschen. Segnal MouradofT, der Sohn, vertraut mir an, dass 
er etwas französisch könne, dann ziehen die Pferde wieder an, 
Segnal setzt sich neben dem Kutscher zurecht, die Unterhaltung 
ist fftr einige Zeit unterbrochen und die Eindr&cke der Steppe, 
die wir bei bedecktem, wolkigen Himmel und drückender Luft 
rasch durchfahren, werden lebhafter aufgenommen. 

Das niedere Gebäude der dritten Haltestelle ist erreicht, 
wir zahlen die letzte Strecke, aus dtm Hofe wird ein neuer 
Wagen hervor;:(ezogen. der Kutscher bringt drei frische Pterde. 
Ein meiklicher Hunger macht sich mir geltend, und gerne 
nehme ich von meinen Freunden ein StUck Brod und Käse, sie 



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— 191 — 



dafür mit Tliee entschädigend, zu dem man uns aus dem Post- 
hanse den Ssamowar and die Gläser reichte. 

Abends 7 ühr an einer weiteren Station angelangt, erkl&rt 
nns der Postbeamte die Fortsetzung der Reise heute fttr un- 
möglich. Der Chatschin-tscbat ist stark angeschwollen, in der 
Dnnkelheii werden Mann und Maus ersaufen. In dem Gast- 
zimmer des Posthanses stehen zwei Holzpritschen, in die wir 
nns teilen. Ich schreibe kurze Notizen ttber meine Erlebnisse in 
mein Tagebuch und lege mich dann, wie MouradofT und Sohn es 
schon gethan haben, halb entkleidet in meiner Burka schlafen. 

25. April. Hit der ersten B&mmernng sind wir munter 
und durchfahren bald den während der Nacht wieder gefallenen 
rjiatschinbach. Die Berge des Karabagh treten näher; bei der 
Station Schach-bulach stehen mit nördlichem Fallen der Schichten 
die ersten Erhebungen an. Zwischen den Bergen hebt sich die 
Thalsohle nnr wenig. In Chodshali gfebt ein kurzer Aufenthalt 
Gelegenheit Schnecken und kleine Käfer zu sammeln. — Vater 
Mouradoff schmerzt der Rücken, statt des Postkai iens mieten 
^vir (lalier für dip letzte und schwierigste Strecke einen Tarantass 
mit r>ehne und Federn. Fünf IMVide werden vorgespannt. Es 
gilt unter Wind und Regenscliaiu-i n auf das ir)r)Oni hohe Plateau 
der Stadt Schuscha zu kumnien. Zeitweise lichten sicii die 
Wolken, die es in der Höhe uuijagen. das Plateau wird sicht- 
bar „ein Bollwerk, das Natur für sich erbant" mit -Mauern und 
Türmen von Menschenhand befestigt. Umspült es auch nicht 
wie das stolze Albion die silberne See. s-o nniflntet es doch von 
allen Seiten ein wogendes liUftmeer an seinen steilen, an- 
scheinend unersteigbaren Abfällen. Nach Norden dacht es sich 
allmählich ab und von hier bezwingt es in zahlreichen weiten 
Windungen die neue Poststrasse. Die alte führt in geraderer 
Linie aufwärts, ist aber für Gefährte unpassierbar. Die Spi en- 
gungen längs der Strasse haben interessante geologische Auf- 
schlfisse geschaffen, in welchen die Wechsellagerung von Kalk 
mit Eruptiv- und Tuifgesteinen, die Eon takte und so weiter 
gut zu verfolgen sind. Ich gehe zu Fuss neben dem Wagen, 
der nur langsam yorankommt, nm zur grossen Verwunderung 
der Reisegefährten keine der grossen Schnecken zu ver- 
lieren (HeUx tauriea), die ab und zu an den nassen Felsen 
sitas^. 



— 192 — 



Abends 4 Uhr ist unser Ziel erreiclit, ich begebe micli 
der erhaltenen Einladung folgend in das Haus des Kreischefs. 
Hen' Dubrowsky ist in der Tiiat über Land, (I'm Ii werde ich 
von der Dame des Hauses empfangen und bald darauf in 
liebenswürdigster Weise in einem grossen Zimmer des alten 
Hianschlosses einlogiert. Ohne diese (Gastfreundschaft wäre 
der Fremde in Schuscha in grosser Not. Zwar besitzt die Stadt, 
welche 40000 Einwohner hat, auch ein Gastbaus, das jedoch 
wenig den Bedürfnissen entspricht, wenigstens nach dem Urteil 
eines nntemehmenden Wiener Kaufmannes und seiner jungen 
Frau, der Karabagher Teppiche an der Quelle kaufen wollte. 
Seine Eindrücke, die er mir in Tiflis Yor meiner Abreise 
schilderte, Hessen mir die Hauptstadt der Chane als die denk> 
bar unwirtlichste, wegen ihrer Bewohner verrnfenste, von der 
Natur mit allerlei Schrecknissen, wie unglaublichen Gewittern 
nnd Stürmen heimgesnchte Gegend erscheinen. 

Schuscha ist noch ganz asiatisch und originell wie in 
seiner Lage so in seinem Bau. Die wenigen Europäer oder 
Gebildeten, welche sich aus der Polizeibehörde, den Ärzten, 
dem Apotheker, den Lehrern de^ Gymnasiums, einigen Kaiif- 
leuteii u. s. w. rekrutieren, verschwinden in der Masse der 
einlH'imischen Bevölkerung. — Von einem europäischen Stadt- 
teil wie in Tiflis kann nicht die Rede sein, die ganze Stadt, 
die sich an dem iiadi SHden ansteigenden Plateau aufbaut, 
hat ein Gepräge. Die Post wird zweimal in der Woche expediert, 
auf der einzigen Verbindung mit der Kultur, der Poststrasse 
nach Je vi ach 

Was nun den Charakter der btadt, ilir industrielles und 
geschäftliches Tjeben betrittt, so hat dies Kiulde in dem Be- 
richt Uber den Karabagh ansfl\liilicii beschrieben, so dass ich 
nur weniges, was aui mich einen besonderen Eindruck machte, 
erwähnen will. 

In den engen Strassen stehen die hohen oft mit Gallerien 
und Baikonen verzierten massiven Steinhäuser mit ihren ver- 
gitterten Fenstern und dem schrägen Dach. Das Pflaster ist 
durchweg schlecht, Trottoirs sind meist gar nicht vorhanden 
oder doch so schmal, dass zwei .AI« nschen sich kaum ausweichen 
können nnd so hoch, dass ein Fehltritt gefahrvoll ist. Als ich 
ankam hatte es stark anhaltend geregnet, und in den Strassen 



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— 193 — 

stand der Schlamm stellenweise so hoch, dass mich die Diener, 
welche mich auf ^^'unsch meiner besorgten Wirtin stets be- 
gleiteten, auf dem Rücken übersetzen mussten. Fahrten im 
Wagen sind geradezn eine Unmöglichkeit Einmal vertrauten 
wir uns der Damen wegen, da der Schmatz in den Strassen 
farchtbar war, einem der zwei oder drei vorhandenen PhaStons 
an; wir mnssten nns krampfhaft an dem Sitze und an den 
Lehnen anktammem, in der steten Furcht herausgeschleudert 
zu werden oder umzukippen. Wenn man nicht ein eigenes 
Reitpferd besitzt, so geht man am besten zu Fuss, abends 
I&sst man sich von den Dienern mit Laternen abholen, da die 
mangelhafte Strassenbeleuchtung zum Auffinden der gangbaren 
Stellen nicht ausreicht. — Ich schien mir auf der Strasse 
immer der einzige Europäer zu sein und als solcher auch 
die Aufmerksamkeit der anderen Passanten zu fesseln. — Das 
regste Leben ist auf den Bazaren; es besteht ein armenischer 
Bazar im unteren Teil der Stadt und ein tatarischer im Centrura. 
Letzterer wird auf einem ruiukn Platze abgL*liHltt*ii. in dessen 
Mitte ein Bniniien steht. Um diesen herum stt hcii und lagern 
Kaineele, welche .^cliwf^ie Steiiksiilzliuluiigeii Vtuu Aiaxes her- 
j^eschleppt haben, daneben ruhi^ die Pferde und ^Maultiere der 
KäutVr und Verkäuter. Kin jun^n i ]\ronsch, dessen pri»i)«irtiüuierter 
(iliederbau au<Oi in seineu LunipfU zur (teltunp; kommt, treibt 
mit den verschiedenartigsten Zürnten eine Ht erde kleiner Jl.^el 
herbei, alle schwer bepackt mit langen IMindeln von Reisig. 
Armenier, Tataren und Perser bieten ihre Waaren ans. In 
der Thür seines Duchans steht ein kleiner dicker Armenier, 
dessen rotes Gesicht mit den verschmitzten Au^en lebhaft mit 
dem schwarzen fettglänzenden Anzug kontrastiert. Dasselbe 
Oesicht scheint später wieder und wieder aufzutauchen, hier in 
dem dumpfen Gewölbe, dort auf der Strasse: so drängt sich 
dem ungeübten Auge oft ein Typus der fremden Nation auf und 
verwischt fast die Merkmale des Individuellen. Noch schwerer 
war es mir, unter den armenischen oder grusiuisclien Frauen 
in ihrer Nationaltracht eine von der anderen zu unterscheiden, 
wenn ich sie nicht nebeneinander sah. — Die Tataren tragen 
den Armeniern gegenfiber vielfach lebhaftere Farben, gelbe, grüne 
oder violette an ihrem Kostüm. Ihr ruhiges Gesicht mit den 
starken Zügen ist entweder rasiert oder von dem Vollbarte 

13 



— m — 



umrahmt, der häufig wie die Fingernägel grellrot gefärbt ist, 
80 bei jenem alten Hann, in dessen von tansend Fältchen dnrch- 
fnrehtem Gesichte tief die matten Augen liegen, und der dort nahe 
dem Buchau seine Schätze möglichst verlockend zum Verkauf 
ausgeboten hat. Von Esswaren wird vor allen Dingen Brod ver- 
kauft, hier der tatarische Lawasch dort der grusinische Tschurek, 
dann der scharf gesalzene Käse und die bei den Bussen wie 
Eingeborenen beliebten Kräuter wie Mttnze, Dill, Lauch und 
Kindsha. Butter ist auf dem Markte nicht zu sehen, sie ist 
Oberhaupt in Schuscha eine Seltenheit, nur die tatarische 
Bevölkerung bereitet sie und verdirbt sie häufig noch durch 
Mischen mit Fett. Früclit«, vor allem Melonen bildeten Ende 
Juli einen Hauptartikel. Von den Geweibserzeugnissen sind 
es die Tepiat he, die den Fremden zum Kaufe reizen, die man 
wegen ihrer Wohlfeillieit und Schönheit auch in allen Häusern 
tiirtr, sei es, dass sie Uber die grossen Sophas gedeckt sind, 
oder die Wände und den Buden schnüicken. Den weiiiirt'n 
Gebildeten bietet Srhusrlia natiirlicli niclit viel Anregiuig. 
Ein Circus nahm zur Zeil das Interesse der Bewoliner sehr 
in Anspruch. In dem .Armenischen Clnb" spielt man des 
Abends Karten, kann man russische Zeitungen lesen und dort 
wird auch von Zeit zu Zeit eine Abcndunterliallung, ein Tanz 
oder eine Liebliaberauffiihrung veran.^tallet. Europäische und 
asiatische Musik, Franeaise und Lesghinga konkurrieren. 

Der erste Exkursionstag. Der Gehilfe des Kreis- 
chefs hatte mich in jeder Weise unterstützt, für Pferde und für 
Begleitung, die leider kein Knssisch geschweige denn Deutsch 
verstand, gesorgt, so dass ich am 29. April von Schuscha auf- 
brechen konnte. Schien es schon weisen des Ansclilusses an die 
Abich'schen Arbeiten geraten mit dem Nordostfuss des Kara- 
bagh zu beginnen, so zwang dazu jetzt das in Schuscha und in 
dem höheren westliehen Gebirge herrschende sclilechte Wetter. 
Anders als zu Pferde kann man dort zu Lande nicht reisen, 
man ist auf die Bevölkerung angewiesen, und diese wQrde es 
an Respekt fehlen lassen, käme man zu Fuss neben den be- 
rittenen Dienern. Man mietet daher am besten Pferde, eines 
für das Gepäck, das zweite unter Sattel ; der Besitzer geht zu 
Fuss mit und hat die Sorge für die Tiere. Der Preis fftr ein 
Pferd beträgt 1—2 Rubel pro Tag. 



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196 — 



Zusammen mit dem Friedensvennittler Herrn D.« der in 
Wiesbaden seine Erziehnng genessen hatte, nnd den die Hen- 
sclireckennot in das Araxesthal rief, ritt idi anf SJschischkent 
zo; raein Begleiter in seiner dunkelblauen mit Silber besetzten 
Uniform anf einem Schimmel, mit ihm sein Dolmetsch nnd seine 
Diener, ich mit meinem Momentapparat am Sattelknopf, meinen 
Hämmern nnd einem ziemlich flberflttssigen Revolver im QQrtel, 
zuletzt meine Leute nnd das Gepftck. 

„Wie, Doktor*', meinte Herr D., , wenn man Sie von Frankfurt 
aus jetzt sehen könnte, oder wenn meine Kollegen in Wiesbaden 
eine Ahnung davon hätten, wie man hier im Lande lebt!* Nach- 
dem wir am Nordgehäiige des Plateaus abwärts geritten, die 
Schlucht von Daschalta überschritten und in rascherem Trab 
über die mit Lehm bedeckte Höhe zwischen Schnscluikent und 
Kischischkeiil 'j gelangt waren, trennten wir uns auf cm W ieder- 
sehen im Araxestlial. Mein Ziel war der steile Kalkrftcken hinter 
Ki.schischkent. Dort, wo das l).»i-t lag. kaum sii-htbar, so ver- 
wachsen mit dem Abliaiig. unterschied das Auge zwei B^arbeo, 
das (Tran des Bodens und der Häus»^r und dazwisflien das Hot 
der Kleider der in <Triij)pen vpreinigleu Frauen des L>nries. 
Bei unserer Annäherung Idsten sieh jene Men^jfdieTiknänel. sclieu 
wurden die Gesichter mit dem Tuch verhiUlt. Kiner der wenigen 
anwesenden Männer — die anderen waren in das Araxesthal gegen 
die Heuschrecken ausgezogen — führte nns zu dem .\ltesten. 
Während ich im Hofe wartete, Hessen lebhafte Vorbereitungen 
bald erkennen, dass ich in seinem Hanse einiiuartiert werden 
sollte; alles Überflüssige ein Schaf, eine Wiege, Bettzeug und 
Teppiche wurden In ran<gesphafft und schliesslich drangen dicke 
Staubwolken aus 1 r Thür. Das niedere rechteckige Häuschen 
mit dem flachen £rddach hatte nur ein einziges Gemach. Eine 
Handbewegung meines Dieners bedeutete mir die Beendigung 
der Vorbereitungen. Auf den Boden waren einige Teppiche und 
ein «Kissen gelegt, auf denen ich mich, da kein anderes Höbe! 
vorhanden war, niederliess. Nur wenig Licht fiel durch die 
kleinen vergitterten Fenster. Nach etwa einer Stunde brachte mein 
Diener auf einem wageni*adgro8sen, verzinnten Kupferteller Eier, 
Dickmilch, Käse und tatarisches Brod, die Dinge, die anf der 



>) Der Käme Kiachiflohkent wiederholt sieh hn KarabAgh. 

13* 



— 196 — 



weiteren Keise nnsere regelmässige Nalimiig wurden, denn nicht 
jeden Tag war ein Huhn aufzutreiben und das Schlachten eines Ham- 
mels erforderte noch mehr Zeit und Umstände. Noch ein Glas TJiee 
und die Arbeit au dem bei dem Dorfe anstehenden Kalke begann. 

Der lithograp 1) i sehe Kalk von Merikent. Die 
niedere WassersditMde zwisclien Kelus-t.^cliai und Kjundt'ljan-sii 
bei dem Orte Äch-bulai Ii wird von schueeweissen, in dünnen 
Platten aufeinander ofepackten Kalken j^ebildet, die an die nahen 
senonen Plattenkalke Abich's von Meiikent und Giillaply er- 
innern. Ich verfolgte den Kalk von Ach-bulach Uber Achkent 
bis Dagras im Norden und fand ihn im Anixestlial wieder, wo 
er nahe D.^liebrail die letzten flachen Ausläufer de? Gebirges 
nach Süden zur Hbene hin bildet. Immer ist charakteristisch 
die schnee weisse Farbe, der ui uschiig splittrige Bruch und bei 
der grossen Fossil arm nt das Vorkommen von schlecht erhaltenen 
Inoceramen. Der Plattenkalk von Merikent hat eine technische 
Bedeutung, indem er sich zu lithograi>liischen Zwecken ver- 
wenden lässt Nach dem Urteil eines Händlers in Tiflis steht 
er allerdings dem Solenhofer Kalke an (^Ute nach, er ist nicht 
80 gleichmässig in Härte und Korn wie jener, aber immerhin 
liefern die karabagh'schen Br&che brauchbares Material. Abich 
betont in einer längeren Betrachtung Ober das Vorkommen, dass 
mit dem lithographischen Stein auch Marmorlager wechseln, 
die man in Tiflis zu Täfelungen und als Platten verwende. 
Eine chemische Analyse ftthrte ihn zn auffallenden Resultaten, 
die auf die Entstehung des Meeresniederschlags tod Merikent 
ein eigentümliches Licht werfen. Der Kalk von Merikent und 
GüUapIy enthält 12,24—46, 4:3% Ca Si Os, der in amorphem 
Zustande in dem Gestein verteilt ist Die Erklärung hierf&r 
sucht Abich in folgendem: „Ich kntlpfe an die Vorstellung von 
der ürsprüDglichkeit ihrer von den sogenannten metamorphi- 
schen Einflüssen unabhängig gebliebenen Bildung die Annahme, 
dass die rings umschlos.'<en und V(»r stürmischen Beweguitgen 
geschützt gewesene Region des oberen Kieide-Meeres, innerhalb 
welcher die kohlensaureti Kalk ubsctzcudc Thätigkeit des ocea- 
nischen Elemcuts am Orte der heutigen schuscliiuisrhen Vorge- 
birge jedenfalls in gro.sser Ruhe vor sich ging, uoeh iui Jn^rt-ich 
der Wirkuiigsspliäre einer submarinen niclit weit entfernten 
eruptiven Spaiteuthätigkeit sich befunden hat/ 



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— 197 



Der Abfall des Karabagh zur Kurasteppe. An 

der Wasserscheide Kjundeljan-su Kelus-tschai treten, das Senon 
im Osten ablösend, grane Kalke in einem aufiälligen Felsbande 
za Tage. Von Ganggesteinen durchsetzt, streichen sie zu dem 
Dörfchen Gergir hin, dessen kleines schlichtes Kirchiein mit dem 
Kreuz ftber der Viernng ans ihnen erbaut ist. Wo die Ver- 
witternng gearbeitet bat, treten ans dem dichten oder kömigen 
Gestein viele Reste von Korallen hervor und bestärken die 
Annahme, dass hier der Kalk des Schnschaplateans wieder zu 
Tage tritt nnd bald darauf unterhalb des gegenftberliegenden 
Sus wieder verschwindet, um wiederum einer Zone der Platten- 
kalke zu weichen, die mit gerundeten Oberfl&chenformeni von 
weitem durch die kleinen weissen Splitter zwischen dem spär- 
lichen PUnzenwnchs erkenntlich ist. Das Dorf Achkent das 
gWeisse Dorf' ist aus den Platten gebaut, and es gewähren 
die wie viereckige Kästen aussehenden Häuschen einen sauberen 
Eindruck. Ich war erstaunt zu sehen, dass Karakent das 
„Schwarze Dorf"^ auch auf den weissen Kalken stand. In nord- 
ö:>ilicli«r Richtung von Achkent IVntsclireitend hatten wir last 
das Niveau der Steppe eireiciii. als uns in der schroften Berg- 
form des Kys-Kalasi^i ein iVemder Sdiichtenkomplex entgegentrat. 

Ein K'tlirlipr, dickhankiger Kalk streicht mit nordiistlichem 
Fallen in noichv^stliclier Richtung liin, seineu SLeilabbruch 
nach Südwesten wciiilL'ntl. Zwischen den letzten Ber<rformen 
der Senuncn-Platlrnkalke und diesem stark mit ihren sanften 
Linien kontrastierenden Höhenzug tritt ein verwitterter dunkel- 
roter Porpliyrit zu Tage. 

Die petrograpliisclie Beschati'enheit des Kalkes ist mannig- 
fach. Die Mehrzahl der Bänke ist körnig, besteht fast nur 
aus Echinodermenresten ; verwitternd bilden sie dem Granit- 
grus ähnlich aussehendes Material ; andere Schichten sind fein- 
oder zuckerkörnig und weiss. In dem ganzen Komplex findet 
sich in etwa 0,1 ni dicken Platten roter Hornstein. Die 
paläontologischen Reste sind sehr mangelhaft und gestatten 
noch keinen sicheren Schluss auf das Alter. Am häufigsten 
sind keulenförmige Seeigelstacheln, kleine Brachiopoden, Tere- 
bratein, Rhynchonellen nnd Terebratulina. Von Zweiscbalem 
fanden sich einige schlechte Reste von Pecten, Exogyra, 
Nucula, 



Der Kalk des Eys-Kalassi und der ilin begrenzende Per- 
phyrit erstreckt sich etwa 10 km nach NW. und nähert sich 
80 der von Ah ich beschriebenen StOrnngslinie von Pyrdjamal 
und Aransamin. Die Mächtigkeit der Verwerfung am Kys-Kalassi 
zwischen dem Senon und dem dickbankigen Kalk hängt davon 
ab, ob man den letzteren als Neocom oder als Jura ansprechen 
wird. Bei Pyrdjamal und Aransamin sind Tnron und anf- 
lagerudes Senon gegen obersten Jura vei worfen, und es liegt 
nahe bei der Nähe beider Vorkommnisse, bei ilei petrogra- 
phischen Ähnlichkeit, welche der Kalk vom Kys-Kalassi mit dem 
oberen Jura im Xni den zeigt, endlich bei der gleichen Richtung 
beider Störungsliiiien tiue ^rlei( lie Sprunghöhe, also das Jura- 
Alter des Kalkes von Kvs-Kalassi zu vei muten. 

Xoidristlicli VMii (1(1- HidiP des Kys-Kalassi breitet sich die 
Kaspiebene bi^ zu deni tVriien Horizont hin ans. In ver- 
schwommenen Linien hel eii sich aus dem Dunste des Flach- 
landes allmählich /u flaciien Midwüllen einige Züge empor. 
Die Farbe des Rodens ist braun und gelb; kleine Baumgrupiien 
fallen nur wenig auf. Der Unterschied in der Temperatur und 
in der Entwicklung der organischen Welt gegen die gebir- 
gigen Teile ist gross. Niederes blühendes Gehttsch, auf 
welchem reiches Tierleben herrscht, liefert eine gute Ausbeute 
fQr das Streifnetz. 

Der Schuschakalk. An Formationsglieder, welche in 
grosser Ausdehnung auftreten, bedeutende Mächtigkeit besitzen, 
oder durch selbständige charakteristische Bergformen ausge- 
zeichnet sind, knttpft sich ein besonderes Interesse. 8o fesselt 
uns der Kalk von Schuscha, der in grosser Mächtigkeit jenes 
eigentümliche Plateau bildet, dessen wir oben gedacht haben. 
Die Fahrt auf der Poststrasse, welche von Norden kommend 
in grossen Schleifen die Höhe der Stadt erreicht^ erweckt 
ausser der Frage nach dem Alter d^ Kalkes noch eine 
weitere Uber die Entstehung desselben und eine dritte, die 
ihn durchsetzenden Stürungen betreffend. Es wechsellagem 
die hellen Kalkschichten mit grünen bis schwarzen Tuffen, 
deckenf9rmig auftretenden Eruptivgesteinen und unreinen Sand- 
steinen, in konkordanter Auflagerung. Die geschieferten Sand- 
steine führen hier und da kuhlige Pllanzenreste. Beide, der 
Kalk und seine Einlagerungen, sind von Eruptivgesteinen 



— 200 — 

durchsetzt, die meut stockförmig in sie hineinragen, am 
Eontakt Botf&rbnng der Ealkschichten bewirkend, von den 
eingelagerten Taffen häufig nur darch die diskordante Be- 
grenzangslinie zn nnierseheiden. Anch ein kleines Intrnsiv- 
lager von kanm 2 m Länge ist an der neuen Strasse ange- 
schnitten, die Kalke sind im Hangenden nnd Liegenden schwach 
gewGlbt nnd rot gefärbt. Ab ich hatte die Vorstellung, dass 
zur Ablagerungszeit des Kalkes bereits Vertikalverschiebungea 
nnd Faltungen stattfanden und dass während jener Periode 
ErnptiYgesteine aufdrangen, zum Teil krystallinisch in Gängen 
erstarrten, sich zn Decken ausbreiteten, oder aber mehr 
oder weniger von dem Wasser verarbeitet und konkordant 
dem Kalke abgesetzt wurden. Nach seiner Meinung hatte 
das Plateau von Sclmscha zur obersten Jura- oder untersten 
Kreidezeit bereites die Grundzüge seiner Gestaltung durch 
starke Senkungen im Norden und Süden des heutigen Kalk- 
pfeilers erliallen. 

r)^r liäufige Wechsel der Kalk- mit den Tu t)s( lii( Ilten, 
sowie das Durchsetztsein dieser von Enii'tivp;esteiuen. die ilner- 
seits wieder Kono^lomerate und Breccien liiliren, zwingt zu dem 
Schluss fi.i-s walirend der Kalkpeiiode unterseeische Ausbrüehe 
stattfanden, niaehen aucli vertilvale 8cliwankungen des nodens 
sehr wahrscheinlich. Sji^jrren fol^^ert ans den betdjacliteten 
Diskordanzen zwischen dem Bathonien und dem Malm, \\ ie aus 
der Diskordanz zwischen Neocom und Gault-Aptien und zwischen 
Gault und Senon für Daghesian und ^somit für den ganzen 
östlichen Kaukasus", dass dieser „nicht ein Product von Be- 
wegungen der Erdrinde in dei* Tertiärperiode allei)t in könne*^, 
sondern vielmehr ein Resultat von gebirgsbildenden I'rozessen, 
deren Anfang schon in die Juraperiode fällt. Bei der Stadt 
Schnscha sind so alte Störungen nicht bewiesen, konkordant 
auflagernde mächtige Tuffmassen und Sandsteine füllen die 
weite Mulde, die die nördlich einschiessenden Kalke des Pla- 
teaus mit denen bei Kischichkent mit Sädfallen auftauchenden 
Schichten bilden. 

Der Kalk selbst variiert in seiner lithologischen BeschafTen- 
heit, er ist meist dickbankig, zum Teil grobkrystallinisch, zum 
Teil feinkörnig bis dicht, weiss- bis rauchgrau, nicht selten 
von kleinen grünen Knötchen erfällt. Die reinen Bänke liefon 



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— 201 — 

ein ausgezeichnetes Banmaterial, dem die Stadt Schaseba ihre 
originellen Steinbauten verdankt. 

Über das Alter konnte Abich keine sichere Entscheidung 
treffen, da er nur wenige nnd zweideutige Fossilien fand. Seine 
Bestimmnngen der Versteineriingen Yom Norden des Plateaas bei 
der .Festnng' Nerinm Mandekloki Bronn., RyTtehtmeUa pmguis 
Oppel nnd Terrbmhtla perovalis Röm. sprachen fttr Corallien, 
die Fände von dem SUdweststrande des Plateaus CaüafnopIMia 
Blain., Mmtliraltia Lam., Trochosmilia M. E. n. H., Caryo- 
pfiifUiu, Apioerinns, eine Tbr. sellu Sow. sehr nahe stehende 
Form, Ter, hippopoides and Tei\ lacumm schienen Neocom an- 
zadenten. Da das Neocom scheinbar nach Norden unter das 
Corallien einfiel, musste Abich zwischen beiden eine Stdrung 
annehmen. Ich fand nnn in den als Corallien^} bezeichneten 
Schichten Bänke reich an Brachiopoden, unter denen sich eine 
Rhifnchondh findet, welche der Rhyttrhonelta inconsians mit dem 
niedergezogenen Flügel völlig gleicht. Da ich dieselben Formen 
auch am SW.- Rande des Plateaus fand, und das gleichförmige 
Fallen der Hauke auf dem ganzen Plateau in Betracht zu ziehen 
ist, so glaube ich nicht, dass eine SLoruug die Schichten durch- 
setzt, sondern dass auf jene 3 nicht diarakteristischen Tere- 
bratelfonnen weniger Gewicht zu legen ist uiul der ganze Kom- 
plex nach dem Vorkommen der liiiijuck. inconsttins als Tithou 
zu betrachten ist. 

Ich enthalte mich aller weiteren Betrachtungen über die 
sich au das Auftreten dieses Hoiizontes knüpfenden Fragen, 
bis eine spezielle Bearbeitung der Fossilien erfolgt ist. — 

Exkursion na eh Da gras. Am 7. und H. Mai machte 
ich nochmals eine Exkursion in nordöstlicher Richtung yon 
Schuscha, um manches durch schlechtes Wetter Versäumte nach- 
zuholen. Die auf 8 Uhr bestellten Pferde waren um 11 ge- 
kommen, aus der halbgeöffneten Thttr ihres Zimmers wünschte 
mir meine liebenswfirdige Wirtin „bon Tojage* und erkundigte 
sich sorglich noch nach diesem und jenem. 



>) Dem Herrn Oynrnasialdirektor l^urasow, welcher «Icli für Geologie in- 
tereNiert und efaie AniabI foMiUttbrender Bänke in dem fonilamen Kalke kannte, 
verdanke ick es, das» ich eine Terhftltnismäsflig reiche Anahente wbielt. 



— 202 — 



Von dem Wege von Schuscha nach (Tarow, demselben, 
den wir einige Tage zuvor von D.shanüat zurlickgelegt 
hatten, gewinnt mau eine prachtvolle Aussiclit auf das Plateau 
von Schuscha. welche der der Slidseite von der Postsliasse 
nach Lyso-gorsk ihres weiteren Horizontes wegen noch vor- 
zuziehen ist. Eine genaue Wiedergabe des höchst auflälligen 
Plateaus ist von grossem Interesse, aber Photographien waren, 
obwohl ein Photograph in Schuscha sich niedergelassen hat, 
nicht zu haben. So mnssteu denn der Bleistift und mein kleiner 
photograpliischer Apparat das Ilirige thun. 




Fig. 2. Dm Platcan tob Schnsclia (1650 m) 

aus NNt > i,'e>ehen, ans einer Eiitfermiii^ von 5 km von Schuscha ; im Osleu 
die Scliluclit des Daschalta-tschai, im Westrii >\]o teilwfise verdeckte .Schhicht 
dei Kalafaia-tscli&i. Nach eiuer eigenen pLutugrapbi^icben Aufnahme. 



Aus einer l'jif t'crnung von .") km iibersieht man das Bild am 
besten: über das llariiwcdlige Land der eiuiitivsedinicntären Ge- 
steine erhebt sich in einer Breite von ungelalir '2 km sdir^'Ü das 
Plateau. Es erscheint von liici- auch nach Norden steil abzu- 
fallen, (die na( Ii dieser Kiciilung geneigten Schiclitthiciieu koniuieu 
aus der Ferne nicht zur (leltuug) im \\ esten und Osten aber 
ist es durch tiete spalteniihnliciie Thäler begrenzt, dort durch 
den Kalafala-tschai, hier durch die Schlucht des Daschaltabaches 
mit (b ni unter senkreckten Felswänden verborgenen DörfcUeu 
Dascliaita. 

Die er\\ .ilinte Strasse nach Lyso-gorsk gewährt den Blick 
auf die steile aber weniger hohe Siidt'ront des Plateaus. Es 



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— 203 - 

ist das Liegende des Kalkes, wekhes hier Erhebungen bildet, 
die die domiaiereiide Wirkung des Schaschapfeilers ein- 
schränken. — 

Einen dritten Standpunkt für die Erkenntnis des Plateaus 
bildet dessen hoher südwestlicher Rand selbst; von hier Über- 
sieht man die Plateautlilche und die Stadt, die sie fast voll- 
ständig bede« kt : von überhängenden Felsplatten blickt mau 
Uber die schwindliche Tiefe, deren Wirkung durch den Steil- 
abstnrz noch vergrössert wird, hinweg auf die omgebenden 
Berge der NW— SO vorUberstreiehenden Kette des grossen 
Kirs, nnd erblickt im Nordnordosten anch jene Punkte, von 
welchen die obige Ansicht des Plateaus genommen ist. 

Im vollen Glänze der Mittagssonne machte die Landschaft 
einen anderen Eindruck als im Wolkenmantel des 2d. April. 
Die duftenden blühenden Gebüsche hingen voll von Cetonien 
nnd über den Wiesen lebte nnd webte es. Der Abend erst 
sollte uns erfrischende Erlösung bringen. In den Nachmittags- 
stunden hatten wir das Th&lchen von Garow erreicht, wo 
die Bänke eines roten kdrnigen Kalkes zu beiden Thalseiten 
mächtige Stufen bilden. Im Eifer der Arbeit, dem Streifen mit 
dem Netze auf den blühenden Sträuchern, waren wir von 
dem richtigen J'fade abgekoniiiieii und mühten uns ab, die 
ri'eiile Uber die Felsen hinüber zu führen. Die Schwüle in 
der Luft wiw liei saldier Beschäftigung unerträglich; endlich 
biii ^.seii wir auf einen be(|uemen Weg. Noch ehe wir die arm- 
seligen Hüttt ii des niii listen Ortchens erreichten, wurde es 
dunkeb und am ganzen Horizont zofjren Gewitter auf. Wir 
baten uns, bei den Häusern an<?ehuij^t. einen Führer aus; 
einer der Männer warf sich seine Flinte über die Schulter 
und führte uns aut dem schwierig]: zu gehenden Pfade Spät 
wurde Malabeili erreicht, und nach langen Unterhandlungen 
ein Unterkommen gefunden. 

8. Mai. T^nmittelbar bei dem grossen Dorfe Malabeili, 
(zwischen Schuscha und Cliodshali gelegen, auf der tlbersichts- 
karte nicht angegeben) stehen dieselben Kalke an, welche das 
Thal von Garow bilden, nnd die mit dem Kalke vom Kys-Kalassi 
zu identifi eieren sein werden. Die Kalkberge sind schon aus 
der Feme leicht zu erkennen, sie zeigen stufenförmige Absätze 
an den Gehängen, infolge der Aufrichtung der dicken Bänke. 



— 204 — 

Ich verfolgte die geologischen Verhältnisse bis Dagias, und 
kehrte über Garow nach Schuscha zurück. 

Hier war am 11. Mai Dr. Radde angekommen und es 
wurden die gemeinsamen Ezkarsionen nach Chodshali und Lyso- 
gorsk ausgeführt, Uber welche Dr. Radde in seinem Berichte 
Mitteilang gemacht hat. — 

Von Schuscha uacli Dschebrail. Am 10. Mai biaclien 
wir zu zweimonatlichen Streifzügen von Schuscha auf und wen- 
deten uns zunäclist der Südostecke des Karabaf^lis zu, eint-m 
üebiet, das von einem (ieologen noch nicht bfiührt war. Das 
Relief des südostlichen Karabat^rh l>t stimmend, zieht vom Terter 
her in nordwestlicli-südö.sUit:lier liichtuiig in einer Länge von 
80 km die nurdlii he Karabaglikette hin. Sie beginnt mit dem 
Circnsgebiige des Tali-dagh und Muchtokjan (81)22 ni\ slidlieh 
von Schuselia trägt sie den 2700 m holien ki yslallinischeu 
Kirs und erhebt sich hart am Knude der Araxessteppe in dem 
Siarat') uoci» einmal zu 241)4 m. Nach Westen entfallen ihr 
zahlreiche Nebenflüsse der Akera, während sie nach Osten 
unmittelbare Zuflüsse des Araxes speist. Vom Gipfel des 
Siarat fällt diese Kette auf eine Entfernung von 15 — 20kin 
bis Dshebrail etwa 1800 m, um von hier in lang gestreckten, 
waldlosen jungdiluvialen Hügelreiben zur £bene zu verlaufen. 

Wir ritten von Schuscha in südöstlicher Richtung Ober 
das durch viele kleine Bäche in breite, gerundete Rippen zer- 
teilte Nordostgehänge des Qrossen Kirs. Gr selbst blieb zur 
Rechten liegen, indem wir die Besteigung auf den Juli ver- 
schoben, wann der Schnee, der jetzt noch reichlich zwischen 
den schwarzen Felsen lag, verschwunden sein würde. Der 
Schuscha-Kalk, der bei dem Dorfe Schuschakent von Eruptiv- 
sedimentärschicliten abgelöst worden war, erscheint in .schrolleu 
Felsengipfelu nalie bei Signach. Mit Tuffschicliten wechsel- 
lagernd, von GüHgt:ii oder Stöcken diabasartiger Gesteine 
durchsetzt, zieht er sieh nach Osten weiter. Klaeii liegende 
Schollen nehmen an dem Bau der Thuläohle Teil und werden 



*) Siarat ist ein auf dem Armenischen Hochlande mehrfach Torkon* 
mender Name. 



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- 206 — 



bei Tagawart in engem Bette von einem Bache durch- 
schnitten, steil gestellte bilden die Zacken der nächsten 
hohen Gipfel. 

Auf der weiteren Reiseroute war es mir nicht möglich, 
noch einmal mit absoluter Sicherheit den Schuscha-Kalk nach- 
zuweisen ; zwar traf ich Kalke, welche lithologisch mit jenem 

übereinstimmten, aber dies kann nm so weniger {genügen, als 
z. B. in der Kreide dos Karabagh auch die dickbankigen ranch- 
IL^nuien Kalke vorkommen, und es bei der sehr wechselreichen 
petrographischen Ausbildung gleichaltriger Schichten zweifelhaft 
ist. ob der ]Ii»i izout des Schuscha-Kalkes über grössere Strecken 
kalkig entwi^ keil ist. Am OsUibliange des Tugberges liegt das 
Dorf Tug, unser heutiges Nachtquartier; die rötlirlieii Bänke 
des körnigen Kalkes mit den auswitternden Horiistt'inlagern 
stellen nach Norden 2;eiiei<rr uiil den südlich fallenden Schichten 
bei Tag eine kleine Mulde dar, die von dem IsnUcbantschai 
dui'chflossen wird. 

20. Mai. Heftige Regen Hessen uns nur die kurze Strecke 
bis Dumi zurücklegen, und straften jeden Versuch, wenigstens 
in der nächsten Umgebung etwas Umschau zu halten, t'ber 
den grünen und bei der feui hten T.nft herrlicli duftenden Gärten 
in der Tiefe des Thaies liegt das Dorf auf der linken Seite 
des Dumibaches auf dunkel verwitt» rnden Diabasfelsen. F^ben- 
solcbe bilden die Felsköpfe, die Dorf überragen, aber heute 
nnr zuweilen unvollständig zwischen den sie umwallenden, 
umzansenden Wolken und Nebeln znm Vorschein kamen. Das 
Gestein, von Chalcedon* und roten Jaspisadem durchsetzt, wird 
in mehreren kleinen Gruben gewonnen, sodass wir frisches 
Material mitbrachten. 

21. Mai. Auch unsere heutige Tour, die uns von Dumi 
nach Agdshekent führte, war gerade auf der interessanten Strecke 
dem hohen Passwege am Siaratgipfel vom Wetter wenig 
begünstigt. Bis zur Annäherung von wenigen Werst an die 
Eammlinie blieben wir in eruptivem Gestein, dann traten in dem 
von verwahrlostem Hochwald bestandenen Gebiet vielfach steil- 
gestellte, im Streichen oft wechselnde Schiefer zu Tage, bis 
wir jenseits der Baumgrenze, die etwa bei 2030 m lag, in 
dem obersten Teil des Dumi-tschai-Thales wieder Kalke das 
ganze rechte Gehänge bilden sahen. In Nebel gehüllt 



— 206 — 



erreichten wir die PasshOhe (2250 m), an der die gerandeten 
BlScke eines stark zersetzten Eruptivgesteins lagen. Der 
Gipfel des Siarat scheint wieder ans Ealk zn bestehen; das 
lässt sich vom Dorfe Agdshekent, an der Sttdfront des Berges er- 
kennen. Es galt nnn nach Agdshekent zn gelangen und gewaltige 
Schroifangen za überwinden. Alle geologischen Erscheinungen 
deuteten darauf, welche Kräfte und welche Veränderungen die iir- 
sprfinglich horizontalen Kalkschichten, die wii- nun in 2494 m 
über dem Meere sahen, erfahren hatten, indem sie zn solchen Höhen 
aufgepresst wurden. Zunilchst erscheint der Kalk selbst, der sich 
fossilleer zeigte, von Kies-elsäure stellenweise ganz durchdrängt, 
vielfach ist es zu Au.sücheiUuug von Hornstein * gekonmien. 
Mit deiu Kalke verknetet, wie er versti'irzt nnd gefaltet, sind 
mächtige Stufen von lirünsteinen und harten roten nnd grünem 
Steinnieif^eln. Endlich ist dei- Weg durch das Felsenrhaos 
zurückgelegt nnd wir iibei'schauten den frewaltiirMn Abfall des 
Siarat. Zugleich zeigte nns im (\sten der von der Hauptkette 
nach Süden auslautende (lebirgszug ansserordentliclu^ Aufschlüsse, 
deren näheres Studium auf den Bau des Stidabhanges der Kara- 
baglier Ketten ein interessantes Licht werfen würde. Auf 
unserm tluchtigen Marsch war es nur möglich, die weithin sicht- 
baren Züge der Schichtenfaltungen in das Skizzenbucb aufzu- 
nehmen. 

Dshebrail nnd die Araxessteppe. Ich erwähnte 
oben, dass der Niveauunterschied zwischen dem Gipfel des 
Siarat und Dshebrail beinahe 1800 m auf die Entfernung von 
15 km beträgt. Demzufolge sind auch die der Hauptkette vor- 
gelagerten Erhebungen schon viel niedriger als jene. Von Arakel 
an abwärts bewegten wir nns zwischen unscheinbaren Hflgel- 
reihen. Der Kalk des Siarat begleitete uns bis 2 km vor Dshe- 
brail, indem er auf der linken Thalseite Uber einem schwarzen 
Emptiv- oder Tufl^B^estein zu Tage tritt. Letzteres hat einen 
geringeren Böschungswinkel als der Kalk. Die westliche Thal- 
wand ist bewachsen. Unterhalb Agdshekent fand idi ein kon- 
glomeratisches Gestein, blaugrau, welches von FossUresten er- 
füllt war. Eine kleine gerippte Exoyyra war besonders häufig. 

Je weiter wir vorrUckten, desto mehr schwanden die 
falschen Vorstellungen, die ich mir von der Araxesebene ge- 
macht hatte. Wir zogen auf engen Pfaden zwischen Weinbergen 



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and Obstgärten bin, kamen an wohlbestellten Getreidefeldeiii 
vorüber, so dass ich durch den Allgemeineindruck der Land- 
schaft lebhaft an die Vorberge der mittleren Vogesen erinnert 
wurde. Nahe an dem Gebirgsfuss ist die Ebene noch ein viel- 
fach angebaates Kulturland, das nur auf kürzere Stret^ken von 
trockenen Steppen unterbrochen wird. Am 23. Mai gelangten 
wir nach dem Orte Dshebrail, in welchem der Chef des Kreises 
Dsfaebrail wohnt. Im Gegensatz zn allen den bis jetzt be- 
suchten Dörfern ist Dshebrail ein Ort der Ebene. In Jenen 
Bergdörfern lehnen sich die ans Lehm oder Stein gebauten 
Hänser an das Geh&nge an ; von oben gesehen wfirden sie sich 
kaum bemerkbar machen, da das flache erdige Dach des einen, 
zugleich die Sohle des höheren bildet, verriete sie niclit der 
ans der AbzugsöfTnnng im Dache aufsteigende Rauch. Dshebrail 
steht auf einer weiten fhalebene, die von 10 m hohen Diluvial- 
terrassen eingefasst wird. Die Häuser erheben sicli frei und 
einzeln fiber den Boden. Die Wohnung des Ghanes ffnssein- 
aga-dshewanschir, die wir bezogen, liegt auf der rechten kahlen 
!<ünijigeji 'IVnasse und von hier sieht man auf die Gärten und 
Maulbeel planta{:^t'ii der Thalsohle. Nach einer Exkursion in die 
nördliche Unip^t bunir, brachen wir am 24. in alltir Frühe zum 
Araxes auf. Es war noch frisch und unsere kleine Karawane, 
ilit^ aus 8 beritt eilen Leuten bestand, ritt munter voran, rnser 
Füll! er war Mahnietl-bf^p:. der. wie I )r. Hadde erfuhr, aus eiuem 
beriichlifrten Räuber zum tüiliti^rrn I'nlcrotfizier gewi irden war. 
Wir kamen an einem Friedhofe V(jrub«ü-, der nur Opfer Mahmed- 
*begs bergen sollte. Und jetzt war dieser Mann änn-.^tlich be- 
müht jede Blüte, um die es Herrn Dr. lladde /.w thun war. mit 
grössK-r Sorgfalt aufzubewahren und mehrere Stunden tru;^ er 
frei schwebend ein interessantes Annn, das seiner Grösse wegen 
nicht anders transportiert werden konnte. 

In geologischer Hinsicht war wenig zu sehen, indem nur 
trockene Wasserrisse gelegentlich die mächtigen Geröllmassen 
blos legten. Gegen 10 Uhr erreichten wir den Kosakenposten 
Schacbtchinar. Der Araxes bildet von der Mugan-Steppe bis 
zu dem Gipfel des kleinen Ararat, die Grenze gegen Persien 
and längs dieser Grenze sind in kurzen Zwischenräumen von 
5—10 km. Kosakenposten aufgestellt. In Scbachtscbinar wohnte 
ein mehrere der nächsten Posten befehligender Offizier. Er war 



— 208 - 

zur Zeit abwesend, doch hatten wir Gelegenheit, seine Nieder- 
lassung, die er sich so freundlich wie möglich hergestellt hatte, zu 
sehen. Wir machten eine Stande Rast, von seiner Gemahlin 
empfangen. Erst auf den später berührten Posten, wo die 
Wirtschaft nicht in Händen einer Fran, sondern der Rosaken 
war, lernten wir die Trostlosigkeit des Lebens auf diesen von 
allem Verkehr abgeschnittenen, von ungesundem Klima und einer 
öden Natur heimgesuchten Stationen kennen. Hier in Schach- 
tschinar waren schon jetzt die Fenster des Hauses mit feiner 
Gaze gegen die Moskitos abgesperrt, MaulbeerlAume spendeten 
einigen Schatten; Gemfisebau und die Zucht von Hausgeflügel 
wurden betrieben. In der Absicht den Posten Chudoferinsk und 
mit ihm den Darydagli. dessen unvermitteltes Vorspringen in 
die Ebene zu dem Besuch lockte, zu eireiehen, verliessen wir 
Schachtschinar um die Mittagszeit. D'i^ 8«)uiie stand liuch und 
erliitzte die baundose Fläche. Wir kamen übt^r ti-ockenes Steppen- 
land, auf welchem Peganum und ZijgnjiJiiillKin stand: gelbgraue 
Eideclisen. von der F'arbe des Bodens, liuscliten oder flogen fast 
mit \vuii(lt rbarer Geschwindigkeit dazwischen hin. Sie waren 
nur durch Schbigen mit der Gerte zu fangen. Zuweilen folgten 
wir dachen Einsenkungen ; von dem Lehm und Geröll der AN'ände 
und des Bodens wui'de die Hitze zurückgeworfen, so dass die 
Pferde bei leichtem Trab in Schweiss gebadet waren. Endlich sahen 
wir, am Fusse des Dary-dagh den rotbraunen Araxes unter uns. 

25. Mai. Geologische Exkursion zu dem Dary-dagh. 

26. Mai. Oberhalb Chudoferinsk erweitert sich rasch das 
Araxesthal, wir näherten uns der Mündung einer der bedeutendsten 
Seiten thäler , dessen Sohle an der Mündung eine Breite von 
1—2 km besitzt. In ihm fllessen die vereinigten Gewässer des 
Berkuscbet und der Akera, die vor ihrer Vereinigung nngefthr 
30 km nahe nebeneinander fliessen. Zehn km flussaufwärts 
mündet in den Araxes» gleichfalls von links der Tschaundur, 
der als Ochtschi-Fluss die Hauptader des Earabagh darstellt 
Ungeheure GerOlImassen setzen die Scheide zwischen Tschaun- 
dur und Berkuschet-Akera zusammen, sie bilden auch noch den 
Ostrand des letzten Thaies. Die Sohle ist hauptsächlich mit 
Reisplantagen bebaut Wir ttberschritten das Thal der Akera bei 
Ghannych und folgten dem Berkuscbet aufwärts. Am linken 
Gehänge stehen junge Conglomerate an, welche aber, bereits von 



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- 209 — 



einer Störung eif^rift'en. steil gestellt sind. Eist bei Kubatlu 
treten auf der linken Thalseite, der wir folgten, ältere Gesteine 
und zwar Plattenkalke des Sennns zu Tage. — 

Das Vulkanische Centralplatean. Am 27. Mai 
gelangten wir durch das fiip^^' IVrkusclietthal auf die Vulkanische 
Hochfläche des Karabagh nach Gerjosy. Ich erinnere noch einmal 
kurz an die oben erw ähnte Ansicht, wonach das jungvulkanische 
Platean einer Einsenknng der mittleren Ketten und den anf dem 
Senknngsfeld ansgebrochenen jangen Laven seine Entstehung 
verdankt. Hier im Osten hat es nnr eine Breite von 16 bis 
20 km; es läuft spitzkeilförmig in der Wasserscheide zwischen 
Akera und Berkaschet aus, welche ihrerseits von den OerOllen 
der vulkanischen Gesteine bedeckt Ist Weiter im Westen er- 
reicht der vulkanische Karabagh eine Breite von 80 km. Die 
sanft gewellte Fläche, auf der wir den Weg nach Gerjusy zurück- 
legten, ist im Norden durch die Kette des Kirs, im Süden durch 
die Ketten des Kjambil begrenzt, und so verschieden, wie der 
centrale Karabagh einerseits und der ndrdliche und südliche 
andrerseits in ihrem geologischen Bau sind, so verschieden 
erscheinen sie dem Auge in ihrer Oberfläche. Hier scharfe 
Grate, dort sanfte Linien und koni.sehe Bergfornien. 

Gerjusy, (la.> Hauptstädtchen des Kreises, liegt iu eiuem 
Kessel, der nach Sinlen durch das Thal des Gerjiisy-Baches, eines 
Zuflusses des Rerkiischet, geöffnet ist. Au dem östlichen 
Gellänge ist die Altstadt mit den Wohnungen der Kin^ebore- 
nen erbaut: die Hänser der russischen Beamten stehen auf 
der Sohle. Von uns^erer Wohnung, die wir im I'osiliause 
genommen betten, hat mau von dem Halkone den freien Blick 
nach Osten, und da sind es die Felsenformeu des Al)liang:es, 
welche dem Städtchen ein hörlist charakteristisches Aus- 
sehen verleihen. Die niederen l'janten sind überragt von 
mächtigen FelspjTamiden, Säulen und Kegeln, welche sich in 
abenteuerlicher Gestalt erheben. Die Ursache der grotesken 
Formenbildung liegt in dem Materiale der hier lagernden, 
mächtigen Decke vulkanischer Elemente vou bald lockerem, 
bald festem Zusammenhalt. Bei dem Aufstiege aus dem Thal- 
kessel treffen wir zum Teil pulver- und staubförmiges Material, 
das zum Brennen von Ziegeln benutzt wird, zum Teil grobe, 
mürbe oder sähe Breccien von andesitischen und trachytischen 

14 



— 210 — 



Gesteinen , die Farben sind grau , gelb und ziegelrot. Wie 
bei Gletscbertischen bilden feste Blöcke, auf hinfillligero Grunde 
ruhend, dicke Köpfe auf schlanken Pyramiden. Vielfach sind 
die Wohnungen Höhlen in dem lockeren Gestein. — 

Obgleich Getjusy ungastlich war, mussten wir es doch 
für einige Zeit zu unserem Aufenthaltsort w&lilen. Wir wohnten 
in dem Postgebäude und verpflegten uns, wenn wir in dem Orte 
waren, selbst, indem wir durch den Diener auf dem Bazar die 
Einkäufe machen Hessen. Die meiste Zeit wurde auf grössere 
Exkursionen verwendet. So besuchten wir am 28. — 29. Uai 
das alte armenische Kloster Tativ am Berknschet.') Vom 31. Mai 
bis zum 3. Juni fQhrte ich eine Exkursion in die Waldgebirge 
des Tschaisiroi aus, am 5. und 6. unternahm ich gemeinsam 
mit Dr. Radde eine Fahrt nach Zahuch und am 7. und 8. die 
Exkursion zum Alpensee Karagöl.^ — 

25. Juni. Kach der drückenden Hitze in der Araxesebene 
war die Frische auf dem circa 2000 m hohen Plateau um 
so willkommener. — Nun waren auch die Nomaden aus der 
Kbene und den tieferen Th&lern alle auf die Somraerweiden 
gezogen; die während voller 9 Monate im Jahr menschenleere 
Hochfläche war mit ihren Zelten besät, nnd wir konnten von 
dem Sudrande des iMateaus den Übergan;^ nacli den nurdlic.heu 
Ketten untei-nelinien. Als wir aus dem 'i'liälclien des Airy- 
tschai traten, lag das Berkuschelüial wieder vor uns, duch 
weit verschieden von seinem Aussehen hei Tativ. Die steilen 
dort 500 m hulien Wände waren versdnvunden, das Tiial breit 
und flach. Über eine Diluvialterrasse liinweg nbersclnitten 
wir leicht die Tliahvt Ue, ohne dass uns der ( bergang:. wie 
in der Scliiucht von Tativ, mehrere Stunden gekostet hätte. 
Die vulkanische H (lilläche erscheint hier so wie hei Tativ; 
auch die Isehiclilygrappe , immer noch Schnee tragend, ist 
sichtbar, aber das rechte Gehänge weist im Gegensatz zu den 



«) Vergl. Pet. Mitt. pag. 28-3;^. 

''^ Am 10. Juni verliessen wir das Vulkniiisclie Tlocliplatcan, nm, eLe 
die H'uze ihr ifaximum errcidit haben wfird- . an de» Araxtv-^ zu Lrelanfrcn. 
und dessen fehig üdes Tbal swiaciien ßartan nud Ordubad begelieii. 
Vienehn Tage später trafen wir von Sflden kommend in dem Örteben 
Schaki,' das kanm 40 Werst westlick Ton GerjiuQr am Basar-tscbai getegea 
ist, wieder anf dem cmtralen Karabagh ein. 



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schroffen Klippen bei dem armenischen Kloster hier sanftere 
Formen auf. 

Oberhalb Karaklis ragen zwei isolierte Felsen eines 
schwarzen, säulenförmig abgesonderten Basaltes dicht am Bach- 
bett empor; nnser Pfad ftthrte nns Aber die harten splittrigen 
TrQmmer, die den Abhang bedecken, hinweg in das flache 
Wiesenthälchen. das Karaklis von Schaki trennt. Es war Abend 
geworden, Wolken und Nebel hatten das Hereinbrechen der 
Dunkelheit beschleonigt, und als wir auf unser Ziel zueilten, 
begann ein heftiger, lang entbehrter Regen. 

26. Juni. Von Schaki Ober das Plateau nach dem Molo- 
kanerdorf Basarkent. Das Terrain ist schwach hügelig, mit 
festem niederen Rasen bewachsen, stellenweise bf baut, nur ab 
und zu zieht in den kleinen Thäli hen, welche mit nordöstlicher 
Richtung dem Hasdi ls( liaisystem angehören, am (Teliänge ein 
schwarzes Fidshand hin. Dunkle Erde uder gelber Lehm bilden 
den Boden. I< h fand hier einzelne Kugeln vun Obsidian, deren 
Herkunft ich aber nicht feststellen konnte. Es w?ire möglich, 
da>s .^ie zur Diluvialzeit aus dem westliclieu Armenien, wo Ob- 
sidiaiibevfTf' bekannt sind, hierher transportiert wurden. Die 
OberÜächü der Kugeln, welche Aplel- bis i\(H)lgrösse haben, 
ist stark zerhackt. Auf der ganzen Strecke trafen wir Jurten 
(Kilzzelte), deren Bewohner neugierig unsere Begleitung nach 
uns ausfrugen. Die grossen Hirtenhunde, die uns in den Dörfern 
schon so gefahrlich und lästig waren, sprangen auch hier mit 
wtttendem Gebell herbei, so dass wir nur zu Pferde sicher waren. 

Die Ansiedlang der Sektirer liegt in 2U9 m H die über 
dem Meere. Wir fanden in einem sauberen Hause freundliche 
Aufnahme; des Abends kam eine kleine Deputation typischer 
russischer Bauern, um bei Dr. Radde Uber ihre wirtschaftlichen 
Verhältnisse zu berichten und zugleich sich seine Fürsprache 
bei der Begiernng in ihren Angelegenheiten zu erwerben. Es 
ist natflrlich, dass in einer Höhe von 2000 m eine im wesentlichen 
auf Ackerbau gegründete Existenz eine klägliche sein muss. 

27. Jnni. Blickt man die breite Strasse von Basarkent 
nach Westen, so sieht man eine stattliche Bergpyramide, Uber 
deren rOtliche Färbang die Entfernung nur einen leichten bläu- 
lichen Schleier gezogen hat^ Tor sich liegen. Es ist dies der 
Felsitporphyrkegel des Kysyr-dagh. In dem einförmig grauen 

14* 



— 212 — 



Andesit der umgebenden Berge und ThRler fiel dem Geologen 
der „rote Tlerg" eben so auf, wie einst dem Auge der Bewohner. 

Wir berührten den Fuss des Kysyr-dagli, in dessen Nähe 
ein Uber die Nomaden wachender Polizeichef sein elegantes Zelt 
aufgeschlagen bat. Er bewirtete uns mit Forellen aus dem 
Basar-tschai. Auskunft über die geographischen Verhältnisse, 
Namen n. s. w. konnte nns der Chef nicht geben, da er hier 
nur einen Tag anwesend war. Die Inspection Über etwa 5000 
Zelte, die ihm für den Sommer Übertragen ist, zwingt ihn rasch 
seinen Wohnort zu wechseln, nachdem er nur eben seine Pflicht 
gethan, die Abgaben erhoben hat u. s. w. Zu Abend sollten 
wir auf den, etwa 15 km nördlich, zwischen Basar- tschai und 
Arpatschai gelegenen Sommerweiden des wohlhabenden Ismail- 
Bek ankommen. Aber der Führer, der uns mitgegeben war, 
führte uns falsch. Wir ritten lange auf der welligen Gras- 
fläche dahin. Wühlmäuse, von denen wir einige mitnahmen, 
hatten durch ihre Gänge ein vollständiges Netzwerk unter 
dem Boden angelegt, das sich oberflächlich durch das Fehlen 
des Grases auf den Gängen verriet. Es schien dieselbe Art. 
die aiK h ,1111 Jvaiagtil in grosser Menge vorhanden war. Es 
ging auf und ab. über die breiten Rücken und durch die flachen 
Thäler; der Muchurtolijan blieb weni^ östlich von uns liegen. 
Schliesslich mussten wir Halt niai ben, ohne den Bek. der wohl 
mit einem festlicben Pilaf und friscliem Shishlik (am Spiess 
gebratenem Hammel tieisch) vergeblich auf uns wartete, getroflen 
zu haben. 

Das T^nangenehme war dabei, dass wir an dem folgenden 
Tag, an dem wir den Abi<?(»l erreichen wollten, nun auch 
ohne ortskundige Fühicr waren, und nlme ^^'ege nur auf den 
Kompass und die in ihren Bezeichnungen unzuverlässige Karte 
angewiesen blieben. Immerhin erreichten wir die beiden Seen, 
indem der besorgte Bek und der nächste Polizeichef mit grosser 
Begleitung unserer Spur gefolgt waren, und uns am Abend des 
nächsten Tages einholten. 

Der Punkt, an dem wir am 27. nächtigten, Hess sich durch die 
drei Gipfel des Saritsagli, des Dyg-beljakan und des Murad-tapa 
(5 Werst-Karte) ungefähr bestimmen. Die Jurte, die man bereit- 
willig für uns aufgeschlagen hatte, lag schon auf der Westseite 
der Wasserscheide, und wir genossen den Blick in die verzweigten 



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Thallftttfe des oberen Arpatscbai Spftriiehe Baunigruppen, die 
auch auf der 5 Werst-Karte als grftne Punkte Terzeichnet sind, 
machen sich In der fernen Thaltiefe bemerlLhar. Wir schliefen 
vorzQglich in der reinen Luft, unser Lager befand sich nach 
meiner Messung 2520 m Uber Meer. 

Am 28. fr&h brachten uns die Hirten, die hier dicke 
Schafspelze trugen, Milch, K&se und den schmackhaften Kalmach, 
den Rahm von Sehafsmilch; wir setzten nach dem Frtthstfick 
unsere Wanderung nach Norden fort. Es Änderte sich in der 
allgemeinen Erscheinung der Gegend nichts. Die Hanptgii fel 
des westlichen vulkanischen Karabagh erheben sich trotz ihrer 
Höhe i,bii5 36(X)m), da sie allmählich ansteigen, iiui unscheinbar 
über das Plateau. 

Im Westen salit^n wir eine \V'a:?st'i tla(:lie .spief?elii . weil 
wir al)er vor allen I)inf?en einen Gemeinde-Ältesten aul":?uchen 
mussteu, so zogen wir an ihi- vorüber und erreicliten des Abends 
(las grosse Zelt des Mollahs Mastliady-Achincd (^adslii-ogü, 
eines Piiestcrs der Schiitischeu Kebarlinzen. Unser Lagerplatz 
bot in genlo^ischer lieziehunfT das grösKte Interesse. Während 
wir von Schaki an ununterbrochen durch vulkanisehes Gebiet 
gezogen waren . überrasehten uns unmittelbar vor unserem 
heutifren Nachtlager blendend wt-isse Kalke. Nachdem ich mich 
mit einem Glas Thee gestärkt, und Ismail-Bek, der Pristaf und 
das Gefolge uns eingeholt hatten, ging ich jene Kalke näher zu 
besehen. Der Bek Hess es sich nicht nehmen mich zu be- 
gleiten, und verfolgte mit Aufmerksamkeit mein Thun. 

Es handelt sich an dem Alagel um eine kaum Vs qkm grosse 
Kaikscholle, die bei dem Einbruch des centralen Karabagh^s 
weniger tief sank, als das umgebende Gestein. Abich hat 
an anderen Stellen seiner Karte mehrere solcher sedimentärer 
Klippen im Lavenmeer verzeichnet. Dieses Vorkommen gewann 
noch an Interesse, indem sich das Alter des Kalkes durch das 
Auftreten Yon Rndisten bestimmen liess. Neben dem Kalk tritt, 
wenig mächtig, ein graues bis rotes mergeliges Gestein zu Tage, 
aus welchem zahlreiche Orbitulinen auswittern. Von der Höhe 



'> Dieser der östliche Aritatschai ist nicht zu verwechseln mit dem 
grüääeren westlicheu, welcher nahe bei Rulp in den Araxes fällt 



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der Ealkknppe Uberschaate man das de von allen Seiten nm- 
gellende vulkanische Gestein, im S&den, wo ansere Jarten 
standen, mit knrzem Rasen fiberzogen , im Westen aber als 
ein unförmig mächtiger Steinwall, einem Felsenmeer vergleichbar, 
den Horizont begrenzend. 

Als wir am 29. Juni frtth mit etwa 30 berittenen Be- 
gleitern den Hollah verliessen und, um den AlagOl zn besuchen, 
in munterem Trab unter dem Gewieher der Hengste und Stuten 
durch das feuchte flache Wlesentbälchen ritten, dann die trost- 
los öde erscheinenden Seen im grossen Bogen nmgingen, da 
hatten wir Gelegenheit jenen Steinwall besser zu übersehen. 
I ber ilim eiiiebt sich der zeltförmige Kyrmesidac:li. wie eine 
Pyramide auf einem breiten Sockel. Der Kyrme&idagli ist 
trachytisch, wälnend der Wall aus Basalt besteht, — 

Mit dem Abstieg von dem Alagöl zu der Ebene des Goktschai- 
Sees verliessen wir das vulkanische Plateau, das zu besrelien 
für den Geologen, welchen der präjrnant zum Ausdruck ge- 
brachte Vulkanismus lesst^lt . interessanter ist, als für den 
Botaniker, dem die abgeweideten Kasenflaclien nichts bieteu 
können. Noch standen wir hart am Kande des Plateaus, da 
leuchtete di<' weite blaue Fläche des Goktschai-Sees vor uns 
auf. Unendliche Ruhe in dem Bilde' Im Norden und Nordosten 
die Goktschai-Randkette, von ihr durch den Wasserspiegel von 
ca. 30— 40 km Breite getrennt, die vulkanischen Gipfel des w est- 
lichen Armenien. An die Südostecke des Sees schliesst sich die 
weite Kbene von Masra mit gelben Feldern, zerstreuten Dörfchen 
und kleinen grünen Banmgruppen an. 

In Masra hatte mau vor dem Dorfe ein Zelt für uns er- 
richtet; die elenden Häuser, die wie die hohen Mauern am Wege 
alle nur aus Lehm gebaut sind, machten einen schlechten Ein- 
druck. Grosse Pyramiden von Eyssil^ (Mist und Stroh), den man 
als Brennmaterial ftir den langen Winter aufgesammelt hat, 
fiberragen die Übrigen Bauten. Wir hatten uns etwas eingerichtet, 
den Paclcpferden und den murrenden Dienern einen Buhetag be- 
willigt; ich brach früh mit einem Tataren aus dem Dorfe, der 
ganz abenteuerlich mit Säbel, Flinte und Pistole bewaffnet war, 



') Der Name ist auf der ö Wcist-Karte iiiui der Übersichtskarte nicht 
angegeben. 



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- 216 - 



zum See aof. Der Weg f&hrte ans ttber Elem-Masra; er war 
gut and trocken, im Gegensatz zn der am Tage zaror zurück- 
gelegten Strecke, anf welcher ansere Pferde mehrmals bis ttber 
die Kn5chel in dem Schlamm versanken, nnd die geftngsteten 

Tiere dann die verzweifeltsten, dem Reiter gefährlichsten An- 
strengungen machten, um auf das feste Land zu kommen. Von 
der flachen Tenaiuwelle zwischen Klein- und Gross-Masra sieht 
man den Alagüs, er erscheint als stumpfe Pyramide mit steilerem 
Abfall nach Süden als nach Norden. Soweit er sichtbar ist, 
ist er mit Schnee bedeckt. Klein-Masra schmücken einige Wi iden- 
gruppen. Der Wejr bleibt trocken, erst in nnniittelbaier Nähe 
de« See.-> wird er .sumpfig. Vor dem nuki.-cliai liegt ein kleiner 
Tümpel „Gilli", der die von ö^it'A k uiinenden Wasser autuiramt 
und mit dem Goktschai durch einen schmalen Arm verbnnden 
ist. Das f^Rnz flache TJfer des Goktschai zieht sicli in weitem 
nach West geulliieten Ho«:ren hin. die kahlen weissen und gelben 
Kiesbänke an dem Strand machen in der Entfernung den Kin- 
druck eines künstlichen C^uais. Die Sonne ist hoch gestiegen, 
l'ber dem klaren Wasser spielen einige Möven. Jeder Stein 
des Grundes ist sichtbar, aber keine Pflanze nnd nichts von 
tierischem Treben. Am Gilli ist das anders 1 Hier steht 2'ypha 
(tuffiLstifolia mit Uippuris, Polt/fputtn/ ainjihihiinn m a.; grosse 
Fri sche dnrchschwimmen die fiacbeu PAItzen, in Menge findet 
sich ein zierlicher Umnaens. 

Am Goktschai waren Armenische Fischer damit beschäftigt 
ihren reichen Fang anf Pferde zu verpacken nnd nach Elisa- 
bethpol zn schaffen. 

Von Gerjnsy nach Bartas. Ich mnss nun kurz auf 
die vom 10.-25. Juni ausgef&hrte Beise, den Marsch in das 
Arazesthal zu sprechen kommen. 

Im Gegensatz zu allem bisher Geschilderten hatten wir 
zun&chst ein herrliches Waldgebirge zu durchstreifen, vielleicht 
das anmutigste Fleckchen des Karabagh. Wir waren dem Ger- 
jusybache folgend in das Berknschettbal gelangt, hatten noch 
einmal die charakteristische steinige Öde in jenem Thale gesehen 
nnd wendeten uns nun von ihm ab nach Süden in dasselbe 
Gebiet, das ich vom 31. Mai bis .3. Juni besucht hatte. 

Zwischen Berknschet und Tschaisimi liegt ein freundliches, 
au frischen Bächen reiches Wald- und Wiesenland. Nur hie 



— 216 — 



und da leuchtet eine weisse Kalkniauer der Kreideformation 
aus dem Grttn, im allgemeinen deckt fruchtbarer Humus den 
Felsen. Wir zogen das Tsehaisimi-Thal aufwärts, der Pfad 
führte bald rechts, bald links vom Bache durch schattigen 
Laubwald. Die umgebenden Bergformen sind gerundet, mit 
Wald bestanden, so dass man sieh in ein deutsches Mittel- 
gebirge versetzt glaubt. An lieblichem Reiz könnte das Thal 
auch wohl mit den schbnsten Taunusthalern konkurrieren. 
Welch' ein Kontrast zwischen dem Erosionsthal des Tschaisimi 
und den wilden, romantischen Formen des einer gi*ossen Störunge- 
linie folgenden Thaies des Berkuschet. Meine Hoffnung, in dem 
Waldgebirge an Schnecken eine gute Ausbeute zu erhalten, 
wurde erfüllt. 

Kurz vor Seiwa wurde dnrch unser Kommen ein Bär auf- 
geschreckt, der aber rasch im Gebttscb verschwand. 

Nach den Kupferwerken im Ochtschi-Thal. Wir 
wendeten uns von Seiwa nach Süden, um in das Thal des 
Ochtschi-tschai zu gelangen. Das ansprechende Waldgebiiige 
des Tschaisimi wurde verlassen. 

An dem steilen hohen Nordgehänge des Ochtschi>Thals stehen 
grünliche, in WoHsackformen verwitternde massige Diabase an. 
Rostgelbe, eisenreiche Schn&re ziehen fiber die Fl&cbe. Ein 
schmaler Pfad führt im Zickzack an der sonnenverbrannten 
Böschung hinab. Unten liegen Rosthanfen, erheben sich schwärz- 
liehe Schlote, und dazwischen die schmutzigen Buden der Arbeiter, 
der Bazar, die Wohnhäuser des Kupferwerkes Katar. — 

Zu meiner Freude und Überraschung trafen wir einen Ar- 
menier, der seine berg- und hüttenmännischen Studien iu Fiei- 
berg i. .'S. gemacht hatte, Herrn Chr. Nasai begiiiaii, der mir 
nun mit der grössten Liebenswürdififkeii die üiubeii zeigte. 

Ks sind zwei Gi ubeiibt/jikt' vtn lianden, der der alten und 
der neuen Giuben. Die erstereu .sind die ausgedehnteren. 

In den alten üiubcn siml gangförmig in Diabasgestein 
aufsetzende Erze erschlossen, and zwar ist die grosse Regel- 
mäs.sigkeii aulialleud, mit welcher die (Tänce in Kntfernungen 
von 20 — 20 Faden: 0-W streichen. Das Kmiallen ist nach 
Süden gerichtet. Nach den Anf^alx n des Herrn Nasarbegnian 
betrug die Länfre des läii^^steii vtMfolgten Erzganges 200 m, 
die durchschuittliche Länge nur 60 — 60 m. 



Die Erzgänge der alten Graben enthalten hanpiaftchlich 
Kapferkiea; neeterweise tritt Bnntkapfer auf, gediegen Kopfer 
nnr in nnbedeutenden Mengen, daneben Schwefelkies und 
Zinkblende. 

Herr Nasarbeguiaii hat, durcli eisenreiche Gaiij2:<inar/.e ge- 
leitet, selbst schürfen lassen nnd bereits 1 m uutei* Boden 
Kuitfererzp getroffen, die zur Zeit unseres Besuches auch srlion 
abi^ebaiU wurden. In dieser kleinen «^rnbe setzen die Krzadern 
in einem f^i^fTireicheu, z. T, sehr ininben. thonigen Gang(iiiarzit 
auf, sie i^ireiciien 0-W etwas NW-SO und fallen 24" nach Süd 
ein. Meist sind sie von einem Saalband, einem zähen, grau- 
schwarzen Thon begleitet. Es kommt vor Buntkupfererz (nach 
einer Analyse der Muldener Hütte in Freiberg enthielt ein Hand- 
stttck 56"/o Cu, 15— UV* .i Eisen) und Kupferkies (dieser ergab 
ein Gehalt von 33— 36*' o Cu, Fe 25— 26''/ü, 8 = 28" <,); Schwefel- 
kies, Qaarz and Gyps treten als (rangminerale hinzu. Die 
Arbeiten werden eben nahe der Oberfläche geführt. Malachit 
nnd Knpferlasar sind daher häufig. 

Was die Gewinnung der £rze und die Verarbeitung be- 
trifft, so ist diese sehr einfach. In geneigten, gefährlich zu 
begehenden Stollen geschieht die Förderung. Die aufbereiteten 
Erze werden in offenen Haufen geröstet und auf Schwarzknpfer 
und einmal auf Garkupfer Terschmolzen. 

Die Arbeiten werden hauptsächliLli von den einheimischen 
Tataren und Armeniern, daneben auch von (i riechen. Persern 
und 'IHirken ansgetührt. im Ganzen arbeiten während der 
Hriui>tarbeitszeit etwa 4<KJ Lente: von Mitte Juli bis Anfang 
September werden der Hitze wegen die Schmelz- und Aut'be- 
reitungsarbeiten eingestellt. Der Tagelohn beti'ägt 60—80 Kop.; 
Kinder werden mit 14 Jahren beschäftigt. 

Der Selbstkostenpreis beläuft sich pro Pud auf drca 7 B., 
der Verkaufspreis jet^t auf 8—11 R., so dass der Reingewinn, 
trotz der mangelhaften Ausbeute, ungefähr 17^/o beträgt. Die 
Lieferungen gehen unter schwierigem Transport auf Maultier 
und Esel nach Schnscha und Ton da zum grossen Teil nach 
Laisch bei Sehemacha. 

Die Gesamtausbente beträgt pro Jahr 20000 Pud, also 
800000 Pfund Kupfer. 



— 218 — 



Von Katar nach dem Posten Bartas. 13. nnd 
14. Juni. Die Eruptivgesteine des Ochtschi - Thaies sind 
aberlagert von einem klotzigen weissen Kalke, der nach 80 
hinziehend, das schroffe Felsband des Kammes bildet, dann nach 
Norden einschiesst, und auch bei Askeljum noch mit nördlichem 
Einfalle ansteht, das Dorf Überragend. Ich fand keine Fossilien, 
die genauere Schlüsse auf das Alter des Kalkes erlaubten. 

Hier traf ich in 830 m Höhe Ilelix Düktäfensis, leider 
nnr in toten Exemplaren; in Masse lag Bolimns aaf dem 
steinigen Boden umher. Wir traten nun zum zweiten Male in 
(las Araxes-Thal ein, das bei dem Kosakenposten Bartas weit 
mehr von den Bergen eingeengt wird, als es unlerlialb des 
Dary-dagh der Fall ist. Der Oclitsohi-tscliai. dessen l/.uit wir 
folgten, hat wie die Akera und der Ikiku.schet mächtige Ge- 
röllmas^eu vor dem Aiaxes-Thal abgelagert. Sie liegen, ein 
welliges kalilt - LhihI bildend, den höheren, zum Teil waldi?pn 
Bergen des .südlichen Karabagh vor. Wo Wasserläufe tiele 
Schluchten eingerissen haben, oder die Gerollmasse durch 
Denudation entfernt ist, treten Mandelsteine zu Tag. — 

Kurz vor Mittag erreichten wir am 14. den Posten Bartas. 
der hart am Araxes auf rinpiii Hachen Uferländchen gelegen ist. 
Nach Angabe der Kosaken sollten viele Schlangen vorkommen, 
besonders auf einem kleinen nahen Friedhofe. Ich wendete 
alle Steine und suchte mit den Kosaken unter dem niederen 
Buschwerk, doch erfolglos. Statt der Schlang^en fand ich aber 
verschiedene Pupaarten, kleine Bulimus u. s. w. Die Disteln 
hingen voll von Käfern, grosse Buprestiden flogen an die 
weissen, gl&hendeo Wände der niederen Gebäude an. 

Am 15. Juni. Exkursion nach den Kalkbergen im Westen 
des Postens Bartas. 

Neocom von Bartas. Ein bis zwei Werst westlich 
von Bartas treten Erhebungen nahe an den Fluss heran, die 
sich schon von dem Posten aus als Kalkberge erkennen lassen. 
Ein ranchgrauer, in mächtigen Felsenstufen die Höhen bildender 
Kalk, in dem ich vergeblich nach Fossilien suchte, fällt nach 
Westen ein. Unterhalb seiner schrolTen Gehänge dehnen sich 
gerundete Kappen eines stark verwitterten Emptivgesteins aus, 
zwischen beiden aber streichen in NW— SO. Biditung mehrere 
Bänke hin, gangartig, wenige Fuss äber den Boden hervor- 



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— 219 — 



ragend. Die Scbichten sind fast senkrecht gestellt nnd treten 
auf einer Breite von etwa 200 Schritt za Tage ; aas dem mflrben 
gr&nlichen Gestein wittern zahlreiche Versteinerungen aus, unter 
denen Toxasier cotnplanaia in vielen gut erhaltenen Exemplaren 
gesammelt wurde. Ausserdem fand ich noch Terebrateln und 
weniger charakteristische Zweischaler. Das Vorkommen von 
Toxast&r compkinaia ist von Interesse, da er bis jetzt aus Ar- 
menien nicht bekannt war, und durch ihn das Neocom sicher 
nachgewiesen ist. — 




Maafsftab I.SOOO 



Fig. 3. NcMiWMholle Im AnxeRthal b«l dem K€fiiikeBpost«ii Bart«». 

1. Dflnnschicfernde Schi< Iiteii mit OhlluUna, Toj-fi^fcr rumplnnnia Ag., '/fere- 
bratuia seUa Sovr. Smichen NW-SO, Fallen nach SW. 

Als ich noch an dem (ieliänsr^' sammelte, pfinp: die Sonne 
nntei-. un(i der Hitze des l'au'cs t »Ij^t*- • crlnddiclie AhkiUiUing. 
Ich trat mit dem micli bedienenden Kv)>akeii 1- n Kiickwep: an; 
unler den Pistazien, die in kleinen ßestiindeu die 'J'lialsohle 
bestehen, ward es rasch dnnkel, die Kohr- und (iiasflächen 
ranschten und wogten im Winde. Die kleine Gesellschall von 
Bartas war bei einem (ilas Thee vor dem Hause versammelt: 
icii zeigte den Damen, welche {^erne wissen wollten, was ich 
gefunden, meine Schätze. Aber meine Seeigel machten keinen 
grossen Eindruck. 

Ks war Sonnabend, die Kosaken hielten vor dem Hanse 
ihre Andacht. Sie traten, ihre Mützen in der Hand, in Keihe 
und Glied 2um Gesäuge an. Mächtig und ergreifend tönten 



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— 220 — 



die sonoren Laute in der Abendstflle; dann folgte ein Horn- 
Signal, dessen Tdne zitternd und leise ansklangen. Es ver- 
gingen ein paar lautlose Minuten, ehe unser Gespr&ch wieder 
aufgenommen wurde. Ich hörte später noch einmal dieselbe 
Andacht mit an, und wieder machte sie in ihrer länfachheit 
anf mich denselben starken Eindruck, 

Von Bartas nach Ordubad. Etwa 5 Werst ober- 
halb Bartas ändert f^icli das Bild der Landschaft, indem die 
Gebirge immer näher an den Araxes treten. Es drängen von 
Norden her die krystalliuischen Gesteine in dem fast Nord- 
Süd verlaufenden Stocke des Kapudshich nnd seint'i AusUaifer 
heran und schnüren das Fiussbett derart ein, dass nahe Migri 
Strumsi-hncllcn entstehen. 

Da wir sehr frühe aiifgcbroclipn waren, kamen wir zeitig 
nach dem XUwady- Posten, so dass nh naclunittags nuch die 
Scliliu'lit bis zu dem Dorfe begehen koiiiite und ausser den Ge- 
steiuen ninTielierlei an Käfern und Jieptilien sammelte. Über die 
Kupfergi übtii von Nüwady, von welchen das Kaukasielie Museum 
in Tiflis IlandsUirke reiclier Erze besitzt, konnte ich nichts 
näheres erfaliren, sie sind, wie man sagte, nicht mehr in Betrieb. 

17. Juni. Auf der Strecke von Nüwady nach Migri liegen 
die erwähnten Stromschnellen, und hier ist es, wo ein elender 
Pfad, hoch am linken steinigen Ufer hinziehend, zu Pferd un- 
{»assierbar, die Verbindung mit dem nahen Ordubad im Thale 
nnr notdürftig offen hält. Zwischen den mächtigen Bergkulissen 
wälzt der Fluss seine gelben Wogen; wir überstiegen mühsam 
die sich uns entgegenstellenden FelsenrUcken, die senkrecht zum 
Wasser abfallen, oder wir umgingen sie, wo zwischen ihnen anf 
dem zn weitem Bogen gekrfimmten Ufer flache AUuvionen lagern. 

Einzelne Gruppen von P^jmhis Euphratim erheben sich 
über dies Blachland, flinke Eidechsen huschen zwischen den 
erhitzten Steinen, sonst ist wenig Leben Torhanden. Erst die 
Mündung grösserer Zuflüsse bringt einigen Wechsel; das wohU 
habende Dorf Migri ist von tüchtigen Armeniern bewohnt. Im 
Migrithale wird Beis und Baumwolle gepflanzt. 

18. Juni. Von Migri nach Ordubad. Helle plattige Gra- 
nite oder Syenite erheben sich in zackigen Formen nnd bieten 
in kahlen hohen Schrofi'ungen , steinigen Schluchten dieselbe 
trostios steinige Öde wie unterhalb Migri. Nach Ordubad zu 



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— 221 — 



fin«l»'t ein iii» liriacher Wechsel der Formationen statt, nnd es 
ist auf dem iliichtigeii Marsche unmöglich, in die selir kompli- 
zierten Verhältnisse einen Einblick zu gewinnen. Oberhalb des 
Basagliban'schen Postens treten schwarze Schiefer z. T. schwach 
nach Süden geneigt, z. T. horizontal gelaf^ert auf. Durchschnitte 
von Actaeonella etc. beweisen, dass dies die von Abich er- 
wähnten Turonschichten sind. Weiter folgt eine kurze Strecke 
Devon. Ein gelber Kalk, gefaltet and verworfen, bildet unter- 
halb Ordabad hohe Gipfel. 

Unerwartet öffnet sich die enge Felsen p forte, wir traten 
auf die £bene von Ordubad. Von der Stadt wird man zunächst 
nichts gewahr, die niederen flachdachigen Häuser liegen zwischen 
ßftnmen versteckt. Darauf führte uns der Weg zwischen manns- 
hohen weissen Mauern, die aus Roilsteinen aufgeführt sind, auf 
die Hauptstrasse. Unsere kleine Karawane hielt einen Augen- 
blick vor dem Posthaus, um die mittlerweile eingelaufeneu Briefe 
in Empfang zu nehmen. Ein Mohamedaner bot uns seine 
Wohnung an, wir zogen aber die uns empfohlene bei dem Ar- 
menier Ealust vor, der für Geld Fremde anfhahm. Ein Gast- 
hans existiert nicht Dicht bei unserem Hause ist das sogenannte 
Armenische Boulevard, eine Terrasse, von der man einen pracht- 
vollen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung mit den grossen 
schönen Gärten hat Vor allem sind es die stattlichen Pla- 
tanen, die ihr breites Lanbdach, kühlen Schatten spendend, 
über die Häuser ausbreiten. Die Umgebung ist in Form und 
Farben mannigfaltig. Nach Süden und Osten sieht das Auge 
in die Thalebene, in der sich nur unbedeutende Höhenrücken 
durch ihre leuchtend rote Farbe abheben. Von Nord und West 
treten die Ausläufer des Kapudshichstockes in imposanten Formen 
heran. 

Naclidtüi die Post, die Tagebücher und die Sammlunfreu 
erledigt waren, unternahm ich einige Sammelexkursionen auf 
Käfer und Reptilien in die Ebene. 

Von Ordubad nach Kedabeg, Von einem alten 
hötliclien T^ratnik aus Ordubad geführt, brachen wir nach Norden 
auf. Hinter uns lag die durch hohe Felskulissen scheinbar ge- 
schlossene Araxesenge, davor die Ebene von Ordubad, auf deren 
schwach nach Süden hin fallendem Geliänge eine grüne Linie die 
Lage der Gai'tenstadt bezeichnet. Doch vor uns erötfnete sich 



— 222 — 



auf dem Rücken am linken Ufer des Ustup-tschai ein Bild, das 
von dem Einerlei der Araxesenge abweicht. Der Horizont ist 
weit, der mattblaue Himmel ist ausgespannt Uber pyramiden- 
und dachförmige Ber^e von roten, gelben und grauen Farben. 
Wir sind in dem Tertiärgebiet; unwillkürlich wurde man er- 
innert an die Beschreibungen dw Umgebung des salareichen 
Kulp. Die Gegend erhält weiterhin im Thale von Ustupi bei 
Paraga und nördlich bis Al^aki ein höchst eigentümliches 
Gepräge durch das regelmässige Streichen und das demlich 
steile Einfallen der Schichten nach Südwest Vergeblich suchte 
ich auf dem westlichen Gehänge des Ustup-tschai nach Fossilien, 
die einen Schluss auf das Alter zugelassen hätten. Die grttn- 
grauen Steinmergel, sowie die gelben und braunen Kalke im 
Hangenden führten nur schlechte Reste. 

Auf dem Wege von Ustupi nach Paraga stehen nahe dem 
Passe aaf dem Bücken zwischen beiden Orten dünne Bänkchen 
an, die von Fossilien erfüllt sind. Es sind Steinkeme von 
tertiären Gasteropoden und Zweischalern, die auch bei einer 
genauen Bearbeitung keine erfreulichen Resultate versprechen. 

23. Juni, Der ursprüngliclie Plan an dem Kapudfelucli den 
Obergang Uber die südlichen Karabaghgebirge zu unternehmen, 
musste wegen de.s hohen Schnees, der dort noch lagerte, auf- 
gegeben werden. Der Airv-dasrh. der Kreuzungspunkt des nord- 
südlicli streiclienden K;ii u(i>hicli>t'K kes mit der von dem Kjambil 
von O.sLtii iiei kuiiimeuden Kette, wurde statt dessen gewählt. 
Wir trafen auch hier in 2üUU m Hohe noch Schnee und wenig 
organisches Leben. Der Pass iiber den Airy-dagh ist bequem, 
bietet aber in geologisclier Beziehung keine besonderen Aut- 
sclilüsse. Es sind ähnliche Verhältnisse wie im Osten bei Lyso- 
gorsk; die eocänen und vielleicht noch der Kreide angehörigen 
dunkeln Mergelschiefer mit ihren Tuffeinlagerangen, werden von 
weniger häufig geschichteten, mehr massigen Gesteinen abgelöst, 
die als Diabase oder Diorite die Hauptkette bilden. Wenn in 
der Zusammensetzung und der Struktur eine grosse Verschieden- 
heit in diesen Gesteinen herrschen mag, so ist doch der Eindruck, 
den man beim Dorchwandem ihrer Gebiete erhält, ein ausser- 
ordentlich monotoner. 

Wir folgten von der Passhöhe dem Airy-tschai und ge- 
langten über Murchus und Achlatian in das Berkuschetthal. 



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— 223 — 



Ubergang über das Plateau, aus dem Berkuschettlial nach 
Gross-Ma:>ra am Goktschai (veigl. pag. 210—215). 

Sieht man von Gross-Masra nach Norden Uber die gelbe 
Ebene weg, die sich kalil nnd unanterbnx'hen von liier noili etwa 
10 km nach Norden erstreckt, so erblickt man in blauer Ferne 
die sclirofl' ansteigende Goktscliaikette, welche mit wenig 
unterbrocbcTu-r Kaninilinie von \\'est nach Osten streicht. Das 
Auge späht umsonst nach der Lücke eines be(|uemen Passes, 
nur ganz im Osten sind die Berge flacher und scheinen so vor 
einander zu treten, dass sich ein Pfad zwischen ihnen wohl un- 
schwer hindurchwinden könnte. Aber dennoch besteht grade nörd- 
lich von Masra ein nicht schwieriger I bergang über jene steile 
Kaaer. £r verrät sich nicht aas der Feme, aber die Be- 
wohner kennen ihn, nnd von dem jenseits gelegenen Kedabeg 
wird er benutzt, wenn man sich einmal an der Schönheit des 
Goktscbai-Sees freuen will. 

Dieser Oebirgs&bergang beginnt als ein enges Thal mit 
frischem Gebirgswasser. Aof beiden Seiten senkrecht abfallende 
nackte Felsen. Uns zur Hechten Ealktrflmmer, eingeschlossen 
in ein Ernptivgestein, weiterhin plattige Kalke. Die Sohle des 
Thaies steigt nur sehr wenig, auf der westlichen Wand beo- 
bachtet man jetzt konstant ein nördliches Fallen der Kalke, deren 
bedentende Mächtigkeit nach nnd nach erkannt wird. Ihre Schicht- 
kupfe bilden scharfe zackige Grate, dann wechselt das Fallen unter 
zahlreichen spitzen und stumpferen Fältelungen, nnd die Kalke 
sinken fast senkrecht nach Norden ab. Ein eingelagertes Schicht- 
glied eines eruptiven, dunkelgrttnen Gesteins nimmt an einer 
weiteren sich an jenes Gewölbe schliessenden Muldenbildung 
Teil. Auf der Südseite verschwindet der Kalk, eruptive und 
tuftartige Schichten iiiln en allmählich in Serpentingesteine liber. 
Eisenreiche, dunkelrot gefärbte Zonen treten auf. Etwas unter 
der Passhöhe stehen seidenglänzende Serpentintelsen an, einen 
Zug gerundeter Kuppen bildend. Die Nordseite des l'asses, an 
welcher eine grosse Mannigfaltigkeit der petrographischen Ent- 
wickhing herrscht, ist wenigei- trat aut'ge.^chlossen, doch lässt sich 
erkennen, dass die ersten gescliicliteten, auf die Serpentinzone 
folgenden Glieder nach Norden einfallen. K.^ ist also eine Anti- 
klinale vorhanden, welche von Serpejitiu dui clibrochen erscheint: 
dieses zusammen mit der Faltung der Kalke, der Einlagerung 



— 224 — 




Ton eraptiTBedlment&ren Schichten und dem Contact mit Erup- 
tivgesteinen macht dies Profil za einem sehr wertvollen. Ab ich 
scheint es nicht gekannt zu haben, aber es stimmt so vollständig 
mit Beiner Beschreibung von anderen Serpentinvorkommen Ober- 
ein, dass man jene direkt ftbertragen könnte. Die Serpentin- 
durchbrüche sind nach Ab ich tertiär, lolgen der Richtung der 
^vorhandenen krystallinischen Achsen srestf^inp" und haben neben 
vielerlei metamorplieu lun\virkung:('n vor alieiu Hebung der auf- 
lagernden Sedimente zur Folge gehabt. 

Ära Abend des 1. Juli kamen wir nach dem l'bergang 
über den geologisch interessanten nnd anch landschaftlich aus- 
gezeichneten Pa.^.s von Masra 'man sielit bei hellem ^\'etter 
die glänzend weis.se Pyramide des Ararat i'iber dem tieflOmiPu 
Seespiece! Goktschai^i nach Kalakent einer Station des 
bekannten i?ieniens'scheu Ku|>ft'i Werkes Kedabeg. Von hier 
wurden Kxkur.sionen in die nähere und weitere Umgebung 
unteniommen, unter anderem die J^esteigung des Knschkardagh 
(vergl. Radde, Pet. Mitt. Erg.- Heft 100, p. 50 und folgende). 

Wir fanden in dem gastfreien Hause Herrn Direktor Boitons 
die liebenswürdigste Aufnahme und frenudüphes Entgegenkommen. 
Am 15. Juli trat ich den Marsch über die Ganshakette nach 
Schuscha an. Herr Dr. Radde wollte den "Weg dorthin über 
Jevlach zurücklegen. Vergl. über den Weg von Kedabeg nach 
Schuscha meinen Bericht in Pet. Mitt Erg.-Heft 100, p. 54—55. 

Yan Tiiilfi durch Adsharieii naeh Batum.^) 

Tu Iis. Am Morgen des 25. Juli fuhren wir in Titlis ein. 
Die letzten Minuten der b alirt, wiihrend welcher wir ungeduldig 
nach dem Ziel ausgeschaut, Iiatten uns gelehrt, dass der Sommer 
nnd sein Sunueubrand gnädiger als sonst an Tiflis vorüber ge- 
gangen war: zeigten doch die Berge und die Thaltiefen zwischen 
dem allgemeinen Gelb und Braun noch hie und da einen griin- 
lichtii Anflug. Unsere Lokomotive stiess einen lauten Freuden- 
schrei aus, das rot- und gi ündachige Häusermeer der Kurastadt 
lag vor uns. Nur kurz war die Betrachtung vergönnt . durch 
sie nur eben mancher «ledanke und manche Erinnerung angeregt, 
rasch durch eine andere verdrängt, als wir schon im Bahnhofe 



') Vergl. hierzu daa Kärtchen des kauk. lathmus in Pet. Mitt. 1886. 

lö 



hielten und suchen raussten mit unseren Siebensachen, mit der 
nicht melir salonfähigen Reisetoilette schnell einen Pha»'tx)n 
zu erreichen. Nun folgte ein Besiu-h in dem Asiatischen 
Viertel, um nach langer Entbehrnn«^ die Voizüge der warmen 
Quellen der Bäder zu geiüessen: ich schickte eine Depesche 
nach Frankfurt und machte allerlei Anschaffungen zum Ersatz 
des Verbrauchten. Eine Reihe eigenartiger Eindrücke war 
nun zu einem gewissen Abschluss gekommen, die Karabagh- 
expedition war beendet, etwas beschleunigt durch die in Aus- 
sicht stehende indische Reise Dr. Radde's auf der Jacht zweier 
russischer Grossfürsten. Mir drängten sich die Gedanken der 
Ettckreise auf. Ich beschloss die Strecke von Tiflis nach Batnra 
nicht mit der Eisenbahn zurückzulegen, sondern, dem Wunsche 
und Rate meines verehrten Lehrers Herrn Dn Bo et ig er 
folgend, Adsharien zu durchwandern. Adsharien steht wie 
Lasistan allgemein wegen seiner Bewohner in Verruf. Auch 
verschwanden diese Qerftchte nicht ganx, wie das sonst oft der 
Fall ist» mit der Annäherang an das verschrieene Gebiet; in 
TiÜis wenigstens machte mich der Polizeihauptmann und weiter- 
hin in Achalzich der Kreischef darauf aufmerksam, dass man 
durch Adsharien nicht ohne mehrere bewaffnete Begleiter reisen 
kOnne. Erst im Lande selbst hörte ich von den Behörden, wie 
übertrieben doch diese Vorstellungen waren. 

Die beste Ausrüstung, die ich mir verschaffen konnte, be- 
stand aus einem Empfehlungssclu'eiben des Gouverneurs von Tiflis, 
das ich durch die freundliche Verwendung des dentsdien Konsuls, 
des Herrn von Saldern, erhielt. In diesem offenen Briefe an 
alle Polizeibehörden, die ich traf, war ich diesen aufs dring- 
lichste empfohlen : es war meine Reiseroute und der Zweck 
meiner Reise angefiihrt ; ausdrücklich war bemerkt, dass es mir 
nicht erlaubt sei, Aii.s<^iul ungen irgend welcher Art zu machen. 

Noch gab es in Tillis zu thun. In den Paterreraumcn des 
Dr. Radde'schen Hauses, verpackte ich bei drückender Hitze, unter 
Vermeidung unnötiger Bewegung, im möglichst leichten Kostüm 
die Sammlungen aus dem Karabagh. Von den Doppelsuiten der 
Gesteine verblieb eine in Tiliis, die andere wurde zuj>HUimeu mit 
der Ausbeule an Reptilien. Konchylien undlnsecten nach Frank- 
furt geschickt. WM sie aber in Folge der Havarie des Dampfers, 
der sie Uber Hambuig lUhren sollte, erst nach 2^ Ii Monaten einlief. 



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— 227 — 



Nachdem noch ein AusÜug nach iler Tifli« benachbarten 
Sommerfrische Kodshory gemacht war, iu welche sich niclit 
nur die vornelinie Welt vor der Hitze und dem Staube der 
Ebene gertiU htet hatte, ^ jm lern wohin zur Zeit sogar die Büreaus 
der Gouvernements- Verwaltung verlegt waren, war ich zur 
Abreise bereit. Gerne wäre ich jetzt, da die tiüchtige Reise 
mir so vieles Forselipnsv^'prte vor Aiitr^n ^etulirt hatte, geblieben, 
um einer oder der anderen (ici uüpelitsteu Fragen näher zn 
treten nnd mit Aufwand von Zeit alle Kiaft einem begrenzten 
Gebiete zu widmen. Ich liOrte von einem neuen Unternehmen, 
dem Bau der Eisenbahn über den grossen K;uikasus. Hierbei 
mussten Geologen verwendet werden und eine Aufgabe haben, 
wie ich sie mir wünschte. Indess kam meine Anfrage zu spät, 
die Glücklichen, welche an dem Bau mitarbeiten sollten, waren 
sehen ernannt. ^ 

Von Tiflis nach Achalzich. 8. August. Michailowo 
ist eine der grösseren Stationen zwischen Tiflis nnd Batum, 
eine derer, welche in praktischer Weise schon anf dem Fahr- 
plan als Bnffetstationen verzeichnet sind. Der mit dem 8 Uhr 
Znge Ton Batnm hier Ankommende trifft eine reiche Auswahl 
wanner Gerichte. Man kann sich ausser an manchen internatio- 
nalen Speisen, an dem russischen Schtsehi oder Borschtsch mit 
dem dazu gehörigen Pyrog (kleinen Euchen) laben und findet 
den Kaukasus gar nicht so unmenschlich wild. Tritt man gar 
hmter das Bahnho&geb&nde, so stehen da eine Anzahl zwei- 
und dreispänniger Phaötotfs zur Verfügung, die fftr einen 
billigen Preis nach Borshom zu fahren bereit sind. Man konnte 
in der That kaum bequemer und billiger nach irgend einon 
Badeorte Deutschlands mittels Wagen befördert werden, als 
man hier von Michailowo nach Börsborn gelangt. Ich einigte 
mich mit einem Kutscher anf 3 Rubel. 

Es dämmerte schon bei der Abfahrt von Michailowo, und 
bei dem Eintritt in das (^ebirge war die Nacht bereits völlig 
hereingebrochen. Die Strasse führt bald dicht am Fluss, bald 
hart am steil ansteigenden Felsengehänge hin : aus dem dunkeln 
Wald fiel nur selten ein schwacher Lichtschimmer aus einem 
Hause herüber. 

Nach vier- bis fünfstündifrer Fahrt in mibb/i N Lclitluft 
erreichten wir Borshom. Die oüeuen Hausthüreu und die Lampen 

lö* 



— 228 — 



auf den Balkonen der jenseits der Strasse gelegenen Villen 
Hessen erkennen, dass die Bewohner noch nicht der Ruhe pflegten, 
sondern nach des Tages Hitze sich an der kfthlen Luft der 
Abendstunden labten. 

Auch in Borshom ist es im August tagsüber lieiss, und 
die Kurj,'äste ziehen es vor, ihre Spaziergänge auf den herrlichen 
und iui Thüle so bequemen Waldwegen in den Abendstunden 
auszuführen. An Kieber Leidende suchen eher das kältere 
Abastunican auf, als Borslu.m, das durch die hier schon breite 
Kura eine leuchte Atniosidiäre erhält. 

Achalzich ist niil Iiorshom durcli eine f^ute Poststrasse ver- 
bunden, und da dei- "Wi-g nach Abäst unian, einem s^br beliebten 
Sommeraufentlialt für Leute aus Batiim, Tiflis und Baku über 
Achalzich führt, so kann man sogar im beiiuemen Phaeton Achalzich 
erreichen. Ich fuhr mit meinem seltsamen Geiiärk. das sowohl 
auf die Sammelreise durch Adshfirien als auch auf die Heimreise 
über Konstantin opel, Athen u. s. w. eingerichtet war, aus Rück- 
sichten der Sparsamkeit die 50 km im federlosen Postkarren. 
Früh um 5 Uhr hatten wir Borshom verlassen, ich sass, ziemlich 
gleichgültig gegen die Felsen- und Waldschönheiten der nächsten 
Strecke, auf meinen Koflern und harrte mit Sehnsucht des Moments, 
wo ich auf einer Poststation den Morgenthee erhalten könnte. 
Zwanzig Werst lagen hinter uns und damit der schOnere Teil 
des Weges, die Pferde wurden znm zweiten Male gewechselt, 
da erblickte ich endlich auf dem weiten Hofe des Posthauses 
einen kleinen Dnchan und konnte mein Verlangen befriedigen. 
Von nun ab führen wir durch waldloses Hflgelland, wir machten 
den Übergang von dem Trialelischen Kettengebirge zu dem 
vulkanischen Hochlande. Schwarz und drohend standen nahe 
der Strasse Reste alter Burgen. Der Horizont wurde weit«:, 
und nach etwa sechsst&ndiger Fahrt üfihete sich der Blick auf 
Achalzich. Jenseits einer etwa 5 km lang gestreckten flach- 
welligen Fläche alluvialer und diluvialer Schichten steigen am 
rechten Ufer des Poskowflusses, mit viel^ Grttn untermischt, 
die rot- und gründachigen Häuser der Neustadt empor. Ihr 
gegenüber liegt im Norden die Altstadt, grau wie der Boden, mit 
verstaubten, flachdachigen Häusern, überragt von den i)liimpen 
Mauern der aiit dunkeln Felsen erbauten allen Burg. Jetzt 
ist aus ihr ein Kosakenposten geworden, vor dem Thore 



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— 229 — 



steht die Scbildvache, Ordonanzen tragen ihie Dienstnacbrichten 
hin und zorttck. 

Achalsich, die Hauptstadt des Kreises Achalzlch, hat 13757 
Einwohner (1879), snnnitische, armehisehe und eine griechisch- 
katholische Kirche, worunter aher nur die letztere von Interesse ist. 

Die Abwesenheit des Kreischefs, an den ich empfohlen 
war, zwang mich einige Tage zu Terziehen, die ich zur Ausbeute 
der Tertiarschiehten benutzte. Wahrend meines Aufenthaltes 
weilte aach Hen* Prof. Egiasaroff aus Kasan in Achalzich und 
machte Studien über das Zunftwesen im Kaukasus, das nach 
seiner Mitteilung dort eben so alt ist wie in Mitteleuropa. 

Von Achalzich nach Bat um. Am IT). Augu^st hatte 
ich endlich, diesmal nicht ohne Schwierigke iten. Pfenle gemietet: 
ein Adshare, der auf zwei elenden schwachen Tieren Ob^t von 
Batum nach Achakich gebracht hatte, bot .sie mir für 30 Rubel 
an. In Ermangelung eines Besseren <r'm^ ich auf seinen Vursclilag 
ein unter der Bedingung 10 Tage unterwegs bleiben zu dürfen. 

Dieser Adsliare war sehr gross von Wuchs mit einem 
verwegenen Ausdruck im (lesiclit. l'ber der starken Adlernase 
beschatteten buschige Augenbrauen die unruhigen fjfhwarzen 
Augen. Das gerötete magere Gesicht fasste ein dünner Voll- 
bart ein. Seine Haltung war schlecht, der Schritt schleppend, 
trotzdem war er zäh und ausdauernd. Der mich begleitende 
Milizsoldat war ein Mann aus dem Kiongebiet; seine breite 
untersetzte Gestalt, seine derben offenen Gesichtszüge be- 
rührten angenehm im Gegensatz zu dem abstossenden Wesen 
des Adsharen. Zwei weitere Begleiter trafen unterwegs mit mir 
zusammen; es waren Tataren vom Koblianflass , die, obwohl 
sie in Waffen starrten, sich später als sehr feige erwiesen. Sie 
wurden mir von Schach-Murad, einem Unterbeamten des Kreis- 
chefs, zugeführt, auf eine kurze Strecke gab jener selbst mir 
das Geleite. Er ritt einen kleinen schwarzen Hengst, und hatte 
wohl in der Absicht einen möglichst guten Eindruck zu machen 
eine sehr kleidsame, reich mit Silber verzierte schwarze Tscher- 
kessennniform angelegt; ein schwerer Degen hing an seiner 
Seite. Unsere Verständigung war mangelhaft^ endlich trennten 
sich unsere Wege. Schach -Murad beabsichtigte noch einen 
Inspektionsritt. Er zeigte mir den Ganly-Pass, den wir Über- 
schreiten mQssten, und verabschiedete sich. — 



- 230 - 



Das Thal ist breit, grosse Flassterassen wechseln reclitB 

nnd links ; unter dem Geröll kommen überall die jungen Tertiär- 
mergel zu Tage und bestimmen das öde, gelbbraune Ausseben 
der Landschaft. Ab und zu werden sie von Ganggesleinen 
durchbrochen. Das Durf Bolaschur mit 40 Häusern, woruuier 
sieben armenische, die übrigen tatariscli, blieb rechts liegen. 
Holztiiisser waren eifrig auf dem Flusse beschaitigt : in den 
Buchten zAvischen den Hügeln liegen (iärten mit schwer tragenden 
Obstbäumen. Die Strasse, auf der wir zogen, ist die neue 
Militärstrasse von Achalzich nach Hatuni. btelieuweise wry sie 
noch unfertig und so roh verscliotiert, dass sie nur auf ♦ int m 
sclnnalen Pfade gangbar war, oder sie war durch starke Hiit- 
schuugen an den Gehängen von hohen Sclinttkegeln überbaut 
und völlig versperrt. Aus rohem Holz gezimmerte Brucken 
überspannen die Seitenschluchten. Die Bedeutung der Strasse, 
welche nahe der türkischen Grenze führt und den wichtigen 
Hafen ßatum mit dem Inlande verbindet, ist eine strategische. 
In ('hula und Adsharis-zkali liegt Militär. Ein lebhafter Waren- 
vdkehr findet nicht statt; Achalzich erhält einmal in der 
Woche Obst aus Batunif im übrigen hat es den beqaemeren 
und näheren Anschluss an die Bahnlinie Batum-Bako. 

Wir erreichten Abends das Dorf Plalje. Die Einwohner 
sind Grnsiner, die aber wie die Adsharen Mobamedaner geworden 
sind. Die H&nser sind ans Holz anfgeftthrt nnd unterscheiden 
sich durchaus von den aus dem Ostlichen Armenien be- 
schriebenen. Der Waldreichtum Adshariens macht sich geltend. 
Man verwendet starke Stämme, nnd lässt das Holz roh; meist 
führt eine Gallerie um das Haus ; die Bretter der Dächer sind 
mit Steinen beschwert, so dass man an die Schweizerhfltten 
erinnert wird. In derselben Weise sind die Hänser jenseits 
des Passes im Thale der Adshara gebaut, sie machen im 
Gegensatz zu den schmucklosen Steinbauten oder elenden Erd- 
höhlen Karabaghs einen freundlichen Eindruck. — 

16. August. Über den Ganlypass in das Adsharathal. Es 
galt heute die l^Asshohe zu überschreiten und auf der pontischen 
Seite bis zu dem ersten Dorfe hinabzusteigen. Wir waren 
durch jene dichten Wälder gekommen, welche meinen beiden 
Tataren am Abend zuvor so grosse Furcht eingellösst hatten, 
dass sie mir den Milizsoldaten als Fürsprecher geschickt und 



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— 231 — 



erklärt hatten, ich müsse, um diesen gefährlichen Übergang zu 
macbeD, Ton Dorf zu Dorf noch je 4 Begleiter mitnehmen. Die 
Leute Yom KobliaD-tficbai sind wegen ihrer Feigheit bekannt 
Der Aufstieg ist Yon dieser Seite ein allmfthlicher, die 
Strasse ffthrt ohne grosse Biegungen in die Höhe. Znnftchst 
begleiten uns noch die gelben Tertiärmeigel des Achalzlcher 
Beckens, aber nach vielleicht einstflndigem Ritt wird der Wald 
immer dichter nnd erschwert mehr und mehr die Orientierung. 
Die Walddecke des pontischen Kflstengebietes greift hier Aber 
di6 PasshOhe hinftber, so scharf auch im übrigen die Grenze 
zwischen dem Waldgebirge und dem waldarmen Hochland, dem 
Seeklima auf der einen und dem trocknen Kontinentalklima auf 
der anderen Seite ist Es treten keine Sedimente mehr auf, auch 
anstehendes Eruptivgestein ist kaum zu beobachten, sondern es 
sind meist Konglomerate, Breccien nnd Gehängeschutt eruptiver 
Felsarten, die am Wege zu Tage kommen. Unmittelbar unter 
der Passliühe fand ich ein prachtvolles Stammstück eines 
verkieselten Holzes. Zwischen den mächtigen 'idiiuen- und 
Ficbteustämmeu steht üppig wucherndes Strauchwerk. Man hat 
in j?iniiloser "Weise gf^holzt und oft noch in ^lanneshöhe die 
verhackten und augebraiintea Stämme stellen hissen. In circa 
2050 m Hidie befindet sich die Raumgrenze: wir lej^ten noch 
eine kurze Strecke auf den Suinnierweidpn znriick und niacliten 
dann auf der Passhöhe in der Nähe einiger ärmlicher JHlUleu 
kurze Rast, liald <2:e^YährLe uns der Abstieg den ersten Blick 
in das Thal der Adshara, das als tiefe Kinne zwischen den 
Waldgebirgen vor uns hi^. Helles Wiesengrün, dunkle Wälder 
und freundliche Ortschaften sind an dem Gehänge verteilt. Die 
Strasse windet sich in grossen Schlingen abwärts. — 

CUula ist der Sitz einer Polizeibehörde (Uprawljenije) und eines 
Militärpostens. Doch aus dieser einfachen Thatsache würde man 
zu falschen Schlüssen betreffs des Charakters Ton Chula kommen. 
Die ganze Niederlassung des civilisierten Elementes besteht aus 
wenigen, höchst nnfreandlich aussehenden Hänsem, in denen sich 
jenes Halb nnd Halb zwischen enropäischem nnd asiatischem Wesen 
geltend macht, das viel unangenehmer ist als eines der Extreme. 

Getrennt von dem Dörfchen des gleichen Namens, das 
etwas schmutziger als die anderen Dörfer des Adshara-Thals 
ist, liegen auf einer Terrasse der rechten Thalseite in 850 m 



- 232 - 



Höhe einige grossere Steinbauten, ein zweistöckiges Haas und 
mehrere langgezogene niedere Gebäude. In jenem bat die CivU- 
behörde, hier das Müit&r sein Lager. Es liegoi zwei Betten 
mit je 109 Mann hier, unter den Offizieren war ein Petersburger 
Deutscher, dem ich einige Mitteilungen verdanke. Alle waren 
in ihrer Lage sehr unzufrieden, klagten ttber die LangweOe 
und hatten es auch wirklich sehr wenig Terstanden, sich nur 
einigermassen einzurichten. Das nahe bevorstehende Ans- 
rücken in das Lager bei Achalzich versprach eine ange- 
nehme Abwechslung. Die Lage Ghulas schien für eine gute 
Ausbeute an Schnecken ausserordentlich günstig, ich blieb da- 
her vom 17. bis zum 19. früh als Gast des Gehilfen des Chefs 
daselbst. 

In der Nähe der Adsharendörfchen Goro-Chanaul, Acho, 
Sesopeli angelangt, befanden wir uns nur noch etwa 350 m über 
Meer; in der schwülen Luft, wie in der Vegetation war der 
Unterschied gegen den Obeilauf der Ad;ihara auflallciul Der 
Fluss fliesst träger (ialiiii . bildet vielfach Tümpel; seitliche 
Bäche, die oben von rechts und links sprudelnd einfielen, sind 
seltener, und auf grosse Strecken herrscht Trockenheit. Weinreben 
mit reifen Trauben sclilingen sidi bis in die <iii;iti der dunklen 
Tannen, daneben stellt (]io zalune Kastanie. Die Dörfchen selbst 
sind alle iiodi am üehange erbaut und stecken in schattigen 
Seitenschluchten. Für den steilen Aufstieg zu ihrer Höhe be- 
lohnt reichlich die frisclK're Duft und die herrliclic Aussicht. 
Acho liegt etwa öOO ni hoch ; aus dem diclitesten Grün schant 
ein sclilankes Minaret der Sunnitischen Moschee. Die Holz- 
häuschen haben z. T. die scliwarz-braune Farbe des hohen 
Alters angenommen, sind aber sauber und freundlicl). 

Am 21. Abends stiegen wir über vertrocknetes Gehänge 
zum Hauptthal hinab, ein ziemlich starker Wind wehte uns thal- 
auf entgegen. Die geologischen Profile boten wenig AbwechsluDg. 
Von Chula an haben die zahlreichen Sprengungen im wesent- 
lichen dioritische und porphyrische Gesteine entblösst, unterhalb 
Acho stellen sich auch mehrfach geschichtete TuflEschichten ein, 
doch sind sie untergeordnet Die beiden, das Adshara-Thal be- 
grenzenden Eammlinien streichen OW, also im wesentlichen in 
der kaukasischen Bichtung, während im übrigen am Ostnfer des 
Schwarzen Meeres die taurische Richtung vorherrscht 



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- 2da — 



Sesopeli liegt 600 m hoch and besitzt wie Acbo eine 
malerisch zwischen Bäumen versteckte kleine Moschee. — Der 
Vormittag wurde wie gewöhnlich zum Sammeln benutzt, Abends 
der Weg nach Keda zurückgelegt 

In. Keda ist, wie in Chula, eine Polizeibehörde ansässig, 
auch traf ich hier zu meiner Freude den englischen Konsul aus 
Batnm, Mr. Peakok, nnd Terbrachte in seiner Familie, die 
hier ihren Sommeraufentbalt genommen hat, einige angenehme 
Standen. 

Am 23. August Exkursionen in der Nähe von Keda. 

24 Auf^ust Tn d^M• Nacht war der langersehnte Regen, 
ein liertiger i n-wit ti i rt ^i u geiali«'ii. Noch tropfte es von den 
Blättern der Bäume auf die üppijrf^ Karrenkrautvegetation des 
Bodens herab, unrl die schmalen Betten der Bäche waren über- 
schwemmt. Ich fing hier Salamandra caucasica, das vielgesuchte 
und begehrte Tier in einem kleinen Exemjilar . auch die Nackt- 
schnecken hatten sich endlich hervorgewagt. Bei Machumzetti 
befanden wir uns noch ganz in den Bergen, erst bei der 
Vereinigung mit dem Tschorok erweitert sich das Thal. Die 
Nähe Batums machte sich geltend. An der Strasse, welche mit 
Telegraphenstangen bepflanzt ist, steht in Adsharis-zkali ein 
Duchan, der unerwartete Reichtümer barg. Auf den trüben, 
lehmigen Wogen des Tschorok schwammen lange Boote, Wagen 
nnd Beiter kamen uns entgegen. — Nach dem Regen brannte 
die Sonne jetzt um die Mittagzeit, da wir das letzte Stfick des 
Weges zur Stadt zuräcklegten, um so heftiger. Das Land ist 
Yon Mga ab mit Mais bebaut oder auf dem sumpfigen Grunde 
mit Niederholz bestanden. 

Die weite Mttndungsebene des Tschorok ist von Bergen 
eingefasst. Ein heftiger (Gestank nach verwesenden Kadavern 
verpestete an mehreren Orten die Luft, (^egen 3 Uhr waren 
wir in Batum. Unsere Karavane macht t- Aufsehen. Die voll- 
ständig eimatteteu Pferde waren kaum mehr mit Ziehen und 
Treiben durcJi die Strassen zu bringen. 

Im flotel de France betrachtete der Portier mich, mein 
seltsames (^epiick und meine abenteuerlich bewaffneten Be- 
gleiter mit Misstrauen, doch erhielt ich ein Zimmer und konnte 
die notwendige Verwandlung beginnen. 



— 234 - 



Voa Batum Uber Kalymno nach FrankiUrt. 

Am 25. August um 3 Uhr nachmittags fhhr der Dampfer 
. Bostow-Odessa nach Konstantinopel ab. Sowohl die auf dieser 
Strecke fahrenden Schiffe als auch die VerpHegong auf ihnen 
ist nicht 80 vorzüglich wie auf der Linie Batnm-Odessa, deren 
Kttche mit Recht grossen Ruf geniesst — Nachdem ich wieder 
in Gesellschaft Herrn Konsul Burkhards einige angenehme 
Stunden verbracht, nachdem er in liebenswürdigster Weise mir 
kleine Angelegenheiten hatte ordnen helfen und auch die Expe- 
dition meiner Sammlungen ttbemommen hatte, begab ich mich 
an Bord. 

Unsere russischen Pässe wurden uns abgenommen, das 
Schiff drehte sich langsam heiiua und trat ^^eine Reise an. In 
lüiif Tagen sollten wir in Konstantinopel sein. Über diese 
Küstenfalnt hat Retowsky ansfUlirlich berichtet.^) Ich ging 
nur in Trapezunt und Samsnn an das Land. Dort erfuhr ich, 
wie argwöhnisch mau den Fremden behandelt. Ich trug noch 
in Ermangehino- einer leichteren und angenehmeren Kopf- 
bederkuMi^ die \\* isM' russische Sommerniütze und Hess mich mit 
nitinem .Momentapparat im Boot ans Land faliren. In Er- 
innerung der armenisclien Unruhen untersuchte man liier alle 
Passagiere am Körper aul Waffen liin. Ausser dem Pass wurden 
die Hriefbchaften u. s. w. revidiert. Endlich liess man mich 
gehen. Als ich aber nacli einer kleinen Exkursion im Osten 
der Stadt durch diese zum SchiA' zurückging, hielt man mich 
wieder auf, führte mich auf ein Polizeibareau, holte, als man 
sich nicht verständigen konnte, einen jungen Mann in Civil, der 
mich auf französisch inquirierte. Während ich wartete, bot 
man mir Cigaretten an, kurz, war höflich genug. Alle meine 
Verhältnisse wox'den gebncht, meinen Apparat rettete ich nnr 
mit Not, — dann entliess man mich, da ich betonte, dass das 
Schiff nicht auf mich warten werde, nachdenklich und zweifei« 
haft, ob man damit nicht eine UuTorsichtigkeit beginge. 

Die Gesellschaft der ersten nnd zweiten Klasse war mög- 
lichst wenig anregend, einige türkische Beamten nnd ein Ver- 
treter eines Speditionsgeschäftes in Batum. Auf dem Deck 
dritter Klasse war es bunt wie immer. Die Aufmerksamkeit 

*) Ber. d. Senckenb. natnrf. Ges. 1869. 



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- 235 - 



lenkte ein Mann anf aicb, der, immer ernst, mit einem anan- 
genebro stechenden Ausdruck im Gesiebt, mir als ein Sldaven- 
händler bezeichnet wurde. Er brachte ein junges Mädchen, eine 
Tscberkessini ans Klein- Asien nach Konstantinopel; w&hrend 
die abrigen Fassagiere meist faul hernmlagen und schliefen, 
sass oder stand er unbeweglich und blickte in die Ferne, ver- 
folgte aber mit Aufinerksamkeit jede Bewegung seiner Beute, 
die er voraussichtlich erst irgend einem Grossen angeboten und, 
wenn sie da keinen Beifall gefunden, an den ersten besten 
verschachert haben wird. 

Am 30. August herrschte auf dem Schiffe schon frtth morgens 
reges Leben. Die Deckpassagiere packten ihre Habe, die sie 
während der Fahrt benutzt hatten, ihre Kissen und Bettwerk, 
worauf sie Maan an Mann gelegen hatten, zu Bündeln zusammcu 
und bereiteten sicli ani die Ankunft in Konstantinopel vor. 

Aui Horizont tauchten Uberall Dampfer und Segelschiffe 
auf, das ebene Ufer mit steilem Abfall zur See kam in Sicht. 
Eine leuchtend rote Sanddeike iiberlageit den schwarzen 
Felsen, der auch in einzelnen Klippen aus dem Wasser empor- 
ra;2:t. Um 12 Uhr war nns<^r "^- hitf aus der osiwestlichen in <1ie 
nordsiidliclie Kiehtung üb» i LirL^aiij^en. und unter dem strahlenden 
Glänze der Mittagssonne vollendete sich unsere Einfahrt in den 
Bosporus, die viel geschilderte, rühmlichst bekannte: um sie zu 
würdigen, muss man sie seilen; es würde doch kein vollständiges 
Bild werden, wenn ich spreclien wollte von der glitzernden 
Fläche des Meeres, den bunten Fahrzeugen aller Grössen und 
Formen, den lieblich reizvollen Ufern, an denen neben stolzen 
Qesandsch&ftsgebäuden altersgraue verfallene Türme und Mauern, 
von Ephea nrnwucbert, stehen, oder von der Pinie, die ibr dunkles 
Haupt gegen den blauen Himmel erhebt. 

Ich hielt mich nar 3 Tage bis zur Abfahrt des nächsten 
Dampfers nach Smyma anf nnd benatzte diesen Aufenthalt 
meine Weiterreise nach Kalymno vorzubereiten und mir in der 
Türkischen Hauptstadt wenigstens einiges von dem Hervor- 
ragendsten anzusehen. 

Da die Übervorteilungen, als deren Zielscheibe der Fremde 
hier noch rücksichtsloser als anderswo angesehen wird, anf mich 
und mehr noch auf meine BOrse einen unangenehmen £indrack 
machten, so suchte ich mich zu behelfen, verzichtete (trotz Meyers 



— 236 - 



Beisebuch) auf einen Dnigoman bei dem Besuch des grosseii 
türkischen Bazars, erlangte doch mein Teskere (den türkischen 
Pass), besah die Agia Sophia u. s. w. Die Erinnerung an 
einen Spaziergang auf den Bulgurru-dagh ist die schönste, die 
ich von Konstantinopel mitnahm. Es war ein köstliches Bild, 
das von der Abendsonne vergoldete Konstantinopel, das Meer 
auf der einen, und die asiatische liandschaft auf der anderen 
Seite, 

Von dem rahigsten Wetter begünstigt, wurde die Fahrt 
Ton Konstantinopel Ober Sroyma und Syra nach Kalymno in 

4 mal 24 Stunden zurückgelegt. Dabei ist der unvermeidliche 
Aufenthalt von 36 Stunden in Smyrna eingerechnet. Hier kam 
ich am 5. Septembei- früh mit dem nach Kairo fahrend^^ii Dampfer 
(U'i- Riissisclioii 1 JciinpfMchitli ilirts^Psellschaft an und erfuhr am 
Land, dass am folgendeü Tage doiipelte Gelegenheit sei, nach 
Kalymiio zu fahren. Erstens fahre ein ScliilV der englischen 
(-Jesell.sfliaft „Asia iNiiuor*^ und zweitens der tiirki.^rhe Dampfer 
der Karawas-Limnos-Kompagnie. Wegen der grus.sen Annehm- 
liclikeit mich mit Kai)itiln und Oftizieipn verständigen zu können, 
wählte ich das engliclie J^oot. Auf der Jviickreise von Kal^'mno 
gezwungen den türkischen Dampfer zu benutzen, konnte ich 
mir nun ein eigenes Urteil über die Vorzüge und Nachteile der 
beiden rivalisierenden Dinien bilden. Die Boote beider Gesell- 
schaften sind klein und eng, aber wenn man nun einmal eines 
benutzen muss, dann wähle man auf alle Fälle das englische. So- 
wohl Asia Minoi* als Karawas Liranos vermitteln den Verkehr längs 
der kleinasiatischen Küste bis Beirut; eine schnelle Beförderung 
darf man daher auf keinem der Boote erwarten. Der Passagier- 
verkehr der ersten Klasse (zweite Klasse giebt es nicht) .spielt 
keine Bolle, sondern es ist nur der Gfiterverkehr und der 
Personenverkehr auf dem Deck von Bedeutung. Unser Dampfer 
fuhr von Smyrna an Chios vorflher, landete in Syra, Kalymno, 
Kos, Rhodos und Beirut« auf der Rttckreise sollte er Kasos, 
Karpathos, Nisiro, Kos, Kalymno, Leros und Samos berühren. 
In Folge der Konkurrenz der beiden Dampfschifljsesellschaften 
beträgt fftr Deckpassagiere der Fahrpreis (nach einer Milr 
teilung unseres Kapitäns) von Smyrna nach Beirut 5 Piaster 
(circa 1 M.). Die Fahrt dauert 8 Tage. Das Bestreben die 
grosse Masse der Deckpassagiere zu gewinnen, die häufig arme 



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— 237 — 



Pilger sind, denen es auf Zeit und Be(|aemliclikeit weniger als 
auf den Piaster aiikonimt, hat den Fahrpreis beider Gesell- 
scliaften allmälilith auf diese ^erin^e Summe herabgedrlirkt. — 
Für die Passagiere der eisteu Klasse siud die Preise auf den 
beiden Dampferlinien niclif billig, ich zahlte von Smyrna nach 
Kalymuu incl. Kost für eine i^ ahrt von kaum 36 Stnivb'ii 2") M. 
Der grosse Vorzug des englischen Dampfers f!:egenuber dem 
türkischen bestand darin, dass der Kapitän, seinen Worten 
getreu, für die Passagiere der ersten Klasse einen Teil des 
Decks frei hielt. Dessen konnte sich der Kapitän des tür- 
kischen Bootes nicht rühmen. Als ich Abends um lU Uhr an 
Bord ging, war auch nicht ein Fleckchen auf Deck frei, in 
dem Mittelraum drängte sich Vieh, Ziegen, Kühe, Pferde, auf 
dem Vorder- und Hinterteil lag eine dicht gedrängte Menge 
schmutzigen Volkes. In der Kajüte war es entsetzlich dumpf 
und schwül. Am nächsten Tag erlaubte mir der Kapitän, den 
einzigen freien Platz auf Deck, seine Brücke, zn betreten. Auch 
die Verpflegung war auf dem Engländer nicht schlecht. — 

Kalymno. Mit dem Besuch der Insel hoffte ich nicht 
nur mehr tou der griechischen Inselwelt kennen zu lernen, als 
dies Tom Bord eines Lloydschiffes möglich ist, sondern ich dachte 
auch meiner Reisebeute einen erw&nschten Zuschuss hinzu zu 
fügen an Land- und Meereskonchylien. Die ersteren besitzen 
ein grösseres Interesse auf den nördlichen Inseln, Thasos, Im- 
TTOs U/s. w., aber der Besuch und die gründliche Ausbeute 
w&re sehr kostsiiielig und mit meinen Mitteln unmöglich ge- 
Wesen, und für die Meereskonchylien bot die Schwammfischerei 
von Kalymno grosse Vorteile. Mit den Schwämmen werden 
allerlei kleine Formen gefördert, die sonst kaum an das Tages- 
licht kommen. Es war nun nicht gerade die günstigste Zeit, die 
Taucher waren noch auf dem Meere, alier immerhin gelang 
es mir aus dem V()rhandenen Schwamm Vorrat eine zufrieden- 
stellende Ausbeute zn erhalten. 

Nacli 14 tiigigem Aufenthalt, verliess ich am 22. Sep- 
tember früli anf dein erwähnten, türkischen Dampfer Ka- 
lymno. Es drohte die Q^iarantiine wesren der Cliolera. die 
in Aleppo aufgetreten Avar. Alle griechischen Halen sollten 
gegen die von doi t kommenden Schiffe geschlossen sein. Ob- 
gleich dies als amtliche Nachiicht in Kalymno bekannt geworden 



— 238 — 



war, fuhren wir in Syra ohne weiteres ein. Ich hatte Hnsse, 
durch die Neustadt, welche eine grosse weisse Hftnserpyraniide 
darstellt, in das Freie zu gehen und mir die geologischen Ver- 
hältnisse anzusehen. Der griechische Dampfer nach Pyraeus 

fiihr erst am Abend. Meine Erfahrungen auf der Linie Ka- 
lymno Leros Syra liessen mich nun mit einem gewissen Schauder 
daran denken, dass ich wieder au Hord mnsste. 

Von Piraeus benutzte ich die Eisenbahnlinie nach Patras, 
die dicht am Meere hinführt und landschaftlich prächtige Strecken 
durchfährt. 

Als ich in Patras am 25. September Abends an Bord des 
Lloydschirtes kam. da hatte ich das beruliigende GefTihl. dass 
icli jetzt wohl oline Verzögerung mein Ziel, Frankfurt, tri t-ii liPii 
würde. Bis dahin schienen mir Anschlüsse luul Verbindungen 
noch die Unsicherlieit des Orients zu liaben: die stattliche 
„Medea". die so lautlos und ruhig in See stach, weckte den 
Gedanken unbedingter Pünktlichkeit. Und sie hielt, was ihr 
Äusseres und ihr Benehmen versprach. Nach 30 Stunden, wo- 
von wir dem lieblichen Corfa einige widmeten, brachte sie ihre 
Passagiere wohlbehalten nach Brindisi um die zweite Stunde 
nach Mitternacht. Am Bahnhof wartete ich auf den Mh 
morgens abfahrenden Zug. Es überraschte mich, wie wenig 
am Bahnhof auf Gäste Rücksicht genommen ist, erst spät am 
Morgen gelang es, dnrch Lärmen den Wirt zu wecken und eine 
Tasse Kaffee zn erhalten. Wahrscheinlich wfknscht man, dass 
alle Reisenden und besonders die durch eine lange Seereise 
gegen kontinentale Überrorteilang abgestumpften, aus Indien 
kommenden Engländer sich in die Hdtels begehen. Nach 48- 
stttndiger Fahrt Uber Bologna, Mailand und Basel traf ich 
am 29. September frfih in FrankAirt am Main ein. 



— 239 — 



Bemerknng zu den Profilen. 

Das Profil durch den südliehen Karabagh sdiliesst sich 
mit st'iiieni NO-Knde an das SO-Ende des Profils (liir(h den 
Cential-Karaba^h an. während das Profil durch den nurdliclien 
Karabagh gegen das mittlere Profil etwas nacb Güten ver- 
schoben ist. 



Ad. Strnbell's Konchylien ans Java II 

und vou den Molukken. 

Von 

Dr. 0. Boettger. 

(Mit Tafel 3-4.) 

Die folgende Arbeit ist die Fortsetzung zn der im Bericht 
der Senckenberg. Nat Ges. 1890 pag. 137 — 173, Tat'. 5 — 6 
gegebenen Liste der von Herrn Dr. Adolf Strubell auf seiner 
Forschungsreise in dem indischen Archipel gefundenen Mollusken. 
Betreffs der allgemeinen Angaben, der Lokalitäten anf Java und 
der Litteratur verweise ich aaf das daselbst pag. 137—138 Gesagte. 

Uber die Lokalitäten auf den Molakken sei folgendes be- 
merkt. Der Reisende konnte leider nur Amboina selbst, wo 
er einige Wochen verweilte, nnd seine Nachbarinseln in Bezng 
auf die MoUnskenfanna eingehend erforschen. Wir treffen in 
der folgenden Anfzfthlang daher besonders zahlreich Arten, die 
teils anf Nordamboina oder Hito, teils anf Sttdamboina oder 
Leitimor gesammelt worden sind. Von Amboina aus wurden 
Expeditionen nach den östlich gelegenen, der Sildkttste Ton 
Ceram vorgelagerten, noch unerforschten Inseln Haruku und 
Saparua unternommen, und auch der Ban da- Gruppe im Süd- 
osten von Amboina ein kurzer Besuch abgestattet Die Inseln 
Batjan nnd Ternate und der Norden von Celebes wurden 
wfthrend derBeise nur gestreift, brachten aber, in Anbetracht der 
kurzen, anf die dortigen Anfsammlungen aufgewendeten Zeit, immer* 
hin eine erkleckliche Anzahl schöner und interessanter Formen. 

I. Land- und Sttsswasser-Arten Ton JaTa. 

(Zusätze und Berichtigimgeii.) 

Die in der folgenden Liste den Arten vorgesetzten Zahlen 
entspipchen teils (No. 1 — 54) den bereits in der friilieren Arbeit 
IxMiutzten Zithern, teils (No. 55—67) zeigen sie die zu denselben 
neu hinzugekommenen Formen an. 

16 



— 242 — 



Parmarion Fisch. 

55. Parmarion problematievs (F6r.). 

V. Hartem, Prems. Exped. nach OstaBien, Zool. TeU, Bd. 2, 1867 
paff. 178, Taf. 6, Fig. 7-6» Taf. 12, Fig. 3 fpt^ttarü), 

Arga Sarie, am 4. Oktober 1889 in 5000' H5he ge- 
iuiminelt. — Hehrere gut mit Prof. y. Hartens' Beschreibung 
und Abbildung übereinstimmende Spiritnsexemplare. 

Vitrinoptts Semp. 

56. Vi'in'nojm's sp. 

Leider lie^t von dieser Art nur ein Si)ii itii^iexemplar mit 
bescliiidigter Sclialf^ vor, das mit der vori^^en Art bei Ai-pra 
Sarie am 4. Oktober 1889 iu bOdO' Höiie gf^tiinden winde. 
Das Stlkk erinnert sehr an V. plfomhia (P.) von Mauila, zeif^t 
aber ein kleineres Gewinde von nur 2 Umgängen. Das Tier 
trägt ein Scliwanzlioi n und ist etwas grösser als unsere dentsdu' 
Vitriva diftjthnmt Drap., hat aber sonst im llabitus uud im 
Bau der Schale viel Ähnlichkeit mit dieser Art. 

Hemipiecta Alb. 

2. Hemipiecta kumphreysiana (Lea) var. eompHanata Hts. 

V. Martom, 1. c. pag. 234 ; Batllgar, Ber. Seack. Nat Oes. 1890 pag. 139 
(var. iftmina, non t. d. Busch). 

Nachdem ich jetzt die ächte H, gemim v. d. Busch durch 
Henn H, Fruhstorfer aus Ost-Jaya habe, muss ich dieselbe 
von kumphreysiana trennen, die sich von gennna durch die 
zaiilreichen, langsamer anwachsenden Umgftnge, den Nabel, den 
schwach erweiterten letzten Umgang und eine viel feinere 
Runzelskulptur unterscheidet 

57. Hemipiecta argtita (Pfr.). 
V. MartaM, 1. c. pag. 219. 

Herr Ad. Strubell sammelte diese Art in guten StQcken 
amGunting Gedeh, W. Java, Herr H. Fruhstorfer desgl. 
im Tengg er- Gebirge, 0. Java, in 1220 m Heei'eshöhe. 

Die Stücke vom Gedeh haben etwas flachere Umgänge 
und weniger eingesenkte Nähte, das Braun der Unteraeite wird 
von dem peripherischen Kiel abwärts ganz allmählich heller, 



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— 243 — 



and die feine Spiralskulptnr bleibt in dieser braimen Zone noch 
3—4 mm weit unter dem Kiele, Ja manchmal bei gnter £r- 
haltnng noch bis znr Perforation deutlich. ^ Alt 15—17, diam. 
max. 28—32 mm; alt. apert. 12—13, lat apert. 15—17 mm. — 
Ein kleines Stttck, ebenfalls vom GanungGedeh, das nach 
Sknlptnr und Anwachsgesetz nur eine abgeschwächte Form dieser 
Art sein kann, zeichnet sich durch nur b^k Umginge aus, ist 
ganz einfarbig zimmtbrann mit etwas dunklerem Ton unter dem 
Kiel und im Nabeltrichter. Mit H, centralis Mouss. aber hat 
es nach Martens' Auseinandersetzung nichts zu thun. — Alt. 11, 
diam. max. 23 V> mm; alt. apert. 9'/«, lat. apert. 12} mm. 

St&cke vom Ten gger -Gebirge haben etwas höheres Ge- 
winde und etwas gewölbtere Umgänge, deutlich tiefere Naht, 
schwächere peripherische Kante, etwas unregelmässigere radiale 
Hippenstreifuog und ein schmaleres schwarzbraunes, von der 
heller braunen Färbung der Basis etwas deutlicher abgesetztes 
Mittelband, endlich kaum eine Andeutung von Spiralstreifnng 
dicht unter der Kante. — Alt. 13' 2 — 14* 2, diam. max. 27—28 mm; 
alt. apert. 11, lat. apert. 15 ' 2 mm. 

Sonst stimmen die Formen vom Gedeb und Tengger in 
Färbung. Skulptur und Windungsgesetz sehr schön mit einander 
iibereiu und machen es ganz sicher, dass sie nur Spielarten 
einer uiui derselben Speeles sein können. 

Lamproeyatis PfifT. 

58. Lmiiprocystis infaiis (P.). 
V. Martens, 1. c. pag. 243. 

Diese Art fand sich in 2 autiailend grossen, starkscbaligen 
Stücken am Gunuag Gedeh. Abweichend von meinen typi- 
schen Exemplaren aus dem Tengger- Gebirge finde ich nur 
die oben wie uuteii gleiche, etwas gelbere Sclialentarbuog und 
ein relativ etwas höher conisclu's <rpwiiidt'. ob »vs eine conjJtante 
Varietät ist. muss die Zukunit lehren. Die rerforalion würde 
ich bei beiden mir vorliegenden javanischen Formen „latiuscula^ 
nennen. — Alt. 5'/4, diam. max. H^'s mm: alt. apert. 3' lat. 
apert. 4V'4 mm. V<;rli;Utnis von Schaleuhöhe zu Breite 1 : 1,60 
(nach Originalen aus dem Teugger-Gebirge in meiner Sanuulnng 
1 : 1.67. nach von Martens aus Java 1 : 1,50, nach Ffeitters Typ 
von Borueo 1 ; 1,89). 

16* 



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— 244 — 



Hellx L 

15. Ilelij: (Cfdoniis) erassuh Phil. 
Boettger, Ber. Senck. Nat. Ge». 18iH) pag. lU 

Ein juQges Stück am GunuDg Gedeh, West-Java. 

Amphidromus Alb. 

17. Amphidronms perversus (L.) var. aurea Mts. 
Boettger, I. c. pag. 146. 

Weitere Stocke vom 6 an an g Gedeli — 2 links nud 3 
rechts gewundene — sind matter gelb, teilweise sogar gelblich- 
weiss ZQ nenneUf trotzdem dass sie lebend gesammelt worden sind. 

Glessula Alb. 

22, Olessula e&rnea Bttgr. 
BMHier, 1. c. pag. 148, T«f. ö, Fig. 9. 
Am Gnnnng Gedeh, West- Java, eine tote Sebale. 

Aoriciila Unk. 

B9. Anncula afirisjudae (L.). 

Pfeiffer, Mouogr. d. Auricul.. Cassel 1856 pag. 130. 

Tandjon^ Priok. West -.Java, im Brackwasser, wenige 
typische Stücke. Alt. 55, diam. max. 24 mm; alt. apert. 35'. g, 
lat. apert. c. perist. 17 '/a mm. 

Limnaeus Drap. 

26. Limmiofs Jantnieu.s Mouss. var. subteres Mts. 
und var. longitla Mouss. 

Boettger, I. c. pag. 150 (var. ititumfsrrm nnd var. longula). 

Bandong, ziemlich zahlreich in der bis jetzt nur aus 
Sumatra erwähnten var. Huhteres Mts. (v. Martens, Conch. 
Mitt. pag. 88, Taf. 16, Fijr. 6-71 ^ Alt. 18—20, diam. max. 
10— IOV2 mm ; alt apert. 13' 2— 14, lat. apert. 8 — 8' 2 mm. 
Schalenbreite zu Höhe 1 : 1,85 (bei Martens 1 : 1,80), Höhe der 
Milndaog zu Höhe der Schale 1 : 1,38 (bt i Martens 1 : 1,44). 

Die ihr nahe verwandte var. lornjula Mouss. von bis zn 
16 mm Totaliänge liegt jetzt in einem Dutzend Stücken von 
Balten zorg vor. Dieselbe Varietät wurde auch bei Tji- 
lewnng, West- Java, in 8 Stttcken gesammelt. — Stftcke von 



Boitenzorg mesBen alt. 15^4, diam. max. 8Vi mm; alt apert. 11, 
lat apert 6^« mm ond zeigen das Verhältnis Yon Schalenbreite 
zn Hohe 1 : 1^91 bis 1 : 2,00 (bei Hoasson 1 : 2,05), von Hfindnngs- 
hShe zn Schalenhöhe 1 : 1,43. 

Pianorbis Guett. 

60. Phnarbü (Gyraulus) compressus Hntt. 

V. Martow, Ual. BUttt. Bd. 14, 1867 pag. 813 negleefu» HftMelt, 
SB toiidnncnsts Monis., non Qn. Oalm., fropin^uiu Hoasson). 

Liegt in kleiner Anzahl aus einem Tümpel bei Buiten- 
zorg vor. Hier nur mitunter deutlicher gewinkelt, gewöhnlich 
mit stark yerrundeter Kante. — Alt Vlt^ diam. max. 4'/« mm. 

61. Planorbi» (GyrattlHs) infralinentm Mts. 
V. MartoM, 1. c pag. 218. 

Trotz der nur sehr schwachen Spiralstreifnng der Unter- 
seite gehört ein von Tji-lewnng, West- Java, vorliegendes 
einzelnes St&ck ganz sicher zu dieser durch Prof. v. Martens 
von Pianorbis compreiism Hütt, unterschiedenen Art. Als weitere 
Üntei*schiede d&rfen neben den von Martens bereits angegebenen 
Kennzeichen der feinen Spiralskulptur auf der Basis und des 
weissgelippten Peristoms gelten der starke Schalenglanz, die 
hell homweissliche Fftrbuiig und eine stärkere Erweiterung der 
M&ndung, doch muss ich gestehen, dass ich all* diese Kennzeichen 
— mit Ausnahme der Spiralskuli)tur — auch an indischen und 
chinesischen Formen des PI compressus gefunden habe. Ich 
furchte aber, dass eine genauere Beobachtung die bis jetzt un- 
angefochtene Art doch schliesslicli noch in die Reihe der sehr 
variabeln ( Vnniursfius-Ym mtiii herabdrlicken könnte. — Alt. P.», 
diam. max. öS'a mm; alt. apert. 2, lat. apert. 2',^ mm, 

Melania Lmk. 

27. Melanin (Stt/rospiraJ k>ti(dtnaria v. d. B. 
BMttger, 1. c. pag. 151. 

Tandjong Priok, West-Java, ein Junges Stück. 

62. MeUniln (Sidcospira) sfdrospira Mouss. 

Mousson, Laud- u. SUsswasser-SIoll. Java, ZUrich 1819 pag. 68, Taf. 9, 
Fig. 3; Brot, Melaniaceeu iu Maitini-t'hciuuitz 2. Aufl., Nttrnberg 1874 pag. 56. 
T%1 6, Fig. 11. 



— 246 — 



£8 liegt nur ein deckelloses Stück aus dem Botanischen 
Garten von Bnitenzorg vor, das im allgemeinen besser mit 
Monsson^s als mit Brot*s Abbildung und Bescbreibung ttberein- 
stimmt Es zeigt wenige, nn^eich starke, schmale, aber ziemlich 
scharfe, fadenförmige Spiralkiele anf den oberen Umgängen, 15 
anf dem letzten, von denen die 8 abwechselnden etwas stärker 
sind als die Übrigen. Anf den obersten Umgängen bilden feine 
Badialkiele nndeutliche quadraUsche Maschen mit ihnen. Die 
Naht nnd die feine Radialsknlptur entspricht ganz der Be- 
schreibung von Mousson; die Mttndung ist neben der Spindel 
nach unten etwas ausgegossen. Die Spiralkiele scheinen in 
der Mündung als schwache braune Streifen diircl), weshalb — 
ohne Kenntnis des Deckels — vor einer Verwechslung mit M. 
lirata Bens., die viel entfernter stehende schwärzliche Streiten 
zeigt, zu warnen ist. — Alt. 16, diani. max. 8' s mm; alt. apert. 
8* 4, lat. apert. 4 ^ \ mm bei 3V.f Umgängen. Verhältuis von 
Schalenbreite zu Höhe 1:1,88 (bei Mousson 1:2.19. bei Brot 
1:2,00), von Mündungsbreite zu MundungshOhe 1:1,74 \^bei 
Mousson 1 : 1,50, bei Brot 1 : 1,83). 

28. Mcümia (^^c^nnoidcs) sHhmncdlata Bttgr. 
Boettger, 1. c. pag. 151, Tat'. 6, Fig. 4. 

Ein zweites, jüngeres Stück von Tandjong Priok, von 
alt. 16, diam. max. ö'i« mm. 

2U. Mclania (Stritdilht) iuhcrcuhifa Müll. typ. 
und var. paircyssi Brot. 

Bottt|er, I c. pag. 162 (var. mnht/ava cxcl.) 

Von Tandjong Priok liegt eine gedrungene, bis auf 
den letzten Umgang gegen die Nalit liiu sehr stark gefaltete 
Form mit convexen Windungen in 2 lebend nnd in 2 tot ge- 
sammelten Stücken vor, die sich vom Typus der Art höchstens 
dnrch mehr sichelförmig geschwungene Radialfalten trennt — 
Alt. WU—l8t diam. VI»— 9 mm bei 4— 4Vs Umgängen. 

Nach den Jetzt in grosser Anzahl von Tji-levnng vor- 
liegenden Exemplaren der var. parmfssti Brot zeichnen sich nur 
die Jugendwindnngen durch geringere Convexität aus, und es 
haben dieselben bei gutem Erhaltungszustand meist auch schmale, 
wenig deutliche, sichelfoitnige, radiale Fältchen. Ein besonders 



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— 247 — 

großes und dünnschaliges Stück ist auf hörn farbig olivgrauem 
Gründe äusserst lebhaft rutbiaun jr^-tlanimi und erinnert in 
dieser Tracht (f. tf'^fn'ifa Huttj au Stücke von Salanga. Siani. 

Auch 4 Stücke aus dem Botanisclu u ( Jarteu von Buiteuzorg 
schhesiieu sich als schwächliche, kleine Form dieser Varietät an. 
Sie zeigen bei alt. '21 und diani. inax. mm nnr 4 Umtränge. 

i'bereinstimmend mit den früher erwähnten Stucken von 
Tji-lewung und wie diese ohne jede Radialskiilptnr auf den 
In ien Umgängen zeigen sich 10 Exemplare der var. parrri/ssi 
Brut von Tandjong Priok. — Alt. 24— 24^ j, diam. maz. 
mm bei 7 bis 9 erhaltenen Windungen. 

63. Mrlnnin (Sfriafr/la) malayaua Iss. 
Boettger, 1. c. pai^ l.j2 (iuherrulata var.V 

Das Zusammenleben dieser B'orni ohne Ubergänge mit 
M. tuhrnuhta var. /i'n/rifss;/ Brot bei Tandjong Priuk 
veranlasst mich jetzt ibich. meine frühere Meinung, dieselbe 
als Varietät von }f. hihnridnhi aufzufassen, wieder fallen zu 
lassen. Sie ist doch bedeutend sclilanker, das Gewinde meist 
etwas concAV ausgezogen, die Umgänge erheblich flacher. — 
Alt. 18—19, diam. max. 6' i— 6' 2 mm. 

Weniger die Mousson"selie Zeichnung von .V. t iirtvlmcpa 
Mouss. 184i), als die Zeichnung und Beschreibung dieser Schnecke 
bei Brot lassen vermuten, dass M. nmhujinin Iss. 1874 in die 
Synonymie derselben gehört. Zur Entscheidung dieser Frage 
fehlen mir aber Originalexempiare der Moosson'schen Form. 

64. Melania (Sfria(elh) hihonesia v. d. Bäsch. 

Brot, 1. c. pag. 206, Tal 23, Fitc- 8 (typ V 

Nur in einem Stück bei Buiteuzorg gesammelt. An den 
oberen Umgängen sind die 2 oder 3 untersten Spiralreifen über 
der Naht besonders lief eingeschnitten. Sonst passt — in Bezug 
auf Skulptur, Färbung und Zeichnung — die .^Foussousche 
Beschreibung ganz vnrziiglich auf das uns vorliegende Stück, 
weniger die Angalie J')r(.t"s. dass die oberen Umgänge Jn der 
Regel" nicht (juergefaltei seien. Der Typus der Art zeigt 
ganz deutlicli eine Kadialskulptur von 14 etwas sichelförmig 
geschwungenen Ivippen. — Alt. 24. diam. max. \i mm: alt. 
apert. 8, lat. apert. 4' > mm. Verhältnis von Gehäusebreite zu 
Höhe 1 : 2,67 (nach v. d. Busch 1 : 2,57). 



— 248 — 



30. Mchnia (PlotioJ scal/ra Mttll. 
Boettger, 1. c. pag. 153. 

Tandjong Priok, mein ere Stücke. Ähnlich der früher 
beschiie1)Hueii Form von Tji-lewuug, aber der letzte Umgang 
anscheineud immer ohne Doruspitzen. — Alt. di&m. max. 
8 Vi mm. 

32. Melania (Tarebia) coffea Phil. 
BNMior, 1. e. pag. 1S3. 

Drei vettere Stücke aas dem Botanischen Garten von 
Buitenzorg, denen aber die Höckerung und ftberhaupt die 
Radialskalptur fast g&nzlieh mangelt. — Alt. 20, diam. max. 
9Vt mm bei 4Vs Umgängen. 

2 St&cke von Tandjong Priok zeigen — wie es die 
Begel ist — nur drei knotentragende Kiele auf dem vorletz-' 
ten, drei auf dem letzten Umgang. 

65, Melania (Tarebia) Urata Bens. 
Bral, L 0. PHT. 328, Ttf. 33, Fig. 6. 

Ein schönes erwachsenes Stück von Tandjong Priok 
mit sehr deutlichen schwärzlichen Spirallinien. — Alt. 25 Vt, 
diam. max. 11 mm. 

Neritina Lmk. 

66. Xeritina (Xeritaca) ins Moiiss. 

V. Martens, Neritioa iu Uartiui- Chemnitz 2. Aufl., Niiruucrg 18y*J, 
l»ag. 52, Tat". 9, Fig. 6—3. 

Beiden Tausend-Inseln an West-Java wurde ein leben- 
des Stflck von 19 mm grösst^m Durchmesser erbeutet. — Prof. 
V. Martens hat die Unterschiede dieser Art von X. pnUujcra L. 
scharf hervorgehoben ; schon das geringere Verhältnis von Höhe 
zu grüsstem Durchmesser (1 : 1,30 bis 1 : 1,36) gegen .V. his 
(1 : 1,29 bis 1 : 1.31) scheint beide meist gut von einander 
ueuuen zu lassen. 

67. NeriUna (Nentaea) variegata Less. 

V. Mtrtaoa, L e. pag. 98, Tkf. 10, Fig. 11—17. 

Nor ein junges Stück von 8Vs mm grösstem Durchmesser 
bei Tandjong Priok. — Es stimmt befriedigend mit meinen 
Stücken von Ternate und von den Palau-Inseln, nur ist das Gelb 



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— 249 — 



der SclialeDÜecke heller, mehr schwefelgelb, und der Spiudel- 
platte felilt auffallenderweise der sonst ^gewöhnliche braunrote 
Querfleck. Anstatt desselben ist vielmehr nur eine leichte 
BräauuDg za bemerken. 

Paludina Lmk. 

34. BUudina chinenm Gray var. richthofmi Nev. 

Boettiar, 1. c. pag. 154, Taf. 6, Flg. 5 Qw.), 

Bandong, ein prachtvoll erhaltenes Stfick ohne Deckel. — 
Alt. 39Vt, diam. maz. 31 mm; alt. apert. 20, lat. apert. 16V» mm. 
Verhältnis Ton Oehäusebreite za HGhe 1 : 1 27 (bei Nevill 1 : 1,30), 
von Mftndnngshahe za GehftusehOhe 1 : 1,98 (bei NevUl 1: 2,05). 

Von der mit ihr zusammenlebenden, recht ähnlichen P. 
javanim v. d. B. in erster Linie verschieden durch weit be- 
deutendere Grösse, tiefere Nähte und viel gewölbtere Umgänge, 
melir konvex - konisches Gewinde und grössere, nacli rechts 
breiter ausladende 311'indung. Beide Arten zeigen iibiigens bei 
ii.tiidong tiel schwarzen Mundsaum. P' jarmiif-a von Bandong 
hat das Verhältnis von Breite zu Höhe 1 : 1,38 und von Buiteu- 
zoig 1 : 1,38 bis 1 : 1,49. 

35. Pnludina javanicn v. d. B. 
Boettger, 1. c. pag. löo. 

Aus dem Tji-lewnng bei Buiteuzorg in typischer Ent- 
wicklung. 2 ausnaliinsn'eise grosse Stücke von liier messen 
alt. 30' a— 33» -', diani. niax. 21— 22 mm: alt. apert. UVa— 16, 
lat. apert. 11—12 nun. was den Verhältniszahlen Breite zu Höhe 
1 : 1,49 und Mündungshöhe zu Schaleuhöhe 1 : 2,10 entspricht. 

Lagocbilus Blanf. 

42. Lagochilu9 grandipilum n. nom. 

Boettger, Ber. Sencfc. Nat. Ges. 1890 pag. 155), Taf. (i, Fig. 5», »»-b 
{tongipävm, non Uoetl.). 

Bei Anfstellnng der neuen Art hatte ich leider ftbersehen, 
daas Dr. von Sloellendorff bereits 1885 einen L. Imtgipilum von 
Hainan (Jahrb. d. B. Mal. Ges. Bd. 12 pag. 367, Taf. 9, Fig. 4) 
beschdeben hat. Ich ändere daher den Namen fDr die Java- 
Art in L. yrandipiliim nm. 



L.icjui^L.ü cy Google 



— 2ÖÜ — 

Cyclophorus Montf. 

44. Oyclophonts perdix (Brod. Ä Sow.) Tar. xollittgeri Mouss. 

Mousson, Land- n. SttsswMBer-MoU. JftVft, Zürich 1849 pag. 55, Taf. 7, 

Fig. 2 (Oyclostoma xolUmjrri). 

Ausser vom Tengg er- Gebirge, von wo diese Varietät 
ans 1220 m Meereshöhe durch Herrn H. Fruhstorfer ein- 
geschickt wurde, liegt dieselbe jetzt auch xd eiuem einzelnen 
Exemiilar von West- Java vor, wo sie Herr Dr. Ad. Stra- 
bell mit der Stammart sammelte. — iStäcke vom Tengger- 
Gebirge messen alt. 18, diam. max. 27 nun; alt. apert. 12 
lat. apert. 14 mm, das 8tück aus West -Java alt. 18, diam. 
max. 28 mm; alt. apert ld*/t, lat apert. 14^2 mm. 



II« Bmckirasser- nnd mcerisehe Arten von Java. 

Pentadactylus Klein. 

31. Pcntndacff/jfis (StJitruDt) jnhsuks (Kien.). 

Klener, Icon. Coq. viv. Farpiin pag. 38, Taf. 9, Fig. 22; Reev«, Couch. 

Icou. Purpura sp. 52. 

Tau send- In sein, Nordwest- Java, fin durch die ab- 
wechselnd braunen nnd schwaizea Tuberkel gut charakterisiertes 
^Stück. — Alt diam. max. U mm. 

Cerithlum Adans. 

82. ('vritlii(un (vinllitiiu Diifr. 

Kiener, I. c. Cerithiutu pag. 32, Taf. 8, Fig. 3 (MüiuUiug zu ffrms ge- 
zeicbuet!); Sowerby, Tlies. ronch. B«l. 2, 1855 pag. 803, Taf. 179. Fig. 63. 

Tausend- In sein, ein tot gesammeltes Stück von alt. 

30. (liani. max. mm. — Die Art ist auch von Panay, 

Philii»i»ineu, und von den Fidji-Inseln bekannt 

33. Cerithium iui/ereitininm L. f. minor m. 

Sowtrby, I. c. pag. 670, Taf. 182, Fig. 162 und 164. . 

Küste von Nordwest-Java, 5 Exemplare. — Auffallend 
klein, doch in Grösse und Form ganz tibereinstimmend mit einem 
Stück meiner Sammlung von den Philippinen. Alt. 14, diam. 
7 mm. — Stücke der typischen Form von Padang, Sumatra, 
messen alt 22, diam. 12 mm, und ähnlich gross sind anch meine 
Stücke von Pt de Galle, Süd-Ceylon. 



Digrtizeo Ly <jOOgIe 



— 251 — 



Uterina Per. 

34 Lf fort HO fuscivenin's n. sp. 
(Taf. Fig. lifc-b, Mt. Gr.). 

Char. Colore et scalptura affinis L. melanostoma Gray, 
8ed forma magis conica, t. malto solidiore, striis spirallbns 
crebrioribus, apert. magis obllqna dlscrepans. — T. haad rimata, 
oTato-conica, solidissima, palHde flavescens, pnnctis fnlvis obso- 
letis spiralitfr ornata; spira conirexo- conica; apez acutus. 
Anfr. 5—6 couvextusculi, sutura appressa marginata disjiincti, 
striis crebris spiralibus impressis cincti, 10 in anfr. penultimo, 
20—25 in ultimo, altimns ad suturam constrictns, yentriosnlns, 
ad peripheriam rotundato-sabangulatus, ^5 altitudinis testae 
ae»iuans. Apert. sat magna, late ovata, superne acuta, faucibus 
flavidis, coluraella et basi anfr. peniiltimi. uti in L. iiK-lanostoma 
Gray, laete nigro-fuscis: peiist. acutum, albiiUiin, margine supero 
appresso. rectilineo, dextro expansiiisculo, levissime crenulato, 
basali lalu, expanso; c(diimella strictiust ula. latissiina, longitu- 
dinaliter excavata, marginibiis albidis. — Operculum normale. 

Alt. 18 22, diam. max. 14—16 ram; alt. apert. ll\jj— 13, 
lat. apert. 8 — 10 mm. 

Hab. Nordküste von (*>i-.Tava, von Hciiii II. FniU- 
storfer in Anzahl gesammelt und mir von Herrn Br. Ötrubell 
zur Bestimmung mitf^eteiit. 

Bemerkungen. ist sehr auffallend, dass diese an 
der tieflmunien, glänzenden Gehäusebasis und ( ullumdla so 
leicht kenntliche Art. die auch in der rotbraunen Punktzeich- 
nung die schlanke und dünnschalige L, mclanostoma Gray copiert, 
noch nirgends beschrieben zu sein scheint. Aber weder bei 
Weinkauff. noch bei Nevill findet sich irgend eine ähnliche Art 
verzeichnet. Von L. tnchinostoitia trennt sie, ausser den oben 
erwähnten Kennzeichen, die grössere Wölbung der Umgänge, 
die bedeutendere Höbe des letzten Umgangs und die viel breitere 
in der L&ngsrichtung ausgehöhlte Spindel. — Sollte Weinkauff 
diese Art vielleicht mit L. modesfa Phil, zusammengeworfen 
haben? 

Nerita Adans. 
35, ScnUi chaj/uulco)/ L. var. stjf((u/uiluta iiecl. 
Tausend-Jnseln, ein junges lebend gesammeltes StQck. 



— 252 — 



Area L. 

23, Area (Barbatiaj fusca Brag. 

Boettger, Ber. Senek. Nat. Gm. 1890 pag. 170. 

Batavia, ein Stück von prof. lö'/s, alt. max. 20V<, 
long. 35 mm und Xordwestküste von Java, ein Stück von 
prof. 13^/«, alt. max. 17Vt, long. 31 mm. 

36. Area (IhihuHaJ tmpexina Lmk. 

Nord Westküste von Java, ein Stück Ton prof. 10, 
alt. mux. 15, long. 27' s mm. — Ich besitze diese Art aacli 
von Padaug, Sumatra; Paetel nennt sie von Lnzon. 

Circe Sclium. 
37. Circr (Crista) pn tinata (L.). 
Römer, Monogr. Venus Bd. 1, Cassel 1809 pag. 174, Taf. 47. Fig. 1. 
Insel Puhl Edam an Java, eine Doppelscliale von prof. 
Iß'/,, alt. 2r>, long. 3:? mm und dem Verhältnis 1 : 1,58:2,00 (bei 
Kölner 1 : 1,81 : 2,44). Die Form scheint somit dnrch fast abnorme 
Bauchigkeit ausgezeichnet zu sein, ist aber sonst in Form, 
Skulptur und Färbung vom Typus in keiner Weise verschieden. 

III. Land- und Siis.Hwasser-Arten von den Molukkeu. 

Ennra H. & A. Ad. 

1. I-'nit> fi (Ibittoiiclh) hiroloi Halt. v;U'. f/hhrcriata Mts. 
V Martens, Frouss. Exped. nach Oatasien, Zool. Ttü, Hd. 2, 1807 pag. 385. 

Stadt Ambuina, in mässijrer Anzahl, in einer Form von 
alt. 4' 4, (liain, max. V » mm bei 6' 2 Unitrilngen. Die grossten 
vorliegenden Stücke messen 6 iiiiii bei 7 Umgängen. — So klein 
hat sie selbst v. Martens iiielit gefunden, der die Länjre der 
Varietät zu 6*'« nun aniribt. Abfresehen von der < rr>s>B und 
davon, das.'^ die Selmecke von Anibuiiia ein etwas meiir cy- 
lindrisches Geliaiise triiiit als gewöhnlich, ünde ich keinen Unter- 
schied vom Typus der Art. 

Xottft Alb. 

2. Xcsfff rltnna (L.) typ., var. <ll,iii<li<it(i Fav. und var. ojxu n Mis. 

V. Martens, 1. c. pag. 193, Taf. 6, Fig. 1—2, Tai'. 7, Fig. 4, ö (dimidiata) 
vnd 10 (cpaea). 



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— 253 — 



iMi se durcli relativ kleines Gewinde, die siark «sich ver- 
breiternde, kaiitenlose letzte Windnnii\ stark absteigenden, ue- 
boLienen Spinilelraud, grosse Mündiiiii;-, schwache Schale und 
breites weisses peripherisches Band ausgezeichnete Art liejit 
in Anzahl und in selir verschiedener Färbung (auch in der var. 
(lintidkäu Fav.) von Ema auf SiUlamboina und in dnr var. o;wm 
Mts.. die bald citron-, bald oranu:euelbe Grundtarbe besitzt 
und der das dunkle Oberband fehlt, von Hulaliu auf der Insel 
Haruku vor. — Stücke vor. Kiiia messen alt. 25, diam. 38"a mm; 
alt. apert. lOV'.». lat. apei t. 21 mm, solche von Hulaliu alt. 22, 
diam. 36^2 mm; alt. apert. 18, lat. apert. 20 mm. 

Nach dem mir vorliegenden Materiale Avürde ich die von 
^fartens als var. tiam Beck ausCerara beschiiebene Schnecke un- 
bedinjrt von X. citrina (L.) trennen. Diese -Y. tiara (Beck) ist fest- 
gchalig, viel kugeliger, das Ge^\inde höher und namentlich weit 
langsamer anwachsend, der letzte der ö'/a UmgÄnge nicht be- 
sonders verbreitert, die MUadun^ wesentlich kleiner und niedrigrer, 
der Spindelrand gradlinig und sehr schief. — Alt. 22 — 23*/«, 
diam. 34— 34Va mm; alt. apert. 16V«} lat. apert. 18Vs— 19 mm. 

3. Xcstn stnihcUi n. sp. 
(Taf. 3, Fig. 2— 2», nat. Gr.). 

Char. T. late perforata, depresse orbicnlato-conica, opaca 
qoasi pruinosa, fasca, ad nmbilicum pallide Cornea, zonis suturali 
et peripherica angnstis albis, snpeme ni^romarginatia ; spira 
depressa conica; apez acutiuscnlns. Anfr. 5*/« sat lente accres- 
centes, param convezi, sntura distincta appressa disjuncti, 
parom distincte costnlato-ftirfati, nltimas rotnndatns Tel fere 
leviter snbangulatns. Apert. minor, parnm obliqna, transverse 
elliptica, parom ezcisa, violaceolimbata; perist. simplez, rectum, 
margine columellari obliquo, leviter cunrato, ad insertionem 
breviter reflezo. 

Alt. 20, diam. 33— 35V« mm; alt. apert. 14V«— 15V«, lat. 
apert 17V«— 19V« mm. 

Hab. In kleiner Anzahl neben typischer X ciirina (L.) 
bei Ema auf Sfidamboina und bei Hulaliu anf der Insel 
Harnkn. 

Bemerkungen. Diese sehr distinkte Art ans der 
C¥<irt«a- Gruppe dttrfte vielfach bis jetzt unter dem Namen 



üiyiiizea by GoOgle 



— 254 — 



„X mcnoxanalli von Amboina** mit letzterer Art verwechselt 
worden sein. Aber das Fehlen der feinen Gittemng auf der 
Oberseite und die schmale weisse Binde unter der Naht und 
auf der Peripherie lassen ihre Verschiedenheit von dieser und 
ihre n&here Verwandtschalt mit X eitrina (L ) nicht Terkennes. 
Abpfesehen von der Färbung sind das lan<jrsanier anwachsende 
Gewinde, dessen letzter Umf^antr weit schmäler und namentlich 
f»:edrückter ist. und die J^'urm der Mündunfr entsclieidende Cha- 
raktere, (He beide Arten immer mit Sicherheit von einander 
trennen lassen. Wälnend das Verhältnis von Mündun*ishöhe 
zu Breite bei A'. citiiim (L.) 1 : 1,09 ist, betrüirt es bei der 
neuen Art 1:1.23. Eine deutliche Siiiralstieiiimg ist wpder 
auf der Ober-. iiDch auf dei' Unterseite der Schale zn ei-kenneii. 

Verwandt ist auch A'. 'iidlni fp.), aliei' abLieseheii v«>n ihren 
nördlicher ^i'Uneneu Funddrten -riisser. ihr Owinde wächst viel 
schneller an. und ihre Mundötlnung ist selir liioss und weit. Audi 
hat letztere nach einem Uri«rinal aus Prof. v. Martens' Hand 
flachere Umgänge und deutlich gewinkelte letzte Windung. 

4. Xcski cinctn (Tiea). 
V. Martens, 1. c. pa^, 212, Taf. 8, Fit?, (i 

Menado auf der Stiasse nach Kenia, N. Celebes, 5 lebend 
gesammelte StUcke. Die (ii undfarbe ist ein bräunliches Orangerot; 
übrigens wurde nur die Farbenvarietilt a bei Martens erbeutet. — 
Alt. 14^4, diam. 22 'i« mm; alt. apert. 10, lat. apert. 12 mm. 

Macrochlaroys Bens. 

5. MacrocMamys ambaitiensis (Mts.). 

V. Marttm, 1. & pag. 244, Taf. 18, Fig. 11 (B^ina). 

Liegt in meist jungen Stflcken von Erna auf S&damhoina 
und erwachsen zahlreich von W a a i auf Nordamhoina (März 1S90) 
vor. — Alt. 6\'f— 7, diam. 13*/»— 14 nun; alt. apert 6, lat. 
apert. 7 mm. 

Oma auf der Insel Haruku, ein Jüngeres Stflck. 

Insel B um, 5 tot gesammelte Exemplare, etwas gedrückter 
als die Amhoina-Form. — Alt. 5V>;, diam. 11 ^'a mm. 

Anf den Banda- Inseln und zwar auf Banda Lontlioir, 
wie auf Banda Neira scheint die Art kleiner zu bleiben. — 
Alt. 5^4. diam. Ii uim. 



^ j . ^ci by Google 



— 255 — 



Diese auf der Amboinagruppe Imufigre Schnecke ist dem 

Spindel uiiisclilag nach eine sichere Mat ro( hlntntf-^ und pranz 
zweifellos koine Jfifntlntn. Irh würde die Mai teiis'.Nrlu' nia^ndse 
in folgender Weis»' ergänzen: „T. late iierforatn. anfr. siitura 
impressa. ad aperturam subcanalicuhita di?^jnncti; margo culu- 
mellaris superne lolmlo levissinio instnutiis. in perforationem 
protractus ibiqiie subeniMr<7inatus et leviter etTiisiis^. Die Weite 
der Perforation betragt nur Vis der Gehäusebasis; die Art 
kann also nicht, wie Martens vorschlägt, „angttste umbilicala" 
genannt werden. 

Euplecta Semp. 

6. Kuplrein minima n. sp. 
(Tftf. 3, Fig. 3, nat. Gr., 3»-«, vergr ) 

Char. T. pro genere perpusilla, punctato-pcrforata, lenti- 
formis, snbconoideo-depressa, comeo-rufa, tenuis, nitida, pellnctda; 
spira depresso-convexa ; apex obtusus. Anfr. 4 (an adultae?) 
convexiusculi. lente accrescentes . sutura distincta separati, 
siiblaeves. juxta carinani linea siiirali profunde iuipressa et lira 
acntiuscula niargiuali cincii, ultiniu:5 superne distincte carinatus. 
basi subangulat^-convexiis. circa perforatiunem praeceps. Apert. 
fere verticalis. transveise ovalis, valde excisa. ad carinam pe- 
culiariter angulata: perist. siniplex. acutum, margine columeliari 
paullulum incra^isatu, brevissinje rellexiusculo. 

AU. IV'L', diam. 2'/« mm; alt. a[)eit. 1' 4, lat. apert. T 2 mm. 

H ab. Hitulama auf Nordamboina) 5. April 1890, wenige 
mässig erlialteui' StVicke. 

Bemerkungen. Trotz der geringen Grösse eine ächte 
Eupkrta, mit Eu. cchiicu.st.i Möll. verwandt durcl» den einfacliea 
Randkiel, mit Kt>. hlruriunhi Semp. durch die Form der Nabel- 
perforation. Za beachten ist, dass bei dieser Art der Kiel nach 
der Basis bin in keiner "Weise ausgearbeitet ist, so dass der- 
selbe also ganz der Scbalenoberseite angehört. — Meines Wissens 
die erste Eiipkcia von ausserphilippinischem Wohnort. 

Sitala H. & A. Ad. 
7. Silnia Ixuuldii'ii usls i^ttg. 
Boettger. V.w Seiuk. Nat. Ges IHiiO pag. 141, T;if. h, Fig. 3. 
Ks ist sein- merkwürdig, dass Herr Dr. Ad. StrulHdl einige 
ganz typische Stücke dieser zuerst in Centraijava von ihm ent- 



— 256 — 



deckten Schnecke auch auf dem Gannng Carban and bei Waai 
in Nordamboina und bei Oma anf der Insel Haroka wieder- 
gefunden hat Weiter kommt die Art anch sehr selten anf 
Banda vor. Die Zahl der Spiralleistchen auf den einzelnen 

Umgängen ist etwas grösser, 10—11, so dass dieselben bei der 
Molukkenform nur noch sehr scliwer unter der Lupe zu zählen 
hiiul. — Alt. und diam. 2'',8 mm. 

KalioNa Blanf. 

^. KnlieUn doiiohtm (P.). 

V. Moellendorff .Iu}m1) \. D. Mal. Ges. Bd. 14, 1887 pag. 268 und Ber. 
Senck. Xat Ge^. IH'.K) pai;. 205. 

Handa, 6 Stücke. — Alt. 2, diam. 2^,4 mm. — Ünunter- 
scheidbar von der Philippinerin, die ich in guten Stöcken von > 
Cebü besitze, und die auch aufBohol und Mindanao angetroften 
wurde. Grade die Banda -Gruppe scheint in ihren Minutien 
manche .\hnli( likeit — ich verweise auf die narlilior zn or- 
wähnende Kiidodonta philippinica Semp. — - mit den Philippinen 
zn besitzen. 

9. Kalirlla i/tdt/j'en t/s n. sp. 
(Taf. 3, Fig. 4, nat. Gr., 4» b, rergr.) 

Char. T. parva, minute perforata, conoideo - depressa» 
tenera, pallide corneo-oiivaceaf snpeme sericina, basi nitida; 
spira depresse convexo-conica; apex obtusus. Anfr. 4Vt sat 
lente accrescentes , conveziusculi , sutura impressa disjuncti, 
snpeme microscopice subregulariter dense striati, infeme glabri} 
nltimns peripheria distincte angulatus, basi convexiusculos, 
antice nun descendeus. Apert. modice obliqua, transverse ovata, 
modice exdsa; perist. simplez, acutum, marginibus callo levis- 
simo junctis, dextro media parte angnlato, colnmellari snpeme 
levissime reflexo et snbeffnso. 

Alt. IV«, diam. 2V/8 mm; alt. apert. 1, lat. apert Vit mm. 

Hab. £ma auf Slldamboina, ein einziges lebend ge- 
sammeltes, anscheinend erwachsenes Stfick, Hitulama auf Nord- 
amboina und Sirisori auf Saparua, nur wenige junge Exemplare. 

Bemerkungen. Ähnlicli der A'. doHohim (P.) von Cebü, 
aber mindestens um das Doppelte feiner gei<i reift, der K. s»h- 
sculpta Moell. von dei' Insel Samui, aber verhältnismässig höher 



^ j . ^ci by Google 



~ 2Ö7 — 



und etwas stumpfer gekielt, und der K. dtprr.^fi Mooll. aus Süd- 
China, aber mit stumpferer Gehänsespitze, und überdies wesent- 
lich kleiner als alle die crwaluilen iihnlichen Formen. A'. mar- 
dottya/li (Issel; Von Borneo ist ebenfalls sehr ähnlirh. auch in 
der Grösse, besitzt aber — weuigsteus der Abbildung nach — 
ein auffallend spitzeres Gewinde. 

10. Kdlidla milium (Mts.). 

V. Martens, JIon.-Ber. Berlin. Akad. 1864 \^^^. 524 (Hclix) und Preusfl. 
Sx|l. n. Ost-Asien. Zool. il pag. Taf. 12, Fig. lö ilklti milinfen). 

Diese schöne Art liegt in zwei Exemplaren von der Insel 
Batjan und in 9 Stücken von Erna in Südamboina vor. — 
Der Diagnose ist nachzutrap:en : „T. corneo-albidji nnfr. sutura 
sat iirufnnda, sed distincte appressa disjuncti, ultimns snperne 
fere rotundato-angulatus, apert. intus callo aibido fere sublabiata, 
margine columellari saperue iaterdum subtubercolato. — Alt. 4V«, 
diam. 6 mm". 

Die Schnecke ist keine HeUx, sondern eine durch das 
obsolete Coluniellarknötchen scharf gekennzeichnete Naninide 
der n:itfuTig Kaliclla, in dieser Gattung selbst ausgezeichiK t 
durch ihre Grösse und ihre weisse Farbe, sowie leicht kenntlich 
darch die tiefe, aber doch liocli an den yorhergehenden Umgang 
angedrückte Naht. Als ähnlich kann von den mir bekannt ii Arten 
nnr die dunkelbraune chinesische K, seekingerinua Hde. gelten. 

Lamprocystis PfefT. 

11. JjiDfprarffstis! nnf/>ntn/(/ n. Sp. 
(Taf. 3, Fig. ö, uat. Gr., b^, vergr.) 

Char. T. parva pnnctato-perforata, conoideo-depressa, 
iennis, nitidissima, comeo-oli?acea; spira depresse conoidea 
lateribus convezinscnlis; apex obtnsnlns. Anfr. 5 — sat 
convezi, lente accrescentes, sutura perdistincta, fere snbimpressa 
disjuncti, laevigati, vlx striatuli, ultimus supra peripheriam leviter 
angnlatos, fere snbcarinatns, basi eonvexus, in regione nmbili- 
call excavatus. Apert. parnm obliqna, transyerse oyalis, sat 
excisa; perist. Simplex, acntum, margine dextro supeme leyiter 
angulato, columellari brevissime reflexo, leviter emarginato, 
superne protracto. 

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— 25S - 



Alt. 2'/8, diam. 3^/4 mm; alt. apert. IVs, lat. apert. Vis mm. 
— Höhe zu Breite der Schale 1 : 1,58. 
var. cxtyiia n, 

Ohar. Diifert a typo t. minore, pro latitadine panllolo 

altiore, anfr. 4* 2. — Alt. 1^/4, diam. 2^« mm. — Höhe zu Breite 
der Schale 1 : 1,50. 

Hab. Beide Formen fanden sich, oline t bergänge zu 
biUien, in kleiner Anzahl bei Kiiia aut Siidauiboina und auf 
der Insel Banda Neira. die grössere Form allein auf dem 
(tuiiuii«^ Carbau auf Nordamboin a und die Varietät allein 
bei Waai auf Xindamboina und auf der Insel Batjan. Äfittel- 
formen fanden sich iu kleiner Anzahl aucli bei Ouia auf der Insel 
Haruku (diam. 3 — BVimm) und bei Hitulama auf Nordamboina. 

Bemerkungen. Verji^leiclibar der Jj. huiiuirix Moell. 
aus Cebü. l^hilippinen die abei dunkler gefärbt ist und mehr 
Umgänge hat, und namentlich der L. steuomphala Moell. aus 
Hongkong, die aber heller gefärbt und deutlicher gestreift ist 
und viel schwächere Kielanlage auf dem letzten Umgang besitzt. 

12. Lam^irocystis gemmula Moell. var. palitdior n. 

Ohar. Differt a L. gemmula var. depresm Moell. t. palli- 
diore, corneo-flavescente, perforatione pauUulo latiore. — Alt. 

l>/8, diam. 2V8 mm. 

Hab. Hitulama auf Nordamboina, 5. April 1890, zwei 

todt gesammelte Schalen. 

Bemerkungen. Es ist mir nicht gelungen, weitere Unter- 
schiede als die obengenannten von der auf den Philipninen ver- 
breiteten L. ijiiiniiidu Muell. und namentlich von deren kleinerer 
und gedrückterer var. ih jn-rssn Moell. von Müjavjav auf Luzon 
zu finden, und ich glaube, dass eine Abtrennung höchstens als 
Varietät in diesem Kalle um so eher geboten erscheint, als bei 
d*^r schlechten Erhaltung iler beiden vorliegenden Stucke eine 
gute Artdiaguose Schwierigkeiten gemacht hätte. 

13. Lru/fprocf/stis sinira (Moell.). 

V. MoellendorfT, .Jahrb. a. 1>. lh\\. (le^ Bd 12, 1885 pag. .386, Taf. lU, 
Fig. If) iMi< r.>, iistinn'"! und Bd. 14, ]>;vl'. 10 (var. hoinanensin). 

In einem lebenden Stlick auf iiauda gesammelt. — Alt. 1, 
diam. l'',6 mm. 



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— 259 — 



Die Unterschiede des vorliegenden St&ckes vom südchine- 
sischen Typns beschränken sich nach direktem Vergleich anf 
etwas danklere Färbnng, die sich wohl dadurch erklärt, dass 
die Schale von Banda lebend gesammelt wnrde. Nur 4^']r Um- 
gänge wie beim Typus. — Nach allen Anzeichen dürfte diese 
jetzt in Südchina, anf Hainan und auf Banda gefundene kleine 
Schnecke eine noch weitere Verbreitung haben. 

Genane Vergleiche haben mich belehrt, dass der Spindel- 
Umschlag dieser Art in nichts von dem vieler kleiner Lampro- 
Cysten Gredl., imitafrir Moell., (jr/nmnla Moell., 

hiruhUd P., ImkIüi Moell.) abweielit, und lassen es zweckmässig 
erscheinen, so lange das Tier unbekannt ist, diese in ll.iliitiis 
und Lebensweise Lantftrorijstis so almlichen Formen niclit von 
dieser Gattung ab^u^iweigeu. 

14. L<improrf/sfh srtlmtfftffata n. sp. 
iTaf. 3, Fig. ii, U lf (ir.. fia. \crgr \ 

Char. T. miiiuta. jninctiitn-in'iforata. d^pirssr coiini.leo- 
globosa. tciiera. iialli>b' nlivact'i)-brurniea. nitida: spira lundica. 
conica; apex acutulus. Anfr. 4'/2 — 5 lente aceresi eutt s. siitura 
apprpssa. snbmarginata disjmicli, vix conve-viusciili, leviter stria- 
tuli, uUimns snpra medium subangulatus, basi intiato-rotundatus, 
ad Perforationen! parum excavatus. Apert. ni(»dice obliqua, sub- 
quadrangalari-circttlaris, valde excisa; perist. siniplex, acutum, 
marginibus supero cum dextro et basali cum columellari snb- 
angnlatim conufxis. columellari parum obliquo, incrassatulo, 
snperne in perforationeni reflexo. 

Alt. 3— diam. 4\8— ö'/« mm; alt. apert. 2V4— 2'.«, lat. 
apert. 2^t— 3 mm. 

Hab. Erna auf Südamboina, Gunnng Carbau auf 
Nordamboina, Insel Banda Neira der Banda-Gruppe, 
sowie Batjan und Ternate, überall einzeln und selten. 

Bemerkungen. Erinnert sehr an L, myojfis (Dohrn 
Semp.) von CebA, bleibt aber kleiner, ist dünnschaliger, heller 
gefärbt, an der Schulterkante deutlich gewinkelt. Näher ver- 
wandt noch ist L. iufnns (P.) von Java, aber unsere Art bleibt 
ebenfalls erheblich kleiner, ist mehr braun, etwas gedrückter, 
der letzte Umgang weniger hoch, die Mündung etwas schmäler 
nnd weniger geräumig, der Spindelrand bis oben schief anf- 

17* 



— 260 — 



steigend und namentlich nicht in seinem letzten Teil senkrecht 
nach oben gerichtet 

Macrocycloides Uta. 

15. MacroeyMdes mtcrocifdü n. sp. 
(Tftf. 8, Fig. 7, nat Gr., 7*, Togr.) 
Char. T. parva perspective nmhilicata, amblUco '/? lati^ 
tudinis teatae snperante, depresso-conTOxa, aoHdnla, comeo- 
ila?ida conoolor, oleoso-nitens ; spira conoideo^convexa ; apex 
obtusus, y\x prominnlna. Anfr. 4Vs lente accrescentes, con- 
Tezinsenli, sutura impressa disjnncti, lineis impressis sif^moideis 
hic illic profnndioribus, ad suturam et ad umbilicum crebrioribns 
omati, ultiraus superne complanatus, peripheria rotundato-sub- 
angulatus, inferne convexus, ante aperturam leviter ampliatiis, 
non descendens. Apert. mudice obliqua, t runcato- piriformis ; 
perist. ubLusulum maigiiiibiis distantibus, callo junctis, supero 
stricto, oblique descendente, ad suturam subrctracto, tum leviter 
subangulatim protiacto, simplice, columellari iiicrassatulo et 
reflexiusculo. 

AU. 3— 3V^2, diam. 5 — ti mm; alt. apert. l'^is— 1^«, lat 
apert. 2^ 8—2^/8 mm. 

Hab. Hitulama auf Nordamboina. wenige erwachsene 
StQcke, Erna und Kusukusn (Sereh) auf Südaiiiboina. nur iiuif?. 

Bemerkungen. Von den bekannten Arten von Mmro- 
rtfcloidrs V. Mts. durcli f^eriiigo Grijsse und das Fehlen jeder 
Spiralsireifuiig leicht zu unterscheiden, von oben etwa an Ifxo- 
liiiKi (Poiitaf petromUa Charp., in Nabelbildung und Mündung 
aber auffallend an die nordamerikauische Mdcrofijclis ronmva 
Say erinnernd. Dass die Stellung dieser Grupj^e bei Pufida nur 
ein Notbelielf ist. .^^teht bei mir fest; aber aus l'nkenntnis des 
Tieres und bei meiner nur oberflärhliclien liekanntschaft mit 
der nrnppe l^ttiila weiss ich nichts besseres au die Stelle der 
jetzigen Einteilung zu setzen. 

16. Mncrorjichuics saparttann n. sp. 
(Taf. 3, Fig. 8, nat. Gr., 8a-b, vergr.) 
Char. T. parva late umbilicata. umbiliro V/^ latitndinis 
testae aeiiuante, couvexinsculo-dejMessa. tcmii.^. corueo-fuscula 
concolor, oleoso-nitens; spira perparum elata, convexiuscula ; 



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— 261 — 



apex obtHsos vix prominnliis. Anfr. 4Vs lente aca'escentes, 

Tix coDYexiusculi, sutura impressa disjancti, lineis impressis 

sigmoideis hic illic profandioribus, ad suturam et ad umbilicam 

crebrioribns ornatl ultimus superne magis complauatiis, peri- 
pheria perdiötiucte angulatius. siibtiis convcxus. ante aperliiram 
non descendens. Apert. parva modice obliiiua, subciicularis, 
snperne et ad dextram angulata*; perist. obtusuliiiii, marginihus 
subdi-taiitibus, cailo junctis, supero panim curvatu oblit^ue 
desct 11 lente, basali bene rotundato, coUumellari iucrassatiüo et 
levii^sinK* retlexiuscnlo. 

Alt. 21 4 — 3, diam. o'/s — 6 mmj alt. apert. P/s, lat. 
apert. 2 mm. 

Hab. Papero auf der Insel S a p a r u a. H erwachsene Stücke. 

R e m er k u II g e n. Vertritt auf Sapania die ^f. microcijcUs 
Bttg. Amboiuas, unterscheidet sich von ihr aber leicht durch 
den weiteren Nabel, die flachere, linsenförmige Tutalgestalt, 
die winkelige Kielanlage des letzten Umgangs und die kleinere 
MAnduDg mit weniger steil and gradlinig nach unten gerichte- 
tem Oberrand. 

17. }fftrror)/rlo/tIfs saicüio 11. sp. 
(Taf. 3, Fig. 9, n»t. Gr., 9a-b, vergr.) 

Cbar. T. minima perspective ambilicata, nmbilico Vs 
latitadinis testae aeqoante, depresso-convexa, tenera, albida, 
sericina; spira convexa; apex prominulns. Anfr. 4—4^4 lente 
accrescentes, convexi, sutara profunda disjnncti, striis creber* 
rimis filiformibns costulati et in iDterstitiis mieroscopice spiraliter 
lineolati, ultimus supeme magis complanatus, peripberla rotun- 
datus, subtns conyexior, subteres, ante aperturam vix ampliatus, 
non descendens. Apert modica, satobliqua, truncato* piriformis; 
perist Simplex, acutulum, marginibns distantibns, callo Junctis, 
supero stricto, imo subimpresso, oblique desceudente, colnmellari 
non incrassato et vix reflexiusculo. 

Alt, l»/4 — 2, diam. 3 — 3»/ji mm; alt. apert. r/«, lat. 
apert. VIh mm. 

Hab. Oma auf der Insel Hai uku, wenige ei wachseneStUcke. 

B e m e r k u n g e n. Durch halbe Grösse, die weisse Farbe, 
den matten Seidenglanz und die enge seharfe liijtpenstreilung 
von der nahe verwandten M. mkrocydt.s Bttg. leicht zu unter- 



^ j . _ I y Google 



— 262 — 

scheiden. — Von Interesse ist, dass jede der drei Hauptinseln 
der Ämboina-Gmppe somit ihre eigene, gut abgegrenzte Mamh 
cifchides- Art besitzt! 

Trochomorpha Alb. 

18. Troettomorpha (Videna) plamrbis (Less.). 

V. Martern» Pmts. Exped. n. Oatuien, Zool. II ptg. 249, Taf. 13, 
Fig. 4 (var. lensoni). 

Termite, 9. Mai 1890, 2 erwachsene Stück»'. Obeiseils 
mikroskopisch fein granuliert, unterseits deatlicb, aber selir fein 
spiralgestreift. — Alt. 5, diam. 12^/4^14 tnm. Höhe zu Breite 
1 : 2,57 (bei Martens 1 : 2,77). 

Gorontalo auf Nord-Celebes, ein Stßck. — Alt 5, 
diam. 14 Vs mm. Höhe zu Breite 1 : 2,95. 

Ich neige mich jetzt sehr der früheren Ansicht Prof. v. 
Martens* zu, dass unter Tr. planorbis drei Arten versteckt 
sind, die sich ausser anderem durch die Spiralskulptnr gut 
unterscheiden lassen, und glaube, dass y. Martens diese be- 
gi-ikndete Ansicht nur deshalb hat fallen lassen, iveil ihm später 
mehrfach Exemplare aus dritter Hand vorlagen, deren Vater- 
landsangaben nicht so wohl beglaubigt waren als die, auf 
welche er ur.^i i anglich seine drei Spezies begründete. Immer- 
hin ist das mir vorliegende Material noch zn klein, um diese 
.schwierige Frage mit Sich«'rheit zu entscheiden. 

Der Diagnose der ächten Tr. p/rtnorhis (Less.j wurde ich 
nach dem von Teniate iiml Menado vorliegenden Material noch 
hinzufügen: „UnibilicM - i huitiulinis lesiat' aequante, t. conieu- 
lutescente conculnit-. cariiia pallidioie. aiilV. 5' 2 — 0. apert. pro 
genere parum obliqiia, margine coliuiiellari siiperne subrecedente, 
perist. intus magis miniisve distincte callo^o-labiato". 

Die Form von (4orontalo liai uiit Tr. lanlrn Mts. in 
der Bihlung der Miindlippe so viel Älmlichkeit, dass ich sie 
nur diirch bedeutendere Grösse und hellere, mehr lehmgelbe 
Färbiiiij]; von ihr unterscheiden kann, und dass ich deshalb 
laräm nur als Varietät anzuerkennen im Stande bin. 

var. lardoa Mts. 
V. Martoia, 1. c. pag. 2&1, Taf. 13, Fig. 6 (spec). 

Waai auf Nordamboina nnd Hulalin auf Uarukn, 
nur Je 2 vollständig erwachsene Stficke, — Der Martens*schen 



^ j . ^cl by Google 



— 263 — 



Diagnose dürfte nach diesen Stücken beizufügen sein, dass der 
Nabel ^'9—^/5 der Basisbreite ansmacht, dass die Naht scharf 
fadenrandig ist, und dass das wie bei der Stamniart ausser- 
ordentlich langsam an Breite zunehmende Gewinde aus öVs 
abgeflachten Umgängen besteht. Die Lippe wird aus einer 
mneren, dem stark sichelförmig geschweiften Unterrand paral- 
lelen Querschwielo ^ hi]i!et, deren grösste Erliebnn? rechts in 
der Nähe des Kieles in der Mündung sichtbar ist. Auch der 
Oberrand ist bei ganz ausgebildeten Stücken innen schwach 
geiippt Beides findet sich aber auch bei Exemplaren der 
Staramart von Menado. — Alt. 4^/4 — 5Vs, diam. 12Va— 13 mm; 
alt apert. 3^ «, lat apert. 5 mm. Höhe za Breite 1 : 2,49 (bei 
Martens 1:2,55). 

Als nächste Verwandte dieser Form ist 7^, sericaia Moell. 
von Cagayan aaf Nord-Luzon zu bezeichnen, die aber weniger 
eng aufgewunden, heller gefärbt und fiberall sehr deutlich 
spiralgestreift ist und keine verdickte Innenlippe zeigt. Auch 
die einfarbigen Formen der gleichfalls philippinischen Tr, repamln 
Moell. wachsen schneller an als die Schnecke von Ainboina. 

19. Troehomorpha (NigriteUa) Umaktm (Guill.). 

V. Hartem, 1. c. pag. 246, Taf. 13, Fig. la-e. 

3 Stficke von Menado auf Nord-Gelebes, 4 von Batjan. 

Die Exemplare von Menado gehören zu den dunklen, 
hohen Formen mit nur schwachem, hellerem Spiralband auf der 
Kante des letzten Umgangt«. Ihre Farbe ist dunkel kastanien- 
braun. Der matte Glanz der Oberseite wird durch eine ilusserst 
feine Orannlationsskniptnr bedingt, die durch zwei schief winkelig 
auf einander stehende Streifensysteme erzeugt wird; die Unter- 
seite ist glatt und lebhaft glänzend trotz ihrer Sichelstreifen. -~ 
Alt. 11, diam. 16Vs mm. 

Endodonta Alb. 

20. Endodonta philipplnira Semp. 

Semper, Laudsclin. d. Philip^iiueu iiag. HOj v. Moellendorff, Jahrb. d. 
D. Ual. Ges. Bd. 14, 1887 pag. 272 nnd 6er. Seiick. Nat. Ges. 1890 221. 

Banda- Inseln, ein tot ge.samnieltes Stlick. — Alt. ^'3, 

diam. P/« mm — Versrliilu n mit Stücken von Cebii ist die 

vorliegende Form nur durch den letzten Umgang verschieden, 



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— 264 — 



der an der Peripherie etwas flacher ist, d. h. oben und unten mit 
etwas mehr eckiger Kante ausgestattet zu sf^ii] scheint, und 
dmcli die etwas stärkere Entwicklung der 3 PalatalzRhnchen. 

Sirisori auf der Insel Saparua, 2 lebende junge Schalen, 
noch ohne Zahn entwicklang. Nabel etwas weniger weit, Ge- 
winde etwas höher. 

Bekannt ausserdem von Luzon und Gebu, Philippinen. 

Helix L 

21. Heliiß (Piectofropts) mnteriana v. d. B. 
V. Martens, 1. c pag. 264, Ttf. 18, Fig. 11. 

Ternate, Batjan und Menado auf Nord-Celebes, 
wenige Stücke. Auch meiner Ansicht nach ununterscheidbar 

von Stücken aus Java. — Alt. 6, diani. lÖ^U mm. 

22. Helix (Phama) mleoeinbUi Mts. 
V. MarteiiS, !. p pag. 327, Taf. 18, Fig. 1. 

Ins(^l Batjaii. Das einzige Stück dieser wohl von keinem 
Sammler bis jetzt lebend gefundeneu Schnecke fand Herr Dr. 
Strubell weit im Innern der Insel, von einem EinsiecHerkrelis 
bewolmt. Prof. v. Martens erhielt von einem Kingebureuen 
auch nur eine leere Schale dieser Art. Dass dieselbe noch nie 
lebend frefunden wurde, hat seinen Grund sicher nur darin, 
dass Mch Sanimier nie l;infrer auf der Insel aufhalten, als der 
Damiifer braucht, um seine (Tteschafte zu erledigen. Die Fauna 
auf Hatjan ist nach dem binnen wenigen Stunden gesammelten 
Material jedenfalls eine sehr reiche. 

Der verdickte und verbreiterte Columellarrand ist nach 
oben nahe der Insertion durch einen tiefen Einschnitt von dem 
obersten Teil der Spindel abgegränzt und bildet auch nach vorn 
eine durch eine seichte Furche abgegränzte callöse Platte. 
Die Mundräuder sind durch einen scharf umschriebenen, wenn 
auch dünnen, glänzenden Callus verbunden. — Alt. H3, diam. 
min. 49, maj. 61 mm ; alt apert. c. callo 30, lat. apert. 40 mm. 

23. Helix (Ohbinaj jm^nlla Müll. var. hcrouu P. 
V. Martens, I. c. pag. 21)2. 

Gorontalo auf Nord-Celebes, 3 Stücke. — Alt. 15 — 20, 
diam. 21 Vi-24'i8 mm ; alt. apert. O-lOVs* lat apert. 12 V<-lömm. 



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— 265 — 



Ich betrachte diese Form mit Prof. v. Martens nnr als 
eine Zwergvarietät des Typus; sie wechselt auch in der Aus- 
bildaug der Mikroakttlptur recht beträchtlich. Die mikroskopische, 
überaus elr^ante nnd scharfe Netzskalptur findet sich übrigens 
nur auf der Oberseite der Umgänge und reicht bis zu einer 
eiogedrückten peripherischen Spiralfurche ; auf der Basis des 
letzten Umgangs zeigen sich nnr obsolete Spirallinien. — Diese 
Schnecke ist nach Habitns nnd Mundform eine ächte OlMna, 
während die im System ihr vielfach nächstgestellte Hx. mamiUa 
F6r. trotz der nicht unähnlichen Rnnzelsknlptnr eine ganz 
zweifellose Hadra darstellt. Sowohl die Mundform wie die 
Skalptnr sprechen sehr für diese Auffassung. 

24. Helix (JPtaniapira) xanaria L. 

var. Jiueolfitn Mts. 

V. Martens, 1. c. pag. 310, Taf. 16, Fig. 6, Taf. 19, Fig. 6 (var.). 

Zn diespr Varietät gehfVrt der i^össte Teil der von Herrn Dr. 
Ad. Strubell aut Siidamboina gesammelten Stücke, nämlich alle 
Exemplare von Erna und ein gi'osser Teil der Stücke vnn Batumera. 

Die Stücke von Ema passen genau auf Martens* Be- 
schreibung und Abbildung, sind dünnschalig, glanzlos, etwas 
niedergedrückt, gelblich mit bornbraunen, oder hornbraun mit 
gelhliclien Flecken und Striemen, welche mehr oder weniger 
deutlich radial gestellt sind. — Alt. 13, diam. 28V:>— 30Vs mm. 
— Die von Batumera können in zwei durch Übergänge ver- 
bundene Partieen geteilt werden, in ächte yar. Hneolata Mts. 
ohne Glanz und in Übergangsformen zur glänzenden, weissen, 
zweibindigen var. faseiolaia Less. Die erateren Formen sind 
denen von Ema ähnlich, doch fehlen ibnen meistens die beiden 
braunen Bänder. — Alt. 13, diam. 27—30 mm. 

var. nituliuscuUi n. 

Hierher rechne ich alle mattglänzenden, gelblich, graulich 
oder braun ^etlirbten, einfarbigen oder mit zwei braunen Bändern 
geschmückten Formen, welche den Übergang von der var. Hneo- 
lata Mts. zur var. fasüiohda Less. bewerkstelligen und auf Süd- 
amboina nnd der Insel Haruku leben. Allen gemeinsam ist 
das Fehlen oder die wenigstens nur sehr schwach aasgebildete 
Fleckstriemung, welche die var. Ufteolata Mts. auszeichnet. 



— 266 — 



Die Stücke von Batumera auf Südamboina gehören einer 
kleinen, festschaligen, meist mit schwachem (^uerwulst vor der 
Mündung versehenen Form an, die sich durch Mannigfaltigkeit 
der Färbung und Zeichnung auszeichnet. Am nftclisten der var. 
UueoUüa Mts., aber verschieden von ihr durch etwas Glanz und 
fehlende oder sehr nndentiiche Radialstriemong. Bald braun 
mit zahlreichen feinen helleren Spiralb&ndchen, bald isabellfarb 
mit hellgrauen oder bräunlichen solchen Linien. Je heller die 
Grundfarbe wii'd, um so h&ufiger tritt das schwarzbraune Band 4 
auf. Die hellsten Formen zeigen weissgelben Grund mit oder 
ohne dunklere Spirallinien nnd mit den beiden schwarzbraunen 
Bftndem 3 und 4, von denen das untere schmäler nnd etwas heller 
zu sein pflegt. Bei ihnen ist auch im allgemeinen der schwache 
Querwulst hinter der Mttndung am besten entwickelt — AU. 
11 Vt— 12Vs, diam. 2dVa— 27V« mm. — An diese Formen schliessen 
sich, nnd meiner Ansicht nach zur gleichen Varietät geboren die 
zahlreich bei Hulaliu auf Harnku am 22. März 1890 gesam- 
melten Stocke. Sie lassen sich auf drei FRrbungstypen zarück- 
füliren, sind aber sämmtlich durcli Übergänge mit einander ver- 
kiiupl't. 28",o mögen die breiten Bänder 3 and 4 besitzen. BO" „ 
sind bald mehr schmutzig isabellfarben, bald mehr grauln.tiin, 
schwacli dnnkler spiralgestreift oder an den oberen Umgängen nn- 
deutlicli 1 adialtleckig, 12"/« endlich geliüren zu einer weissen, nur 
anfden Jugendwindungen hornfiirbig radialstrahligensubvar.f///////'/ 
Mls. Dieije Stücke von Haruku sind durchweg etwas iestsehalig, 
mattglänzend, etwas mehr gewidbt erliuben als gewöhnlich und 
besitzen keinen (^uerwulst vor der Mündung. Der Mund.saum ist 
meist reiüweiss. — Alt. 13— diam. 2ö'iaj— 28 mm. 

var. füsi wlata Less. 

Lesson in Diiperey's Voy. la Cdiuille, Zool. Bd. 2, 1 y^<j,. .Hl (siicch 
MouMOn itt Pfeiffer, Nofit. Coiuli. 4 pag. 36, Taf. 117, Fig. 1~3 (Collis). 

Von dieser eine gute Lokal Varietät bildenden Form liefen 
von Waai an der Ostküste Nordamboinas einige ganz gleiche 
Stücke in zwei Grössen vor, die darauf schliessen lassen, dass 
sie die auf Nordamboina herrschende ist, während auf Südamboina 
yar. Ihieoiata Mts. dominiert, aber an einigen Punkten auch die 
Zwischenform var. Mttidittscnla Bttg. bereits auftritt Ihre innige 
Verwandtschaft mit Hx, xonaria var. Uneohta Mts. zeigt die 



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— 267 — 



Yorli'pi^pnde Schnecke ausser in anderem durch die horofarbige 
Hadialstriemang der Embryonalamgftnge nnd die homartige 
F&rbang innerhalb des Nabels. Die Abweiebungen von den 
nächststehenden Formen der xwmria var. niiidiuscula Bttg. von 
Batnmera beschränken sich anf den grösseren Glanz, die stets 
reinweisse Grandfarbe mit den beiden braunen Bändern 3 nnd 4 
und auf den tiefer herabgezogenen, mit deutlicherem Querwnlst 
versehenen letzten Umgang. Wenn eines der beiden Bänder 
fehlt oder schwächer ist, so ist es Immer Band 4; Band 3 ist 
meist das breitere nnd dunklere. Konstant von allen diesen 
Merkmalen ist aber nur die reinweisse glänzendere Grandfarbe, 
so dass an eine spezifische Trennung, wie das auch Prof. v. 
Martens mehrfoeh mit vollem Rechte ausspricht, gar nicht zu 
denken ist — Die kleine Form hat alt. U, diam. 24 mm, sie 
ist identisch mit IIx. coUis Mouss.; die grosse Form zeigt alt. 
13, diam. 29 mm. 

25. IleUr (Cnslit/ihha) expansa P. 

V Martens. I. c. pag. 286, Tat". 14, Fii?. 3. 

Kill einzelnes Stück von Haijan, von der Färbung, die 
Prof. V. Martens als ,so zu sagen albin" bezeichnet. — Alt. 10, 
diam. 20 mm. 

26. Ilch'x (ChlorHis) imgiiiculhia Mts. 
V. Martens. 1. r, pu-, 27S, Taf. U, Fig. 5. 

In.sel Buru, ein junges Stiick. Abweitliend von Martens' 
Beschreibung nur durch die kastanienbraune, glatte Schale ohne 
jede Spar von Haargraben. 

27, Ilclix (Don'asia) sKfjodu iis n. sp. 
(Taf. 3, Fig. 10'* i>, nat. Gr., 10'-, vergr.) 

Wallace, Proc. Zoo!. S ic London 18€ö pag. 408 iftdien», non P.). 

Char. AfF. //. fodlenti P. et carimfeme Semp., sed um- 
büico laüore, anfr. lentius accrescentibus, apert. minore, colu- 
mella magis perpendicnlari discrepans. — T, modice nmbilicata, 
nmbilico pervio ^k—^h latitndinis testae aequante, conoideo- 
globosa, tennis, diaphana, pallide luteo-cornea unicolor, oleoso- 
nitens; spira sat elata conica lateribus convexiusculis; apex 
modictts, acutulus. Anfr. 5 tente accrescentes oonvexiascali, 



— 268 — 

satura impi-essa difi|m>cttf sabfasdcolatim striatali et nndiqiie 
minnte sed perdistincte irrefpilariter rogoeo-grantilati, nltirnns 
peripheria distincte angalatos, angolo ante apertnram evanes- 
cente, ad nrnbUicnm praecipitem subang^atns, ad apertaram 
lente descendens, */s altitadinia aequaiis. Apert modica parom 
obliqua, tnmcato-eircalaris, baai sabangolata; perist Simplex, 
actttnm, vix expansam, testa vix pallidivs, colmnella concava, 
sed sobperpendicalari, margine colamellari triangolariter ditatato, 
protracto, snbreflexo. 

Alt. lOV«, diam. ISVa mm ; alt. apert. 7, lat. apert. TVimm. 

Hab. Gorontalo in Menado, Xord-Celebes, wenige 
Exemplare. 

Die von Wallace für Hr. foiUem P. gehaltene, von Martens 
nicht gefundene Schnecke von Xurd-Celebes zeichnet sich vor 
allen verwandten Arten durch die feine Granulatiunsskulptur 
und den fast um das Doppelte weiteren Nabel aus. Mit Ux. 
üccuita P. besteht keine nähere Verwandtschaft. 

28. HeHx (Geottoehus) pikohus Fer. var. pyramidata F6r. 

und var. turrita Fer. 

V. ■arlitt, ]. & pag. 321» Taf. 17, Fig. 8—9. 

Batjan, 5 Stücke. — Die mikroskopische Körnelnng ist 
fibrigens nicht auf die Scbalenbasis beschränkt, sondern zeigt sieb 
auch bei gutem Erhaltungszustand recht deutlich auf der Ober- 
seite der Umgänge. — AU. 17' «?~18, diani. 21 — 22 umi; alt. 
apfcit. c. callo \b\ty lat. apert. 10 ,2 — Ii mui. 

Pupisoma Stol. 

29. Pupisoma philippinivutii Muell. 

V. Moellendorff, Nacbr.-Blatt d. D. Mal. Oes. 1888 pag. 106 und Ber. 
Senck. Nat. Ges. 1890 pag. 28d, Taf. 8, Fig. 4. 

Hitularoa auf Nordamboina, ein erwachsenes lebend 
gesammeltes Stttck. Absolut identisch mit meinen St&cken von 
Lnzon und Cebü. Ob die Art nicht doch mit P. putreriseulum 
(Issel) von Bomeo identisch ist, wie ich vermute, bleibt so lange 
unentschieden, bis ein direkter Vergleich beider Schnecken 
stattgefunden hat. — Alt. 1'/«, diam, l^'s mm. 



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— 269 — 



Ampliiilroiiiiis Alb. 

30. Auipltidiotnus sitilslrdlis Rve. 
V. Martens, 1. c. pag. 366, Taf. 21, Ficr 2 

In der Minah&ssa, Nord-Celebes, in Anzahl gesammelt. 
Ausser den von Martens angegebenen Varietäten wurde am 
11. Mai 1890 bei Gorontalo auch eine zwiebelgelbe Form ge- 
fanden, die nnr bornfarbig dnrchacheinende Punkte zeigt und 
anf den mittleren Umgängen einige schwache, dnnklere Streifen 
besitzt, die aber anch ganz fehlen können; der Gaumen ist 
bellgelb. — Alt 84, diam. max. 17 mm. 

Vertigo Mflll. 

31. Vertigo (Ptychochüm) uioUurana n. sp. 
(T«f. 3, Fig. tl, nat Gr., 11», veigr.) 

Char. T. minima, loii^e pt profunde rimata. globoso- 
ovata, fiisca. sericina: spira brevis hiteril)us toiivexis: apex 
ülitiisus. Aiifr. 4 convexiusculi, sutura distiiicta (lisjuncti. stiiati 
et insujier costulis membranacf is teiuuhiis. valtle distantibus 
oniati, iiltimiis basi distincte compressus, superiie asceii'b'iis, 
pi oite aperturam infundibuli instar dilatatus nec iioii impres.sione 
laterali loii[r;i rectangulari iiistructus, •'',7 altitiidini.s testae ap(iuans. 
Apert. magna subverticaiis, truncato-ovalis, ad .sinulum leviter 
impi pssa, 6- aut 7-dontata; perist. oxpansum, sab sinulo inc-ras- 
satum, callosum, violacescens, marginibus callo levi conjunctis. 
Lamella angularis 1 validissima emersa, cum margine peristomatis 
connexa, curvata, intus lamellae parietali 1 recedenti validae 
parallela; dens palatalis 1 acutus profundius in regione sinnli 
Situs distinctior, caeteri 2—3 parietales et 1 colnmellaris pro- 
fandissimi, vix conspiciendi. 

Alt. 1^/8, diam. max. IVa mm; alt. et lat. apert. -'/b mm. 

Hab. Erna anf S&damboina, ein einzelnes lebend 
gesammeltes Stück. 

Bemerknngen. Die Art erinnert an F. ianUüa Gonld 
Tar. tongana O. Semp., ist aber weit kleiner, viel kürzer gebaut, 
und von ihrer Bezahnnng sind ohne Schwierigkeit eigentlich nur 
die äusserst kräftige Angulare und die Parietale, sowie ein 
oberes spitzes Gaumenzähnchen zu erkennen. Die Lippe ist 



— 270 — 



fttr eine so kleine Schnecke sehr stark entwickelt. Die i)liili|>- 
pinische F. nwrllenilorß'i Bttg. ist schlanker und iu der Be- 
zahnang erheblich abweichend. 

Costigo n. sect. gen. \'iiii»jinis Müll. 

rhar. DiflVrt a sect. AJam t. vix nitidula . aul deiise 
stiiata aiit co.^tulata, rervice siiii})lice, callo annulari nullo, deute 
parietali unico simidice, augulari millo. Dens colnmellaris sempei* 
adest; palaUles 0—2. — Ins. Moiuccae et Phüippinae. 

32. Vertigo (Costigo) snixirumm n. sp. 
(Taf. 3, Fig. 12, nat. Gr., 12:', vergr.) 

Char. T. parva i)un(:tat()-iimata, siibacute ovata, corneo- 
brunnea, vix nitens; spira conii a lateribiis cunvexis; apex aru- 
tiusculns. Anfr. 5 <'oiivexi, sutiiia pnifiUKla disjuncti, densissime 
oblique striatuli et costis capillacei.'< distantibus ornati, tiltimns 
subampliatus. basi rutundatus, - r, altitiidiiiis te.'^tae aei}iiaijs. ad 
apertnram validins (-(jstatiis, noii ascendeiis. Apert. ampla, t'ere 
vei lit^lis, seniiovalis. ad sinulum leviter aup'tilafa, 4-deiitata : 
dentes compressi, paiietalis 1 obliquus. simplex. validus. cölii- 
mellaris 1 media in euliimella situs horizontalis, palatales aut 
2 distantes, inferiore validiore, aut unicus inferior: perist. ob- 
tusum, ang:uste expansum, concolor, marginibus callo levi junctis, 
margine coluniellari sabdilatato. 

Alt. 1^1—2, diam. max. 1 V's— 1 ' U mm ; alt. et lat. apert.'' 4 mm. 

Hab. Sirisori auf der Insel Saparua, in kleiner An zald. 

Darob den einzigen ganz einfachen kräftigen Parietalzahn 
von der im Habitus ähnlichen Gattung Lcucochilvs, durch den 
absoluten Mangel eines Angularzahns von der ozeanischen Ver- 
tigonengmppe Ittfcbocftilusj mit der die neue Sektion im übrigen 
sehr nahe Verwandtschaft zeigt, geschieden. Eine zweite Art 
von Qfstigo lebt auf Busnanga, Catanduanes, Philippinen; es 
ist eine neue Spezies» die ich Herrn Konsul Dr. 0. Fr. von 
Moellendorff verdanke, und die ausser der scharfen Streifnng 
keine häutige Rippnng zeigt, und der die Palatalzähne fehlen. 

LeoGOChilus Mta. 

33. LeticaekUm reeondHum (Tapp.-Can,). 

Tapparone-Canefri, Auu. Mus. Cit. Genov» Bd. 19, \^ pag. 106, Taf. 2. 
Fig. 3-4 (Pupa). 



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— 271 — 



Zu dieser von Wokan, Aru-Inseln, zuerst beschriebenen, 
ansreicliend charakterisierten and gut abgebildeten kleinen Art, 
<!ie mir in Originalen aus der Ausbeute Beccari s vorliegt, ge- 
hören 3 woblerhaltene Stttcke von Hnlaliu auf Haruka und 
4 tot gesammelte von Banda. Als einzige Unterschiede beider 
Formen liebe ich hervor, dass bei dem Arn-Typos die rechte 
Zwillingsfalte anf der Uündungswand fast bis ans Peristom 
xieht. bei unserer Form von Haruku aber weniger nacb vom 
reicht, und dass bei der letzteren die beiden Spindelztlhne ein- 
ander etwas näher gerfickt erscheinen als beim Typus. Auch 
ist bei letzterem die Nabeldurchbobrnng deutlicher entwickelt 
— Alt. 2V«, diam. max. 1^4 mm. 

Die Stttcke von Banda zeichnen sich durch eine bei 
direktem Einblick weniger deutliche Zwillingsbildung der Parle* 
tallamelle aus. 

Ciausilia Drap. 

34. Clamüia (KitpftaedumJ cuminyiana P. yar. moluccaim Mts. 

PfeiffiBT, Zeitflcbr. f. Mal. 1845 pag. 158 (tjp.); V. llarllM, I. e. pag. 361, 
Taf. 22, Fig. 19 und pag. 378, Fig. ö (var.). 

Ternate, 9. Mai 1890, in kleiner Anzahl. — Unter- 
scheidet sich von der philippinischen Stammart aus Siquijor nur 
durch 11 statt 10 Umgänge, den breiter ausgelegten Mundsaum 
und die etwas hellere braune Färbung. — Alt. 18V»— 19V>, 
diam. max. dV's mm. 

Die Art ist von Nord-Celebes (v. Martens), Temate, Hal- 
mahera und der Philii»i)ineninsel Si(iuijor bekannt und dttrfte 
vielleicht eine noch viel weitere Verbreitung besitzen, als wir 
bis jetzt wissen. 

Opeas Alb. 

ä5. Ojieas clavulimun (Pot. Mich.). 

Potlez et Mlchaud, Gal. rie Moll. Donai B<1. 1, I^^.TS pa^. 136, Tkf, 14, Fig. 
9—10 (lUiUmus); V. Martens, 1. c. pag. 377, Taf. 22, Fig. 1 1 istetiogyra jaranicn). 

In der Tropfsteingrotte Lian-ikan bei Stadt Amboina und 
bei Ema anf Sfidamboina, Waai auf Nord amboina, Oma 
anf Haruku und auf Banda Neira, Banda-Inseln, ttberall 
spärlich. Diese auf den ostafrikanischen Inseln wie im tropischen 



— 272 — 



Asien ebenso yerbreitete Art wie 0, graeüe (Hatt.) — ich kenne 
sie von Mauritius, Ceylon, Java, Flores, Adenare, Temate, 
Amboina, Haruku, Banda, Cebü, Mindanao, Sttd-China, Kinsia 
und Nippon — schwankt wie diese in den Dimensionen von 
alt 6—12^1 mm. t. Martens gibt ihr eine L&nge von 11 mm; 
unsere Molakkenst&cke zeigen alt. 8—1 VU, diam. max. 3— dVs mm. 

36. Öpeas gracäe (Hütt). 
V. Mvliiit, l c. pag. 376, Taf. 22, Fig. 13, Taf. 19, Fig. 5. 

Zahlrdch bei Ema and Batnmera anf SQdamboina, 
weniger h&ufig anf der Bonte Leitimor-Hitn bei Ensnkasn 
(Sereh) — hier stärker gestreift als gewöhnlich — und bei 
Hitulaiiia auf N o r d a ni b o i n a , sodann bei Oma auf H a r u k u , 
bei Sirisüii aut Sapai auf Buru und sehr schön und gross 
auf Bau da Neira, Bauda-Iuseln. 

Die am 30. März 1890 bei Ema gesammelten Stücke 
messen alt. 7^ i, diam. max. 2V2 mm bei 7 Umgängen und zeifren 
das Verhältnis von Breite zu Höhe wie 1:3,10, die von Bau da 
Neira haben bfi 0' 2 Umgängen das Verhältui.s 1 :4,00. — Audi 
Prof. von Martens liat auf den Molukkcn uin ; ( häuselängen von 
bis zu 10 mm beobarlitet. Die Amboina nächsten Fundorte dieser 
Art in meiner Sammlung: waren einerseits Adenare und Flores, 
andererseits die Philippineninsdii Mindanao, Cebü und Lazon. 

* 

37. Opeas junccum ((rould). 

Gonld, Exped. Shells 1846 paff. 32 (Bulimm); Pfeithr, Mon. Hei. viv. 

Bd. i pag. 220 (Biilhmis). 

In der Tropfsteingrotte Lian-ikan bei Amboina und bei 
Ema auf Südamboina, auf dem G-anong Carbau auf Nord- 
amboina, bei Oma auf Haruku und auf Banda Neira, 
fiberall einzeln und selten. Absolut identisch mit meinen Stücken 
von Oneata. — Alt. 7'' 4— 8V2, diam. max. bei 8 Um- 

gängen. Verhältnis 1 : 3,25. Kleiner und schlanker als O. gracik 
(Hntt), dem die Art sonst recht ähnlich ist Prof. v. Martens* 
O.pamyense mnss noch schlanker sein (Verhältnis 1:4,03); ich 
kenne es noch nicht, besitze aber ein grosses, noch nngesichtetes 
Material ans dieser Grattnng von den Philippinen. Pfeiifer's 
Xypus von 0. panayenae soll sogar das Verhältnis 1 : 4,40 zeigen, 
also ganz auffallend schmal sein. — Ich kenne diese Art von 



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den Sandwich-f Fidji- und Gesellschafts-Inseln. von Oneata,üpolii, 
den Philippinen, von Aroboina und seinen Nachbarinseln und 
ans Hainan and SUdcbina. 

38. Oi)€as termtanum n. 9p. 

(Taf. 3, Fig. 13, nat. Gr., 13«-b, vergr.) 

Char. bimilis (>. (Itnuiino {Voi. Miel}.) gijiaiiltM). sed t. 
magis cnnira, apicf» acutiore. — T. breviter rimata, conico- 
tuiTit i vHiitriosa, teiiuis. ( orneo-flavescens, paruni nitens; spira 
conicu-tuirita lateribus parum convexis; apex acutus. Anfi. 7 
convexiusculi, sat rapide accresceutes, sutura lineari, impressa 
disjuncti, arcualini — ad «uturam diiitioctius — striatuli, ulti- 
mns tnmidulus, altitudinis testae aeqnans. Apert. perpendicu- 
laris, angaste piriformis^ colnmella perpendicularis stricta, media 
parte aut leviter incrassata attt subtorta ; perist Simplex, acntum, 
marginibns callo junctis. nmrgine dextro curvatim protracto» 
basall recedente, columellari patente et leviter incrassato. 

Alt. 12*ya— 13^'s, diam. max. Ö*/«— 5V> mm; alt. apert. 
6V<, lat. apert. 3 mm. Hübe zu Breite 1 : 2,42, Höhe der MQndung 
za Höhe der Schale 1 : 2,36. 

Hab. Ternate, am 9. Mai 1890 in Anzahl. 

Ähnlich grosse und bauchige Formen sind den Molakken 
sonst fremd, aber da der nnr sehr matte Ölglanz der lebend 
gesammelten Schale und die Form der Spindel besser zu Opeas 
stimmen als zu JiapHln.'^^ dürfte die Gattung, in welche ich die 
unz%veifelhaft neue Art gestellt habe, angemessener sein. 

Sübulina Beck. 

39. SuhuUna oetona (Chemo.). 

Pfeiffer, Mon. Ilel. viv. Ii i. 3, 1848 pagr. 166 (Äehatina); BoeUger, Ber. 
Senck. Nat. Gt». 1890 pag. 147. 

Bei Ema und in den Gärten der Stadt Amboina aufSiid- 
amboina, sowie auf der Insel Haruku, in ziemlicher Anzahl. 
— Alt. 21^/«, diam. max. 5 mm bei 10 Umgängen. Breite zu 
Höhe 1 : 4,30. Diese Stücke von Amboina stehen in Grösse und 
Schönheit nur wenig den grössten StQcken von Ouba nach, die 
bei 11 Umgängen alt. 24 V4, diam. max. öV» mm messen, und 
deren Breite zu Höhe sich demnach wie 1 : 4,41 verhält. 

18 



— 274 — 



Diese Art, die Herr Dr. Ad. Strabell auch am Gunung 
Salak auf Java sammelte, scheint sich erst neuerdings die Herr- 
schaft auch auf den indomalayischen und papuasischen Inseln 
zn erobern, da fr&here und sehr aufmerksame Forscher von ihr 
nirgends Erwähnnn«!f thun. Sie scheint zuerst auf den Central- 
plälzen des Handels und der Bodenkultur Wurzel zu fassen, 
um sich dann überraschend schnell in der Umgebung weiter zn 
verbreiten. Begünstigt wird diese Verbreitung dadurch, dass 
die Schnecke — ähnlich wie Opeas — häufig vor ihrem durch 
Trocknis erfolgenden Tode noch bartschalige £ier in die dritt- 
oder Tiertletzte Windung ihres Gehäuses legt, die vermöge des 
Luftgehaltes des Gehäuses einen langen und weiten Wasser- 
transport gestatten und dadurch einen ausserordentlichen Vor- 
teil vor anderen weniger gut fUr eine passive Land- oder See- 
reise ausgestatteten Landschneckeneiem besitzen. 

Tornatellina Beck. 

40. Tornatellina molnccana n. sp. 
(Tftf. 4, Fig. 1, nat. Gr., 1»-^ veifr.) 

Char. Differt a oölongata Pse. t. minore, magis cylin- 
drato-oblonga, lamella parietali colnmellae magis approxiraata. 

— T. parva iiiippi furata. subregulariter elongato-oblonga. tenuis, 
nitida, cornco - tiisca ; spira turrito-convexa ; apex obtiisulus. 
Anfr. 5' 2 convexiiisculi, sutura leviter impressa (lisjuni ti. fasci- 
cnlatiin obsolete striatuli, ullinius media parte planulalus, 
aliitiidinis testHc aequans. Apert. parum obliqua, auriforniis. 
uiiilaiiiclliita, lamella parietali valiilissima. compressa. siibtraiis- 
ver?=a. rulumellae aiiprnximata : pei ist. simplex, acutum, margo 
dexii I snl)stncte desceiidens, columcllaris sigraoideus caiio con- 
torto, basi latiore planato, sed riou dtiitilero instructus. 

AU. 2*^ diam. 1 mm; alt. apei t. 1. lat. apert. r mm. 

Hab. Kma auf Siidambüiua, nur ein lebendes, an- 
scheinend er\vacli.<eno=: Stück . 

Bemerkungen. Unter den wenigen mir zu Oebote 
stehenden Arten dieser Gattung ist nur die polj'nesische T. 
ohkiiKjdta Pse. näher vergleichbar, aber durch die kegelig-ob- 
longe, nicht rein oblonge Totalgestalt, mit spitzerem Gewinde 
sicher artlich verschieden. Da aber aus den Molukken noch 



« 



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275 



keine Art bekanpt ist. ancli die Pliiliijpiiienart stark ab\veicht 
und die kontinnTitalen Ausiralier elieiifalls keine grosse Ver- 
wandtschaft /eißt ii. ist die Walirscheiiiliclikeit wirklich eine 
recht grosse, wir es bei dieser kleinen Schnecke mit einer 
neuen Art zu thuu haben. 

Scarabus Montf. 

41. Scarahua erassidem Hombr. Jaeq. 

PIMRir, Mon. Anzie. Bd. 1 paff. 99 (emastdens) und Bd. 2 pag. 338 
(«uUatei P. von Ba^aii). 

Waai anf Nordamboina, 20. März 1890, 2 Exemplare, 
Rnlalio aaf Harnku und Sirisori auf Saparua, in Anzahl. 

Diese gute Art bat bei Waai alt 18Vs— 20^«, diam. \Vi2 
bis 12 mm und das Verbältois 1 : 1,66 (bei Hombron & Jacquiuot 
1 : 1,73, bei Pfeiffer 1 : 1,64) und steht etwa in der Mitte zwischen 
8c, simiosus A. Ad. von Negros und Sc. pymmidaius Rve. von 
Onam. Von ersterem, dem sie am nächsten verwandt ist, unter- 
scheidet sie sich durch den ganz geschlossenen Nabelritz, die 
weit schw&chere Parietalbezahnung und die schiefer nach auf- 
wärts steigende Kolnmellarfalte, von letzterem durch die weniger 
reine Eegelform des Gewindes und die immer deutliche Streifang 
an der Naht. 

Die Stücke von Sirisori messen alt. 20 — 22, diam. 12 

bis ISVj» mm und zeigen (nach drei Mes.sungen) ebenfalls das 
Verhältnis 1:1,66. Konstant finde ich drei grössere und zwei 
kleinere üaumenzähne. Die von Hiilaliu haben alt. ]9V,2 — 22, 
diam. H-'/*— 13mm nnd das Verhältnis 1 . l.tiH (nach .'5 AIessujip:eii). 
Sie zeigen 4 — 7 Gaunienzähne, von denen vier in ilirer Lage selir 
konstant zu sein scheinen. 

Sr. fifiUacff (Pj von Haijan, der in die Synonymie dieser 
Art geliurt, besitzt das Verhältnis 1 : 1,64. 

42. Searabns pantkertmts (A. Ad.). 

Pfeiffer, 1. c B.I. 1, Cas.sel 185G yag. ü4 (Pijthin). 

Hulaliu auf Haruku. in Anzahl. — Alt. 22V'i — 23'' i, 
diam. 13' 2—14 ' ^ und das Verhältnis 1:1,62. — Meist nur 4, 
selten 5, sehr selten 0 (Jaunienzähue. 

Sirisori auf Saparna. in Anzahl. — Alt. 22— 24. diam. 
13\a— 14^8 mm und das Verhältnis 1:1,65 (nach 3 Messungen). 

18* 



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Diese Form ist zwar dem Sc. armideHfi H. J. sehr nahe 
verwandt, unterscheidet sich aber, abgesehen von der etwas 
bedeatenderen Qrosse, doch recht konstant durch die anscheinend 
keine Ubergänge bietende Perforation. — Ich kenne die Art Qber- 
dies Ton Mindanao, Polillo, Cebü, Neuirland und Nenkaledonien. 

43. Scarabus poUev Hinds. 

Pfeiffer, 1. c. pag. 86 iPj/lhiaj. 

Hulaliii anf Haruku und Sirisori auf Saparua, je ein 
erwachsenes Stück. — Ersteres mißst alt. 36, diam. 21V 2, prof. 
17 mm; alt. apert. 21*/a, lat apert. 14 mm, letzteres alt. 33, 
diam. 2OV4, prof. löVimm; alt. apert. 21, lat. apert. 12 mm. 
Verhältnis von Breite zu Höhe 1 : 1,65 (wie bei meinen Typen 
von den Fidji-Inseln !). — Abweichend vom Typus nur durch 
die dunklere, pechschwarze Färbung; die eine peripherische 
gelbe Binde unter der Naht deutlich, die zweite nndenUicher 
oder verschwommen. Der letzte Umgang erreicht an H6he 
konstant '/s der Gesamthohe. 

Sin grossenteils braun und weiss geflecktes und marmo* 
riertes Stück, das ich ancli noch hieher ziehen mochte, stammt 
von Oma auf Haruku, misst alt. 36 Vt, diam. 22 Vs« prof. 
17 mm; alt. apert. 22, lat. apert 14 mm und hat das Ver- 
hältnis 1 : 1,62. 

44. Searahus scarabaeus (L.). 
Pfeiffer, 1. c. pag. 82 (rythia). 

Sirisori auf Saparua, Banda-lnseln am 4. Mai 1890 
und Batjan, Überall nur wenige Stücke. — Die Formen von 
Sirisori und Batjan sind absolut identisch mit solchen ans 
Neuirland, auch in Bezug auf die breitere, frefiirehte, untere 
Parietalfalte. — Alt. 35, diam. maj. 19, min. 16V> mm; alt 
apert. 20* /a, lat. apert. 12 ' 2 mm (Batjan). 

Die Banda-Schnecke ist abweichend von der Diagnose 
und von meinen Stocken aus Neuirland durch etwas kQrzeren, 
nach unten bauchigeren letzten Umgang mit etwas mehr sack- 
artiger Auftreibnng um den Nabel und durch die fast einfaclie, 
ziemlich kompresse untere Parietalfalte. 5 Oaumenz&hne. — 
Alt. 32, diam. maj. 18, min. 14 mm; alt apert. 12 mm. 



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— 277 — 



45. Scarabtis striatus (Rve.)* 

PfWffiH', 1. c. pag. 94 (Piftitia}; v. Moeltondorff; Ber. Senck. Nat. Oes. 
1890 pag. 259 (P^ia). 

£ma anf Sttdamboina, in Anzahl und unter Änsschlnss 
von Sc, paniherhnts A. Ad., nnd Halalin anf Haruku, zwei 

den Stücken von Erna ganz gleiche Stücke. — AU. 18 — 20, 
diam. 11* ?— 12 mm. 

<it liuiiere Untersuchung typischer Kxemiilare von Sc. strialns 
(live.) Vüu Uebü und eingehende V'ergleicUuug mit *SV'. pantlierinus 
(A. Ad.) haben mich belehrt, dass beide so iialie verwandten 
Formen doch vielleicht spezifisch getreuul werden dihfen. Neben 
der getlrung:pnen, eiförmig dn i(M kigen oder rein eifin uiigen Total- 
gesialt ist es die Höhe des nur Va der Totalglosse betragenden 
Gewindes ibei Sr, jKttifhfritnts Ad. - nnd vor allem die gt-ringe 
Höhe des vorletzten Tnigangs im Verhältnis zum vuriiergeheudeii, 
die beide Formen vpc}it gut von einander trennen lässt. Auch 
Küster sagt schon „aiitr. augustis". Bei Sc. .ftn'attts sind — vom 
Klicken der Sehale aus gesehen — die beiden letzten Umgänge 
des Gewindes fast von gleicher Höhe (Verhältnis 1:1 bis 1 : 1,5), 
bei Sc. panihcruiiis ist der letzte Gewindeumgang dagegen fast 
doppelt so hoch als der Torhergeliende (Verhältnis 1:1,5 bis 
1 : 2). Mögen diese Unterschiede auch geringfügige sein, so sind 
sie in einer Gattung, die so arm ist an scharfen Kennzeichen, 
doch vielleicht wichtig genug, um artliche Berechtigung zu ver- 
leihen. Jedenfalls aber scheint mir die Einziehung des Sc. stnaittn 
(Rve.) nach diesem Befunde beute noch verfrflht. 

Unsere Stttcke von Erna zeigen (nach 3 Messungen) das 
Verhältnis von Breite zn H5he 1 : 1,63, EQster verlangt von 
Stücken aus Gebü 1 : 1,50, Pfeiffer 1 ; 1,60, meine Stücke von 
Cebü bieten das Mittel 1 : 1,56. Ein besonders gi'osses« einzelnes, 
von dem Cebu-Typns von Sc. sirioiitti (Rve.) nnnhterscheidbares 
Stück, ebenfalls von Erna, zeigt alt. 23V«, diam. 15 Va mm und 
das Verhältnis 1 : 1,50, genau wie es EQster, der die Art zum 
erstenmal gemessen hat, verlangt. 

Melampuä Montf. 

46. Metantjms caffer (K.). 
PftHlbr, Hon. Anric. Bd. 1, Cassel 1866 pag. 40. 



— 278 — 



Amboina, ein Stück. — Dem folgenden sehr illmlich, 
aber die mittelste Parietalfalte viel stärker entwickelt als ihre 
Nachbarn; 5 Gaumenfalten. Wahrscheinlich überhaupt nur eine 
fiberbildete Form der folgenden und kaum als Vahetflt von ihr 
zu trennen. 

47. Mdamptts faseiafus Desb. 
Pfeiffer, 1. c. pag. 88. 

Amboina und Erna am hüdanihoina, in inässif^er An- 
zalil. — Einfarbig gelb oder häufiger mit 5 gleichbreiten bi aunen 
Spiralbiiideii. von denen die zweite und dritte häutig mit ein- 
ander zu einem Bande vertiiessen. Die drei Parietalfalten von 
nahezu gleicher Stärke und Entwicklung, die Kolamellarfalte 
schief bis an den äusseren Spiudelrand vorgesogen, ö oder 6 
Gaumenfalten. 

Melania Lmk. 

48. Melania (Suleospira) tesUtdinaria v. d. B. 

Brot, HelAiiiMeeii in Htrtmi-Obeinmts 2. Anfl., Nürnberg 1874 pag. 49, 
Taf. 6, F!g. 3. 

Batugadja auf Amboina, in Anzahl. — Diese Stftcke 
sind sehr schOn und gross, nach Abschaben der schwarzen 
Kruste sehr lebhaft geflammt, der Deckel ganz typisch, über- 
haupt nicht von javanischen Stücken zu unterscheiden. — Alt. 

35—36, diana. niax. 14 mm. 

Sollte, da die Art bis jetzt niemals von den Molukken erwähnt 
wurden ist, vielleicht eiue Etitiuetteuverwechslung vorliegen? 

49. Melania ßfelanin) rimits Lmk. var. ochs Lea. 

Brot, 1. c pag. 175, Tal. 21, Fig. 17b (var.). 

Die nur in einem Stück von Amboina vorliegende Form 
stimmt vorzüglich mit der Fig. 11^ von var. mu.s Lea bei Brot, 
sowül was Grösse, als was Färbung und Skulptur anlangt. — 
Alt. 21, diam. 4V'2 mm: alt. apert. 6, lat. apert. 3\'i mm. 
Verhältnis von Grehäusebreite zur Höhe 1 : 4,67 (bei Brot iro 
a>pus 1 : 3,71). 

Ob diese Form, die mit M. elavu^s Lmk. die charakteristisclie 
ßindenzeichnung gemein hat, von ihr aber durch fast etwas 
konkav ausgezogene Spitze abweicht, wie ich an Vergleichs- 



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— 279 — 



stucken der ersteren aus Cebü ersehe, doch vielleicht spezitisc he 
Stlbslämligkeit beanspruchen darf, lässt sich nach dem ^eriiij^t^n 
mir vorliegenden Material nicht entscheiden. .Itdenfrtll« aber 
^iteht sie ihr im System weit näher als der Ji. sobria J^ea. 

50. Mclania (Melnnia) fulguram Hiuds. 
Brot, 1. c. pai:. 183, Taf. 21, Fig. 13. 

Von dieser sehr charakteristischen Art liegt ebenfalls nur ein 
kleines Stück mit 11 Umgängen aus Amboina vor. Letzter 
Umgang unter der Naht mit einigen weitläufigen, an der Basis 
mit feinen, enggestellten »Spiralstreifen. Färbung und Skulptur 
der oberen Umgänge typisch. — Alt. 24'/^, diam. 6 mm; alt. 
apert. 6V2, lat. apert. 3*/* mm; Verhältnis von Gehäusebreite zu 
Höhe 1 : ö,08 (bei Brot 1 : 4,00). 

öl. Melania (Melania) funiculus Qu. Gaim. 

Brot, 1. €. pag. 136, Taf. 17, Fig. 1, l«-l>> 

Von dieser Art liegen nur 2 jüngere Stücke von Batugadja 
auf Amboina vor, die mit Brot*s Abbildungen und Beschreibung 
gut fibereinstimmen. Eines davon ist auf den oberen Umgängen 
deutlich quergefaltet und zeigt weniger deutlich erhobenen Naht- 
faden, das andere hat eine Basalbinde wie etwa J/. eincla 
Lea. — Bei 11 Umgängen alt. 51, diam. max. llVs mm; alt. 
' apert. 13, lat. apert. 7 mm ; also Breite zu Hohe 1 : 4,43 (bei 
Brot 1 : 4,63—1 : 4,09). 

52. Melania (Melania) hastula Lea, 

Brot, 1. c. i.ag. 129, Taf. 16, Fig. 3. 

Nur ein erwacliseiies Stück vi>n Batiia:a(]Jii auf Amboina, 
das aber so vurzüglich mit Exemiihireu iiieiiitr Sammlung aus 
Paragua — die uuuntt i srheidbar sind — und mit Rrot's Fijj. S'> 
(ab^eselieii von den ft-lileinlen t^uerrippeii dtT •»liHi f'ii rnifriiiiLit' i 
i'ibereinstimmt, dass au der richtigen Bestimmung kein Zwt ilt 1 
bleibt. — Bei 6V2 erhaltenen UmjräDgeu alt. 52^/«, diam. 13S« mm; 
aU. apert. 16, lat. apert. 9 mm. 

53. ^UUuiln (Mihtiiia) juittrhtiti Link. 

Brot, I. c. pag. 168, Tftf. 20, Fig. 4, 4» (typ.) und i>ag. Iii, Taf. 20. 

Fig. 9, (laeciyalaj. 



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— 280 — 



Zwei typische Stücke von Batngadja auf Amboina, ansge- 
zeicbnet durch nur 6—8 bleibende Umgänge nnd eine schwach 
eiogedrttckte SpiraUinie unter der Naht Die braunen Punkt- 
linien sind bald sehr deutlich, bald fehlen sie gänzlich. — Alt. 
32— 41Va, diam. max. 11»/«— 12'/a mm und Verhältnis 1:3,06 
(bei Brot 1 : 3,13). 

Ein junj^es Stück mit fast vollständig eihalteneiii Gewinde 
von 10'/i> Um^änj^eu aus Amboiua ohne näheren Fundort. 
Verhältnis 1 : 3,33. 

54. MeUmia (Melmna) iurris Brot. 

Brot, l. c. pag. 1-16, Taf. 18, Fig. 5—5»; Mousson, Laad- und Süssw.- 
Coneh. Im pag. 118, Taf 22. Fig. 4» rechts (figurata, non Hinds). 

Amboiiia. in Aiizalil. Eine sehr wandelbare Art sowohl 
iii Bezuf? auf E;ilbull^^ als in Bezu^ auf die Skulptur. Die 
rotbraunen Fhimmeu sind bei jungen und mittel^rrossen Stücken 
auf den 3 letzten TJmgänixen meist sehr deutlich, bei ei waohsenen 
Stücken fehlen sie fast immer ^ränzlich. Das grösste vorliegende 
Exemplar hat 15 Umgänge, doch lelil^^n ihm nocli etwa 7 Em- 
bryonalwindnngen. Diese letzteren sind fast kanÜM-konvex und 
nur wenig hoher als breit. Kolumella unten weit nach links 
aujjgehöhlt. — AU. öTVi», diam. max. 11 mm- alt. aitert 12, 
lat. apert. 6V2 mm. Breite zu Höhe 1 : 5,23 (bei Bmt 1 : r),90). 

Die schlnnkere Form von Celebes, di^ Mous.son als M. 
f'KjKnila Hinds abbildet, »rlaube ich unbedingt zu der vorliegenden 
bpezies stellen m sollen. Brot kannte die Art nur aus Borneo. 

55. Melania (StriaUilaj cf. ctcjMdinaia Rve. 
Brot, 1. c pag. 238, Taf. 25, Fig. 13. 

Von dieser oder einer nahe verwandten Art liegt ein 
junges Stttck vor, das uns wenigstens gestattet, mit Sicherheit 
zu erklären, dass auch auf Amboina ein Vertreter der Sektion 
Striatella anzutreffen ist. 

56. Melania (Plotia) acanthica Lea. 

Brot, 1. c. pag. S78, Taf. 28, Fig. 10, 10^-«. 

Hitulama auf Nordamboina, nur ein erwachsenes und 
5 jüngere Stücke. — Alt. 21, diam. max. 12 mm; alt. apart 
9*/a, lat. apert. 4*/« mm. 



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— 281 — 

Die Art ist durch das getttrmt- eiförmige Gewinde and 
die fast senkrecht nach unten gerichteten, domtragenden Qner- 
wßlste gut von der ähnlichen M. rudieostis Monss. geschieden 

und zei|j:t bei Hitulama 4—6 Dornen auf dem letzten l^mgiing, 
so dass die Schnecke, von der Spitze betrachtet, meist fast 
quadratischen Unii i^^s aufweiset. Die Stacheln eireiclieii liier 
soirai' halbe Miuidungshöhe. Stücke der Art von Cebii sind 
ähnlich rot gepunktet, werden aber grösser, und die Entwicklung 
ihrer spiralen Skulptur ist nicht ganz so krallig wie die der 
Form von Amboina. 

57. Melania (Ploiia) pagoda Lea. 

Brot, I. c. pag. 277, Taf, 28, Fig. 5, 5*-«. 

Hitnlani;i auf Nor d a ni b o i ii a , in kleiner Anzahl. Eine 
sehr schuue, gedrunj^ene. stark beweinte K(»rn), aussfezeichnet 
vor dem Typus der Philippineninsel Guimaras durch relativ 
kurzes, konvex-turnilöiiiiigt's Gewinde von 11 Umgängen; der 
letzte trägt, wie der T\ pu<, 9—10 Dornen. — Alt. 18—20, 
diam. max. 8* i- '.M 2 mm ; alt. apert 7V2— 9, lat. apert. 4— 4 V4 mm. 
Verhältnis von Schalenbreite zu Höhe 1 : 2,11, nach Lea 1 : 2,83, 
nach Brot 1 : 2. HO. von Mündungshöhe zu ^chaleuhühe 1 : 2,30 
nnd nach Brot 1 : 2,65. 

58. Melania (Ptoiia) rudieostis M0O8S. 
Brot, l c pag. 280, Taf. 28, Fig. 7, 7». 

Hitulama auf Nordamboina, in Anzahl. Diese Art ist 
entschieden noch variabler, als es Brot andeutete, und gibt in 
der Hannigfaltigkeit der Formen der verwandten M. acanthtea 
Lea nichts nach, zeigt aber meist einfarbige Schale, stets 
schlankeres, reiner turmfSrmiges Gewinde und aoffallend schief 
gestellte, auf dem letzten Umgang S-fi>nnig geschwungene und 
ftber die Hälfte desselben herabreichende Badialrippen. Die 
Spiralsknlptnr bleibt feiner. Die Zahl der Domen, die fast so 
lang sein können wie bei 3/. acanthtea Lea, beträgt auf dem 
letzten Umgang 5—8; ja in extremen Fällen bei ganz kurz- 
gedomten StUoken zählt man sogar 0—12 Spitzen. — Alt. 25 
bis 28'/i, diam. max. 9V»— 13Vs mm. 



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— 282 — 



59. Melania (Hoiia) scabra Mfill. 
Brot, 1. e. pag. 266, Taf. 27, Fig. 14-15. 

HiUiliiniH Hilf Nordam 1) oina, 7 Stücke. Ganz typisch 
eutwickt-lt. (lüiinscliali«^, mit starkem pelzigem Besatz auf tlt-ii 
SpiialreitVn. Die Stiicke zeigen 7 — 10 Spitzen auf dem vor- 
letzten Umgang. — AU. 22^2, diam. max. 11 mm. 

60. M' hniia (Tinrn) diadema Lea. 
Brot, L e. pag. 29a, Taf. 29, Fig. 2, 2«-c- 

Batugadja auf Amboina, nur ein lebend gesammeltes 
Stück. Der letzte Umgang trägt 15 Domen, die Basis desselben 
ist mit nur 4 breiten Spiralkielen verziert. Umkreis der Mnnd- 
Öffnung lebhaft orangerot, änsserster Kolnmellarrand nnd Unter- 
rand Oberaus fein gefältelt. — Alt. 41, diam. max. 24 Vs mm; alt. 
apert. 26Vs, lat. apert 12 mm. 

61. Melania (Tiara) selosa Swains. var. mittor Brot. 

Bröl, I. c. pag. 297, Taf. 30, Fig. 6 (var. ß). 
Hitulama auf Nordamhnina. in Anzahl. — Die grössteu 
Stücke messen alt. 26, diam. 17 mm. 

62. ]{f('kniia (Tinrn) rt'/losn Phil. 

Brot, 1. c. pag 29^. Taf. 80, Fig. 3, 3*-d. 

Hitulama auf Nordamboina, zwei lebend {gesammelte 
Stücke. Mit einigem Zöget^n stelle ich die vorliegenden Exem- 
plare zu dieser angeblich neukaledonischen Art, da sie in mancher 
Beziehung von Brotes Beschreibung und Abbildungen abweichen. 
Die Schale ist nnr mittelgross, das Gewinde unverletzt oder fast 
unverletzt mit 8^^ Umgängen, die Farbe unter schwarzem Uber- 
zug olivengrün-hornfarbig, reichlich rotbraun schief geflammt, 
die obersten Umgänge zeigen an der Basis 2, die nächsten 3—4 
sehr deutliche erhöhte Spiralkielchen, die 3 letzten Windungen 
sind mit feinen verloschenen Spiralfurchen umzogen, die bei guter 
Erhaltnng pelzig behaart sind, und die Dornenreihe steht der 
Naht auffallend viel näher, von ihr nur durch eine schmale, 
fast plane, kaum abschüssige Rinne getrennt. Den letzten Vm- 
gang zieren 10—16 etwas nach answftrts gerichtete, nicht auf 
(Querrippen gestellte dreieckige Dörnchen. Der letzte Umgang 



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— 283 — 



ist so hoch wie das Gewinde, die MttndaDg wenig höber als 
die Schalenbreite. — Alt diam. max. 8Va mm; alt. apert. 
9Vs, lat apert ^^U — 4Vs mm. Schalenbreite zu Höhe der 
Mttndnng bei nnseren Stttcken 1 : 1,12, bei Philippi 1 : 1,09, bei 
Brot 1 : 1«14. 

Die Sttkcke stimmen mit Philippi's Originaldiagoose so gut 
flberein, das» es mir wahrscheinlich ist^ dass die von Philippi 
ohne Vaterlandsangabe beschriebene Schnecke wie die unsrige 
nrsprüngUch von Amboina stammt 

G3, Mclania (Tarehia) gm/iifrn/ Lmk. 
Brot, 1. c. pag. 321, Taf. 33, Fig. 13 und 13 a (noch nicht erwachsen). 

Diese Art liegt in mässiger Anzahl von Batngadja und in 
wenigen weiteren Stücken Tom Seelan-See und von Hitnlama 
anf Nordamboina, sowie von einem nicht näher bezeich- 
neten Fnndort auf Amboina yor und zeigt an allen diesen 
Orten kleine Abweichungen in Skulptur und Grösse. Der letzte 
Umgang ist so hoch wie das Gewinde. 

Die StQcke von Hitulama und dem Seelan-See ent- 
sprechen gut dem IVpiis; die obersten 5 Reifen des letzten 
Umgangs tragen die viereckigen Knoten. — Alt. 23—26, diam. 
max. 10—11 mm. — Die von Batugadja sind klein und zeigen 
in den Zwischenräumen der 4 bis 5 Kömerreihen radiale, dnrch- 
scbeinende, rote Punktreihen. — Alt 19, diam. max. Vit mm. 
— Die Stflcke ohne näheren Fundort von Amboina endlich 
sind j2^anz erwachsen, an der Spira stark korrodiert, der letzte 
Umprang oben mit nur 3 — 4 Knotenreifen, — Alt. ob, diam. 
max. 17 mm. 

Diese Art war bis jetzt in der Literatur nur von Timor 
verzeichnet gewesen. 

64. Mclania (Tarehia) oblitvraKs n. sp. 
(Taf. 4, fig. 2^-^ and 2o, iwt. Gr.). 

Cbar. T. modica turrita, solidula, sub Strato nigro olivaceo- 
fnsca, nitidula; spira exacte tnrrita; apex paulo erosus. Anfr. 
superstites 5*/» — 6 plani, leviter gradati, sutnra profunde im- 
pressa disjuncti, magis minusve distincte spiraliter incisi, striis 
spiralibus perdistantibus, inferi praeterea crispnlati et i licis 



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— 284 — 



subsiDuoBis radiantibüB, panim obliqnis ornati, in anfr. penaltiiDo 
et ultimo interdam subgranoso-decnssati, granis magnis aab- 
(inadratis, nltimus infra sutaram leviter constrictus, nsqae ad 
peripheriam Semper Talide plicattts, plicis 17—19, basi striis 
profnndis spiralibus 4—7 circumcinctns, '/s altitudinis testae 
aequans. Apert. modica, anguste piriformis, superne snbcom- 
pressa, basi effusa, margine dextro sigmoideo, basin yersns pro- 
tracto; colnmella parum torta et arcuata. — Operc. sect. Tarebiae, 

Alt. (decoll.) 22—24, diam. max. 8*/»— 10 mm; alt. apert 
10— 10'/2, lat. apert. 4V2 — ömm. 

Hab. Gorontalo auf Nord-Celebes, 4 Stücke. 

Bemerk IUI u I ii. In der Totalforni an eine schlanke 
3/. scopnlus Rve. erinnernd, weicht diese Art von allen be- 
kiiunten Tarebien recht erheblich ab. Sie ist srewissermaassen 
eine Tanifia ubne Knoteiiskiilptur, denn nur eines der vorliegenden 
Stücke zeigt eine etwa an cckbensis Qu. (jaini. eiiiinerude 
Kitrnei-skiilptur auf den beiden letzten Umgängen; bei den anderen 
herrscht die radiale Skulptui- voi". nnd ebenfalls* nur auf den 
beiden Schlusswinduugeii. Die ubereu UnigiuiL^^ zeigen, soweit 
siie erhalten sind, nur Spuren von weitläuhgen eiiigedriUkien 
Spirallinien, keine Radialskulptnr. Bei dreien von den Stücke« 
sind die Falten der beiden letzten l'nigange nur durch 3 — 4 
schwaelie eingedriiekte Spiralen durchzogen, dageiren ist bei 
allen die Hasis auffallend tief spiralgefurcht, .Mit .1/. rrjrhcnsis 
Qu. Gaim. von Celebes, zu der man vielleicht geneigt sein könnte, 
die vorliegende Art als schwach skulptierte V^arietät zu stellen, 
hat sie keine allzu nahen Beziehungen, da ihr an eine etwas 
langgezogene M. i^eopulut^ Rve. erinnerndes Gewinde au den 
Seiten absolut gradÜBig verläuft uud keine Spur der Konvexität 
des Gewindes der cekbensis erkennen lässt, und da zudem der 
letzte Umgang eine abgestutzt ovale uud nicht oblonge Form 
bat. Noch weniger ist an M. moluccemis Qu. Gaim., ebenfalls 
von Celebes, zu denken, die sich durch weniger tiefe Naht und 
die fehlende Radialskulptur auszeichnet, oder an M, crenulata 
Desh. im Jugendzustand, die durch pfriemenförmig-getflrmte 
Schale abweicht. Vielleicht aber ist M. arciecava Mouss. aus 
Ost- Java verwandt, die ich leider nicht direkt vergleichen kann. 
Der Brot*schen Abbildung nach ist sie aber weniger kegelig- 
turmförmig als die uns vorliegende Spezies. 



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— 285 — 



Paludina Lmk. 

65. PahtfJhta javmtim v. d. B. var. riirftents Rve. 

Reeve. Monoijr. Paludioa Taf. 1 1 . Fiir 70 (cinscengj ; v. Marlens, Mal. 
Blatt. Bd. 12, IH*;.') iiag. 149 (jarantra var.). 

Diese Vaiietät liegt Tiiir in einem tot ge<anini('ltpn Stiu k 
von Waai auf Nordani boina vor. Von typischen liuiten- 
zorger Stücken nur durcli lelativ etwas lir.heren letzten Umgang 
nnd infr>la:e(lesseu höliere Mümiung unierscliieden. HöliP der 
Miinduug m Höhe der Schale 1 : 1,80, bei /*. jnrauim typ. 
1:2,01—1:2,10. Es scheint deshalb gerechtfertigt, diese Form, 
AVi lclie auf Celebes und Amboina lebt, als Varietät Tou der 
Java-Art abzatrennen. 

Diplommatina Bens. 

66. Bipiommaiina (Motmotiia) sirtMU n. sp. 
(Taf. 4, Fig. 3, nat. Gr., 8»-^ vwgr.) 

f'har. Ab oninibus specicbus sectionis Moifssoniar longis 
pilis caiiiicie discrepans. — T. vix liniata, dextiorsa, turri- 
culata, brunnea, opaca; spira tiurita, subscalaris: apex 
acutus. Aufr. T'/s lentissime accrescentes, sutura ])roruii(la 
(lisjuiicti, prinii (ylimlrati. caeteri media parte acute carinati, 
lineolis ciuaceis spiralibüs öubtilibus et siiiis transversis validi- 
oribus eleganier reliculati, in carina Corona pilorum ciebrorum 
longornm ornati. ultimus rarinnia altera basali minus valida 
instrnetus, vix decrescens, penultimo paruni altior, - : altitudinis 
tpstae aeqnan?. Apert. parva, nbliiiua, basi receib'us, circularis; 
perist. superne appressum, callo levi junctum, valde expansum, 
planato-labiatum, media in columella lamella valida, compressa, 
dentiformi, obliqua, marginali, fusca, nitente iostructum 

Alt. •2^'4, diam. max. IV'* mm; alt. et lat. apert. 1 mm. 

Hab. Hitulama auf Nordamboina, wenige Stücke. 

Bemerkungen. Diese kleine Prachtart, die ich mit 
be.sonderer Genagtbaang dem wackeren Entdecker derselben zu 
Ehren benenne, meines Wissens die fünfte ihrer Section, ist 
nächstverwandt der D. papitana Tapp.-Can. (Ann. Hos. Civ. St. 
Nat. Genova Bd. 19, 1883 pag. 269, Taf. 10, Fig. 16—17) von 
den Am-Inseln, während die Übrigen drei Arten der Gruppe 
anf Polynesien beschränkt sind. Hauptanterschied von D. pa- 



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— 286 — 



puami ist ri* btii der bedeutenderen Grösse die Ansscliniü( kiin<!f 
des Kieles mit einem dichten Kranz langer Haare, der l>r)Mt 
umgesclilaf^ene Miindsaum. die feine Spiralskulptur und das Aut- 
treten eines zweiten schwäclieren KieUadens anf dem letzten 
Umgang unterhalb des baartragenden Mittelkiela. 

Palaina Seuip. 

67. FaUdna angidaia n. sp. 

(Tat. 1, Fig. 1, iiat. Gr,, ia-l», vergr.) 

Char. T. modica dextrorsa, vix rimata, cylindrato-ovata, 
satsolida, corneo-rubella; spira elata lateribus convexis; apex 
parvalas acntas. Anfr. 6V8 convezi, sutura profunda disjuucti, 
embryonales glabri, nitentes^ caeteri oblique distanter costulati, 
costulis capillaceis. ca. 20 in anfr. penultimo, Interstitüs micros- 
copice spiraliter striolatis, ultimus decrescens, penultimo angustior, 
vix 'is altitudinis testae aequans, inttio leviter constrictus, ante 
apertnram valde aseendens, aeqne costnlatns ac eaeteri. Apert 
verticalis, snbcircularis vel rotundato-quadrangularis, latior quam 
altior, columella non dentata; perist duplex, intemum pro- 
tractum, extemnm expausum et reflexinscnlum, marginibus callo 
junctis, dextro supenie subangulato, columellari subtus dilatato, 
angnlo recto calcarato, supeme recedente subito reflexo et regione 
umbilicali adnato. — Operc. 5Vt-8piratum nucleo central!. 

Alt. S'^/s— 3, diam. max. IV*— 1^'« mm; alt. apert ^/e, lat 
apert. IVs mm. 

Hab. Batumera auf Südamboina, Knsuknsu (Sereh) auf 
der Koute Leitimor-Hitu, Amboina, und Oma anf Earnku, selten. 

Bemerkungen. Nächstverwandt der gleich zn beschreiben- 
den P. carbaricn Bttg. aus Nordamboina, aber erheblich grösser, 
mehr vei iängert, meist weitläufiger gerippt und die Kippen des 
letzten l niuangs nicht von denen der übrigen Schale verschieden, 
der Spindeh and ohrartig entwickelt und unten viel stärker gespornt. 

Das einzelne Stück von Oma misst nur all. 2'/8 mm. 

68. Pahiina carhai ica n. Sp. 
(Taf. 4, Fig. 5, nat. Gr., □'»-i», vergr.) 

Char, T. parva dextrorsa, vix punctato-rimala, ovata« 
tenuis, comeo-rabella; spira sat elata lateribus convexis; apex 



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— 287 — 



parvulus acutus. Anfr. fi convexi, sutura profunda disjuncti, 
embryonales glabri, nitentes, caeteri obliqne dense costulati, 
nltimas decrescens. pcn ultimo angastior, inido constrictus, iom 
vesicae instar leviter inflatus, ante aperturani valde ascendens, 
distantias costiilatiis. Apert. verticalin, subcircularis, latior quam 
alUor, eolumella non dentata; perist. duplex, internum magis 
minnsve protractnm, extemum expansum, marginibas callo con- 
janctis, dextro supeme et columellari subangulatis. 

Alt 2, diam. max. IVs mm; alt apert ^'s, lat apert mm. 
— Das kleinste fertig entwickelte Stftck misst nur alt 1^4 mm. 

Hab. Auf dem Gunung Carban und von einem zweiten 
Fundorte in Nordamboina, bei £ma in Sfidamboina und 
bei Hulalin auf Harnkn, bier in einer besonders schmalen, 
länglich elf&rmigen und dicklippigen Varietät Überall ziemlich 
selten. 

Bemerkungen. Nächstverwandt einer noch unbeschriebenen 

Art von der Insel Guam, Marianen ((^uadrasNo. 2008), aber kleiner, 
nicht weiss und mit breiterem, flach ausgeschlagenem Mundsaum. 

Anostomelia Mts. 

69. Atmtomella ttscendem (Mts.). 

V. Marten«, I. c. pa^'. 38(), Taf. 22. Fi?. 23 (rupft}. 

Ema im März IS'.iö und Ratmiu-ra aiii 7. April IS'.K) auf 
Siidamboina. Hituhuiia auf Nitida inboina, Oma auf Ifai'uku 
und Papt'io auf Saparua, iilit-rall nur wenige Stücke. Der 
Martt'iis schen Diagnose ist nach/aitra":» n. dass der Spindelrand 
gegen den Unterrand winkelig abgest tzt ist. und dass sicli in 
diesem Winkel eine schwache Furche nach innen zieht, dass 
. das Peristom doppelt ist, dass eine feiner gestreifte Striktur 
grade über dem Kolnniellarrande den letzten vom vorletzten 
Umgang abschnürt, und dass etwas vor der Mitte des letzten 
Umgangs im Innern ein grosser, abgerundet-dreieckiger, von 
den Seiten komprimierter Zalin auf der Längsachse der Spindel 
steht, der von vorn in der Mündung auch hei schiefem Einblick 
nicht gesehen werden kann. — Alt. 4, diam. max. B'/» mm. 

Dieser Befund zeigt eine nahe Verwandtschaft der vor- 
liegenden Schnecke mit Arima H. & A. Äd. und mit JJtphm- 
maiina Bens, und versetzt dieselbe aus der Reihe der Papiden 



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— 288 



in die der Diplommatiniden. Nach Dr. v. Mo eilen dorffs Schema 
im Rer. Senck. Nat. Ges. 1890 pag. 281—282 niuss sie als 
Gattung ÄnoslomeUa Mts. zwischen Hunger fordin Bedd. und 
Dipfnmrnatina Bens, stehen mit der Diagnose: .ruluniellarlamelle 
vorhanden, aber tiefliegend, etwas vor der Mitte des letzten 
Umgangs, von anssen unsichtbar. Geliäuse ähnlich Arinia^ aber 
der letzte Umgang stark aufsteigend. 

Diancta Mts. 

70. Diancta toria n. sp. 

(Taf. 4. Fig. 6, nat. Gr., 6a-b, vergr.) 

Char. T. sinistrorsa vix limata, elongate ovata. solidula, 
corneo-albida, opaca; apex acutus submucronatus. Anfr. 6' 2 
convexi, sutura profunda disjuncti, costulis obliquis acutis, dis- 
tantibns oinati, superiores 4 spiram conoideam, regulärem 
lateribus convexis formantes, penultimus aliquantulum devians, 
lentc (lecrescens et angustior, denium leviter constrictus, ultimus 
valde decrescens, teres, ad apertnram ampliatus et leviter 
ascendens. Apert fere verticalis, circularis, in parte supera 
basi testae appressa recedens; perist duplex, intemum leviter 
porrectum, extemam late reflexum, snpeme utrimque angnlato- 
interraptnni, marginibus callo appresso junctis. 

Alt. 4^8, diam. max. 2V« mm; alt et lat apert IVtmm. 

Hab. Insel Batjan, 6 Stücke. 

Bemerkungen. Verwandt der D. consUieia Mts. von 
Ternate, aber kleiner, Windung weniger, die Einschnürung 
des vorletzten Umgangs nicht mitten auf dem SchalenrQcken, 
sondern weiter nach vom, auf der rechten Seite der Schale, 
die Mündung relativ kleiner. 

CalUa Gray. 

71. Cüüia (UHhoi/iCffst's Mts. 
V. Martens, I. c. pfi? 1 5", Taf. 4, Fig. 13. 

Erna auf Südamboina, ein Stück, und Papero auf 
Saparna, in Anzahl. Sowohl bernsteingelb (35%) als bleich 
rötlich (65^/o), dar letzte Umgang tief abwärts steigend, aber 
vor der Mündung wieder plötzlich aufsteigend. — Alt 6— 6*/f, 
diam. max. 4Vs-'4'/4 mm. 



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— 289 — 



72. Oallui wanaeei P. 

•V. Martens, I. c. pai?. 158, Taf. 4, Fig. 12. 

Erna auf SUdaiiiboiDa und Waai auf Noithimboina, 
18. April 1H9(). sowie bei Papero auf Saparua und auf Banda. 
Die von Amboiua \ )rli* geiideii Stlicke haben ein weissliclies 
oder rötliches, nicht ein orangefarbenes Peristom und messen 
alt. 478—5^2, diam. max. 3— 3V2 mm. Die \Yenigen von Bauda 
eiD«?escbickten Stücke sind mehr braungiau gefärbt und meist 
etwas grossei als die Form von Amboiua. — Alt. dVa« diam. 
max. 3Vt mm. 

var. pusiUa d. 

Ohar. Differt a. typo t. minore, anfr. ultimo distinete 
angnsdore quam pennlthniis, apert minore. — Alt. 3'/4'-4, diam, 
max. 2V2— 2"4 mm. 

Hab. Eumatiga auf Hita, Nordamboina, 2. April 1890, 
3 Stücke. 

Bemerkungen. Während in der Hinteransicht beim 
Typus der Art vorletzter und letzter Umgang gleiche Hidie 
besitzen, zeigt .sich bei dieser Varietät die letzte Windung 
deutlich etwas schmäler. 

Pupinella Gray. 
73. Ftipinella eemmiea Mts. 
V. HirlMSi 1. e. pag. 156, Taf. 4, Fig. 9. 
Papero auf Saparua, in kleiner Anzahl. Der sonst 
exakten Diagnose nnd Abbildung Prof. Martens' dürfte noch 
beizufügen sein: „Anfr. ultimus prope perforationem funiculato- 
cristatus, crista angusta extus sulco distincto circumscripta". 
— Alt. 9 — 11, diam. uiha. 5— ö'/a mm. 

Leptopoma P. 

74. Lepiopwna intermedinm Mts. 

V. llarttM, I. c. p«g. 144, 1W. 4, Flg. 4 (vitreum w.) ; Tlppirwie- 
GesslH, Aon. Hm. Cit. Qenova Bd. 19, 1883 pag. 261. 

Papero anfSaparna, 5 Exemplare. Ich gebe Tapparone- 
Canefri vollkommen recht, wenn er diese Form, die ohne Ober* 
g&nge mit L. peüueidum Grat, zusammen auf vielen Molnkken- 

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— 290 — 



Inseln vorkommt, als gute Art betrachlet. Die Schale ist stärker, 
der Miindsaum weit ausgelegt, fast doppelt gelippt, sehr massiv, 
die vier Kiele der Schlusswindung sind ininipr scharf und deut- 
lich, die Färbung besteht in l ii ;ninen, schielgeslellteu Zickzack - 
streifen oder ist seltener eiöfAibig gelblich. — AU. lO^ia— -11, 
diam. max. 10—10^/4 mm. 

Die Art ist einerseits nalie verwandt mit L. scricatum P. 
von Bonieo, das aber immer einfarl»)^: zu Foih scheint. 1 t itcr 
als hoch ist, auch unter dem peripherischen Kiel noch Kiele 
trägt und eine relativ weit grössere Mändong zeigt, anderer- 
seits mit L. cuitculare Moell. von Luzon, das aber eine Coticula 
zeigt, dünnschaliger ist, weniger gewölbte Windungen hat, und 
das mindestens ebenfalls noch einen deutlichen Eiel unter dem 
peripherischen Kiel trägt. 

75. Lepiopotna peUucidum Grat. var. minor Mts. 

V. Moelleiidorff; Ber. Senck. Nat Oes. 1890 pag. 276 (typ. und var. 
punlia); v. Mwlmi, 1. e. pag. 144, Taf. 4, Fig. 2» (ritreum^ non Less.) und 
Fig. 6 (vüreum var. minor}. 

Hau|)tcliarakter dieser Art ist die geringe Tiefe des Aus- 
schnittes an der Spindel nnd die Tendenz zu Spiralen dunklen 
Bändern. Alle StUcke von den Molukken bleiben klein und ge- 
hören schon zur var. minor Mts. 

Erna auf Südamboina, Waai auf Nordamboina, 
Hulaliu auf Harukn. Sirisori nnd Papero auf Saparua und 
Batjan, überall in niässiger Anzahl. 

Von einnn nidit näher bezeichneten Kmulorl auf Amboina 
liegen nur einfarbig weisse Stücke, aber mit bis über den An- 
fang der letzten Windung hinaus deutlichen Spiralfuden vor. — 
Alt. 11 Vg — 12. diam. max. 12— 12Vsi mni .\hnlicli. aber glatter 
und bald einfarbig weiss, bald mit zwei branniMi breiten 8piral- 
biindern. bald mit schief t^cstclltfr Flaninien- und Blitzzeichnung 
gesrhniückr, sind die Stücke von Erna. Eine .Ingendform von 
Waai auf Hitu di'irfte ebenfalls lÜHiliergehiacn, i.st aber ZU 
sicherer Bestimm iiii;^ noch zu klein. Junge .Stiicke von Hnlaliu 
besitzen zwei breite braune Spiralbänder. Sie sind überall fein 
spiralgestreift und ohne Kante auf der Scblusswindung. Die 
weissen oder hornbraunen, ungezeichneten Stücke von Sirisori 
und Papero auf Saparua, sowie ganz einzelne StUcke von 



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- 291 — 



Erna auf Leitimor gehören zur var. minor Mts. = var. pimlla 
Moell. Si«' zoigen kaum einen Unterschied von denen der Insel 
Cebü. Alt. 8Vs, diani. niax. 9 mm. Die Stücke von Batjan 
endlich sind entweder reiiiweiss oder seltener mit zwei braunen 
Binden versehen, einer sehr breiten an der Naht nnd einer halb 
so breiten an der Peripherie. Ausser der feinen Spiralslcnlptnr 
kommen deutlicher vortretende Spiralkielchen nur auf den zwei 
oder drei obersten Windung^en zur Ausbildung. — Alt. et diam. 
max. 12—12 ^'t mm. 

76. Leptopoma viireum (Less.) var* laetea Kob. 
V. MoellendorfT, 1. c. pag. 274. 

Menado auf Nord- Gel eb es, 5 reinweisse Stücke. Aus- 
gf'zeicliiJHt durch die tief konkiiv ein {rebuchtete Spindel neben 
dem I rillt 11 jf'der Sjjiir von Spiralbiudeuzeiclinung. Spirallinien 
deutlich, kt^in peripherischer Kiel. — Alt. 14. diani. max. IH^/^mra. 

Die von mir genau verglichene, auch auf Java und Kf)rmosa 
vorkommende Art war bis jetzt mit Sicherheit auf Celebes noch 
nicht gefunden gewesen. 

Lagochllus Blanf. 

77. Lagockilua bicarinatum (Mts.). 
V. Marlmit, I. c. pagr* 1*«f- 8, Fig. 16 (Oifdohu). 

Eina auf s ü d a ni l) o i ii a und Waai auf N o r d a ni b o i n a, 
je ein tot gesammeltp« 1* kelloses Stikk. Ich würde danach 
dio Diajrnose in den lolgenden Ausdrücken verbessern : „T. lati- 
u.scute et infundibiili instar umbilicata, unibilico ^/o latitudinis 
testae ae<iuante. corneo-olivacea; anfr. dense costulato-striati 
et lirati, ultinnis biangulatus, liris ciiirtus, inter (jiias diiae 
plernraque gemiiiae niairis prominent, basi versus umbilicmii 
distincte angulatus, band do.^cendens; perist. duplex, intnniuni 
calrai euni. extern nm cutaceum, parum expansuni. margine dextro 
ad suturam leviter inciso. — Alt 3^/4 — ö, diam. 4^/4 — 6 mm; 
alt. et lat. apert. 2 mm.'' 

Durch den Einschnitt der Mündung oben an der Naht wohl 
sicher zu Lacförhihis gehörig und wahrscheinlich wie die übrigen 
Arten dieser Gattung im Leben behaart. 

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Ditropis Bianf. 

78. Pf'frnpis infjrnua n. sp. 
(Taf. 4, Fig. 7, nat. Gr., 7a-b, vergr.) 

Ghar. T. parva late nmbilicata, umbilico ^/s latiludinis 
testaeaeqiiantp, conico-convexa, tenuis, nitida, corneo-flavescens; 
spira anfracUbus initialibas partim solatis depresse con?exa; 
apex solutus, excentiicus, tumidulas, mucronatas. Anfr. 4 con* 
vexiiisculi, initiales 2 apicem solntum formantes, a tertio rega* 
lariter convoluti, sutara canalieolata, tttrimqae carina comitata 
disjuDCti, striatuli et levissime spiraliter lineolati, ulUrnns lente 
descendens, carinis 3 cinctus, una sutnrali tenaissima, altera 
peripherica valida acuta, tertia basali validissiina, alttssima, 
nee non in nmbilico praedpiti carinulis 4 distinctis, aeqne- 
distantibns ornatus. Spaüam inter carinas validiores planiosca- 
lum. Apert. param obliqua^ basi canaliculata protracta, sab- 
quadrata; perist brevissime ampliatum, duplex, superne angula- 
tim recedens, marginibns continnis, supero cnrvato-protracto, 
dextro stricto cum colnmellari snbstricte ascendente, media parte 
recedente angulnm acutum formante. — Operc. parvum circulare 
extus infundibuli instar excavatum. 

Alt. 1\8, diam. mm; alt. et lat. apert. IV's mm. 

Hab. Hiiuhiiiia auf Nordambuina, Iii. Marz 1890, 
9 lebende Stücke. 

Bemerkungen. Die wunderbare, kleine, von allen W- 
sclirit'beiHii Aitnii dadurch abweichende Art. dass die beiden 
rcgt'lniiissi^^ auigcwunilenei! Kml)iynnalumf:;än<rt' i)li'>t'zlii"h in 
weiter Spirale sich frei aulrolh'u. um dann .^diliesslieh mit der 
vorletzten und letzten \\'indung wiederum ein ganz regelmäsi»iges 
//r//j--artiges Gehäuse zu bilden, gehört in eine kleine Gruppe 
von Arten, zu der auch die folgenden beiden neuen Formen 
gehören. Infolge der eigenthümlichen Aufrollung zeigt sich bei 
dieser Spezies die Spitze der Schale von einem halbmond- 
förmigen freien Räume durchbrochen, dessen Konkavität durch 
den nach rechts gerückten Apex bewirkt wird. 

79. Ditropis iHürllcndorffi u. sp. 
(Taf. 4, Fig. 8, uat. Gr., 8»~\ vergr.) 
Chai-. T. late et perspective nmbilicata, umbilico '/s lati- 
tudiuis testae ae<inante, convexiuseulo-depressa, tennis, nitida, 



— 293 — 



Bocinacia; spira perparam eminens, convezinscala ; apex oblique 
adnatns, mamillatns. Aofr. i^'t sapei-ne vix convezlnsculi, sutQra 
impresaa filomai-ginata disjuncti, striatnli, nldmos ad peii^^he- 
nam carinis 2 spiralibas, altera saperiore tenoiore, altera in- 
feriore peripherica valida, conipressa cinctus et insuper ad basin 
carina tertia altissiina, acutissima ornatus. Spatiura inter carinas 
validioies Luncaviiiseuhim. Apert. paruni ubliqua, basi canali- 
culata protrarta. inegulai iter triangularis ; perij^t. bit vi&sime 
ampliatum du]*lrx. siipeiiie aiigululiui recfMiens, inargine supero 
can^ato-protract.), (Irxtro stricto, coliiiiiellan signioideo, cum 
supero callo coiijuiicto. — ()}ierc. ignotum. 

Alt. VjH, diam. 4 mm, alt. et lat. apert. 1^/4 mm. 

Hab. Hitnlama auf Nordamboina, 13. März löUO, nur 
drei erwachsene stiukr. 

Bern erk Uli e 11. Näcli.->tverwan(it der P. conn.ta Hlanf. 
aus SUdiudien, aber kleiner, mit einem weiteren Kielchen über 
dem peripherischen Kiel, aber ohne Kiele im Nabel und mit 
schärfer geschwungenem Spindelrand. Durch letzteren Charakter 
nähert sich tlie Amboiua-Art der D. ceiuana Moell. von Cebü, 
die aber weit liöher gewanden and naheza angekielt ist. 

80. Utfropis Spiral is n. sp. 
(Taf. 4, Fig. 9, nat. ör,, 9a-b vergr.) 

Char. T. tubalam andique liberum cornus arietis instar 
spiratnm fomians, tenuem, flavescentem, nitidum ; spira perparnm 
eminens, conTexiuscnla ; apex excenüicns, oblique adnatus, glo> 
balifonnis, ex anfractibus duobus embryonalibus exstructus. 
Anfr. 4 a tertio rapide, a quarto lentius et magis regalariter 
acci-escentes, sphaerico-triangulares, leviter striatali et carinis 
spiralibas 3 acutis, fiUformibas, ntrimqae compressis, crassi- 
tadine subaeqnalibas sculpti, ultimus non deflexus. Apert. solata 
parum obliqua, basi canalicnlata sabprotracta, subregalariter 
spbaerico-triangolaris, latere columellari longiore; perist. bre- 
vissime ampliatnm, dnplex, margine dextro carrato-protracto, 
basali cam colamellari excavato angnlam rectam protractnm 
efficiente. — Operc. extus tubuliforme, media parte infundibuli 
profundi instar excavatum, excavatione margine lato brunneo 
füliaceo circumcincta. 

Alt. 2, diam. S^s mm; alt. apert. IVa, iat. apert. 1 mm. 



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— 294 — 

Hab. Oma auf der Insel Haruku, ein erwachsenes und 

ein junges Stück. 

B e m e r k 11 n g e n. Von dem aus zwei Umgängen gebildeten 
Embryüiialknüpf an ist die Sclniecke frei spiralig aufgewunden 
und bildet in dieser Hinsicht eine Analogie zu D. mim Moell. 
Vüii Siqiiijoi-, die aber dekolliert und deshalb kaum einen ganzen 
Umgang erkennen lässt. Mit J). uiocfh nthrlfi und iuyenua hat 
sie den sphaerisch-dreierkiq n Querschnitt der Umgänge ge- 
meinsam und ist augenschemiich mit diesen beiden durch enge 
Verwandtschaft verknüpft, im Übrigen ist sie aber doch von 
beiden durch die Aufr(jllung so wesentlich verscliiedeu, dass 
ein Rli k auf die Tafel genügen dUrfle, diese drei Prachtarteo 
Ton einander zu trennen. 

Cyclotus Guild. 
81. Cycloim (Eucyclotus) pnu'nosus Mts. 

V. MtrteM» 1. e. pag. 117, T»f. 1, Fig. 2. 
Ternate, 9. Mai 1890, nur ein Stfick. — AU. 8^'>, 
diam. 19 mm; alt apert. 8, lat. apert. 7 mm. 

82. Cyclotm (Japonia) tiraiulus Müs. 

V. Martent, 1. c pag. 187, Tal. 2, Fig. 15 (malel). 

Ema auf Sfldamboina, nur tot gesammelt, and Rumatiga 
anfNordamboina, lebend, wenige Stocke. 

Die Form von Bumatiga bat ausser der SpiraUknlptur 
eine sebr ausgezeicbnete radiale Skulptur von ziemlicb entfernt 
siebenden, einander parallelen, yon der braunen Epidermis ge- 
bildeten, ans feinen Börstchen bestebenden Haarkr&nzen. 5 
bis 5S> Umgänge; Deckel ganz, wie ibn Martens bescbreibt. — 
AU. 5'/4— 6V», diam. 5*/«— 6V» mm; alt. apert. 3, lat. apert. 2^U mm. 
Tote Stücke von Ema sind kreideweiss, opak und zeigen gegen 
den Wirbel hin gelblich fleischrote Färbung. — Alt. oV*— 5* 2, 
diam. 0^4— ö'.'a mm; alt. apert. 2^/8— 3, lat. apert. 2',a— 2^4mm. 

83. Qßclotm (Pmtdocyclophorus) amboine^isut (P.). 
V. MarloN, I. e. pag. 121, Taf. 2, Fig. 4. 

Kma auf SUdamboina, März 1890, Romatiga und Waat 
auf Nordamboina, Hulaliu auf Haruku und Papero auf 
Saparua, überall nur in kleiner Anzahl. 



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— 295 — 



Junge frische Exemplare zeigen eine zierliche, dichte radiale 
Eunzelstreifung, wi-lclie durch die hinfällige Oberhaut erzeugt 
wird. Bei Erna auch ein einzelner, hornweisser Albino. Alt. 
yVa— lü, diam. 13— 13V'i uiin, alt. et lat. apert. 6— 6' * mm. — 
Die Form von Pap er o ist aulfalleud klein, etwas gedrückt, 
der letzte I'mgang gegen die Basis hin fast leicht gewinkelt, 
sonst aber nicht vinn Typus verschieden. Alt. 7',4— 7\a, diam. 
dVsmm; alt. et lat. apert. 4^4 mm. 

84. Cycloitis (l^cudocf/clophorus) yutlatus (P.). 

V. Martern, 1. c pag. 119, Taf. 1, Fig. 7. 

Temate, 9. Mal 1890, in kleiner Anzahl und meist tot 
gefunden, und Batjan, eine tote Schale. Der Nabel der St&cke 
von Ternate misst der Gehäusebasis. — Alt. 10*/a — 11, 
diam. 17^'t— 18 mm. — Das Stttck von Batjan zeigt etwas 
spitzeres Gewinde und das unter der Peripherie laufende dunkle 
Band* ist breiter und deutlicher. — Alt. 11V<, diam. 18 V> mm. 

85. CydoUts (PUUyrhaphe) harucmnm n. sp. 

(Taf. 4, Fig. 10, nat. Gr., lOi» -»>, vergr.) 

Char. T. parva depressa, late ambilicata, nmbilico 
baseos testae aequante, corneo-rufüla, solidula, opaca; spira 
parva, conica, leviter distorta; apexmamillatus, purpureo-fuscus. 
Anfr. 4 teretes sat rapide accrescentes, sutura profunda disjuncti, 
densissime distincte liratuti et pliculis crebris perobsoletis de- 
cussati, nltimus lente descendens, ad aperturam pallidus. Apert. 
diagonalis, cireularis, ad insertionem subangulata; perist. con- 
tinuum appressum, simplex, obtnsnm, margine cvlumellari in- 
crassatulo, patente. — Operc. calcareum, albidum, 6-spiratttm, 
concavittscttlum, centro impresso, sulco marginali profunde. 

Alt. 4, diam. 6^:8 mm ; alt. et lat. apei-t. 2^/4 mm. 

Hab. Oma auf der Insel Haruku, nur ein lebend ge- 
sammeltes Stttck mit Deckel. 

Bemerkungen. Diese Art steht dem C. plicosm Mts. 
von Halniahera und Batjan sehr nahe, ist aber wesentlich kleiner, 
die F^pidermisfalten sind viel weniger deutlich, und ihre Anzahl 
anzugeben, ist deshalb ganz iinnir»^;lic]i ; überdies hat die neue 
Art 4, die Martens'sche Lnigäuge bei bedeutenderer Grösse 



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— 296 — 



der letzteren. Während dag Verhältnis von GehäneehOhe zn 
Breite bei unserer Art 1 : 1,66 beträgt^ seigt C. j^Uootm die 
Verbältniezahl 1 : 1,80. 

86. Cyehtua (Platyrkaphe) parvtäus Mte. 

V. ■artMW» L e. pag. 126, Taf. 2, Fig. 12. 

Ternate, in kleiner Anzahl. Der Diagnose ist anzn- 
Iftgen: „Umbilico ^Z? latitudinis testae aeqnante, t. falva, ante 
aperturam paUidiore, anfr. 4V2 lirulis spiralibus obsoletis dis- 
tantibus cinctis." — Alt. 5— öVa, diam. 8— 8Va mm; alt. et lat. 
Hpert. 3'/:» mm. 

Omphalotropit P. 

87. Omphahtrnph ccrameiisU (P.). 
V. Martaw, 1. c. pag. 160, Taf. 4, Fig. 11. 

Erna anf Südamboina, in kleiner Anzahl, Waai auf 
Nordamboina, ebenfalls selten, Insel Harnku, ein St&ck. 
Die Stflcke von Erna sind rotbraun und messen lUt. 7'/4— 10, 
diam. ftV« — 7 mm, die von Waai sind meist kleiner nnd 
schlanker, die Umgänge nehmen langsamer an H5he zu und 
die MQndnng wird infolgedessen weniger geiftnmig. Ihre Farbe 
ist mehr grflnlichbrann. Alt. 7'/«— 10, diam. dVs— 6Vs mm. 

Paratrapis n. sect. gen. Omphalairopidis P. 

Char. Differt a genere typico t. nun perfoiata» vix 
rimata, carinii valida basin plauülatiün circumciugeiite, apert. 
sphaerico iM;iu*jiiliu i. iiiaiginibiis callo subrecedente jimctis. — 
Hierher als eiuzige Art: 

88. Oinphalotrojrh (Pnratrtyph) omaia n. sp. 
^Taf. 4, Fig. 11, nat. ür., 11 »-i*, vergr.) 

C ti a r. T. yix rimata oblongo-turrita, comeo-grisea, opaca, 
sat solida; spira tnrrita lateribus oonvezis; apex acutulos, m- 
Mm. Anfr. ßV's conyeziusculi, sntnra iropressa, filomarginata 
disjuucti, regulariter dense costati, cosüs parum obUquis, snb- 
undiüosis, nltimus basin yersns carina exserta, ntrimqne compressa 
a regione nmbilicali planiuscnla, radiatim costnlata separata in- 
strnetns, V« altitndinis testae aeqnans. Apert. sat obliqua, 



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— 297 — 



spbaeriro-triaiignlaris; perist. simplex. hebetatum, margine dextro 
leviter curvat'). ba?ali sublioiizontali. coluniellari basi levi?J«ime 
subeftiisü, metlia paiie angusto. ret]»'xiusculo, superue cailo re- 
cedeute cum raargine dextro loiinexo. 

Alt. 4* 2, diam. 2',9 mm: alt apert, T V. lat. apert. 1\4 mm. 

Hab. Halalin auf Haruku, wenige Sti'icke. 

Bemerk Hilgen. Mir ist nichts Älmliche.s bekannt. Die 
Schalenform und skulptui- entsprechen ungefähr der i). (Atropis) 
srnlan'fornu's Pse. und der O. lOmphnlotrnp/s) mstidata Mouss., 
aber der einzige, die undurchbohrte Basis umziehende scharfe 
Spiralkiel, der selbst die Form der sphaerisch - dreieckigen 
Mündung beeinflusst, stellt die Art ganz isoliert. Nur die Un- 
möglichkeit, irgend etwas über das Tier in Erfahrang za bringen, 
hält mich davon ab, die Spezies als den Typus einer neuen 
Gattung zu beschreiben. Der Deckel ist hornig, dünn, tief uhr- 
glasförmig aasgehöhlt, mit exzentrischem Nukleus und wenigen 
— wie es scheint Vl% — sehr schnell zunehmenden Windungen. 

Acmaila Blanf. 

89. Aemella deeohr n. sp. 

Taf. 4. Fig. 12. nat Gr.. 12a-b, vergr) 

Char. T. parva late perforata, turbinata, tenuis, snb- 
pelhicida. ubo miirnns, corneo-grisea, indistincte brunneo zonata; 
spira fere exacte conica lateribu.«^ vix convexiusculis ; apex acu- 
tulus. Anfr. 5 convexiusculi, sutura profunda disjuncti, regu- 
lariter accrescentes, striatuli, ultimus basi levissime angulatus, 
fasciis 2 — .S angustis spiralibus rufobrunneis zonatas et regione 
umbilicali brunneo tinctus, ^ 6 altitudinis testae aeqnans. Apert. 
vix obliqua, truucato-ovata, faucibus brunneo fasciatis; perist. 
subsimplex, marginibus valde approximatis, callo junctis, dextro 
curyato, basali subrecedente, semicirculari, leyissime expansins* 
culO) cum columellari stricto, oblique ascendente, concave exciso 
ibiqne carinulam sursam in perforationem emittente angulnm 
rotnndatnm protractum fonnante. 

Alt. 2'/«, diam. 2 mm; alt. apert IV«, lat. apert. 1 mm. 

Hab. Insel Banda Lonthair, Banda-Gruppe, 9 tot 
gesammelte, aber z. T. noch ziemlich frische Exemplare. 

Bemerkungen. Abweichend von A. polita Moell. (Jahrb. 
d. D. Mal. Ges. Bd. 14, 1887 pag. 301) von Luzon, der sie in 



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— 298 — 



Grosse, Schalen- und MQndnngsform Überaus nahe kommt, darch 
den matten Olanz und die bei toten Stocken ganz opake Schale, 
durch die 2—3 rotbraunen Spiralbinden des letzten Umgangs^ 
die der einfarbig homgelben philippinischen Art immer fehlen, 
durch etwas weniger konvexe Umgänge, durch die offenere Per- 
foration und den mehr in die Länge gezogenen Spindelrand. 

Zu dei'selben Gattung, die mir mit SokmmphaUi Hde. 
(Typus: Ompiiahiropis stricta Gonld von China) zusammenzufallen 
scheint, gehört auch die noch kleinere Realia isseliana Tapp.- 
Can. (Ann. Mus. Civ. Genova Bd. 19, 1883 pag. 271, Taf. 10, 
Fig. 12 — 13) von den Aru-Iuseln. Cliaraktei ististli für das 
Genus AcnicUa Blaiif. ist ein feiner in der Pirfoiatiuii aiif- 
steigf mler Kiel, der an der Stelle des Mundisauuij», wu sich Uuter- 
und Kuluniellarrand trelVen. ansetzt, der aber wegen seiner ver- 
steckten Lage naturgemäss nur dem aufmerksamen Beobachter 
ius Auge fällt. 

Truncatella Risso. 
90. Truncatella valida P. 
V. Hartem, 1. e. p«g. 163. 

Am Strand bei Hative Eetjil aufSfldamboina, wenige 
Stücke. Abweichend von Exemplaren aus Luzon nur durch die 
schwache Andeutung eines Nahtsaums, der dadurch entsteht, 
dass die Furchen zwischen den Rippen unmittelbar unter der 
Naht etwas grübchenförmig eingedriickt erscheinen. Alt. 9, 
diani. 3\ i mm. — Neu für Amboiiia. 

Heliefna Lmk. 

91. lldk iua bandana u. sp. 

V. Hartem, 1. c. pa;. 109, Tuf. 4, Fig. 21 (alboemcta, non Hombr. Jecq.). 

Banda Neira, nur wenige mit Martens* Diagnose got 
ttberainstimmende StQcke. Jonge Exemplare von guter Erhaltnng 
zeigen ober- wie uuterseits feine häutige Öpiralföden; die helle 
Färbung des Kieles ist auch bei bester Erhaltung wenig deutlicb. 
— Alt. 3*/4, diam. 5^4 mm. 

Diese Art stimmt in Bezug anf Grösse (5 — 6 mm statt 
7 mm) und Zahl der Umgänge (4 statt 5) so wenig mit //. albo- 
cincta H. J. von den Aru-Inseln, dass ich an eine Übereinstim- 



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— 299 — 



innug, die Prof. t. Harteos annimmt, nicht glauben kann. Eine 
gCarina alba sntnraUs'' ist bei der Banda-Art nie an sehen, 
and anch der Aasdruck „anfr. nitimns albocarinatns* wire ftber- 
trieben; höchstens kann man von einer ,carina pallida* oder 
«carina testa panllalum pallidiore* sprechen. 

92. Helieina idae P. 

V. Martens. I c pjii,' 170. Tal. 4, Fig. 19. 

Erna auf Südainboina. Waai anf Nordaniboiua, 
Hulaliii auf Hanikii und Bau da Xeira, überall mehr oder 
weni^'er liaiitig. Der Martens'schen Beschreibung ist beizutügeii, 
dass da^ zweiwinkelige peripherische breite Kielband bei den 
von Erna und bei einem Teil der von Hulaliu vorliegenden 
Stttcken weisslich geHlrbt ist und gegen die rötliche oder braune 
Färbung namentlich der Unterseite des letzten Umgangs scbai'f 
absticht. Die Oberseite des letzteren zieren stets zwei, die 
Unterseite etwa drei weitläufig gestellte, mehr oder weniger 
deulliche, eingegrabene Spirallinien. — Alt. 5— öVa, diam. 7V» 
bis 8Vs mm. — Die Stücke von Hulaliu bleiben kleiner und 
messen alt 4*/»— 4*/*, diam. 7— 7^4 mm. 

93. Helieina parva Sow. 
V. lliHMS, I. c. pag. 171, Taf. 4, Fig. 29. 

Insel Batjan, 6 Stücke. Einfarbig gelb. Dass diese Form 
mit der Art von Cebü genau übereinstimmt, kann ich nach 
Vergleich von Originale.xemplareu bestAtij^en. Der einzige TTnter- 
schied, den ich bemerke, ist der, dass die Srlmecke von Cebü 
einen etwas melir unigeschlagenen, weissliclien, niclit gleieh- 
larbigen Mundrand zei{]^t. als die Form von Batjan; im Übrigen 
ist die i Ijereinstiuimuuf^ zwischen beiden vollkommen, ja l'iber- 
rascheiid vullkuuimen. Deckel der Mol ukken form übrigens konnte 
ich nicht uutersucheii. — AU. 4'/*— 4* 2, diam. 6',*— 6^2 mm. 

94. Helieina sittiircdis Mts. 

V. Hartem, l c. pag. 168| Taf. 4, Fig. 18. 

Erna auf Sttdamboina, Eumatiga anf Nordamboina 
nud Hulaliu auf der Insel Harukn, häufig. Das Gewinde der 
Amboina-Form ist bei guter Erhaltung deutlich spiralgestreift; 



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~ 300 — 



bei fast allen finde ich durchgehende rotbraune Strieraenzeich- 
nung, wie sie Martens von Kajeli auf Bnru beschreibt. Alt. 4—5, 
diam. 8-«-10mm. Die Stücke von Hulaliu bleiben durchweg 
kleiner und messen nur alt. 3V«— 4^«, diam. b^U—VIt mm. 

fieoHsM Blanf. 

95. Georissa crchnlimtn n. sp. 
(Taf, 4, Fig. 13, nat, Gr., 13»-»», Tergr.) 

Char. T. parva non rimata, elongato-trochiformis, solidula, 
Gomeo-rufescens, opaca; spira elate conica laterlbns convexi- 
usculis; apez obtusulns. Anfr. 4 aequaliter convexi, sutura 
profunde impressa disjuncti, lente accrescentes, transversim 
striatnli et dense acnteqne lirati, liris 8 in anfr penultimo, 
12 in ultimo distinctioribns, ultimns penultimo modice altior, 
non inllatns, liris basalibns tennissimis ad regionem umbilicalem 
evanidis, '/s altitndinis testae fere aequans. Apert. parva dia- 
gonalis, truncato-ovalis ; perist. simplex; margo dexter semi- 
circularis, basalis leviter incrassatns cum colnmellari recto, 
oblique ascendente, dilatato, callum latiusculum umbilicalem, 
sulco circumscriptum emittente angnlum efficiens obtusum. 

Alt IVs, diam. 1 mm; alt. et lat. apert mm. 

Hab. Insel ßatjan, nur in einem deckellosen Stück 
gefunden. 

Bemerkungen. An tropisdi-indiscben Vertretein dieser 
Gattung ist meine Sammlung reich, doch finde ich keine be- 
sonders nahe Verwandte. 6'. ftubglahmia Moll, von .Mauila i.'-t 
zwar ähnlich klein, iiat \ihn- eine Perionition ; eine neue Art 
der Philippineninsel Busuaii^.i ist schlanker und ebeiiialls per- 
luriert, eine \Yeitere Novität von derselben Insel lebhalt gelb- 
rot und nicht so getürmt wie die Mulukkeuart. 

Neritina Lmk. 
96. Neritina (Neritaea) attncttiaia Lmk. 

V. Marlmw in lIartmi«CheiiiniU Coiidi.-£ab., 2. Aufl., Nttrnbfirg 1879, 
]!«g. 30, Taf. 6, Fig. 18—16 uod 24—27. 

Nur ein deckelloses Stück von A m b ein a. Kinfarbig und über- 
haupt ähnlich Stücken von Adenare bei Flores (comm. G, Naegele 
1890). Auch Prof. v. Martens kennt diese Art von Amboina. 



Digitlzca by Liu..- . «v. 



— 301 — 



97. Kf'ritina (Kfrifacn) cnnylobala Mts. 
V. Martens 1 pag. o7, Taf. 8, Fig. 7—9. 

Batugadja auf A m b o i n a, Milrz 1890, 4 deckellose Stücke. 
Versehiedrn von Martens' Beschreibung ond Abbildung nur 
durch einfarbig olivenbraune Färbung ohne Netaateichnung. 
Kolumellarfläche dunkelgrau, nach hinten blauschwarz und hier 
nicht rot gesäumt. Rand mit 16—18 feinen Zähnclien. — Diam. 
nug. 27, min. 14, alt. 20 mm, marg. col. 13, lat areae 11V> mm. 

Ich kenne diese bis Jetzt nur von Celebes envähnte Art 
auch aus dem Rio Mapon in Tayabas auf Lazon (comm. Dr. 
O. Fr. von Moellendorff), wo dieselbe 33V9 mm breit wird. 
Nach diesen Stücken ist der Deckel ebenfalls gestrahlt und 
nicht von dem der N, puüigem L. verschieden. 

98. N^ritina (Neritam) puHigera L. 
V Martens, 1. c. pag. 49, Taf. 1. Fi? 4 5. 

In typischer Form — die iSpiinIelplatte hinten scthmal 
rot gesiliiiiit. in 2 Stiukcn von Batugadja auf Amboiua. — 
Grüsster Durchmesser nur IB mm. 

99. Neritim (Neritam) xicxac Sow. 

V. MartaM, 1. c. pag. 101. Taf. 10, Fig. 20-24 and Taf. 2, Fig. 6-7, 
soifie pag. 279. 

Von Batugadja und von einem zweiten, nicht näher ge- 
nannten Fundort auf Amboina, in Anzahl; grOsster Durch- 
messer bis zu 20^'« mm. Wie v. Martens auseinandergesetzt 
hat, verdient die Art einen neuen Namen; aber das Synonym 
N, coromandeUana Sow. Iftsst sich natürlich nicht anwenden, 
da die Art gar nicht auf Koromandel vorkommt. — Ich besitze 
sie auch von der Insel Adenare bei Flores. 

100. Neriiina (CHtiion) angidosa Beel. 

V. Martens, I. c pag. 158, Tai. 17, Fig. 5. B. 10. 

Diese bis jetzt nur von den Philiiipineu und von Celebes 
bekannt gewesene Art liegt zahlreich von I^atugadja und von 
einem zweiten nicht näher bezeichneten Fundort auf Amboina 
vor. Mehrere Exemplare tragen 1—4 Stacheln auf dem letzten 
Umgang. Die StQcke bleiben kleiner als die mir von Bohol 



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— 302 — 



vorliegende typisclie i ürm ; der Saum des Deckels ist dunkel- 
rot bis schwarzbraun. — Die grössten haben 18 — 20 mm 
Dorchmesser. 

Von X. Orcrispiua Lmk. trennt sie ausser anderem die 
Stachellosigkeit, wenn Stacheln auftn ten, die Tendenz, difsplben 
erst auf dem letzteü Umgang auszubilden, von X. subpuactaia 
Beel, die kräftigei'en , breiteren, oben tiefer eingegrabenen 
Rnnzelrippen, die mehr oder weniger entwickelte und oft stacbeU 
tragende Schnlterkante, die, wenn Zeichnung vorhanden ist« 
grosseren gelben Pfeilflecke, die schwarze Naht, eine mitunter 
auftretende schwarze spirale Binde an der Basis und die schärfere 
Zähnelung des Spindelrandes. 

101. Xeräina (CUthon) aflf. areUana Ked. 
V. Martom» 1. e. pag. 174, Taf. 18, Fig. 6—9 nod 11—12. 

Diese an der Art der Färbung und Zeichnung und an 
der Depression des letzten Umgangs unter der Naht, sowie 
durch die weit auf die Kolumellarplatte sich nach vorn er- 
streckende, starke Bezahnung kenntliche Art liegt in wenigen 
lebend gesammelten Exemplaren von Batugadja und von Hitu- 
lama auf Nordamboina vor, — StQcke von Batugadja 
zeigen auf trüb graugelbem Grunde 3 schmälere helle, etwas 
verwaschene, lehmgelbe Spiralbinden und sind über und über 
mit blutroten dreieckigen Punkten geziert. Grösster Durch- 
messer 17 nun. - Stücke von Hitiilaiiüt liaben auf gv\\r\- 
grauem Untergrund eine Oberaus feine schwarze Pniiktieiung, 
die so dicht ist, dass die Farben (Tr.iiigrün und Schwarz sich 
fast die Wage halten. Ein Kxeniplar y.tigt Andeutungen von 
(abgefressenen) Stacheln auf den Jugendwiiuiungeii. — leJi bin 
mit der Beslinimung: dieser Art iiiclit ganz sicher: sie kann 
aber der fohlenden Kunzelskulptur. des Mangels der Slachelu 
und der eigentuDilichen Zeichnung wegen kauiu als eine dornen- 
lose X. hi ( rispina Lmk. (var. muticu Sow.), wie eü wohl bisher 
geschah, aufgefasst werden. 

102. Xeritina (Ch'tkon) brevhpinn Lmk. 
V. Martens, I. c. pag. 16ß, Taf, 17. Fit?. 1—4 niid 9. 

Zahlreich typiscli von Hitulama, 5. April 18<H), nntl Waai, 
Nordamboina, und eine kleinere Form von einem zweiten 



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— 303 — 



Fundort auf A niboin a. — Das grüsste Stück von Hitularaa 
raisst 25* s mm Durchmesser. — Die 3 Stücke vou Waai haben 
24 mm Durclimesser, und die Stacheln verschwinden bei so 
grossen Stücken auf dem letzten Umgang. — Schon von Prof. 
V Martens aos Amboiaa erwähnt; ich besitze sie auch von der 
Püilippineoiasel Cebü. 

103. Ni rithia (CUthon) diadema Rech 
V. MartoM, L e. pag. 154, Taf. 15, Fig. 22-2ß. 

BatU2:a<]ia auf Amboina, März 1890, in Anzahl neben 
,V. hrcrfs-j'i/f't Lnik. Wie schon Martens pag. Iö8 erwähnt, 
tiiKleu sich bei liatugadja 2 bestachtlte J\m7/>/f/-Formen, eine 
grifsspre. jranz bestacheltc Form. d. h. die typische .V hmf- 
spiud Link., und eine kUMuere. düster getiii lit»'. mehr glattsclialige 
nnd glanzende, mit auf dem letzten Unigang oft fehlenden 
Stacheln. Kntfernt man nun durch Abkratzen mit dem Messer 
die braune Oberhaut bei der letzgenannten Selmecke, so erkennt 
mau auf oft prachtvoll rosafarbigem, glänzendem Grunde schwarze, 
scharfgezeichnete Spiralbänder, nnd selbst bei den wenigst 
elegant gefärbten StUcken wenigstens weisse Pfeilflecke mit 
nach vorn gerichteter schwarzer S]titzp. Solcher Farbenreichtum, 
der N, diiuJonn Recl. besser charakterisiert, als die schwankende 
Färbung ihrer Stacheln, kommt bei N. hrcrtspma Lmk. niemals 
vor. Diam. maj. 13—13' 2, min. 7^2—9, alt. 10 mm. — Ich 
besitze die lebhaft gefärbte und gezeichnete Schnecke auch von 
Ternate und von Adenare bei Flores — an diesen beiden Orten 
ohne Pfeiltlecken, aber mit Spiralbinden nnd von der 
Philippineninse] Mindoro. 

104. Neniina (CUthan) faba Sow. 
V. Martens, 1. c pag. 17<;, Taf. 18, Fig. 14-17. 

Zu dieser Art zielie ieli ein einzelnes aui Amboina 
geluüdeues deckellüses Stück. In» Habitus erinnert es an .V. 
niidulosn Recl. und KrcUdim Kecl., und hat wie diese eine 
schwache S( iiulterkante. Auf der hell ziegelroten Grundfarbe 
stehen 4 breite graue, auch in der gelbbnlunlichen Mündung 
durchscheinende Spiralbänder, und überdies ist die ganze Schale 
mit weissgelben, sphärisch-dreieckigeu Flecken übersäet. Auf den 



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— 304 — 



dunklen Binden zeigt sich hie und da vor dem gelblichen Fleck 
eine schwarze Spitze. Die Naht ist wie bei X. angulosa Beel, 
schwarz gesäumt. Die Bezahnung der Spindel ist sehr schwach. 
Diam. maj. 12\'2, min. 8, alt. 9'/a mm. — Mit A'. sowerbyana Beel., 
die ich von zahlreichen Standorten besitze, besteht keine Ver- 
wandtschaft — Die Art war bis jetet nnr Ton Singapore and 
der Insel Bali bekannt 

105. Xeri/hia (Clithon) olivaem Recl. 

V. MartoM, 1. c. pag. 183, Taf. 19, Fig. 5-7. 

Von dieser ans Ämboina bereits bekannten Art fand Herr 
Dr. Ad. Stnibell zahlreiche Stücke bei Batngadja. ^ Das 
grösste derselben misst 20Vs mm Gehänsedorchmesser; die Art 
scheint also auf Amboina nicht grösser zu werden. 

106. Neritina {Ciithon) .s'iuar/oaa iiecl. 
V. MtrtaM, 1. c. pag. 162, Taf. 16, Fig. 13-ia 

Selten bei Batugadja auf Amboina. Die prrössten Stücke 
messen nur löVa — 16V« mm im Durchmesser, sind aber un- 
untersclieidbar von Exemplaren ans Bohol und ^lindoru. — 
Schon von Martens aus Amboina verzeichnet. 

107. Neritina (Cliiium) subpunciata Beel. var. mokiceenm Mts. 
V. MtrltM, 1. c. pag. 179, Taf. 18, Fig. 19-20, 22—24 (var.). 

Von dieser schon aus Amboina erwähnten Art liegt mehr 
als ein l)iit:/(*n(l Stiicke von Batugadja vor. die, sämtlich von 
typischer l' ai-bung, 16 mm im Durchmesser erreichen. Ein be- 
sonders grosses und schönes Exemplar mit der Farbuno: von 
var. tricolor Mts. aus Amboina misst diam. maj. 21 Sa, min. 12. 
alt. 16' '2 mm: marg". col. 11' i, lat. areae O'/a mm. — Von der 
daselbst mit ihr zusammenlebenden ähnlichen -V. nngulom Kerl, 
trennt sie sich durch schmälere, oben wie unten gleichmussig 
schmale, paralelle Rippenstreifchen, das Fehlen von Stacheln, 
Ton jeder Spur von Schulterkante und schwarzer Naht, die 
feineren, nicht dreieckigen hellen Pünktchen und die schwächere 
Bezahnnng der 8pindelkante. 



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— 306 — 



108. Neritina (QUhm) uaUmensk Less. 
V. MwtoM, 1. e. pag. 193^ Taf. 20, Fig. 

Ambaina, in Anzahl. Schon von Prof. tfartons da- 
selbst im Brackwasser nachgewiesen. Kleine, aber reichgeftrbte 
Furmen, am besten mit den Abbildungen Fig. 11 nnd 12 
(frotididnctn) bei Hartens flberelnstimmend. — Grössler Durch- 
messer 8 mm. 

Septaria För. 

109. Septaria parva (Honss.). 

V. Martens, NaTicalla in Martini - Cbenmiu* Cuuch. -Kab., 2. Auflage, 
Nürnberg 1881 pag. 18, Taf. 2, Fig. 19-22. 

Batugadja und Batumeia auf Amboina, in kleiner An- 
zahl. — AU. 5V'2— 7, lat. 12— 14»/4, lung. 17',2— 20'.2 mm. Höhe 
zu Breite zu Länge 1 : 2,10 : 3,04 (bei Martens 1 : 1,82 : 2,ül). 

110. Scptaria suburbicuUiria (SüW.), 
V. Martens, 1. c. pag. 31, Taf. 6, Fig. 5—14. 

Batugadja auf Amboina, im April 1890, zahlreich. Ganz 
mit Mailens' treiflicher Beschreibung übereinstimmend, aber 
teilweise noch grosser. — Alt. 7*/2— 8* 4, lat 16—18, long. 20 
bis 24V i mm. Das grösste Stück misst sogar 28 mm in der 
Länge. Höhe za Breite zu Länge 1:2,16.2,83 (bei Martens 
1 : 2,12 : 2,67). Grosse Stücke meiner Sammlung ans W. Gebü, 
Philippinen, zeigen dagegen das Verhältnis 1 : 2,04 : 2,70. 



Herr Dr. Adolf Strubell hat somit von den Molukken 
llU Arten von Laiul- und Siisswasserschnecken mitc^ebracht, 
unter denen 26 neue >pecies nachgewiesen iv^Milen konnten. 
Die östlich von Amboina und südlich von Cei am gelegenen Inseln 
Haruku nnd Saparua wurden znm ersten ^'^lal wissenschaftlich 
von ihm tlurchforscht. Auf Iliiruku konnten 28 Arten, anf 
Saparua 16 nachgewiesen werden. Tnter den Formen von Haiuku 
befanden sich 6, unter denen vun Saiiarna 3 für die Wis.*^en- 
schaft neue. Von besonderem Interesse ist nicht blos der Nach- 
weis einer so grossen Anzahl von Mclania-, Xeritinn- und 
Scnrahifs-Avif-n auf den Molukken, was ja teilweise schon 
frfkher bekaonl war, sondern auch der Fund von je 3 Maerocyc» 

so 



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— 306 — 



loiäes' and X^^ropis-Arteo, sowie von 5 Diplommatiniden, die 
auf einen Doch ungeliobenen Schatz an kleinen Formen auch 
auf den übrigen benachbarten Inseln hindeuten dürften. Ton 
speziell geographischem Interesse sind insbesondere die viel- 
fachen nahen Besiehangen der Molukkenfanna mit der der 
Philippinen. Ich nenne als gemeinsam von den oben aufgezählten 
Arten nnr 8. KaUeUa ddUolum^ 12. Lamproeysiis gemmula, 20. 
Endodonia phüippinicaf 29. Ptipisoma pkUlppinieum^ 34. Oau- 
siHa cuntingtana, 42. und 45. Searabtts pantherinus und istnatuSf 
52. und 56. Mdania heuttula und acanthiea, Ib. Lepiopoma peUu- 
eidunt, 90. Tnmeaiella valida, 93. HeUdna parva, 97., 100., 102., 
103. und 106. Neritina conglobata^ anguhsa, brcvispina, diadema 
und squarrosaj 110. Septaria mborbkularis, sowie einen Ver- 
treter der philippinischen Gattung Eupleda (6.) und 3 Vertreter 
der auf den Philippinen zum mindesten sehr stark entwickelten 
Gattung Ditropis. Dass daneben das i)aiiuasische und polynesi- 
sche Gepräge auf den Molukken nicht zu kurz kommt, ersehen 
wir aus einer ganzen Anzahl echt papuasischur //c//.r-Grupi»eu 
mit einer bunten Mannigtaliigkeit zum Teil grosser Vertreter, 
aus 31. Vertigiinen der Section Vtijchiiflnbis, aus 83. Lr/trochüHs 

rcco}iflit//)/f , 37. Opcd.s jiuicunn , 40. Tornatt Jlinn ji/ohff rt/na, 
mehreren Ihlirliin- , MiJanin-, ycriiiua- nnd .VY/;v^/y//.<<- Arten, 
Diplommatiniden (1( r Sekiioncn Moussonia und Pahitiia (2 Arten), 
den (rattungen Kndudould. Pupinrlla, Armclla und OmphnJofropis 
(2 Arten), doch fällt aut, dass die Anzahl der übereiustininu'n- 
den Spezies, z. B. mit Nengninea, geringer ist als im Vergleidi 
mit den viel weiter im Norden i^eU'jrenen Philijvpinen. Dagegen 
tritt die Verwandt.'^clinft mit den grossen vSunda- Inseln, nnd 
besonders mit Java, in so auffälliger Weise zurück, dass wir 
überhaupt nur 4 von den gesammelten Formen — 7. Sitala 
bandofigcnsis, 18. TrocJiniiioipha planorbis var., 21. Helix wifticr- 
iana und vielleicht noch 48. Mckuiia ieatudinana — namhaft 
machen können (von einigen notorischen und weitverbreiteten 
Wanderschnecken natürlich abgesehen), welche Java und den 
Molukken gemeinsam sind. Ich will hier noch erwähnen, dass 
meine Vergleichung der Strubell'schen Reptil- und Batrachier- 
ausbeute der Amboinagruppe eioe noch nähere Beziehung der 
Fauna zu Neuguinea nnd eine noch grössere Kiuft gegen Java 
hin ergeben hat, als die Schneckenansbente, nnd dass die 



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— 307 — 



Wallace'sche Zuteilung? der >rolnkken znm australischen Faunen- 
gebiet, die von ihm in erster Linie auf Vojrel nnd Si Imietter- 
linge begründet wurde, durch die Kepiilien, Batrai liier und 
Land- und SusswRssjprsclniecken vollauf bestätigt wird. Aber 
rätselhaft bleibt doch tiu^ nmneiiiin recht ansehnliche Verwandt- 
schaft der Schneckenfauna — und namentlich der ^finutien — 
mit den doch sicher zum indischen Faunengebiet gehörigen 
Philippinen, die um so auffallender ist, als einerseits die 
philippinische Reptil- und Batrachierfauna wie auch ihre 
SchneckenfauDft im grossen Ganzen sich eng an die tropisch- 
indische und namentlich an die Borneo-TierweU anschliesst und 
andererseits kaum P.Hziehungen zn Neuguinea verrftt. Berück- 
sichtigen wir überdies, dass die Inseln Halmahera, Ternate nnd 
Batjan, die den Philippinen mehr genähert sind und gewisser- 
massen auf dem Wege von Amboina nach den Philippinen liegen, 
eine viel ausgesprochener papnasische Schneckenfanna zeigen, 
als Amboina und seine östlichen Nachbarinseln, so wird die 
Frage nach dem Grande dieses faunistischen Paradoznms nnr 
noch verwickelter. Dass zahlreiche Wasserschnecken von Am* 
boina — ohne scharfe Lokalvarietaten ausgebildet zu haben — 
mit denen der Philippinen fibereinstimmen, erklärt sich unge- 
zwungen vielleicht ans einem direkt von Norden nach Sttden 
gerichteten Vogelzug, aber fflr die 8, beziehungsweise 11 von 
uns aufgezählten kleinen Landschnecken fehlt jede Vermutung 
zu einer Erklärung, da die Meeresströmung zwischen Amboina 
nnd den Philippinen von SGden nach Norden gerichtet ist und 
also eine Reisegelegenheit auf Treibholz verhindert, und da 
eine Verschleppung durch den Menschen bei dem notorisch 
überaus geringen Handelsverkehr zwischen den spanischen 
Philippinen und den holländischen M(dukken ganz ausgesthlossen 
erscheint. Lehrreich dürfte in mancher Beziehung ganz be- 
sonders die eigentumliche Verbreitung einer so sesshaften Art, 
wie die von ChmsHia ooniiiiji'ntd, deren Vorfahren ohne jeden 
Zweiffd aus dem indischen Gebiet stammen müssen, da die 
Sektion PÄaf^///N" Um australischeu fehlt, sein; sie spricht ohne 
Weiteres für einen alten Laudzusammenhang zwischen ( Vh l ps. 
Ternate und Halmahera mit Mindanao und den übrigen Philip- 
pinen, walirscheinlich in jungtertiärer Zeit, vielleicht aber auch 
schon im Eocän. 

20* 



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- 308 



IV. Brackwasser -Arten von AmUuina. 
Planaxis Link. 

L PUtnaxi^ nieobaricus ¥tM. 

Nevlll» Handliat MoU. Ind. Mm. Ckteatta, Bd. 2, 1884 pag. 191. 

Erna aaf S Q d a m b 0 i n a , in Anzahl. Kleiner und etwas 
schlanker als Stücke Ton Madras, sonst vollkommen überein- 
stimmend. Ich kann nach meiner Sammlang den von den Autoren 
gegebenen Fandorten dieser verbreiteten Art: ,Andamanen, 
Nikobaren, Neukaledonien und Lojalitäts-Inseln'^ noch hinza- 
ffigen: Bfadras, sehr häufig, Amboina und Nordost -Anstrali^. 

Quoyia Oesh. 
2. Qtwfyia deeoUata (Qn. Gaim.). 

Quoy et üaimard, Voyage de TAstrolabe 1832 (Planaxis); NeviiI, l r. 
pag. 19S. 

Herr Dr. Ad. Strubell sammelte wenige Stücke dieser in- 
teressanten, an Ntügüuiea verbreiteten Brackwassersdinecke 
am Kliiss Ratugadja bei Stadt Ambüiua. Auf der spiral- 
gefarchten düster kastanienbraunen Schale lassen sich nicht 
nur hellere, schiefgestellte gelbbraune Radialstriemen, sondern 
auch auf dem letzten Umgang vier dunklere Sfiiralliänder unter- 
sclieiden, die der Schale doeb ein etwas bunteres Anselieu ver- 
leiben. — Bei 5'/2 Umgängen alt. 26 Ss, diam. max. 12^8 mm. 

Faonut Mantf. 

3. Faunus ater (L.). 

Brot, Melaniaceen in ^InrttnhClieiiiiiiU' Uoiicli.'Kab., 2. Anfl., Nttrnbeig, 
1874 pag. 410, Taf. 44, Fig. 3. 

Amboina, im März 1890, in Anzahl; Batjan, wenige 
Stücke mit vollständig erhaltener Spitze. Stücke von ßatjan 
mit 20 Umgängen messen alt. IVk^ diam. 18 mm; alt. apert. 
16^2, lat. apert 10 mm. -- Variiert aaf Amboina in dem 
l&nger oder kürzer nadeiförmig ausgezogenen Gewinde, das bis 
zn 17 persistente Umgänge zeigt. Alt. 7öNf— 85Vfl, diam. Wl* 
bis 20 mm; alt. apert. 18—19, lat. apert. 11 — 12 mm. 



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— 309 — 



Litorina Fer. 

4. lAUfrina scabra (L.) typ. uod var. 

Tar. ßosa Sow. 

Waiikaflff; LitorinA ia Xntiiii-ClieniiiitK* Concb^^Kab., 2. Aufl., Nllni- 
beis 1882 pag. 57, T«f. 7, Fig. 10-11. 

Zahlreich in einor klmnen J<»m von Bomatiga auf Am - 
boina, 2. April 1890, die in der Skulptur von typischer L. 
scabra (L.) bis zu typischer L, fihsa Sow. schwankt Einige 
Stficke haben, abgesehen yon dem Kantenkiel die drei scharfen 
Kiele dieser letzteren Form anf der Oberseite des letzten Um- 
gangs. An eine Trennung yon L. scabra (L.) ist gar nicht zu 
denken. — Alt 16, diam. max. 10 Vs mm. 

var. palkscem Phil. 
Wtfnkauff, 1 c. pa? 58. Taf. 7, Fig. 14-15; Nevlll, 1. c. pag. 148 
Ebenfalls von Rnmatiga auf Nnrtlamboina . 2. April i si»0, 
mit der vorig-en. Die Skulptur wechselt; ueben Fornieu mit 4 
oder 5 starken Kielen über der Kante der letzten Windung 
kommen auch solche mit 12 ganz gleichstarken, feinen Spiral- 
kielchen vor, wie bei L. scabra (L.). Alle sind einfarbig weiss- 
gelb, citrongelb oder orangerot und messen alt. 16, diam. max. 
lOV'a mm; alt. apert 8, lat. apert. TV? mm und die grössten alt 
18*/», diam. llVt mm. — Sicher hat Weinkauff Recht, wenn er 
diese Form nur als die einfarbige Varietät von L. fihsa Sow. 
auffasst; ich gehe aber noch einen Schritt veiter und fasse 
diese selbst nur als eine durch tlbergangsformen verbundene 
Lokal?arietät von L. scabra (L.) auf. 

5, hitorina undulata Gray. 
Boettger, £er. Senck. Nat. Oes. 1890 pag. 169. 

Amboina, ein typisch gefiirbtes StUck von alt 9, diam. 
maz. 5Vt mm. 

Nerita Adans. 

(). Xcrita albicilla (L.). 
Boettger, 1. c. 169. 

Ambuina, ein junges Stück ohne Deckel. 

7. Xeräa chamneleon (L.) var. siinamuhita Recl. 
Amboina, zwei junge deckellose Stücke. 



Digiiizca by Liu^.' . 



— 310 — 



8. Xii ila cmria (L.). 

Amboina, wenige lebend gesammelte Stücke. ScblusB- 
Windung mit 14— 15 schwarzen Kielen. — Grösster Durchmesser 
22, kleiner 12, Höbe 17'/» mm. 

9. Nerila plicata (L.). 

Insel ü a r u k u , ein junges Stück. 

10. Nerita poliia (L.). 
Btilliar, L e. pAg. 169. 

Amboina, drei junge Stücke ohne Deckel. 

11. Nerita undala (L.). 
Amboina, ein junges abgeriebenes Stftck. 

Modiola Lmk. 

12. Modiola subramosa Hanl. Tar. 

Hattley, Proc. ZooL Soe. Lon4aii 1844 pag. 14 - Rmv«, Uonogr. Uodiala, 
London 1857, Tof. 8, Fig. 43. 

Zahlreich im Batugadja auf Amboina, März 1890. Ver- 
schieden von Reeve's Abbildung nur durch den etwas konkaven 
statt f^radlinigen Unterran.l , dt i mit dem langsam gerundet 
aufsteigenden Hintenande einen deutlichen, stumpfen Schnabel 
bildet, wälirend beim Typus von Munlaiiao die gerundete Zu- 
spitüung mehr in die Mitte des Hinterraudes fällt. — Prof. H^'i, 
alt. max. lO''? — 10^ i. lun?. 23' i— 25^,l mm und Verhältnis 
von Tiefe zu Höhe zu Länge wie 1:1,21:2,77. 



Stücke von .«^amtlichen genannten Arten liegen in der 
Sammlung: des Herrn Bruno S trübe 11 in Frankfurt a. M-, 
Dubletten der in mehr als einem Stücke gefundenen Novitäten 
durch die Güte dieses Herrn auch in der Sammlung des Verfassers. 



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— 311 — 



Die auf pag. 251 als neue beschriebene Lilorina fiixciventri» 
Bttg. hat sich nachträglich als eine bereits bekannte Art heraus- 
gestellt, nachdem sich ergeben liatte, dass dieselbe nicht von 
Ost- Java, sondern aus einer früheren Ausbeute des Herrn 
H. Fnihstorfer, von Südost- Brasilien ans der Nähe des Hafens 
Lagana stammt £2$ ist L. columellaria d*Orh. (Weinkauff in 
Martini-Chemnitz* Conch.-Kab., Litorina, 2. Anfl., Nfirnberg 1882 
pag. 24, Taf. 3, Fig. 16^18), was ich zu verbessern bitte. 



Erklärung der Tafein. 
Taf. m. 

Fig. 1. LUorhia columeUmin d'Orb. von Laguna, Südost-Brasi- 
lien. 1« und Ib, nat. Grosse. Siehe pag. 251 nnd 311. 

I 2. Xesla Strubeln n. sp. von Erna auf SUd-Amboina. 2 nnd 

2», nat. Gr. Siehe pag. 253. 
„ 3. Kiiplectn miui>na n. sp. von Hitulama auf Nord-Ambuiua. 

3, nat. Gr., 3a— vergr. Siehe pag. 255. 

, 4. K<ilhHn iitdifft rejifi n. sp. vou Kma auf Süd-Amboina. 

4, nat. Gr., 4a— b, vergr. Siehe pag. 256. 

, 5. Lnfnpr()rif.sii.s (unho.uva n. sp. von Erna auf iSild-Amboina. 

5, nat. Gr., 5», vergr. Siehe pag. 257. 

, ö. I.miijn ix tjstis }<uba/njtilnl(i n. sp. von Ema auf Siid- 
Ambüina. 6. nat. Gr.. Ba, vergr. Siehe patr. 259. 

^ 7. Mncrocijrloidcs inicrocijiiis n. sp. von Hitulama auf 
Nonl-Amboina. 7, nat. Gr.. 7», vergr. Sielie pag. 260. 

^ 8. Mfit rori/rloiflrs sdpnnnnw n. sp. von Papero auf Saparaa. 

8, nat. Gr., 8a— vergi*. Siehe pag. 260. 

„ 9. Marror-f/rhidfs sericim n. sp. von Oma auf Haraktt. 

9, nat. Gr., 9a— b, vergr. Siehe pag. 261 

, 10. Jlrlix siiffodiens n. sp. VOU Gorontalo auf Nord- Geiebes. 

10a— b, nat. Gr., 10«, vergr. Siehe pag. 267. 
, 11. Vertigo molnccana n. sp. von Ema auf Süd-Amboina. 

11, nat. Gr., 11», vergr. Siehe pag. 269. 
, 12. Vertigo mparuana n. sp. von Sirisorl auf Saparna. 12, 

nat. Gr., 12^ vergr. Siehe pag. 270. 
a 13. Ojieas termtamtm n. sp. von Ternate. 13, nat. Gr., 

13a— b, vergr. Siehe pag. 273. 



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— 312 — 



Taf. IV. 

Fig. 1. TomateHina mobuxana n. sp. Ton Erna auf Süd-Amboina. 

I, nat Gr., 1»— vergr. Siebe pag. 274. 

^ 2. Melania ohHterans n. sp. von GoroDtalo auf Nord-Celebes. 

2»-l>, 2c, nat Gr. Siehe pag. 288. 
, 3. DipUmmatim strubelli n. sp. von Hitttlama aaf Nord- 

Amboina. 3, nat. Gr., 3a— vergr. Siehe pag. 285. 
„ 4. PaJaina mufulaia n. sp. von Batumera auf Siid-Amboina. 

4, nat. Gr., 4a— vergr. Siehe pag. 286. 
„ b. Palaifiu carhavica n. sp. vom Giuiung Carbau anf Nurtl- 

Amboina. 5, uat. Gr., 5a— b, vergr. Siehe pag. 286. 
^ 6. Didiicfii torld n. sp. von Batjan. 6, nat. Gr., 6a— b, 

vergr. Siehe pag. 288. 
, 7. Ditroiiiii ifigcnna n. sp. von Hitulama auf Nord-Amboioa. 

7. nat. Gr., 7a— b, vergr. Siehe pag. 292. 
, 8. Ditropis mocllcndürffl u. sp. von Hitulama auf Nord- 

Amboina. 8, nat. Gr., 8a— b^ vprsrr Siehe jiag. 292. 
, 9. Ditropis sjjirah's n. sp. von Oma auf Haraku. 9, nat 

Gr., 9a-b. vergr. Siebe pag. 293. 
« 10. Ctjclotits fuiruriKmm n. sp. von Oma auf Haruku. 10, 

nat. Gr., lüa-b^ vergr. JSiehe pag. 295. 
, 11. Oviphdlotropis oniata n. »p. von Hulaliu auf Haraka. 

II, nat. Gr., 11»— b, vergr. Siehe pag. 296. 

, 12. ArmcUa decolor n. sp. von Banda-lontbair, Bauda-Iusela. 

12, nat. Gr., 12a-b, vergr. Siehe pag. 297. 
, 13. Gforissa erebn'lirata n. sp. von Baijan. 13, nat. Gr., 

13 a— b, vergr. Siehe pag. 300. 



Oesamtregister 

m Teü I (Ber. Senck. Nat. Gm. 1890 pag. 187-171) ond TeU U (ibid. 1891 

p««. 24t-Sli). 

I adolfi (Heliearioo) 138. 



»bbrOTiata (Ennea) 252. 
Ma&tbica (Meiaaia) 280, 281. 

Acmaea 170. 
AcnicUa 2^7, 
acus (Melania) 278. 
acutisäima (Steuegyra) 147. 
MQtiuimiia (Bntimiis) 147. 
tcutiMimiui (ProMpeas) 147. 



Alaea 270. 

albieilla fNerita) 16y, 809. 
aibina (Helix) 26G 
albociiicta (.Heliciuay 2U8. 
anboineosid i^Callia) 288. 
amboinensia (Cjdotoa) 294. 
anboineoMfl (Hyalina) 254. 



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313 — 



amboinenr'is (Macrocklam) ä) 254. 

unbonlcft (Lauiprocjatis) 257. 

Ampfaidroimu 146, 84i, 869. 

tm^ollAcea (ADipnlttrift) 166. 

Ampiilltria 155. 

angularis (PaladiDa) 15ö. 

angnlata (Palainal 28R. 

anguloaa (Neritiiia) 301, 303, 304. 

Asodonta 163. 

AsMtoiBell» 887, 

»ppream (Amphidroniis} 145. 

appressus (Baliniii*) 146. 

Area 170, 252. 

arctecava (Melania^ 284. 

arguta (Hemiplecta) 242. 

Arinia 287, 288. 

Asapliis 171. 

Mccndens (AnostomellA) 887. 
SMendens (Pupa) 287. 
Mpernln (Melania) 168, 164. 
hier (Fiimins) 308. 
aulica ^Xe^ta) 254. 
aureus (AmpUidromus) 146, 244. 
Antknlft 844. 
«Qrienlftto (Neritioa) 800. 
avris-felig (OassidnlA) 166. 
anris-jndae lAuricula) 244. 
areUana (Neritina) 802, 308 



badia (Lamprocjatis) 259. 
bandana (Helidiia) 898. 
bandogenai« (SiUIa) 141, 256. 

bataviana fHemipIecta) 140. 
bataviaua (Xaniiiai 140. 
bicariiiata (Eniilorta) 255. 
bicarinatum (Lagocbilus) 291. 
Heaiisatos iCyciotas) 291. 
lieojor (Bmea) 238. 
bicolor (Trochomorpha) 143. 
bipalatalis (Pnpina) }:)6. 
breriApiua (Neritiaa) 80ä, 303. 



mffer (Ifelampns) 277. 
CalUa 288. 

canceUata (Helaata) 16t, 152. 



Cautdia 165. 
eacbaTica (Palaina) 286. 
Ctodito im 
carialfara (Helix) 267. 
carinifera 'Litortua) 167. 
Cassidula 165. 
cehnana fDitropis) 293. 
cebneuüis (Euplecta) 255. 
celebensis (Auipullaria) 155, 156. 
celebensis (Helania) 284. 
centralis (Hemipleeta) 848. 
oeranensis (Ompbalotropii) 296. 
ceramica Pupinella) 289. 
Ceritbidea 167. 
Cerithium 166, 250. 
chamaeleon (Nerita) 251, 310, 
diinends (Palndina) 154, 848. 
cilifwoDi (PjrdostoMa) 168. 
cilifcruin (Lagocbilos) 158 — 160. 
ciliferuH (Cyclophorua) 158 
ciliocinctum (Lagoehilus) 159, 160. 
cincta (Meiauia) 279. 
cincta (Xesta) 261. 
Circo 170, 253. 
dtrina (Xe«ta) 262—264. 
Clauäilia 148, 271. 
clavulinum Ojicas) 271, 273. 
clavnliniis (Bulimn») 271. 
clävuä vMelania) 278. 
coffea (Melania) 153, 248. 
coUifl (Eellx) 266. 
ColwnlMUa 165. 
colnmellaris (Litorina) 311. 
complanata illemiplecta^ 140, 242. 
C(anpre.«!s>is (Planurbist 245. 
coDcava yMacroeycli.s 2<)<). 
coucolor (Trochomorpha; 143. 
conglobata (Neritina) 301. 
conica (Ampullaria) 166. 
cottstricta (Diancta) 288. 
couus (Helix) 140. 
ronns tTrochnmfirpba) 140. 
Cüuus y^Troeliouanina) 140, 141. 
convexa (L)itropi:«j 293. 
corallium (Ccriüuam) 260. 
Corbicola 163. 
Cornea (Acicnla) 148. 



— 314 — 



Cornea (^Glen.-'nlu) 148, 244. 
Cornea (Neritiiia) 162. 
eornicnlnm (CydoBtoma) 161. 
cornicnlnm (Opwthoponis) 161. 
coromandeliau (Neritim) 301. 
Cüstigo 270. 

costiilata (Omphalotrnpis) 297, 
crassiden» (8carabn«i) 27ö, 276. 
crasänla (lielix) 144, 244. 
crebrilifftta (Georina) 300. 
crennlftU (ICelaiiift) 884. 
trepidinata (Uelaiiia) 280. 
crepidularia (Neritina) 162. 
oumingiaua (Clansilin^ :^71. 
outimilare i Leptnpoina) 290. 
i.'yclüphoruü lüü, 250. 
C^clotns 161, 294. 
ejllndneea (Uetonia) 847. 



docarinntus ('ry(Ii.i)]inraa) 161. 
detdllata i^no.vin 308. 
decoilatus vl^lauaxis) H08. 
deeolor (Acmella) 2^7. 
deprana (Kaliella) 867. 
depresM (Lamprocystia) 868. 
diadema (Melauia i 282. 
diadema fNeritina) dOS. 
Dianeta 288. 
dichutoma (Aaapbis) 171. 
dicbotoma (Sanguinolaria) 171. 
dimldiato (Xesta) 858. 
Diplomnatina 88&, 887, 888. 
diKoideus (Cyclotns) 161. 
di.stincta (RhyioU) 140. 
Ditropis 292. 
(luliolum (^Kaliella) 256. 
dubia (Neritina) 162. 

Endodonta 263. 
Ennea 252. 
Euplecta 2.')5. 

esigua (liamprocysiis) 258. 
expansa (Helii) 867. 
exuTia (Nerita) 810. 



i faba (Neritiua) 303. 
fa&ciatua (Melanipus) 278. 
fasciolata (Heiix) 265, 266. 
Faniiiia 808. 
figarata ( Mclania) 880. 
filosa (Litoriua) 309. 
fluminalia ((^orbicnlal 163. 
flaminea (rorbicula) 163. 
fluminea ^Cyrenaj 163. 
fodieni (HeUx) 867. 
fiwndidneto (Neritina) 806. 
fulguram (Helania) 879. 
funiculus (Melania) 279. 
fusca (Area) 170, 252. 
fasciventris (Litorina) 3U, 251. 
fuscum (Cerithittin) 167, 
fascom (Telescopium) 167. 



Salericulnm i Amphidromus) 146. 
galericulmii i Rvilininsl 146. 
galericuluii) (Heiix) 146. 
gemiua (Ilelix) 139. 
geniina (Heuiiplecta) 139, 242. 
gemiua (Nanioa) 189. 
gemmula (Lamproejetis) 868, 859. 
Georissa 300. 
gibba (Circel 170. 
gibba (Cytherea) 170. 
Glessula 148, 244. 
gracile (Opeas) 272, 
grandipilum (Lagochilaa) 849. 
granffera (ICeliiiia) 888. 
granosa (Area) 170. 
gredleri (Slelaniai 151, 152. 
gruneri ( Helix) 14.o. 
guicciardii (Clausilia 149. 
guttatus (Cydotusj 2^5. 

I hainanenäiä (Lamprocystia) 858. 
: bainanensifl (Sitala) 142. 

llai.aliH 273. 

harueuaiius (Cyclotusi 295. 
hastvla (Melania) 279. 
heidi (daiiBiUa) 148. 
helena (Gaoidia) 166. 



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— 315 — 



Helicarion 138. 

Helidna 298 

Helix 144, 244, 264. 

Heniiplecta 139, 242. 

beroica (Helix) 261. 

hmuphre^'siana (Hemiplecta) 189, 848. 

hvmpbrejsiuft (Naniitt) 139. 

Haagttrfordi» 8BB. 



IdM (Htiieiitt) 899. 
initotriz (Lamproeystit) 868, 859. 
indiffeieoi (KalielU) 256. 
infans (Lamprocyätb)) 243, 859. 
infralincatiis (Planorbis) 245. 
inf^enua (Ditropis) 292, 294. 
iuboueata ^Melauia) 247. 
ioMluifl (Sitala) 148. 
mtemedU (Litorin*) 168. 
intermedinm (Leptopoma) 889. 
inUunescens (Limnaeiia) 150, 844. 
iri8 (Neritina) 248. 
tsaeliana (BeaUa) 2d8. 



Javana (Claasilia) 148, 150. 

javana Kaliella) 142. 
javanica (^Ainpnllaria) 156. 
ja7auica(P&Iuduia) 154, 153, 249, 285. 
javanica (Phaidla) 171. 
jaTanica (Stenogjra) 871. 
javanica (Trochomorpha) 1^ 143. 
javanicus (Limnaeus) 150, 244. 
javensL«? (Ampnllaria) 15Ö. 
jnncemii lOiieas) 272. 
juuceus (Bulimus; 272. 
jangbubni (Clausilia) 149, 150. 



HalieUa 148, 856. 



lacteum (Leptopoma) 891. 
laevigata (Melauia) 21^. 
Lapochilns 168, 249, 291. 
Laniprocystis 243, 257. 
lardea (Trocbomorpha) 144, 262. 
laxispira (Stenogyra) 147. 



lasbpims (Prosopeas) 147. 

Leptopoma 289. 
lessoni (Trochomorpha) 268. 
T-eiu'ochilu-s 27ü. 
levicuätata (Meiania) iö2. 
Limtiaet» 150, 844. 
lineolata (Helix) 865, 866. 
lineolatns (Helicarion) 139. 
lirnta (Melania) 154. 248. 
liratulus (Cyclotus) 294. 
Litorina lfi7, 2;)!, HOi). 311. 
longipiluui (Lagocbiliiäj lütf, 24U. 
longalus (Linmaeas) 150, 844. 
InddoUa (Lamproqratis) 859. 



macdongalli (Kaliella) 257. 

Macrocblamys 254. 

MaeroqreloidM 860. 

magnUIca (Ampiülaria) 155. 

malayana (Melania) 158, 847. 

mamilla (Helix) 265. 

mamillata (SubuUna) 147. 

Melaiupu:i 277. 

Melania 151, 245, 278. 

menkei (Circe) 170. 

nucrocyelii (Uaerocycloideii) 860, 861. 

mUiacea (Helix) 857. 

miliaris (Litorina) 169. 

miliam (Kaliolia) 257. 

milinm i, Helix) 257. 

minima (Euplecta) 255. 

minor (Melania) 888. 

minus (Cerithinm) 860. 

minns (Leptopoma) 890, 891. 

mira (Ditropis) 894. 

Modiola 310. 

moellendorTi (Ditropi.s) 292, 294 
moellendorffi ( Vertigo j 270. 
ndiiceana (Clamilla) 871. 
molaccana (TomateUina) 874. 

moluccana (Vertigo) 269. 
molaccensis (Melania) 284. 
moinccensis i Neritina) 163, 304. 
moiiiliferuin ('erithinm) 166, 
mouüzonaiiä (Xesta» 254. 
montieola (KaUella) 148. 



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316 - 



monim (Peutadaclyliu) 166. 

Sloussüiiia 285. 

Diullicarinata (Trochuuanina; 141, 
muäiva (Purpiira) 250. 
muaiTiis (Pentadactyliu) 2ö0. 
matica (Nmtina) 303. 
nyopt (Lftmprocjstb) 859. 



neglcctus (Piauorbiä) 245. 
Nerita 169, 251, 309. 
Keritina 162, 248, 300. 
newoombi (Litorina) 168. 
ntcobaricus (Planaxis) 308. 
mUdinsctila (Helix) 26&— 267. 



Obeliscas 147. 
obliterai» (Helania) 288. 
oblongata {Toinatellina) 274. 

occnlttt (Helix) 268. 
octoiia (Achatina) 147 273. 
octona (Subulina) 147, 273. 
oculu.'^-rapri iTvi loithorus) 161. 
ulivacea (Neriüua) 304. 
Ompbalotropis 296. 
opaca (Xe«ta) 252. 
opalimiin (Cyclostonm) 161. 
Opeas 147, 271, 274. 
Opisthoporus 161. 
orientali<? (Corbicula) 163. 
oniata rerithidea) 167, 
omata (Omphalotropia) 2M. 
omatum (Cerkhinni) 167. 



pacroda Melania) 281. 

P;Uaina 286. 

pallescens (Litorina) 309. 
pallidior (Lamprocydtis) 258. 
Palndina 154, 249, 2f>5. 

panayeuse (Opeas) 272. 
pantherina (Pythia) 275. 
pantliprinns ^Srarabus) 275, 277. 
Papilla (Hclivj 2ü4. 
papitaua ^Uiplomniatina) 285. 
Paiatropis 296. 



Parmarion 242. 
parrcys.-'i Mclania) 152, 246. 
parva i Flelicina) 299. 
parva (Septaria) 305. 
parTnlos (Cyclotns) 296. 
Patnla 260. 

pectinata (Girce) 170, 252. 
pellacidnm (r.cptopnmai 289| 290. 
Pentadactylus 166, 2öü. 
perdix (Cyclophorns) 160, 250. 
perdix (Cyclostoma) 160. 
perTenua (Amphidromus) 146, 244. 
pemms (Balimai) 146. 
Pharella 171. 
phillipinarnm (.Sitala) 142, 
phüippiuica ( EiidoUonta) 263. 
pliilippioicttm (Pupii^oma) 268. 
phyltopbila (Sltala) 142. 
pileolaa (HeUz) 268. 
Planaxis 167, 308. 
Planorbis 245. 
llanorbis (Helix) 142. 
lilanorbis(Trochoniorpha)142, 143,362. 
plauulata (Vitriiiopsis) 242. 
plicata (Nerita) 310. 
plicosus (Cyclotus) 295. 
polita (Acmtlla) 297. 
poUta (Anodonta) 163. 
polita (Nerita) 169, 310. 
pollcx (Pythia) 27f). 
I jMilIex Scarabu!* 270. 
porc-ellanii9 (Amphidromas) 146. 
porcellanni (Bnlinras) 146. 
proUematicQS (Parmarion) 842. 
propinqnns (Planorbis) 245. 
ProMpeas 147, 
prninosns (Cyclotus) 294. 
l^ttroryclus IGl. 
Ptycliücbilus 270. 
pnlligera (Nerltina) 162, 248, 301. 
polTeriBdilmn (Papiaoma) 268. 
punctata (Helania) 279. 
pupillaria (Pannarion) 848. 
Piil>iiia 156. 
rupiuellu 289. 
Pupisoma 268. 

purpurascoii (Cerithinm) 166. 



ai7 — 



pusiUa (CaUia) 289. 
piuUU (^Utorioa) 168. 
pasUlam (Leptopom») 290, 291. 
pjmnüdftlit (PlMittia) 167. 
pjnunidata (Helix) 268. 
pjnuDidatns (Scmbns) 275. 



ralrieai i Cyclophoras) 161. 
lecondita ^Pupa) 270. 
reconditam (Leiicoehili») 270. 
reniies n'elUna) 171. 
repanda (Trochomorpha' 2n3. 
richthofcni (Palndina) li»4, 218. 
riqaeti (Melaaia) 154. 
rutatoria (Uelix) 144. 
mdicostis (Melanift) 881. 
nimphii (Hemipleeta) 140. 
lütinihü (Naniiia) 140. 
rapicoia (Kaliella) U2. 



Balarniia iTlan-JÜia' 140 
»aparaana t^Macroeycloides) 260. 
saparuana (V'erli^o) 270. 
scabra (Litorioa) 169, 309. 
•eabra (Uelania) 153, 248, 288. 
lealariforaU (Chnphalotropis) 897. 
Marabaem iPythia) 276. 
scarabaeuB (^Scaiabos) 276. 
Scarabns 275. 
acopnlaa (Melanta) 2B4. 
Bcntata (Äupallaria) 156. 
Beckingeriana (KalielU) 142, 2o7. 
Bemigranofla (Mdania) 153. 
temipanctata (Columbellai 165. 
<«emmelinki (Paladiaa) 160. 
S<?l)tari[\ 305. 

scricata (Trocliomorpha) 263. 
sericatam (Leptopoma) 290. 
ieridna (Maeroeycloides) 261, 
tetosa (Ifelania) 282. 
aimilaris (Halix) 144. 



äinica ^.Laiuprocystis) 258. 
siniea (Hicrocyatiua) 258. 
siniattalis (Anpbidrannis) 869, 
sinoosDS (S^Tabng) 276. 

Sip}i(»uaria 165. 
Sitala 141, 255. 
slaiteri (Pterocyclu.^) 161. 
sobria (Uelania) 279. 
Soleuumpbala 298. 
fowerbjana (Neritiaa) 204. 
•pinnlosa (Helaiiia} 163. 
spiralia ( Ditropia) 293. 
spiriplaua (Lamprocystisi 2^9. 
squamulata (Xeiita 2öl, HIO. 
sqnarrosa (Neritüia* 304. 
stenompbala (Lamprocystis) 258. 
striata (Pythia) 277. 
StriateUa 280. 
striatuä (Scarabu.s) 277. 
stricta (Omplialotr'>pi<) 298. 
»trubelli t Diplciuiinatiiiai 285. 
strubelli (Trockomürpba) 143. 
strabdli (Xeata) 253. 
•nbangiilata (Lamprocystis) 259. 
gnbcaneellata (Hdania) 151, 246. 
subglabrata (Georissa) 300. 
subgranosa Litorina' lf'!J. 
suborbicularis (^^t'l)taria^ 305. 
subpunctata (Neriiiua) 163, 302, 
.subramoäa (Modiola) 310. 
•nbscillpta (Kaliella) 266. 
•abninilaria (Helix) 144. 
subteres (Limnaeu^) 244. 
Snbulina 147. 27.1. 
succiueoB (Limnaeu!*) 150, 
sucioacia (Pupioa^ 157. 
auffodieus ^ Helix) 267, 
aalcatus (Planaxis) 167. 
ealcocincta (Uelix) 264. 
ealcospira (Melania) 245. 
sauiatraoa (Clausilia' 150 
sumatrana früe.^sula) 148. 
.'^umatrauuü ^^Fterocyclus) 162. 
sumatrensis (üelicariou) 139. 
snperba i Piipina) 157. 
süturalis (flelicina) 299. 



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318 — 



tantilla (Vertigo) 269. 
Tarebia 284. 
Telescopinra 167. 
Teiliua 171. 

te&iiil«biatii8 (Pcarocyclas) 162. 
iernatana (Tfochomorpha) 863. 

ternatanum (Opeas) 273. 
testiidiiiaria (Melania) 161, 845, 278. 
tiara iXesta 2öH. 
tigrioa (Melauia) 247. 
tondanensis (Plaoorbis) 245. 
tODgana (Vertigo) 269. 
TofnatolliiM S74. 
torta (Diancta) 288. 
trapczina (Area) 252. 
treubi (Papina) 157. 
tricolor (Neritina) 304. 
tricolor (Trochomorpha) 143. 
Troehonorpha 142, 862. 
TrochoDMiiii» 140. 
tmhulas (Cyclopboras) 159. 
trochulns (Lagochiias) 169. 
trochuhiH (Sitala) 142. 
Trancatella 298. 

toberculau «Melania) 158, 246, 247. 
tnbercnlatft (Purpura) 166. 
tQbefeiitatiim (Cerithiom) 260. 
tnbercnlatus (Pentadactylna) 166. 
tnrbinata (Hemiplect») 140. 
tiirris (MelaQia) 280. 
turrita (Helix) 268. 



«alaiienBis (Neritin») 305. 
iiiidata (N€rlta) 310. 



nndatus (Penta(l!\rtylusi 166. 
undulata (Litorina) 16i>, 309. 
undalatus (Pianaxia) 1G7. 
nnguicnlina (Helix) 267. 
nngulina (Helix) 146. 



%'dlida (Truncatella) 298. 
variegata (Cardita) 170. 
▼fttiegata (Neritina) 846. 
Tertagu 167. 
vertaguB (GerUhiom) 167. 
Vertigo 269. 
vescoi (Pnpina^ 157. 
vicaria (Claanilia) löO. 
Tülosa (Melania) 282. 
TiolM«eiii (Anphb) 171. 
viresoen« (PUiidiiiA) 886. 
vitrentn (Leptopoma) 889—891. 
Vitriuopsia 242. 
vnlg^aris (Vertair'isi IHT. 
Tolpecnla (Colaiubellaj 165. 



wallacei (Oallia) 289. 
wallacei (Scarabns) 275. 
winteriana (Helix) 144, 264. 



IKeste 8Ö8. 



siecae (Neritlna) 801. 
aoUiDgeri (Gyolopbora») 850. 
Bollingen (Cyclostoma) 850. 
loaaria (Helix) 865. 



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Uber Meteorsteine. 



Vortrag, gehalten bei dem Jabresfeste aiu 10. Mai ItiUl, 

von 

Dr. IV. Scbauf. 

Hochgeehrte Versammlang! 

Wenn nns auch die Kant-Laplacti*:9che Theorie nnd die 
»pectralanalytische Untersuclinngsmethode in den Stand setzt, 
die stoffliche Einheit des Weltgebäudes fdr sehr wahrscheinlich 
KU halten, so liefern sie doch keine Daten Uber die mineralogi- 
sche Zasammensetznng ausseitellorischer Massen. Allerdings 
zeigt das Fernrohr, dass Mars Wasser nnd Gletscher besitzt, 
so gat wie die Erde, nnd dass die Mondoberfläche einst der 
Schauplatz der grossartigsten vulkanischen Thätigkeit war, 
aber unser ganzes Studium der Histologie nnd Anatomie der 
WeltkOrper, die Erde mit eingerechnet, beschi^nkt sich natnr- 
gemäss, soweit es auf nnniittelbarpr Beobachtung bernht, auf 
dfn dünnen Epithelüberzus; unseres Planeten, welcher sich zur 
ganzen Krdkugel veiliäU wie ein FiiniiNsüberzug zu einem Globus 
Von 1 m Durchmesser. 

Dank dem UnisUnd, dass die Stabilität des Weltgebäudes 
keine so vollkummene ist, wie sie erscheinen musste, niulidem 
man einmal die Mechanik des Planetensystems erkannt hatte, 
W( i 'lt n auf die Krd«' in dem Zeiträume, in welchem sie einen 
Uuilaut um die Srtnne vollendet, nach Wahrscheinlichkeits- 
schätzung mehrere Hunderte kosmischer Trümmer auf den ver- 
schiedensten Stationen ilaer Bahn niederf;:eschleudert oder viel- 
mehr dnrcli die Atmosphäre in ihrem Lauf aufgehalten und 
durch die magische Kraft der Gravitation niedergezogen. Wir 
nennen solche Körper Meteorsteine oder Meteoriten. Wir haben 
in ihnen Materie aus dem fUr alle Zeiten unzugänglichen Welten- 



— 320 - 



rauin, die wir wägen, chemisch analysieren und mikroskopisrli 
untersuchen können. Körper, welche unsere irdische Mineralog e 
durch einen Abriss aus der Mineralogie des Himmels erweitem 
und welche jedem Skeptiker ad oculos demon^tt-ipr^, dass den 
aus der Spektralanalyse gezogenen Schlüssen keineswegs blos 
bypotlieti^clie Bedentung beizulegen ist. Sie lehren uns femer, 
dass der Vorgang gisseUmässiger Molekulargrnppierung, die wir 
Erystallisatiun nennen, ausserhalb der Krde und ihrer Atmo- 
sphäre in ganz der nämlichen Weise bis auf die minntiösesten 
Details verläuft, wie hier, und dass die Mineralien fremder 
Weltkdrper mit den unsrigen vollständig identisch sind; ja sie 
ti'agen sogar dazu bei, unsere Anschauung Uber das unzugäng- 
liche Enlinnere zu vertiefen. 

Obgleich zu allen Zeiten und an den verschiedensten 
Punkten der Erde Steine vom Himmel gefallen sind, obgleich 
vielfach sogar alsbald nach dem Fall Dokumente aufgenommen 
und von Augenzeugen unterzeichnet wurden, ohne dass iif^nd 
ein spekulativer Zweck vorgelegen hätte, obgleich man die auf- 
fällige Uebereinstimmung der meisten dieser Gebilde unter sich 
und ihre abweichende Beschaffenheit von uns bekannten Fels- 
arten auch bei oberflächlicher Betrachtung hätte erkennen müssen, 
sah die gebildete Welt des vorigen Jalniiunflei-ts derartige Kr- 
zilhlungen als Vulksaberglauben an und Viele warfen, um sich 
nicht zu blamieren, ihre Steine aus den Sammlungen. „Tu 
unserer Zeit w.lre es unmöglich, solche Märchen aucli nur 
wahrscheinlicli zu üuiien", meinte der Abbe Stütz, Adjunkt am 
Mineralienkabinet iu Wien , und trotz der ausliihrlichen Be- 
scliä eibung Baudins, eines Prufessors der Medizin, der Aupren- 
zeuge des Steinfalles zu Juillac im Deiiartement les Laiule.n 
war, und obgleich von dem Gemeindevorstand des ihtis ein 
mit Namensuntersfliriften versehenes Protokoll aufgenommen, 
ausserdem ein anderes Dokument mit .'KJO Unterschriften be- 
glaubigt wurde, war die französische Akademie nicht zu tiber- 
zeugen und lächelte über die bei allen „Vernünftigen" Mitleid 
erregenden Volkssagen. Da erscheint 1794 die Schrift Chladnis, 
des Göttinger Physikers und Begründers der wissenscbaftlidien 
Akustik: ,Über den Ursprung der von Pallas gefundenen 
und anderer ähnlichen Eisenmassen und über einige damit in 
Verbindung stehende Naturereignisse**. Von dieser kostbaren 



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— 321 — 



Eisenmasse, welche von Pallas auf einem Schieferberg zwischen 
Kl asnajarsk und Abekansk zwischen zweiNebenflüssen des Jenissei 
gefunden wurde und etwa lOi.K) Tfuud wop. wovon 12()() Pfund 
in der Petersburger Sammlun«^ sind, kann ich Ihnen liior zwei 
Stückchen vorlegen; es ist zelliges. Ni-haltiges Eisen mit Ulivin- 
krystallen in den Puren, eine Kombination, wie sie als tellurische 
Masse noch nie gefunden worden ist. 

Mit der obengenannten Selirift. in welcher Ohladni, der 
selbst noch keinen Meteorit«^nfa]l gesehen liatte. gegen die ganze 
gelehrte Welt mit bewniKiernswürdiger Logik den kosmischen 
Ursprung der Meteorsteine bewies, beginnt eine neue Epoche 
in der Geschiclite der Meteoriten, die wieder in zwei Abschoitte 
zerfällt, in die Zeit von 1794 — 18(33 und die spätere, 

Lichtenberg, welcher Chladni die erste Anregung zu seiner 
Untersuchung gegeben hatte, meinte, beim Lesen jener Schrift 
sei es ihm gewesen, als ob ihn ein solcher Stein am Kopf 
getroffen habe, und wie man aus der Polemik in Gilberts 
Annalen bis zum Jahr 1804 ersieht, war das der allgemeine 
Eindruck der Chladnischen Lehre, besonders bei den Franzosen, 
die auch durch mehrere in den nächsten Jahren erfolgten Stein- 
fälle nicht zu Qberzengen waren. Wenige nur, darunter Olbers, 
Blmnenbach, Werner, Pictet, Vau(iuelin nnd Howard, der zuerst 
im Stein von Benares 1804 Nickel nachwies, stimmten Chladni 
gleich bei. Erst im Jahre 1803 sollten alle Zweifel beseitigt 
werden durch ein sonderbares Ereignis, nämlich den Steinfall 
▼on TAigle im Ome-Döpartement, 15 Lieues südwestlich von 
AlenQon, der Hauptstadt des Departements, am 26. April 1803 
gegen 1 Uhr nachmittags. Die Nachricht langt in Paris an und 
whrd bei den Gelehrten des Institut de France ungläubig auf- 
genommen, wie bisher immer. Aber besonders der Energie 
Vauqnelins ist es zu danken, dass am 26. Juni, also 2 Monate 
später, Biot zur Feststellung der Thatsachen nach dem Westen 
geschickt wird. Die Zeugen von 20 Dorfschaften beschreiben 
die Erscheinung Ubereinstimmend, keine Sammlung des Depar- 
tements enthält ähnliche Steine, keine Schrift über die Gegend 
kennt sie, 2—3000 gleichartige finden sich nach der Explosion 
eines Meteors auf einer Ellipse von ca. 2 Quadratlieues und 
ausserhalb dieses Gebietes ist keine Spur zu entdecken. Mit 
diesem Ereignis ist die wissenschaftliche Welt bekehrt und es 

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— m — 



entsteht eine grosse Beihe wissenscbaftlicber Untersncfamigen 
Uber ein bisher i^Dzlich Temachlässigtes Gebiet. 

Da die mit einem Steinfall verbundenen Erscheinungen 
unter sich sehr ähnlich sind, so kann als typisches Beispiel 
ebensowohl ein älteres als eines der jüngsten Vorkommnisse 
dienen. Gerade das von TAigle möchte ich auswählen, weil es 
in einer sehr bevölkerten Gegend am Tage stattfand und von 
einer grossen Anzahl von Leuten beobachtet wurde. Biot 
schildert den Yerlanf etwa so: .Mittags gegen 1 Uhr am 
obigen Datum sah man auf einem Strich, der von Caen nach 
AlenQon geht, eine brennende Kugel von sehr hellem Glänze, 
die sich mit grosser Geschwindigkeit durch die Luft bewerte. 
Wenige Ano:cnlilii'ke darauf hurte mau m TAig'le und nifchr als 
30 Lieues l in^s um die Stadt eine heftige Explosion, die 5 bis 
6 Minuten anhielt; zunächst VPinalini mau 3—4 Schläge wie 
Kanoneubcliüsse, worauf eine Ai t von Entladung folgte, die mit 
einer Füsilade Ähnlidikeit liatto, und schliesslich ein Getöse, 
wie von Tromniplwiibel henülirend. Dieses ginsr von einer 
klriiu ii Wolke ans. welche unb<'weglich zu steht ii s'hien. so 
lanf!:e das Phänunien dauerte und sich dann auflöste; sie staii'l 
hoch in der Atmosphäre, denn die Bewohner von zwei über 
eine Lieue von einander entfernten Dörfern sahen sie gleich- 
zeitig über ihren Köpfen: aus ihr fielen eine Menge von Steinen 
herab, von welchen man später 2~ MM) auf einem elliptischen 
Bezirk von 2*,!ä Lieues Länge und 1 Lieue Breite auffand; der 
grösste von ihnen wog 17 Vs Pfund, der kleinste 2 Qnentchen.*^ 
Soweit Biot. 

In den meisten Fällen verläuft, wie gesagt, die Erschei- 
nung analog der eben beschriebeneu. Meteore treten als leuch- 
tende Feuerkugeln, meist in fast horizontaler Flugbahn ruhig 
schwebend, in die Atmosphäre ; die beobachtete Geschwindigkeit 
beträgt 15 bis über 60 km, kann also die der inneren Planeten 
übertreffen, denn Merknr legt nnr 49—52 km pro Sekunde znrftck. 
Meist ist der leuchtende Körper von einem hellen Schweif be- 
gleitet. Die Lenchtkngel kann wieder verschwinden oder zur 
Erde niedergehen. Dem Fall geht eine explosionsartige Er- 
scheinung, gefolgt von donnerartigem Krachen, voraus, woraus 
Sie schon folgern werden, dass die Anfangsgesdiwindigkeit 
verringert werden mnss, da der Schall nur etwa Vt km pro 



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— 323 — 



SekoBde xQrftcklegt In der That wird aach Muüg beobachtet, 
dass das Meteor vor der Explosion stiU za stehen scheint und 
wie ans der Energie der niederfallenden Steine zu schliessen ist, 
haben sie bei ihrer Ankunft keine grössere Geschwindigkeit, 
als sie durch freien Fall durch die Atmosphäre vuii dem be- 
obachteten Explosionsort aus erlangen mlissten: sie schlagen 
mitunter über 1 m in den Boden oder dringen wenig ein, sehr 
kleine Körperchen bleiben mitunter sogar auf der Oberfläche 
Uegen. 

Während nieist wenige steine fallen, manchmal nur einer, 
fand, ähnlirli wie bei TAigle, bei Kuyahinva in TTnsrarn 1866 
t in wahler Meteoritensclianer statt, wobei das gmsste Exemplar, 
jetzt in der ^^ lener Sammlung, 29o kg wog. ja in Pultusk in 
Polen fielen IStiH am HO. Januar 7 I'lir abends wahrscheinlich 
gegen hunderttausend Steine iil)er einen Raum von mehreren 
C^uadratmeilen ; die Leuchtkugel erhellte Warschau und Um- 
gebung fast mit Tageshelle, sie wurde in ganz Polen, Galizien, 
Ungarn, Mähren, Böhmen. Schlesien und Posen gesehen und 
die Detonation war so heftig, dass Fensterscheiben sprangen.*) 
Das Gewicht der gefundenen Massen schwankt zwischen Bruch- 
teilen eines Grammes und mehreren tausend Kilogramm, nnr 
selten Uberschreitet das der stci/iufch Meteoriten 1 Ch. nnd 
nnr wenige Pnltnsker übertreffen die Grösse eines Htlhner- 
eiee. Dagegen sind weit bedeutendere Massen von Eisen be- 
obachtet: das Eisen Ton Cranbourne bei Melbnme im British 
Mnsenm wiegt 3735 kg, während noch ein grösserer Block von 
8000--10000 kg am Fundort liegt; das Eisen am FlUsschen 
Bemdego nördlich Ton Mte. Santo in Brasilien wiegt ca. 7000 kg, 
das von Tncuman in der Provinz Grand Ghaco unweit des 
Paml&aflusses wird auf 15000 kg geschätzt Alle diese respek- 
tablen Blöcke wurden aber ttbertroffen von zwei neuerdings 
bei Chupaderos in Mexiko aufgefundenen Eisen in Schollenform, 
welche genau ineinanderpassten und also einStflck waren; die 
ganze Scholle ist 4,65 m lang, 1,50 m breit, durchschnittlich 
0,45 m dick und wiegt 24000—25000 kg. Auf der letzten 



') Der jflng^ste Fall zahlreicher Stoine ereignete sich am 2. Mai 18'.J0 bei 
Leland in Jowa, WinnpJm^o Co.; mau laiid b >;rü-!sere ira Gewichte von 36, 27, 
4V>f 2, 2 kg und ÖOO kleinere von 1V< ^^*S i ^ waren poröse Cbondrite. 

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Pariser Weltausstellung war iu der mexikanischen Abteilung 
ein AbguäS dieser Scholle zu sehen. Überhaupt ist Mexiko 
durch seine Eisen merkwürdig. Vom Tohu'catlial finden sich in 
all^n grösseren vSarnn» hingen Kxemplare und täj^lirh werden 
neue gefunden, die beim Ptliigen zum Vorschein kommen oder 
durch Re^euguisse ausgewaschen werden : die Indianer ver- 
schmiedeten in trülieren Zeiten solches Kisen zu Geräten. 
Ähnliches gilt von der Gegend von Imilac bei Atakama. 

Überblicken wir nun eine grössere Kollektion von Meteo- 
riten der verschiedensten Fundstätten, wie sie in Wien, London, 
Paris, Petersburg und Berlin vertreten sind, so muss Jedem 
sofort die Form und Oberflächenbeschaft'enheit dieser Körper 
auffallen. Gewiss erwartet man kugeligen oder doch wenig- 
stens rundlichen Gebilden, winzigen Repräsentanten der Welt- 
körper, welche man sich ja nicht anders vorzustellen {gewohnt 
ist, zu begegnen, und ist erstaunt vieleckige Grundformen von 
sebiefprismatischem und polygonalem Typus, wenn auch mit ge- 
rundeten Kanten und Ecken, zu finden. Sodann wird bei näherer 
Betrachtung die Rinde unsere AuMerksamkeit fesseln. Dunkle, 
schwarze und braune Farben herrschen vor, die Oberfläche hat 
geschmolzenes Aussehen und ist häufig mit Vertiefungen, die wie 
«FingereindrUcke* oder „Näpfe' aussehen, bedeckt, mitunter 
auch mit Wttlsten, Furchen und Leisten überzogen. Der Flug 
des mit kosmischer Geschwindigkeit in die Atmosphäre eintre- 
tenden Weltkdrpers, welchem jedenfalls bei seinem Eintritt in 
die irdische GashfiUe die Kälte des Weltenraumes innewohnte, 
zählt zwar nur nach Sekunden; aber diese kurze Spanne Zeit 
genügt, um auf seiner Oberfläche enorme Temperaturen hervor- 
zurufen. Scliiaparelli hat aus Versuchen, welche Roberts und 
andere angestellt haben, berechnet, dass bei einer Anfangs- 
geschwindigkeit von 72 km — für eine in Holland 1863 be- 
obaciitete B'euerkugel hat Heiss 69 km gefunden — nur noch 
8 km übrig bleiVtcu, sobald das ^leteor in Schicliten gelangt 
ist, in welchen der Luitdruck nur l.f) nmi der Quecksilbersäule 
des Barometers entspricht und dass bei einem Diiick von 2 cm 
nur noch 5(J<) m (-ieschwindigkeit restieren. Durch diese rapide 
Vernichtung der Anfangsgeschwindigkeit, wodurch lebendige 
Kraft in Wärme umgewandelt wird und durch die Kompression 
der Luft, welche nicht rasch genug ausweichen kann, mufis die 



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— 325 — 



Bmde deB Meteon ins Gltthen geraten. Anf die Kompression als 
Ursache hingewiesen zu haben, wird Benzenberg, der 1811 den 
Veiifleich mit dem pnenmatisdien Feoerzeug gebrauclit, zuge- 
schrieben; jedoch finde ich, dass schon Gilbert 1804 denselben 
Gedanken ausgesprochen hat. Aus obigem erklärt sich, dass 
die Steine nur mit veiliiiltnismässig geringer Geschvviiuli<?keit 
— für den Fall vun Middlesburough iu Yuiköhire 1881 hat 
Prof. Alexander Herschel 412 Fuss berechnet — bei uns an- 
langen, ferner, dass die Schmelziinde wegen der kurzen Hitze- 
wirkuiig nur dünn ist nnd steinige Massen als >clilechte Leiter 
sich jrev, ; Imlii h infolge des Tempera luraustausches mit dem 
eisk iliHii inneren bald nach dem B'al! nur warm anfühlen, 
während Eiseustücke als gute Wärmeleiter glühend heiss 
anlangen. 

Die näpfchenartigen Eindrücke erklärt I)aubree durch die 
Einwirkung wirbelnder komprimierter Luit auf die Schmelzrinde 
und konnte durch Explosion von Dynamit auf Eisen ganz die 
nämlichen Vertiefungen hervorrufen. Der Schweif, welchen die 
Feaerkugel gewöhnlich hinter sich herzieht und das Wölkchen, 
ans welchem am Tag die Explosionen zu kommen scheinen, 
sind aof abgeschleuderte Schmeiztröpfchen zurückzuführen. 

Von besonderem Interesse sind solche Steine, deren 
Orientierung im Räume während ihrer Bahn uns zu erkennen 
noch möglich ist Dadurch, dass sie auf der Vorderseite« wo 
sie der erhitzten komprimierten Luft direkt ausgesetzt sind, 
stärker abschmelzen, wird die Schmelzmasse soweit sie nicht 
als Leisten auf den Selten festgehalten wird, nach dem Rttcken 
hingeblasen, so dass durch radiale Streifen- nnd Furchenbildung 
sowie durch Überwallung an der Grenze der Seiten und des 
Eftcfcens nicht selten mit Sicherheit die während des Fluges 
eingenommene Lage zu bestimmen ist Weit besser als eine 
detaillierte Beschreibung wird Sie die Betrachtung der vor- 
liegenden Modelle mit dieser interessanten Struktur, die uns 
sozusagen ein versteinertes Bewegungsphänomen vor Augen 
führt, bekannt marlnMi. 

Ausser der Si limelzkruste fiel uns bei Durchmusterung 
einer Meteoritenkollektion die polygonale (iiundfonn auf. Der 
nächste, auch vielfach ausgesprochene Uedanke ist, diese 
Trümmerform einer iu der Atmosphäre vor sich gehenden und 



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— 326 — 



auf dem heftigen Anprall wider die sich verdichtende Lnft, 
sowie auf ungleichmässiger Eihiizuiif? beruhenden Zersprengiing 
eines ursprünglich grösseren Körpers zuzuschreiben, wie man 
ja auch gewöhnlich von der Explosion der Feuerkugel spricht. 
Trotzdem ist es viel wahrscheinlicher und für manche F&Ue 
geradezu als gewiss anzunehmen, dass die Meteore schon als 
Schwärme von Trftmmern in die Luft eintreten. Die Tausende 
von Steinen, welche bei l'Aiffle, Pultusk, Knyahinya und Stannem 
niedergegangen sind, »nd allseitig mit Schmelzrinde überzogen. 
Wäre ihre Zertrümmerung erst durch den Anprall in der 
Atmosphäre geschehen, so wttrden die Brnchflächen beim nacb- 
herigen Fall nicht geschmolzen sein, oder falls das Meteor vor 
Vernichtung seiner kosmischen Geschwindigkeit schon platzte, 
wenigstens öfter eine viel dttnnere Binde zeigen müssen; auch 
zeigen andererseits die hochorientierten Steine, dass sie während 
ihres ganzen Flages die nämliche Richtung beibehalten haben. 
Diese zuerst von Haidinger verfochtene Anschauung wird durch 
eine Wahrnehmung des Direktors der Athener Sternwarte, 
Julias Schmidt, gestützt, welcher eine Feuerkugel im Femrohr 
beobaditete und dieselbe aus vielen leuchtenden Fragmenten 
zasammengesetzt fand. 

Die Detonation wird durch das Einstürzen der Luft in 
den leeren Raum hinter dem Meteor, das ri<i>>elü im 1 iseii 
durcli das Fallen der Steine bedingt. Dass auch Zeriiauuiiti aug 
statlüudeu kann , besonders bei Körpein vuu ursprünglicher 
Schollenform und iiberliauiit sehr unregelmässi^er Gestalt, be- 
weisen solche Stücke, die mau wieder ziisaniiuenziipassen im- 
stande war, Wh' Im 1 d«^ni Stein von Biitsura; bei weleliem zwei 
Stücke an den l^nichfliicliHii kerne Spur von Rinde zeigten und 
genau an ein drittes l' a engl. Meilen davon entfernt liej^eiules 
Stück passten, während zwei andere Stücke, die auch diizu 
f^eli()rteii. auf^HSchmoIzen waren. Man kann daraus sr'hlie.^sen, 
dass die Hauptmasse in verschiedener Höhe zer.sprengL wurde 
und eine ruckweise Abnahme der Anfangsgeschwindigkeit statt- 
fand, woraus sich vielleicht auch das öfters beobachtete wieder- 
holte Donnern erklärt. 

Wenden wir uns nun zur Betrachtung des inneren Wesens 
der mit Brillantfeuer und Kanonaden sich bei uns anmeldenden 
fahrenden Gäste und Weltallvagabunden, so müssen wir ihnen 



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unbedingt mindestens das Recht der Vetterscbaft mit der Erde 
einräumen. 

Am meisten lallt unter den Restaiidteiieii der Meteoriten 
das Eisen auf und viele bestehen bis iibei ^K)" , aus j^ediefirenem 
Eisen, wie wir es zu Werkzeu^f»n und Hauten verwenden, nach- 
dem wir es durch einen Keduktionsinozess im Hochofon ans 
den oxydierten Erzen gewonnen liaben. Findlinge von gediegenem 
Eisen mussten schon in den ältesten Zeiten und namentlich ehe 
man die Verhüttung der Eisenerze erfunden hatte, die Aufmerk- 
samkeit auf sich lenken und sein Auftreten auf der Erde ist so 
auffällig, dass gewöhnlich nur dies Element unter den 22 bis 
jetzt bekannten meteorischen bei Laien Beachtung findet. Sie 
können aber, wenn Sie von einem neuen Meteorfall hören, 100 
gegen 1 wetten, dass die gefundenen Stücke steinige Beschaffen- 
heit haben werden. Obgleich nämlich in jedem Jahr mehrere 
Funde zn verzeichnen sind, bei welchen die Fenerkngel, der sie 
entstammen, gesehen warde, sind beobachtete Eisenfälle so 
selten, dass bis jetzt nur etwa acht bekannt geworden sind, 
während der Londoner Katalog 136, der Wiener 129 Fand- 
stätten anfaAhlt. Umgekehrt aber ist bei Steinen fast aus- 
nahmslos die Fallzeit bekannt. Der Gmnd dieser auffallenden 
Thatsache ist darin zn suchen, dass Eisenfälle zwar viel seltener 
sind als SteiniäUe, dass aber das Eisen durch sein hohes Ge- 
widit leicht auffällt und dnrch seine wie der Hammerschlag 
zusammengesetzte Rinde lange der Verwitterung Widerstand 
leistet, während die Steine viel leichter sind und rasch der 
Zersetzung anheimfallen. Mit dem gediegenen Eisen ist stets 
Nickel legiert, welches meist 4— 10" o ausmacht, mitunter bis 
11 ^'n anwächst, ja sogar iu dem Voikummnis von Oktibeha 
Coüiily (Mississippi) ein Maximum von Bü'^ o erreicht; als dritter 
Körper gesellt sidi l'huspiiornickeleisen hinzu, hitufiL! auch Kobalt. 
Das Eisen spaltet parallel der Fläche des Wiirlels und mitunter 
besteht ein {ganzer Block aus einem Individuum, da dieselbe 
Spaltungsrichtung durch die ganze Masse durchp-elit. Das meiste 
Meteoreisen zeigt nach dem Ätzen mit Salpetersaure schöne 
Zeiceliniingen, die Wiednianstätten'schen Figuren, welclie durch 
eine schalige Zusammensetzung parallel den oktaedei tliiclieii her- 
vorgerufen werden. Sie rlihren daher, dass Platten nickelärmeren 
Bisens mehr angegriifen werden als die des nickelreicheren. 



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TioiliL, mit welchem Namen man das Einfachscliwefeleisen 
bezeichnet hat, und Graphit sind die nächst liiuifigen Gemengteile 
der Eisenmeteore. In dem Eisen absorbiert finden sich, wie 
Graham, Mallet und Wright nachgewiesen haben. Wasserstuü, 
Kohlenuxyd. KolilensjUire und Stii-kstoü', Wir dürfen uns nicht vor- 
stellen, ilass eitle t^cliarfe (i) eiize zwischen Eisen- und Steiniueteo- 
riteu existiert und man din um etwa bcrcclitigt sei eine verschiedene 
Herkunft beider anzunehmen, sondern die beiden Extreme sind 
durch eine f^anze Reihe von Ubergangsgliedern mit einander 
verlinüpit, wie schon das anfangs erwähnte l'allaseisen durch 
seine porphyrisch eingesprengten ulivinkrystalle einen Übergang 
andeutet, und bei dem Fall von Estherville, Jowa, 1887 bestanden 
viele der kleinen Steine nur aus Eisen, andere nur aus Silikaten, 
die übrigen aus beiden zugleich. Die Gemengteile der Stein- 
meteorilen, welche ausnahmslos Nickeleisen mindestens in Sparen 
führen, sind Silikate, d. h. Salze der Kieselsäure, welche auch 
in den irdischen Eruptivgesteinen neben krjstallisierter Kiesel- 
säure, die abrigens in Meteoren eine ganz untergeordnete Rolle 
in Form von Tridymit spielt, das Haupt-Banmaterial liefern. 
Die Silikate sind basische, d, h. SiOs-arme, nnd als Basis tritt 
vor allem Magnesia hervor. Das verbreitetste Mineral ist der 
anch in unseren Eruptivgesteinen hansende Olivin; der Stein von 
Chassigny besteht fast nnr aus diesem Bfineral und erinnert 
dadnrch sofort an die im Basalt als Einschlüsse auftretenden 
nnd wahrscheinlich bei der Eruption ans der Tiefe geförderten 
OlivinknoUen. Znnächst dem Olivin sind verschiedene Varietäten 
des mit ihm auch in unseren basaltischen Gesteinen verge- 
sellschafteten Augites, weldier gleichfalls Magnesinmsilikat als 
Hauptbestandteil enthält, zu nennen, während Feldspäte eine 
weniger •riusse Rolle zu spielen scheinen als in den uns zu- 
giiiiglichen Krui»tivgesteineu; überhaupt treten Tlionerdu suwie 
Alkalien, beides Feldspatbestandteile, zurück, und Edelmetalle 
liat man bis jetzt iiuch gar nicht nachgewiesen. Am meisten 
Aufsehen haheii Jvuhlenstoft' und Kohlenstoß-Verbindungen, da 
.sie bei uns die Träp:er des or^anisrh^^n Lebens sind, erregt, 
Kohlenstoff tritt in einigen Steiuiueteoriten als amorphe Kohlen- 
partikt'lclien, lerner als Graphit und Diamant - \\ n m Form 
v.>n Kohlen- Wassi-rstotfen auf. Der Stein von Bokkeveld (Cap- 
land; gibt beim Erhitzen bituminösen Geruch und mit Alkohol 



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Uli J Lilie gt;U)liche Substanz ausgezogen, die in der Hitze Kohle 
abs;clieidet. Der Stein zu Kaba (Ungarn) 1857 enthält eine 
ähnliche Kohlensloflfverbindung, Hesijile iu Scliweden 1869 gibt 
ein braunes Destul it Ca o.. (iualpara (Indien) 1868 enthält 
0.85 "^ n einer russsigen Substanz mit 0,72 ^io Kohlenstoff und 0,13''/o 
Wasserstoff. 

Schon Gustav Rose hat im Jahre 1864 die Vernuitiiug 
ausgpsi)r()chen, dass der im Eisen von Magura im Arvaer Komitat 
(Ungarn) von ihm beobachtete würfelförmige (Jraphit ein Um- 
wandluugsprodukt des Diamantes sein möchte, eine Annahme, 
welche dadurch, dass von Weinschenk auch unveränderte Dia- 
manten gefauden worden sind, fast zur Gewissheit wird; femer 
sind Diamanten, wenn auch sehr kleine, in einem amerikanischen 
und russischen Stein gefunden worden; der letztere im Jahr 1886 
bei Nowo-Urei im Gouvernement Pensa gefallene enthält vor- 
wiegend Olivin mit l,16*Vo amorphem Kohlenstoff und Vk Diamant 

Was nun den Verband der Silikate zu Gesteinen belangt, 
so erwähnte ich schon die Ähnlichkeit zwischen Chassigny und 
irdischen OUvinfelsen, nnd Javinas, Ealkfeldspat + Augit, hat 
die Znsammensetzung gewisser isl&ndischer Laren, der Eukrite. 
Aber meist ist die Vei^esellschaftnng der Mineralien und die 
Gesteinsstruktur eine andere als wir sie bei irdischen Felsarien 
beobachteten. Dies gilt besonders von dem Haupttypus, den 
Ghondriten. Sie sind charakterisiert durch meist birsekom- 
grosse, im Extrem bis wallnnssgrosse Ettgelchen, Ghondren ge- 
nannt, die entweder die Hauptmasse ausmachen oder in wech- 
selnder Menge in einer feinkörnigen wie sandig aussehenden 
grauen Grnndmas.se eingebettet liegen, und entweder trotz ihrer 
runden Form ans einem einzigen Mineralindividium , häufig 
Olivin oder Augit, uder aus mehreren zusammengesetzt sind, 
mitunter auch neben den Mineralien zu Glas erstarrte Lava- 
yartieen lühren, ja manchmal in ihrer Hauptmasse aus Glas 
bestehen. Glas, jene obsidiatun tige Erstarrungsmodifikation ir- 
disclier Laven und Gesleine. deutet auf verhältnismässig rasche 
Erstarrung ;tu> Sdimelzflnss ; aber näheren Aufschiuss über die 
Entstehung>.be(iiiiguiigeu grbi ii ilir vie] diskutierten Chondren 
nicht, obgleich nach Analogie mit gewissen Hochofengebildcn die 
Veimutung nahe li<'gt, dass sie in heisse Gashiille ausgespritzte 
und darin erstaiile Schmelztröpfcben sind. Die Grundmasse, in 



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— 880 — 

welcher sie eingebettet liegen, besteht aus kleinen Kiystallsrlittern 
und Bruchstücken von Cliondren und hat nach Tschermaks Unter- 
suchungen die Bescluiffenheit des vulkanisclien Tuttes, d. h. des losen 
Zerreibsels, welches dun-li vulkanische Explosionen geliefert wird. 

Suchen wir uns uuu, meine Herren, aus den Daten, welche 
uns die petrographische Beschaffenheit der kosmischen Findlinge 
in die Hand gibt, ein Bild zu konstruieren von den Bedingungen 
ihrer Entstehang und der Natur des Weltkörpers, welchem sie 
entstammeD, so erfahren wir zunächst, dass alle diejenigen 
Mineralien und Felsarten, welche lediglich unter Mitwirkang 
des Wassers zustande kommen, fehlen. Nie ist auch nur das 
geringste Fragment Yon all den Gesteinen, welche sich bei uns 
als Anschwemmungen der Flassnfer nnd als Bodensatz in Meeren 
und Seen bilden nnd gebildet haben, beobachtet worden, nie ist 
eine Spnr von Sandstein, Kalk, Thon oder Schiefer gefunden 
worden. Allenthalben auf der Erde sind die Felsen von grosseren 
Spalten nnd feineren Klt&ften durchzogen, deren Wände sieh mit 
glänzenden Krystallen, den Zierden unserer Samminngen, wie 
Kalkspat, Quarz nnd Zeolithen, die aus einsickernden wässerigen 
Lösungen ausgeschieden wurden, ttberkleidet haben, während 
die Meteoriten all dieser Bildungen vollständig entbehren. Noch 
nie hat das Mikroskop in den Tausenden untersuchter Präparate 
auch nnr ein TrOpfchen Wasser nachzuweisen vermocht, während 
die Mineralien irdischer Gesteine, auch die der vulkanischen, 
wenigstens der in der Tiefe erstarrten, winzige Tröpfchen von 
Flüsiiigkeit in Menge bergen, und das in manchen kohlehaltigen 
Meteoren entdeckte, clienii.^rh gt-bundene Wasser ist vielleicht 
ersit nachträglich eingedrungen. Meteorite sind Krslumings' 
prnihdte aus Schmeb.flnss. Dafür spricht das Auftreten des 
gediegenen Eisen.s und buhwefcl Calciums, einer Verbindung, der 
man den Namen Oldhamit gegeben hat, dafttr sprechen die 
Silikate Enstatit, Bronzit und Olivin, integrierende Bestand- 
teile mancher ?]niptivgesteine , das beweisen endlich die in 
diesen Mineralien massenhaft auftretenden Glaseinschlusse, 
welche, in derselben Weise in unseren Krystallen vorkommend, 
bei der Krystallisation umschlossene und rasch erstarrte Lava- 
partikelchen repräsentieren. 

Aller Kohle und Kohlenwasserstoff deuten doch auf or- 
ganische Herkunft, werden Sie einwenden, und organisches 



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Leben ist ohne Wasser fUr uns nicht denkbar. In der That hat 
auch Dr. Hahu, ein Jurist in Reutlingen, im Jahre 1880 ein 
dickes Buch, betitelt ^die Meteoriten und ihre Organismen'^ mit 
32 Tafeln photo^rraphischer Abbildungen, veröffentlicht, worin 
er nachweisen will, dass in den Chondriten Spongien, Korallen 
und Seelilien auftreten; aber seine sensationelle Entdeckung 
beruht auf Täuschung, zu welcher er durch die eigentümliche 
Stniktur der Chondren gef&brt worden ist. Der Kohlenstoff 
kann sehr wohl eio nnprOngUch gebundener Bestandteil der 
Schmelzmasse gewesen sein, welcher sich beim Abkühlen als 
Graphit, Kohle und Diamant ausschied, wie bekanntlich beim 
Hochofenprocess 0raphit atiggeschieden wird, und selbst die 
Kohlenwasserstoffe brauchen nicht organische Derivate zu sein, 
sondern ihre Bildnng lässt sich anch anf andere Weise er- 
klären, z. B. dnrch Einwirkung von Wasser auf kohlenstoff- 
haltiges Eisen bei hohem Druck und hoher Temperatur. 

Heine Henren, wenn wir auch eine erhebliehe Differenz 
zwischen den kosmischen Massen und Tulkanischen Gesteinen 
zugehen mussten, so existiert doch neben den schon erw&hnten 
noch eine weitere Beihe von Analogien, welche Ar die theore- 
tische Geologie von Bedeutung sind, weil sie einer vielfach 
vertretenen Hypothese Aber die Beschaffenhdt des Erdinnem 
zur Stütze dienen. Eine der auffallendsten Thatsachen fftr die 
Physik unseres Planeten ist das verschiedene Durchschnitts- 
gewicht seiner Kruste gegenüber dem spezifischen Gewicht 
seiner ganzen .Masse, denn während ersteres nur etw.i 2,5 be- 
trägt, bestimmt sich letzteres zu mehr als 5. Daraus wurde 
geschlossen, dass sich in der glutflüssigen Kugel die Gemeng- 
teile nach der Schwere geordnet und sich an der Pheripherie 
leichtere, nacli dem Centrum zu schwerere Massen angesammelt 
haben. In der That finden wir als Grundlat;e der ganzen festen 
Schal r II herall, wo Faltung und Erosion die tiefsten Zonen 
blosgeiegt haben, Gueisse, d. h. saure (Testeine von der Zu- 
sammeusetzung des Granits, reicli an freier Kieselsäure, dem 
Quarz, welche, sie mögen entstanden sein, wie sie wollen, 
zeigen, dass in den ältesten Zeiten nur Material von geringem 
spezifischen Gewicht zur Verfestigung gelangt ist. Ein Ein- 
bliclc in die unter dem Gneiss folgende Lage war noch keines 
Menschen Auge vergönnt. Auf Spalten aber dringen Schmelz- 



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— ooJ — 



massen in LaTaform hervor, unter welchen sich viele weit 
schwerere finden als Granit und Gneiss. Wir können eine Skala 
aufstellen, an deren einem Ende der Granit mit 2,64—2,75, 
an dem anderen Olivinfelsen mit 3,3, in der Milte etwa der 
Basalt mit 2,9—3,1 spezifischen Gewichtes zu stehen kommen. 
Viele unter den Dinchbruehst^estciueu fuhren Olivia, als die 
schwersten keimeu wir last leine Olivingesteine von ähn- 
licher Beschaffenheit wie dieser ÜlivinknoUen aus dem Basalt 
von Naurod und der Meteorit von Chassigny. Noch scliwerere 
Massen liefern die Kruptionen nicht. An die letztgenannten 
Felsarten und Chassiguy reihen sicli die kosniisclu-n Gebilde 
von dem gewöhnlichen Typus an. deren (lewicht ;!.')— 3.8 er- 
reicht, dann eisenreicliere und schwerere, und schliesslich last 
reine Kisenkörper mit einem (Tcwiclit von 7 — 8. Nähere Be- 
trachtung des Olivins führt zu weiteren Vergleichungen. Der 
kosmische ist mit Nickeleisen vergesellschaftet und führt 
Nickel und Eisen chemisch gebunden, der irdische enthält neben 
Magnesia ebenfalls Eisen und Nickel und wir haben Gründe 
anzunehmeo, dass ein grosser Teil der Nikelerze, die wir ab- 
bauen, ans Olivia hervorgegangen ist ; ferner führen die Olivin- 
gesteine wie der Chassignit Chromeisen. Endlich sind, wie in 
dem Stein von Nowo-Urd, die nach Hunderttausenden zählenden 
Diamanten von Kimberley und den benachbarten sftdafrlkani- 
sehen Gruben in einer olivinhalUgen Felsart eingeschlossen. 
Halten Sie diese Thatsachen zusammen, so werden Sie der 
Hypothese eine gewisse Berechtigung nicht versagen können, 
welche sich die Erde als eine Kngel vorstellt, deren ftnsserste 
Erstarrungszone aus sauren granitischen Hassen besteht, unter 
welcher Kieselsäure-ärmere, allmählich in eine basische Olivin- 
zone ftbergehende Schichten folgen und dass es sogar nahe liegt, 
in den dem Centrum noch näher liegenden Schalen Eisenmassen 
zu vermuten. Ob diese metallisch oder oxydisch zn denken sind, 
dürfte schwer zu entscheiden sein, denn wenn auch mikros- 
kopische Flitterchen von gediegenem Eisen nicht selten in 
Basalten auftreten und Hasalteruptionen von Ovifak auf der 
gröniaihlischen Insel Diüku machtige niikelhaltigi] Kiseublücke 
zu Tage gefördert haben, so ist nicht ausgeschlossen, dass dies 
Eisen durch reduzierenden Einlluss vuii aunkohle. Steinkohle 
und anderen organischen Substanzen, welche die autsteigeude 



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— 333 — 



Lava beim Durchbruche der Sedimente omhüllt hat, ent- 
standen ist. 

Konstriiieron wir niis ans dem petrographischen Befunde 
(]('r Meteoriten einen Idealplaneten, so werden wir ihn in ähu- 
iiclier Weise aufbauen: innen ein mclullisclips Zentrum aus 
Nickeleisen, um dieses eine basische Silikatrinde, aussen aus 
tnffUhnliciien Massen bestehend, welche durch vulkanische Thätig- 
keit erzengt wurden. Das Fehlen der granitisehen, tiuarzreichen 
Felsarten auf diesem Idealplaneten wäre durch ein sanerstof- 
armes Magma zu erklären, in welchem es nicht zur Bildung 
einer spezifisch leichten quarzreichen Aussenzone gekommen ist 
Einige Forscher, besonders Tschermak, sind in der That geneigt, 
die Existenz eines oder vielmehr einer grösseren Anzahl solcher 
Weltkörper anzunehmen, welche durch heftige vulkanische 
Emptionen Bruchstftcke ins Welltall schlendern, die nicht mehr 
zu ihm zorftckkehren, sondern in verschiedenen Bichtungen den 
Raum durchziehend, gelegentlich mit der Erde auf ihrer Bahn 
zusammentreifen. Dieser Vorgang könnte auf jedem Himmels- 
körper stattfinden, auf welchem vulkanische Explosionen er- 
folgen, dessen Masse aber so gering ist, dass seine Schwerkraft 
nic^t genftgt, alle emporgeschleuderten Stücke wieder anf die 
Oberfl&che zarfickznflUiren, so dass ein solcher Himmelskörper 
sdiliesslich in Trftmmer zersprengt wird. Über die Znlässigkeit 
dieser Theorie, welche vom petrographischen Gesichtspunkt 
betrachtet, die meiste Wahrscheinlichkeit hat, und welche auch 
die ursprüngliche TrOmmerform der Meteoriten einfach erklärt, 
zu entscheiden fühle ich mich nicht kompetent. Auch möchte 
solches eher Sache der Astronumeu sein, übrigens sind aber 
auch diese über die Natur der Meteore noch nicht im Reinen 
und diskutieren noch die Frage über die Zusammengehörigkeit 
oder Verschiedenheit der Kometen und Stemschnui)pen einer- 
seits und der Meteore andererseits. Die Unsieherheit über die 
Balniplpmente äf^r letztci-en . welche Kundigen festzüstellen 
naturgemass so selten üelegtuheii geboten ist, bietet die Haupt- 
schwierigkeit. 

Meine Absicht war nur, Ihnen eine kleine Skizze von 
vorwiegend petrographischem Standpunkte aus zu geben. Es 
soll mich freuen, wenn es mir wenigstens gelungen ist, Ihnen 
darzuthun, dass die wissenschaftliche Bedeutung der Meteoriten 



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— 334 — 

hinter den YenprecliiuigeD, welche de dardi ihr glänzendes 
Auftreten anmdenten sdieinen, nicht zarftcksteht und sie 
wesentlich heitragen znr Befestigung des Satzes r «Die Ent- 
stehnngsgeschichte der Erde ist eine Wiederholung der Ent- 
stehung des ganzen Weltalls". 



Litteratur. 

liaudin, Beschreibung eines feurigeu Meteors, das am 24. Juli 1790 in Gas- 
cogne gesehen worden. Gilb. Ann. 1803. 13. Bd. 346. 

Beiii«rt, HeteoreiMii£ill bei Btatmau In BShmen. Pogg. Ann. 1847. Bd. 72. 170. 

Vkif Hypotheie La Pkee*« Uber den ünprang der meteoritiechen Bteine. 
Gilb. Ann. 1803. Bd. 13. 8fi8. 

— Ausführliche Naclirichten Ton dem Steiuegen bei TAigle (Anucng). QÜb. 
Ann 1804. Bd. 16. 44. 

Brezinii, Die Meteoriten des k. k. miueralog. HolkaLiuets in Wien am 1. Märs 
188ö. Jahrbuch des k. k. geül. Reichsamt. 1885. 35. Bd. 151. 

CUadnt, Über den Ürspmng der von PnllM entdeckten Eiaennuune und 
einige damit in Verblndnng ttehende NatorenchelnQngen. BIga ITM* 

— ' Chronologisches Veneichnis der mit einem Feuermeteor niedergefallenen 
Steine und Eisenmassen Gilb. Ann. 1803. 15. Bd 

— T her Fenermeteore nnd über die mit denselben herabgefallenen Itaaseu. 
Wien 181V>. 

Daubree, Syutheiische Studieu zur Experimeotalgeologie. Autoris. deutsche 

Ansg. Ton D. Gnrlt Brannachweig 1880. 
nigM» Beport of an ezaminatlon of tbe Ueteorftee of Cranbonnie in Anetralia. 

Phil. Traus. 1882. 885. 

— A chapter in the hi^ttory of Meteorites. London 1887. 

CUlbert, Nachträge zu den Auf.siitzen in den Annaien tlber die aus der Luit 

gefallenen Steine (iilb. Ann. 1804. 18. Bd. 267. Erklärung der öitth- 

erscheiiimig pag. 2Ü3, Aum. 
k Onlde to tbe eollection of meteoiitea in the British Knienm. Printed of 

the Tmateei. London 1882. 
HnMInger, Eine Leitfovm der Meteoriten, Sita. Ber. d. Wien. Akad. 1860. 

40. Bd. 2. Abt. 

— Über die Natnr !< r Meteoriten in ihrer Zusammensetzung und Eracheinoug 
Sitz. Ber. d. Wien. Akad. 1861. 43. Bd. 2. Abt. 889. 

— Daa Doppelmeteor von £iuij:a und Loug-Islaud ^iu demüelbeu Band.) 



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— 335 — 



Baldliiftry Stannorii, ein imiter Ibteorit, durch setne Binde genau in leinei 

Bahn orientiert SiU. Ber. Wien. Äkad. 1862. 45. Bd. 2. AH pag. 790. 

— Das Sluteor von Qnenggouk in Pegn, ebenda pag. G37. 

— Der Met(or.Ht('iiifall im Ciorukpar-Distrikte in Oberbengalen am 12. Mai 
1861, ebenda 665. 

Howard, Versuche und Bemerkungen über Stein- und Metallmaääeu, die zu 
yencbiedenen Zeiten auf die Srde gefallen «ein sollen and Uber die ge- 
diegenen Eisenmassen. Gilb. Ann. 1808. 13. Bd. 291. 

Keeeelneyer, Über den Ursprung der Meteorsteine. (Europäisdie Heteontein- 

fnilc seit dem Jahr 1700 etc.) Abb. Senck. Naturf. Ges. IBCrO. 
La Lande, Nachricht von Steinen, die bei Bresae aus der Laft gefallen sind. 

Gilb. Auu. 1803. 13. Bd. 313, 
T. Niessl, Beiträge zur kusuiiächeu Theorie der Meteoriten. Sitz. Ber. Wien. 

Akad. 1817. Bd. 76. 8. Abt 783. 
Olbers, Über die vom Himmel gefallenen Steine. Gilb. Ann. 1803. Ii. Bd. 

pag. 38. 

Patxln, Bemerkungen geg^en den Torhetgehenden Anbats Hcwerds. Gilb. 

Ann. 1803. 13 Hd. pag. 318. 
BaniDielsberur, D'iq chemische Katur der Meteoriten. Abb. Berl Akad. 1871. 
2. Abhl. 1880. 

von Batk| Über die Heteoriten von Fnltnsk im E5iiigreich Polen, ge&Uen 
am 13. Jannar 1868. Separat- Abdr. der Zeitaobr. d. niederrb. Ges. fllr 

Natur- und Heilkunde. 
Bo;;c, <i., Beschreibnup: und Einteilung der Meteoriten auf Grund der Samm- 

hing im mineralog. Museum zu Berlin. Abh. Berl. Akad. 1864 pag. 23. 
Tata, Über den Steiuregen zu Siena am 16. Joui 179^. Ket. von Leop. t. 

Buch. GUb. Ann. 1800. 6. Bd. pag. 166. 
TSehennnky Beitrag zor dassiflcation der Meteoriten. SiU. Ber. Wien. Akad. 

1884. 88. Bd. 1. Abt 

— Die Bildung der Meteoriten und der Ynlkaniflmns. Sti. Ber. Wien. Akad. 
1875. 71. Bd 2. Abt. 661. 

— Die mikroskopische Bescbaftenbeit der Meteoriten erläutert durch photogr. 
Abbildungen. Stuttgart 1883. 

Tttlentiucr, Die Kometen und Meteore. Das Wissen der Gegenwart. 27. Bd. 1884. 
Tauqnelln, Über die aus der Atmosphäre herabgelblienen Steine. GUb. Ann. 

1803. 16. Bd. 419; vgl 489. 
Jibrlishe Beferate im Nenen Jahrb. ftr Uineralogie. 



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4 



Inhalt. 



Bericht über die Senckenber^^isc he n aturforacbende 



Geselltickaft. Erstattet tüii uberielirer J. Blum . . . IH 
Verseichoia der Uitglieder: 

Stifter XVU 

Ewige Hitglieiler XTIH 

Uitglieder des Jahres 1890 . XIX 

Neue Mitglieder (\\r das lahr 1891 XXIII 

Ausserordentliche ilit{^lit(Ur XXIV 

Korrespondiereude Ebrenmitglieder XXV 

Xonespoiidiefeiide Mitglieder XXV 

Bechte der Uitglieder XXVm 

Bibliothek -Ordmuig CVI 

Geechenkc und Erwerbangeu: 

Naturalien XXIX 

Bücher und Schritten . XLIII 

Geld- uud andere Geächeuke . . LXI 

Bilftüs per 31. Denbcr 1890 LXII 

Übersicht der BlDnahmen und Ausgaben LXIII 

Sektionsberichte LXIV 

Protokoll-Au8«ttge LXXVI 

Nekrologe: 

Oberstlit utt iiaut a, D. ^lax Saalmtiller f. Von Dr. 

L. von Heyden, K. Major z. D LXXXIV 

Dr. med. Wilhelm Priedrieh Cnrl Stricker f- 

Von Dr. med. Bmannel Cohn XGI 



Vorträge und AbhandluncfeTir 

Beiseerinnerungen ans «leni malayi.'iclirii Arrliii'el. 

I. la West-Java. Vortrag, gehalten in der w issenschattlichen 
Sitzung am 17. Jaunar 1891, von Dr. Ad. Strub eil . . 3 
PflaaMnphSnologische Beobachtnngen ta Fmnkfiirt n. M. Von Dr. 
Jnlins Ziegler 21 



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S«tie 

Beriebt üb«r nMine Reise naeh Tilli* die Teilnahme an der Badde- 
sehen Eapediüon in den Karabagh^Oan. Sommer 1890. Von 

Dr. pbil. Jean Valentin aus Frankfurt a. M 159 

Ad. StrnbelPs Konchylien ans Java II and von dm Molnkken. Von 

Dr. 0. B M. 1 1 >r"r .241 

Über M eteo r s t e 1 u e. Vortrag, gebalteu bei dem Jalireste.ste am 

10. Mai 1891, vou Dr. W. Schaut" 319 



Druckbericlitigung. 

Auf Seite IX Zeile 17 v. n. ist aus Versehen Otto statt Robert 
gesetat wordra. 



DiQck von Uebrüiler Knaner in Frankfurt a. U. 



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Taf. II. 




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BerdSenckenbnaiurfOes. 189i. TaClV 



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: I PA-- i. 2 Bericht 



Aber die 



Senckenbergische 
naturforschende Gesellschaft 



in 



Frankfurt am Main. 



1893. 



Mit 6 Tafeln. 



^ Frankfurt a. M. 
Druck von ücbrttder Knaner 



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BERICHT 

ÜBBB DIB 

GESELLSCHAFT 

IN 

FßANOÜliT AM MAIN, 

1892. 



roM Jni 1891 bis Jul 1898. 



ii'cktion (Irr Senckenbergischen naiurtoi schLnden 
Gesellschaft beehrt sich hii imit, statuteiigoiiiäss ihi'eü ÜLiiclit 
über das Jahr IbUI hin I8Ü2 zu überreicheu. 

Frankfürt a. H., im Jani 1892. 

Die Direktion: 

Professor Dr. F. C. Noll» d. Z. erster Direktor. 
Dr. med. H. Behn, d. Z, zweiter Direktor. 
Dr. med. E, Bininentluil, d. Z. erster Schiiftfnhrer. 
Winter» d. Z. zweiter ScbrütfUhrer. 



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Die Entwickelnng der 

Scilckenbergischeu natu i forscliendeiiGeseUscliaft 

seit ihrer örttudang. 

Vortrag 

«ar Erinnerung an das 75 jährige Bestehen der Gesellschaft, 
gelialteu au dem Jahresfeste, den 29. Mai 1892. 

Von 

Prof. Dr. F. C. Noll, 

d. Z. I. Binktor. 

>DKh< 

Meiue Herren! 

Der Mann, von dem zuerst die Ani'egung zur Gr&ndung 
einer naturforschenden Gesellschaft in hiesiger Stadt ausging, 
war der Lehrer der Anatomie am Senckenbeigischen medizini- 
schen Institut, Dr. med. Phil. Jak. Cretzschmar. Im September 
1817 richtete er folgende Eingabe an die Dr. Senckenbergiscbe 
Stiftnngs-Administration : 

„Als ich vor Vit Jahren die Stelle eines Lehrers der Ana- 
tomie an dem Dr. Senckenbergischen Institute ttbernahm, machte 
ich es mir zur Pflicht, unaufhaltsam dabin zu arbeiten, dass der 
von dem sei Stifter beabsiclili;;te Zweck „ad augendam rem 
patriae medicam- in ErfiiUuiif}^ gebracht werde, und der glück- 
liche Fortffan^? der anatouiischeii Ausbildun^j, meiner zahlreichen 
Sehiiler sowie die bereits aiiL^>'terti!Xten Präparate könueii als 
r>t']. ire srelteii, dass ich nicht nur si liw ici Ilm' Arbeiten zu ujiter- 
nehiiit ii mich erkühn.', sonderu auch den Mut besitze, die uuter- 
uummeuen au^zuluhreu. 



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— IV — 



Die Richtschmir, welche ich bei meinen anatonüschen 
Arbeiten «ngrnnde legte, suchte ich dem Stande der dermaligen 
arztlichen WiBsenschaften anzupassen, welche den Arzt nicht 
nnr zur Erforschung seiner Formen und seines Wesens auf- 
fordern, sondern zugleich von ihm erheischen, dass er sich mit 
allen seinen Umgebungen, mit der gesamten Naturkunde be- 
kannt mache. 

Demgemäss habe ich mich bemüht, vielfältige zoologische 
Präparate zu verfertigen und zugleich eine zoologisch-anatomische 
Sammlunj]: anzulegen, welche jetzt schon seltene und sehr be- 
lehrende (Tet^reustände enthält. In diesen Arbeiten begi-iffen. 
brachte meine Vorliebe für die Naturg-eschichte in mir dun 
Wunsch hervor, zu den bestehenden Zweigen der Arzneikunde 
au dem Dr. Senckenbergischen Institute ein vollständiges Natu- 
ralieukabmet gestellen zu dürfen." 

Nach Beratung mit Mitgliedern der Administration sah 
Cretzschmar ein. .dasb dieses Streben die Mittel der Anstalt 
bei weitem übersteigen wfirde''. niid er wendet sich deshalb 
.an viele (lelehrte und die angeseliensten und wohllmbendsten 
Bürger unserer freyen Stadt", um fiiu' neue (ü'sellschaft zur 
Erreichung seines Zweckes zu «rriinden. Dieselbe soll die 
Administration der Dr. Senckenbergischen Stiftung als oberste 
Behörde anerkennen und alles, was sie besitzt, soll als P^igen- 
tum der Stiftung angesehen werden ^ sie hat drei Klassen von 
Mitgliedern : 1) wirkliche, 2) Ehren- und 3) korrespondierende 
Mitglieder. Keines der Mitglieder kann au! eine Besoldung 
Anspruch machen. 

Hat Cretzschmar so das Wesen der zu gründenden Gesell- 
schaft vorgezeichnet, wie es im grossen und ganzen auch zur 
Ausführung gekommen ist und noch jetzt gilt, so hat er es 
durch seine Bemühungen auch gleich vermocht, emen aner- 
kennenswerten Anfang für die Sammlungen zu schaffen, indem 
er viele Besitzer von Naturaliensammlungen veranlasste, die- 
selben der neuzubildenden Gesellschaft zum Geschenk zu machen. 
So liefern Dr. Neubnrg, Hofrat Meyer von Offenbach, 
Schneidermeister Fritz ausgestopfte VOgel, Prof. Miltenberg 
vom Gymnasium Mineralien, Oberlieutenant v. Heyden, der 
Vater unseres thätigen Mitgliedes Herrn Major Dr. v. Heyden« 
eine Sammlung Insekten, Ghisermeister J. G. Bloss jun. eine 



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-~ V -~ 



TorzQgliche Sanmiliiiig von Insekten, besonders Schmetterlinge, 
Vögel nnd natnrhistorisehe Werke, Herr Handelsmann VOlcker 
bereichert die Schmetteriingssammlnng, ,,so dass dieser Teil an 
VoUständigkeit grenzt*^, nnd gibt ausserdem alle Dubletten 
seiner Vogelsammlnng. Verwalter Helm verspricht, wenn die 
Gesellschaft zustande kommt, sein ganzes Conchylienkabinet 
zu schenken, Dr. med. Stieb el sen. will seine AmphiUen n. a. 
stiften und Forstschreiber Schmidt seine Vögel nnd sonstige 
Naturalien. Auch boten yerschiedene Herren sich an, die Be- 
arbeitung einzelner Teile der Sammlunpreii zu iibernehnien. 

ir)n lu'i tragende» Ehrenmitglicflcr- stellen aiisst'nleni ilireii 
Beitritt zu der Gesellschaft in Aussiclit. an üii-lt Spitze Staats- 
rat Sim. Äforitz von Bethniann, der sicli uiit anderen Bürgern 
verbinden will, um ein angemessenes Lokal zu erhatien. Unter 
so günstigen Bedingungen sind die Bemühungen t'retzschmars 
von Erfolg gekrönt und wird am 22. November 1817 in dem 
Hörsaale des Dr. Senckenbei^gischen Stiftes die Uesellschaft 
gegründet unter der Bezeichnung: 

^Senckenbergische naturforschende Gesellschaft 

zu Frankfurt a. M." 

Dem StiftnngspK'iokoll sind folgende lü Namen in alpha- 
betischer Ordnung unterschrieben: 

J. Becker. Botaniker. 

.T. G. Bloss, Glasermeister. 

J. Bögner, Dr. med. 

Dr. J. J. E Buch. 

Dr. med. C r e t z s c h m a r. 

J. C. F r i t z , Schneidermeister. 

J. F. Helm, Verwalter. 

G. H. G. V. Heyden, Oberlieutenant. 

Br. Meyer, Dr. med. und Hofrat in Olfenbach. 

W. A. M i 1 1 e nb e r g , Dr. und Professor. 

C. £. Neef, Dr. med. und Professor. 

J.G. Neuburg, Med. Dr. 

J. W. Bens, Spitalmeister. 

J.G.Stein, Apotheker. 

Sal. Stiebel, Med. Dr. 

Geoi-g Adolf Völcker, Handelsmann. 



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— VT --^ 



Die an demselben Tage gewäblte Direktion l)e8tand ans 
den Herren: 

Med. Dr. Neubnrg als I. Direktor. 
Med. Dr. € r e t z s c h m a r als II. Direktor. 

Oberlieutennnt v. Heyden als I. Sekretär. 
Med. Dr. Büguer als IL Sekretär. 

Diese Herren haben eine Reibe von Jahren hindurch die 
Verwaltung der Gesellschaft weiter geführt. Dr. Neuburg ist 
erster Direktor bis zu seinem am 25. Mai 1830 erfolgften Tode, 
Oretzschmar zweiter Direktor bis zum Ende des Jahres 1 840, 

0. y. Heyden erster SeliretAr bis zum Schlüsse des Jahres 1829 
und tritt dann als erster Direktor ein bis zum 31. Dezember 
1840, Mappes übernimmt das Amt des zweiten Sekretftrs am 

1. Januar 1821 und führt das Protokoll bis 1840. In den Jahren 
1849 und 1850 ist er dann erster Direktor und übernimmt 
dieses Amt wieder im daranlfolp^enden Jahre, als Herrn. 
V. Meyer davon zurücktritt, um es für die Dauer von dessen 
Amtszeit beizubehalten. ^^ urden anfangs die Mitgli